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Gläubiger stimmen Insolvenzplan einstimmig zu: ROFU Kinderland erfolgreich saniert

27.07.2026 | Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH hat ihre Sanierung in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen. Im Erörterungs- und Abstimmungstermin, der Ende Juni 2026 stattfand, haben alle Gläubigergruppen dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt. Das Unternehmen erstellte den Plan gemeinsam mit den Restrukturierungsexperten von PLUTA und erzielte damit einen Vergleich mit den Gläubigern.

 

Mittlerweile sind alle Bedingungen des Insolvenzplans eingetreten. Der Investor, die Kids & School Holding GmbH, übernimmt den Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat das Verfahren aufgehoben. Der traditionsreiche Spielwarenhändler kann die Insolvenz ab dem 1. August 2026 hinter sich lassen und damit auch aus rechtlicher Sicht den Neustart vollziehen. Durch die Lösung bleiben rund 1.150 Arbeitsplätze erhalten.

 

Bereits im April 2026 hatte ROFU Kinderland verkündet, dass das Unternehmen eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH abschließen konnte. Die Investorenlösung wurde dabei im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt. Durch die Zustimmung der Gläubigerversammlung erfolgten nun die Übernahme des Geschäftsbetriebs und der Vollzug der Transaktion. ROFU Kinderland kann künftig wieder eigenständig handeln. Die geschäftsführenden Mitgesellschafter Achim Weniger und Bernd Stocker verfügen über jahrzehntelange, umfangreiche Branchenerfahrung und ein hervorragendes Netzwerk, um ROFU Kinderland zukunftsfähig und wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen.

 

PLUTA Sanierungsexperten schaffen Perspektive

Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH befindet sich seit dem 19. Januar 2026 in einem Eigenverwaltungsverfahren. Dabei bleibt das Management im Amt und wird von Sanierungsspezialisten unterstützt. Marcus Katholing von der PLUTA Management GmbH ist in den vergangenen sechs Monaten als Sanierungsgeschäftsführer tätig gewesen und setzte zusammen mit Geschäftsführer Michael Fuchs wichtige Restrukturierungsmaßnahmen um. Im Sanierungsteam arbeitete zudem Daniela Schneider und Rechtsanwalt Stefan Warmuth von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH, der die insolvenzrechtliche Beratung verantwortete. Das Amtsgericht Idar-Oberstein bestellte Rechtsanwältin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen zur Sachwalterin, die das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleitet.

 

ROFU-Interimsgeschäftsführer und PLUTA Sanierungsexperte Marcus Katholing sagt: „Die einstimmige Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan ist ein starkes Signal und schafft Klarheit für die Zukunft von ROFU. Ich danke allen Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in den eingeschlagenen Sanierungsweg. Für die Zukunft wünsche ich dem Unternehmen und den Investoren viel Erfolg.“ Ziel des Verfahrens war die wirtschaftliche und strukturelle Neuaufstellung des Unternehmens. Dieses Ziel haben die Verantwortlichen erreicht, und die Eigenverwaltung ist planmäßig verlaufen. Marcus Katholing und Michael Fuchs werden daher zum Monatsende planmäßig aus der Geschäftsführung ausscheiden. 

 

Auch die Sachwalterin Annemarie Dhonau von der Kanzlei Schiebe und Collegen begrüßt die Entscheidung der Gläubiger: „In der Eigenverwaltung ist eine Lösung gelungen, die den Fortbestand von ROFU langfristig sichert und zugleich eine bestmögliche Befriedigung der Gläubiger ermöglicht. Die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten hat maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen.“

 

Fortführung von 77 ROFU-Filialen 

Der Geschäftsbetrieb in den ROFU-Filialen lief in den vergangenen Monaten vollumfänglich weiter. Zudem verbesserte das Unternehmen die Prozesse und arbeitete daran, die Bestands- und Flächensteuerung effizienter zu gestalten sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten zu intensivieren. 77 Filialen von ROFU Kinderland werden künftig fortgeführt. 27 Standorte sind nicht Teil des Erwerberkonzepts. Diese Filialen werden noch bis Ende Juli 2026 einen Schluss- oder Abverkauf durchführen; anschließend werden diese Filialen an die Vermieter zurückgegeben. Die Zentrale bleibt am Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach. Insgesamt sind im Unternehmen künftig rund 1.150 Mitarbeiter beschäftigt. 

 

„Wir freuen uns darauf, ROFU künftig weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, die Marktposition von ROFU als stationärer Spielwarenhändler zu stärken und das Unternehmen langfristig erfolgreich auszurichten. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei allen Beteiligten für die sehr konstruktive und gute Zusammenarbeit der letzten Monate herzlich bedanken“, sagt Achim Weniger von der Kids & School Holding GmbH. Mit gezielten Maßnahmen will der neue Investor ROFU profitabel machen und in eine positive Zukunft führen. Der Fokus liegt auf effizienten Prozessen und strategischen Partnerschaften, um die Filialen wirtschaftlich zu betreiben. Das traditionsreiche Unternehmen mit einem großen Filialnetz bietet tolle Sortimente für Kinder und Familien, umfassende Services und Beratung vor Ort.

 

ROFU Kinderland ist der führende Spielwarenhändler im Südwesten Deutschlands. Seit über 40 Jahren verkauft das Unternehmen Spielwaren aller bekannten Marken. Kinderbücher, Schulbedarf, Bastelsets sowie Puzzle und Gesellschaftsspiele runden das Sortiment ab. Mit Filialen in sechs Bundesländern Deutschlands hat sich ROFU zu einem der führenden Spielwarenfachhändler etabliert. | relatio PR


Hohe Kosten und geringe Binnennachfrage belasten mittelständische Unternehmen

21.07.2026 | Die wirtschaftliche Unsicherheit belastet den wichtigen deutschen Mittelstand spürbar. 45 Prozent der Finanzverantwortlichen mittelständischer Unternehmen bewerten ihre Geschäftsaussichten heute schlechter als noch vor drei Monaten. Als zentrale Herausforderungen nennen die CFOs die anhaltend schwache Inlandsnachfrage (63 %), geopolitische Unsicherheiten (59 %) sowie steigende Rohstoff- und Energiekosten (45 % bzw. 44 %). Vor diesem Hintergrund setzt die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten auf Kostensenkungen (72 %). Viele Unternehmen wollen durch organisches Wachstum (59 %) und eine Steigerung des operativen Cashflows (48 %) ihre finanzielle Stabilität stärken. Für die vorliegende Analyse wurden zwischen dem 16. April und dem 7. Mai 120 Finanzvorstände mittelständischer Unternehmen in Deutschland befragt.

 

Besonders die Beschäftigung bleibt unter Druck: Die Unternehmen rechnen weiterhin mit einem spürbaren Personalabbau (Index: -17 %). Auch die Erwartungen hinsichtlich der Margen (Index: -1 %) und Investitionen (Index: -3 %) bleiben leicht negativ. Mit einem Indexwert von 25 Prozent ist die Umsatzentwicklung die positivste Kennzahl für die kommenden zwölf Monate. Der Indexwert zeigt die Differenz zwischen positiven und negativen Einschätzungen der befragten Finanzverantwortlichen.

 

„Der Mittelstand hat derzeit wenig Spielraum für offensive Wachstumsstrategien. Im Fokus steht vielmehr die Stabilisierung des Geschäfts“, sagt Dr. Christine Wolter, Partner und Leiterin des Mittelstandsprogramms bei Deloitte. „Die Priorisierung von Kosteneinsparungen ist eine Reaktion auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen. Nun kommt es darauf an, dass die Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit erhöhen und ihre Abhängigkeiten bei Lieferketten, Finanzierung, Energieversorgung oder Technologie reduzieren“, erläutert Dr. Christine Wolter.

 

Unternehmensweite Integration von KI stockt

In dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sind die Erwartungen der mittelständischen Unternehmen an KI groß. Dennoch gelingt es zahlreichen CFOs bislang nicht, die Technologie über einzelne Anwendungsfälle hinaus im Unternehmen zu verankern. Weniger als die Hälfte der Befragten (45 %) plant derzeit die Skalierung der KI-Anwendungen im Finanzbereich. Nur rund 40 Prozent setzen bereits auf funktionsübergreifende KI-Initiativen. „Künstliche Intelligenz bietet dem Mittelstand erhebliche Potenziale, insbesondere für eine effiziente Planung und zur Steigerung der Produktivität. Wer die Möglichkeiten von Digitalisierung und KI konsequent in Wertschöpfung übersetzt, wird seine Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren deutlich stärken können“, meint Dr. Christine Wolter. | Deloitte


Der Job reist mit: Zwei Drittel sind im Urlaub erreichbar

21.07.2026 | Mails am Pool, Telefonat im Hotel, SMS am Strand – Urlaub bedeutet für die meisten eine Auszeit mit Einschränkung, denn eine Mehrheit bleibt trotzdem dienstlich ansprechbar. Zwei Drittel (66 Prozent) der Berufstätigen, die in diesem Jahr einen Sommerurlaub machen, sind währenddessen beruflich erreichbar. Damit hält sich das Niveau der Vorjahre (2025: 67 Prozent; 2024: 66 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, davon 358 Berufstätige, die dieses Jahr in den Sommerurlaub fahren.  

 

Dabei sind es vor allem Kurznachrichten und Anrufe, auf die Berufstätige im Urlaub reagieren: 62 Prozent sind per Kurznachricht wie SMS bzw. via Messengerdienste wie WhatsApp zu erreichen, 61 Prozent reagieren auf Anrufe. 22 Prozent sind per Mail ansprechbar, 14 Prozent nehmen Videocalls wahr. 7 Prozent lassen sich über Kollaborationstools wie Microsoft Teams oder Slack kontaktieren. „Möglichkeiten zum zeit- und ortsflexiblen Arbeiten dürfen nicht dazu führen, dass Beschäftigte das Gefühl haben, auch im Urlaub ständig verfügbar sein zu müssen. Wer sich wirklich erholen kann, lebt nicht nur gesünder, er arbeitet auch produktiver“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

 

Wer trotz Urlaub erreichbar ist, will damit meist der Erwartung anderer gerecht werden: Rund die Hälfte (53 Prozent) derjenigen, die im Urlaub beruflich erreichbar sind, sagen, ihre Kolleginnen und Kollegen erwarten es von ihnen, gefolgt von der Erwartung von Vorgesetzten (47 Prozent). Rund ein Drittel (34 Prozent) meint, Kundinnen und Kunden erwarten Erreichbarkeit, 16 Prozent sagen dies von ihren Geschäftspartnerinnen und -partnern. 15 Prozent sehen sich durch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtet. 16 Prozent geben an, aus eigenem Antrieb im Urlaub für berufliche Anliegen erreichbar zu sein. Rohleder: „Vertretungslösungen sollten rechtzeitig organisiert und Erwartungen transparent kommuniziert werden. Regeln zur Erreichbarkeit für den Fall der Fälle schaffen Klarheit für alle Beteiligten. Ziel sollte immer sein, dass man eine solche Notlösung überhaupt nicht erst in Anspruch nehmen muss.“ | bitkom


Weniger als die Hälfte der Geringqualifizierten nimmt an betrieblicher Weiterbildung teil

21.07.2026 | Nur 45 Prozent der geringer qualifizierten Beschäftigten nehmen an Weiterbildungen teil. Das ergibt eine aktuelle Studie des ifo Instituts und der Technischen Universität München (TUM) unter 3.700 Befragten vom Mai 2024. Bei Höherqualifizierten ist die Beteiligung höher. Hier nahmen 67 Prozent der Befragten in den vergangenen zwölf Monaten an einer betrieblichen Weiterbildung teil. „Höherqualifizierte erwarten durch die Teilnahme an Weiterbildungen deutlich mehr Vorteile für Beruf und Karriere, während geringer qualifizierte Beschäftigte die Erträge durch Weiterbildung unterschätzen“, sagt Philipp Lergetporer, ifo Forschungsprofessor und Professor für Economics am TUM Campus Heilbronn.

