Advertorial | Sie sind quadratisch, haben übergroße Köpfe und haben das Sammelfieber weltweit entfacht: Funko POP!-Figuren. Was als kleine Nische begann, ist längst zu einem globalen Popkultur-Phänomen geworden, das Generationen verbindet. Von Kids über Sammler bis hin zu begeisterten „Kidults“, die sich ein Stück ihrer Lieblingsserie ins Büro holen. Ob Sport, Movies, Anime-Klassiker oder Gaming-Ikonen: Es gibt kaum einen Charakter, den es nicht als Vinyl-Figur gibt.
Doch was macht die Faszination rund um die kleinen Figuren eigentlich aus? Wie wird man vom Gelegenheitskäufer zum leidenschaftlichen Jäger von limitierten Editionen und seltenen Chases? Was darf die Branche von Funko erwarten? Was sind die Trends und wo liegen die Herausforderungen und die Chancen? Genau darüber sprechen wir heute! Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der bunten Sammelwelt und freuen uns riesig auf unseren heutigen Gast Stefan Bühler, Sales Director GSA.
Peter Hollo: Funko gilt heute als Synonym für Collectibles. Was macht die Marke aus Ihrer Sicht so erfolgreich - gerade in einem Markt, in dem ständig neue Sammelkonzepte entstehen?
Stefan Bühler: Funko ist deshalb so erfolgreich, weil die Marke Emotionen sehr direkt und unkompliziert zugänglich macht. Jeder hat Lieblingscharaktere, Lieblingsfilme, Lieblingsserien, Games, Musiker oder Sportteams - und Funko übersetzt diese Begeisterung in Produkte, die sofort wiedererkennbar, sammelbar und gleichzeitig erschwinglich sind.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei die enorme Breite unseres Lizenzportfolios. Funko ist nicht auf ein Genre oder eine Zielgruppe beschränkt, sondern verbindet Popkultur in ihrer ganzen Vielfalt. Dazu kommt ein sehr charakteristisches Design, das über Jahre hinweg einen hohen Wiedererkennungswert aufgebaut hat.
Gerade in einem Markt, in dem viele neue Sammelkonzepte entstehen, ist diese Kombination aus Markenbekanntheit, Lizenzstärke, Zugänglichkeit und Sammelmechanik ein klarer Vorteil. Für viele Konsumenten ist Funko nicht einfach nur ein Produkt, sondern ein Einstiegspunkt in ihre persönliche Popkulturwelt.
PH: Die Sammelleidenschaft in Deutschland scheint ungebrochen. Wie hat sich die deutsche Sammler-Community in den vergangenen Jahren verändert und welche Trends beobachten Sie aktuell besonders aufmerksam?
SB: Die deutsche Sammler-Community ist in den vergangenen Jahren deutlich breiter und sichtbarer geworden. Früher war Collecting oft eher nischig geprägt, heute ist es viel stärker im Mainstream angekommen. Social Media, Conventions, Gaming-Kultur und Streaming haben dazu beigetragen, dass Sammeln heute ein selbstverständlicher Teil der Popkultur ist.
Wir sehen außerdem, dass Sammler heute sehr gut informiert sind. Sie kennen Releases, Varianten, Exklusivitäten und internationale Trends oft sehr früh. Das macht die Community anspruchsvoller, aber auch extrem engagiert - und genau das macht die Arbeit mit dieser Zielgruppe so spannend.
Aktuell beobachten wir besonders aufmerksam Themen wie Anime, Gaming, Horror, Nostalgie-Lizenzen und natürlich große Film- und Serien-Franchises. Gleichzeitig wächst das Interesse an Produkten, die über das klassische Sammeln hinausgehen - also Artikel, die sich auch dekorativ, als Geschenk oder als Ausdruck der eigenen Identität eignen.
PH: Kidults gelten als einer der wichtigsten Wachstumstreiber der Branche. Welche Rolle spielen erwachsene Sammler heute für Funko im deutschsprachigen Raum?
