Der TOYS & GAMES Report - das Fachmagazin für Toys, Games und Familie

Handel

Digitale Werbung ist 2019 um zehn Prozent gewachsen

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat neue Marktzahlen zur digitalen Werbewirtschaft veröffentlicht. Im vergangenen Jahr 2019 konnten netto 3,613 Milliarden Euro mit digitaler Display-Werbung umgesetzt werden. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr 2018 als noch 3,276 Milliarden Euro umgesetzt wurden.

 

Die neuen OVK-Daten beleuchten den Display-Advertising-Markt in Deutschland. Das 2019 gemeinsam mit den Marktforschungsexperten von Statista überarbeitete Modell ermöglicht durch die Kombination von Primär- und Sekundärdaten sowie Experteninterviews eine umfangreiche Einschätzung des digitalen Werbemarktes in Deutschland. Grundlage sind die Daten der OVK-Mitglieder, Unternehmenspublikationen und Interviews mit unterschiedlichen Branchenexperten. „Das starke Wachstum der digitalen Werbung beruht auf mehreren Faktoren. Die stärksten Treiber sind Bewegtbild, Mobile und der intelligente Einsatz von Technologie“, sagt Rasmus Giese (United Internet Media), Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises OVK.

 

In diesem Wachstumsmarkt profitiert Display-Werbung weiterhin von der steigenden Internetnutzung, einem veränderten Mediennutzungsverhalten und seiner Innovationskraft. Die dynamische Marktentwicklung wirkt sich auf die eingesetzten Werbemittel aus. Pre-Roll ist die umsatzstärkste Werbeform mit hohen Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr. „Der Branche gelingt die Monetarisierung der mobilen Reichweiten immer besser. Zwei der Top-5-Formate sind Small-Screen-Ads. So verzeichnet das mobile Pre-Roll ein Plus von 60 Prozent, das Mobile Medium Rectangle sogar von über 100 Prozent“, sagt Giese. Aufgrund der positiven Rahmenbedingungen prognostizieren die Experten des OVK für das laufende Jahr 2020 eine Wachstumsrate von sieben Prozent und gehen damit von einer Steigerung der Netto-Werbeinvestitionen auf 3,866 Milliarden Euro aus.

 

OVK-Ausblick 2020

Der OVK kündigte auf seiner Pressekonferenz für 2020 eine Fortsetzung der Fachkampagne „top-of-mind“ an sowie ein Engagement beim Deutschen Digital Award, der am 23. April in Berlin vergeben wird (Deadline Einreichung: 8. März). Ein weiteres Top-Thema ist die Post-Cookie-Ära. „Cookies sind neben Mobile Advertising IDs derzeit der einzige offene und übergreifend etablierte Standard, um im Internet, zum Beispiel für zielgruppenbezogene Werbung, Frequency Capping und Re-Targeting, User pseudonym zu identifizieren", sagt Christopher Kaiser (Ströer Digital Media), stellvertretender Vorsitzender des OVK. „Doch ihre Entwicklung ist endlich. Gemeinsam mit unseren Marktpartnern evaluieren wir daher unterschiedliche Ansätze, um der Entwicklung zu begegnen und alternative und bessere Lösungen zu finden. Wir bergreifen die Cookie-lose Zukunft mittlerweile weniger als eine Bedrohung, sondern vielmehr als eine echte Chance für einen neuen und besseren Industriestandard in Deutschland und Europa." BVDW

Online-Handel - Mehr als die Hälfte der Umsätze über Smartphones und Tablets

Im vergangenen Jahr wurde erstmals mehr als die Hälfte der Online-Umsätze in Deutschland über Smartphones und Tablets erzielt. Gleichzeitig werden die sozialen Medien wie Instagram und Facebook zunehmend auch zu Shoppingplattformen.

 

„Mobile Geräte werden im Online-Handel immer wichtiger, immer mehr Kunden kaufen von ihren Smartphones oder Tablets aus ein“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) Stephan Tromp. Nach HDE-Schätzungen machte der Online-Handel hierzulande im Jahr 2019 54 Prozent seines Umsatzes über mobile Endgeräte.

 

Damit einher geht ein Bedeutungszuwachs der meist auf Smartphones oder Tablets genutzten sozialen Medien. Tromp: „Soziale Medien sind aus Sicht von Händlern und Herstellern eine wichtige Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme mit den Kunden.“ Die immer größere Rolle für den Online-Handel zeigen aktuelle Zahlen des HDE-Online-Monitor-Newsletters im Februar: Demnach sind in der Gruppe der 14 bis 19-Jährigen bereits drei von vier Social Media-Nutzern in den sozialen Medien auf ein Produkt aufmerksam geworden. Am erfolgreichsten funktioniert das bei Instagram, gefolgt von Facebook und Pinterest. Insgesamt wurde bei zwei Dritteln dieser potentiellen Kunden schlussendlich ein Kauf ausgelöst. Hierbei sind Instagram und Facebook, aber auch YouTube die treibenden Kanäle.

 

Mittlerweile hat jeder zweite deutsche Instagram-Nutzer (20 - 69 Jahre) die Shopping-Funktion bereits bei Instagram gesehen. In der jungen Zielgruppe kennen sie sogar drei von vier. Angeklickt hat sie jeder fünfte (20 - 69 Jahre), bei den Jüngeren sogar jeder dritte (14 - 19 Jahre) Instagram-Nutzer. Und die Mehrheit der Nutzer der Shopping-Funktion (mit oder ohne tatsächlichen Kaufabschluss) bewertet sie als nützlich. Tromp: „Soziale Medien verändern den Online-Handel und die Anforderungen der Kunden nachhaltig. Bequemlichkeit und Schnelligkeit werden damit noch wichtiger.“ HDE

Hoher Invest in Ladenbau und Store-Design

Handelsunternehmen in Deutschland investieren mit insgesamt 7,9 Mrd. Euro weiter auf hohem Niveau in Bau, Technik und Optik ihrer stationären Geschäfte. „Der Fokus liegt klar auf Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen“, so EHI Ladenbauexpertin Claudia Horbert, „aber auch in Neueröffnungen wird über alle Handelsbranchen wieder stärker investiert.“ Das ergab der EHI-Laden-Monitor 2020, dessen Ergebnisse heute auf der EuroShop in Düsseldorf präsentiert werden.

 

Hohe Investitionen in Ladenoptik und Technik

Besonders wachstumsstark zeigen sich Lebensmittel-, Drogerie- und preisorientierte Nonfood-Fachmärkte. 735 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche (VKF), und damit 15 Prozent mehr als vor drei Jahren investiert der Lebensmittelhandel in 2019. Regelmäßig neue Produkte, insbesondere im Trend-Sortiment Convenience, mehr gastronomische Angebote und fortgesetzte Trading-up-Maßnahmen bestimmen zusammen mit den Aufwendungen für eine energieeffiziente Kältetechnik das Investitionsverhalten der Vollsortimenter. Noch deutlicher gestiegen – plus 21 Prozent – sind die durchschnittlichen Einrichtungskosten für ein neues Textil-, Schuh- und Sportgeschäft mit 537 Euro/qm VKF. Obwohl das Handelssegment unter einem hohen Kostendruck steht, vielfach begleitet von einer deutlichen Portfoliobereinigung, setzen die Neueröffnungen im Fashion-Bereich auf mehr Erlebniswert und investieren in eine hochwertige Ladenoptik, emotionale Warendarstellung über Themenwelten und in mehr Aufenthaltsbereiche für die Kunden. Auch in anderen Branchen des Nonfood-Handels sind die Einrichtungskosten für Neueröffnungen gestiegen: Drogeriemärkte geben 505 Euro/qm VKF aus (dies entspricht einem Plus von 10,3 Prozent), und Baumärkte 208 Euro/qm VKF(plus 23,8 Prozent). Im Mittelpunkt steht auch hier eine regelmäßige optische Detailarbeit zur Aufwertung einzelner Sortimentsbereiche und Entwicklung neuer Abteilungskonzepte, um weiterhin attraktive und einladende Einkaufsorte für die Kunden zu schaffen.

 

Evolution statt Revolution

Bestehende Läden werden regelmäßig auf ihre wirtschaftliche und technische Performance überprüft. Mit Teilumbauten und kleineren Refresh-Lösungen und hochflexiblen Einrichtungssystemen werden sie optisch und technisch auf dem neuesten Stand gehalten. Auch Umstellungen beim Store-Konzept und größere Rollouts erfolgen nicht mehr per se flächendeckend, sondern aus Kostengründen Schritt für Schritt. Die Zyklen für Komplettumbauten haben sich im Food- und Nonfood-Handel in den letzten drei Jahren weiter verlängert auf 9,6 und 8,7 Jahre.PM_2_LadenMonitor_2020_Renovierungszyklen_RGB

 

Flexible Flächen und Formate

Flächenkonzepte und Formate werden zunehmend flexibler, um den optimalen Mix aus Erlebnis und Warenangebot in Abhängigkeit von Nachfragesituation, Bedarfsstruktur bzw. Zielgruppe und Lage auf die Fläche zu bringen, Das beginnt schon bei der Planung eines neuen Geschäfts: Flächen müssen so geplant werden, dass sie mit möglichst geringem Aufwand je nach Bedarf bzw. Anlass umgestaltet bzw. bei jedem Umbau neu konstruiert werden können. Flexibilität ist auch für  die Beleuchtung wichtig. Die individuelle Ansteuerung der LED bietet gemeinsam mit der digitalen Vernetzung aller Lichtquellen am POS ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. Zwar ist die Ausstattung der Geschäfte hier schon mit einem Umrüstungsstand von 67 Prozent im Lebensmittel- und 53 Prozent im Nonfood-Handel recht weit fortgeschritten, doch nach wie vor nicht flächendeckend erfolgt. EHI

Karneval bringt Handel 360 Millionen Euro Umsatz

Der Einzelhandel in Deutschland kann zum Karneval mit Mehreinnahmen von 360 Millionen Euro rechnen. Gezielte Einkäufe für die tollen Tage planen knapp mehr als neun Prozent der Verbraucher. Die meisten Kunden greifen dabei bei Verkleidungen und Kostümen zu. Gefragt sind aber auch Schminke, Make-up, Schmuck, Accessoires und Dekorationsartikel für die eigene Party. Daten zum vergangenen Jahr machen deutlich, dass vor allem Menschen mit Kindern den Karneval als Shopping-Anlass fest auf dem Einkaufszettel stehen haben. Insgesamt steigen die Karnevals-Ausgaben 2020 im Vorjahresvergleich an: Nur rund 20 Prozent der Verbraucher wollen ihre Ausgaben zu diesem Anlass reduzieren, während knapp 38 Prozent Mehrausgaben einplanen. Die repräsentative Umfrage wurde vom Handelsforschungsinstitut IFH Köln im Auftrag des HDE durchgeführt. HDE

NICI ist im GLUBSCHIS Fieber

 

 

Pünktlich zum Valentinstag am 14. Februar 2020 hat die NICI GmbH im Paunsdorf Center Leipzig den weltweit ersten und exklusiven GLUBSCHIS Shop eröffnet. Der Shop ist eine GLUBSCHIS Erlebniswelt und bietet alles was Fanherzen höher schlagen lässt. Alle GLUBSCHIS Produkte sind dort in großer Anzahl vertreten. Außerdem laden große Dekotiere und Walking Acts zum kuscheln ein. Weitere Highlights sind das Glücksrad, Give Aways und Folienballons, die GLUBSCHIS Fans und solche, die es werden wollen, viel Spaß machen werden.

