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Kreislaufwirtschaft gewinnt strategische Bedeutung: Unternehmen sehen Chance für resilientere Wertschöpfungsketten

09.06.2026 | Geopolitische Spannungen stellen die Wertschöpfungsketten deutscher Unternehmen zunehmend auf die Probe. Eine aktuelle, repräsentative Befragung im Auftrag von Deloitte unter 1.000 privatwirtschaftlichen Entscheidungsträgern mit Produktverantwortung zeigt: Rund 61 Prozent der Unternehmen bewerten die Auswirkungen geopolitischer Risiken auf die eigene Wertschöpfungskette als stark oder sehr stark.

 

Besonders betroffen sind zentrale Bereiche der Wertschöpfung: Produktion, Logistik und die Versorgung mit Rohstoffen leiden unter Importabhängigkeiten, unsicheren Energiebedingungen, Handelsbeschränkungen sowie instabilen Lieferbeziehungen. Damit rückt die Frage nach der strategischen Souveränität von Liefer- und Wertschöpfungsketten zunehmend in den Fokus des Managements.

 

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Kreislaufwirtschaft deutlich an Bedeutung. Knapp 50 Prozent der Befragten sehen sie als zentrale oder ergänzende strategische Chance, um die Resilienz ihrer Wertschöpfungsketten gegenüber geopolitischen Spannungen zu erhöhen. Weitere rund 18 Prozent betrachten sie als langfristige Option. Nur eine Minderheit misst der Kreislaufwirtschaft derzeit keine relevante Rolle bei.

 

„Die Ergebnisse sind eindeutig: Kreislaufwirtschaft hat sich vom klassischen Nachhaltigkeitsthema zu einem strategischen Instrument für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit entwickelt“, sagt Dr. Nicole Röttmer, Partnerin und verantwortlich für das Serviceangebot Sustainability bei Deloitte. „Unternehmen, die heute gezielt in zirkuläre Wertschöpfungsmodelle investieren, können Abhängigkeiten reduzieren, Risiken besser steuern und ihre Marktposition langfristig stärken.“

 

Die größten Potenziale sehen Unternehmen insbesondere in Rücknahme‑ und Recyclingmodellen, einer stärker regional ausgerichteten Wertschöpfung sowie im verstärkten Einsatz von Sekundärrohstoffen. Auch neue Geschäftsmodelle, mehr Transparenz über Materialflüsse sowie ein angepasstes Produktdesign werden als wichtige Ansatzpunkte genannt. Als zentrale Hebel für eine erfolgreiche Umsetzung gelten vor allem wirtschaftlich tragfähige Lösungen, eine steigende Markt‑ und Kundennachfrage sowie technologische Innovationen.

 

Gleichzeitig zeigt die Befragung eine deutliche Umsetzungslücke: Nur rund zehn Prozent der Unternehmen haben bereits umfassende Maßnahmen eingeführt. Weitere 17 Prozent setzen einzelne Maßnahmen um. Rund 12 Prozent befinden sich noch in der Analyse‑ oder Prüfphase, während knapp ein Drittel bislang keine konkreten Maßnahmen geplant hat. Entsprechend wird Kreislaufwirtschaft in vielen Unternehmen derzeit eher mittel priorisiert, trotz ihres anerkannten strategischen Potenzials.

 

„Gerade in Industrie, Produktion und Logistik zeigt sich, wie verwundbar global verzahnte Lieferketten sind“, ergänzt Cathleen Gutglück, Director im Bereich Sustainability bei Deloitte. „Kreislaufwirtschaft bietet hier ganz konkrete operative Hebel, etwa durch regionale Materialkreisläufe, resilientere Beschaffungsmodelle und ein Produktdesign, das Wiederverwendung und Recycling von Anfang an mitdenkt.“

 

Auch der staatliche Beitrag zur Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft wird von vielen Unternehmen aktuell als zurückhaltend bewertet. Der größte Handlungsbedarf wird beim Ausbau von Infrastruktur und Systemen, bei klaren regulatorischen Rahmenbedingungen, Forschung und Innovation sowie bei finanziellen Anreizen gesehen. | Deloitte


Tobias Wann führt tonies in nächste Wachstumsphase: tonies verlängert CEO-Vertrag bis 2029

09.06.2026 | Der Aufsichtsrat der tonies SE („tonies"), der weltweit führenden interaktiven Audioplattform für Kinder, hat den Vertrag mit Tobias Wann als Chief Executive Officer bis Ende 2029 verlängert. Wann übernahm das Amt am 1. Januar 2024 als Nachfolger der Unternehmensgründer Patric Faßbender und Marcus Stahl. Seitdem führte er tonies bei steigender Profitabilität und starkem Umsatzwachstum zu Rekordergebnissen und skalierte das Unternehmen konsequent international.