SB: Erwachsene Sammler spielen für Funko im deutschsprachigen Raum eine zentrale Rolle. Der Kidult-Trend ist für uns kein kurzfristiges Phänomen, sondern Ausdruck einer veränderten Konsumkultur. Erwachsene erlauben sich heute viel selbstbewusster, ihre Leidenschaften zu zeigen - ob im Wohnzimmer, im Büro, im Gaming-Setup oder in der Vitrine.
Für Funko ist diese Zielgruppe besonders spannend, weil sie emotional stark involviert ist und häufig sehr gezielt kauft. Es geht nicht nur um den spontanen Impuls, sondern oft um Lieblingslizenzen, komplette Reihen, seltene Varianten oder persönliche Erinnerungen.
Gleichzeitig sind Kidults wichtige Multiplikatoren. Sie teilen ihre Sammlungen online, tauschen sich aus, besuchen Events und beeinflussen damit auch jüngere Zielgruppen. Für Handel und Marke ist das ein sehr wertvoller Wachstumstreiber.
PH: Funko verfügt über ein enormes Lizenzportfolio von Film und Serien über Gaming bis hin zu Sport und Musik. Welche Kategorien entwickeln sich derzeit besonders dynamisch und wo sehen Sie noch ungenutztes Potenzial?
SB: Sehr dynamisch entwickeln sich aktuell Anime, Gaming und Entertainment-Franchises mit starken Fan-Communities. Anime ist besonders spannend, weil die Fangemeinde sehr leidenschaftlich, international vernetzt und sammelaffin ist. Auch Gaming bleibt ein starker Treiber, da sich Spielerinnen und Spieler häufig sehr intensiv mit Charakteren und Welten identifizieren.
Film und Serien bleiben natürlich weiterhin wichtige Säulen, vor allem wenn neue Inhalte auf Streaming-Plattformen oder im Kino hohe Aufmerksamkeit erzeugen. Darüber hinaus sehen wir viel Potenzial in Sport und Musik. Diese Bereiche sprechen Zielgruppen an, die nicht zwingend klassische Sammler sind, aber eine starke emotionale Bindung zu Teams, Athleten oder Künstlern haben.
Wir sehen außerdem, dass regionale und lokale Themen immer wichtiger werden. Ein schönes Beispiel sind unsere fünf FC Bayern München Funko POP!-Figuren, die wir kürzlich auf den Markt gebracht haben und die sich sehr erfolgreich entwickeln.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei unsere Licensing-Abteilung, die hervorragende Arbeit leistet. Entscheidend ist für uns aber auch der enge Austausch mit unseren Lizenzpartnern, dem Handel und natürlich den Fans. Dieses Feedback hilft uns dabei, Trends früh zu erkennen und genau die Produkte zu entwickeln, die sich unsere Kunden wünschen.
Ungenutztes Potenzial liegt aus meiner Sicht vor allem darin, Collectibles noch stärker als Lifestyle- und Geschenkartikel zu positionieren. Viele Produkte funktionieren nicht nur im Sammlerregal, sondern auch als persönliches Statement.
PH: Der Markt für Collectibles wird zunehmend kompetitiver. Mit welchen USPs gelingt es Funko, sich am Point of Sale gegen andere Sammelmarken und Lizenzprodukte durchzusetzen?
SB: Am Point of Sale profitiert Funko von mehreren klaren USPs. Zunächst ist da der sehr hohe Wiedererkennungswert des Designs. Kunden erkennen Funko-Produkte schnell - auch aus der Distanz. Das ist im Handel ein großer Vorteil.
Darüber hinaus unterstützt uns unsere Marketingabteilung mit aufmerksamkeitsstarken POS-Konzepten - von Displays und Schaufensterinszenierungen bis hin zu individuell auf den jeweiligen Handelspartner zugeschnittenen Warenträgern. Ergänzt wird das durch digitale Maßnahmen sowie klassische POS-Materialien wie Flyer oder Poster.