 

Im GLUBSCHIS Shop im Paunsdorf Center kann jeder alle GLUBSCHIS Charaktere vom Schlüsselanhänger über die 15 cm Plüschtiere bis hin zu den großen 25 cm Kuscheltieren anfassen, lieb haben und natürlich kaufen. Zusätzlich wird der GLUBSCHIS Launch durch weitere Marketingmaßnahmen wie einer kombinierten Online-/Printkampagne und Influencer-Kooperationen flankiert. NICI

Deutsche erwarten Annehmlichkeiten des E-Commerce zunehmend auch im Supermarkt

Gerade bei kleineren Einkäufen möchte kaum jemand fünf Minuten an der Kasse warten (89 Prozent). Vor allem für die jüngere Generation sind Selbstbedienungskassen eine Option, aber auch neue Geschäftsmodelle, die die Bequemlichkeit des Onlinehandels mit der Verbindlichkeit des klassischen Supermarkts kombinieren, versprechen eine Verbesserung des Kundenerlebnisses beim Lebensmitteleinkauf. Wo der größte Frust beim Einkauf entsteht und welche technischen Neuerungen echte Hilfe bieten oder gar Umsatzkiller sind, untersucht die erste Ausgabe von „Retail of the Future – Consumer Insights“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit Capgemini. Hierfür wurden bundesweit 500 LEH-Kund*innen online zu ihrem Einkaufsfrust und dem Potenzial digitaler Innovationen befragt.

 

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Onlinehandel auch den stationären Handel verändert. Die Bequemlichkeiten des E-Commerce werden zunehmend auch vor Ort erwartet und dies bedeutet zum Beispiel, dass der Kunde Wartezeiten und -schlangen kaum mehr akzeptiert, schließlich weiß er von den digitalen Kanälen, dass es auch ohne geht“, so Achim Himmelreich, Global Head Consumer Engagement, Consumer Products & Retail bei Capgemini Deutschland.

 

Großes Frustrationspotenzial im LEH

Ärgernisse beim Supermarktbesuch können auf vielfältige Weise entstehen. Neben mangelnder Sauberkeit (76 Prozent) stören sich viele Kund*innen über lange Wartesituationen an der Kasse durch Vordrängeln (74 Prozent) oder zu wenig geöffnete Kassen (73 Prozent). Auch defekte Leergutautomaten bergen ein hohes Frustrationspotenzial, während irreführende Preisaktionen oder unauffindbare Verkäufer nur rund die Hälfte der Befragten stören.

 

Digitale Point-of-Sale-Konzepte zur Verbesserung des Einkauferlebnisses

Verschiedene POS-Lösungen versprechen, die größten Pain Points im Lebensmitteleinzelhandel zu optimieren und stoßen bei den befragten Kund*innen auf Interesse. So nehmen 61 Prozent elektronische Preisschilder positiv auf und als Möglichkeit wahr, das Problem von fehlerhaften Preisauszeichnungen zu umgehen. Auch Selbstbedienungskassen stoßen auf Zustimmung (49 Prozent), um Wartezeiten aufgrund zu wenig geöffneter Kassen entgegenzuwirken. Digitale Lösungen wie Mobile Payment (32 Prozent) oder Tablets für Verkäufer (26 Prozent), die wenig direkte Kundenvorteile versprechen, stoßen bei den Befragten auf weniger Interesse.

 

Neue Supermarktkonzepte bei jüngerer Generation willkommen

Während nicht alle digitalen Innovationen einen nachhaltigen Kundenmehrwert darstellen, gilt es zukünftig vor allem über neue Supermarktkonzepte nachzudenken. Bei den befragten Konsument*innen polarisieren Konzepte wie Amazon Go und Emmas Enkel noch stark und stoßen insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe der Smart Natives, die über ihr Smartphone stets erreichbar sind, auf Interesse. So interessieren sich 68 Prozent der Smart Natives für Emmas Enkel und 64 Prozent für Amazon Go, bei der Gesamtbevölkerung liegt mit rund 40 Prozent das Interesse weitaus niedriger. Während Amazon Go komplett ohne Kassensysteme auskommt und Artikel über Kameras und Sensoren abrechnet, wird bei Emmas Enkel der Gang durch lange Ladenregale überflüssig, indem Produkte vorab über eine Smartphone-App oder ein Bestellterminal im Geschäft ausgewählt und anschließend von einem Automaten ausgegeben werden.

 

„Wie der Supermarkt der Zukunft aussehen kann, zeigen Testkonzepte wie Amazon Go oder Emmas Enkel, die einen schnellen Einkauf rund um die Uhr ermöglichen. Der klassische Lebensmittelhandel tut somit gut daran, weiter in Innovationen zu investieren, um den Kunden von morgen an das Unternehmen zu binden“, weiß Jens-Peter Gödde, Senior Projektmanager am IFH Köln. IFH

Zukunft der Zustelllogistik: Kommunikation im Lieferprozess ist das A und O

Das aktuelle Thesenpapier von ECC Köln und Hermes Germany verdeutlicht: Noch jede/r fünfte Konsument*in (20 Prozent) ist mit dem Zustellprozess unzufrieden – 74 Prozent sind zufrieden. Kundinnen und Kunden legen großen Wert auf eine zuverlässige und pünktliche Lieferung. Eine wichtige Basis für eine reibungslose Zustellung ist die passende Kommunikation zum Zustellprozess.

 

Jede/r fünfte Konsument*in ist mit dem Zustellprozess nach dem Onlinekauf unzufrieden. Insbesondere unzureichende Informationen zur Lieferung sowie ein falscher Zustellort werden noch immer bemängelt. Diese und weitere Erkenntnisse liefert das neue Thesenpapier „5 Thesen zur Zukunft der Zustelllogistik“ von ECC Köln in Zusammenarbeit mit Hermes Germany.

 

„Convenience ist bei der Paketzustellung für Kund*innen zentral. Um den Lieferprozess allerdings nachhaltig zufriedenstellend gestalten zu können, muss sich die Zustelllogistik mit Blick auf neue Logistikansprüche dringend weiterentwickeln“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

 

Die Zukunft der Zustelllogistik – fünf Thesen:

  1. Die Basis muss stimmen. Zuverlässige und flexible Zustellung sind Hygienefaktoren – auf die Kommunikation kommt es an.
  2. Haustürzustellung wird zum Engpass. Alternative Zustellorte gewinnen an Relevanz.
  3. Stadt vs. Land. Ansprüche der Konsument*innen variieren je nach Region.
  4. Think Smart. Smart Data bietet Schlüssel zur perfekten Versanddienstleistung.
  5. Der letzte Eindruck zählt. Retoure muss ebenfalls kundenorientiert ausgestaltet werden.

Pünktliche Lieferung mit zuverlässigen Infos

Damit Onlineshopper*innen mit dem Lieferprozess wirklich zufrieden sind, müssen Pakete vor allem zuverlässig und pünktlich zugestellt werden. Dabei sind verlässliche Informationen über den Lieferstatus für die Konsument*innen zunehmend wichtig. Eine besonders schnelle Lieferung verliert für die Befragten dagegen an Relevanz – hier ist die Kundenzufriedenheit bereits nahezu ausgeschöpft, wie die Studie „Stadt, Land, Los“ von ECC Köln in Zusammenarbeit mit Hermes zeigt.

 

Zielgerichtete Kommunikation noch nicht ausgeschöpft

Obwohl 69 Prozent der Konsument*innen den Lieferprozess beeinflussen möchten, hat eine Mehrheit von 54 Prozent noch nie in den Lieferprozess eingegriffen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Während 41 Prozent der Konsument*innen darauf hoffen, dass das Paket auch ohne die entsprechende Kommunikation in der Nachbarschaft abgegeben wird, konnten rund 16 Prozent keine für sie passendere alternative Zeit nennen. Knapp ein Drittel der Befragten (30 Prozent) gab an, keine Möglichkeit zum Eingreifen in den Lieferprozess angeboten bekommen zu haben. Um die Paketzustellung zukünftig passgenauer und kundenfreundlicher zu gestalten, gilt es auch laut Studie, die Kommunikationsmaßnahmen weiter auszubauen und stärker im Zustellalltag zu etablieren. In diesem Rahmen werden auch soziale Medien und Versanddienstleister-Apps zunehmend interessanter für Kund*innen: Während sich 18 Prozent der Befragten über Social Media zum Versandprozess informieren wollen, nutzt jeder Dritte bereits eine Versanddienstleister-App.

 

„Die direkte, digitale Interaktion zwischen Versanddienstleister und Empfänger schafft Mehrwerte für alle drei Beteiligten und rundet das Einkaufserlebnis ab: Der Händler profitiert, da die Kundenzufriedenheit erhöht wird und durch zielgenaue Zustellung die Retourenquoten gesenkt werden. Parallel wird die Effizienz in der letzten Meile gesteigert, da nicht erfolgreiche Zustellversuche vermieden werden. Und der Endkunde kann die Sendung genau dort empfangen, wo er möchte, ohne sich bereits im Check-Out des Händlers Gedanken über seinen Tagesablauf machen zu müssen”, so Dennis Kollmann, Geschäftsführer Sales bei der Hermes Germany GmbH. EEC

Zwei von drei deutschen Internet-Nutzern meinen zu wissen, was ein Cookie ist

Laut einer neuen Studie (Online-Befragung, n=2.507) des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. können 61,9 Prozent der Internet-Nutzer nach Selbsteinschätzung erklären, was ein Cookie ist. Ein Viertel (25,3 Prozent) sagten, sie könnten dies „auf jeden Fall“ erklären. 36,6 Prozent antworteten mit „eher ja“. Das Cookie hat offenbar eine hohe Bekanntheit. Denn auf die Frage „Woher hat Ihr Internet-Browser die Informationen, welche Werbung für Sie relevant sein könnte?“ antwortete die Hälfte (50,2 Prozent) mit „Cookies“. Immerhin 23,7 Prozent der Befragten war aber bewusst, dass auch Log-ins, also die Websites, in denen Nutzer mit eigenen Accounts unterwegs sind, hierzu beitragen können.

 

17,1 Prozent glauben, dass „Datenerhebung ohne Einwilligung“ stattfindet. 1,9 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass „etwas anderes“ dafür verantwortlich ist, dass ihnen relevante Online-Werbung angezeigt wird statt zufälliger Werbung, wie man dies aus klassischen Medien gewohnt ist. 7,1 Prozent sagten aus, dass ihr Browser „keine relevante Werbung“ anzeigt. „Relevanz liegt natürlich im Auge des Betrachters“, sagt BVDW-Präsident Matthias Wahl. „Die Stärke von digitaler Werbung ist es aber, dass verschiedene Daten genutzt werden können, um eine zielgruppengerechtere Werbung auszuspielen, als dies in klassischen Kanälen der Fall ist. Bestimmungen wie die DSGVO schützen dabei die Daten der Verbraucher sehr umfangreich und zuverlässig.“

 

Tiefergehende Fragen der neuen BVDW-Studie zeigen, dass die Deutschen mit ihrer Selbsteinschätzung in Bezug auf Cookies im Großen und Ganzen richtig liegen. Mehr als jedem zweiten der Befragten (55,2 Prozent) ist bewusst, dass Cookies zur Speicherung von Daten genutzt werden. 59,5 Prozent sagten aus, dass Cookies der Personalisierung von Werbung dienen, sie liegen damit grundsätzlich richtig. 4,1 Prozent der Befragten glauben aber, dass Cookies den Zugriff auf persönliche E-Mails ermöglichen, womit sie falsch liegen. Bei der Befragung sagten fast die Hälfte (43,9 Prozent) aus, dass Nutzereinstellungen durch Cookies gespeichert werden sowie die Verweildauer auf Websites. Beide Informationen sind richtig.

