Handel & Customer Relations


Familienunternehmer-Verband öffnet sich für AfD: Rossmann zeigt Haltung und zieht die Reißleine

27.11.2025 | Die geplante Öffnung des Wirtschaftsverbands Die Familienunternehmer für Gespräche mit der rechtspopulistischen AfD hat einen massiven internen Konflikt ausgelöst und führt zum Austritt prominenter Mitglieder. Als für die Spielwaren-Branche relevantes Mitglied hat Rossmann die Mitgliedschaft in dem Verband fristlos beendet.

 

Zuvor hatte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann angekündigt, das bisherige „Kontaktverbot“ zu AfD-Bundestagsabgeordneten aufheben und sich für einen Dialog öffnen zu wollen. Diese veränderte Haltung stieß jedoch umgehend auf erhebliche Kritik innerhalb der Mitgliedschaft.

 

Auch der Hausgerätehersteller Vorwerk vollzieht den Bruch. Das Unternehmen distanziere sich klar von den Aussagen über die AfD.

 

Der Schritt der beiden namhaften Firmen verdeutlicht die Zerrissenheit in der deutschen Wirtschaft, wie mit der AfD umzugehen ist, und setzt den Verband Die Familienunternehmer zusätzlich unter Druck. Die Austritte könnten nach Angaben von Beobachtern weitere Konsequenzen unter anderen kritischen Mitgliedern nach sich ziehen. | PH


Build-A-Bear Eröffnungen in Deutschland ein voller Erfolg

26.11.2025 | Mitte November war es soweit: Die aus den USA stammende Marke Build-A-Bear Workshop eröffnete ihre ersten beiden Geschäfte in Deutschland. In der Mall of Berlin durften sich die Besuchenden bereits am Freitag, den 14. November freuen und ab 10 Uhr ihre eigenen Kuscheltiere kreieren. Am Folgetag, Samstag dem 15. November, war es dann auch in Frankfurt so weit und das Geschäft im Shoppingcenter MyZeil öffnete ebenfalls seine Türen.

 

Bereits vor den offiziellen Eröffnungen um 10 Uhr versammelten sich zahlreiche Fans dieser einzigartigen Erlebnis-Einzelhandelsmarke vor den Geschäften und warteten geduldig darauf, Build-A-Bear zurück in Deutschland begrüßen zu dürfen. Nach einer kurzen Willkommensrede durch eine der örtlichen Bear-Builderinnen erfolgte dann das offizielle Durchschneiden des Eröffnungsbandes. Die Ehre, das Band zu durchtrennen und die Geschäfte damit offiziell zu eröffnen, hatten die beiden Gewinnerinnen des im Vorfeld veröffentlichten Gewinnspiels, Noomi und Mila. Im Anschluss durften die beiden Mädchen als erste Build-A-Bear Gäste das Geschäft betreten und sich ihren besten Freund kreieren.

 

Nach und nach konnten sich die Gäste, die teilweise bereits Build-A-Bear Kuscheltiere mitbrachten, ihre neuen Freunde erstellen und das Aussehen ihrer Bärchen komplett selbst kreieren. Ein besonderes Highlight ist die Herz-Zeremonie, bei der die kleinen Herzen mit positiven Wünschen und Energie aufgefüllt werden. Die Kinder können mit dem Herz tanzen, hüpfen, sie küssen oder kuscheln, bevor sie das Herz in das Bärchen einsetzen. Die wundervollen Bear-Builderinnen und Bear-Builder begleiten dabei den kompletten Prozess, helfen bei der Auswahl der Kleidung und Accessoires und erklären das Vorgehen, um Sprachbotschaften aufzunehmen.

 

„Im Einzelhandel geht es nicht mehr nur darum, Produkte zu verkaufen. Es geht darum, emotionale Erlebnisse zu schaffen, bei denen sich die Menschen gesehen und einbezogen fühlen. Genau dafür sind unsere Geschäfte konzipiert.“ (Morten Geschwendtner, CEO/Gründer von Intersoruce - Franchise Partner für Build-A-Bear Dänemark und Deutschland)

 

Build-A-Bear hat sich online und europaweit mittlerweile zu einem kulturellen Phänomen entwickelt, das von Kindern, Erwachsenen, der Generation Z und Teenagern begeistert angenommen wird und das Spiel, Kreativität und emotionale Bindung im Einzelhandel neu definiert. In einer Welt, die von Bildschirmen und Automatisierung dominiert wird, bietet Build-A-Bear das Gegenteil: praktische Kreativität und Präsenz. Der Erfolg des Konzeptes liegt darin, dass Erlebnis, Personalisierung und Gemeinschaftgefühl miteinander verbunden werden. Dies verschafft Build-A-Bear die Möglichkeit weltweit zu expandieren, während viele andere Einzelhändler ihre physische Präsenz reduzieren. | Build-A-Bear 


Black Friday: Die Hälfte geht auf Schnäppchenjagd

25.11.2025 | Wenn mit dem Black Friday und der darauffolgenden Cyber Week die Rabattschlacht im Handel ihren Höhepunkt erreicht, gehen Millionen Menschen in Deutschland auf Schnäppchenjagd. Viele wollen dabei noch einmal mehr ausgeben als im Vorjahr. Rund jede und jeder Zweite (52 Prozent) will die reduzierten Preise nutzen, die allermeisten von ihnen online. Zwei Drittel (69 Prozent) werden ausschließlich im Internet nach Angeboten Ausschau halten, 26 Prozent sowohl online als auch beim stationären Handel und nur 4 Prozent ausschließlich im Geschäft vor Ort. Die Mehrheit (61 Prozent, 2024: 53 Prozent) hat zudem schon eine klare Vorstellung, wie viel sie ausgeben will: 312 Euro sind es im Durchschnitt und damit rund 11 Prozent mehr als noch 2024 mit 280 Euro. Männer planen dabei in diesem Jahr höhere Ausgaben (363 Euro) als Frauen (251 Euro). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.120 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „An Black Friday und der anschließenden Cyber Week kommt kaum mehr ein Händler vorbei“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.  

 

Die meisten derjenigen, die am Black Friday oder während der Cyber Week einkaufen wollen, gehen nach eigener Einschätzung geplant vor. Auf die Frage nach ihrem Einkaufsverhalten (Mehrfachnennungen möglich) sehen sich 45 Prozent als „Wunscherfüller/innen“: Sie gönnen sich Dinge, die sie sich schon länger wünschen, aber nicht zum vollen Preis kaufen wollen. Ebenso viele (45 Prozent) sind „Kopf-Käufer/innen“, die ganz gezielt Dinge des täglichen Bedarfs kaufen oder größere Anschaffungen machen, wenn diese im Angebot sind. Demgegenüber geben nur 28 Prozent an, zu den „Impulskäufer/innen“ zu gehören, die sich bei einem digitalen Schaufensterbummel zu Spontankäufen verleiten lassen. Und 22 Prozent bezeichnen sich als klassische „Schnäppchenjäger/innen“, die aktiv nach dem besten Angebot suchen, unabhängig davon, was sie konkret brauchen. 33 Prozent nutzen die Rabatt-Angebote vor allem, um Geschenke für Familie und Freundinnen und Freunde zu kaufen. „Die Menschen nutzen Rabatt-Aktionen gezielt, lassen sich oft aber von guten Angeboten zu spontanen Käufen verleiten“, so Rohleder. „Wer ungeplant auf ein Schnäppchen stößt, tut aber gut daran, den Preis noch einmal zu vergleichen – online ist eine Übersicht nur ein paar Klicks entfernt.“

 

Praktisch alle kaufen online ein

Aber auch unabhängig von Rabattaktionen gehört der Einkauf im Internet für fast alle zum Alltag. 96 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer haben in den vergangenen zwölf Monaten etwas online eingekauft, bei 3 Prozent ist es länger her und nur 1 Prozent hat das noch nie getan. Ein gutes Drittel (36 Prozent) kauft mindestens einmal pro Woche online ein, 3 Prozent sogar mehrmals täglich, 5 Prozent täglich. 13 Prozent mehrmals pro Woche und 15 Prozent einmal pro Woche. 37 Prozent shoppen mehrmals pro Monat online. Weitere 27 Prozent kaufen zwar online ein, aber seltener. Dabei bleibt das Smartphone die Nummer eins beim Online-Shopping: 73 Prozent nutzen es, gefolgt vom Notebook (52 Prozent), dem stationären PC (31 Prozent) und dem Tablet (27 Prozent). „Mobile Shopping ist der Standard. Wer als Händler ein Online-Angebot machen will, sollte dafür sorgen, dass seine Produkte auf dem Smartphone gut präsentiert werden“, so Rohleder.  

 

Am häufigsten kaufen Online-Shopper Mode und Accessoires, 68 Prozent haben entsprechende Produkte in den vergangenen zwölf Monaten online bestellt. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Bücher, Medien und Software (50 Prozent), Beauty- und Gesundheitsprodukte (48 Prozent) sowie Elektronik und Computer (47 Prozent). Gutscheine und Geschenke haben 42 Prozent online gekauft, Möbel und Wohnaccessoires 40 Prozent und Spielwaren und Freizeitprodukte 39 Prozent. Ein Drittel (33 Prozent) hat Haushaltsgeräte gekauft, 31 Prozent shoppen Lebensmittel und Getränke im Netz.

 

Dabei dominieren Plattformen den Online-Handel. 92 Prozent kaufen häufig auf Online-Plattformen ein. Ganz vorne stehen große Online-Marktplätze wie Amazon, Zalando oder Otto, bei denen 85 Prozent häufig einkaufen. Plattformen für gebrauchte Artikel wie eBay, Vinted oder Rebuy nutzen 36 Prozent, 21 Prozent kaufen über Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox, 9 Prozent über alternative Plattformen wie Etsy und 7 Prozent über Soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook. Neben den Plattformen werden die Online-Shops großer Händler wie Lidl, H&M oder Tchibo von 40 Prozent häufig genutzt, 36 Prozent kaufen in den Online-Shops von Herstellern und 23 Prozent häufig auf internationalen Billig-Marktplätzen wie Temu oder Shein.

 

Zahlungsmöglichkeiten und Versand sind wichtiger als nur ein billiger Preis

Bei der Auswahl eines Online-Shops sind für Kundinnen und Kunden vor allem drei Dinge sehr wichtig: Zahlungsmöglichkeiten (54 Prozent), Versand und Lieferung (53 Prozent) sowie Sicherheit und Vertrauen (51 Prozent). Erst danach folgen Preis und Rabatte (47 Prozent) sowie Kundenservice (45 Prozent) und eine große Produktauswahl (43 Prozent). Die Bedienbarkeit des Online-Shops und die Darstellung der Produkte sind 42 Prozent sehr wichtig. Mit deutlichem Abstand folgen die Regionalität (23 Prozent), Nachhaltigkeit (16 Prozent) sowie Empfehlungen und Community-Funktionen (9 Prozent). „Im Online-Handel entscheidet längst nicht allein der Preis. Viele Kundinnen und Kunden entscheiden sich im Zweifelsfall für den Anbieter, der ihnen eine passende Zahlungsmöglichkeit oder den richtigen Versandpartner anbietet“, so Rohleder.

 

Der Handel genießt insgesamt großes Vertrauen. 62 Prozent der Online-Shopper vertrauen darauf, dass Händler nicht missbräuchlich mit ihren Daten umgehen und 56 Prozent sind bereit, ihre Daten für Rabatte zur Verfügung zu stellen. Zugleich sagen 52 Prozent, dass sie ihre Daten bereits so oft angegeben haben, dass ein weiteres Mal keinen Unterschied macht. Nur 27 Prozent nutzen ausschließlich Funktionen, für die sie keinen Account anlegen müssen. Und rund ein Viertel (23 Prozent) hat Angst, dass der Preis für sie persönlich steigt, wenn Unternehmen zu viel über sie wissen.  

 

Temu, Shein & Co. spalten die Online-Shopper

Allerdings meiden trotz des grundsätzlichen Vertrauens rund zwei Drittel (63 Prozent) Online-Shops aus bestimmten Ländern, für 30 Prozent ist das Herkunftsland dagegen egal. Am häufigsten werden Angebote aus China gemieden (47 Prozent), gefolgt von weiteren asiatischen Ländern wie Indien (39 Prozent), Taiwan (35 Prozent) und Südkorea (28 Prozent). Online-Shops mit Sitz in den USA meiden 28 Prozent, für Japan sagen das 23 Prozent und für Großbritannien 17 Prozent.