 

Christian Bailly, Vorsitzender des Aufsichtsrats von tonies, kommentiert: „In weniger als zweieinhalb Jahren hat Tobias Wann tonies vom Erfinder einer eigenen Kategorie zu einem globalen Champion entwickelt. Seine Stärken liegen darin, klare Prioritäten zu setzen, eine skalierbare Organisation aufzubauen und das richtige Team zusammenzustellen – Fähigkeiten, die auch in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld zu außerordentlichen Ergebnissen geführt haben. Mit der Toniebox 2 hat tonies eine neue Ära der Produktinnovation eingeläutet. Wir sind davon überzeugt, dass Tobias die richtige Führungspersönlichkeit für das nächste Kapitel ist, und freuen uns darauf, unsere enge Zusammenarbeit fortzusetzen.“

 

Tobias Wann, CEO von tonies, ergänzt: „Wir haben die vergangenen zweieinhalb Jahre dazu genutzt, ein Ökosystem aufzubauen, mit dem wir tonies‘ Potenzial voll ausschöpfen können. Wir bleiben ambitioniert und konzentrieren uns jetzt darauf, tonies zu einer globalen Ikone zu formen. Das Bedürfnis, das wir in der Gesellschaft bedienen, gewinnt aktuell weiter an Bedeutung: Wir geben Kindern einen Raum, um selbstständig zu entdecken, zu spielen und zu wachsen. Und wir sind besser positioniert als je zuvor, um die Kategorie, die unsere Gründer geschaffen haben, weiter zu gestalten und anzuführen. Ich bin dankbar für das Vertrauen des Aufsichtsrats und für das außergewöhnliche Team bei tonies. Wir haben alles, was wir brauchen, um tonies nachhaltig als Marke für Familien auf der ganzen Welt zu etablieren. Das ist es, was uns antreibt.”

 

Seit Tobias Wann das Unternehmen führt, hat tonies seinen Umsatz von 361 Millionen Euro (GJ 2023) auf 630 Millionen Euro (GJ 2025) gesteigert und dabei seine bereinigte EBITDA-Marge von 4,0 % auf 8,6 % mehr als verdoppelt. Diese Phase war geprägt vom Launch der Toniebox 2 – der bedeutendsten Produktinnovation in der Unternehmensgeschichte und einer Neuerfindung der Kategorie, die tonies einst geschaffen hat – sowie von einer rasanten globalen Expansion: Internationale Märkte generieren inzwischen zwei Drittel von tonies‘ Gesamtumsatzes. Darüber hinaus erweiterte tonies in diesem Zeitraum seinen Vorstand mit der Ernennung von Ginny McCormick (Chief Experience Officer), Christoph Frehsee (Chief Revenue Officer) und Hansjörg Müller (Chief Financial Officer) und stieg im Dezember 2025 ins SDAX-Segment der Frankfurter Börse auf.

 

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet tonies ein Umsatzwachstum von mehr als 20 % (währungsbereinigt, „cc”) auf über 760 Millionen Euro, ein Umsatzwachstum in Nordamerika von mehr als 30 % (cc) sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 9 bis 11 %. Am Donnerstag, 18. Juni, wird das Unternehmen seinen ersten Kapitalmarkttag im Londoner Science Museum abhalten. Investoren sind herzlich eingeladen, vor Ort oder virtuell teilzunehmen.

| tonies


Wirtschaft wächst in zwölf Bundesländern

09.06.2026 | Im ersten Quartal 2026 stieg die Wirtschaftsleistung in zwölf Bundesländern im Vergleich zum Vorquartal. Dies ergaben neue Berechnungen des ifo Instituts. Die stärksten Anstiege verzeichneten Berlin und Brandenburg mit jeweils 0,9%, gefolgt von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 0,8%). „Insbesondere die Industrie ist stark in das Jahr gestartet, wovon einige Bundesländer stärker profitieren als andere“, sagt ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. „Jedoch belasten die im Zuge des Irankrieges stark gestiegenen Preise das Wachstum.“

 

In Mecklenburg-Vorpommern stieg die Wirtschaftsleistung um 0,4%. Die Wirtschaft in Bayern und Sachsen-Anhalt legte um jeweils 0,3% zu, jene im Saarland und in Bremen um 0,2%. Nordrhein-Westfalen hingegen schrumpfte um 0,1%. Da einige norddeutsche Bundesländer im vergangenen Jahr ein kräftiges Wirtschaftswachstum verbuchten, fällt die wirtschaftliche Entwicklung dort zu Jahresbeginn schwächer aus. In Schleswig-Holstein und Hamburg etwa ging die Wirtschaftsleistung um 0,5% zurück, in Niedersachsen um 0,2%. Spürbare Impulse kommen aus den erhöhten staatlichen Ausgaben für Verteidigung. „Die Standorte mit einer ausgeprägten Rüstungsindustrie in Nord- und Westdeutschland profitieren in erheblichem Umfang von der Aufrüstung und Erneuerung des Verteidigungssektors“, sagt Lehmann. Jedoch macht sich der Strukturwandel in der Industrie bemerkbar, von dem die Bundesländer ganz unterschiedlich erfasst werden. So ist die wirtschaftliche Erholung in Nordrhein-Westfalen verhalten, wo die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Industrie spürbar zurückgegangen ist. | ifo Institut


