Der TOYS & GAMES Report - das Fachmagazin für Toys, Games und Familie

5 Fragen an

Ein wenig feuilletonistisch darf schon auch zugehen in solch einer Online-Publikation. An dieser Stelle stellen sich mutige Damen und Herren aus der Branche, allesamt gestandene Professionals, den immer gleichen lebensbejahenden und entscheidenden 5 Fragen. Auf die Antworten dürfen Sie gespannt sein.

Ulrich Hirsch, Geschäftsführer Clementoni GmbH

1. Die Spielwaren- und Games-Industrie ist vermutlich die schönste der Welt, soviel ist klar. Wenn Sie allerdings nicht hier wären, was für einen Job hätten Sie dann?

 

Vermutlich wäre ich Sportreporter mit Schwerpunkt Fußball bei Sky – das war als Kind mein Traumjob und meine Eltern behaupten, ich wäre oft mit einem „Mikrofon“ vor dem Mund durchs Haus gelaufen, Fußballspiele kommentiert (damals natürlich noch als Radioreporter) und Interviews mit Spielern geführt. 

 

2. Was ist die größte Herausforderung für die Branche derzeit?

 

Ohne jede Frage ist das der Wandel im Kaufverhalten von Stationär zu Online – 39% Online Anteil an allen verkauften Spielwaren in 2018 machen mich da sowohl nachdenklich, als auch nervös, da ich nach wie vor fest daran glaube, dass Emotionalität und die Haptik den Spielwarenkauf nachhaltig positiv beeinflussen können und das geht nun mal stationär immer noch deutlich leichter als Online. Natürlich muss unsere Ware dort präsent sein, wo der Verbraucher sich aufhält und danach sucht, aber „nur noch“ Online ist sicher auch keine Lösung.

 

3. Was bedeutet die Branche für Sie?

 

Ich habe vor knapp 30 Jahren (am 1.10.89) als regionaler Key Account Manager bei Lego angefangen, das war mein Start in der Branche und ich bin bis heute dabei. Wenn man 2/3 seines Berufslebens in derselben Branche verbringt bedeutet einem diese naturgemäß „alles“, auch wenn dadurch manchmal der Blick über den Tellerrand fehlen mag; außerdem ist die Atmosphäre innerhalb der Branche –auch ohne die Phrase der „großen Familie“ dreschen zu wollen- überwiegend angenehm und es wird eigentlich nie langweilig.

 

4. Mit wem würden Sie gern mal gemeinsam eine Currywurst essen gehen?

 

Aktuell vielleicht am ehesten mit den Ehrlich Brothers, um den gemeinsamen Erfolg unserer Zauberkästen zu feiern, alternativ auch mit Horst Lichter, da wir gerade ein neues Spiel zur ZDF Show  „Bares für Rares“ entwickeln, auch dazu gibt es sicher einiges zu erzählen.

 

5. Sie treffen auf der Straße ein rosa Einhorn und es zwinkert Ihnen freundlich zu. Was tun Sie?

 

Ich zwinkere freundlich zurück, denke über meinen Alkoholkonsum nach und suche unverzüglich den nächsten Arzt auf.


Carol Rapp, BGP Marketing Director, ASMODEE Group

1. Die Spielwaren- und Games-Industrie ist vermutlich die schönste der Welt, soviel ist klar. Wenn Sie allerdings nicht hier wären, was für einen Job hätten Sie dann?

 

Dann würde ich dennoch etwas Kreatives machen, etwas mit dem man Menschen Spaß und Freude bereiten. Mir fehlt das Handwerkszeug mich selbst am Klavier zu begleiten, daher ist mir das Studium des Gesangs leider verwehrt geblieben. Nur so konnte ich den Weg in die schönste Branche der Welt finden, denn eines war immer schon klar, ich mache mein Hobby zum Beruf: Brettspiele oder Gesang auf einer großen Bühne… 

 

2. Was ist die größte Herausforderung für die Branche derzeit?

 

Der Wandel der Zeit: die Digitalisierung. In vielen Bereichen ist es heute schwerer, gerade junge Menschen von den guten alten Beschäftigungen zu überzeugen bzw. sie heranzuführen. Die kommende Generation der „real digital natives“ lebt jede einzelne Minute in der digitalen Welt und will dadurch Entertainment pur. Daher gilt es einen Weg zu finden, diese Generation an eine Welt außerhalb von Smartphones und digitalen Freunden heranzuführen. 