 

 „Es überrascht und erfreut uns zugleich, dass die Verbraucher bereits so viel über Cookies wissen. Das zeigt, dass die Aufklärungsarbeit der letzten Jahre Früchte getragen hat“, sagt Matthias Wahl. „Doch Cookies werden mittlerweile von einigen Browsern blockiert. Nun kommt es darauf an, die Nutzer auch über Alternativen zum Cookie aufzuklären. Die Umfrage bestätigt zudem, dass Einwilligungen im Digitalen nicht der Königsweg sind. Hier muss es künftig rechtlich und praktisch bessere Lösungen geben können.“  Der BVDW hat dazu ein Whitepaper veröffentlicht, das Alternativen zum Cookie beschreibt und aufklärt. Es steht hier zum Download bereit. In der aktuellen Podcast-Ausgabe des BVDW diskutieren verschiedene Experten über Cookie-Alternativen. Der Podcast steht auf bvdw.org bereit sowie bei Spotify, Apple und Deezer. BVDW

HDE-Konsumbarometer - Verbraucher bleiben weiter skeptisch

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt nach dem neuen Tiefststand zu Jahresbeginn im Februar stabil. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer. Insgesamt ist die Stimmung aber deutlich schlechter als im Jahr 2019.

 

Das HDE-Konsumbarometer verbessert sich im Februar um marginale 0,1 Punkte. Nach dem bisherigen Tiefststand im Januar hat sich die Stimmung der Konsumenten in Deutschland damit erst einmal zumindest nicht weiter verschlechtert. Negativ allerdings entwickelt sich insbesondere die Anschaffungsneigung. Deutlich positiver dagegen zeigen sich im Februar die Konjunktur- und Einkommens-erwartungen der Verbraucher.

 

Offenbar sind die Verbraucher noch skeptisch, was die mittelfristige Entwicklung angeht. Viele bauen deshalb eher ein Finanzpolster auf, um für etwaige finanziell angespannte Phasen im Laufe des Jahres gerüstet zu sein. Deutliche Impulse vom privaten Konsum sind damit in den kommenden Monaten nicht zu erwarten. HDE

 

Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

VEDES mit Umsatz- und Gewinnsteigerung

Die VEDES AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Mit einem positiven Konzernergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 1,0 Millionen Euro* konnte das Unternehmen seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr ver-doppeln. Der Konzernumsatz lag dabei mit 136,0 Millionen €* rund 2,8 Prozent* über Vorjahr.

 

Vor allem konnte der VEDES Großhandel punkten und damit seine Führungsposition in Europa behaupten. Insgesamt wurde im Großhandel mit über 7.000 Kunden ein Umsatz von 125,1 Millionen Euro* und damit 2,5 Prozent* mehr als im Vorjahr erwirtschaftet. Da-bei wuchs das Unternehmen in allen Vertriebskanälen.

 

Nach vorläufigen Angaben des Marktforschungsinstituts npdgroup deutschland GmbH lag der Umsatz des traditionellen Spielwarenmarkts in Deutschland im Jahr 2019 bei rund 3,4 Milliarden €*. Davon entfielen auf die deutschen Handelspartner der VEDES Gruppe rund 563 Millionen Euro* (2018: 552 Millionen Euro), während sich der europaweite Ein-zelhandelsumsatz bei rund 646 Millionen Euro* bewegte (2018: 635 Millionen Euro). Da-mit blickt auch der Einzelhandel auf ein gutes Geschäftsjahr zurück und ist für die bevor-stehenden Herausforderungen bestens gerüstet.

 

Dazu der VEDES Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Märtz: „Mit dieser erfreulichen Um-satz- und Ergebnisentwicklung starten wir optimistisch ins Jahr 2020. Wir werden unsere Omnichannel-Strategie weiter konsequent umsetzen. Vor allem werden wir unsere Mar-ketingmaßnahmen in den Bereichen Radio, Print, TV und Digital/Social Media weiter aus-bauen.“

 

Achim Weniger, im VEDES Vorstand für die Marktbereiche verantwortlich, ergänzt: „Der Konsument von heute ist bestens informiert und auf allen Kanälen unterwegs. Darauf haben wir uns eingestellt und unsere digitalen Prozesse optimiert bzw. alle Maßnahmen entlang der Customer Journey miteinander vernetzt. Zusätzlich nutzen wir die enorme Kraft unserer starken Marke VEDES und rücken sie parallel verstärkt ins Rampenlicht.“

 

Innerhalb ihrer Zukunftsstrategie nutzt die VEDES ihren hohen Bekanntheitsgrad, um ihr enormes Markenpotenzial sowohl online als auch stationär voll auszuschöpfen. In einer vernetzten Welt mit einer sympathischen Marke VEDES im Mittelpunkt wird der Konzern seine Pole-Position als Europas führendes Handelsunternehmen für Spiel, Freizeit und Familie weiter untermauern und damit sein Umsatzpotenzial steigern. VEDES

Kaufkraft der Deutschen beläuft sich 2020 auf 23.766 Euro

Im Jahr 2020 beträgt die Kaufkraft der Deutschen 23.766 Euro pro Kopf. Das geht aus der neuesten GfK-Kaufkraftstudie hervor. Gemessen am revidierten Vorjahreswert entspricht dies einer Steigerung von 2,9 Prozent pro Kopf. Für Deutschland prognostiziert GfK für das Jahr 2020 eine Kaufkraftsumme von 1.973,0 Milliarden Euro. Im Jahr 2020 steht den Deutschen demnach eine durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft von 23.766 Euro für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung. Unter Kaufkraft versteht man das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Wie viel vom nominalen Kaufkraftzuwachs real übrig bleibt, hängt allerdings davon ab, wie sich 2020 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

 

Regionale Kaufkraftverteilung

Auf Ebene der Bundesländer gibt es 2020 eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr: Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 25.982 Euro nimmt Bayern die Spitze des Rankings ein und verdrängt Hamburg, den Spitzenreiter der letzten Jahre, auf den zweiten Platz. Neben Bayern und Hamburg weisen noch Baden-Württemberg und Hessen eine überdurchschnittliche Kaufkraft auf – alle anderen Bundesländer schneiden im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich ab.

 

Kaufkraft in den Kreisen

Wie in den Vorjahren führt der bayerische Landkreis Starnberg das Ranking der 401 deutschen Stadt- und Landkreise an: 33.977 Euro und damit 43 Prozent mehr als dem Bundesdurchschnitt stehen den Starnbergern pro Kopf für ihre Ausgaben zur Verfügung. Einziger Stadtkreis in den Top 10 ist der Stadtkreis München, der mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 31.979 Euro knapp 37 Prozent über dem deutschen Durchschnitt und damit deutschlandweit auf dem vierten Platz liegt. 

 

Änderungen in den Top 10 im Vergleich zum Vorjahr gibt es bei den Rängen sieben bis zehn. So tauschen die Landkreise Dachau (Platz 7) und Fürstenfeldbruck (Platz 8) die Ränge, ebenso wie die Landkreise Böblingen (Platz 9) und Miesbach (Platz 10). Den letzten Platz des Kreisrankings belegt der sächsische Landkreis Görlitz mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 18.613 Euro, was in etwa 78 Prozent des Bundesdurchschnitts entspricht.

 

Einwohnerstarke Stadtkreise 

Zwar vereinen die 25 einwohnerstärksten Stadtkreise bereits etwas mehr als ein Viertel der Gesamtkaufkraft Deutschlands – dies bedeutet jedoch nicht, dass auch alle Großstädte in Deutschland ein überdurchschnittliches Kaufkraftniveau aufweisen. Die Hauptstadt Berlin liegt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft rund 9 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt, ähnlich wie auch Dortmund und Dresden. Noch weiter darunter liegt Leipzig (-13 Prozent), während München und Düsseldorf mit knapp 35 und 17 Prozent deutlich darüber liegen.

 

Kaufkraftdichte: Hohe Potenzialabschöpfung auf kleinem Raum

Dass die einwohnerstarken Städte und insbesondere die großen Metropolregionen für Einzelhändler und Dienstleister unverzichtbare Zielmärkte darstellen, zeigt ein Blick auf die Kaufkraftsummen. Die Kaufkraftdichte, also die verfügbare Kaufkraftsumme in Millionen Euro je Quadratkilometer, ist in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München, aber auch in Nürnberg, im Ruhrgebiet, dem Großraum Stuttgart und Frankfurt/Main sehr hoch. Die Kaufkraftdichte ist somit ein wichtiger Indikator, dass Unternehmen dort auf kleinstem Raum viel Kaufkraftpotenzial allein schon bei den dort lebenden Menschen mobilisieren können, wenn sie ihre Zielgruppe gezielt ansprechen. GfK

Vielbesteller treiben E-Commerce-Umsatz in 2019 auf neuen Höchststand

Jeder dritte Onlinekäufer bestellt inzwischen mehrmals in der Woche im Internet. Dies und ein deutlich gestiegenes Bestellvolumen über Mobilgeräte haben den Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce auf 72,6 Mrd. Euro inkl. USt getrieben. Das ist ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 65,1 Mrd. Euro inkl. USt. Der Gesamtumsatz mit Waren sowie Dienstleistungen im Interaktiven Handel, der neben Onlineverkäufen auch schriftliche und telefonische Bestellungen enthält, erreichte 94 Mrd. Euro inkl. USt. 

 

Aus den Daten der größten E-Commerce-Verbraucherstudie Deutschlands im Auftrag des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) zeigt sich, dass eine von drei Bestellungen heute über Smartphones und Tablets erfolgt. Vor fünf Jahren waren es nicht einmal 20 Prozent. Die hohe Zahl an Bestellungen insgesamt ist auch darauf zurückzuführen, dass Händler und Zusteller in der Wahrnehmung der Kunden noch besser geworden sind. 94,5 Prozent der Befragten äußerten sich mit ihrem Onlineeinkauf sehr zufrieden oder zufrieden, nach 93,9 Prozent vor einem Jahr.

 

Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands der Cairo AG:

„Deutschlands Onlinehandel ist auf der Überholspur. E-Commerce wird immer effizienter und die Händler sind für weiteres Wachstum gut gerüstet. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit in einem erneuten Wachstumsjahr hat dies eindrucksvoll gezeigt.“

 

Am Wachstum hatten alle Versendertypen Anteil. Deutlich vorne lagen im Jahr 2019 die Multichannel-Versender, die in Summe mit 13 Prozent zulegen konnten. Dabei wuchsen die Onlineshops der stationären Händler mit 8,2 Prozent deutlich unter dem Marktniveau. Anbieter, die ein Katalogangebot mit dem Onlinehandel verknüpften, legten demgegenüber um 18,1 Prozent zu. Online-Pureplayer und Marktplätze legten mit jeweils 10,7 Prozent beziehungsweise 10,8 Prozent fast gleich stark zu. An der Verteilung des Umsatzes ändert sich dadurch fast nichts: Wie im Vorjahr entfallen

47 Prozent der Umsätze auf Online-Marktplätze, 35 Prozent auf Multichannel-Anbieter und 15 Prozent auf Internet-Pure-Player.

 

Im vierten Quartal 2019 hat der E-Commerce allein erstmals mit brutto 22 Mrd. Euro deutlich mehr als

20 Mrd. Euro in einem Quartal umgesetzt. Der gesamte Interaktive Handel in Deutschland erreichte mit 22,3 Mrd. Euro inkl. USt wenig mehr. Der Online-Handel machte erstmals fast 99 Prozent des Interaktiven Handels aus.

 

Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh: „Das Rekordjahr 2019 hat gezeigt: Das digitale Geschäft ist der Motor des Handels und Plattformen werden mehr und mehr zum Betriebssystem der gesamten Wertschöpfungskette. Einzel- und Großhandel werden digital, oder verschwunden sein.“ Der bevh veröffentlicht deshalb ab heute unter www.weissbuch-digitalisierung.de eine umfassende Darstellung des globalen, digitalen sowie plattformgetriebenen „Neuen Handels“.

 

Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2019 erwartet der bevh in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs. Dieser wird nach unserer Prognose, wegen der 2020 gedämpften Konjunkturaussichten, aber mit 10 Prozent etwas geringer ausfallen, als in 2019. Dennoch werden voraussichtlich 80 Mrd. Euro inkl. USt im E-Commerce mit Waren erreicht. Der gesamte Interaktive Umsatz mit Waren und Dienstleistungen wird 2020 erstmals die Schwelle von 100 Mrd. Euro inkl. USt überschreiten.