RTL Deutschland vereint Consumer-Geschäft unter Führung von Michael Radelsberger

03.06.2026 | Neue Consumer-Organisation bündelt Streaming, Premium TV und Distribution der TV-Sender für den DACH-Raum. Gemeinsam noch stärker für Millionen Kundinnen und Kunden und Zuschauerinnen und Zuschauer im deutschsprachigen Raum: RTL Deutschland stellt seinen Consumer-Bereich neu auf und schafft damit ein starkes Fundament für weiteres Wachstum im Streaming-, Premium TV- und Distributionsgeschäft der linearen Sender. Mit den Marken RTL+, WOW, Sky sowie dem Portfolio der RTL-Sender entsteht eine einzigartige Consumer-Organisation, die künftig über 100 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit hochwertigen Entertainment-Angeboten erreicht.

 

Michael Radelsberger verantwortet als Chief Consumer Officer und Mitglied der Geschäftsführung von RTL Deutschland das gesamte Consumer- und Abonnementgeschäft des gemeinsamen Unternehmens. In dieser Funktion steuert er die strategische Weiterentwicklung der Streaming-, Premium TV und Distributionsaktivitäten. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören RTL+, WOW, Sky sowie die Verbreitung der linearen Sender von RTL Deutschland.

 

Henning Nieslony verantwortet als Executive Vice President Streaming die gemeinsamen Streaming-Aktivitäten von RTL+ und WOW. Kris Peffers übernimmt als Executive Vice President Premium TV die Gesamtverantwortung für alle Produkte von Sky, darunter auch Sky Stream als strategische TV-Plattform der Zukunft. Andre Prahl steuert zukünftig als Executive Vice President Distribution die plattformübergreifende Verbreitung des gebündelten, einzigartigen Contentportfolios. Jill Harkness unterstützt als Senior Vice President Consumer Strategy & Growth, das plattformübergreifende Wachstum in der DACH Region. Als Senior Vice President Brand & Media steuert Daniel Durst sämtliche Marketingaktivitäten und entwickelt die Markenstrategie konsequent weiter.

 

Alle fünf berichten direkt an Michael Radelsberger. 

 

Stephan Schmitter, CEO RTL Deutschland: „Mit dem Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky schaffen wir ein Entertainment-Angebot, das in Europa einzigartig ist. Wir vereinen Free-TV, Streaming und Premium TV unter einer starken Consumer-Strategie mit lokalen Inhalten, Live-Sport, journalistischer Kompetenz und internationalem Entertainment. Gemeinsam möchten wir über 100 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum mit dem besten Entertainment-Angebot begeistern – jederzeit, überall, über alle Plattformen hinweg und gesteuert von Michael Radelsberger und seinem starken, hochkompetenten Experten Team.“

 

Michael Radelsberger, Chief Consumer Officer RTL Deutschland: „Mit den besten Teams und dem größten Know-how der Branche schaffen wir eine Consumer-Organisation, die in dieser Form einzigartig im deutschsprachigen Markt ist. Ich freue mich sehr, dass wir mit Jill Harkness, Henning Nieslony, Kris Peffers, Andre Prahl und Daniel Durst ein super starkes Führungsteam an Bord haben. Gemeinsam mit ihren Teams bringen sie enorme Erfahrung, Innovationskraft und Leidenschaft mit, um neue Maßstäbe im Entertainment-Markt zu setzen. Unser Ziel ist es, die besten TV- und Streaming-Erlebnisse für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen.“ | RTL Deutschland


RTL Deutschland stellt Content-Bereich unter Führung von Inga Leschek neu auf

02.06.2026 | Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky Deutschland ordnet RTL Deutschland den Verantwortungsbereich von Chief Content Officer (CCO) und Geschäftsführerin Inga Leschek neu. Mit einer klaren Struktur, erfahrenen Führungskräften und gebündelter inhaltlicher Kompetenz stellt das Unternehmen die Weichen für weiteres Wachstum und die konsequente Stärkung seiner Position als führendes Entertainment-Unternehmen im deutschsprachigen Raum. 

 

Inga Leschek verantwortet künftig die Bereiche Channels, Windowing & Planning, Sport, Entertainment & Shows, Fiction, RTL Studios, Content Integration sowie Production Management. Alle Führungskräfte bringen langjährige Erfahrung sowie umfassende Expertise in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen mit. 

 

Innerhalb der neuen Content-Organisation verantwortet Oliver Schablitzki als Executive Vice President Channels, Windowing & Planning die strategische und operative Programmplanung sowie die plattformübergreifende Steuerung und Auswertung sämtlicher Inhalte von RTL Deutschland und Sky. In seinem Bereich werden künftig die Programme aus Unterhaltung, Sport und Fiction über alle Ausspielwege hinweg gesteuert – vom Free-TV über Streaming und Pay-TV bis hin zu YouTube und weiteren Plattformen. Ziel ist es, die Inhalte bestmöglich für Reichweite, Vermarktungserlöse und Abonnentenwachstum einzusetzen. 