 

Gleichzeitig ist der Einkauf bei Billig-Plattformen in China wie Temu oder Shein weit verbreitet. 51 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer haben dort bereits mindestens einmal eingekauft. Damit ist der Anteil gegenüber dem Vorjahr (47 Prozent) nur noch leicht gestiegen. 10 Prozent haben sich die Shops zwar angesehen, aber dort nichts gekauft, 4 Prozent können sich einen Einkauf künftig vorstellen. Ein Drittel (33 Prozent) schließt einen Besuch oder Kauf dort grundsätzlich aus.

 

Billig-Shoppen aus Neugier – und mit schlechtem Gewissen

Die Hauptgründe für den Einkauf bei chinesischen Billig-Shops sind der Preis und Neugier. 84 Prozent derjenigen, die dort schon einmal bestellt haben, geben an, dass die Produkte viel günstiger gewesen seien als bei anderen Shops. 76 Prozent sagen, sie seien einfach neugierig gewesen. 59 Prozent meinen, weil viele Produkte ohnehin aus China kommen, spiele es keine Rolle, ob sie auf anderen Plattformen oder in Billig-Online-Shops gekauft werden. Für 40 Prozent ist die Versanddauer aber zu lang. Und viele Käuferinnen und Käufer haben auch ein schlechtes Gefühl oder bereuen den Einkauf. 30 Prozent haben wegen des günstigen Preises Produkte bestellt, die sie gar nicht brauchen, 30 Prozent haben beim Einkauf ein schlechtes Gewissen. Ganz konkret machen sich 35 Prozent Sorgen, was mit ihren Nutzerdaten passiert, 31 Prozent fühlten sich vom Design des Shops überfordert. Nur 14 Prozent gehen davon aus, dass diese Billig-Online-Shops nur ein Hype sind, der bald wieder verschwindet. Fast die Hälfte (45 Prozent) möchte, dass außereuropäische Billig-Online-Shops stärker reguliert werden.  

 

Wer schon mehrmals bei Temu, Shein & Co. gekauft hat, berichtet zwar überwiegend von positiven Erfahrungen (74 Prozent). Allerdings haben 59 Prozent schon einmal Produkte zurückgeschickt oder reklamiert, 42 Prozent machen sich Sorgen, dass in den Produkten gesundheitsschädliche Materialien enthalten sind. Fast ein Drittel (31 Prozent) kauft auch Produkte in den Shops für einen bestimmten Anlass, die dann nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden. Und rund ein Fünftel (18 Prozent) nutzt die Billig-Produkte meistens nicht länger als 6 Monate.

 

Wie KI das Online-Shopping verändert

Durch Künstliche Intelligenz könnte sich das Online-Shopping grundsätzlich verändern, etwa durch KI-basierte Browser, die selbsttätig Shopping-Aufträge ausführen und dazu zuvor Preisvergleiche durchführen oder Produkttests analysieren. 21 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer wären grundsätzlich bereit, eine KI für sich einkaufen zu lassen. Von den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren würden sogar 43 Prozent einen KI-Shopping-Assistenten nutzen. „Viele Menschen werden künftig mit Hilfe von KI-Assistenten einkaufen. Der Handel muss sich jetzt auf das KI-Zeitalter einstellen, sonst besteht die Gefahr, dass das eigene Angebot seltener gefunden wird“, so Rohleder.

 

Jüngere stehen KI-Angeboten offener gegenüber

Auch bei der grundsätzlichen Einschätzung von KI beim Online-Shopping sind die Jüngeren deutlich offener. So wollen 36 Prozent von ihnen (28 Prozent aller Internetnutzerinnen und -nutzer) künftig einer KI sagen, was sie brauchen, und diese sucht dann passende Angebote. 34 Prozent gehen davon aus, dass durch KI der Kundenservice besser wird (alle: 25 Prozent), 30 Prozent würden sich gerne von einer KI zu ihren Einkäufen beraten lassen (alle: 19 Prozent) und 22 Prozent würden einer KI bei der Kaufberatung stärker vertrauen als einem Menschen (alle: 12 Prozent). 28 Prozent wünschen sich eine KI, die ihr Einkaufsverhalten analysiert und automatisch nachbestellt, was gebraucht wird (alle: 15 Prozent). Schon heute nutzen 27 Prozent der Jüngeren häufig einen KI-Chatbot, wenn sie ein Produkt suchen, unter allen Internetnutzerinnen und -nutzern sind es nur 16 Prozent.  

 

KI wird zudem die Werbung stark beeinflussen. 54 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer gehen davon aus, dass Werbung bald komplett KI-generiert sein wird, während die Jüngeren mit 49 Prozent etwas zurückhaltender sind. Einigkeit herrscht mit jeweils 66 Prozent Zustimmung bei allen Befragten und der jüngeren Gruppe, dass es durch KI künftig noch viel mehr gefälschte Produktbewertungen geben wird.  

 

Wer am Ende vom KI-Einsatz im Handel profitiert, ist für viele noch offen. 8 Prozent gehen davon aus, dass vor allem Kundinnen und Kunden profitieren, 33 Prozent davon, dass vor allem der Handel profitiert. 27 Prozent sehen die Vorteile bei Kundschaft und Handel gleichermaßen und 11 Prozent meinen, dass weder die einen noch die anderen profitieren werden. Ein Fünftel (20 Prozent) hat dazu keine Einschätzung oder möchte keine abgeben.

| bitkom


Deutsche Mittelstädte sind auch 2025 die attraktivsten Einzelhandelsstandorte

25.11.2025 | Studie zur NIQ Einzelhandelszentralität 2025: Wo kaufen die Deutschen 2025 am liebsten ein? Nicht unbedingt vor der eigenen Haustür – sondern dort, wo das Shopping-Erlebnis stimmt. Mittelstädte sind die heimlichen Stars des Einzelhandels, denn sie üben eine starke Anziehungskraft auf ihr Umland aus und profitieren dank ihres umfangreichen Handelsangebots von Kaufkraftzuflüssen. Das zeigt die aktuelle Studie zur NIQ Einzelhandelszentralität 2025.

 

Im Schnitt verfügen die Deutschen 2025 über 6.226 Euro pro Kopf für Retail-Ausgaben. Doch die Einzelhandelskaufkraft verteilt sich regional sehr unterschiedlich: Sie reicht in diesem Jahr von 7.952 Euro im Landkreis Starnberg bis 5.254 Euro im Stadtkreis Gelsenkirchen. Allerdings fließt nicht die gesamte Kaufkraft in den stationären Handel – und oft auch nicht in den Handel am Wohnort.

 

Der Vergleich von Kaufkraft und regionalen Einzelhandelsumsätzen ergibt die sogenannte Einzelhandelszentralität, die die Anziehungskraft des regionalen Handels misst. Diese zeigt, welche Regionen dank Kaufkraftzuflüssen von überdurchschnittlichen stationären Einzelhandelsumsätzen profitieren und wo hingegen Kaufkraftabflüsse zu verzeichnen sind. Werte über 100 stehen für einen Kaufkraftzufluss, Werte unter 100 für einen Kaufkraftabfluss.

 

2025 verzeichnen 184 deutsche Kreise einen Kaufkraftzufluss, während in 216 Kreisen ein Abfluss zu beobachten ist. Naturgemäß profitieren vor allem Stadtkreise, in denen sich der Einzelhandel konzentriert und die damit eine hohe Anziehungskraft auf das Umland ausüben.

 

Mittelstädte bleiben attraktiv: Zweibrücken auf Rang eins

Auch 2025 dominieren deutsche Mittelstädte das Zentralitätsranking. Der attraktivste Einzelhandelsstandort ist wie schon seit vielen Jahren Zweibrücken mit seiner Outlet City: Mit einem Zentralitätswert von 226,0 zieht die Stadt mehr als doppelt so viel Kaufkraft an, wie sie selbst generiert – und liegt damit deutlich vor dem zweitplatzierten Passau (200,0). Neu in den Top 10 ist der Stadtkreis Pirmasens, der nur wenige Kilometer von Zweibrücken und der deutsch-französischen Grenze entfernt ist. Mit einer Einzelhandelszentralität von 168,2 erreicht Pirmasens Platz acht und profitiert sicherlich von grenzüberschreitenden Einkaufsströmen sowie den dort ansässigen Schuhoutlets.

 

Viele der Städte in den Top 10 fungieren dabei als Mittelzentren für ein eher ländlich geprägtes Umfeld, in dem nur wenige und verstreute Einzelhandelsangebote existieren. Diese Städte bedienen ein großes Einzugsgebiet mit hoher Kaufkraft, die aus dem Umland in die Versorgungszentren fließt und dort zu einem deutlichen Kaufkraftüberschuss führt.

 

Diese Dynamik zeigt sich auch am Schlusslicht des Rankings: Mit einer Zentralität von 61,0 belegt der Landkreis Straubing-Bogen den letzten Platz unter allen 400 deutschen Stadt- und Landkreisen, während der Stadtkreis Straubing bundesweit Rang drei erreicht. Das bedeutet: Fast 40 Prozent der Einzelhandelskaufkraft von Straubing-Bogen fließt in umliegende Regionen ab – vor allem nach Straubing.

 

Großstädte sucht man im vorderen Feld hingegen vergeblich. Mannheim ist mit einer Zentralität von 129,4 auf Rang 39 die bestplatzierte Stadt über 300.000 Einwohner. Köln als erste Millionenstadt liegt auf Rang 86 mit einer Zentralität von 112,3, während die Hauptstadt Berlin mit einem Wert von 100,4 lediglich Rang 179 erreicht.

 

Filip Vojtech, Einzelhandelsexperte im Bereich Geomarketing von NIQ, kommentiert: „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Mittelstädte weiterhin eine zentrale Rolle im deutschen Einzelhandel spielen. Während Großstädte zwar über ein breites Angebot verfügen, sind es vor allem die mittelgroßen Städte, die durch spezialisierte Formate wie Outlets, attraktive Innenstädte und eine gute Erreichbarkeit Kaufkraft aus dem Umland anziehen. Für Händler bedeutet das: Wer in attraktive Mittelzentren investiert, profitiert in der Regel von niedrigeren Mieten, stabilen Umsätzen und einer hohen Kundenbindung.“

 

Insgesamt 432,1 Milliarden Euro fließen 2025 in den stationären Einzelhandel

Neben der „Sogwirkung“ einer Region lohnt sich auch der Blick auf den Gesamtumsatz im stationären Einzelhandel – denn dieser Wert zeigt, wo das größte Umsatzpotenzial liegt. Wie zu erwarten, führen die einwohnerstärksten deutschen Kreise dieses Ranking an.

 

Auf Platz eins liegt Berlin: In der Hauptstadt fließen mehr als 19,3 Milliarden Euro in den stationären Einzelhandel, was einem Anteil von 4,47 Prozent am gesamten Umsatz in Deutschland und damit mehr als dem Umsatz von Hamburg und München zusammen entspricht. Die Hansestadt folgt mit 2,57 Prozent auf Rang zwei, die bayrische Landeshauptstadt mit 2,39 Prozent auf Rang drei. Die zehn umsatzstärksten Kreise vereinen zusammen 16,76 Prozent des gesamten stationären Einzelhandelsumsatzes in Deutschland. Damit steigt ihr Anteil erstmals seit Jahren wieder leicht an.

 

Auch ein Blick auf die rechnerischen Einzelhandelsumsätze pro Kopf zeigt ein klares Bild: Hier führen – wie bei der Einzelhandelszentralität – die Mittelstädte das Feld an. Den ersten Platz belegt erneut der Stadtkreis Zweibrücken, wo der Pro-Kopf-Umsatz mehr als doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt von 5.103 Euro ist. Am unteren Ende des Rankings liegt der Landkreis Kaiserslautern mit einem Pro-Kopf-Umsatz von 2.819 Euro.

 

HINWEIS: Die Werte je Einwohner sind rein mathematische Vergleichsgrößen, da der Einzelhandel am jeweiligen Ort keineswegs nur von den Einwohnern dieses Ortes bestritten wird. Indem man die Einzelhandelsumsätze ins Verhältnis zu den Einwohnerzahlen setzt, ergibt sich jedoch ein erster Anhaltspunkt über die Anziehungskraft des Einzelhandels in dem jeweiligen Gebiet.

 

In Oberbayern sitzt das meiste Geld für Einkäufe im Einzelhandel

Für Händler und Hersteller ist es auch wichtig zu wissen, wo das Nachfragepotenzial sitzt, bevor es in den Einzelhandel fließt. Die Einzelhandelskaufkraft zeigt das durchschnittliche Ausgabepotenzial am Wohnort der Menschen. Dieses Wissen ermöglicht es beispielsweise, Filialen im Lebensmitteleinzelhandel wohnortnah zu planen und Werbekampagnen gezielt auszusteuern.