Dazu kommt die Breite des Sortiments. Funko kann sehr unterschiedliche Zielgruppen ansprechen: Fans von Anime, Gaming, Marvel, Disney, Star Wars, Horror, Sport, Musik und vielen weiteren Themen. Dadurch entstehen im Handel starke Cross-Selling-Möglichkeiten.
Ein weiterer Vorteil ist die Impulsstärke. Funko-Produkte sind emotional, verständlich und häufig geschenktauglich. Kunden müssen nicht lange erklärt bekommen, warum ein Produkt relevant ist - sie sehen ihren Lieblingscharakter und reagieren unmittelbar.
Nicht zuletzt bietet Funko dem Handel durch Neuheiten, Exklusivitäten und thematische Sortimentssteuerung immer wieder Anlässe, Flächen spannend zu bespielen. Die enge Abstimmung mit unseren Lizenzpartnern und dem Handel ermöglicht es uns, unsere Kräfte zu bündeln und gemeinsam aufmerksamkeitsstarke Kampagnen - online wie auch am Point of Sale - umzusetzen.
PH: Exklusive Produkte, Limited Editions und Händler-Specials spielen im Sammelbereich eine wichtige Rolle. Wie wichtig sind solche Konzepte heute für die Kundenbindung und den Abverkauf im Handel?
SB: Solche Konzepte sind heute sehr wichtig. Exklusivitäten und Limited Editions schaffen Begehrlichkeit, Frequenz und Gesprächsanlässe. Gerade im Collectibles-Bereich wollen Konsumenten nicht nur kaufen, sondern entdecken, suchen und manchmal auch ein kleines Erfolgserlebnis haben.
Für den Handel sind exklusive Produkte ein starkes Instrument, um sich zu differenzieren und Kunden gezielt auf die Fläche oder in den Online-Shop zu ziehen. Sie helfen, aus einem Standardkauf ein Event zu machen.
Wichtig ist dabei aber die Balance. Exklusivität darf nicht nur künstliche Verknappung sein, sondern muss zur Marke, zur Lizenz und zum jeweiligen Handelspartner passen. Wenn das gelingt, können solche Konzepte Kundenbindung und Abverkauf deutlich stärken.
Darüber hinaus bieten wir unseren Handelspartnern die Möglichkeit, exklusive Produkte für Conventions oder individuelle Kundenevents anzubieten. Solche regional begrenzten Sondereditionen schaffen zusätzliche Aufmerksamkeit und machen das Einkaufserlebnis für Fans noch attraktiver.
PH: Was erwarten Ihre Vertriebspartner aktuell von einer Marke wie Funko - und wie hat sich die Zusammenarbeit mit dem Handel in den vergangenen Jahren verändert?
SB: Unsere Vertriebspartner erwarten heute deutlich mehr als nur gute Produkte. Sie erwarten Verlässlichkeit, klare Sortimentskonzepte, gute Verfügbarkeit, Unterstützung bei der Flächeninszenierung und ein Verständnis dafür, welche Produkte für welchen Kanal funktionieren.
Die Zusammenarbeit ist strategischer geworden. Es geht weniger darum, möglichst viele Artikel anzubieten, sondern die richtigen Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu platzieren. Dafür braucht es Daten, Erfahrung und einen engen Austausch mit dem Handel.
Wir sehen außerdem, dass Händler stärker nach Lösungen suchen: Wie kann eine Fläche besser performen? Welche Themen treiben Frequenz? Welche Lizenzen passen zur jeweiligen Zielgruppe? Genau hier wollen wir als Partner Mehrwert bieten.
Ich bin überzeugt, dass erfolgreiche Partnerschaften heute mehr denn je auf Vertrauen und engem Austausch basieren. Wenn wir unsere Handelspartner erfolgreich machen, profitieren am Ende beide Seiten.
PH: Viele Händler stehen derzeit unter wirtschaftlichem Druck. Welche Herausforderungen erleben Sie aktuell im Vertrieb und wie unterstützt Funko seine Partner in diesem Marktumfeld?
SB: Die größte Herausforderung ist aktuell sicherlich die Zurückhaltung vieler Konsumenten und der damit verbundene Druck auf Frequenz, Warenrotation und Lagerbestände. Händler müssen sehr genau entscheiden, welche Produkte sie listen und wie viel Risiko sie eingehen.
