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Birgitta Barlet: Die Robotic Flower macht Technik erlebbar und lädt zusätzlich zum kreativen Gestalten ein

KOSMOS zählt zu den führenden Spielwaren-, Kinderbuch- und Ratgeberverlagen. Das breit gefächerte Programm umfasst erfolgreiche Naturführer, auflagenstarke Ratgeber und Special Interest-Titel, sowie weltweit bekannte Marken wie „Die drei ???“, „CATAN“ oder „EXIT“. Nahezu jeder und jedem von uns, auch außerhalb der Branche, sind die KOSMOS Experimentierkästen ein Begriff und fest mit schönen, spannenden und lehrreichen Kindheitserinnerungen verbunden. Seit über 100 Jahren leisten KOSMOS Experimentierkästen einen wichtigen Beitrag zur kindgerechten Vermittlung naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten. Damit sind sie eine echte Traditionsmarke …und mehr! Denn, neben bekannten Klassikern wird das Portfolio mit Innovationsgeist stets frisch gehalten. Wir sprachen darüber mit Birgitta Barlet, Verlagsleitung Programm bei KOSMOS. Herausgekommen ist ein sehr persönliches und authentisches Interview. | Advertorial

 

Peter Hollo: Liebe Frau Barlet, die wichtigste Frage zuerst: Hatten Sie denn einen KOSMOS Experimentierkasten als Kind? Und wenn nicht, welchen hätten Sie sich gewünscht? 

Birgitta Barlet: Ich hatte ein Parfumlabor. Heiß geliebt - allerdings von einem anderen Hersteller. Denn ein solches Produkt gab es damals noch nicht von Kosmos. Mein Bruder hatte einen Elektro-Baukasten, in dem Fall von Kosmos. Also eine ziemlich konservative Themenzuordnung. 

 

PH: Glauben Sie, das ist/war so ein Mädchen-Jungs-Thema? Auch heute sind Mädchen bei MINT-Fächern noch stark unterrepräsentiert? Wie sehen Sie das? 

Birgitta Barlet: Sie sehen an der ersten Antwort, dass es zumindest beim Beschenktwerden in meiner Kindheit noch sehr klassisch zuging. Zum Glück hat sich seitdem doch viel geändert, die Vielfalt und die Ansprachen sind viel breiter, inzwischen ist auch das Dogmatische weggefallen.

 

Wir sehen das nicht als starres Mädchen-versus-Jungen Thema, sondern als Frage, wie wir Neugier bei möglichst vielen Kindern entfachen können. Ja, manche Kästen sprechen thematisch und auch von ihrer Gestaltung her eher Mädchen an, andere eher Jungs, das ist Teil dieser Vielfalt. Unser Ziel bleibt aber unverändert: die natürliche Neugier und den Entdeckerdrang aller Kinder zu wecken – denn die sind bei allen da und müssen nur an der richtigen Stelle aktiviert werden.

 

So ist unsere Themenauswahl bewusst sehr vielfältig angelegt, damit wirklich jedes Kind einen Zugang findet bzw. je nach Bedürfnis und Leidenschaft abgeholt wird – vom niedrigschwelligen, spielerischen Einstieg bis hin zu anspruchsvollen wissenschaftlichen Kästen wie dem Chemielabor C1000 oder dem KI Roboter Miika K.I. 

 

PH: KOSMOS hat sich dieser Sache angenommen, mit kreativen Ansätzen bei MINT-Spielzeugen und Experimentierkästen mehr Kinder abzuholen und zu begeistern. Wie passiert das genau? 

Birgitta Barlet: Der Wettbewerb um Aufmerksamkeit ist höher geworden. Daher ist es wichtig, Kinder ‚schnell‘ zu begeistern und sie zum direkten Tun zu bringen. Dafür haben wir zahlreiche Einstiegs-Produktreihen, wie die Mitbring-Experimente oder die Fun-Science-Reihe, die klar auf Experimentierspaß setzt. Die Kinder können gleich loslegen, bauen, ausprobieren und dann spielen

 

Und wir erweitern die Inhalte, indem wir den Aspekt des Selbst-Gestaltens einbauen. So schaffen wir Lernräume, in denen Kinder nicht nur wichtige Gesetzmäßigkeiten verstehen, sondern gleichzeitig eigene Ideen entwickeln, ausprobieren und stolz präsentieren können. Das stärkt Selbstwirksamkeit, Problemlösekompetenz und Kreativität – und genauso erfüllen wir unsere Mission: Wir machen Kinder stark. 

 

PH: Ein spannendes Produkt in diesem Zusammenhang ist die seit Ende Mai verfügbare Robotic Flower, eine bionische Blume, die auf Licht und Bewegung reagiert. Erzählen Sie uns mehr davon. 