 

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel) 

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg in 2019 auf 8,66 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 7,89 Mrd. Euro inkl. USt) um 9,8 Prozent. Der Bereich Spielwaren steigerte sich auf einen Online-Umsatz von 1,47 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 1,30 Mrd. Euro inkl. USt) und stieg um 13,1 Prozent.

 

Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus-/Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte)

Der gesamte Online-Umsatz des Clusters "Einrichtung" überstieg in 2019 die Grenze von 10 Mrd. Euro inkl. USt und erreichte 10,92 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 9,63 Mrd. Euro inkl. USt), ein Wachstum um 13,5 Prozent nach 12,5 Prozent im Vorjahr. In der Einzel-Kategorie Möbel, Lampen & Deko zeigte sich sehr hohes Wachstum. Hier stieg der Umsatz in 2019 um 11,4 Prozent auf 4,71 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 4,24 Mrd. Euro inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Bekleidung inkl. Schuhe“ 

In Folge stieg der Umsatz in den Kategorien "Bekleidung“ und „Schuhe" konsolidiert an und legte mit 11,4 Prozent so stark zu wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der entsprechende Online-Umsatz erhöhte sich von 16,79 Mrd. Euro inkl. USt auf 18,71 Mrd. Euro inkl. USt. Bekleidung allein wuchs um 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 14,26 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 12,69 Mrd. Euro inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf) 

Das Onlinevolumen des Warengruppen-Clusters setzte sich mit +14,1 Prozent an die Wachstumsspitze und erreichte einen Gesamtumsatz von 4,90 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 4,29 Mrd. Euro inkl. USt). Die weitere stark ansteigende Akzeptanz für das Warensegment "Lebensmittel" innerhalb dieses Clusters bescherte in 2019 einen Online-Umsatz von 1,60 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 1,36 Mrd. Euro inkl. USt) und stieg um 17,3 Prozent.

 

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Ebooks/Hörbücher, Bild-/Tonträger, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation)

Die Warengruppe "Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads" im Cluster "Unterhaltung" erreichte 2019 ein Gesamtvolumen von 6,00 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 5,28 Mrd. Euro inkl. USt) und stieg um 13,5 Prozent. Der Einzelbereich "Elektronikartikel und Telekommunikation" wuchs online um 12,2 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 13,23 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 11,79 Mrd. Euro inkl. USt). Die Online-Umsätze bei "Bücher/Ebooks/Hörbücher“ wuchsen um 7,1 Prozent und lagen bei 3,86 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 3,60 Mrd. Euro inkl. USt). Das gesamte Cluster „Unterhaltung“ wuchs mit 11,5 Prozent etwas schwächer als im Vorjahr, überschritt jedoch die Schwelle von 25 Mrd. Euro und erreichte 25,84 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 23,19 Mrd. Euro inkl. USt). bevh

Facebook - nun doch keine Werbung bei WhatsApp

Es schien beschlossene Sache. Facebook würde ab diesem Jahr mit der Werbevermarktung seines Messengers Whatsapp beginnen. Selbst die ersten Werbeformate waren schon konzipiert und intern kommuniziert worden. Doch jetzt kommt alles anders - der Konzern gibt diese Pläne (vorerst) auf. Ob das mit der Entscheidung gegen personalisierte Werbung für Kinder, die unlängst Youtube getroffen hat, zusammenhängt? Darüber darf spekuliert werden. Fest steht, WhatsApp bleibt bis auf weiteres werbefrei. Facebook plant stattdessen sich auf den Service Whatsapp-Business zu konzentrieren. Ph

Nielsen - sieben Treiber, die die Zukunft von Europas FMCG-Markt und Einzelhandel bestimmen

Nielsen (NYSE: NLSN) Global Connect hat seine Prognosen zu den sieben Treibern veröffentlicht, die die Zukunft des europäischen FMCG-Markts und Einzelhandels in den nächsten zehn Jahren bestimmen werden. Diese Vorhersagen beziehen sich auf die Technologie, die Trends und die Veränderungen, die die Zukunft des Konsums der europäischen Verbraucher beeinflussen werden.

 

Die sieben Treiber, die die Zukunft der Verbraucher bzw. des Einzelhandels in Europa bestimmen

 

Die weltweite Einführung von 5G

Die Hochgeschwindigkeitsverbindung von 5G wird die Art und Weise, wie Menschen einkaufen, verändern und das Internet der Dinge für den Einzelhandel revolutionieren. Mit 5G wird das Internet der Dinge endlich eine Mainstream-Realität, die dem Endverbraucher praktisch ohne Reaktionsverzögerung Zugang zu mehr Daten zur Verfügung stellt.

 

Die wachsende Einkommensschere in Europa

In den nächsten zehn Jahren wird das FMCG-Wachstum zunehmend zweischneidig sein, da die Fragmentierung des Wohlstands sowohl die Premium- als auch Niedrigpreis Kategorien und Märkte vorantreibt. Während diese Verschiebung für die entgegengesetzten Enden des Wertespektrums von Vorteil ist, wird sie das Wachstum von der Mitte aus weiter erodieren. Unternehmen, die sich auf diese Extreme einstellen, werden Erfolg haben. 

 

E-Commerce sorgt für einen zweiten Aufwind bei Europäischen Handelsmarken

Da die E-Commerce-Landschaft innerhalb des europäischen Marktes weiter reift, erwarten wir, dass die Handelsmarken einen zweiten Wachstumsschub erhalten werden. Vor allem bei den Discountern in Europa haben die Handelsmarken ein Plateau erreicht. Nach den Erkenntnissen aus dem US-Markt gehen die Online-Händler dazu über, ihre eigenen Marken gegenüber Markenartikeln zu bevorzugen.

 

Die Europäischen Verbraucher werden vom passiven konsumieren zur aktiven Teilnahme übergehen

Das nächste Jahrzehnt des Konsums wird ein Jahrzehnt der interaktiven Beteiligung sein, in dem sich die Wünsche der Verbraucher nach Dingen wie mehr Nachhaltigkeit in Taten verwandeln werden. Nielsen-Daten zeigen, dass 58 % der europäischen Verbraucher bereit sind, ihre Konsumgewohnheiten zu ändern, um die Nachhaltigkeit zu unterstützen. 

 

Gesundheit und Wellness werden eine starke Quelle für das Europäische Wachstum sein

Die Umsätze im Bereich Gesundheit und Wellness werden steigen, da die Europäer immer älter werden, unter Gewichtsproblemen und der Luftverschmutzung leiden sowie tendenziell empfindlicher auf verarbeitete Produkte und ungesunde Inhaltsstoffe reagieren.  In den nächsten zehn Jahren werden die Europäer Produkte verlangen, die besser für sie sind, und damit die Unternehmen zu Innovationen drängen,  auf eine neue, frische Art und Weise, bessere Inhaltsstoffe und neue Wellness-Quellen zu erschließen. 

 

Die Europäischen Verbraucher werden zunehmend personalisierte Einkaufserlebnisse erwarten

Die Personalisierung wird auch in den 2020er Jahren einer der wichtigsten Treiber im Handel sein. Deshalb müssen Unternehmen weiterhin in Analyse- und AI-Tools investieren, um neue Wege zu erschließen, die Käufer zu erreichen und zu stimulieren, die Rentabilität zu steigern und die Kundenbindung zu erhöhen, um die sich schnell ändernden Geschmäcker und Bedürfnisse der globalen Verbraucher besser bedienen zu können.

 

Die Zeit wird die neue Währung sein

Der zunehmend reibungslose Handel in der „Click and Brick World“ (online und offline Präsenz) wird den Einzelhandel verändern. Geschwindigkeit und Bequemlichkeit werden das Verhalten bestimmen - und jede Millisekunde, die eingespart werden kann, ist ein gewonnener Kampf.

 

,,Nielsen geht davon aus, dass das Jahr 2020 ein Jahrzehnt sein wird, in dem sich das technologiegetriebene Verbraucherverhalten, die zunehmende Fragmentierung der Verbraucher in Bezug auf den Wohlstand, die großen Fortschritte bei der Personalisierung des Einzelhandels und die bemerkenswerten Veränderungen der Innovationsstrategien für ein neues Zeitalter des bewussten, vernetzten und unkonventionellen Konsums verändern werden", so Johan Sjöstrand, President, Nielsen Connect, West & Central Europe and the Pacific. Nielsen

Top-Trends im Ladenbau - Wohnlich, flexibel und vor allem persönlich

Personalisierung, Customer Centricity und Technologien prägen den Handel und finden sich auch in den aktuellen Ladenbautrends wieder. Ladengeschäfte verstehen sich nicht mehr nur als Räume, in denen Transaktionen zwischen dem Handel und der Kundschaft abgewickelt werden, es sind vielmehr individuell gestaltete Erlebnisorte, Eventlocations und Quellen der Inspiration. 73 Beispiele gelungener Ladenbaukonzepte aus 22 Ländern gingen als Bewerbungen für die EuroShop RetailDesign Awards 2020 ein. 30 davon sind auf der Shortlist. Aus diesen herausragenden/gelungenen Beispielen leitet die EHI-Ladenbau-Expertin Claudia Horbert die Top-5-Trends im internationalen Retail Design ab. Die Gewinner werden am Abend des 16. Februar im Rahmen der EuroShop Messe in Düsseldorf bekannt gegeben und ausgezeichnet.

 

Wohnlichkeit

Die Storedesigner nutzen immer mehr bunte Elemente im Interior. Farben wie grün, pink und rosa dazu warme Pastelltöne schaffen eine positive Atmosphäre. Holz ist auch weiterhin ein beliebtes Material im Ladenbau und wird kombiniert mit Metall und Beton, um ein modernes und gleichzeitig industrielles Ambiente zu kreieren. Bodenbeläge, Wandverkleidungen und dunkles Holz in Kombination mit Pflanzen, Lounge-Möbeln und Kunstgegenständen sorgen für Wohnlichkeit, die zum Verweilen einlädt.

 

Flexible Flächen

Geschäfte sind zu hybriden Räumen geworden, in denen Flächen flexibel genutzt werden. Inzwischen finden sich außer den Verkaufsräumen auch Cafés oder Ausstellungen in den Geschäften. Im Lebensmittelbereich werden beispielsweise gastronomische Angebote sowie Events wie Kochkurse oder Weinproben in die Fläche integriert und sind fester Bestandteil des Ladendesigns.

 

Omnichannel-Retail

Der Handel verzahnt sein Online- und Offline-Geschäft immer stärker. Dazu kombiniert er den klassischen Handel mit digitalen Elementen und implementiert Terminals für Online-Verfügbarkeitsabfragen und -bestellungen, Augmented Reality-Spiegel, die die virtuelle Anprobe ermöglichen, oder Apps zur Kundenkommunikation.

 

Showrooms

Onlineshops setzen vermehrt auf eine stationäre Präsenz. Sie bringen damit frischen Wind in die Handelslandschaft – und in das Ladendesign. Ihren stationären Laden verstehen sie als Showroom oder auch Schaufenster, das der Bekanntheit und Markenbildung dient.

 

Personalisierung

Das Trendthema Personalisierung setzt der Handel mithilfe von speziellen Konfigurationstools, Tablets und Terminals um. Häufig kann sich die Kundschaft selbst in den Produktionsprozess einbringen. Normale Produkte werden so individuell aufgewertet und zu persönlichen, einzigartigen Gegenständen. EHI

Nielsen Deutschland führt neue Zielgruppensegmente ein

Nielsen führt neue Zielgruppensegmente auf Basis deutscher FMCG-Absatzdaten ein. Die neuen Datensätze werden unsere bestehenden Zielgruppensegmente innerhalb der Nielsen Marketing Cloud von Nielsen ergänzen. Nielsen bietet einzigartige Cloud-basierte DMP-Services zusammen mit proprietären Datenbeständen an, um Kunden zu helfen, eine engere Verbindung zu ihren Kunden herzustellen.