 

Die Studie untersucht, welche Vorteile Beschäftigte durch Weiterbildungen erwarten. „Die Beschäftigten erwarten sowohl einen höheren Verdienst nach Weiterbildungsmaßnahmen, als auch nicht-monetäre Erträge in Form von besseren Aufstiegschancen, interessanteren Tätigkeiten und ein geringeres Risiko, den Job zu verlieren“, sagt Co-Autorin Hanna Brosch, Ökonomin am TUM Campus Heilbronn. „Während beim Gehalt die Erwartungen von höher und geringer qualifizierten Beschäftigten enger beisammen liegen, unterscheiden sie sich deutlich mit Blick auf nicht-monetäre Erträge.“ Im Schnitt erwarten die Beschäftigten sechs Jahre nach Beginn regelmäßiger Weiterbildung fast 9 Prozent mehr Gehalt als ohne Weiterbildung.

 

Die Studie nutzt Daten einer repräsentativen Online-Befragung von über 3.700 abhängig Beschäftigten zwischen 25 und 55 Jahren vom Mai 2024. Durch ein Befragungsexperiment können die Forschenden auch Maßnahmen zur Erhöhung der Weiterbildungsbereitschaft ableiten. „Unsere Studie zeigt, dass Informationen über Erträge die Weiterbildungsabsichten insbesondere von geringer qualifizierten Beschäftigten erhöhen“, sagt Franziska Pfaehler vom ifo Zentrum für Bildungsökonomik. Somit könnten beispielsweise kurze, kostengünstige Informations- und Kommunikationsmaßnahmen der Arbeitgeber die Weiterbildungsteilnahme erhöhen. | ifo Institut


Selbständige weniger pessimistisch

14.07.2026 | Das Geschäftsklima bei den Soloselbständigen und Kleinstunternehmen hat sich im Juni leicht verbessert, bleibt aber deutlich im Minus. Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ stieg von -27,7 Punkten im Mai auf -25,9 Punkte. Während die Selbständigen für die nächsten Monate weniger pessimistische Erwartungen haben, beurteilten sie ihre aktuelle Lage noch schlechter als im Vormonat. „Von einer Trendwende kann noch keine Rede sein“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „Die Richtung stimmt, aber bis zu einer durchgreifenden Erholung ist es ein weiter Weg.“

 

Es gibt allerdings Unterschiede zwischen den selbständigen Berufsgruppen: Während die selbständigen Dienstleister ihre aktuelle Lage deutlich seltener negativ beurteilten, blickten sie pessimistischer auf die kommenden Monate. Die selbständigen Einzelhändler zeigten sich bei ihren Erwartungen weniger skeptisch. Ihre Bewertung der laufenden Geschäfte verschlechterte sich hingegen und erreichte einen Tiefstand.

 

Es wird für Selbständige zunehmend schwieriger, über Banken Zugang zu Krediten und anderen Finanzierungsmöglichkeiten zu erhalten. Im zweiten Quartal stieg der Anteil an Selbständigen mit Schwierigkeiten bei Kreditverhandlungen auf 44,8%, nach 34,6%. Auch in der Gesamtwirtschaft stieg der Anteil von 31,7 auf 40,1%. Die Kreditnachfrage blieb niedrig: Nur 9,3% der Soloselbständigen und Kleinstunternehmen sprachen mit Banken über Kredite. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Zugang zu Krediten für kleine Betriebe merklich erschwert hat, insbesondere für selbständige Einzelhändler“, sagt Demmelhuber. Im Einzelhandel stieg der Anteil Selbständiger mit Schwierigkeiten beim Zugang zu Krediten von 41,0 auf 59,1%. Zuletzt fragten mehr Einzelhändler Kredite nach, der Anteil stieg von 13,3 auf 14,8%. | ifo Institut


Ravensburger darf Mehrheit an Steiff übernehmen

10.07.2026 | Das Bundeskartellamt hat den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Margarete Steiff GmbH, Giengen an der Brenz, durch die Ravensburger AG, Ravensburg, freigegeben.

 

Steiff ist ein Hersteller von Teddybären und Plüschtieren sowie von Baby- und Kinderbekleidung und zählt zu einer der bekanntesten und ältesten Marken in Deutschland.

 

Ravensburger ist eines der führenden deutschen Spielwarenunternehmen. Sein Schwerpunkt liegt in der Herstellung und dem Vertrieb von Spielen, Puzzles, Büchern und Kreativprodukten.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Der Zusammenschluss führt zwei sehr bekannte deutsche Spielwarenhersteller zusammen. Wettbewerbliche Bedenken ergaben sich jedoch nicht, da sich die Produktportfolios der Unternehmen nicht überschneiden. Zudem verfügen die Unternehmen im Spielwareneinzelhandel über hinreichend starke Abnehmer, sodass auch sonst keine nachteiligen Auswirkungen auf den Wettbewerb zu erwarten waren.“ | Bundeskartellamt


Steigt die Arbeitslosigkeit in Deutschland?

 

09.07.2026 | Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni 2026 laut Bundesagentur für Arbeit (BA) um 15.000 auf 2,94 Millionen gesunken. Im Jahresdurchschnitt liegt die Arbeitslosigkeit knapp über drei Millionen. Sowohl bei Monats- als auch Mittelwerten nimmt die Zahl der Betroffenen in Deutschland seit 2022 zu, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Indes fallen die Veränderungen im Vergleich zu 2025 marginal aus. Das drückt auch ein Statement von Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der BA aus: "Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihre leichte Abwärtstendenz fort".

| Statista


Sind die Deutschen wirklich länger krank?

09.07.2026 | 14,6 Arbeitsunfähigkeitstage je Arbeitnehmer:in hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im vergangenen Jahr gezählt. Damit liegt dieser Wert auf einem ähnlichen Niveau wie in den Jahren davor. Dagegen waren es noch 2021 mehr als drei Tage weniger. Ähnlich sieht das Bild beim Krankenstand der Gesetzlichen Krankenversicherung aus, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Was ist der Grund für diesen sprunghaften Anstieg?

 

Die gesetzlichen Krankenkassen betonen hier die Einführung der elektronischen Krankschreibung (E-AU) im Oktober 2021. Waren vorher die Versicherten selber dafür verantwortlich, die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) an ihre Krankenasse weiterzuleiten, passiert diese seitdem auf elektronischem Weg. Dadurch werden nun viele Fälle erfasst, die zuvor nicht gemeldet worden waren. Die AOK taxiert diesen Effekt für 2025 laut einem Bericht der Deutschen Ärztezeitung auf 2,5 Tage.

 

Zu einem anderen Schluss kommt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): "Da bei den Haushaltsbefragungen des SOEP die Einführung der eAU keinen Unterschied gemacht haben dürfte, die Fehlzeiten aber ähnlich stark stiegen wie in den amtlichen Daten, war die Einführung der eAU wohl nicht primär ursächlich für den Anstieg." Laut Einschätzung des DIW ist der Anstieg der Fehltage vielmehr im Wesentlichen durch die Zunahme von Atemwegserkrankungen zu erklären.

 

Ob der Krankenstand in Deutschland zu hoch ist, wie etwa Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) findet, ist eine andere Frage, aber es liegt nahe, dass er auch vor 2022 schon deutlich höher lag als in den offiziellen Statistiken angegeben. Auch ist strittig, ob die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die AU-Bescheinigung etwas an der Ausfalldauer der Arbeitnehmer:innen ändern kann. Die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) ist mit der Neuregelung jedenfalls nicht einverstanden.

 

Laut einer, wie das Deutsche Ärzteblatt schreibt, konservativen Schätzung der KBV könnte die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und eine gesetzlich vorgeschriebene AU ab dem ersten Tag zu 30 Millionen zusätzlichen Praxisbesuchen führen. "Bei einer Behandlungsdauer – Untersuchung und Gespräch – von zehn Minuten ergibt das der KBV-Hochrechnung zufolge 208.000 komplette Arbeitstage, die für diese Leistung in der vertragsärztlichen Versorgung aufgewendet werden müssten." | Statista


Großteil der Unternehmen in Deutschland setzt auf strikten Sparkurs

02.07.2026 | In der angespannten wirtschaftlichen Situation fokussieren sich die Finanzverantwortlichen in Deutschland auf Kostenreduktion (68 %), die Integration von Künstlicher Intelligenz (64 %) und ihr Kerngeschäft (50 %). Knapp weniger als die Hälfte der Finanzverantwortlichen baut auf Innovationen (48 %), sehr viel weniger auf die Erschließung neuer Märkte (40 %) oder neuer Geschäftsfelder (28 %), um langfristig die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, wie der aktuelle CFO Survey zeigt.

 

Vor allem der Maschinenbau plant kostenbewusst. 44 Prozent der Befragten aus diesem Sektor priorisieren Investitionen in Kosteneffizienz über Wachstum und Resilienz. Einzig der Technologiesektor setzt, aufgrund des KI-Aufschwungs, bei seinen Investitionen primär auf Wachstum (50 %) und weniger auf Widerstandsfähigkeit und Kosten. Lediglich 19 Prozent der Unternehmen priorisieren branchenübergreifend bei ihren Investitionen Resilienz über Wachstumsinitiativen und Maßnahmen zur Kosteneffizienz. Für den Survey wurden zwischen dem 16. April und dem 7. Mai 2026 164 Finanzvorstände in Deutschland befragt.

 

„Zahlreiche Unternehmen schalten in den Überlebensmodus“, sagt Dr. Alexander Börsch, Chefökonom und Leiter Research bei Deloitte. „Dennoch dürfte die langfristige Wettbewerbsfähigkeit leiden, wenn Unternehmen in der geopolitisch schwierigen Lage nicht mehr in Resilienz investieren.“

 

Unternehmen passen Risikomanagement nur punktuell an

Die Schwerpunktsetzung der CFOs findet vor dem Hintergrund ihrer Sorge um steigende Kosten, insbesondere im Energie- und Rohstoffbereich, statt. Die Finanzvorstände erwarten für die kommenden zwölf Monate eine Inflation von durchschnittlich 3 Prozent. Die Bedenken der CFOs bezüglich weiterer Kostensteigerungen, Rohstoffengpässen und der Ausbreitung von Cyberangriffen sind groß. Die Auswirkungen von Handelskonflikten sowie die technologische Abkopplung zwischen China und dem Westen fürchten sie im Vergleich dazu weniger (s. Abb. 1).

 

Das Bewusstsein für die Risiken führt jedoch nicht zu einem umfassenden Ausbau des Risikomanagements. Zwar investieren drei Viertel der Befragten verstärkt in Cybersicherheit, jedoch weniger als die Hälfte in weitere Maßnahmen zu geopolitischer Resilienz – etwa darin, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren (48 %), ihre IT-Unabhängigkeit zu stärken (32 %), geopolitisches Monitoring (29 %), die Absicherung von Preisschwankungen (26 %) oder eine stärkere Lagerhaltung (18 %).

 

Auswirkungen von KI auf die Finanzfunktion

Die CFOs beschäftigt auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der eigenen Abteilung. Fast die Hälfte der Befragten (48 %) plant, KI-Anwendungen in der Finanzfunktion in den kommenden 24 Monaten zu skalieren. 45 Prozent setzen dabei auf strategische, funktionsübergreifende KI-Initiativen statt auf isolierte Anwendungen. Gleichzeitig erwarten zwei Drittel der CFOs (66 %) einen substanziellen Stellenabbau in der Finanzfunktion durch KI.