 

Ein Blick auf die Top 10 zeigt, dass sieben der zehn kaufkraftstärksten Kreise in Bayern liegen. Wie in den Vorjahren belegt der Landkreis Starnberg beim Kreisranking nach Einzelhandelskaufkraft den ersten Platz. Mit 7.952 Euro pro Kopf verfügen die Starnberger über knapp 28 Prozent mehr Budget für Ausgaben im Einzelhandel als der Durchschnittsdeutsche. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Land- und Stadtkreis München, wo die Menschen immer noch mindestens 21 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt im Handel ausgeben. Den letzten Platz belegt erneut der Stadtkreis Gelsenkirchen: Hier stehen den Menschen durchschnittlich 5.254 Euro pro Kopf und damit knapp 16 Prozent weniger als dem Bundesdurchschnitt zur Verfügung.

 

Über die Studie

Die „Sogwirkung“ einer Stadt als Einkaufsort kann dadurch gemessen werden, dass man die Nachfrage der Einwohner am Wohnort (NIQ Einzelhandelskaufkraft) den Umsätzen im Einzelhandel (NIQ Einzelhandelsumsatz) gegenüberstellt. Daraus ergibt sich die NIQ Einzelhandelszentralität. Eine Zentralität größer als 100 bedeutet einen Kaufkraftzufluss, unter 100 einen Kaufkraftabfluss.

 

Der Einzelhandelsumsatz spiegelt die regionale Verteilung der stationären Einzelhandelsumsätze wider. Im Gegensatz zur Kaufkraft, die am Wohnort des Konsumenten erhoben wird, wird der Einzelhandelsumsatz am Standort des Einzelhandels gemessen. Er ist definiert als Umsatz des Einzelhandels (ohne Kfz-Handel, Kraft- und Brennstoffe) abzüglich des Distanzhandels (eCommerce, Versandhandel). NIQ Geomarketing berechnet den Einzelhandelsumsatz jährlich. Er wird für jede regionale Ebene als Summe sowie pro Einwohner in Euro und als Index (deutscher Durchschnitt = 100) ausgewiesen. Die Berechnung erfolgt für alle deutschen Stadt- und Landkreise sowie für alle Gemeinden und Postleitzahlen mit einem Einzelhandelsumsatz von mindestens 1,5 Mio. Euro und mehr als drei Einzelhandelsbetrieben.

 

Für die Berechnung der Einzelhandelskaufkraft werden die Ausgaben für die Warengruppen Nahrungs- und Genussmittel, Kleidung und Schuhe, übrige Güter für die Haushaltsführung (u.a. Möbel, Bodenbeläge, Haushaltselektrogeräte, Heimtextilien, Gartenbedarfsartikel, Reinigungsmittel), Körper- und Gesundheitspflege, Bildung und Unterhaltung (z.B. TV, Radio, Bücher, Fotobedarf, Zeitschriften, Spielwaren, Sportartikel) sowie persönliche Ausstattung (Uhren, Schmuck, etc.) berücksichtigt.

 

Die regionalisierten Daten zur Einzelhandelszentralität liegen für viele europäische Länder vor und sind jeweils bis zur feinsten administrativen und postalischen Ebene als Prognose für das laufende Jahr verfügbar. Es handelt sich bei der Kaufkraft und den Umsatzdaten um nominale Angaben – d.h. ohne Berücksichtigung von Inflationsentwicklungen und regional verschiedenen Preisniveaus oder unterjährigen Wechselkurseffekten.

 

Mit der Einzelhandelszentralität erhalten Einzelhändler eine objektive Messgröße dafür, welcher Region, welcher Stadt oder welcher Postleitzahl innerhalb einer Stadt es gelingt, mit dem vorhandenen Einzelhandelsangebot besonders viel Kaufkraft anzuziehen und zu binden. Sie ist somit für die Standortplanung und -bewertung unverzichtbar. Die Einzelhandelszentralität sollte bei Expansionsentscheidungen jedoch im Zusammenhang mit den Einwohnerzahlen, dem Einzelhandelsumsatz und der Einzelhandelskaufkraft betrachtet werden. Alle drei Kennziffern sind standardmäßig in der Studie „NIQ Einzelhandelszentralität“ enthalten. | NIQ


Führungswechsel bei Otto.de: Ewenstein übernimmt, Opelt geht

25.11.2025 | Zum 1. März 2026 übernimmt Dr. Boris Ewenstein den Vorsitz des Bereichsvorstands bei Otto in Hamburg. Der 48-Jährige tritt die Nachfolge von Marc Opelt an, der sich nach einer 35-jährigen Karriere in der Otto Group – davon seit 2012 als Marketingvorstand und seit 2018 als Vorsitzender des Bereichsvorstands – in den Ruhestand verabschiedet.

 

Neben seiner aktuellen Rolle als Vorstand für Retail & Marketplace, die Ewenstein seit Mai 2024 innehat, wird er künftig auch die Bereiche Strategie und Unternehmenskommunikation verantworten. Das Führungsgremium setzt sich im kommenden Geschäftsjahr neben Ewenstein aus Andrea Becker (Finance, HR & Services) und Dr. Michael Müller-Wünsch (Tech) zusammen; die Position des Marketingvorstands soll zeitnah neu besetzt werden.

 

Vor seinem Wechsel zu Otto war Ewenstein bis 2023 bei Zalando SE als Senior Vice President Supply tätig, wo er die Sortimentsentwicklung und internationale Markenpartnerschaften steuerte. Zuvor arbeitete er über elf Jahre bei McKinsey, zuletzt als Partner in der auf Transformationsprojekte spezialisierten Organization Practice. | PH


Feuerwerk-Importe von Januar bis September 2025 um 62,6 % gegenüber Vorjahreszeitraum gestiegen

25.11.2025 | Mehr Feuerwerkskörper als im Vor-Corona-Jahr 2019 importiert.

 

In diesem Jahr sind die Importe von Böllern, Raketen und Co. nach Deutschland stark gestiegen. Im Zeitraum Januar bis September 2025 wurden mehr als 42 400 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert. Das waren 62,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. In den ersten drei Quartalen 2024 wurden 26 100 Tonnen Feuerwerkskörper eingeführt. Die Feuerwerksimporte in den ersten drei Quartalen 2025 haben auch das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 (29 800 Tonnen) um 42,4 % übertroffen. In den Jahren der Covid-19-Pandemie hatte es Verkaufsverbote für Feuerwerkskörper gegeben – die Importe waren entsprechend niedrig. Seither wird mit Verweis auf Sicherheits- und Umweltschutzaspekte immer wieder über Einschränkungen für privates Feuerwerk debattiert.

 

Importierte Feuerwerkskörper kommen fast ausschließlich aus China

Mit einem Anteil von 98 % kamen fast alle von Januar bis September 2025 eingeführten Feuerwerkskörper aus China. Die chinesischen Importe nach Deutschland machten in den vergangenen 20 Jahren durchgängig mehr als 90 % der insgesamt eingeführten Menge an Feuerwerkskörpern aus.

 

Exporte von Feuerwerkskörpern gesunken

Feuerwerkskörper werden in deutlich geringerem Umfang aus Deutschland exportiert als hierzulande eingeführt. Von Januar bis September 2025 wurden 671 Tonnen Feuerwerkskörper exportiert, das waren 28,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals wurden 941 Tonnen Raketen, Böller und Co. ausgeführt. Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden im Vergleichszeitraum 1 980 Tonnen Feuerwerkskörper exportiert. | Statistisches Bundesamt


Wie viele Menschen in Europa leben alleine?

25.11.2025 | In Deutschland lebt rund ein Fünftel der Bevölkerung allein. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts. Damit liegt Deutschland über dem Durchschnitt der Europäischen Union von 16,2 Prozent. Nur in Litauen (27,0 Prozent), Finnland (25,8 Prozent), Dänemark (24,1 Prozent) sowie Estland (22,3 Prozent) und Schweden (22,2 Prozent) wohnten im EU-Vergleich noch mehr Menschen allein. In der Slowakei, Irland, Polen und Zypern sind es hingegen weniger als ein Zehntel der Bevölkerung.

 

Zwischen 2014 und 2024 stieg der Anteil der alleinlebenden Personen in fast allen Ländern der EU an. Lebten 2014 im EU-Durchschnitt 14,4 Prozent allein, waren es 2024 bereits 16,2 Prozent. Den größten Anstieg zwischen 2014 und 2024 verzeichneten Litauen (+11,2 Prozentpunkte von 15,8 Prozent auf 27,0 Prozent), gefolgt von Bulgarien (+8,4 Prozentpunkte von 9,2 Prozent auf 17,6 Prozent) und Estland (+6,2 Prozentpunkte von 16,1 Prozent auf 22,3 Prozent). In Deutschland stieg der Anteil der Alleinlebenden im selben Zeitraum nur leicht an (+0,3 Prozentpunkte von 20,2 Prozent auf 20,5 Prozent).

 

Zu der Entwicklung tragen mehrere Faktoren bei. So werden Partnerschaften später eingegangen, Ehen seltener geschlossen und Trennungen sind häufiger. Viele Menschen bevorzugen heute flexible Lebensformen statt dauerhafte Bindungen im selben Haushalt. Hinzu kommt die Urbanisierung: Großstädte bieten mehr Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten und dort ist es sozial akzeptiert, allein zu leben. Auch die steigende Lebenserwartung trägt zu der Entwicklung bei: Viele Menschen werden älter und verbringen nach dem Tod des Partners oder nach Trennungen viele Jahre allein.

 

Frauen lebten in fast allen EU-Staaten häufiger allein als Männer. Durchschnittlich waren 2024 in der EU 54,9 Prozent aller Alleinlebenden Frauen. In der Slowakei waren 71,4 Prozent aller Alleinlebenden weiblich und in Lettland 64,0 Prozent. Deutschland lag mit einem Frauenanteil von 52,2 Prozent unterhalb des EU-Durchschnitts. Lediglich in vier der 27 EU-Mitgliedstaaten überwog der Männeranteil: Malta, Luxemburg, Zypern, und Schweden.

 

Ältere Menschen leben mehr als doppelt so häufig allein wie der Durchschnitt der Bevölkerung. Im Jahr 2024 lebten in der EU rund 31,9 Prozent der Menschen ab 65 Jahren allein in einem Haushalt. In Deutschland lag der Anteil in dieser Altersgruppe mit 35,1 Prozent über dem EU-Durchschnitt. | Statista


Wer wohnt mit wem?

25.11.2025 | Blickt man hinter deutsche Haustüren, erlebt man bei der Frage, in welchen Haushalts-Konstellationen die Menschen zusammenleben, vergleichsweise wenig Überraschungen. Einer Umfrage der Statista Consumer Insights zufolge wohnen die meisten der Befragten mit ihrem Partner oder Partnerin zusammen. Mit ihren Kindern leben 32 Prozent der Befragten, alleine 27 Prozent. Deutlich seltener gibt es Menschen, die mit ihren Eltern zusammenleben (neun Prozent der Befragten). Gemeinsam mit ihren Geschwistern oder Mitbewohner:innen wohnen jeweils drei Prozent. Das Zusammenleben mit den Schwiegereltern ist für lediglich zwei Prozent der Befragten die aktuelle Wohn-Situation.

 

In Deutschland lebt übrigens rund ein Fünftel der Bevölkerung allein. Damit liegt Deutschland über dem Durchschnitt der Europäischen Union von 16,2 Prozent. Nur in Litauen (27,0 Prozent), Finnland (25,8 Prozent), Dänemark (24,1 Prozent) sowie Estland (22,3 Prozent) und Schweden (22,2 Prozent) wohnten im EU-Vergleich noch mehr Menschen allein.

 

Die Statista Consumer Insights sind ein webbasiertes Tool, das umfangreiche Daten zu Konsumverhalten und Verbrauchereinstellungen bereitstellt. Es basiert auf Millionen von Online-Umfragen in über 50 Ländern und deckt Themen wie Mediennutzung, Konsumtrends und Marken-Kennzahlen ab. Nutzer können eigene Zielgruppen definieren und die Daten interaktiv analysieren, visualisieren und exportieren. Das Tool ermöglicht zudem länderübergreifende Vergleiche und die Beobachtung von Trends über die Zeit. Unternehmen und Forschende profitieren von der Plattform, indem sie Markttrends erkennen, Marken vergleichen und fundierte strategische Entscheidungen treffen können. Durch die transparente Methodik gewährleistet Statista Consumer Insights zuverlässige und aussagekräftige Ergebnisse. | Statista


Auf Sparkurs: Zu Weihnachten planen Konsument:innen sich mit Ausgaben wieder zurückzuhalten

24.11.2025 | Neuer Trend Check Handel zeigt: Konsumlaune zu Weihnachten 2025 eingetrübt. Vorab-Recherche bei Händleraktionstagen nimmt zu. Weniger geplante Ausgaben für Weihnachtsmarktbesuche, Adventskalender und Weihnachtsbäume. Asia-Plattformen wie Temu und Shein sowie Amazon Haul behaupten sich. 