 

Mit der Neuaufstellung werden zudem die Bereiche der Programmplanung unter der Leitung von Florian Hellenkamp, Bereichsleiter Strategische Programmplanung, der operativen Planung unter Barbara Middeldorf, Bereichsleiterin Operative Programmplanung, sowie die Streaming-Aktivitäten unter der Verantwortung von Josephine Kittner, Senior Vice President Content Strategy, Discovery & Analytics, im neuen Bereich gebündelt. Dabei übernehmen insbesondere Josephine Kittner und Florian Hellenkamp eine zentrale Rolle bei der weiteren Verzahnung von linearer und nicht-linearer Nutzung und treiben diese in enger Zusammenarbeit mit den Teams von Content Windowing und Multichannel voran. 

 

Greta Scheuermann übernimmt als Senior Vice President Production Management die übergreifende Steuerung der Produktionsprozesse und sorgt für eine effiziente budgetäre Umsetzung der Inhalte über alle Genres und Plattformen hinweg. 

 

Markus Küttner ist Executive Vice President Entertainment & Shows und übernimmt künftig zusätzlich die Verantwortung für die täglichen Serien von RTL Deutschland. In diesem Zusammenhang berichtet auch Christiane Gosh, Leiterin tägliche Serien, künftig an den Unterhaltungschef. 

 

Die Verantwortung für die eigenproduzierte Fiction von RTL Deutschland liegt weiterhin bei Hauke Bartel, Senior Vice President Fiction. Thomas Goseberg leitet als Geschäftsführer RTL Studios die zentrale Produktionsgesellschaft des Unternehmens. 

 

Die weitere Verzahnung der Inhalte-Organisation wird von Dániel Koren als Senior Vice President Content Integration vorangetrieben. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet er die enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Inhalte-Bereiche, unterstützt die Integration der Content-Aktivitäten von RTL Deutschland und Sky Deutschland, steuert zentrale Vermarktungsthemen an der Schnittstelle zwischen Redaktion und Ad Alliance sowie redaktionelle Special Projects für den Content-Bereich. Zudem verantwortet er den Bereich Content Research & Analytics, der datenbasierte Insights zu Zielgruppen, Performance und Wirkung von Inhalten liefert und damit die Steuerung von Content- und Geschäftsentscheidungen unterstützt. 

 

In der neuen Organisation wird der Bereich Sport von Frank Robens, Executive Vice President Sport geleitet. Im Zuge des Zusammenschlusses mit Sky Deutschland hat RTL Deutschland hier bereits eine umfassende Neuaufstellung angekündigt. 

 

Mit der neuen Organisation schafft RTL Deutschland die Grundlage, die kreativen und programmlichen Stärken von RTL und Sky noch enger zu verzahnen. Ziel ist es, Inhalte künftig noch konsequenter aus Sicht des Publikums zu entwickeln, plattformübergreifend auszuspielen und die führende Position des Unternehmens in Unterhaltung, Sport und Fiction nachhaltig auszubauen. 

 

Inga Leschek, Chief Content Officer von RTL Deutschland: „Die Chancen, die in dieser neuen Aufstellung liegen, sind enorm. Wir wollen die Zukunft von Unterhaltung, Sport und Storytelling aktiv gestalten – und unseren Vorsprung weiter ausbauen. Mit der gebündelten Stärke von RTL und Sky schaffen wir ein Content-Powerhouse, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Wir vereinen herausragende Kreativität, Sport-Expertise und Produktions-Know-how unter einem Dach. Gleichzeitig bauen wir auf einige der stärksten Marken, erfolgreichsten Inhalte und beliebtesten Talents im deutschsprachigen Raum – eine Kombination, die in dieser Form einzigartig ist. Dadurch können wir schneller entscheiden, mutiger investieren und Inhalte entwickeln, die Millionen Menschen begeistern. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen die erste Adresse für Unterhaltung, Sport und starke Geschichten bleiben – und haben dafür jetzt alle Voraussetzungen.“ | RTL


Banijay und All3Media dürfen gemeinsam produzieren

02.06.2026 | Das Bundeskartellamt hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Bereich der Produktion audiovisueller Inhalte der Banijay Group N.V. (NL)/LOV Group Invest S.A.S. (FR) und All3Media (UK)/RedBird Capital Partners Management LLC (USA) freigegeben.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „In Deutschland wird das Gemeinschaftsunternehmen der volumenmäßig größte Produzent von allgemeinem TV-Content für Dritte und insbesondere bei Shows und Reality-Formaten stark aufgestellt sein. Dem stehen jedoch mit RTL, ProSiebenSat.1 sowie ARD und ZDF nur wenige große Sendergruppen als Nachfrager gegenüber, die entsprechende Inhalte zudem über eigene Tochtergesellschaften selbst produzieren können.“

 

Banijay ist ein weltweit tätiger Produzent von audiovisuellem Content und in Deutschland bereits heute eine der größten unabhängigen TV-Produktions­gesellschaften. Zur deutschen Tochtergesellschaft Banijay Germany (Köln) gehören insbesondere EndemolShine Germany und Brainpool TV, die Formate wie „Wer wird Millionär?“, „TV total“, „The Masked Singer“, „Die Höhle der Löwen“ oder „Big Brother“ produzieren.