 

3. Was bedeutet die Branche für Sie?

 

Meine (Spiel-)Bretter, die die Welt bedeuten. Vielfalt und Kreativität gepaart mit Strategie und Aufbau und dazu eine Menge Spaß und Spannung.  

 

4. Mit wem würden Sie gern mal gemeinsam eine Currywurst essen gehen?

 

Bei uns isst man eher Himmel und Äd, aber das gerne bei einem guten Kölsch mit Michelle Obama. Sie ist stark und hat ihren Weg durch viele Widrigkeiten gemacht. Das wäre sicherlich ein sehr inspirierendes Gespräch. 

 

5. Sie treffen auf der Straße ein rosa Einhorn und es zwinkert Ihnen freundlich zu. Was tun Sie?

 

Ein Einhorn kommt selten allein… Daher schaue ich über meine Schulte und siehe da, es meinte gar nicht mich, sondern das gelbe Einhorn hinter mir. 😉


Urban van Melis, Geschäftsführer Vertrieb DACH, Ravensburger Spieleverlag GmbH und Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH

1. Die Spielwaren- und Games-Industrie ist vermutlich die schönste der Welt, soviel ist klar. Wenn Sie allerdings nicht hier wären, was für einen Job hätten Sie dann?

 

Bis Ende 2018 war ich der Geschäftsführer für den Ravensburger Buchverlag. Erst seit Januar 2019 bin ich zusätzlich auch der Geschäftsführer Vertrieb DACH für den Ravensburger Spieleverlag. Eine tolle Bereicherung – aber vermutlich wäre ich sonst weiterhin „nur“ für den Buchverlag verantwortlich und würde nichts grundlegend anderes machen.

 

2. Was ist die größte Herausforderung für die Branche derzeit?

 

Den Anforderungen der verschiedenen Vertriebskanäle und Handelspartner gerecht zu werden und dabei das sich wandelnde Konsumentenverhalten im Auge zu behalten.

 

3. Was bedeutet die Branche für Sie?

 

Momentan vor allem viel Neues – und das Privileg, mit ungewöhnlichen und engagierten Personen tolle Produkte an überzeugte Händler und Spieler vertreiben zu dürfen. Der Handel mit kreativen Gütern ist vermutlich der schönste, den man sich vorstellen kann.

 

4. Mit wem würden Sie gern mal gemeinsam eine Currywurst essen gehen?

 

Eigentlich mit jedem Kollegen aus dem Ravensburger Unternehmen. Hier arbeiten so unglaublich viele tolle Leute und ich freue mich täglich, den unterschiedlichen Charakteren zu begegnen. Oft bleibt nur zu wenig Zeit, sich in Ruhe auszutauschen.

 

5. Sie treffen auf der Straße ein rosa Einhorn und es zwinkert Ihnen freundlich zu. Was tun Sie?

 

Ich würde ihm unser neues Bastelset BLAZELETS empfehlen, dann kann es sich farblich passende Armbändchen machen.

 

Urban van Melis


Gerd Russwurm - Head of Licensing, Studio 100 Media AG - a Studio 100 Group company

1. Die Spielwaren- und Games-Industrie ist vermutlich die schönste der Welt, soviel ist klar. Wenn Sie allerdings nicht hier wären, was für einen Job hätten Sie dann?

 

Dann wäre ich vermutlich Manager in einem Freizeitpark  - um auch dort Kinder und Familien glücklich zu machen.