 

„KI führt zu einer tiefgreifenden Transformation. Wer die Technologie dabei nur als Effizienzhebel betrachtet, verkennt jedoch ihr eigentliches Potenzial, die Problemlösungskapazität vor allem von Wissensarbeitenden in der Finanzfunktion zu verbessern“, meint Markus Seeger, Director und Mitglied des CFO Program bei Deloitte.

| Deloitte


Weniger Firmen wollen ihre Preise erhöhen

30.06.2026 | Weniger Unternehmen planen, ihre Preise zu erhöhen. Die ifo Preiserwartungen sanken im Juni auf 26,4 Punkte, von 30,0* im Mai. „Sinkende Energiepreise, zu denen die Hoffnungen auf Frieden im Nahen Osten zusätzlich beigetragen haben, scheinen die Unternehmen zuversichtlicher hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage gemacht zu haben. Allerdings dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten weiterhin steigen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Die Preiserwartungen liegen seit März noch erheblich über dem Durchschnitt von 18,3 für den Zeitraum 2023 bis 2025.

 

Besonders bei den energieintensiven Unternehmen sind die Preiserwartungen gefallen: hier ging der Indikator von 41,2 auf 30,2 Punkte zurück. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen hat der Preisdruck ebenfalls etwas nachgelassen: von 30,3 auf 27,1 Punkte. In den Dienstleistungs- und Handelssektoren sind die Preiserwartungen von 25,0* bzw. 48,7* auf 21,4 bzw. 42,2 Punkte gesunken. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ging der Indikator zurück auf 28,5 Punkte, nach 31,6 im Mai. Die Hersteller von Lebensmitteln planen deutlich seltener mit steigenden Preisen: Der Indikator fiel von 19,6 Punkten auf 12,7. Der Preisdruck im Lebensmitteleinzelhandel schwächte sich etwas ab von 55,3 Punkten auf 48,5 Punkte, bleibt aber nach wie vor hoch.  *Saisonbereinigt korrigiert

 

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung. | ifo Institut


Kahlschlag und Kommunikationsstopp: Wie der Überlebenskampf von Galeria die Filialen auszehrt

25.06.2026 | Ein drastischer Strategiewechsel hinterlässt in den bundesweit verbliebenen 82 Filialen des letzten deutschen Warenhauskonzerns unübersehbare Spuren. Um kurzfristig Kosten einzusparen, drosselte die Unternehmensleitung die Warenbestellungen massiv – und zwar selbst bei Artikeln des täglichen Grundbedarfs. Durch diese strikte Budgetdeckelung und parallel forcierte Rabattwellen, die über die Schaufenster erst mit 20 und kurz darauf mit 50 Prozent Preisnachlass sowie Sonderboni ab 100 Euro Einkaufswert lockten, leerten sich die Lager im Rekordtempo. Das Resultat ist ein beispielloser Warenschwund in den Verkaufsräumen.

 

Ungewissheit hinter den Kulissen und Nachrichtensperre

Während die Regale verwaisen, herrscht bei der Belegschaft existenzielle Verunsicherung. Die Konzernleitung in Düsseldorf verweigert jeglichen Informationsfluss zur Zukunft der Arbeitsplätze. Relevante Entwicklungen dringen kaum zu den Angestellten durch, sodass diese primär auf Medienberichte angewiesen sind. Doch auch die Presse stößt auf eine Mauer des Schweigens: Detaillierte Anfragen einiger Medienhäuser blieben von offizieller Seite komplett unkommentiert.

 

Das Geheimnis um die 160-Millionen-Spritze

Der Grund für das wochenlange Schweigen könnte in hochbrisanten Verhandlungen liegen: Aufgrund massiver Umsatzeinbußen benötigt Galeria dringend finanzielle Unterstützung in dreistelliger Millionenhöhe. Nach Informationen von Bild, Wirtschaftswoche und Lebensmittelzeitung steht ein Kredit von bis zu 160 Millionen Euro im Raum, der vom US-amerikanischen Finanzinvestor Gordon Brothers kommen könnte.

 

Diese Finanzspritze ist jedoch an drastische Auflagen gebunden, die eine radikale Umgestaltung des Geschäftsmodells fordern:

  • Flächenvermietung statt Eigenregie: Das eigene Sortiment soll stark dezimiert werden. Stattdessen sollen externe Mieter Verkaufsflächen bespielen, beispielsweise im Spielwarensegment.
  • Mietpreissenkungen im Fokus: Da Galeria keine eigenen Immobilien besitzt, steht das Management unter permanentem Druck, die Mietkosten zu drücken. Bereits während der drei Insolvenzverfahren seit dem Jahr 2020 waren die Mietkonditionen der zentrale Hebel zur Kostenreduktion.

Konfrontation mit den Vermietern

Die Verhandlungsbasis mit den Immobilieneigentümern ist jedoch denkbar schlecht. Wie Hausverwalter berichten, befindet sich Galeria an diversen Standorten bereits seit mehreren Monaten mit den Mietzahlungen im Rückstand. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen blockieren einige Eigentümer jegliche Zugeständnisse bei den Pachtsummen. Sollten diese Gespräche scheitern, droht unmittelbar die Schließung. Die Konzernzentrale räumte in einer der wenigen Stellungnahmen bereits ein, dass die Zukunft von mindestens acht namentlich genannten Häusern akut gefährdet ist.

 

Der entscheidende Sommer für das Erbe von Karstadt und Kaufhof

Am vergangenen Wochenende soll es laut Bild-Zeitung zu einer weiteren diskreten Verhandlungsrunde zwischen der Galeria-Führung und Gordon Brothers gekommen sein. Der Ausgang dieses Pokers entscheidet über die nackte Existenz des Traditionsunternehmens, in dem auch die einstige Kaufhof-Kette aufgegangen ist. Schätzungen zufolge könnte das anvisierte Sparprogramm bis zu 41 der verbliebenen Standorte die Existenz kosten – eine Entscheidung wird noch in diesem Sommer erwartet. | Redaktion, PH


ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (Juni 2026)

24.06.2026 | Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juni auf 85,6 Punkte, nach 85,0 im Mai . Die Firmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser. Auch die Erwartungen fielen etwas weniger skeptisch aus. Die Unternehmen schätzen das Umfeld als weniger unsicher ein. Die deutsche Wirtschaft hofft auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation. 

 

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gestiegen. Dies war auf die spürbar verbesserten Erwartungen zurückzuführen. Die Urteile zur aktuellen Lage wurden geringfügig nach unten korrigiert. Die Zahl der Neuaufträge ging erneut zurück. 

 

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Dienstleister waren deutlich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen blieben nahezu unverändert. Die Unternehmen sind weiterhin skeptisch. Der Bereich Transport und Logistik konnte sich weiter erholen. Im Tourismus bleibt die Lage hingegen schwierig.

 

Im Handel ist das Geschäftsklima erneut gestiegen. Die Händler waren zufriedener mit der aktuellen Lage. Auch die Erwartungen stiegen deutlich an. Allerdings ist der Weg aus dem Tal noch lang.

 

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Dies war auf weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Urteile zur aktuellen Lage blieben unverändert. Viele Unternehmen klagen über fehlende Aufträge. | ifo Institut


Risiken erkannt – Umsetzung stockt: B2B-Unternehmen ringen um digitale Resilienz und Souveränität

22.06.2026 | Neues B2BEST Barometer von ECC KÖLN, synaigy und OVHcloud zeigt: Digitale Resilienz und Souveränität ist für die Mehrheit der B2B-Unternehmen wichtig, doch technologische Hürden erschweren den Weg dahin. Ebenso: Trotz Risikowahrnehmung bei der Nutzung von nicht-europäischen Lösungsanbietern ist die Praxis vieler B2B-Unternehmen eine andere oder zumindest eine gemischte.  

 

Daten gehören heute für Unternehmen zu ihren Kernressourcen. Zunehmende Cyberkriminalität, aber auch geopolitische Konflikte sowie andere externe Einflussfaktoren machen digitale Souveränität und Resilienz unabdingbar. Bereits heute messen knapp zwei Drittel (63 %) der im Rahmen des B2BEST Barometer Vol. 22 von ECC KÖLN, synaigy und OVHcloud befragten B2B-Unternehmen diesen Themen eine hohe Relevanz bei. In drei Jahren steigt der Anteil auf über drei Viertel (77 %), in fünf Jahren auf 83 Prozent. Sieben von zehn Unternehmen (70 %) geben an, dass sie ihre Investitionen in IT-Systemlandschaften 2027 im Vergleich zu 2026 etwas oder auch deutlich steigern werden. Als besonders entscheidend für die eigene digitale Souveränität gelten dabei vor allem die Kontrolle über eigene Daten (58 %), die technologische Eigenständigkeit (44 %), die Einhaltung europäischer Regularien wie DSGVO oder EU Data Act (38 %) sowie die Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern (33 %).

 

„Die Entwicklung ist eindeutig: Digitale Souveränität und Resilienz rücken im B2B zunehmend in den strategischen Fokus. Viele Unternehmen haben erkannt, wie wichtig die Kontrolle über Daten und Systeme für ihre Zukunftsfähigkeit ist. Ein ausgeprägtes Bewusstsein allein reicht allerdings nicht aus. Entscheidend wird sein, digitale Strukturen konsequent zu gestalten und bestehende Abhängigkeiten aktiv zu reduzieren – genau hier liegt für viele Unternehmen derzeit die größte Herausforderung“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH KÖLN und Gründer des ECC KÖLN.

 

Vielfalt an technologischen Hürden erschwert digitale Souveränität

Auf dem Weg zu digitaler Souveränität entpuppen sich bestehende IT-Strukturen für viele Unternehmen als große Hürden, etwa: hohe Wartungs- und Betriebskosten für die eigene Infrastruktur (39 %), fehlende personelle Ressourcen in der IT-Abteilung (38 %), begrenzter mobiler Zugriff auf Systeme oder Daten (34 %) und veraltete Software/unregelmäßige Updates (33 %). Vor allem der Aufwand für die Gewährleistung der IT-Sicherheit (53 %), die technische Integration neuer Systeme/Partner (49 %) und die Entwicklung neuer Funktionalitäten (43 %) ist bei etwa der Hälfte der befragten Unternehmen hoch. Zudem zeigt sich struktureller Nachholbedarf: Bei 51 Prozent der Unternehmen erfolgt die Integration zentraler Systeme wie ERP oder CRM über starre Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, weitere 14 Prozent arbeiten mit isolierten Silo-Lösungen ohne Datenaustausch. Etwas über ein Drittel (35 %) nutzt hingegen ein API-Management.

 

„Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihre IT-Landschaften schrittweise erweitert – oft ohne sie grundlegend neu zu strukturieren. Das führt dazu, dass Daten zwar vorhanden sind, aber nicht durchgängig nutzbar oder kontrollierbar sind. Genau hier wird digitale Resilienz greifbar: Nur wenn Datenflüsse transparent sind und Systeme sauber zusammenspielen, können Unternehmen im Störfall schnell reagieren und handlungsfähig bleiben. Der entscheidende Schritt ist deshalb, bestehende Komplexität zu reduzieren und die eigene IT gezielt auf Flexibilität und Stabilität auszurichten“, erklärt Joubin Rahimi, Geschäftsführer synaigy.