 

All3Media ist Teil der insbesondere im Sport- und Medienbereich aktiven Unternehmensgruppe von RedBird Capital Partners. Mit Tochtergesellschaften wie Filmpool Entertainment (Köln) zählt All3Media ebenfalls zu den bedeutenden Produzenten audiovisueller Inhalte in Deutschland. Bekannte Formate sind „Berlin – Tag & Nacht“, „Richterin Barbara Salesch“, „Die Verräter“, „Undercover Boss“ oder „Auf Streife“.

 

Beide Unternehmen sind zwar bereits bedeutende Marktteilnehmer, durch den Zusammenschluss entsteht jedoch noch kein kritisches Maß an Konzentration in Deutschland. Dabei war zunächst zu berücksichtigen, dass Banijay und All3Media eine eher unterschiedliche Ausrichtung haben. Während Banijay besonders stark bei Formaten für die Hauptsendezeit am Abend (Primetime) ist, liegen die Stärken von All3Media eher bei Produktionen für den Vorabend (Access Primetime) und das Tagesprogramm.

 

Zudem steht den Produzenten in Deutschland eine stark konzentrierte Marktgegenseite gegenüber, die darüber hinaus in der Lage ist, verschiedenste Arten von TV-Content selbst zu produzieren. So produziert beispielsweise ProSiebenSat.1 das Showformat „Germany’s Next Topmodel“ oder „The Taste“, RTL „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Bauer sucht Frau“. Auch ZDF und ARD produzieren eine Vielzahl von Inhalten selbst.

 

Hinzu kommen von den TV-Sendern unabhängige Wettbewerber wie etwa ITV Studios mit Produktionen wie „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ (Dschungelcamp) oder „The Voice of Germany“, Seapoint Productions mit „Let’s Dance“, Warner Bros. ITVP Germany mit „Der Bachelor“, Leonine Studios mit „Klein gegen Groß“ oder Constantin Entertainment mit „Shopping Queen“.

 

Das Bundeskartellamt konnte das Vorhaben bereits in der ersten Prüfungsphase freigeben. Grundlage der Entscheidung waren Erkenntnisse aus früheren Verfahren im TV-Produktionsbereich, aktuelle Marktdaten sowie ergänzende Ermittlungen bei Marktteilnehmern und Branchenkennern. Danach sind durch den Zusammenschluss keine erheblichen Wettbewerbsbeeinträchtigungen zu erwarten. Das Vorhaben wurde zudem bereits in Österreich geprüft und freigegeben und in weiteren Ländern angemeldet bzw. angezeigt. | Bundeskartellamt


Preisdruck lässt etwas nach

02.06.2026 | Etwas weniger Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben. Die ifo Preiserwartungen sanken im Mai leicht auf 30,3 Punkte, von 31,3 im April. „Zwar lässt der Preisdruck etwas nach. Dennoch dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten spürbar steigen. Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhen die Produktionskosten, die von den Unternehmen an ihre Kunden weitergegeben werden“, sagt ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. Nach den kräftigen Anstiegen der Preiserwartungen im März und April bleibt das Niveau weiterhin hoch.

 

Bei den Dienstleistern und im Handel haben die Preiserwartungen leicht nachgegeben von 27,2 bzw. 54,3 Punkten im April auf 25,0 bzw. 48,7 im Mai. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ist der Indikator von 34,4 auf 32,0 Punkte gesunken. Vor allem bei energieintensiven Unternehmen hat der Preisdruck nachgelassen: der Indikator ging von 47,4 auf 41,8 Punkte zurück. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen sind die Preiserwartungen hingegen leicht gestiegen von 29,9 auf 30,7 Punkte.

 

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung. | ifo Institut


Funko International erweitert Vertriebsteam: Wiebke Peitz startet als Junior Key Account Managerin DACH

02.06.2026 | Funko International begrüßt Wiebke Peitz als neue Junior Key Account Managerin für die DACH-Region. Mit ihrer Erfahrung im Handel und Vertrieb wird sie künftig die Betreuung und Weiterentwicklung strategischer Handelspartner unterstützen.

 

Ihre berufliche Laufbahn begann Wiebke Peitz bei der Müller Handels GmbH & Co. KG, wo sie bereits früh Führungsverantwortung übernahm und sich bis zur Filialleitung weiterentwickelte. Anschließend wechselte sie zur Dorel Juvenile GmbH, wo sie als Sales Koordinatorin für den gesamten DACH-Markt tätig war und zusätzlich interimistisch die Betreuung des Schweizer Marktes als Account Managerin übernahm.

 

Seit April 2026 ist Wiebke Peitz bei Funko International in Köln tätig und konzentriert sich dort auf die Zusammenarbeit mit Handelspartnern und strategischen Key Accounts.