 

„Nielsen unterstützt Marken und Vermarkter bei der Planung, Aktivierung und Analyse von Zielgruppen auf Grundlage von umfangreichen, verhaltens- und kaufbasierten Daten, die nur Nielsen bieten kann. Durch die ausgezeichnete Datenqualität können deutsche Kunden zum ersten Mal ihre “first party audience” anhand der Nielsen Homescan-Datensätze profilieren. Dadurch erreichen Sie ein besseres Verständnis von Verbrauchern und Zielgruppen, was zu einer effektiveren Kampagnen-Kommunikation führt”, sagte Mark Taylor, Experte für die Nielsen Marketing Cloud in Deutschland.

 

Nielsen Homescan analysiert und kategorisiert das Einkaufsverhalten und die Einstellungen der Verbraucher durch das repräsentativste verfügbare Homescan Panel. Dabei wird aufgezeichnet, was, wo und wann Haushalte tatsächlich kaufen – eine vertrauenswürdige Datenquelle, die von vielen FMCG-Herstellern und -Händlern genutzt wird. Basierend auf deutschen Homescan-Absatzdaten können Werbetreibende und Vermarkter neue Zielgruppensegmente erschließen, die so detailliert wie niemals zuvor sind und bis auf Produktebene der 50 meistverkauften FMCG-Marken in Deutschland gehen.

 

Die Nielsen Marketing Cloud ermöglicht es Kunden, enger mit ihren Käufern in Kontakt zu treten und ihre Marketingaktivitäten voranzutreiben. Indem sie anhand des exklusiven Nielsen Universums Zugriff auf FMCG-Kategorien und Shopper Typen haben, können Käufer exakt profiliert und aktiviert werden. Unsere zuverlässigen, qualitativ hochwertigen Daten ermöglichen es Werbetreibenden, eine Vielzahl von Käufern in verschiedenen FMCG-Kategorien anzusprechen. Retailer können ihre Kunden mit personalisierteren Inhalten und Suchergebnissen gezielt ansprechen und somit die Besucherfrequenz steigern.

 

„Marketingspezialisten fragen zunehmend nach glaubwürdigen, aussagekräftigen und verhaltensbasierten Daten. Relevantes, leistungsstarkes Marketing basiert auf hochwertigen Verbraucher- und Mediendaten, und niemand liefert genauere, validere Daten als Nielsen. Wir sind stolz darauf, Marken mit validen Daten zu unterstützen, die die Vielfalt der Bevölkerung widerspiegeln, die sie erreichen wollen”, sagte Tom Flaye, Vice President, Nielsen Marketing Cloud UK & Germany. Nielsen

Google Markets kommt nach Deutschland

Für die einen längst überfällig, von den anderen weniger gerne gesehen. Google Markets kommt nun auch nach Deutschland. Entseht damit eine ernstzunehmende Konkurrenz für den Marktführer Amazon? Man wird sehen. In jedem Fall wird dieser Schritt die Situation lokaler Händler nicht verbessern und auch das ein oder andere Online-Business empfindlich treffen. Denn macht Google Markets ernst, so ist demnächst ein Kampf der Giganten zu erwarten. Da werden kleinere Wettbewerber schnell zwischen den Fronten zerrieben. Ph

Einzelhandelsumsatz im Jahr 2019 real voraussichtlich gut 2,9 % höher als 2018

Der Einzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2019 nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) zwischen 2,86 % und 3,01 % sowie nominal (nicht preisbereinigt) zwischen 3,38 % und 3,52 % mehr umgesetzt als im Jahr 2018. Diese Schätzungen basieren auf den Einzelhandelsumsätzen für die Monate Januar bis November 2019. Im November 2019 waren die Umsätze der Einzelhandelsunternehmen in Deutschland real 2,8 % und nominal 3,1 % höher als im Vorjahresmonat. Die Geschäfte waren im November 2018 und im Vorjahresmonat jeweils an 26 Verkaufstagen geöffnet.

 

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im November 2019 real 3,0 % und nominal 4,4 % mehr um als im November 2018. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 3,3 % und nominal um 4,6 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln setzte im entsprechenden Vergleich real 0,5 % und nominal 2,6 % mehr um. 

 

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im November 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 2,7 % und nominal um 2,6 %. Das größte Umsatzplus mit real 6,5 % und nominal 5,2 % erzielte der Sonstige Einzelhandel (zum Beispiel Fahrräder, Bücher). 

 

Von Januar bis November 2019 setzte der deutsche Einzelhandel real 2,9 % und nominal 3,5 % mehr um als im Vorjahreszeitraum. Kalender- und saisonbereinigt war der Umsatz im November 2019 im Vergleich zum Oktober 2019 real und nominal um 2,1 % höher. Destatis

HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung zu Jahresbeginn auf neuem Tiefststand

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich zu Beginn des neuen Jahres eher zurückhaltend. Das verdeutlicht das aktuelle HDE-Konsumbarometer, das im Januar einen neuen Tiefststand erreicht.

 

Das aktuelle HDE-Konsumbarometer erreicht einen neuen Tiefststand – damit hält die negative Entwicklung der Verbraucherstimmung in den letzten Monaten weiter an. Wesentliche Auslöser für die jüngste Eintrübung sind eine zurückgehende Anschaffungsneigung sowie sinkende Einkommenserwartungen der Konsumenten. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin gut, allerdings zeigen sich immer mehr Verbraucher von Ankündigungen zum Stellenabbau bei großen Unternehmen beeindruckt.

 

Die Verbraucherstimmung ist im Januar nach dem Weihnachtsgeschäft traditionell immer etwas gedämpfter. Denn nach den Ausgaben für die Weihnachtsgeschenke reduzieren die Kunden jedes Jahr zu Beginn ihre Ausgaben etwas. Insgesamt ist die Verbraucherstimmung weiterhin auf einem hohen Niveau, allerdings zeigt der Trend der letzten Monate nach unten. Auch wenn der private Konsum weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber in Deutschland bleibt, sind von ihm damit in den nächsten Monaten keine starken Impulse zu erwarten.

 

Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten. HDE

Verbraucherpreise im Dezember 2019 voraussichtlich um 1,5 % höher als im Dezember 2018

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im Dezember 2019 voraussichtlich 1,5 % betragen. Gegenüber November 2019 steigen die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,5 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, wird die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2019 voraussichtlich bei 1,4 % liegen. Destatis

Handel unterstützt Ziele des European Green Deal

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die Ziele des heute von der EU-Kommission vorgestellten European Green Deal positiv.

 

„Die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat ihren Worten Taten folgen lassen und direkt nach Amtsbeginn die Ziele für eines der größten Projekte der EU in den kommenden Jahren vorgelegt. Der European Green Deal kann aber nur funktionieren, wenn alle Staaten dieselben Ziele haben. Daher ist eine Angleichung der europäischen und nationalen Ziele auf 55 Prozent CO2-Minderung bis 2030 sinnvoll“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Schon in der Vergangenheit habe der deutsche Einzelhandel seinen CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um 50 Prozent senken können. Nur wenn alle Akteure und Mitgliedstaaten an einem Strang zögen, ließen sich die ambitionierten Klimaziele erreichen. Der Handel stehe hierzu bereit.

 

„Wir brauchen einfache und unbürokratische Rahmenbedingungen. Künftige Konzepte müssen klug, anreiz- und innovationsorientiert ausgestaltet sein, damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft langfristig gestärkt und nicht geschwächt wird“, so Genth weiter. Dann könnten die Händler ihre Vorreiterrolle beim Klimaschutz noch weiter ausbauen. Gleichfalls müsse auf die Kosten für die Verbraucher geschaut werden. Denn das aktuelle Wirtschaftswachstum werde insbesondere durch den Binnenkonsum getrieben. Dieser dürfe nicht gefährdet werden. Deutschland mit seinen europäisch höchsten Strompreisen sei dafür sicherlich kein gutes Beispiel. „Wenn alle diese Interessen im European Green Deal zusammengeführt werden, kann dieser einen entscheidenden Beitrag zu einem nachhaltigeren und klimaneutralen Europa leisten“, so Genth.

 

Der HDE kommt bereits heute seiner Verantwortung nach und arbeitet mit seiner Klimaschutzoffensive aktiv an den Nachhaltigkeitszielen. Mit dieser befähigt er auch kleinere und mittlere Unternehmen, wirtschaftliche Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen und spart damit insgesamt rund 300.000 Tonnen CO2 ein. Die Einzelhandelsbranche steht als verlässlicher Partner bei der Umsetzung der Ziele des European Green Deal zur Verfügung.

 

Der europäische grüne Deal sieht vor, die europäischen Klimaschutzziele bis 2030 kräftig zu erhöhen. Bis März 2020 will die Kommission im Rahmen des European Green Deal zudem einen Vorschlag für ein Klimagesetz vorlegen, das für die EU im Jahr 2050 Klimaneutralität vorsieht. Zudem ist im Rahmen des European Green Deals ein zweites Kreislaufwirtschaftspaket angekündigt sowie eine mögliche Gesetzesinitiative zur Verantwortlichkeit in der Lieferkette. HDE

Stationäre und Online-Kaufkraft für Spielwaren & Hobbys, Deutschland 2019

Das GfK Bild des Monats für Dezember zeigt die regionale Verteilung der Kaufkraft für das Sortiment Spielwaren & Hobbys im Online-Handel sowie stationären Handel in Deutschland im Jahr 2019.

 

Die Pro-Kopf-Kaufkraft für dieses Sortiment unterscheidet sich dabei innerhalb Deutschlands sehr – auch was die beiden Kanäle betrifft. Während bei den einwohnerstärksten Kreisen (ab 1 Mio. Einwohnern) der Stadtkreis München sowohl online (58 Euro) als auch stationär (79 Euro) den ersten Platz belegt, folgen im Online-Handel auf den Rängen zwei und drei die Region Hannover (48 Euro) und der Stadtkreis Köln (45 Euro). Im stationären Handel liegt hingegen der Stadtkreis Hamburg (68 Euro) auf dem zweiten Platz, gefolgt vom Stadtkreis Berlin (64 Euro). GfK

Spielwarenhändler rechnen mit starkem Weihnachtsgeschäft

BVS erwartet mit +3 % ein gutes Spielwarenjahr 2019. Dank stabiler Wirtschaftslage und Vollbeschäftigung geht die Spielwarenbranche optimistisch ins Weihnachtsgeschäft 2019. „Die Deutschen sind in Kauflaune und das sieht man auch an den vollen Innenstädten. Der andauernde Trend zur Familiengründung und sichere Einkommen lassen Groß und Klein auch 2019 wieder mehr Geld für Spielzeug ausgeben", so Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverband Spielwaren (BVS).

 

Weihnachten fällt dieses Jahr mitten in die Woche, sodass am Montag und am Weihnachtsdienstag noch fleißig geshoppt werden kann. Bei einem guten Jahresendspurt 2019 erwartet der BVS ein Umsatzplus von 3 %. Damit würde der Inlandsmarkt von 3,3 Mrd. Euro in 2018 (zu Endverbraucherpreisen, Basis: consumer panel npdgroup deutschland) auf 3,4 Mrd. Euro in 2019 wachsen. Das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember hat mit 40 % einen besonders hohen Anteil am Jahresergebnis. Die Konsumenten entscheiden mit ihren Einkäufen in den nächsten Wochen, wie das finale Ergebnis aussieht.

 

Vorteilhaft wirkt sich der anhaltende Babyboom in Deutschland auf das Ergebnis der Spielwarenhändler aus: Für das Jahr 2018 rechnet das Statistische Bundesamt mit einer Stabilisierung der Geburtenrate auf hohem Niveau. So wurden im vergangenen Jahr nach vorläufigen Ergebnissen der Behörde in Deutschland 787.523 Kinder geboren (+ 0,3 % gegenüber dem Vorjahr). Die Hoffnung der Händler: Mehr heranwachsende Kinder wünschen sich mehr Spielzeug - das treibt den Spielwaren-Umsatz auch in den nächsten Jahren an.