 

Trotz Risikowahrnehmung pragmatische Ansätze bei Softwarelösungen und Datenspeicherung

Viele Unternehmen nehmen einen deutlich Handlungsdruck wahr: Mehr als die Hälfte (56 %) ist überzeugt, sich digital besser aufstellen zu müssen, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Gleichzeitig zeigt sich die kritische Abhängigkeit von funktionierenden Systemen, indem 51 Prozent angeben, dass ein Totalausfall ihrer IT-Systeme zu einem unmittelbaren Stillstand des Kerngeschäfts führen würde. Trotz dieser hohen Sensibilität für Risiken setzen viele Unternehmen bei der Auswahl ihrer Systeme und Infrastruktur auf pragmatische Lösungen: Die Mehrheit (61 %) nutzt für ihre System eine Mischung aus europäischen und nicht-europäischen Softwarelösungen. Bei der Datenspeicherung greifen über ein Drittel (37 %) auf Rechenzentren in Deutschland zurück, knapp ein Viertel (22 %) auf solche in der EU, 16 Prozent auf US-Anbieter mit EU-Region und 12 Prozent auf eine Mischung aus mehreren Varianten. Dabei schätzen die Befragten das Risiko bei der Nutzung nicht-europäischer Anbieter hinsichtlich geopolitischer Risiken (47 %), rechtlicher Unsicherheiten (40 %) sowie den Verlust der Kontrolle über Produktdaten und Kundeninformationen (36 %) als eher/sehr hoch ein. | ECC KÖLN

 


Erster Capital Markets Day: tonies plant Umsatz bis 2030 zu verdoppeln und präsentiert Pläne für globale Expansion in den kommenden Jahren

19.06.2026 | Die tonies SE („tonies”), die weltweit führende interaktive Audioplattform für Kinder, richtete am 18. Juni ihren ersten Capital Markets Day aus. Das Unternehmen hat in weniger als einem Jahrzehnt eine vollständig neue Kategorie an der Schnittstelle von Technologie, Spielzeug, Content und Gaming erschaffen – und dabei ein global operierendes, zunehmend profitables Geschäftsmodell aufgebaut. Heute präsentiert tonies seine finanziellen Ambitionen und die strategische Roadmap für die kommenden Jahre.

 

Tobias Wann, CEO von tonies, sagt: „tonies hat weltweite Strahlkraft und ein Marktpotenzial, das weit über unsere heutige Größe hinausgeht. Wir bauen eine globale Marke um ein Plattformmodell auf, das wiederkehrende Nutzung fördert. Drei Prioritäten werden in den kommenden Jahren Wert schaffen: Wir kreieren ein Ökosystem, das mit jedem neuen Gerät im Markt an Wirkung gewinnt, wir nutzen die globale Übertragbarkeit unseres Produkts und wir setzen weiterhin auf verlässliches, profitables Wachstum. Die Chancen, die vor uns liegen, sind größer als alles, was wir bisher aufgebaut haben – und wir haben die Nachfrage, das Team und einen klaren Plan, um diese Chancen zu nutzen.”

 

Die Wachstumsambitionen von tonies gründen auf drei sich gegenseitig verstärkenden Säulen. Hierzu zählt der Aufbau eines Ökosystems, das die Kindheit der Zukunft prägen kann und wiederkehrende Umsätze aus immer neuen Kohorten generiert. Zum anderen die internationale Expansion: Das kurzfristig größte Wachstumspotenzial bieten dabei die USA; darüber hinaus sind Markteintritte in neue Länder angestrebt. Und schließlich der Ausbau eines bewährten, robusten Finanzmodells:

 

In dessen Zentrum steht eine Plattform, die sich nicht von Markt zu Markt neu erfinden muss, sondern eine operative Hebelwirkung erzeugt und damit die Margenausweitung vorantreibt. In allen drei Säulen setzt tonies Künstliche Intelligenz ein, um die Lokalisierung von Produkten zu beschleunigen, Entwicklungszyklen zu verkürzen und den Output im Laufe der Zeit ohne proportionalen Kostenanstieg zu steigern.

 

Mittelfristig Ambition unterstreicht das Potenzial für profitables Wachstum in den kommenden Jahren

Bis 2030 strebt das Unternehmen einen Gruppenumsatz von mehr als 1,4 Milliarden Euro an. Das Umsatzplus soll dabei überwiegend durch organisches Wachstum in bestehenden Märkten getragen werden, mit zusätzlichen Beiträgen aus neuen Gerätegenerationen und weiteren Markteinführungen. tonies strebt an, die bereinigte EBITDA-Marge mittelfristig auf 16–18 % zu steigern. Dieses Ziel spiegelt sowohl die natürliche Entwicklung hin zu margenstarken Plattformumsätzen als auch den Vorteil einer wachsenden Basis aktivierter Geräte wider. Hinzu kommt ein verbesserter operativer Hebel infolge struktureller Verbesserungen bei den Herstellungskosten, der Logistik und der breiteren Kostenbasis (einschließlich SG&A).

 

Hansjörg Müller, CFO von tonies, erklärt: „Unser Geschäftsmodell basiert auf einem sich selbst verstärkenden Ökosystem: Eine wachsende installierte Gerätebasis und tiefere Kundenbeziehung generieren wiederkehrende und planbare Umsätze. Unser operativer Hebel wächst also mit jedem Markt, den wir erschließen und skalieren. Was dieses Modell besonders nachhaltig macht, ist seine Widerstandsfähigkeit: Seit unserem Börsengang haben wir unsere Prognose jedes Jahr erfüllt. Wir sind trotz Disruptionen in globalen Lieferketten, geopolitischer Instabilität, Konsumzurückhaltung und eines historisch außergewöhnlichen Zollumfelds stets profitabel gewachsen. Diesen Kurs wollen wir fortsetzen – und tonies weit über die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro hinaus entwickeln und dabei die Profitabilität in den kommenden Jahren deutlich steigern.”

 

Internationale Expansion setzt sich in neuen und bestehenden Märkten fort

tonies’ globales Potenzial ist aktuell noch weitgehend unerschlossen. Vor diesem Hintergrund strebt das Unternehmen an, den Gruppenumsatz bis 2030 mehr als zu verdoppeln. Die Marktdurchdringung in den bestehenden Märkten verdeutlicht den Wachstumsspielraum: In den USA bedient tonies derzeit nur rund 12 % der Zielhaushalte, verglichen mit rund 58 % in der etablierteren DACH-Region. Mit weltweit mehr als 570 Millionen adressierbaren Haushalten (1 ) bleibt die internationale Expansion einer der stärksten Werttreiber des Unternehmens.

 

Parallel dazu verfolgt tonies eine Omnichannel-Strategie, um Umsätze diversifiziert zu steigern. Der Ausbau der Handelspräsenz ist ein zentraler Hebel: Seit 2019 steigerte tonies die Zahl der Verkaufsstellen jährlich um mehr als 30 % (CAGR) auf heute mehr als 25.000 weltweit.

 

Christoph Frehsee, CRO von tonies, sagt: „Wir haben einen bewährten und skalierbaren globalen Wachstumsmotor entwickelt. Jeder Markteintritt stärkt unsere Datenbasis, unser operatives Playbook, unsere Handelspartnerschaften, unsere Lokalisierungskompetenz und unser Content-Ökosystem. So gestalten wir jeden weiteren Markteintritt noch wirkungsvoller als den vorherigen. Unser Wachstumspotenzial ist beträchtlich: Wir bereiten uns darauf vor, 2027 in mindestens zwei neue Märkte einzutreten und tonies bis 2030 in allen wichtigen Weltregionen zu etablieren.”

 

Für eine gute Kindheit: tonies entwickelt die weltweit führende Audioplattform für Kinder verantwortungsbewusst weiter

Zusätzlich gibt tonies die Gründung seiner Global Advisory Group bekannt, ein Gremium führender Expert:innen aus den Bereichen Kindheitsentwicklung, Bildung, Neurowissenschaft, Pädiatrie und familiäres Wohlbefinden. Entwicklungspsychologische Forschung hat die Produkt- und Inhaltsentwicklung von tonies von Beginn an geprägt. Mit der Global Advisory Group verankert das Unternehmen dieses Bekenntnis institutionell – und stellt sicher, dass Innovation auch im Zuge der globalen Skalierung durch unabhängige Fachexpertise fundiert bleibt. Zu den Gründungsmitgliedern zählen mit Michael Levine, Chrissy Lawler, Dr. Ellen Wartella, Dr. Katharina Meier-Batrakow und Meredith Halpern-Ranzer Expert:innen aus führenden Forschungsinstitutionen sowie unabhängiger klinischer Praxis.

 

Ginny McCormick, CXO von tonies, kommentiert: „Bei tonies entwickeln wir Produkte nicht nur für einen kurzen Moment. Wir gestalten Beziehungen zu Familien, die sich über die gesamte Kindheit hinweg entwickeln. Das erfordert mehr als nur beliebten Content – es braucht Vertrauen. Wir sind überzeugt, dass die besten Kindheitserlebnisse auf einem tiefen Verständnis davon gründen, wie Kinder lernen, zuhören und sich entwickeln. Unsere Global Advisory Group ist Ausdruck davon, dass wir genau dieses Wissen in alles einfließen lassen, was wir schaffen.”

 

Die Stärke des tonies-Portfolios zeigt sich auch im Tempo, mit dem das Unternehmen Neuheiten auf den Markt bringt: Vor wenigen Wochen hat tonies Hasbro-Brettspielklassiker auf Tonieplay eingeführt, gestern Bluey für die Toniebox angekündigt, und in Kürze werden die ersten Produkte aus der Kooperation mit Pokémon auf den Markt kommen – drei der weltweit beliebtesten Kindermarken.

 

Das Content-Portfolio von tonies umfasst heute einen Großteil der weltweit führenden Marken für Kinder – eine Breite, die sowohl die Reichweite der Plattform als auch das Vertrauen der Branche widerspiegelt. | tonies

1: Indikative Schätzung von weltweiten Haushalten mit mindestens einem Kind im Alter zwischen 0 und 9 Jahren.


TIE Welcomes Newly Elected Chair Frederic Lehmann

18.06.2026 | Like a puzzle, our industry is shaped by many contributions over time. Every idea, initiative and act of leadership helps reveal a little more of the bigger picture.

 

Today, Toy Industries of Europe marks an important leadership transition.

 

We would like to thank Sanjay Luthra now Chief Commercial Officer at Mattel, Inc.., for seven years of leadership, dedication and unwavering support as Chair of Toy Industries of Europe. During his tenure, he helped guide our industry through extraordinary times, from a global pandemic to a rapidly changing business and policy landscape. He strengthened our collective voice and helped bring new ideas to life, including the Play for Change Awards, which continue to celebrate the power of play to create positive change.

 

We thank Sanjay for everything he has contributed to the picture we have built together.

 

Following his election at today’s Annual General Meeting, we are delighted to welcome Frederic Lehmann “Freddy” as the new Chair of Toy Industries of Europe.

 

Freddy currently serves as Senior Vice President and General Manager Western Europe at the LEGO Group, leading seven major business units across the region. Having held senior leadership roles across Europe, the Middle East and Africa, he brings extensive international experience, a deep understanding of our industry and a strong belief in the positive impact of play on children’s lives.

 

As our puzzle continues to grow, we look forward to the perspective, leadership and energy Frederic will bring to the next chapter of our journey.

 

Thank you, Sanjay. Welcome, Freddy. | Toy Industries of Europe


Michael Edl verstärkt KIDS Licensing und RCD Sourcing in strategischer Commercial-Rolle

17.06.2026 | Erfahrener Retail- und Business-Development-Experte unterstützt internationales Wachstum und die Weiterentwicklung integrierter Lizenz- und Produktkonzepte.

 

KIDS Licensing und RCD Sourcing bauen ihre internationale kommerzielle Kompetenz weiter aus: Seit dem 1. Juni 2026 unterstützt Michael Edl das Unternehmen in einer übergreifenden strategischen Funktion. Sein Fokus liegt auf der Identifikation und Entwicklung internationaler Wachstumschancen, dem Ausbau von Retail-Partnerschaften, sowie der stärkeren Verzahnung von Produktentwicklung, Lizenzimplementierung, Sourcing und Umsetzung von Produktlinien.