 

„Ich freue mich riesig, ein Teil des Funkoverse zu sein und meine Begeisterung für den Vertrieb und die Zusammenarbeit mit verschiedensten Handelspartnern hier einbringen zu dürfen. Gemeinsam möchten wir die Entwicklung der Marke Funko im DACH-Markt weiterhin erfolgreich mitgestalten“, sagt Wiebke Peitz.

 

Mit der Verstärkung durch Wiebke Peitz setzt Funko International seinen Wachstumskurs in der DACH-Region konsequent fort und baut seine Vertriebsstruktur weiter aus. | Funko


Unter Kostendruck: Lebenspläne von Gen Z und Millennials verschieben sich

28.05.2026 | Steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere hohe Wohnkosten, prägen die Karriere- und Lebensentscheidungen der Generation Z und der Millennials in Deutschland maßgeblich. Dies geht aus der aktuellen Auswertung des Gen Z and Millennial Survey 2026 von Deloitte hervor. Für die Studie wurden von November 2025 bis Januar 2026 weltweit rund 22.500 Menschen in 44 Ländern befragt. In Deutschland umfasste die Befragung 800 Teilnehmer, davon 500 der Generation Z (geb. 1995-2007) und 300 Millennials (geb. 1983-1994).

 

Die angespannte finanzielle Situation führt dazu, dass viele junge Menschen wichtige Lebensschritte verschieben oder neu timen. So haben 45 Prozent der Gen Z und 39 Prozent der Millennials in Deutschland Pläne wie Familiengründung oder nächsten Karriereschritt aufgrund ihrer finanziellen Lage aufgeschoben. Die Bezahlbarkeit von Wohnraum spielt dabei eine entscheidende Rolle: 62 Prozent der Gen Z und 64 Prozent der Millennials geben an, dass sie ihre Karriere- und Standortentscheidungen direkt beeinflusst.

 

"Gen Z und Millennials sind heute nicht weniger ambitioniert, sie haben einfach weniger Spielraum für große Entscheidungen und wägen sie deshalb stärker ab," sagt Sandra Mühlhause, Chief People Officer von Deloitte Deutschland. "Stabilität wird für viele zur Voraussetzung, nicht mehr zum Ergebnis ihrer Karriere."

 

Prioritäten im Wandel: Stabilität vor schnellem Aufstieg

Die Studie zeigt, dass sich die Prioritäten verschieben: Finanzielle Unabhängigkeit ist für 24 Prozent der Gen Z das primäre Karriereziel, während für 28 Prozent der Millennials eine gute Work-Life-Balance im Vordergrund steht. Nur zehn Prozent der Gen Z und sieben Prozent der Millennials nennen den Aufstieg in eine Führungsposition als ihr Hauptziel. Jedoch haben 72 Prozent der Gen Z und 66 Prozent der Millennials grundsätzlich Interesse an Führungspositionen, verfolgen diese allerdings lieber später in ihrer Karriere.

 

Arbeitsplatz der Zukunft: Wohlbefinden und Purpose

Sorgen um die langfristige finanzielle Zukunft sowie die Gesundheit und das Wohlergehen der Familie zählen zu den wichtigsten Stressfaktoren für 48 Prozent der Gen Z und 45 Prozent der Millennials. Auch am Arbeitsplatz tragen strukturelle Faktoren zur Belastung bei, etwa fehlende Anerkennung (47% der Gen Z, 49% der Millennials) und eine negativ empfundene Unternehmenskultur (45% der Gen Z, 57% der Millennials). Trotz dieser Belastungen bleibt der Anspruch an sinnstiftende Arbeit hoch: Für 96 Prozent der Gen Z und 98 Prozent der Millennials in Deutschland ist Purpose entscheidend für die Arbeitszufriedenheit.

 

"Viele erwarten heute mehr als nur eine Karriere. Sie suchen Sinn, Stabilität und ein Arbeitsumfeld, das zu ihrem Leben passt," so Sandra Mühlhause. "Unternehmen, die diese Erwartungen ernst nehmen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, haben einen klaren Vorteil im Wettbewerb um die besten Talente." | Deloitte


Globeone veröffentlicht Future Readiness Index 2026: Weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen gilt als zukunftsfähig

27.05.2026 | Die deutsche Wirtschaft steht unter massivem Druck - und mit ihr die Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen. Geopolitische Spannungen, Ressourcenknappheit, technologische Disruptionen sowie zunehmender globaler Wettbewerb stellen Organisationen nicht nur strategisch, sondern auch kommunikativ vor grundlegende Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat die Unternehmensberatung Globeone erstmals den repräsentativen Future Readiness Index (FRI) veröffentlicht - eine umfassende Studie zur Wahrnehmung der Zukunftsfähigkeit deutscher Marken und Unternehmen.

 

Zentrales Ergebnis: Weniger als 50 Prozent der untersuchten Unternehmen gelten aus Sicht der Bevölkerung als "future ready". Nur 12 Prozent der analysierten Marken zählen zu den Top-Performern, während sich ein Großteil im Mittelfeld bewegt. Neun Unternehmen weisen sogar erhebliche Defizite auf und werden im Schnitt nur von jedem dritten Befragten als zukunftsfähig wahrgenommen.