 

Lego-Spuk-Schule und coole Kugelbahnen sind die Highlights zu Weihnachten 2019. Pokémon feiert erfolgreiches Comeback.

Der Hype um Pokémon ist in diesem Jahr wieder aufgeflammt. Die kleinen Monster sorgen für starke Umsätze mit Pokémon Trading Cards und haben insgesamt einen positiven Effekt auf alle Warengruppen. Kartenspiel-Klassiker sowie Exit- und Abenteuerspiele pushen zusätzlich die Kategorie Spiele und Puzzles (Januar-Oktober 2019: +8 %). Neue Lizenzthemen wie Fortnite oder Klassiker wie Frozen (Die Eiskönigin) sorgen für weiteren Schwung im Spielwaren-Fachhandel. Ende November feierte der zweite Teil von Frozen Kinopremiere, was die Aufmerksamkeit für die Produkte nochmal deutlich erhöht.

 

Aber auch die Spielzeug-Klassiker lassen in diesem Jahr zu Weihnachten Kinderaugen leuchten. Alles rund um Puppen (Januar-Oktober 2019: +15 %) liegt voll im Trend. Maßgeblich zum Wachstum tragen hier immer noch die L.O.L Surprise-Überraschungsfiguren bei. Die Verbindung aus Überraschungsinhalt und Sammeln lässt Mädchenherzen höher schlagen. Aber auch Zapf mit dem all-time favorite BABY born schwimmt auf der Erfolgswelle. Nicht zu vernachlässigen sind die Sammelfiguren von Schleich: Neben den sehr erfolgreichen Horse Club-Kollektionen können jetzt mit den „Pony Agility"-Spielsets Pferde trainiert und Kunststücke eingeübt werden.

 

Zu Weihnachten rechnet der BVS mit einer starken Nachfrage nach interaktiven Kuscheltieren und Kugelbahnen. Kahnt: „Spielzeuge enthalten heute immer mehr digitale Features: Kuscheltiere können mit den Kindern sprechen oder ferngesteuert werden und Lego-Bausets wirken dank App-Unterstützung noch realer. Dennoch stehen die Klassiker wie Puppen und Kugelbahnen dem in nichts nach. Sie regen die Fantasie der Kinder an und sichern sich so ihren Stammplatz unterm Weihnachtsbaum."

 

Das Beste aus beiden Welten. Händler verschmelzen Online und Offline

Am liebsten kaufen die Deutschen weiterhin in stationären Geschäften. Dort gaben sie zuletzt 60 % ihres Spielzeug-Budgets aus. Aber der Onlinekauf gewinnt weiter an Bedeutung. Auch in 2019 setzt sich dieser Trend fort – egal, ob in den Onlineshops der stationären Händler oder bei reinen Onlinehändlern. Kahnt: „Der Einkaufsbummel beginnt am Bildschirm, endet in der Regel aber nach wie vor im Geschäft. Dennoch ist es wichtig, den Kunden da abzuholen, wo er sich informiert. Die Verknüpfung zwischen stationärer Exzellenz und Online-Kompetenz ist derzeit das erfolgreichste Geschäftsmodell."

 

Um den Kunden im Geschäft ein unvergessliches Einkaufserlebnis zu bieten, betreiben Fachhändler einen enormen Aufwand: Permanente Sortimentsoptimierung, Aktionstage mit Produktvorstellungen, Events und Gutschein-Aktionen. Gleichzeitig muss die Warenwirtschaft gleichermaßen in der Online- und Offlinewelt funktionieren. Die Mitarbeiter werden trainiert und die Werbeansprache für alle Kanäle optimiert.

 

Spielzeugkauf aus sicherer Quelle. Blick ins Impressum empfohlen

Nach wie vor gilt es, Spielzeug nur von vertrauenswürdigen Händlern mit Sitz in der EU zu kaufen. Denn nur diese Händler unterliegen der Marktüberwachung. Bei Online-Händlern kann der Kunde die Herkunft im Impressum überprüfen. Leider gilt erst ab 2021 die europäische Marktüberwachungsverordnung für alle Marktteilnehmer im Online-Handel. Dann muss ein in der EU niedergelassenes Unternehmen für angebotenes Spielzeug die Verantwortung übernehmen.

 

Bereits seit diesem Jahr gilt die Mehrwertsteuerhaftung von Internet-Verkaufsplattformen (z.B. amazon marketplace). Diese soll sicherstellen, dass auch Spielwaren-Händler aus dem Ausland Umsatzsteuer an das deutsche Finanzamt abführen. BVS

Bonpflicht – eine Menge Holz

Neue Regelung zu Kassengesetz ab 2020

Der Verbrauch von Bonpapier wird sich ab dem Jahreswechsel drastisch erhöhen. Grund ist die neue Regelung des Kassengesetzes. Ab 1. Januar 2020 müssen alle Handelsunternehmen in Deutschland ihrer Kundschaft an der Kasse einen Beleg aushändigen. Durch zusätzliche verpflichtende Informationen auf den Kassenzetteln wird jeder Bon deutlich länger. Das EHI rechnet dadurch mit mehr als 2 Mio. Kilometern zusätzlichem Bonpapier pro Jahr im Handel, für das pro Stunde etwa eine Fichte gefällt werden muss.

 

Ein Baum pro Stunde für Bonpflicht 

 

„In vielen Geschäften erwartet die Kundschaft heute keinen Kassenbon. Während der Handel über die Reduzierung von Papierbons nachdenkt, sorgt die Politik nun für noch mehr Müll“, kritisiert Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI. Mit dem Kassengesetz, das die lückenlose elektronische Dokumentation der Kassendaten fordert, will die Bundesregierung Kassendatenmanipulationen verhindern. Von Einzelhandelsunternehmen verlangt die neue Regelung nun außerdem, dass jeder Kundin und jedem Kunden nach Abschluss eines Kaufprozesses ein Kassenzettel ausgehändigt wird. Darüber hinaus müssen die Kassenzettel zusätzliche Informationen zu Technischen Sicherheitseinrichtungen (TSE) und einen QR-Code enthalten. Diese Informationen – mit denen die Kundschaft normalerweise gar nichts anfangen kann – verlängern jeden Bon um durchschnittlich 12 cm. Bei knapp 20 Mrd. Transaktionen* im deutschen Handel bedeutet das pro Jahr 2,375 Mio. Kilometer bzw. 5,7 Mio. Kilogramm zusätzliches Kassenpapier. Zur Herstellung des Papiers werden etwa 12,54 Mio. Kilogramm Holz verbraucht. Das entspricht pro Jahr ca. 8.500 Fichtenbäumen mit einer Höhe von 25 Metern und einem Durchmesser von 0,4 Metern. Oder einem gefällten Baum pro Stunde.

 

Es gibt im Handel zwar teilweise die Möglichkeit, den Kassenbon digital zu erhalten – z.B. im Rahmen einer Händler-App – das Angebot wird aber zurzeit nur wenig genutzt. EHI

E-Commerce-Wachstumsprognose schon jetzt übertroffen

Stärkster Auftakt zum Weihnachtsgeschäft seit 5 Jahren. Nach 9 Wochen des vierten Quartals liegt der Onlinehandel in Deutschland bereits 12 Prozent über dem Vorjahreswert und steuert auf ein Rekordwachstum zu. Bis zum Stichttag am 29.11.2019 erreichten die über Online-Kanäle erzielten Bestellungen 14,8 Mrd. EUR. Darin ist das sogenannte Black Weekend, der Verkaufszeitraum vom "Black Friday" bis zum nachfolgenden "Cyber Monday", in diesem Jahr nur anteilig enthalten. 2018 lagen die Aktionstage, die an den amerikanischen Thanksgiving-Feiertag geknüpft sind, eine Woche früher und flossen vollständig in den Vergleichsumsatz ein. „Nach dem bisherigen sehr guten Verlauf für den Onlinehandel, nicht nur im vierten Quartal, können wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2019 auf ein Wachstum von mindestens 11 Prozent anheben. Auf dieser Basis werden wir sicher im Jahr 2019 erstmalig die 70 Mrd. EUR-Grenze im E-Commerce knacken“, so Martin Groß-Albenhausen, stellv. Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V..

 

Der E-Commerce hatte im Vergleichszeitraum einen Anteil von 98,4 Prozent am gesamten Interaktiven Handel. Dieser enthält zusätzlich die Bestellungen, die telefonisch oder schriftlich erfolgen. 

 

Der Umsatz mit digitalen Dienstleistungen liegt nach den ersten neun Wochen des 4. Quartals bei 3,5 Mrd. EUR inkl. USt, dies entspricht einem Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte Interaktive Handel, der klassische Versandhandel und E-Commerce, erzielte in den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2019 einen Gesamtumsatz mit Waren von 15,0 Mrd. EUR inkl. USt und erwirtschaftete damit ein Plus von 9,4 Prozent ggü. dem Vorjahreszeitraum (erste neun Wochen des 4. Quartals 2018: 13,7 Mrd. EUR inkl. USt).

 

Aktionstage wie Black Friday oder Cyber Monday tragen dazu bei, dass die Weihnachtseinkaufs-Spitzen für Händler, Logistiker und Verbraucher entzerrt werden. Die E-Commerce-Branche arbeitet Hand in Hand mit der Logistik zusammen und andersherum. So können auch zukünftig eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ganzen Land sowie die Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Bisher äußern sich neun von zehn Kunden in der Stadt und auf dem Land sehr zufrieden mit den Lieferzeiten. Viel wichtiger als dies, ist die Verlässlichkeit der Zustellung. Groß-Albenhausen: „Da im gesamten Jahr 2019 regelmäßig von leicht über den Erwartungen liegenden Umsätzen berichtet haben, können wir davon ausgehen, dass sich die Logistikdienstleister wieder sorgfältig auf die Geschäftsspitzen vorbereitet haben. Damit kann dem Weihnachtsgeschäft unserer Branche nichts mehr im Wege stehen.“

 

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY, Spielwaren, Hobby/Freizeitartikel) mit einem Umsatzplus von 10,7 Prozent im Online-Handel ggü. den ersten 9 Wochen des 4. Quartals 2018

Insgesamt wurden im Online-Handel im Bereich Spielwaren bisher im 4. Quartal 358 Mio. EUR inkl. USt eingenommen, ein Zuwachs von 21,4 Prozent ggü. den ersten 9 Wochen des 4. Quartals 2018 (295 Mio. EUR inkl. USt). Bei Hobby&Freizeitartikeln erhöhte sich der Umsatz im 4. Quartal auf 652 Mio. EUR inkl. USt (erste 9 Wochen des 4. Quartals 2018: 589 Mio. EUR inkl. USt). 

 

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Computer/Zubehör, Elektronikartikel/Telekommunikation) mit einem Umsatzplus von 12,9 Prozent im Online-Handel ggü. den ersten 9 Wochen des 4. Quartals 2018

Insgesamt wurden bisher im 4. Quartal im Online-Handel im Bereich Elektronikartikel & Telekommunikation 2,5 Mrd. EUR inkl. USt (erste 9 Wochen des 4. Quartals 2018: 2,2 Mrd. EUR inkl. USt) und im Bereich Computer/Zubehör 1,2 Mrd. EUR inkl. USt (erste 9 Wochen des 4. Quartals 2018: 1,1 Mio. EUR inkl. USt) umgesetzt und trugen mit einem Wachstum von 15,8 Prozent bzw. 16,5 Prozent im Wesentlichen zum Umsatzanstieg bei.