 

Hatte sich die Konsumlaune an Weihnachten 2024 im Vergleich zu den Vorjahren wieder gebessert, neigt sie sich zum Jahresende 2025 wieder und die Sorgen der Konsument:innen nehmen zu, wie der neue Trend Check Handel Vol. 15 zeigt. So geben 54 Prozent der dafür im November Befragten an, dass sie aufgrund der Preissteigerungen Angst haben, ihren Lebensstandard zu verlieren − im August dieses Jahres waren es noch 50 Prozent. Ebenfalls meinen über drei Viertel (78 %), dass dies erst der Anfang der Preissteigerungen sei – ein Anstieg um 4 Prozentpunkte seit August 2025. Gleichzeitig stehen Aktionstage wie Black Friday und Co. sowie Weihnachten vor der Tür. In dieser angespannten Lage wirft der aktuelle Trend Check Handel einen Blick auf die Bedeutung von Cyber Monday und Co. für die Konsument:innen sowie die Ausgabenbereitschaft für das Weihnachtsfest. 

 

Vorab-Informieren gewinnt bei Händleraktionstagen an Bedeutung

Die getrübte Konsumlaune der Konsument:innen macht sich auch an Händleraktionstagen wie dem Black Friday oder Cyber Monday bemerkbar. Laut einer aktuellen Befragung des Handelsverband Deutschland (HDE)1 ist die Anzahl derjenigen, die 2025 planen diese Tage für Käufe zu nutzen, jeweils um zwei Prozentpunkte gestiegen (Black Friday: 48 %; 2024: 46 / Cyber Monday: 36 %; 2024: 34 %). Es wird dennoch erstmals mit einem Umsatzrückgang zum Vorjahr um knapp zwei Prozent gerechnet. Die Zahlen des aktuellen Trend Check Handel unterstützen diese Erwartungshaltung: Knapp ein Viertel der Befragten (23 %) schaut spontan, ob sie an den Aktionstagen etwas kaufen werden. Damit ist im Vergleich zu den letzten vier Jahren die Zahl der Spontankäufer:innen konstant gesunken, während die Zahl derjenigen, die sich vorab zu Produkten informieren, die sie zu den Händlertagen eventuell kaufen möchten, seit 2021 stetig gestiegen ist. 

 

Weihnachten fällt für viele weniger üppig aus

Auch für die Weihnachtseinkäufe möchten in diesem Jahr Konsument:innen – anders als im Vorjahr – wieder weniger tief in die Tasche greifen. Vor allem für Weihnachtsmarktbesuche (38 %; 2024: 33 %), Adventskalender (37 %; 2024: 30 %) und Weihnachtsbäume (37 %; 2024: 27 %) planen Konsument:innen weniger Geld auszugeben. Wie schon 2024 geben über die Hälfte (54 %) an, die Preise stärker zu vergleichen als die Jahre zuvor und bei 40 Prozent fallen aufgrund gestiegener Preise die Geschenke kleiner aus als sonst. Hierfür werden auch asiatische Onlinemarktplätze wie Temu und Shein herangezogen. So geben 13 Prozent der Befragten an, asiatische Marktplätze für den Kauf von Weihnachtsgeschenken zu nutzen. 

 

Asiatische Marktplätze und Amazon Haul behaupten sich

Im angespannten Konsumklima können sich asiatische Marktplätze recht stabil halten. Dabei rangiert Temu mit knapp einem Drittel an verbuchten Käufen (32 %) und einer im Vergleich zum Anfang des Jahres von 21 auf 25 Prozent gesteigerten Bestellhäufigkeit an erster Stelle. Mit 16 Prozent an Käufen nimmt Shein den zweiten Platz ein, während deutlich abgeschlagener AliExpress (9 %) und Wish (7 %) an dritter und vierter Stelle kommen. Das erst seit Juni in Deutschland verfügbare Amazon Haul punktet dagegen und liegt mit 13 Prozent Kaufrate bereits auf demselben Niveau von Shein. Die Bestellhäufigkeit liegt mit 59 Prozent deutlich höher als bei den asiatischen Plattformen und weiterhin sind 46 Prozent der Befragten (März 2025: 59 %) der Meinung, dass Amazon Haul den asiatischen Plattformen große Konkurrenz machen wird. Gleichzeitig meinen mehr als die Hälfte (58 %), dass es bei Amazon schon genug asiatische Waren im Angebot gebe und dafür kein separater Bereich wie Amazon Haul nötig sei. | ECC KÖLN

 

[1] Umfrage im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. Befragt wurden im Oktober 2025 über 1.000 Online-Shopper: Black Friday und Cyber Monday: HDE rechnet zu Aktionstagen mit Umsatz von 5,8 Milliarden Euro – Handelsverband Deutschland (HDE). 


Spielwarenumsatz wächst wieder

20.11.2025 | Gemeinsame Mitteilung von Circana, BVS und DVSI zur Pressekonferenz 2025 der Spielwarenbranche 

 

Marktforschung: Starke Trends bringen Wachstum in die Spielwarenbranche

Während wir im Vorjahr noch mit einem leicht negativen Ergebnis von -1 % das Jahr abgeschlossen haben, sehen die Aussichten für dieses Jahr deutlich besser aus. Im bisherigen Jahresverlauf (Jan bis 26. Okt 2025) konnte der Markt um 4 % wachsen. Das sind positive Signale für das kommende Weihnachtsgeschäft und lässt die Branche auf ein gutes Jahresergebnis hoffen.

 

Ein Blick auf die Vertriebskanäle zeigt, dass alle von uns erfassten Handelswege im Vergleich zum Vorjahr wachsen können. Den größten Zugewinn verzeichnet dabei der Other Kanal, der neben Onlinehändlern auch Vertriebswege wie den Buchhandel oder Fachmärkte im Bereich Unterhaltungselektronik beinhaltet. Fast 80 % des Branchenwachstums kommen aus diesem Kanal. Am zweitstärksten wächst in Deutschland der Bereich Generalist & Specialist und steht damit für rund 17 % des Umsatz-Zugewinns. Der Rest verteilt sich auf die Hypermärkte.

 

Der durchschnittliche Verkaufspreis liegt bei 14,11 € im aufgelaufenen Jahr und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % erhöht - leicht unterhalb der aktuellen Inflationsrate.

 

Welche Hersteller stecken dahinter?

Ein Haupttreiber ist in diesem Jahr die Firma Amigo. Verantwortlich für den Vertrieb der Pokémon Sammelkarten, kann das Unternehmen um mehr als 80 % bzw. 68 Mio € wachsen.

 

Auch in diesem Jahr ist Lego wieder auf Wachstumskurs und kann um fast 8 % zulegen. Der erfolgreiche Rennsport-Film F1 mit Brad Pit in der Hauptrolle hat eine starke Nachfrage nach passenden Produkten generiert. Dadurch kann Lego mit der Formula 1 Lizenz um mehr als 23 Mio € wachsen. Aber auch die Lego Botanicals können das starke Vorjahr um mehr als 31 % übertreffen. Es sind vor allem die Neuheiten wie das Pretty Pink Flower Bouquet oder die Mini Orchidee, welche die Hitliste anführen. Mit dem Partyspiel Hitster kann Jumbo auch in diesem Jahr wieder die Konsumenten begeistern und steigert damit den Umsatz um 95 %.

 

Zuru mit den Pets Alive und Max Build More - Sortimenten, Funko durch Funko Pop! und den Mystery Minis sowie Mattel mit Minecraft, Uno oder Hot Wheels konnten ihre Umsätze mit diesen Linien um insgesamt mehr als 15 Mio € im Vergleich zum Vorjahr steigern.

 

Wachstum verteilt auf 5 der 11 Kategorien

Mit einer Umsatzsteigerung von über 80 Mio € gegenüber dem Vorjahr katapultiert sich der Bereich Games & Puzzle an die Spitze und ist damit die umsatzstärkste Kategorie im deutschen Spielwarenmarkt.

 

Es ist mit Sicherheit das Jahr der Trading Cards und im Speziellen von Pokémon. Mit über 84 % Marktanteil in der entsprechenden Sub-Kategorie ist das Thema mit weitem Abstand die Nummer 1. Trotzdem entwickeln sich auch andere Themen sehr positiv, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Magic: The Gathering, One Piece oder Marvel Universe sind Sammelkarten Themen, welche insgesamt um mehr als 4 Mio € wachsen können.

 

Neben den bereits erwähnten Trendthemen wie Hitster oder Uno sind auch weitere Spielelinien stark nachgefragt und können dadurch zum Branchenwachstum beitragen. Spiele und Puzzle rund um die Disney Lizenz Lilo & Stich, das Kartenspiel Skyjo, Monopoly oder z.B. der Klassiker Rubrik´s Cube verzeichnen einen deutlichen positiven Trend im Abverkauf.

 

Weiteres starkes Wachstum kommt aus dem Bereich der Building Sets. Hier ist Lego mit weitem Abstand der umsatzstärkste Hersteller. Die Lego Linien wie z.B. Botanicals, Speed Champions, Minecraft oder Creator 3-in-1 haben eine starke Nachfrage und können jeweils um mehr als 6 Mio € gegenüber dem Vorjahreszeitraum wachsen. Aber auch Zuru und Mattel können mit ihren entsprechenden Produkten um mehr als 500 TD€ im Markt zulegen.

 

Der Umsatz der Kategorie Action Figures liegt 23 % über dem Vorjahr. Neben den bereits erwähnten Linien von Funko können auch Hasbro, Mattel oder die Simba Dickie Gruppe mit den jeweiligen Sortimenten wie z.B. Beyblade, Marvel Universe, Jurassic World und den Nano MetalFigs bei den Konsumenten punkten und die Umsätze um jeweils mehr als 1 Mio € ausbauen.

 

Weitere Steigerungen kommen aus den Kategorien Plüsch und Vehicles. Die Simba Dickie Gruppe mit Lilo & Stich, Mattel u.a. mit Hot Wheels, Carrera Revell mit der Carrera Hybrid Serie sind einige Beispiele von stark nachgefragten Produktlinien in den beiden Bereichen. Dadurch kann die Kategorie Plüsch um 6 % und Vehicles um 4 % im Umsatz zulegen.

 

Lizenzen im Markt immer wichtiger

In den vergangenen Jahren konnten wir bereits einen starken Trend zu Lizenzartikel feststellen. Diese Entwicklung sehen wir auch im bisherigen Jahresverlauf. Der Umsatztrend von Produkten ohne Lizenzbezug liegt bei +1 %, während Produkte mit spannenden Lizenzthemen um +9 % im Umsatz wachsen können. Durch die aktuelle Entwicklung hat der Lizenzanteil im Spielwarenhandel eine neue Höchstmarke von 33 % erreicht. Jedes dritte verkaufte Spielzeug ist ein Lizenzprodukt.

 

Die attraktive Umsetzung von Lizenzthemen am Point of Sale hat dadurch weiter an Relevanz gewonnen. Viele Handelspartner haben das auch entsprechend umgesetzt und wir erwarten auch im Weihnachtsgeschäft eine gesteigerte Nachfrage nach den entsprechenden Produkten.

 

Die 5 umsatzstärksten Lizenzen sind Star Wars, Minecraft, Harry Potter, Pokémon und Lilo & Stich. Zusammen stehen sie für 25 % des Lizenzmarktes. Verglichen mit den Vorjahren zeigt sich, dass der Markt nicht mehr von einigen wenigen Lizenzen dominiert wird. Der Umsatz verteilt sich jetzt gleichmäßiger auf die angesagten Lizenzwelten.

 

Zusätzlich sehen wir auch weitere Themen, welche stark im Markt wachsen können. Formula 1, Fortnite, Disney Princess, Mario Kart, The Fast and the Furious oder Jurassic World können um jeweils mehr als 3 Mio € zulegen.