 

Mit der Zusammenarbeit unterstreicht  KIDS Licensing und RCD Sourcing ihren Anspruch, Marktchancen konsequent in relevante Produktkonzept, innovativen Handelsansätzen und nachhaltige Wachstumsinitiativen zu überführen. Michael Edl wird insbesondere die Weiterentwicklung internationaler Kunden- und Partnerstrukturen begleiten, Markt- und Vertriebsimpulse systematisch in Produkt- und Sortimentsentscheidungen einbringen sowie neue Absatz- und Distributionspotenziale erschließen.

 

Michael Edl wird die Unternehmen insbesondere dabei unterstützen, internationale Kunden- und Partnerpotenziale weiterzuentwickeln, Sales Feedback aus Kundengesprächen stärker in Produkt- und Sortimentsentscheidungen einzubinden und neue Markt- und Channel-Chancen strukturiert zu bewerten.

 

“Mit Michael gewinnen wir einen erfahrenen Commercial- und Retail-Experten, der die Anforderungen des Handels, die Bedeutung starker Produktkonzepte und die operative Umsetzung entlang der Wertschöpfungskette sehr gut versteht. Seine Aufgabe ist es, unsere Teams übergreifend zu unterstützen, Markt- und Kundenfeedback aufzunehmen und gemeinsam mit Sales, Product Development, RCD Sourcing und unseren Partnern konkrete Wachstumschancen zu aktivieren.” — Ravi K. Harjani, General Partner in KIDS Licensing / RCD Sourcing

 

Michael Edl verfügt über mehr als 20 Jahre internationale Führungserfahrung in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Marketing, Sortimentsentwicklung, Sourcing und Business Development. In bisherigen Managementfunktionen verantwortete er unter anderem Einkaufs- und Marketingstrategien, internationale Lieferantenbeziehungen, Handelskonzepte, Sortimentsarchitekturen sowie kommerzielle Wachstums- und Transformationsprojekte.

 

„KIDS Licensing vereint Lizenzkompetenz, Produktentwicklung und internationale Beschaffung auf eine Weise, die außergewöhnliche Möglichkeiten für Handelspartner schafft. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Teams daran zu arbeiten, komplexe Marktanforderungen, kreative Produktideen und kommerzielle Umsetzung noch enger miteinander zu verbinden und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.“ — Michael Edl, KIDS Licensing / RCD Sourcing

 

Die Zusammenarbeit ist Teil der langfristigen Wachstumsstrategie von KIDS Licensing und RCD Sourcing. Im Mittelpunkt stehen die weitere Internationalisierung des Geschäfts, der Ausbau relevanter Kunden- und Partnernetzwerke sowie die Entwicklung marktfähiger Lizenz- und Produktkonzepte für unterschiedliche Vertriebskanäle – von Toy Specialists und Mass Market über Stationery, Gift und Convenience bis hin zu Travel- und Destination-Retail-Konzepten. | KIDS Licensing und RCD Sourcing


Ravensburger AG erwirbt Mehrheitsbeteiligung an Steiff

17.06.2026 | Die Ravensburger AG beteiligt sich als strategischer Investor an der Margarete Steiff GmbH. Beide Unternehmen zählen zu den führenden Spielwarenherstellern Baden-Württembergs und stehen seit Generationen für Qualität, Verantwortung und eine starke Markenidentität. Steiff wird dabei weiterhin eigenständig am bisherigen Firmensitz in Giengen an der Brenz geführt.

 

„Steiff ist eine der renommiertesten Marken der Spielwarenindustrie, die in hohem Maße von Qualität und einer starken Emotionalität geprägt ist“, so Clemens Maier, Vorstandsvorsitzender von Ravensburger. „Unser Firmengründer Otto Maier war inspiriert von der Vorstellung, Spielzeug für Hirn, Hand und Herz zu entwickeln. Steiff steht dabei in besonderer Weise für das Herz. Mit Produkten, die für viele Menschen seit Generationen Teil ihrer Kindheit sind – im Sinne von Unternehmensgründerin Margarete Steiffs Anspruch: ‚Für Kinder ist nur das Beste gut genug.‘“

 

Verkäufer ist die Steiff Beteiligungsgesellschaft, gehalten von den Erben der Firmengründerin Margarete Steiff. Mit der Partnerschaft von Ravensburger stellt die Familie die Weichen für eine langfristige Perspektive des Traditionsunternehmens. „Für uns war entscheidend, Steiff in verantwortungsvolle, unternehmerische Hände zu geben, die die Marke, die Werte und Geschichte verstehen und respektieren“, erklärt Frederik Reimann, Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft. Ravensburger stehe wie kaum ein anderes Unternehmen für genau diese Haltung. Frank Rheinboldt, CEO der Margarete Steiff GmbH, betont: „Mit unserem Partner Ravensburger schaffen wir den Rahmen, die Marke Steiff langfristig weiterzuentwickeln, internationale Potentiale gezielt zu nutzen und Tradition mit neuen Impulsen für die Zukunft zu verbinden.“ Die Eigenständigkeit der Marke Steiff und die Zukunft des Standorts Giengen seien für die Familie, deren Anteil am Unternehmen auch künftig wesentlich bleiben wird, zentrale Voraussetzungen gewesen. 

 

Steiff, gegründet 1880, und Ravensburger, gegründet 1883, verbindet ein klares Bekenntnis zu Qualität, Verantwortung, Markenstärke und nachhaltiger Unternehmensführung. Ravensburger bringt dabei seine umfassende Branchenexpertise als international tätige Unternehmensgruppe ein, während Steiff seine Identität als Premium‑Marke mit handwerklicher und emotionaler Tradition konsequent fortführt. Die Verbindung beider Unternehmen stärkt die Ravensburger Gruppe und erweitert ihre strategischen Perspektiven. Gleichzeitig eröffnet sie auch für Steiff Spielräume für mögliche Synergien.

 

Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe. Die beteiligten Parteien gehen davon aus, dass die erforderliche Genehmigung innerhalb der üblichen Prüfungsfristen erteilt wird.

| Ravensburger


Selbständige setzen stärker auf Künstliche Intelligenz

16.06.2026 | Soloselbständige und Kleinstunternehmen treiben den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) kräftig voran: Aktuell nutzen 51,2% der Befragten KI in ihren Geschäftsprozessen. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2025 mit 30,4%. Weitere 16,2% planen den Einstieg in die KI-Nutzung. Damit ist der Abstand zum Einsatz in der Gesamtwirtschaft (54,5%) inzwischen gering. „KI ist für Selbständige kein Zukunftsthema mehr“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „KI-Tools sind in ihrem Alltag angekommen.“

 

Bei den Selbständigen stehen externe Angebote von Künstlicher Intelligenz klar im Vordergrund: Knapp 59% greifen auf kostenpflichtige KI-Dienste zurück, 53% verwenden kostenlose Tools. 7% setzen auf selbst entwickelte KI-Systeme. Soloselbständige und Kleinstunternehmen nutzen KI vor allem für Recherche und Informationsbeschaffung, zur Ideengenerierung, zur Text- und Content-Erstellung, für Übersetzungen sowie im Marketing und Vertrieb.

 

Nach der ausgeprägten Krisenstimmung im April hat sich das Geschäftsklima für Soloselbständige und Kleinstunternehmen im Mai moderat verbessert. Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ stieg von -29,9 Punkten auf -27,7 Punkte. Die Unzufriedenheit mit den laufenden Geschäften nahm ab, zugleich blicken die Selbständigen etwas weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Trotz dieses Lichtblicks bleibt das Geschäftsklima für die Selbständigen deutlich tiefer im Minus als das für die Gesamtwirtschaft. „Die Situation für Selbständige hat sich leicht stabilisiert, bleibt aber fragil“, sagt Demmelhuber. | ifo Institut


Kreislaufwirtschaft gewinnt strategische Bedeutung: Unternehmen sehen Chance für resilientere Wertschöpfungsketten

09.06.2026 | Geopolitische Spannungen stellen die Wertschöpfungsketten deutscher Unternehmen zunehmend auf die Probe. Eine aktuelle, repräsentative Befragung im Auftrag von Deloitte unter 1.000 privatwirtschaftlichen Entscheidungsträgern mit Produktverantwortung zeigt: Rund 61 Prozent der Unternehmen bewerten die Auswirkungen geopolitischer Risiken auf die eigene Wertschöpfungskette als stark oder sehr stark.

 

Besonders betroffen sind zentrale Bereiche der Wertschöpfung: Produktion, Logistik und die Versorgung mit Rohstoffen leiden unter Importabhängigkeiten, unsicheren Energiebedingungen, Handelsbeschränkungen sowie instabilen Lieferbeziehungen. Damit rückt die Frage nach der strategischen Souveränität von Liefer- und Wertschöpfungsketten zunehmend in den Fokus des Managements.

 

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Kreislaufwirtschaft deutlich an Bedeutung. Knapp 50 Prozent der Befragten sehen sie als zentrale oder ergänzende strategische Chance, um die Resilienz ihrer Wertschöpfungsketten gegenüber geopolitischen Spannungen zu erhöhen. Weitere rund 18 Prozent betrachten sie als langfristige Option. Nur eine Minderheit misst der Kreislaufwirtschaft derzeit keine relevante Rolle bei.

 

„Die Ergebnisse sind eindeutig: Kreislaufwirtschaft hat sich vom klassischen Nachhaltigkeitsthema zu einem strategischen Instrument für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit entwickelt“, sagt Dr. Nicole Röttmer, Partnerin und verantwortlich für das Serviceangebot Sustainability bei Deloitte. „Unternehmen, die heute gezielt in zirkuläre Wertschöpfungsmodelle investieren, können Abhängigkeiten reduzieren, Risiken besser steuern und ihre Marktposition langfristig stärken.“

 

Die größten Potenziale sehen Unternehmen insbesondere in Rücknahme‑ und Recyclingmodellen, einer stärker regional ausgerichteten Wertschöpfung sowie im verstärkten Einsatz von Sekundärrohstoffen. Auch neue Geschäftsmodelle, mehr Transparenz über Materialflüsse sowie ein angepasstes Produktdesign werden als wichtige Ansatzpunkte genannt. Als zentrale Hebel für eine erfolgreiche Umsetzung gelten vor allem wirtschaftlich tragfähige Lösungen, eine steigende Markt‑ und Kundennachfrage sowie technologische Innovationen.

 

Gleichzeitig zeigt die Befragung eine deutliche Umsetzungslücke: Nur rund zehn Prozent der Unternehmen haben bereits umfassende Maßnahmen eingeführt. Weitere 17 Prozent setzen einzelne Maßnahmen um. Rund 12 Prozent befinden sich noch in der Analyse‑ oder Prüfphase, während knapp ein Drittel bislang keine konkreten Maßnahmen geplant hat. Entsprechend wird Kreislaufwirtschaft in vielen Unternehmen derzeit eher mittel priorisiert, trotz ihres anerkannten strategischen Potenzials.

 

„Gerade in Industrie, Produktion und Logistik zeigt sich, wie verwundbar global verzahnte Lieferketten sind“, ergänzt Cathleen Gutglück, Director im Bereich Sustainability bei Deloitte. „Kreislaufwirtschaft bietet hier ganz konkrete operative Hebel, etwa durch regionale Materialkreisläufe, resilientere Beschaffungsmodelle und ein Produktdesign, das Wiederverwendung und Recycling von Anfang an mitdenkt.“

 

Auch der staatliche Beitrag zur Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft wird von vielen Unternehmen aktuell als zurückhaltend bewertet. Der größte Handlungsbedarf wird beim Ausbau von Infrastruktur und Systemen, bei klaren regulatorischen Rahmenbedingungen, Forschung und Innovation sowie bei finanziellen Anreizen gesehen. | Deloitte


Tobias Wann führt tonies in nächste Wachstumsphase: tonies verlängert CEO-Vertrag bis 2029

09.06.2026 | Der Aufsichtsrat der tonies SE („tonies"), der weltweit führenden interaktiven Audioplattform für Kinder, hat den Vertrag mit Tobias Wann als Chief Executive Officer bis Ende 2029 verlängert. Wann übernahm das Amt am 1. Januar 2024 als Nachfolger der Unternehmensgründer Patric Faßbender und Marcus Stahl. Seitdem führte er tonies bei steigender Profitabilität und starkem Umsatzwachstum zu Rekordergebnissen und skalierte das Unternehmen konsequent international.