 

Warengruppen-Cluster „Bekleidung inkl. Schuhe“ mit einem Umsatzplus von 9,1 Prozent im Online-Handel ggü. den ersten 9 Wochen des 4. Quartals 2018

Die Kategorie Bekleidung ist weiterhin ein Garant für Erfolg. Insgesamt wurden im Online-Handel bisher im 4. Quartal 2,9 Mrd. EUR inkl. USt umgesetzt (erste 9 Wochen des 4. Quartals 2018: 2,7 Mrd. EUR inkl. USt). Der Bereich Schuhe lag bei 4,1 Prozent Wachstum mit einem Umsatz von 834 Mio. EUR inkl. USt (erste 9 Wochen des 4. Quartals 2018: 801 Mio. EUR inkl. USt). bevh

Weihnachtsgeschäft - Vernetztes Einkaufen für weniger Shoppingstress

Volle Fußgängerzonen, lange Wartezeiten in den Geschäften und unklare Produktverfügbarkeiten – gerade in der Vorweihnachtszeit sind das aus Sicht der Kunden die Nachteile des stationären Handels. Beim Online-Shopping können unklare Liefertermine und Lieferzeiten, sowie das fehlende multisensorische Einkaufserlebnis als störend empfunden werden. Ein nachhaltig optimiertes Einkaufserlebnis verspricht daher Connected Commerce, die Verknüpfung von Onlinemarktplätzen mit stationären Geschäften. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Connected Commerce“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit OTTO und der ECE, die zur Vernetzung ihres Online- und Offline-Angebots das Joint Venture Stocksquare gegründet haben.

 

Connected Commerce bietet die Möglichkeit, auf einem Onlinemarktplatz die Angebote von stationären Geschäften einzusehen, Produkte direkt vor Ort zu reservieren und abzuholen oder direkt aus dem Geschäft nach Hause liefern zu lassen. Bei den befragten Konsument*innen kommen solche Services gut an: Rund zwei Drittel interessieren sich für Connected Commerce und 75 Prozent bewerten die neue Verbindung von Online- und Offline-Shopping als leicht verständlich und modern.

 

„Im digitalisierten Zeitalter verlangen die veränderten Kundenbedürfnisse Reaktionen beim Handel – online und offline. Connected Commerce adressiert die gängigen Pain Points und schafft als hybrides Shoppingkonzept eine nachhaltig optimierte Customer Experience und ein vielversprechendes Kundenbindungspotenzial für Händler“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

 

Entwicklung eines kanalübergreifenden Einkaufserlebnis

Die meisten Konsument*innen kaufen sowohl online als auch offline ein. Dabei ergänzen sich beide Einkaufsarten immer mehr. 45 Prozent der stationären Käufe geht bereits eine Onlinerecherche voraus. Diesen Trend berücksichtigend gilt es für Händler vor allem Cross-Channel-Angebote zu nutzen, um Kund*innen online und offline zu begegnen. Hier verspricht das Konzept eines anbieterübergreifenden Onlinemarktplatzes einen vielversprechenden Kundenmehrwert, um Angebote übersichtlich einzusehen und zu vergleichen. Insbesondere für Last Minute Einkäufe in der Weihnachtszeit bietet Connected Commerce attraktive Perspektiven, um den unnötigen Besuch von Geschäften oder eine verspätete Lieferung zu vermeiden. So geben 60 Prozent der Befragten an, Connected Commerce für einen Kauf zwei Tage vor Weihnachten nutzen zu würden und sehen den Vorteil mehrheitlich im zuverlässigen und rechtzeitigen Erhalt des Produktes.

 

Besonderes Marktpotenzial bei Smart Natives

Bei der zukunftsweisenden Zielgruppe der 16 bis 29-jährigen, den sogenannten Smart Natives, die über ihr Smartphone stets erreichbar sind, erschließt sich ein besonders großes Marktpotenzial. Knapp 90 Prozent der Smart Natives zeigen sich gegenüber Connected Commerce interessiert. Damit liegt diese Gruppe noch einmal deutlich über der Zustimmung von 65 Prozent in der restlichen Bevölkerung. Die hohe Zustimmung dieser jüngeren und Smartphone-affinen Zielgruppe erfordert auch eine Reaktion auf deren Ansprüche: Insbesondere die Online Reservierung und die zentrale Abholung vor Ort im stationären Geschäft ist gerade für die – als besonders online-affin geltenden – Smart Natives ein weitaus wichtigerer Service als für ältere Konsument*innen. IFH Köln

Händlerbund Weihnachtsstudie - Rekordumsatz mit mehr Rabatten aber weniger Amazon

Bereits zum fünften Mal befragte der Händlerbund in seiner Weihnachtsstudie 2019 Online-Händler zu den Erwartungen, Herausforderungen und Bestsellern im Weihnachtsgeschäft. Für viele ist das Saisongeschäft die wichtigste Zeit des Jahres und wird wohl auch in diesem Jahr für Rekordumsätze sorgen. An der Studie beteiligten sich knapp 450 Online-Händler, die dank ihrer Erfahrungswerte aufschlussreiche Prognosen und deutliche Vorwarnungen aussprechen. Da die Teilnehmer freiwillig und zufällig befragt wurden, ergibt sich aus den Ergebnissen ein nicht-repräsentatives Meinungsbild der E-Commerce-Branche.

 

Mit saisonalem Marketing zu Rekordumsätzen

Mit Blick auf die Vorbereitungen, die Händler zum Weihnachtsgeschäft treffen, gewinnt saisonales Marketing an Bedeutung. Deutlich mehr Händler als im Vorjahr werden Rabatte anbieten (+14 Prozent) oder Werbeanzeigen schalten. Ein verlängertes Widerrufsrecht oder Extrastunden im Kundenservice werden hingegen seltener. Die Umsatzerwartungen allerdings steigen das dritte Jahr in Folge. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) erwarten ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl derer, die einen Rückgang befürchten sank um ein Drittel auf lediglich 12 Prozent. Neben guten Umsätzen erwarten Online-Händler aber vor allem Probleme bei den Versanddienstleistern. Seit 2017 sind Kapazitätsprobleme im Weihnachtsgeschäft für die Mehrzahl ein Problem. Immerhin stagniert der Wert auf hohem Niveau und Lieferengpässe werden erwartungsgemäß 82 Prozent der Online-Händler herausfordern.

 

Amazon verliert im Weihnachtsgeschäft an Bedeutung

Als stärkerer Verkaufskanal verliert Amazon im Vergleich zum Vorjahr deutlich und landet erstmals hinter Ebay. Nur noch jeder dritte Händler (33 Prozent) nennt Amazon als wichtigsten Absatzkanal im Weihnachtsgeschäft. Was die stärksten Umsatzzeiten betrifft, erwarten Händler diesmal, dass sich der größte Ansturm auf alle Adventswochen verteilt. Als umsatzstärker Tag des Jahres wird der 15. Dezember 2019 prognostiziert. Besonders in den Abendstunden von Freitag bis Sonntag klingeln bei etwa drei Viertel die digitalen Kassen. Die befragten Händler, die zu großen Teilen in den Bereichen Kleidung & Accessoires (32 Prozent), Hobby & Haustiere (29 Prozent) oder Haus & Garten (21 Prozent) verkaufen, nennen als Bestseller klassische Saisonartikel wie Dekoration aber auch E-Scooter, vegane Schokolade oder individuell gestaltete Gartenzwerge als Verkaufsschlager. Händlerbund

Black Friday, CyberWeek und Weihnachtsgeschäft – Onlinehandel und Logistik sind gut vorbereitet

Ob Black Friday, CyberWeek oder Weihnachtsgeschäft – der Onlinehandel und die Logistik sind gut für den virtuellen Weihnachtsbummel der deutschen Verbraucher vorbereitet. In den letzten Monaten haben die deutschen Onlinehändler ihre Lager gefüllt, die IT optimiert, ihre Webseiten überarbeitet, Angebote geprüft und mit Logistikhändlern Verträge ausgehandelt. Fazit: Auch in diesem Jahr sind alle gut für die kommende heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts vorbereitet.

 

„Für die meisten unserer Händler beginnt das wichtigste Geschäftsquartal. Sollte das Wetter nicht verrückt spielen, so dass nicht ausgeliefert werden kann, gehen wir auch dieses Jahr von einem hervorragenden Weihnachtsgeschäft aus“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh). Laut Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) werden im diesjährigen Weihnachtsgeschäft (November und Dezember) in Deutschland täglich im Schnitt bis zu 14 Millionen KEP-Sendungen transportiert. Zu Spitzenzeiten werden dabei rechnerisch sogar um die 19 Millionen Sendungen befördert.

 

Laut der bevh-Verbraucherstudie „Interaktiver Handel in Deutschland“ waren 75,8 Prozent der Verbraucher in den letzten 9 Monaten diesen Jahres sehr zufrieden mit den Bestellabwicklungen im E-Commerce. Wenk-Fischer: „Wir sind gespannt, ob gerade die Bereiche Elektronik und Telekommunikation sowie Computer, Zubehör & Spiele wieder einen hohen Anstieg schaffen. Wir haben in dieser Warenkategorie ein jährliches Wachstum im Vergleich 4. Quartal zum 3. Quartal von bis zu 1 Milliarde Euro. Hierfür sorgt eben auch der Onlinehandel mit seinen Angebotstagen wie Black Friday und CyberWeek und entzerrt die heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts.“

 

Als starker Wachstumstreiber des Handels legte der Online-Handel insgesamt für das 3. Quartal 2019

mit einem Plus um 12,3 Prozent noch stärker als im entsprechenden Vorjahresquartal zu. Von Juli bis September 2019 verzeichnete die Branche im Online-Handel 17.063 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 15.199 Mio. EUR inkl. USt). bevh

Prognose - Handel setzt an Black Friday und Cyber Monday 3,1 Miliarden Euro um

Immer mehr Kunden in Deutschland gehen an Black Friday und Cyber Monday gezielt auf Schnäppchenjagd. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 3,1 Milliarden an diesen beiden Tagen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 22 Prozent. „Black Friday und Cyber Monday werden hierzulande immer bekannter und beliebter“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zahlen des HDE-Online-Monitors zeigen, dass nur noch sechs Prozent der Online-Shopper den Black Friday nicht kennen. Im vergangenen Jahr war der Cyber Monday etwa einem Viertel der Befragten unbekannt, 2019 ist es nur noch etwa ein Fünftel.

 

Die HDE-Zahlen zeigen darüber hinaus, dass nicht nur die Bekanntheit der Aktionstage steigt, sondern dass die Kunden bei den Sonderangeboten auch immer häufiger zugreifen. So haben 2018 bereits 30 Prozent der deutschen Onlineshopper stationär oder online reduzierte Produkte am Black Friday gekauft. Am Cyber Monday waren es 19 Prozent. Für 2019 plant ein Drittel der deutschen Onlineshopper den Black Friday und 23 Prozent den Cyber Monday für Einkäufe zu nutzen. Wie groß die Bedeutung von Black Friday und Cyber Monday für die Weihnachtseinkäufe ist, machen weitere Ergebnisse der Umfrage deutlich: So investieren Onlineshopper, die die beiden Aktionstage für Weihnachtseinkäufe nutzen, dafür 2019 voraussichtlich etwa 54 Euro pro Person. Insgesamt liegen die Weihnachtsausgaben dieser Kunden an Black Friday und Cyber Monday damit bei knapp mehr als einer Milliarde Euro. „Das setzt einen wichtigen Umsatzimpuls im Weihnachtsgeschäft Beide Aktionstage haben sich über die letzten Jahre fest im Einkaufskalender der Schnäppchenjäger etabliert. Immer mehr Online-Händler und stationäre Läden bieten deshalb gezielt Aktionsware an“, so Genth weiter. HDE

Digitalisierung sorgt für neue Geschäftsmodelle im Handel

Beratung via Chat, Lieferung bis an die Haustür oder Click-and-Collect im Geschäft: Die Digitalisierung hat dem Handel online wie offline zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei geht es nicht nur um einzelne Services, die den Kunden angeboten werden, sondern auch um die Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle. So bietet mehr als jedes zweite Handelsunternehmen in Deutschland (53 Prozent) infolge der Digitalisierung komplett neue Produkte bzw. Dienstleistungen an. 6 von 10 Unternehmen (63 Prozent) haben ihren Service deutlich verändert, um den Kunden eine nahtlose und kanalübergreifende Kommunikation zu ermöglichen. 41 Prozent prognostizieren, ihr Umsatz werde infolge der Digitalisierung langfristig stark wachsen. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern in Deutschland ergeben. Demnach geben außerdem 56 Prozent an, infolge der Digitalisierung neue Kunden hinzugewonnen zu haben. Ein Drittel (36 Prozent) konnte das eigene Geschäft ins Ausland erweitern.