Für uns im Vertrieb bedeutet das, noch näher am Kunden zu sein. Wir unterstützen unsere Partner mit kuratierten Sortimenten, klaren Empfehlungen, passenden Neuheitenfenstern und Konzepten, die auf Abverkauf ausgelegt sind. Es geht darum, Komplexität zu reduzieren und Chancen sichtbar zu machen.
Funko hat hier den Vorteil, dass wir mit starken Lizenzen, emotionalen Produkten und unterschiedlichen Preispunkten arbeiten können. Gerade in einem schwierigen Marktumfeld sind Produkte gefragt, die Impulse auslösen und gleichzeitig bezahlbar bleiben.
Aus meiner Sicht ist es außerdem wichtig, neue Vertriebskanäle zu erschließen und unsere Fans genau dort abzuholen, wo ihre Begeisterung entsteht - sei es im Kino, auf Conventions, bei Sport- oder Musikveranstaltungen, auf Kundenevents oder sogar beim Kauf einer Zeitschrift. Genau dort entstehen oft die emotionalsten Kaufimpulse.
Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten zeigt sich, wie wichtig echte Partnerschaften sind. Deshalb verstehen wir uns nicht nur als Lieferant, sondern als langfristiger Partner des Handels.
PH: Trotz der angespannten Konsumstimmung gibt es Produktbereiche, die weiterhin wachsen. Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen für Handel und Hersteller im Collectibles-Segment?
Die größten Chancen sehe ich überall dort, wo starke Communities, emotionale Markenbindung und gute Verfügbarkeit zusammenkommen. Anime, Gaming, Horror, Nostalgie und große Entertainment-Franchises bleiben aus meiner Sicht sehr attraktiv.
Für den Handel liegt eine große Chance darin, Collectibles nicht nur als Nebenprodukt zu behandeln, sondern als eigene Erlebnisfläche. Eine gut kuratierte Präsentation mit klaren Themenwelten kann deutlich mehr leisten als eine rein artikelbasierte Platzierung.
Für Hersteller geht es darum, relevante Neuheiten zu liefern, Trends früh zu erkennen und gleichzeitig Kernsortimente stabil zu halten. Collectibles leben von Dynamik, aber auch von Vertrauen. Wer beides verbindet, hat gute Wachstumschancen.
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist Geschwindigkeit. Gerade bei starken Lizenzen ist es wichtig, früh am Markt zu sein. Das haben wir beispielsweise mit Themen wie K-Pop Demon Hunters oder aktuell rund um die Fußball-Weltmeisterschaft erfolgreich gezeigt.
PH: Wenn wir drei Jahre vorausblicken: Wie wird sich der Markt für Collectibles entwickeln und welche Rolle möchte Funko dabei in Deutschland, Österreich und der Schweiz spielen?
Ich bin überzeugt, dass Collectibles in den nächsten drei Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. Der Markt wird professioneller, selektiver und stärker communitygetrieben. Nicht jedes Produkt wird automatisch funktionieren, aber starke Marken mit klarer Identität und relevanten Lizenzen werden weiterhin wachsen.
Für Funko sehe ich im deutschsprachigen Raum eine klare Rolle: Wir wollen einer der führenden Partner für Popkultur-Collectibles bleiben und diese Position weiter ausbauen. Dabei geht es nicht nur um Sortimentsbreite, sondern auch um Qualität in der Zusammenarbeit mit dem Handel und unseren Lizenzgebern, starke Konzepte am POS und ein gutes Gespür für lokale Marktbedürfnisse.
Unser Ziel ist es, Fans weiterhin genau dort abzuholen, wo ihre Leidenschaft entsteht - ob im Kino, beim Streaming, im Game, im Stadion oder auf Social Media. Funko soll auch künftig die Marke sein, die Popkultur sammelbar, sichtbar und emotional erlebbar macht.
Herr Bühler, ich bedanke mich für das Gespräch!