 

Christian Bailly, Vorsitzender des Aufsichtsrats von tonies, kommentiert: „In weniger als zweieinhalb Jahren hat Tobias Wann tonies vom Erfinder einer eigenen Kategorie zu einem globalen Champion entwickelt. Seine Stärken liegen darin, klare Prioritäten zu setzen, eine skalierbare Organisation aufzubauen und das richtige Team zusammenzustellen – Fähigkeiten, die auch in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld zu außerordentlichen Ergebnissen geführt haben. Mit der Toniebox 2 hat tonies eine neue Ära der Produktinnovation eingeläutet. Wir sind davon überzeugt, dass Tobias die richtige Führungspersönlichkeit für das nächste Kapitel ist, und freuen uns darauf, unsere enge Zusammenarbeit fortzusetzen.“

 

Tobias Wann, CEO von tonies, ergänzt: „Wir haben die vergangenen zweieinhalb Jahre dazu genutzt, ein Ökosystem aufzubauen, mit dem wir tonies‘ Potenzial voll ausschöpfen können. Wir bleiben ambitioniert und konzentrieren uns jetzt darauf, tonies zu einer globalen Ikone zu formen. Das Bedürfnis, das wir in der Gesellschaft bedienen, gewinnt aktuell weiter an Bedeutung: Wir geben Kindern einen Raum, um selbstständig zu entdecken, zu spielen und zu wachsen. Und wir sind besser positioniert als je zuvor, um die Kategorie, die unsere Gründer geschaffen haben, weiter zu gestalten und anzuführen. Ich bin dankbar für das Vertrauen des Aufsichtsrats und für das außergewöhnliche Team bei tonies. Wir haben alles, was wir brauchen, um tonies nachhaltig als Marke für Familien auf der ganzen Welt zu etablieren. Das ist es, was uns antreibt.”

 

Seit Tobias Wann das Unternehmen führt, hat tonies seinen Umsatz von 361 Millionen Euro (GJ 2023) auf 630 Millionen Euro (GJ 2025) gesteigert und dabei seine bereinigte EBITDA-Marge von 4,0 % auf 8,6 % mehr als verdoppelt. Diese Phase war geprägt vom Launch der Toniebox 2 – der bedeutendsten Produktinnovation in der Unternehmensgeschichte und einer Neuerfindung der Kategorie, die tonies einst geschaffen hat – sowie von einer rasanten globalen Expansion: Internationale Märkte generieren inzwischen zwei Drittel von tonies‘ Gesamtumsatzes. Darüber hinaus erweiterte tonies in diesem Zeitraum seinen Vorstand mit der Ernennung von Ginny McCormick (Chief Experience Officer), Christoph Frehsee (Chief Revenue Officer) und Hansjörg Müller (Chief Financial Officer) und stieg im Dezember 2025 ins SDAX-Segment der Frankfurter Börse auf.

 

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet tonies ein Umsatzwachstum von mehr als 20 % (währungsbereinigt, „cc”) auf über 760 Millionen Euro, ein Umsatzwachstum in Nordamerika von mehr als 30 % (cc) sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 9 bis 11 %. Am Donnerstag, 18. Juni, wird das Unternehmen seinen ersten Kapitalmarkttag im Londoner Science Museum abhalten. Investoren sind herzlich eingeladen, vor Ort oder virtuell teilzunehmen.

| tonies


Wirtschaft wächst in zwölf Bundesländern

09.06.2026 | Im ersten Quartal 2026 stieg die Wirtschaftsleistung in zwölf Bundesländern im Vergleich zum Vorquartal. Dies ergaben neue Berechnungen des ifo Instituts. Die stärksten Anstiege verzeichneten Berlin und Brandenburg mit jeweils 0,9%, gefolgt von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 0,8%). „Insbesondere die Industrie ist stark in das Jahr gestartet, wovon einige Bundesländer stärker profitieren als andere“, sagt ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. „Jedoch belasten die im Zuge des Irankrieges stark gestiegenen Preise das Wachstum.“

 

In Mecklenburg-Vorpommern stieg die Wirtschaftsleistung um 0,4%. Die Wirtschaft in Bayern und Sachsen-Anhalt legte um jeweils 0,3% zu, jene im Saarland und in Bremen um 0,2%. Nordrhein-Westfalen hingegen schrumpfte um 0,1%. Da einige norddeutsche Bundesländer im vergangenen Jahr ein kräftiges Wirtschaftswachstum verbuchten, fällt die wirtschaftliche Entwicklung dort zu Jahresbeginn schwächer aus. In Schleswig-Holstein und Hamburg etwa ging die Wirtschaftsleistung um 0,5% zurück, in Niedersachsen um 0,2%. Spürbare Impulse kommen aus den erhöhten staatlichen Ausgaben für Verteidigung. „Die Standorte mit einer ausgeprägten Rüstungsindustrie in Nord- und Westdeutschland profitieren in erheblichem Umfang von der Aufrüstung und Erneuerung des Verteidigungssektors“, sagt Lehmann. Jedoch macht sich der Strukturwandel in der Industrie bemerkbar, von dem die Bundesländer ganz unterschiedlich erfasst werden. So ist die wirtschaftliche Erholung in Nordrhein-Westfalen verhalten, wo die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Industrie spürbar zurückgegangen ist. | ifo Institut


RTL Deutschland vereint Consumer-Geschäft unter Führung von Michael Radelsberger

03.06.2026 | Neue Consumer-Organisation bündelt Streaming, Premium TV und Distribution der TV-Sender für den DACH-Raum. Gemeinsam noch stärker für Millionen Kundinnen und Kunden und Zuschauerinnen und Zuschauer im deutschsprachigen Raum: RTL Deutschland stellt seinen Consumer-Bereich neu auf und schafft damit ein starkes Fundament für weiteres Wachstum im Streaming-, Premium TV- und Distributionsgeschäft der linearen Sender. Mit den Marken RTL+, WOW, Sky sowie dem Portfolio der RTL-Sender entsteht eine einzigartige Consumer-Organisation, die künftig über 100 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit hochwertigen Entertainment-Angeboten erreicht.

 

Michael Radelsberger verantwortet als Chief Consumer Officer und Mitglied der Geschäftsführung von RTL Deutschland das gesamte Consumer- und Abonnementgeschäft des gemeinsamen Unternehmens. In dieser Funktion steuert er die strategische Weiterentwicklung der Streaming-, Premium TV und Distributionsaktivitäten. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören RTL+, WOW, Sky sowie die Verbreitung der linearen Sender von RTL Deutschland.

 

Henning Nieslony verantwortet als Executive Vice President Streaming die gemeinsamen Streaming-Aktivitäten von RTL+ und WOW. Kris Peffers übernimmt als Executive Vice President Premium TV die Gesamtverantwortung für alle Produkte von Sky, darunter auch Sky Stream als strategische TV-Plattform der Zukunft. Andre Prahl steuert zukünftig als Executive Vice President Distribution die plattformübergreifende Verbreitung des gebündelten, einzigartigen Contentportfolios. Jill Harkness unterstützt als Senior Vice President Consumer Strategy & Growth, das plattformübergreifende Wachstum in der DACH Region. Als Senior Vice President Brand & Media steuert Daniel Durst sämtliche Marketingaktivitäten und entwickelt die Markenstrategie konsequent weiter.

 

Alle fünf berichten direkt an Michael Radelsberger. 

 

Stephan Schmitter, CEO RTL Deutschland: „Mit dem Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky schaffen wir ein Entertainment-Angebot, das in Europa einzigartig ist. Wir vereinen Free-TV, Streaming und Premium TV unter einer starken Consumer-Strategie mit lokalen Inhalten, Live-Sport, journalistischer Kompetenz und internationalem Entertainment. Gemeinsam möchten wir über 100 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum mit dem besten Entertainment-Angebot begeistern – jederzeit, überall, über alle Plattformen hinweg und gesteuert von Michael Radelsberger und seinem starken, hochkompetenten Experten Team.“

 

Michael Radelsberger, Chief Consumer Officer RTL Deutschland: „Mit den besten Teams und dem größten Know-how der Branche schaffen wir eine Consumer-Organisation, die in dieser Form einzigartig im deutschsprachigen Markt ist. Ich freue mich sehr, dass wir mit Jill Harkness, Henning Nieslony, Kris Peffers, Andre Prahl und Daniel Durst ein super starkes Führungsteam an Bord haben. Gemeinsam mit ihren Teams bringen sie enorme Erfahrung, Innovationskraft und Leidenschaft mit, um neue Maßstäbe im Entertainment-Markt zu setzen. Unser Ziel ist es, die besten TV- und Streaming-Erlebnisse für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen.“ | RTL Deutschland


RTL Deutschland stellt Content-Bereich unter Führung von Inga Leschek neu auf

02.06.2026 | Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky Deutschland ordnet RTL Deutschland den Verantwortungsbereich von Chief Content Officer (CCO) und Geschäftsführerin Inga Leschek neu. Mit einer klaren Struktur, erfahrenen Führungskräften und gebündelter inhaltlicher Kompetenz stellt das Unternehmen die Weichen für weiteres Wachstum und die konsequente Stärkung seiner Position als führendes Entertainment-Unternehmen im deutschsprachigen Raum. 

 

Inga Leschek verantwortet künftig die Bereiche Channels, Windowing & Planning, Sport, Entertainment & Shows, Fiction, RTL Studios, Content Integration sowie Production Management. Alle Führungskräfte bringen langjährige Erfahrung sowie umfassende Expertise in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen mit. 

 

Innerhalb der neuen Content-Organisation verantwortet Oliver Schablitzki als Executive Vice President Channels, Windowing & Planning die strategische und operative Programmplanung sowie die plattformübergreifende Steuerung und Auswertung sämtlicher Inhalte von RTL Deutschland und Sky. In seinem Bereich werden künftig die Programme aus Unterhaltung, Sport und Fiction über alle Ausspielwege hinweg gesteuert – vom Free-TV über Streaming und Pay-TV bis hin zu YouTube und weiteren Plattformen. Ziel ist es, die Inhalte bestmöglich für Reichweite, Vermarktungserlöse und Abonnentenwachstum einzusetzen. 

 

Mit der Neuaufstellung werden zudem die Bereiche der Programmplanung unter der Leitung von Florian Hellenkamp, Bereichsleiter Strategische Programmplanung, der operativen Planung unter Barbara Middeldorf, Bereichsleiterin Operative Programmplanung, sowie die Streaming-Aktivitäten unter der Verantwortung von Josephine Kittner, Senior Vice President Content Strategy, Discovery & Analytics, im neuen Bereich gebündelt. Dabei übernehmen insbesondere Josephine Kittner und Florian Hellenkamp eine zentrale Rolle bei der weiteren Verzahnung von linearer und nicht-linearer Nutzung und treiben diese in enger Zusammenarbeit mit den Teams von Content Windowing und Multichannel voran. 

 

Greta Scheuermann übernimmt als Senior Vice President Production Management die übergreifende Steuerung der Produktionsprozesse und sorgt für eine effiziente budgetäre Umsetzung der Inhalte über alle Genres und Plattformen hinweg. 