 

Positive Aussichten auf Weihnachtsgeschäft

Die anhaltende Tendenz zu einem späten Weihnachtseinkauf erwarten wir auch für diese Saison. Bereits im letzten Jahr wurden wieder mehr als 33 % der Jahresumsätze in den letzten zwei Monaten realisiert. Das stellt den Handel und die Hersteller immer wieder vor große logistische Herausforderungen. Wir sehen aber die Branche gut gerüstet, um den Ansturm zu bewältigen. Im Vergleich zum letzten Jahr starten wir aufgelaufen mit einem positiven Trend in die Weihnachtssaison. Auch hat die eigentliche Weihnachtswoche einen Einkaufstag mehr für Last Minute Geschenke. Das lässt uns optimistisch auf die Saison blicken und sollte in einem guten Jahresergebnis resultieren.

| Circana

Handel: Spielwarenumsatz wächst wieder

Weihnachten: 168 Euro für Spielzeug

Nach Jahren der wirtschaftlichen Achterbahnfahrt zeigt sich der Spielwaren-Einzelhandel 2025 optimistisch. Zwar bleibt die Kaufkraft vieler Familien durch hohe Lebens- haltungskosten und wirtschaftliche Lage gedämpft, doch die Lust am Schenken ist ungebrochen. „Wenn das Leben anstrengender wird, wächst die Sehnsucht nach kleinen Glücksmomenten – und die schenkt man am liebsten den Kindern“, sagt Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverband Spielwaren (BVS). Entsprechend rechnet der Verband mit einem guten Weihnachtsgeschäft.

 

Letztes Weihnachten haben die Deutschen jedem Kind (zwischen 3 und 12 Jahren) im Durchschnitt Spielzeug im Wert von 168 Euro (Vorjahr: 150 Euro) geschenkt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BVS ergeben. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Handelsverband Spielwaren über alle Vertriebswege mit einem Umsatzplus von ca. 3 %. Für das Plus sorgen vor allem der anhaltende Pokémon-Hype und das stark wachsende LEGO-Sortiment für Erwachsene. Damit würde der Inlandsmarkt auf 4,5 Mrd. Euro in 2025 (2024: 4,4 Mrd. Euro, zu Endverbraucher- preisen, Basis: consumer panel Circana Group GmbH) wachsen.

 

Vom Kalender profitiert der Handel in diesem Jahr gleich doppelt: Da Heiligabend auf einen Mittwoch fällt, bleiben den Verbraucherinnen und Verbrauchern noch mehrere volle Einkaufstage kurz vor dem Fest. Das sorgt traditionell für volle Innenstädte und gute Umsätze im stationären Handel. Die Spielzeugpreise waren in 2025 relativ stabil. Die steigenden Betriebskosten und der Druck auf die Margen wurden vom Handel kompensiert.

 

BVS-Vorsitzender Rainer Wiedmann: „Unsere Händler haben viel abgefedert, um Spielzeug bezahlbar zu halten. Doch 2026 wird kein Selbstläufer – steigende Mindestlöhne und immer mehr Bürokratie werden den Druck auf die Preise erhöhen.“ | BVS 

Industrie: DVSI INDEX zur Stimmung bei Spielwarenherstellern auf niedrigem Niveau

Fünf Krisenjahre und die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft gehen auch an der Spielwarenindustrie nicht spurlos vorbei. Hofften noch vor einem Jahr 28 % der im Rahmen des jährlichen DVSI INDEX befragten Unter- nehmen, dass sich im Jahr 2025 das Blatt zum Besseren wendet, erfüllten sich die Hoffnungen nicht für alle Firmen. Lediglich 11 % der Spielwarenunternehmen bewerten ihre aktuelle Lage als gut oder sehr gut (2024: 20 %), während 20 % ihre momentane Lage als ungenügend ein- stufen. Die Branche spiegelt damit die allgemeine Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Doch es gibt auch positive Signale. So setzt die Warengruppe „Spiele, Bücher, Lernen, Experimente & Multimedia“ ihre Erfolgsgeschichte fort und die „Big Player“ behaupten sich nach wie vor gut.

 

Die Umsatzschätzungen für 2025 gehen weit auseinander. Vor allem kleinere Spielwarenproduzenten sehen ihre Situation kritisch, während Großunternehmen von stabilen Umsätzen ausgehen. Der nach Schulnoten gewichtete Mittelwert des DVSI-Stimmungsbarometers rutschte auf 3,5. Im Jahr 2021 betrug dieser noch 2,3. „Das ist der niedrigste Stimmungswert seit Bestehen des DVSI INDEX und Ausdruck einer tiefen Verunsicherung“, so DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil „Von einer nachhaltigen Wirtschaftswende spürt unsere Branche jedenfalls nichts, auch wenn einzelne Unternehmen Rückenwind verspüren.“ Die Zahlen des DVSI INDEX sind ein Spiegelbild der vorherrschenden Skepsis, einer nach wie vor gefühlt hohen Inflation bei den Verbrauchern und des eingetrübten Konsumklimas. Doch es gibt auch positive Signale: Trotz eines weiterhin herausfordernden Umfeldes erwarten immerhin 31 % der befragten Spiel- warenunternehmen für das kommende Jahr eine Verbesserung der Umsatzentwicklung. Zeigt der durch die Politik angekündigte „Herbst der Reformen“ bereits erste Effekte oder ist die aktuelle Lage mit einem moderaten Wachstum besser als die Stimmung? Zumindest die größeren Unternehmen sehen für die Zukunft deutlich bessere Perspektiven für ihr Geschäft (Note: 2,7).

 

Steigerte die Branche in den Pandemie-Jahren ihre Umsätze kräftig, trüben die schwächelnde Konjunktur, strukturelle Probleme des Standortes Deutschland sowie geopolitische Herausforderungen und der neue globale Protektionismus die Branchenstimmung erheblich ein. Im Schnitt rechnen die befragten Hersteller für dieses Jahr mit einem Umsatzminus von 2,8 %. Auch auf das für Spielware so wichtige Weihnachtsgeschäft blicken die befragten Unternehmen nach zwei eher durchwachsenen Jahren mit Vorsicht.

 

Nur 13 % der Befragten erwarten eine Besserung zum Vorjahr, 36 % rechnen sogar mit einer Verschlechterung. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 erwarteten 16 % eine Verbesserung, aber 44 % eine Verschlechterung. Die Erwartungen scheinen zwar eingetrübt zu bleiben, aber die Skepsis nimmt insgesamt ein wenig ab. Allerdings erwarten die befragten Unternehmen keine großen Ausschläge nach oben für die umsatzstärkste Zeit des Spielwarenjahres. „Die Konsumenten halten das Geld zusammen und achten verstärkt auf Preispunkte“, sagt Ulrich Brobeil, „aber Spielwaren bleiben das Weihnachtsgeschenk schlechthin für Kinder – auch in konjunkturell schwierigen Zeiten.“

 

Die Prognose für das kommende Jahr stellt sich sehr differenziert dar. Trotz der insgesamt gedämpften Stimmung erwarten 31 % der befragten Unternehmen für 2026 eine Umsatzsteigerung. Hier sind es vor allem die „Big Player“, die zuversichtlich nach vorne schauen. Größe scheint demnach gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ein Faktor für wirtschaftlichen Erfolg oder Stabilität zu sein, aber dennoch keine Garantie. Die Prioritäten der Unternehmen haben sich in den letzten 12 Monaten nur graduell verändert. Zu schaffen macht den Unternehmen nach wie vor die Kostensituation. 60 % bewerten sie schlechter als vor einem Jahr. Für 88 % der Befragten bleibt das Personal der zentrale Kostentreiber, gefolgt von Einkaufskosten für Material, Rohstoffe und Energie (42 %). Hier gab es einen leichten Rückgang. Ebenfalls hohe Kosten verursachen Administration, Bürokratie und Vorschriften (30 %). „Die von Sondereffekten geprägte leicht positive Marktentwicklung darf nicht darüber hinweg- täuschen“, sagt Ulrich Brobeil, „dass für eine nachhaltige Trendwende auch in der Spielwarenbranche bessere allgemeine Rahmenbedingungen zentral sind.“ Dazu zählt u.a. auch die effiziente Kontrolle von Cross Border- Geschäften. Der 11. DVSI INDEX zeigt das einmal mehr. Die befragten Mitgliedsunternehmen wünschen sich einen stärkeren Schutz vor unlauterem Wettbewerb aus Drittländern, die Durchsetzung von EU-Standards im Onlinehandel und die Abschaffung von Zollfreigrenzen. Mit der jüngsten Entscheidung des EU-Rates zu Zollfreigrenzen und Abwicklungsgebühren ist in der letzten Woche ein erster Schritt getan worden. Weitere müssen aus Sicht des DVSI folgen. | DVSI


Thalia kommt nach Kiel: Eine neue Erlebnisbuchhandlung eröffnet 2026 in der Holstenstraße

20.11.2025 | Thalia eröffnet im Herbst 2026 eine neue, moderne Buchhandlung im Herzen der Kieler Innenstadt – und schafft damit einen Ort, an dem Lesen, Erleben und Entdecken noch enger zusammenrücken. Auf mehr als 1.000 qm Fläche in der Holstenstraße 80–82 erwartet Kundinnen und Kunden eine großzügige, lichtdurchflutete Buchhandlung, die Shopping-Komfort, vielfältige Auswahl und hochwertige Aufenthaltsqualität miteinander verbindet.

 

Die neue Thalia Buchhandlung bietet ein breites, liebevoll kuratiertes Sortiment – von Romanen und Sachbüchern über Spiele und Spielwaren bis hin zu Trend- und Geschenkartikeln. Ein besonderes Highlight ist die große Kinderabteilung, die Familien zum Stöbern und Verweilen einlädt. Das maritime Ladenbaukonzept greift die Verbundenheit Kiels zum Wasser auf und schafft ein modernes, warmes Ambiente.

 

Auch im Sortiment wird die norddeutsche Identität sichtbar: Ein eigener Bereich mit regionalem Fokus präsentiert Literatur, Spiele und Geschenkideen mit nordischem Charakter – ideal für Einheimische wie für Gäste der Stadt.

 

Ein neuer Kultur- und Begegnungsort für Kiel

Eine großzügige Eventfläche wird regelmäßig Bühne für inspirierende Veranstaltungen: Lesungen, Signierstunden, Podiumsdiskussionen und kulturelle Aktionen machen die Buchhandlung zu einem lebendigen Treffpunkt für Austausch, Inspiration und Gemeinschaft – weit über das klassische Einkaufserlebnis hinaus.

 

„Viele Kundinnen und Kunden in Kiel kaufen heute bereits online bei uns ein – und wir sind immer wieder gefragt worden, wann es Thalia endlich auch vor Ort gibt“, erklärt Johannes Brancke, Vertriebsdirektor bei Thalia. „Umso mehr freuen wir uns, ihnen nun ein modernes Einkaufserlebnis mitten in der Innenstadt bieten zu können – mit viel Raum zum Stöbern, Entdecken und Wohlfühlen.“

 

Moderne Services für ein nahtloses Einkaufserlebnis

Als führender Omni-Channel-Buchhändler in der DACH-Region verbindet Thalia die Vorzüge des stationären Einkaufens mit digitalen Services:

  • Selbstbedienungskassen sorgen für schnelle Abläufe, besonders zu Stoßzeiten
  • Online bestellen – im Store abholen: Kundinnen und Kunden können ihre Wunschartikel bequem in die Buchhandlung oder nach Hause liefern lassen
  • 24/7-Abholstation: Bestellungen können rund um die Uhr abgeholt werden – flexibel und unabhängig von Öffnungszeiten

Ein starker Impuls für die Kieler Innenstadt

Mit der Neueröffnung stärkt Thalia die kulturelle Vielfalt und schafft für Kiel einen Ort, der Shopping, Kultur und Gemeinschaft verbindet. „Wir schaffen hier nicht nur eine Buchhandlung“, so Brancke weiter. „Wir schaffen einen inspirierenden Erlebnisort, der die Innenstadt bereichert und Menschen zusammenbringt.“ | Thalia


Audio fest im Alltag verankert: Wie auditive Werbebotschaften Wirkung entfalten

20.11.2025 | Neue Studie „Audio Advertising 2025 – Zwischen Aufmerksamkeit und Aktivierung“ von IFH MEDIA ANALYTICS und MEDIA CENTRAL zeigt: Nahezu alle Verbraucher:innen hören regelmäßig Audioformate. Ältere bevorzugen klassisches Radio, bei Jüngeren stehen digitale Formate im Fokus. Lokaler Bezug, aktuelle Inhalte und Vertrauenswürdigkeit punkten bei Audiowerbung.