 

2. Was ist die größte Herausforderung für die Branche derzeit?

 

Die Rahmenbedingungen, zu denen die Lizenzbranche agiert, verändern sich ständig und das zwingt alle Beteiligten dazu, sich anzupassen und sich weiterzuentwickeln – sei es die zunehmende Digitalisierung, der technische Fortschritt in allen Bereichen, die Veränderung der TV-Landschaft und die Entwicklung ganz neuer Plattformen. Die Vielfalt der Lizenzthemen nimmt auch stetig zu, genauso wie die Kanäle, über die sämtliche Zielgruppen erreicht werden können. Der Weg von einigen wenigen Tools zur Ansprache der Konsumenten ist klar dem Multi-Channel-Ansatz gewichen. Das bedeutet, heute ist eine der größten Herausforderungen nicht nur für den Rechtegeber die sinnvolle Paarung klassischer genauso wie junger Marken mit immer neuen Themen, Produkten und Entwicklungen.

 

3. Was bedeutet die Branche für Sie?

 

Auch wenn ganz neue Marken inzwischen oft einen schwereren Start haben, gibt es dennoch große Erfolgsgeschichten, wenn eine Lizenz den richtigen Weg zu ihren Fans findet. Einige große Brands dominieren den Markt und nehmen im Handel den entsprechenden Regalraum ein, aber dennoch bekommen immer wieder auch neue Ideen Aufmerksamkeit und beweisen ihre Berechtigung am Markt. Alles bleibt möglich. Das macht diese Branche so unheimlich spannend.

 

4. Mit wem würden Sie gern mal gemeinsam eine Currywurst essen gehen?

 

Ich möchte lieber Nürnberger Rostbratwürstel essen. Die aber sehr gerne mit Walt Disney.

 

5. Sie treffen auf der Straße ein rosa Einhorn und es zwinkert Ihnen freundlich zu. Was tun Sie?

 

Ich zwinkere zurück und bitte es, Mia zu grüßen. Denn es kommt sicher geradewegs aus Centopia zu uns.

 

Gerd Russwurm


Joachim Knödler - Managing Director Central Europe, CPLG

1. Die Spielwaren- und Games-Industrie ist vermutlich die schönste der Welt, soviel ist klar. Wenn Sie allerdings nicht hier wären, was für einen Job hätten Sie dann?

 

Ich wäre Lehrer geworden, bevor ich meinen Berufseinstieg bei Hasbro 1993 gestartet habe, war ich in der Tat an der Goethe Universität in Frankfurt für einen Aufbaustudiengang Erziehungswissenschaften eingeschrieben… und dann kam alles doch ganz anders. 

 

2. Was ist die größte Herausforderung für die Branche derzeit?

Wir müssen weg vom Old-economy Denken – gerade im Hinblick auf den Zielgruppenzugang vermehrt über digitale Plattformen, müssen Geschäftsmodelle angepasst werden, flexibel und partnerschaftlich ausgerichtet sein um mit der Chance Veränderung schnell auf aktuelle Markttrends reagieren zu können, denn morgen kann schon wieder alles anders sein.  

 

3. Was bedeutet die Branche für Sie?

Ständig neue Herausforderungen aber auch enorm viel kreativer Freiraum und das macht doch jeden Tag aufs Neue Spaß.  

 

4. Mit wem würden Sie gern mal gemeinsam eine Currywurst essen gehen?

Mit Axel Kaldenhoven von Schmidt Spiele –Erstens war ich mit ihm schon super lange nicht mehr was essen und Zweitens gibt es in Berlin die beste Currywurst überhaupt…

 

5. Sie treffen auf der Straße ein rosa Einhorn und es zwinkert Ihnen freundlich zu. Was tun Sie?

Ist das jetzt ne Fangfrage? Ein solches Zusammenreffen kann man(n) nur mit Humor nehmen und lässig die Hand zum Bikergruss heben…

 

Joachim Knödler