 

Markus Küttner ist Executive Vice President Entertainment & Shows und übernimmt künftig zusätzlich die Verantwortung für die täglichen Serien von RTL Deutschland. In diesem Zusammenhang berichtet auch Christiane Gosh, Leiterin tägliche Serien, künftig an den Unterhaltungschef. 

 

Die Verantwortung für die eigenproduzierte Fiction von RTL Deutschland liegt weiterhin bei Hauke Bartel, Senior Vice President Fiction. Thomas Goseberg leitet als Geschäftsführer RTL Studios die zentrale Produktionsgesellschaft des Unternehmens. 

 

Die weitere Verzahnung der Inhalte-Organisation wird von Dániel Koren als Senior Vice President Content Integration vorangetrieben. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet er die enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Inhalte-Bereiche, unterstützt die Integration der Content-Aktivitäten von RTL Deutschland und Sky Deutschland, steuert zentrale Vermarktungsthemen an der Schnittstelle zwischen Redaktion und Ad Alliance sowie redaktionelle Special Projects für den Content-Bereich. Zudem verantwortet er den Bereich Content Research & Analytics, der datenbasierte Insights zu Zielgruppen, Performance und Wirkung von Inhalten liefert und damit die Steuerung von Content- und Geschäftsentscheidungen unterstützt. 

 

In der neuen Organisation wird der Bereich Sport von Frank Robens, Executive Vice President Sport geleitet. Im Zuge des Zusammenschlusses mit Sky Deutschland hat RTL Deutschland hier bereits eine umfassende Neuaufstellung angekündigt. 

 

Mit der neuen Organisation schafft RTL Deutschland die Grundlage, die kreativen und programmlichen Stärken von RTL und Sky noch enger zu verzahnen. Ziel ist es, Inhalte künftig noch konsequenter aus Sicht des Publikums zu entwickeln, plattformübergreifend auszuspielen und die führende Position des Unternehmens in Unterhaltung, Sport und Fiction nachhaltig auszubauen. 

 

Inga Leschek, Chief Content Officer von RTL Deutschland: „Die Chancen, die in dieser neuen Aufstellung liegen, sind enorm. Wir wollen die Zukunft von Unterhaltung, Sport und Storytelling aktiv gestalten – und unseren Vorsprung weiter ausbauen. Mit der gebündelten Stärke von RTL und Sky schaffen wir ein Content-Powerhouse, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Wir vereinen herausragende Kreativität, Sport-Expertise und Produktions-Know-how unter einem Dach. Gleichzeitig bauen wir auf einige der stärksten Marken, erfolgreichsten Inhalte und beliebtesten Talents im deutschsprachigen Raum – eine Kombination, die in dieser Form einzigartig ist. Dadurch können wir schneller entscheiden, mutiger investieren und Inhalte entwickeln, die Millionen Menschen begeistern. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen die erste Adresse für Unterhaltung, Sport und starke Geschichten bleiben – und haben dafür jetzt alle Voraussetzungen.“ | RTL


Banijay und All3Media dürfen gemeinsam produzieren

02.06.2026 | Das Bundeskartellamt hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Bereich der Produktion audiovisueller Inhalte der Banijay Group N.V. (NL)/LOV Group Invest S.A.S. (FR) und All3Media (UK)/RedBird Capital Partners Management LLC (USA) freigegeben.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „In Deutschland wird das Gemeinschaftsunternehmen der volumenmäßig größte Produzent von allgemeinem TV-Content für Dritte und insbesondere bei Shows und Reality-Formaten stark aufgestellt sein. Dem stehen jedoch mit RTL, ProSiebenSat.1 sowie ARD und ZDF nur wenige große Sendergruppen als Nachfrager gegenüber, die entsprechende Inhalte zudem über eigene Tochtergesellschaften selbst produzieren können.“

 

Banijay ist ein weltweit tätiger Produzent von audiovisuellem Content und in Deutschland bereits heute eine der größten unabhängigen TV-Produktions­gesellschaften. Zur deutschen Tochtergesellschaft Banijay Germany (Köln) gehören insbesondere EndemolShine Germany und Brainpool TV, die Formate wie „Wer wird Millionär?“, „TV total“, „The Masked Singer“, „Die Höhle der Löwen“ oder „Big Brother“ produzieren.

 

All3Media ist Teil der insbesondere im Sport- und Medienbereich aktiven Unternehmensgruppe von RedBird Capital Partners. Mit Tochtergesellschaften wie Filmpool Entertainment (Köln) zählt All3Media ebenfalls zu den bedeutenden Produzenten audiovisueller Inhalte in Deutschland. Bekannte Formate sind „Berlin – Tag & Nacht“, „Richterin Barbara Salesch“, „Die Verräter“, „Undercover Boss“ oder „Auf Streife“.

 

Beide Unternehmen sind zwar bereits bedeutende Marktteilnehmer, durch den Zusammenschluss entsteht jedoch noch kein kritisches Maß an Konzentration in Deutschland. Dabei war zunächst zu berücksichtigen, dass Banijay und All3Media eine eher unterschiedliche Ausrichtung haben. Während Banijay besonders stark bei Formaten für die Hauptsendezeit am Abend (Primetime) ist, liegen die Stärken von All3Media eher bei Produktionen für den Vorabend (Access Primetime) und das Tagesprogramm.

 

Zudem steht den Produzenten in Deutschland eine stark konzentrierte Marktgegenseite gegenüber, die darüber hinaus in der Lage ist, verschiedenste Arten von TV-Content selbst zu produzieren. So produziert beispielsweise ProSiebenSat.1 das Showformat „Germany’s Next Topmodel“ oder „The Taste“, RTL „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Bauer sucht Frau“. Auch ZDF und ARD produzieren eine Vielzahl von Inhalten selbst.

 

Hinzu kommen von den TV-Sendern unabhängige Wettbewerber wie etwa ITV Studios mit Produktionen wie „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ (Dschungelcamp) oder „The Voice of Germany“, Seapoint Productions mit „Let’s Dance“, Warner Bros. ITVP Germany mit „Der Bachelor“, Leonine Studios mit „Klein gegen Groß“ oder Constantin Entertainment mit „Shopping Queen“.

 

Das Bundeskartellamt konnte das Vorhaben bereits in der ersten Prüfungsphase freigeben. Grundlage der Entscheidung waren Erkenntnisse aus früheren Verfahren im TV-Produktionsbereich, aktuelle Marktdaten sowie ergänzende Ermittlungen bei Marktteilnehmern und Branchenkennern. Danach sind durch den Zusammenschluss keine erheblichen Wettbewerbsbeeinträchtigungen zu erwarten. Das Vorhaben wurde zudem bereits in Österreich geprüft und freigegeben und in weiteren Ländern angemeldet bzw. angezeigt. | Bundeskartellamt


Preisdruck lässt etwas nach

02.06.2026 | Etwas weniger Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben. Die ifo Preiserwartungen sanken im Mai leicht auf 30,3 Punkte, von 31,3 im April. „Zwar lässt der Preisdruck etwas nach. Dennoch dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten spürbar steigen. Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhen die Produktionskosten, die von den Unternehmen an ihre Kunden weitergegeben werden“, sagt ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. Nach den kräftigen Anstiegen der Preiserwartungen im März und April bleibt das Niveau weiterhin hoch.

 

Bei den Dienstleistern und im Handel haben die Preiserwartungen leicht nachgegeben von 27,2 bzw. 54,3 Punkten im April auf 25,0 bzw. 48,7 im Mai. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ist der Indikator von 34,4 auf 32,0 Punkte gesunken. Vor allem bei energieintensiven Unternehmen hat der Preisdruck nachgelassen: der Indikator ging von 47,4 auf 41,8 Punkte zurück. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen sind die Preiserwartungen hingegen leicht gestiegen von 29,9 auf 30,7 Punkte.

 

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung. | ifo Institut


Funko International erweitert Vertriebsteam: Wiebke Peitz startet als Junior Key Account Managerin DACH

02.06.2026 | Funko International begrüßt Wiebke Peitz als neue Junior Key Account Managerin für die DACH-Region. Mit ihrer Erfahrung im Handel und Vertrieb wird sie künftig die Betreuung und Weiterentwicklung strategischer Handelspartner unterstützen.

 

Ihre berufliche Laufbahn begann Wiebke Peitz bei der Müller Handels GmbH & Co. KG, wo sie bereits früh Führungsverantwortung übernahm und sich bis zur Filialleitung weiterentwickelte. Anschließend wechselte sie zur Dorel Juvenile GmbH, wo sie als Sales Koordinatorin für den gesamten DACH-Markt tätig war und zusätzlich interimistisch die Betreuung des Schweizer Marktes als Account Managerin übernahm.

 

Seit April 2026 ist Wiebke Peitz bei Funko International in Köln tätig und konzentriert sich dort auf die Zusammenarbeit mit Handelspartnern und strategischen Key Accounts.

 

„Ich freue mich riesig, ein Teil des Funkoverse zu sein und meine Begeisterung für den Vertrieb und die Zusammenarbeit mit verschiedensten Handelspartnern hier einbringen zu dürfen. Gemeinsam möchten wir die Entwicklung der Marke Funko im DACH-Markt weiterhin erfolgreich mitgestalten“, sagt Wiebke Peitz.

 

Mit der Verstärkung durch Wiebke Peitz setzt Funko International seinen Wachstumskurs in der DACH-Region konsequent fort und baut seine Vertriebsstruktur weiter aus. | Funko


Unter Kostendruck: Lebenspläne von Gen Z und Millennials verschieben sich

28.05.2026 | Steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere hohe Wohnkosten, prägen die Karriere- und Lebensentscheidungen der Generation Z und der Millennials in Deutschland maßgeblich. Dies geht aus der aktuellen Auswertung des Gen Z and Millennial Survey 2026 von Deloitte hervor. Für die Studie wurden von November 2025 bis Januar 2026 weltweit rund 22.500 Menschen in 44 Ländern befragt. In Deutschland umfasste die Befragung 800 Teilnehmer, davon 500 der Generation Z (geb. 1995-2007) und 300 Millennials (geb. 1983-1994).

 

Die angespannte finanzielle Situation führt dazu, dass viele junge Menschen wichtige Lebensschritte verschieben oder neu timen. So haben 45 Prozent der Gen Z und 39 Prozent der Millennials in Deutschland Pläne wie Familiengründung oder nächsten Karriereschritt aufgrund ihrer finanziellen Lage aufgeschoben. Die Bezahlbarkeit von Wohnraum spielt dabei eine entscheidende Rolle: 62 Prozent der Gen Z und 64 Prozent der Millennials geben an, dass sie ihre Karriere- und Standortentscheidungen direkt beeinflusst.

 

"Gen Z und Millennials sind heute nicht weniger ambitioniert, sie haben einfach weniger Spielraum für große Entscheidungen und wägen sie deshalb stärker ab," sagt Sandra Mühlhause, Chief People Officer von Deloitte Deutschland. "Stabilität wird für viele zur Voraussetzung, nicht mehr zum Ergebnis ihrer Karriere."

 

Prioritäten im Wandel: Stabilität vor schnellem Aufstieg

Die Studie zeigt, dass sich die Prioritäten verschieben: Finanzielle Unabhängigkeit ist für 24 Prozent der Gen Z das primäre Karriereziel, während für 28 Prozent der Millennials eine gute Work-Life-Balance im Vordergrund steht. Nur zehn Prozent der Gen Z und sieben Prozent der Millennials nennen den Aufstieg in eine Führungsposition als ihr Hauptziel. Jedoch haben 72 Prozent der Gen Z und 66 Prozent der Millennials grundsätzlich Interesse an Führungspositionen, verfolgen diese allerdings lieber später in ihrer Karriere.