Birgitta Barlet: Die Blume ist für Kinder ab 8 Jahren konzipiert: Sie erfahren mit dem Experimentierkasten alles über Näherungs- und Lichtsensoren, durch die sich die Blume bei Bewegung und Lichteinstrahlung elegant öffnet und schließt. Eine Glitzerkugel als Versteck für kleine Schätze im Inneren, die Nachtlichtfunktion und – und das ist das i-Tüpfelchen – frei gestaltbare, austauschbare Blütenblätter verleihen der Robotic Flower einen zusätzlichen Zauber. Hier verbinden sich Technik und Ästhetik auf ganz besondere Weise und regen Neugier und Fantasie an. 

 

PH: Eine Verbindung aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik und Kunst also? Kann man das so sagen? 

Birgitta Barlet: Ganz genau. Die Robotic Flower macht Technik erlebbar und lädt zusätzlich zum kreativen Gestalten ein. Einmal zusammengebaut reagiert die bionische Blume auf Licht und Bewegung, öffnet und schließt ihre bunt verzierten Blütenblätter und verbindet Elektronik, Design und künstlerische Gestaltung auf spielerische Weise. 

 

PH: Zusammengefasst: Wichtige Fähigkeiten und Talente kindgerecht fördern, um Kinder für die Zukunft zu stärken, indem sie wichtige Gesetzmäßigkeiten verstehen, eigene Ideen entwickeln und stolz präsentieren können. Hier geht es also um Selbstwirksamkeit und Problemlösekompetenz? Und um was noch? 

Birgitta Barlet: Durch interdisziplinäres Lernen und Arbeiten erwerben Kinder die Fähigkeit, komplexe Systeme als Ganzes zu begreifen. MINKT fördert damit sowohl technisches Know-how als auch kreative Innovationskraft. Wer gestaltet, entwickelt ein tiefes Verständnis für Funktion, Wirkung und Zusammenhänge – genau das, was kommende Generationen benötigen. 

 

PH: Das klingt jetzt alles sehr wissenschaftlich. Wenn Sie das Produkt mit Ihren Augen sehen, was macht für Sie den Zauber aus? 

Birgitta Barlet: Die 'Robotic Flower' ist nicht nur ein funktionsfähiger Roboter, sondern ein lebendig anmutendes, schönes Spielzeug. Dadurch, dass sie von Kindern mitgestaltet werden kann ist sie nicht nur intelligent, sondern auch berührend und individuell. 

 

PH: Schauen wir zum Abschluss noch ein wenig nach vorn. Was dürfen wir außer der Robotic Flower noch für spannende Themen oder Produktinnovationen für 2026 erwarten? 

Birgitta Barlet: Mit 'Crashy' bieten wir noch einen weiteren Experimentierkasten im Robotik-Bereich an. Der niedlicher Robo-Panda richtet sich an kleinere Kinder ab 6 Jahren und bringt direkt Action ins Kinderzimmer. Das Besondere ist seine lustige Crash-Funktion: Wenn Crashy irgendwo anstößt, sorgt das nicht nur für Lacher, sondern auch für immer neue Spielideen. Zudem haben wir einige Fun-Science-Sets veröffentlicht, die auf eine sehr spielerische Weise Lust auf Wissenschaft machen: Mit dem Fruchtgummi-Labor und Experimenten rund um Limonade und Jelly Pops lernen Kinder erste Grundlagen von Chemie. Dabei lernen sie nicht nur ganz nebenbei, sondern haben auch tolle Erfolgserlebnisse durch eigene Kreationen, die sie essen oder verschenken.   

 

PH: Mit KOSMOS ist also weiterhin zu rechnen? Nicht nur im Bereich Kinder, sondern auch bei Erwachsenen und den sagenumwobenen Kidults? Oder wie würden Sie das ausdrücken? 

Birgitta Barlet: Unser Fokus liegt im Bereich Experimentieren bei den Kindern, deren Neugier wir entfachen wollen. Wir wollen Lust machen auf naturwissenschaftliche und technologische Themen und Impulse für kreatives Gestalten geben. Wir sind überzeugt davon, dass diese Fähigkeiten unverzichtbar sind, um die Zukunft positiv und selbstwirksam zu prägen. Gleichzeitig wissen wir, dass viele Eltern und Großeltern beim gemeinsamen Tüfteln, Bauen, Experimentieren und Programmieren meist genauso viel Spaß haben, wie die Kleinen. Das macht die gemeinsame Zeit noch wertvoller.

 

Liebe Frau Barlet, ich bedanke mich für das Gespräch. 

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