 

Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Kochen oder Sport: Audioformate begleiten Konsument:innen durch den Alltag. Und ihre Bedeutung wächst: Fast jede:r Zweite (48 %) hört heute mehr Audioinhalte als noch vor einigen Jahren, bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 66 Prozent. Auch die Jahreszeit beeinflusst das Hörverhalten – im Winter greifen 41 Prozent der Befragten häufiger zu Audioangeboten. Doch über welche Kanäle können Händler Konsument:innen am besten erreichen? Wie nehmen diese Werbung im Audio-Umfeld wahr und welche Formate erzielen die größte Wirkung? Antworten darauf liefert die aktuelle Ausgabe von ChannelUP Vol. 4 von IFH MEDIA ANALYTICS und MEDIA CENTRAL „Audio Advertising 2025 – Zwischen Aufmerksamkeit und Aktivierung“, für die 1.000 Konsument:innen befragt wurden.

 

Radio und Streaming dominieren

Nahezu alle Befragten (95 %) hören mindestens wöchentlich Audioformate, 65 Prozent sogar täglich. Besonders beliebt sind klassisches Radio (73 %) und Musik-Streaming (67 %), gefolgt von Online-Radio (45 %) und Podcasts (34 %). Zwischen den Generationen zeigen sich klare Unterschiede: Während die 60- bis 69-Jährigen unter den mindestens wöchentlichen Hörer:innen dem klassischen Radio treu bleiben (76 %), stehen bei den 18- bis 29-Jährigen auch digitale Formate hoch im Kurs. Hier dominiert Musik-Streaming mit großem Abstand (96 %) vor Radio (61 %) und Podcasts (47 %). Audio dient dabei in erster Linie der Unterhaltung (89 %) und als Alltagsflucht (74 %). Für Markenkommunikation besteht jedoch noch Potenzial: Nur 41 Prozent fühlen sich durch Audio inspiriert, 29 Prozent betrachten es als relevante Quelle für Marken und Produkte. Bei der jüngeren Zielgruppe liegen die Werte mit 49 und 32 Prozent etwas höher.

 

„Erfolgreiche Audiowerbung ist kein Zufall – sie entsteht, wenn die richtige Botschaft im passenden Format zur richtigen Zielgruppe gelangt. Hier lohnt sich ein Blick auf das Nutzungsverhalten: Während Ältere tendenziell klassische Kanäle bevorzugen und vor allem im Auto hören, setzen Jüngere stärker auf digitale Formate und nutzen Audio beispielsweise vermehrt beim Sport oder im ÖPNV. Auch die Jahreszeit beeinflusst die Wirkung – im Winter sind entspannte, emotionale Botschaften besonders gefragt“, so Andreas Riekötter, Geschäftsführer von IFH MEDIA ANALYTICS.

 

Tonalität und Authentizität entscheidend

Mehr als zwei Drittel geben an, dass auditive Werbung oft an ihnen vorbeirauscht oder als störend empfunden wird. Dennoch wird Audiowerbung wahrgenommen: Am stärksten über klassisches Radio (56 %), aber auch In-Game-Audio (46 %), Podcasts (44 %) und Online-Radio (43 %) spielen eine wichtige Rolle. Werbung in Podcasts wird von Hörer:innen besonders positiv aufgenommen, wenn sie persönlich eingebunden wird, etwa durch Host-Empfehlungen oder Sponsoring-Hinweise.

 

Lokale Relevanz, Aktualität und Vertrauen als Erfolgsfaktoren

Insgesamt punktet Audiowerbung aus Sicht der Konsument:innen durch lokale Relevanz (68 %) und Informationen zu aktuellen Angeboten (64 %). Über die Hälfte der Befragten (56 %) stuft Audiowerbung zudem als vertrauenswürdig ein. Positiv bewertet wird außerdem, dass die Werbung häufig gut zum Inhalt passt – insbesondere in Podcasts.

 

„Die Ergebnisse zeigen deutlich: Audiowerbung ist dann erfolgreich, wenn sie mehr leistet als Reichweite. Wir sehen erneut, wie wichtig es ist, Botschaften lokal und zielgruppengenau auszusteuern. Authentische Inhalte, abgestimmt auf Kontext, Zielgruppe und Stimmung, helfen dabei, Aufmerksamkeit in Vertrauen und Kaufbereitschaft zu wandeln“, erläutert Palle Presting, Team Lead Marketing & Brand bei MEDIA CENTRAL. | IFH KÖLN


Abschaffung der Zollfreigrenze kann nur erster Schritt sein

17.11.2025 | Der EU-Ministerrat hat heute beschlossen, ab 2028 auf Waren aus Drittstaaten unter einem Wert von 150 Euro Zölle zu erheben. Für Alien Mulyk, Geschäftsführerin Public Affairs Europa & International, ist das zu wenig und nicht schnell genug: 

 

„Die Abschaffung der Zollfreigrenze ist ein wichtiger erster Schritt für fairere Wettbewerbsbedingungen. Die europäischen Zollbehörden sind jedoch bereits heute mit der Kontrolle der Pakete aus Drittstaaten überfordert. Durch die Aufhebung der Zollfreigrenze würde ihre Arbeit noch weiter zunehmen. Damit die Maßnahme wirken kann, sind daher eine schnellstmögliche Digitalisierung, eine bessere Ausstattung der Zoll- und Marktüberwachungsbehörden sowie ein einheitliches System im Binnenmarkt erforderlich.” | bevh


29 % der Überschuldeten hatten 2024 Schulden bei Onlinehändlern

17.11.2025 | Onlineshopping erfreut sich nicht nur zum Black Friday zunehmender Beliebtheit. Für einige können die bequemen Bestell- und Zahlungsmöglichkeiten im Internet jedoch auch zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten 29 % der rund 577 400 Personen, die im Jahr 2024 Hilfe bei einer Schuldnerberatungsstelle suchten, Schulden bei Online- und Versandhändlern. Der Anteil ist in den vergangenen fünf Jahren um 2 Prozentpunkte gestiegen. Im Jahr 2019 hatte er noch bei 27 % von insgesamt rund 582 100 beratenen Personen gelegen. Am häufigsten waren die Überschuldeten 2024 bei sonstigen öffentlichen Gläubigern, zum Beispiel den Sozialkassen, verschuldet (Anteil 57 %) sowie bei Telekommunikationsunternehmen (48 %).

 

Die Verbindlichkeiten, die die überschuldeten Personen bei Gläubigern des Online- und Versandhandels ausstehen hatten, beliefen sich 2024 auf durchschnittlich 644 Euro. Das entsprach allerdings nur 2 % der gesamten durchschnittlichen Schulden aller überschuldeten Personen in Höhe von 32 976 Euro. Im Jahr 2019 hatte die Schuldenlast der beratenen Personen bei Online- und Versandhändlern im Durchschnitt 515 Euro betragen, die gesamten Schulden aller Personen in Beratung machten durchschnittlich 28 244 Euro aus.

 

Hoher Anteil junger Menschen mit Schulden bei Onlinehändlern

Besonders jüngere Überschuldete sind von offenen Verbindlichkeiten bei Online- und Versandhändlern betroffen. Im Jahr 2024 waren 40 % der beratenen 20- bis 24-Jährigen bei Firmen dieser Branche verschuldet. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil kontinuierlich ab: Während bei den 25- bis 34-Jährigen noch 37 % entsprechende Zahlungsrückstände aufwiesen, lag der Anteil bei den 55- bis 64-Jährigen bei 23 %.

 

Frauen in Beratung häufiger und höher bei Onlinehändlern verschuldet

Überschuldete Frauen haben in der Regel häufiger und höhere Schulden bei Online- und Versandhändlern. So hatten im Jahr 2024 knapp 36 % der Frauen, die die Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch nahmen, Zahlungsrückstände bei Online- und Versandhändlern. Bei den Männern betrug der Anteil 24 %. Auch die durchschnittliche Schuldenlast bei Online- und Versandhändlern lag bei Frauen (834 Euro) deutlich höher als bei Männern (463 Euro). | Statistisches Bundesamt


Black Friday und Cyber Monday: HDE rechnet zu Aktionstagen mit Umsatz von 5,8 Milliarden Euro

17.11.2025 | Zu Black Friday und Cyber Monday rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) in diesem Jahr mit einem Umsatz in Höhe von 5,8 Milliarden Euro. Wie eine im Auftrag des HDE durchgeführte Umfrage zeigt, wollen an den Aktionstagen etwas mehr Menschen reduzierte Produkte kaufen als noch im Vorjahr. Gleichzeitig geben die Aktionsumsätze im Vorjahresvergleich voraussichtlich ein wenig nach.

 

„Auch in diesem Jahr planen viele Verbraucherinnen und Verbraucher, den Black Friday und den Cyber Monday für die Schnäppchenjagd zu nutzen. Doch die anhaltend schwache Konsumstimmung dämpft die Erwartungen, erstmals gehen die Aktionsausgaben etwas zurück“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Seit Beginn der Datenerfassung 2016 sind die Ausgaben zu Black Friday und Cyber Monday kontinuierlich gestiegen, zwischenzeitlich sogar um mehr als zwanzig Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr. Schon im Jahr 2023 legten die Umsätze im Vorjahresvergleich allerdings nur noch geringfügig zu, bevor der Aufwärtstrend im Jahr 2024 auf hohem Niveau zum Stillstand kam und das Umsatzniveau des Vorjahres nicht übertroffen wurde. In diesem Jahr erwartet der HDE nun erstmals einen Rückgang der Umsätze zu den beiden Aktionstagen, der Umsatz wird der Verbandsprognose nach bei 5,8 Milliarden Euro liegen. Das ist gleichbedeutend mit einem Rückgang um knapp zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Dabei zeigt die vom HDE beauftragte Umfrage: Insgesamt wollen etwas mehr Menschen Black Friday und Cyber Monday für den Einkauf reduzierter Produkte nutzen als noch 2024. Zum Black Friday will mit 48 Prozent demnach fast die Hälfte der Befragten auf Schnäppchenjagd gehen, zum Cyber Monday mehr als ein Drittel. „Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern sind die Aktionstage mit ihren Sonderangeboten beliebt, gerade jetzt in der wirtschaftlich angespannten Lage“, so Tromp. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass an den beiden Aktionstagen nicht nur zusätzliche Käufe getätigt werden, sondern in diesem Jahr auch mehr Käufe zur notwendigen Versorgung.

 

Auf Weihnachtseinkäufe entfallen 2025 wie bereits im Vorjahr rund 1,6 Milliarden Euro der Ausgaben an Black Friday und Cyber Monday. „Black Friday und Cyber Monday setzen in dem für den Einzelhandel so wichtigen Weihnachtsgeschäft wieder spürbare Impulse“, so Tromp weiter. Laut Umfrage nutzt mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten den Black Friday auch für Weihnachtseinkäufe. Der Cyber Monday ist für 42 Prozent der Befragten ein Anlass, um für die Festtage einzukaufen.

 

Die Umfrage wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. Befragt wurden im Oktober 2025 über 1.000 Online-Shopper. Der Black Friday fällt in diesem Jahr auf den 28. November, der Cyber Monday auf den 1. Dezember. | HDE


Wie populär sind Temu und Co. in Deutschland?

17.11.2025 | Sexpuppen mit kindlichen Gesichtszügen und illegale Waffen konnten Verbraucher:innen zeitweise über das Angebot von Shein erwerben. In der Folge sperrten französische Behörden das Angebot des E-Commerce-Diskounters vorübergehend. Es war nicht das erste Mal, dass ein chinesischer Onlineshop im Mittelpunkt des Interesses von Medien und Behörden stand. Oft geht es dabei um Qualität oder Schadstoffbelastung der verkauften Artikel. Indes scheint der Preisvorteil für viele Käufer:innen die Risiken aufzuwiegen, wie auch Daten der Statista Consumer Insights zeigen. Demnach haben 29 Prozent der in Deutschland befragten Menschen in den letzten zwölf Monaten bei Temu bestellt - damit liegt der Onlineshop hinter Amazon (75 Prozent) und eBay (33 Prozent) auf Rang drei. Shein liegt mit 18 Prozent auf Rang neun, AliExpress (Rang 13) schaffte es mit 14 Prozent nicht in die Top 10. | Statista


Welche Produkte werden am häufigsten zurückgeschickt?