 

Arbeitsplatz der Zukunft: Wohlbefinden und Purpose

Sorgen um die langfristige finanzielle Zukunft sowie die Gesundheit und das Wohlergehen der Familie zählen zu den wichtigsten Stressfaktoren für 48 Prozent der Gen Z und 45 Prozent der Millennials. Auch am Arbeitsplatz tragen strukturelle Faktoren zur Belastung bei, etwa fehlende Anerkennung (47% der Gen Z, 49% der Millennials) und eine negativ empfundene Unternehmenskultur (45% der Gen Z, 57% der Millennials). Trotz dieser Belastungen bleibt der Anspruch an sinnstiftende Arbeit hoch: Für 96 Prozent der Gen Z und 98 Prozent der Millennials in Deutschland ist Purpose entscheidend für die Arbeitszufriedenheit.

 

"Viele erwarten heute mehr als nur eine Karriere. Sie suchen Sinn, Stabilität und ein Arbeitsumfeld, das zu ihrem Leben passt," so Sandra Mühlhause. "Unternehmen, die diese Erwartungen ernst nehmen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, haben einen klaren Vorteil im Wettbewerb um die besten Talente." | Deloitte


Globeone veröffentlicht Future Readiness Index 2026: Weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen gilt als zukunftsfähig

27.05.2026 | Die deutsche Wirtschaft steht unter massivem Druck - und mit ihr die Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen. Geopolitische Spannungen, Ressourcenknappheit, technologische Disruptionen sowie zunehmender globaler Wettbewerb stellen Organisationen nicht nur strategisch, sondern auch kommunikativ vor grundlegende Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat die Unternehmensberatung Globeone erstmals den repräsentativen Future Readiness Index (FRI) veröffentlicht - eine umfassende Studie zur Wahrnehmung der Zukunftsfähigkeit deutscher Marken und Unternehmen.

 

Zentrales Ergebnis: Weniger als 50 Prozent der untersuchten Unternehmen gelten aus Sicht der Bevölkerung als "future ready". Nur 12 Prozent der analysierten Marken zählen zu den Top-Performern, während sich ein Großteil im Mittelfeld bewegt. Neun Unternehmen weisen sogar erhebliche Defizite auf und werden im Schnitt nur von jedem dritten Befragten als zukunftsfähig wahrgenommen.

 

"Viele Transformationen bleiben nach innen gerichtet. Entscheidend ist jedoch, wie sie außerhalb des Unternehmens verstanden und bewertet werden", erklärt Niklas Schaffmeister, Managing Partner von Globeone. "Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch Strategie - sie braucht einen externen Realitätscheck."

 

dm führt Ranking deutlich an - Immobilien- und Medienbranche am Ende

An der Spitze des Rankings steht der Drogeriemarkt dm mit deutlichem Abstand. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, Rossmann, Siemens Healthineers und Fielmann bildet dm die Top 5. Am unteren Ende rangieren unter anderem Deutsche Bahn, Bild und Vonovia.

 

Branchenübergreifend zeigen sich deutliche Unterschiede: Handel, Technologie und Medizintechnik gelten als besonders zukunftsfähig, während insbesondere die Immobilien-, Medien- sowie Finanzbranche deutlich schlechter bewertet werden. Auffällig: Drei Immobilienunternehmen zählen zu den Schlusslichtern, und in mehreren Branchen liegt der Großteil der Marken unterhalb der kritischen 50-Punkte-Marke.

 

Emotionale Faktoren als Schwachstelle

Im Durchschnitt erreichen die untersuchten Unternehmen 59,2 Indexpunkte. Besonders kritisch ist die emotionale Dimension der Zukunftsfähigkeit: Vielen Marken fehlt es an Inspiration, Identifikationskraft und einer überzeugenden Zukunftsvision, die Kunden, Mitarbeitende und die Gesellschaft adressiert. Gleichzeitig wirken gesellschaftliche Akzeptanz und wahrgenommene Leistungsstärke als wichtigste Treiber positiver Bewertungen.

 

"Zukunft ist kein Selbstläufer. Vertrauen ist fragil, Differenzierung selten - und viele frühere Marktführer verlieren an Relevanz", sagt Globeone-Partner Simon Aschermann, Co-Author der Studie.

 

Branchen im Detail: Nähe schlägt Größe

Der Handel profitiert besonders von seiner Nähe zum Konsumenten und hoher Alltagsrelevanz. Unternehmen wie dm, Rossmann oder Fielmann überzeugen über alle Dimensionen hinweg. Technologiemarken zeigen starke Leistungswerte, haben jedoch besonderen Nachholbedarf bei emotionaler Bindung.

 

Auch Konsumgütermarken punkten durch Bekanntheit und Sympathie, während klassische Industrien wie Engineering vor allem durch Fortschritt und Qualität wahrgenommen werden, jedoch ebenfalls Defizite in der emotionalen Ansprache aufweisen.

 

Deutlich kritischer ist die Wahrnehmung in regulierten und komplexen Branchen: Versicherungen, Banken und Medien weisen geringe Differenzierung und schwache emotionale Bindung auf. Die Immobilienbranche bildet das Schlusslicht - mit durchweg unterdurchschnittlichen Bewertungen und besonders niedriger Identifikationskraft.

 

Datenbasierter Kompass für Entscheider

Der Globeone Future Readiness Index basiert auf einer repräsentativen Befragung von 5.838 Bürgerinnen und Bürgern und analysiert 158 führende Marken und Unternehmen anhand von 30 Dimensionen. Die Studie wurde im ersten Quartal 2026 durchgeführt. Der Index misst Zukunftsfähigkeit entlang von drei zentralen Dimensionen:

  • Gesellschaftliche Akzeptanz
  • Zukünftige Leistungsfähigkeit
  • Emotionale Zukunftsfähigkeit

Nur Unternehmen, die in allen drei Bereichen überzeugen, werden als nachhaltig erfolgreich und zukunftssicher wahrgenommen.

 

Der Future Readiness Index versteht sich als strategischer Kompass für Entscheiderinnen und Entscheider in Unternehmen sowie für Kommunikations-, Marken- und HR-Verantwortliche. Ziel ist es, evidenzbasierte Orientierung für Positionierung, Transformation sowie den Aufbau von Vertrauen und Reputation zu geben. Vertreterinnen und Vertreter der untersuchten Unternehmen und Institutionen können ihre Ergebnisse "Future Readiness"-Studie kostenlos über Globeone beziehen. | Globeone GmbH

Bildrechte: Globeone GmbH


ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (Mai 2026)

27.05.2026 | Nach dem Einbruch im März und April hat sich die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland leicht erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Mai auf 84,9 Punkte, nach 84,5 im April. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch der Blick auf die kommenden Monate fiel weniger pessimistisch aus. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich vorerst, die Lage bleibt aber fragil. 

 

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima etwas verbessert. Grund dafür waren positivere Urteile zur aktuellen Lage. Die Erwartungen trübten sich hingegen weiter ein. Die Zahl der Neuaufträge ging zurück. 

 

Im Dienstleistungssektor hat der Index deutlich zugelegt. Insbesondere die Erwartungen erholten sich nach dem Einbruch in den letzten beiden Monaten. Die Unternehmen bewerteten auch die laufenden Geschäfte etwas besser. Die Stimmung in der Logistik bleibt angespannt, ist aber nicht mehr so katastrophal wie im Vormonat. Gleiches gilt für den Tourismussektor.

 

Im Handel ist das Geschäftsklima wieder gestiegen. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Lage. Zudem nahm der Pessimismus bei den Erwartungen etwas ab. Dennoch bleibt die Lage aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel schwierig.

 

Im Bauhauptgewerbe hat das Geschäftsklima leicht nachgegeben. Dies war auf eine schlechtere Bewertung der Geschäftslage zurückzuführen. Die Erwartungen legten nach dem Einbruch im Vormonat etwas zu. Die Unternehmen sind dennoch weiterhin skeptisch. | ifo Institut


Vollzeitbeschäftigte arbeiteten 2025 im Schnitt 39,9 Wochenstunden

27.05.2026 | Angesichts des oft reklamierten Bedarfs an Fachkräften wird aktuell wieder über die Ausweitung der Arbeitszeit diskutiert. Vollzeitbeschäftigte in Deutschland leisteten zuletzt etwas weniger Arbeitsstunden pro Woche als noch zehn Jahre zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus mitteilt, arbeiteten abhängig Beschäftigte in Vollzeit im Jahr 2025 im Schnitt 39,9 Wochenstunden. Im Jahr 2015 waren es noch 40,5 Stunden pro Woche. Im Vergleich zu 2024 hat sich die wöchentliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten nicht geändert.

 

Gleichzeitig nahm die geleistete Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten zu: Diese arbeiteten im letzten Jahr durchschnittlich 21,3 Wochenstunden und damit 2,0 Stunden mehr als 2015 mit 19,3 Stunden pro Woche. Im Vergleich zu 2024 stieg die wöchentliche Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten geringfügig an: um 0,1 Stunden.

 

Zusammengenommen arbeiteten abhängig Beschäftigte im Jahr 2025 im Schnitt 34,0 Stunden in der Woche. Das sind 0,4 Stunden weniger als zehn Jahre zuvor und genauso viele Stunden wie im Jahr 2024.

 

Jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit

Im Jahr 2025 arbeiteten 31,9 % der abhängig Beschäftigten in Teilzeit. Frauen gingen dabei häufiger einer Teilzeitbeschäftigung nach als Männer: Während im Jahr 2025 jede zweite Frau (50,6 %) teilzeitbeschäftigt war, traf dies nur auf jeden siebten Mann (14,3 %) zu. Sowohl für Frauen als auch für Männer erreichte die Teilzeitquote damit einen neuen Höchststand. Bei den Männern nahm sie jedoch stärker zu als bei den Frauen: Im Jahr 2015 waren noch 48,0 % der Frauen und 10,6 % der Männer in Teilzeit tätig gewesen.

 

Mütter mit Kindern arbeiten acht Mal so häufig in Teilzeit wie Väter

Auch unter Eltern im Alter von 25 bis 49 Jahren reduzieren Frauen deutlich häufiger ihre Arbeitszeit als Männer. Im Jahr 2025 arbeiteten knapp zwei Drittel (66,4 %) der erwerbstätigen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren in Teilzeit. Bei Vätern in derselben Situation waren es weniger als ein Zehntel (8,6 %). Dabei spielt das Alter der Kinder kaum eine Rolle. Eltern mit jüngeren Kindern, die mehr Betreuung benötigen, arbeiten nicht wesentlich häufiger in Teilzeit. Dabei sind Mütter mit jüngeren Kindern seltener erwerbstätig als jene mit älteren.

 

Ohne Kinder arbeiten Frauen ebenfalls häufiger in Teilzeit als Männer: Während knapp ein Viertel (24,8 %) der 25- bis 49-jährigen erwerbstätigen Frauen ohne Kinder einen Teilzeitjob hatte, waren es bei den kinderlosen Männern dieser Altersgruppe mit 12,3 % rund halb so viele.

 

Mehr als die Hälfte der 65-Jährigen arbeitet in Teilzeit

Wer im Alter arbeitet, tut dies häufig in Teilzeit. War die Teilzeitquote bei den 55-Jährigen im Jahr 2025 mit 30,6 % noch niedriger als über alle Altersgruppen hinweg, lag sie bei den 60-Jährigen mit 33,5 % bereits über dem Durchschnitt. Unter den 65-Jährigen, die noch erwerbstätig waren, arbeitete mehr als die Hälfte (53,4 %) mit reduziertem Stundenumfang. Bei Personen, die über das gesetzliche Rentenalter hinaus arbeiten, steigt die Teilzeitquote noch stärker an. Mit 70 Jahren arbeitete schließlich ein Großteil (90,3 %) der Beschäftigten in Teilzeit. Die Entwicklung zeigt sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern – wenn auch auf unterschiedlichem Niveau.

| Statistisches Bundesamt