 

„Die Ansprüche der Kunden haben sich mit der Digitalisierung massiv verändert – nicht nur beim Online-Shopping, sondern auch in stationären Ladengeschäften, wo zunehmend smarte und digitale Services erwartet werden. Wichtig ist, dass der Handel mit diesen Erwartungen Schritt hält“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Viele Unternehmen haben diese Notwendigkeit bereits erkannt. Händler, die bislang noch nicht aktiv wurden, sollten ihr Geschäftsmodell jetzt dringend auf den digitalen Prüfstand stellen. Dadurch werden die Unternehmen nicht nur serviceorientierter, sie bleiben vor allem wettbewerbsfähig – auch international.“ Immerhin 4 von 10 Unternehmen (40 Prozent) verfolgen eine zentrale Strategie für die Bewältigung des digitalen Wandels. Weitere 30 Prozent verfügen in einzelnen Unternehmensbereichen über eine entsprechende Strategie. 27 Prozent geben jedoch an, keinerlei Strategie für die Digitalisierung ihres Unternehmens zu haben. „Digitalisierung erfordert finanzielle und personelle Anstrengungen, aber es lohnt sich“, so Rohleder.

 

 Jedes zweite Unternehmen (51 Prozent), das ganz oder teilweise eine Digitalisierungsstrategie verfolgt, hat diese in Kooperation mit mittelständischen oder großen IT-Unternehmen entwickelt. 41 Prozent geben in der Bitkom-Studie an, externe Berater, etwa von Unternehmensberatungen oder der Industrie- und Handelskammer, in Anspruch genommen zu haben. Jeder dritte Händler (32 Prozent) mit Digitalstrategie hat diese mit seinem eigenen Personal, etwa einem Chief Digital Officer, erarbeitet. bitkom

Black Friday und Singles’ Day: Umsätze übertreffen Weihnachtsgeschäft

In Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen und Brasilien übertreffen die Umsätze, die in der Black-Friday-Woche generiert werden, bereits die des Weihnachtsgeschäfts. In China hingegen ist der Singles’ Day das wichtigste Shopping Event des Jahres. Er generiert im Vergleich zu einer gewöhnlichen Woche das Dreifache an Umsätzen. GfK Insights zeigen außerdem, dass der Trend bei Verbrauchern weg von günstigen hin zu höherwertigen Produkten im Angebot geht. 

 

In diesem Jahr fällt Black Friday auf den 29. November 2019. An diesem Tag erhalten nicht nur viele Verbraucher ihr Gehalt, der Tag liegt auch nur etwa drei Wochen vor Weihnachten. Ein gut gewähltes Datum also. GfK geht davon aus, dass die Umsatzerlöse des diesjährigen Black Fridays die bisherigen Rekorde übertreffen werden. 

 

In China ist der Singles’ Day, der 2019 am 11. November stattfindet, das wichtigste Shopping Event des Jahres. Er generiert im Vergleich zu einer gewöhnlichen Woche das Dreifache an Umsätzen. Das zweitwichtigste Shopping Ereignis „618.JD“, das bereits Mitte des Jahres stattfand, brachte für den Handel gute Ergebnisse. GfK prognostiziert für den Singles’ Day im November ein ähnlich solides Geschäft. 

 

„Sowohl Black Friday als auch Singles’ Day sind für den Handel weltweit etablierte Promotion-Wochen. Unsere Studien belegen, dass Verbraucher unabhängig davon, wo sie leben, immer für gute Angebote zu haben sind, solange diese auch wirklich einen Mehrwert liefern – also eine ehrliche Preisreduktion darstellen“, so Norbert Herzog, GfK-Experte im Bereich Retail. „Beide Ereignisse zahlen auf den Wunsch der Verbraucher ein, sich gute Angebote nicht entgehen zu lassen und hochwertigere Markenartikel zum bestmöglichen Preis zu ergattern. Außerdem sind die Verbraucher weltweit stets auf der Suche nach Möglichkeiten, ihr Leben einfacher zu gestalten. Laut unserer GfK Studie FutureBuy stimmen 42 Prozent der Verbraucher in Europa und 65 Prozent in der Region Asien-Pazifik der Aussage zu, dass es in vielen Kategorien einfach zu viel Auswahl gibt. Einen echten Mehrwert können Händler bieten, indem sie die Anzahl der Angebote reduzieren und so Verbrauchern helfen, diesen November ihre gewünschten Produkte einfacher zu finden und zu kaufen.“

 

Verbraucher informieren sich stärker vor dem Kauf

Die Verbraucher von heute sind clever und verwenden mehr Zeit als je zuvor darauf, sich vor einem Kauf gründlich zu informieren. Laut der GfK Studie FutureBuy geben fast die Hälfte der Verbraucher in Europa (45 Prozent) an, dass sie heute häufiger Preise vergleichen als noch vor einem Jahr. In Indonesien liegt der Anteil bei 56 Prozent, in Lateinamerika und der Türkei sogar bei 58 Prozent. Die Tatsache, dass das Shopping Event Black Friday in der Vergangenheit in einigen Märkten negativ in den Medien dargestellt wurde, hat dazu geführt, dass viele Verbraucher Angebote, Preisnachlässe und Werbeaktionen mit Vorsicht genießen und noch mehr Zeit darauf verwenden, vor dem Kauf zunächst Preise zu vergleichen. 

 

Händler motivieren Verbraucher höherwertige Produkte zu kaufen 

Außerdem müssen die Händler darauf achten, die Gewinnspannen nicht zu verlieren und den für sie wichtigsten Verkaufszeitraum des Jahres, das sogenannte „goldene Quartal“, nicht negativ zu belasten. In Märkten wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Russland und Brasilien, in denen Black Friday mit dem Weihnachtsumsatz konkurriert und diesen oft bereits übertroffen hat, setzen viele Hersteller und Händler nun auf Premium-Produkte. Verbraucher werden ermutigt, eher gehobenere Modelle zu kaufen, als sich für die günstigsten Produkte im Angebot zu entscheiden. 

 

Laut GfK Point of Sales Tracking stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise im Jahr 2018 in ganz Europa an, das heißt das Umsatzwachstum übertraf das Volumenwachstum deutlich. Während der Black-Friday-Woche 2018 wurden in Deutschland in den Bereichen Technik und Gebrauchsgüter vor allem Geräte aus höheren Preiskategorien gekauft. Im Vergleich zur Vorwoche entsprach das einem Anstieg des Umsatzvolumens um bis zu 65 Prozent. Diese Entwicklung war vor allem bei Smartphones und Fernsehern zu beobachten. In Großbritannien, Polen und Russland wurde hingegen mehr Geld für großformatige oder Ultra High Definition Fernsehgeräte ausgegeben. Und in Brasilien war zu beobachten, dass das Verkaufsvolumen im Vergleich zu einer durchschnittlichen Woche um 230 Prozent anstieg, insbesondere bei Fernsehern, Heißluftfritteusen und Notebooks. 

 

GfK Online Behavior Daten zeigen, wie sich Konsumenten in Deutschland von der ersten Produktsuche bis zum Kauf durchs Netz bewegen. Auch hier wird die Black-Friday-Euphorie spürbar: Für Marken mit Top-Angeboten können sich Produktansichten wie zum Beispiel im deutschen Kopfhörer-Markt auf E-Commerce-Seiten gegenüber der Vorwoche sogar mehr als verdreifachen. Doch nicht nur das Interesse steigt, auch die Kaufbereitschaft ist hoch. Mit den richtigen Angeboten können Premium-Marken sogar mehr Produktinteressierte zu Käufern machen als in anderen Wochen.

 

Dieses Verlangen nach hochwertigen Produkten zeigt sich auch in der GfK-Studie GfK Consumer Life. Im Jahr 2019 gaben 47 Prozent der Verbraucher an, dass es wichtig sei, sich regelmäßig etwas zu gönnen und sich zu verwöhnen. Zudem möchte ungefähr die Hälfte (49 Prozent) lieber weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Artikel besitzen und 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie nur Artikel von vertrauten Marken kaufen.

 

Alle diese Faktoren zusammen ergeben ein stimmiges Bild für die kommenden Promotion-Wochen. Herzog fasst zusammen: „Das Erfolgskonzept wird sein, die richtigen Premiumprodukte der Verbrauchernachfrage entgegenzustellen. Passiert dies in einem überschaubaren Rahmen von ehrlichen Angeboten, werden die Verbraucher dieses Jahr leicht zu einer Kaufentscheidung kommen.“ GfK

Einzelhandel - Bewerbungen von unterwegs und mit einem Klick

Die Personalsituation im Handel ist brisant. Die Unternehmen klagen über immer schwieriger zu besetzende Stellen. Darum sind sich die Personalverantwortlichen einig: Recruiting im Handel wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Zukünftigen Talenten soll das Bewerben so leicht wie möglich gemacht werden, zum Beispiel von unterwegs und mit wenigen Klicks. Außerdem soll der Einsatz digitaler Lösungen die Recruiting-Prozesse beschleunigen und effizienter machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des EHI zu Recruiting im Handel. Die gesamten Ergebnisse werden heute auf dem EHI-Thementag „Recruiting4Retail“ präsentiert.

 

 

„Die Unternehmen wissen, dass sie sich auf die veränderten gesellschaftlichen Lebensgewohnheiten vor allem der jüngeren Generation einstellen müssen. Dazu gehört auch, den Bewerbungsprozess für die Bewerbenden möglichst unkompliziert und schnell zu gestalten“, so Ulrike Witt, Personalexpertin beim EHI. 88 Prozent der Personalverantwortlichen glauben deshalb, dass mobile Bewerbungsmöglichkeiten vorhanden und folglich auch Karriere-Webseiten für die mobile Nutzung optimiert sein müssen. Auf ein Bewerbungsanschreiben meinen die meisten HR-Profis verzichten zu können, nur 17 Prozent halten dieses für zwingend erforderlich. Den meisten ist bewusst, wie wichtig die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Recruiting-Prozess sind. 71 Prozent glauben, dass deren Bewertungen (z.B. bei Plattformen wie Kununu) einen großen Einfluss auf potentielle Bewerbende haben. Auch Zusatz- und Nebenleistungen können nach Ansicht von 79 Prozent der Befragten für das Recruiting entscheidend sein.

 

Überwiegend werden zurzeit noch die klas­sischen Wege wie suchmaschinenoptimierte Stellenanzeigen (79 Prozent) und Karrierewebseiten (75 Prozent) für die Talentsuche genutzt. 25 Prozent der befragten Personalprofis setzen aber auch auf datenbasierte Tools zur aktiven Suche nach potentiellen Kandidaten und Kandidatinnen oder zur zielgruppenspezifischen Platzierung von Stellenangeboten (21 Prozent). Matching-Tools, die online nach genau passenden Talenten suchen, oder Videointerviews zur Bewerberauswahl werden mit je 13 Prozent eher selten eingesetzt. Zukünftig wollen die Handelsrecruiter den Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt verstärkt mit neuen Technologien begegnen. 83 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Technologien vor allem den Bewerbungsprozess beschleunigen werden, z.B. durch die Automatisierung der Vorauswahl. Der Einsatz digitaler Technologien im Recruiting erhöht nach Meinung von 63 Prozent der Personalverantwortlichen zudem die Attraktivität des Arbeitgebers, weil dieser dadurch ein moderneres Image vermittelt. EHI