 

"Viele Transformationen bleiben nach innen gerichtet. Entscheidend ist jedoch, wie sie außerhalb des Unternehmens verstanden und bewertet werden", erklärt Niklas Schaffmeister, Managing Partner von Globeone. "Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch Strategie - sie braucht einen externen Realitätscheck."

 

dm führt Ranking deutlich an - Immobilien- und Medienbranche am Ende

An der Spitze des Rankings steht der Drogeriemarkt dm mit deutlichem Abstand. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, Rossmann, Siemens Healthineers und Fielmann bildet dm die Top 5. Am unteren Ende rangieren unter anderem Deutsche Bahn, Bild und Vonovia.

 

Branchenübergreifend zeigen sich deutliche Unterschiede: Handel, Technologie und Medizintechnik gelten als besonders zukunftsfähig, während insbesondere die Immobilien-, Medien- sowie Finanzbranche deutlich schlechter bewertet werden. Auffällig: Drei Immobilienunternehmen zählen zu den Schlusslichtern, und in mehreren Branchen liegt der Großteil der Marken unterhalb der kritischen 50-Punkte-Marke.

 

Emotionale Faktoren als Schwachstelle

Im Durchschnitt erreichen die untersuchten Unternehmen 59,2 Indexpunkte. Besonders kritisch ist die emotionale Dimension der Zukunftsfähigkeit: Vielen Marken fehlt es an Inspiration, Identifikationskraft und einer überzeugenden Zukunftsvision, die Kunden, Mitarbeitende und die Gesellschaft adressiert. Gleichzeitig wirken gesellschaftliche Akzeptanz und wahrgenommene Leistungsstärke als wichtigste Treiber positiver Bewertungen.

 

"Zukunft ist kein Selbstläufer. Vertrauen ist fragil, Differenzierung selten - und viele frühere Marktführer verlieren an Relevanz", sagt Globeone-Partner Simon Aschermann, Co-Author der Studie.

 

Branchen im Detail: Nähe schlägt Größe

Der Handel profitiert besonders von seiner Nähe zum Konsumenten und hoher Alltagsrelevanz. Unternehmen wie dm, Rossmann oder Fielmann überzeugen über alle Dimensionen hinweg. Technologiemarken zeigen starke Leistungswerte, haben jedoch besonderen Nachholbedarf bei emotionaler Bindung.

 

Auch Konsumgütermarken punkten durch Bekanntheit und Sympathie, während klassische Industrien wie Engineering vor allem durch Fortschritt und Qualität wahrgenommen werden, jedoch ebenfalls Defizite in der emotionalen Ansprache aufweisen.

 

Deutlich kritischer ist die Wahrnehmung in regulierten und komplexen Branchen: Versicherungen, Banken und Medien weisen geringe Differenzierung und schwache emotionale Bindung auf. Die Immobilienbranche bildet das Schlusslicht - mit durchweg unterdurchschnittlichen Bewertungen und besonders niedriger Identifikationskraft.

 

Datenbasierter Kompass für Entscheider

Der Globeone Future Readiness Index basiert auf einer repräsentativen Befragung von 5.838 Bürgerinnen und Bürgern und analysiert 158 führende Marken und Unternehmen anhand von 30 Dimensionen. Die Studie wurde im ersten Quartal 2026 durchgeführt. Der Index misst Zukunftsfähigkeit entlang von drei zentralen Dimensionen:

  • Gesellschaftliche Akzeptanz
  • Zukünftige Leistungsfähigkeit
  • Emotionale Zukunftsfähigkeit

Nur Unternehmen, die in allen drei Bereichen überzeugen, werden als nachhaltig erfolgreich und zukunftssicher wahrgenommen.

 

Der Future Readiness Index versteht sich als strategischer Kompass für Entscheiderinnen und Entscheider in Unternehmen sowie für Kommunikations-, Marken- und HR-Verantwortliche. Ziel ist es, evidenzbasierte Orientierung für Positionierung, Transformation sowie den Aufbau von Vertrauen und Reputation zu geben. Vertreterinnen und Vertreter der untersuchten Unternehmen und Institutionen können ihre Ergebnisse "Future Readiness"-Studie kostenlos über Globeone beziehen. | Globeone GmbH

Bildrechte: Globeone GmbH


ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (Mai 2026)

27.05.2026 | Nach dem Einbruch im März und April hat sich die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland leicht erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Mai auf 84,9 Punkte, nach 84,5 im April. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch der Blick auf die kommenden Monate fiel weniger pessimistisch aus. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich vorerst, die Lage bleibt aber fragil. 

 

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima etwas verbessert. Grund dafür waren positivere Urteile zur aktuellen Lage. Die Erwartungen trübten sich hingegen weiter ein. Die Zahl der Neuaufträge ging zurück. 