 

 

17.11.2025 | 4,3 Milliarden Paket-, Express- und Kuriersendungen (KEP) wurden hierzulande im vergangenen Jahr versandt - Tendenz steigend. Darunter befinden sich auch viele Retouren, wie Daten der Statista Consumer Insights zeigen. Demnach haben 53 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten online gekaufte Produkte zurückgeschickt. Besonders oft wird Bekleidung (29 Prozent) zurückgeschickt, wie der Blick auf die Statista-Infografik zeigt zeigt. Dahinter folgen mit einigem Abstand - aber immer noch deutlich zweistellig - Schuhe (18,3 Prozent). Platz drei belegen Accessoires vor Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik.

| Statista


ROFU Kinderland eröffnet neue Filiale in Brühl: Starker Zuwachs für das Filialnetz im Rhein-Neckar-Kreis

13.11.2025 | ROFU Kinderland, einer der führenden Spielwarenhändler Deutschlands, eröffnet am Donnerstag, den 27. November 2025 eine neue Filiale im EDEKA Scheck-in Center in Brühl (Baden). Damit stärkt das Familienunternehmen seine Präsenz in der Metropolregion Rhein-Neckar und ergänzt das bestehende Filialnetz auf der westlichen Rheinseite.

 

Die neue Filiale in der Mannheimer Landstraße 2 bietet auf insgesamt 882 Quadratmetern Fläche – davon 760 Quadratmeter Verkaufsfläche – ein umfangreiches Sortiment an Spielwaren, Bastel- und Geschenkartikeln, Dekoration, Schreibwaren sowie Tierbedarf. Familien können hier die neuesten Spieltrends und beliebtesten Markenprodukte wie LEGO, Playmobil, Mattel, Hasbro und Spinmaster, aber auch die hochwertigen Eigenmarken wie Besttoy, Mica etc. direkt vor Ort entdecken.

 

„Wir freuen uns sehr über die Eröffnung in Brühl – ein attraktiver Standort in hervorragender Lage zwischen Mannheim, Heidelberg und Speyer“, sagt Frank Schröder, Geschäftsführer Logistik & Vertrieb bei ROFU Kinderland. „Das neue Fachmarktzentrum bietet beste Voraussetzungen für ein familienfreundliches Einkaufserlebnis und ergänzt unser Filialnetz in der Region optimal.“

 

Eröffnung mit Rofulino, Tombola und attraktiven Rabatten

Bei der Eröffnung des neuen Spielparadieses in Brühl wird Rofulino, das beliebte ROFU-Maskottchen,  große und kleine Besucher selbstverständlich persönlich begrüßen – und wartet zur Feier des Tages mit einem dreitägigen Familienfest mit wechselnden Attraktionen auf, wie z.B. eine große Tombola, frisches Popcorn, Miraculous Walking Act und eine "Make & Take" Station von LEGO. Rofulino verteilt zudem kleine Geschenke und Luftballons an die Gäste, es gibt eine DJ Furby POS-Präsentation und der neue Rofu-Partner Payback veranstaltet eine Promotion mit Pointee Walking Act. Außerdem gibt es bis einschließlich 29.11.2025 20 Prozent Rabatt auf einen Artikel nach Wahl.

 

Mit dem Eröffnungstermin am 27. November fällt zugleich der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft 2025: Schon zur Eröffnung warten die neuesten Spielzeuge und angesagtesten Geschenkideen auf alle Besucher.

 

Attraktiver Standort mit bester Anbindung

Brühl liegt im Rhein-Neckar-Kreis und zählt rund 14.000 Einwohner. Durch die Nähe zu Mannheim, Heidelberg, Speyer und Ludwigshafen sowie die ausgezeichnete Anbindung über die A6 und B36 ist der Standort sowohl regional als auch überregional bestens erreichbar. Mit Brühl erweitert ROFU Kinderland sein Filialnetz im Südwesten und ergänzt die umliegenden Standorte in Speyer, Mutterstadt, Grünstadt, Worms und Heppenheim.

 

Die neue ROFU-Filiale befindet sich im modernisierten EDEKA Scheck-in Center Brühl, einem Fachmarktzentrum mit namhaften Nachbarn und einem vielfältigen Angebot.

 

ROFU x PAYBACK: Zwei starke Partner für noch mehr Einkaufserlebnis

Seit Oktober dieses Jahres ist ROFU Kinderland Partner des Bonusprogramms PAYBACK. ROFU-Kunden können ab sofort beim Einkauf PAYBACK Punkte einlösen und profitieren bis zum 31.12.2025 mit 10fach Punkten von noch mehr Mehrwert und Vorteilen beim Einkauf. | ROFU Kinderland


Ausbildungsjahr 2024/2025: Starke Nachfrage im Handel, immer weniger geeignete Bewerberinnen und Bewerber

11.11.2025 | Mit Blick auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) macht der Handelsverband Deutschland (HDE) auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Nachwuchskräften im Einzelhandel aufmerksam. Während sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber erfreulich entwickelt, erschweren zunehmend mangelhafte Bewerbungen die Besetzung offener Ausbildungsstellen mit geeignetem Nachwuchs.

 

Zum Stichtag 30. September 2025 verzeichnet die BA einen Rückgang der insgesamt gemeldeten Ausbildungsstellen um 4,9 Prozent auf 494.109. Gleichzeitig ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um drei Prozent auf 444.335 gestiegen, vermutlich auch aufgrund einer höheren Zahl von Schulabgängern mit mittlerem Abschluss. Ende Oktober 2025 waren noch 54.385 gemeldete Ausbildungsstellen unbesetzt. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einem Rückgang um rund 21 Prozent. Dennoch stehen den unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern rechnerisch weiterhin deutlich mehr unbesetzte Stellen gegenüber, auf 73 Bewerber kommen 100 offene Stellen.

 

Im Einzelhandel ist die Nachfrage nach Nachwuchskräften zuletzt sogar noch gestiegen. Die Zahl der angebotenen Stellen für Verkäufer stieg seit vergangenem Herbst um 23 Prozent auf 33.930, bei den Einzelhandelskaufleuten um 16,6 Prozent auf 45.507. „Das sind außerordentliche Zahlen, die den Handel von vielen anderen Branchen unterscheiden, in denen das Ausbildungsangebot teilweise stark eingeschränkt wird“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der große Nachwuchsbedarf im Handel spiegelt sich auch in der Platzierung der beiden Kernberufe im Ranking der angebotenen Stellen wider, in dem sie konstant die ersten beiden Plätze belegen. Außerdem landen die Verkäufer und die Kaufleute im Einzelhandel auf den Plätzen 3 und 5 der meistgewählten Berufe.

 

Die Handelsunternehmen haben laut HDE wenig Schwierigkeiten, die angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. „Die Menge der Bewerbungen entwickelt sich im Vergleich zu den letzten Jahren erfreulich“, so Genth. Allerdings zeige sich zunehmend ein Qualitätsproblem. Der Anteil an mangelhaften oder schlechten Bewerbungen erschwere die Besetzung der Ausbildungsstellen mit ausreichend qualifizierten und damit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. „Die Themen Ausbildungsstartkompetenz und Ausbildungseignung geraten zunehmend in den Fokus“, so Genth.

 

An Bedeutung gewinnt auch die Ausbildung zum Handelsfachwirt im Rahmen des Abiturientenprogramms. Zwar sank die Zahl der angebotenen Stellen leicht um 56 auf 16.184 (- 0,35 Prozent), doch die Platzierung im Ranking der BA verbesserte sich von Rang 5 auf Rang 4. „Das zeigt den nach wie vor wachsenden Bedarf im Handel nach spezifisch ausgebildeten Führungskräften“, so Genth. Die Programme seien gefragt, wenngleich bei den Bewerberzahlen weiterhin unterrepräsentiert. | HDE


Selfridges & Disney Invite You To a Most Magical Christmas

10.11.2025 | A focal point of Oxford Street, Selfridges London will present a show-stopping Disney-inspired light and music show every evening. Shoppers and visitors will see the magic of Disney come to life across the store (every 15 minutes from 5-9pm) with Tinker Bell’s pixie dust triggering a dazzling display that travels across more than 100 metres of sparkling lights wrapped around the building featuring 40 stars, the Jolly Roger ship from Disney's Peter Pan, and Cinderella’s carriage, all set to the Disney Cinderella soundtrack. The spectacle builds to reveal a Disney Castle at the corner of Oxford and Duke Street. This 11-metre-tall, custom-made 3D castle model is the biggest installation to feature on the store for more than half a century.

 

Selfridges and Disney have a longstanding legacy of collaborations, dating back to the 1950s when Disney’s Alice in Wonderland and the Mad Hatter featured above the main entrance. This was followed by Disney’s Peter Pan in the 1960s and Mickey Mouse and Donald Duck in the 1970s.

 

Interactive Window Displays

Twelve windows on Oxford Street reimagine beloved Disney Classic stories, bringing characters to life within hand-painted sets, many set to music. In addition, Disney Imagineers bring magic to one of the windows, giving shoppers a chance to interact with Tinker Bell as she sprinkles pixie dust in the Darling family's nursery within the window display inspired by Disney’s Peter Pan.

 

On Orchard Street, windows celebrate the timeless magic of Disney through the eyes of two original concept artists. Scenes fromDisney’s Sleeping Beauty,Alice in WonderlandandCinderella have been reinterpreted, transforming bold sketches and dreamlike illustrations into sculptural moments that shift between 2D and 3D.

 

In Birmingham and Manchester, shoppers and fans can enjoy windows inspired by Disney’s Lady and the Tramp, Cinderella and Fantasia.

 

Enchanting Experiences

Disney has inspired this year’s all-singing, all-dancing Confetti Spectacle, which returns to London, Birmingham and Manchester Exchange Square stores (6–8 November and 5, 6, 8–13 December). Santa is joined by a troupe of dancing Mickey Mouse-inspired baubles alongside special guest, Stardust, a Christmas fashion fairy. Their bespoke costumes have been designed and created by Selfridges’ long-term collaborator, Max Allen.

 

From 1 December, Santa and his entourage will be in stores alongside a line-up of DJs and singers, with live performances to entertain and enchant shoppers.

 

Dolly’s Starring Disney in London is transformed by a fantastical night sky scene, with the bookable Disney Classics Afternoon Tea available throughout November and December. Medicine Bakery in Birmingham and Gran Café in Manchester Exchange Square offer Disney inspired treats.

 

The Cinema at Selfridges will screen a curated programme of classic Disney movies, followed by two upcoming releases, Zootropolis 2 and Avatar: Fire and Ash. Disney Theatrical Group will deliver one-of-a-kind workshops and live performances at Manchester Trafford and special surprise pop-up performances in London.

 

Finally, the Disney Store at Selfridges has a new collection featuring Disney’s Winnie the Pooh and Mickey Mouse, reimagined in Selfridges' iconic yellow. On 11 November, the destination will host a special ‘Magic of Disney’ pin trading event, welcoming up to 250 guests to purchase and trade pins.

 

Gifts For All

Selfridges is the destination for the best gifts, partywear and services this season. More than 70 brands are collaborating with Disney across fashion, food, beauty, lifestyle and toys. Up to 80% of this magical line-up has been created especially for this partnership and is exclusive to Selfridges including a stiletto inspired by Disney’s Cinderella byChristian Louboutin, Coach’s Tabby and Kisslock bags inspired by Disney’s Mickey Mouse, and beauty lines from Jo Malone and Bobbi Brown.

 

There’s dresses for princesses byHuishan Zhang, sneakers from Golden Goose, and GANNI and Disney come together for a limited-edition collaboration celebrating Disney’s Daisy Duck. Across Menswear, findDisney’s Mickey Mouse-adorned pieces from South Korean streetwear brandthisisneverthat and DUKE + DEXTER’s painted motifs capturing the magic of Disney.

 

In Home, customers can find collaborations from the likes of Bodum featuring classic Disney characters and Anna + Nina’s ceramics inspired by Alice in Wonderland, while in Food, discover a collection of limited-edition Selfridges treats inspired by Disney stories.

 

Selfridges And Disney Present The Corner Shop

Set beneath the turrets of the castle façade, this magical corner is home to a special edit of Disney-inspired products from brands including Cole Buxton, Nahmias and Chateau Orlando. The space also features special capsule collections curated by Harry Lambert including Steve O Smith, The Skateroom, and Chopova Lowena as well as young British designers Macy Grimshaw and Yuura Asano. The second drop of Harry Lambert for Disney x Zara ‘The Lost Boys’ collection will also be available.

 

Creative Campaign

For the first time, Disney and Selfridges have come together to create bespoke animations for fans and customers to experience, available to view on Selfridges and Disney social channels. Fans and customers can follow Tinker Bell as she soars through the night sky, sprinkling pixie dust over London, Birmingham and Manchester – leading her to a magical arrival at each Selfridges store.