 

Im Dienstleistungssektor hat der Index deutlich zugelegt. Insbesondere die Erwartungen erholten sich nach dem Einbruch in den letzten beiden Monaten. Die Unternehmen bewerteten auch die laufenden Geschäfte etwas besser. Die Stimmung in der Logistik bleibt angespannt, ist aber nicht mehr so katastrophal wie im Vormonat. Gleiches gilt für den Tourismussektor.

 

Im Handel ist das Geschäftsklima wieder gestiegen. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Lage. Zudem nahm der Pessimismus bei den Erwartungen etwas ab. Dennoch bleibt die Lage aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel schwierig.

 

Im Bauhauptgewerbe hat das Geschäftsklima leicht nachgegeben. Dies war auf eine schlechtere Bewertung der Geschäftslage zurückzuführen. Die Erwartungen legten nach dem Einbruch im Vormonat etwas zu. Die Unternehmen sind dennoch weiterhin skeptisch. | ifo Institut


Vollzeitbeschäftigte arbeiteten 2025 im Schnitt 39,9 Wochenstunden

27.05.2026 | Angesichts des oft reklamierten Bedarfs an Fachkräften wird aktuell wieder über die Ausweitung der Arbeitszeit diskutiert. Vollzeitbeschäftigte in Deutschland leisteten zuletzt etwas weniger Arbeitsstunden pro Woche als noch zehn Jahre zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus mitteilt, arbeiteten abhängig Beschäftigte in Vollzeit im Jahr 2025 im Schnitt 39,9 Wochenstunden. Im Jahr 2015 waren es noch 40,5 Stunden pro Woche. Im Vergleich zu 2024 hat sich die wöchentliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten nicht geändert.

 

Gleichzeitig nahm die geleistete Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten zu: Diese arbeiteten im letzten Jahr durchschnittlich 21,3 Wochenstunden und damit 2,0 Stunden mehr als 2015 mit 19,3 Stunden pro Woche. Im Vergleich zu 2024 stieg die wöchentliche Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten geringfügig an: um 0,1 Stunden.

 

Zusammengenommen arbeiteten abhängig Beschäftigte im Jahr 2025 im Schnitt 34,0 Stunden in der Woche. Das sind 0,4 Stunden weniger als zehn Jahre zuvor und genauso viele Stunden wie im Jahr 2024.

 

Jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit

Im Jahr 2025 arbeiteten 31,9 % der abhängig Beschäftigten in Teilzeit. Frauen gingen dabei häufiger einer Teilzeitbeschäftigung nach als Männer: Während im Jahr 2025 jede zweite Frau (50,6 %) teilzeitbeschäftigt war, traf dies nur auf jeden siebten Mann (14,3 %) zu. Sowohl für Frauen als auch für Männer erreichte die Teilzeitquote damit einen neuen Höchststand. Bei den Männern nahm sie jedoch stärker zu als bei den Frauen: Im Jahr 2015 waren noch 48,0 % der Frauen und 10,6 % der Männer in Teilzeit tätig gewesen.

 

Mütter mit Kindern arbeiten acht Mal so häufig in Teilzeit wie Väter

Auch unter Eltern im Alter von 25 bis 49 Jahren reduzieren Frauen deutlich häufiger ihre Arbeitszeit als Männer. Im Jahr 2025 arbeiteten knapp zwei Drittel (66,4 %) der erwerbstätigen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren in Teilzeit. Bei Vätern in derselben Situation waren es weniger als ein Zehntel (8,6 %). Dabei spielt das Alter der Kinder kaum eine Rolle. Eltern mit jüngeren Kindern, die mehr Betreuung benötigen, arbeiten nicht wesentlich häufiger in Teilzeit. Dabei sind Mütter mit jüngeren Kindern seltener erwerbstätig als jene mit älteren.

 

Ohne Kinder arbeiten Frauen ebenfalls häufiger in Teilzeit als Männer: Während knapp ein Viertel (24,8 %) der 25- bis 49-jährigen erwerbstätigen Frauen ohne Kinder einen Teilzeitjob hatte, waren es bei den kinderlosen Männern dieser Altersgruppe mit 12,3 % rund halb so viele.

 

Mehr als die Hälfte der 65-Jährigen arbeitet in Teilzeit

Wer im Alter arbeitet, tut dies häufig in Teilzeit. War die Teilzeitquote bei den 55-Jährigen im Jahr 2025 mit 30,6 % noch niedriger als über alle Altersgruppen hinweg, lag sie bei den 60-Jährigen mit 33,5 % bereits über dem Durchschnitt. Unter den 65-Jährigen, die noch erwerbstätig waren, arbeitete mehr als die Hälfte (53,4 %) mit reduziertem Stundenumfang. Bei Personen, die über das gesetzliche Rentenalter hinaus arbeiten, steigt die Teilzeitquote noch stärker an. Mit 70 Jahren arbeitete schließlich ein Großteil (90,3 %) der Beschäftigten in Teilzeit. Die Entwicklung zeigt sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern – wenn auch auf unterschiedlichem Niveau.

| Statistisches Bundesamt