 

The Selfridges and Disney campaign is available to experience both in-store and online until the end of December 2025. | Selfridges


Große Wunschzettelaktion 2025: CRAZE bringt Weihnachtszauber in die Kinderzimmer

06.11.2025 | Auch in diesem Jahr sorgt CRAZE mit der beliebten Wunschzettelaktion für leuchtende Kinderaugen und neue Impulse im Handel.

 

Die CRAZE Wunschzettel liegen aktuell wieder zahlreichen Kinderzeitschriften im gesamten deutschsprachigen Raum in einer Auflage von mehreren hunderttausend Exemplaren bei. Dabei handelt es sich nicht um klassische Kataloge, sondern um liebevoll gestaltete Themenwelten, in die Kinder eintauchen und ihre Lieblingsprodukte entdecken können. Mit kleinen Sternchen können sie ankreuzen, welche Produkte sie sich wünschen – und so ihren ganz persönlichen Wunschzettel gestalten.

Ob GALUPY, INKEE-Badekosmetik oder weitere erfolgreiche Marken der CRAZE Group – jede Marke präsentiert sich mit eigenen, individuell gestalteten Themenwelten, die perfekt abgestimmt sind. Die Wunschzettel liegen unter anderem den offiziellen Magazinen von GALUPY und der INKEE-Badekosmetik bei und sind in zahlreichen Ausgaben von Kinderzeitschriften im Zeitschriftenhandel zu finden.

„Wir unterstützen den Handel mit aktiver Werbung – dort, wo die Zielgruppe ist. Ob über Social Media oder im Magazinbereich: Unsere Wunschzettelaktion schafft direkte Begehrlichkeit bei Kindern und Familien und stärkt so den Abverkauf im wichtigen Weihnachtsgeschäft,“ so Florian N. Lipp, Global Executive Vice President CRAZE Group.

 

Mit dieser aufmerksamkeitsstarken Aktion knüpft CRAZE an den Erfolg der vergangenen Jahre an und setzt erneut ein klares Zeichen für handelsnahe, emotionale Markenkommunikation – direkt am POS der Zielgruppe. | CRAZE


Den Franzosen reicht´s! Frankreich will den chinesischen Online-Händler Shein wegen Sexpuppen-Skandal vorläufig sperren

05.11.2025 | Nachdem Shein in seinem Sortiment Sexpuppen angeboten hat, die Kindern nachempfunden scheinen, ist für die Franzosen offenbar nun das Maß voll. Man arbeitet daran den chinesischen Online-Händler zunächst vorläufig zu sperren. Die französische Regierung hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet, wie das Büro von Premierminister Sébastien Lecornu in Paris mitteilt. Eine Maßnahme, die Shein gerade jetzt empfindlich treffen wird, denn die Chinesen eröffnen zur Zeit ihre erste Filiale in Paris. Begleitet wird diese Eröffnung von massiven Protesten. Shein hat angeboten mit den französischen Behörden zusammenzuarbeiten und für Klärung zu sorgen. | PH


Jeder zehnte Online-Shopper kauft bereits über TikTok Shop​

05.11.2025 | Vom Tanzvideo zur Shoppingplattform: Nur ein halbes Jahr nach dem Start hat sich der TikTok Shop in Deutschland als ernstzunehmender Akteur im E-Commerce etabliert. Laut aktuellen Daten von NIQ Digital Purchases hat bereits jeder zehnte Online-Shopper seit dem Launch Ende März mindestens einmal über den TikTok Shop eingekauft. Damit belegt die Plattform bereits Platz 24 der umsatzstärksten Onlinehändler Deutschlands – nach nur 28 Wochen am Markt. 

 

TikTok Shop ist ein integriertes Einkaufsangebot innerhalb der Videoplattform TikTok. Nutzer können Produkte direkt aus den Kurzvideos heraus kaufen – ohne die App zu verlassen. Das Prinzip verbindet Unterhaltung, Inspiration und Konsum zu einem nahtlosen Einkaufserlebnis. Seit dem 31. März 2025 ist TikTok Shop in Deutschland verfügbar.  

 

Vom Beauty-Boom zur Sortimentsvielfalt 

In den ersten Wochen dominierte die Kategorie Beauty: Fast jede zweite Bestellung (46 Prozent) betraf Pflege- und Kosmetikprodukte. Doch das Sortiment hat sich rasch erweitert. Nach 28 Wochen liegt der Anteil von Beauty bei 16 Prozent, während Computer & Elektronik (20 Prozent), Fashion (15 Prozent) und Wohnen & Elektrogeräte (12 Prozent) deutlich aufgeholt haben.  

 

„Die Zusammensetzung der Käufe wandelt sich spürbar“, sagt Stefan Heidenreich, der bei NIQ den Bereich E-Commerce verantwortet. „Immer mehr Player erkennen die Gelegenheit, auf der Plattform aktiv zu werden. Neben digital-nativen Direktmarken sind auch Traditionshersteller vertreten und die Anzahl beider steigt. So wächst das Sortiment, und TikTok Shop entwickelt sich von einer Beauty-Destination zu einem Allround-Marktplatz.“ 

 

TikTok erreicht alle Generationen 

Entgegen der gängigen Annahme kaufen nicht nur junge Menschen über TikTok ein. Laut NIQ-Daten gehören 34 Prozent der Käufer zur Generation Z (geboren ab 1995), 33 Prozent zur Generation X (1960 bis 1979) und 28 Prozent zur Generation Y (1980 bis 1994). Nur fünf Prozent entfallen auf Babyboomer. Damit ist TikTok Shop keine reine Gen-Z-Plattform. Zwar stellen Jüngere die Mehrheit, doch die Generation X erzielt mit 36 Prozent den größten Umsatzanteil, gefolgt von der Generation Z mit 32 Prozent. TikTok Shop erreicht damit ein breites Publikum, vom Smartphone-affinen Nachwuchs bis zu erfahrenen Onlinekäufern in späteren Lebensphasen. 

 

TikTok Shop wird insgesamt etwas stärker von Männern genutzt (55 Prozent vs. 45 Prozent Frauen). Dennoch geben Frauen über alle FMCG-Kategorien hinweg mehr aus und haben mit durchschnittlich 23,50 Euro einen höheren Warenkorbwert als Männer mit 21,10 Euro. Beim Umsatzanteil liegen Frauen mit 52 Prozent knapp vorn. Besonders deutlich ist der Unterschied in der Kategorie Personal Care, in der 59 Prozent des Umsatzes von Frauen stammen, gegenüber 50 Prozent bei Männern.  

 

Auch zeitlich zeigen sich klare Muster: In den Vormittagsstunden bleibt die Aktivität verhalten, am Nachmittag und Abend zieht das Geschäft spürbar an. Den Höhepunkt erreicht der Umsatz mittwochs zwischen 20 und 22 Uhr. Über die Woche hinweg kaufen Nutzer vor allem am Freitag und Sonntag, wenn Zeit und Muße zum Stöbern bleiben. 

 

Vom Testkauf zum Stammkunden 

Nutzer des TikTok Shops kaufen nicht nur einmal, sondern kehren regelmäßig zurück – denn aus Neugier wird schnell Gewohnheit. Innerhalb der ersten 18 Wochen lag die durchschnittliche Kaufhäufigkeit pro Person bei 1,9 Bestellungen, nach 28 Wochen bereits bei 2,3 Bestellungen. Auch der durchschnittliche Warenkorb über alle E-Commerce-Kategorien hinweg ist leicht gestiegen – von 24,80 Euro auf 26,80 Euro.  

 

„Der Betrachtungszeitraum ist noch relativ kurz, viele Erstkäufer sind erst in den letzten Wochen hinzugekommen“, erklärt Heidenreich. „Das zieht die durchschnittliche Kaufhäufigkeit entsprechend noch etwas nach unten. Langfristig dürfte sie weiter steigen, weil immer mehr Nutzer wiederholt auf der Plattform bestellen. Den Trend des wiederkehrenden Kaufverhaltens auf TikTok Shop sehen wir insbesondere in Großbritannien bestätigt.“ Der vergleichsweise kleine Warenkorb ist typisch für das Funktionsprinzip des TikTok Shops. Viele Käufe entstehen spontan, ausgelöst durch Produkte, die direkt im Video-Feed entdeckt werden. Das Format ist auf niedrige Preispunkte, schnelle Entscheidungen und einfache Abwicklung ausgerichtet und lädt so zum wiederholten, unkomplizierten Einkauf ein. 

 

TikTok-Shopper sind besonders aktiv – und shoppen querbeet  

TikTok-Shopper gehören auch außerhalb der Plattform zu den aktivsten Onlinekäufern. Ein Drittel (33 Prozent) von ihnen hat im selben Zeitraum bei Temu bestellt, während die Temu-Nutzungsquote über alle Online-Shopper hinweg bei 20 Prozent liegt. Damit haben TikTok-Shopper eine rund 60 Prozent höhere Neigung auch bei Temu einzukaufen als der Durchschnitt. 

 

Nach Daten von NIQ Digital Purchases tätigen sie im Jahresverlauf etwa 47 Onlinekäufe und liegen damit rund 40 Prozent über dem Durchschnitt aller Onlinekäufer, die auf 33 Käufe kommen. Im Schnitt bedeutet das fast jede Woche einen Onlinekauf. 

 

Auch beim Einkaufsvolumen liegen sie vorn. Während die durchschnittliche Onlinekundschaft jährlich rund 2.036 Euro ausgibt, kommen TikTok-Shopper auf 2.672 Euro – ein Plus von rund 30 Prozent. Der einzelne Warenkorb fällt dagegen kleiner aus: 57 Euro pro Bestellung bei TikTok-Shoppern gegenüber 61 Euro im Durchschnitt. 

 

Deutschland wächst schneller als seine Nachbarn  

Im europäischen Vergleich wächst der deutsche Markt am schnellsten. Nach Daten von NIQ Digital Purchases hat der TikTok Shop hierzulande 10,5 Prozent der Onlinekäufer erreicht – nur 28 Wochen nach dem Start Ende März. In Spanien, wo die Plattform 16 Wochen früher live ging, lag die Käuferquote nach ebenso vielen Wochen Marktreife bei 5 Prozent. Deutschland hat damit in fast der halben Zeit das Niveau erreicht, für das Spanien gut zehn Monate benötigte. | NIQ


ECC KÖLN Studie mit eBay zeigt: Re-Commerce als Option in wirtschaftlich angespannten Zeiten

05.11.2025 | Neue Studie von ECC KÖLN und eBay Deutschland veranschaulicht Möglichkeit der finanziellen Flexibilität bei Konsument:innen durch Pre-Loved-Ware. Neben dem Verkauf von gebrauchten und wiederaufbereiteten Produkten ist auch der Kauf von Pre-Loved-Produkten attraktiv. Im Vergleich zu Konsument:innen Händler zurückhaltender.

 

Während die Konsumstimmung in Deutschland gedämpft bleibt, zeigt das aktuelle Thesenpapier „PRE-LOVED POWER VOL. 3 - Mit gebrauchten bzw. wiederaufbereiteten Produkten durch die Konsumflaute“ des ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit eBay Deutschland, dass Re-Commerce eine Möglichkeit ist, um finanziell flexibel zu bleiben oder um sich Kaufwünsche zu erfüllen.

 

Sell to Buy: Verkaufen schafft finanziellen Spielraum

In der Konsumflaute wird das gezielte Verkaufen für einige Menschen wichtiger, um ihre Wünsche zu realisieren. Wer Pre-Loved-Produkte verkauft, also nicht neue, gebrauchte oder wiederaufbereitete Artikel, kann sich damit einen finanziellen Freiraum eröffnen, um beispielsweise Black-Friday-Angebote wahrzunehmen oder Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

 

So verkaufen 34 Prozent der Befragten, die im letzten Jahr aussortiert haben, gezielt vor Black Friday oder Weihnachten, um ihr Budget zu erhöhen, bei den 18- bis 29-Jährigen sogar 39 Prozent. Betrachtet man eine andere Gruppe innerhalb der Untersuchung, nämlich diejenigen, die bereits selbst Pre-Loved-Produkte gekauft haben, zeigt sich: Von ihnen verkaufen 43 Prozent aktiv aussortierte Artikel, um ihre finanzielle Situation zu verbessern. Bei den Jüngeren sind es 55 Prozent.

 

Pre-Loved als Möglichkeit attraktive Preise mit nachhaltigem Konsum zu verbinden

Aber nicht nur das Verkaufen sondern auch das Kaufen von gebrauchter Ware wird für viele zu einer willkommenen Option. 37 Prozent der Befragten, die bereits Pre-Loved-Erfahrung haben, sagen, dass sie aktuell eher Pre-Loved Artikel kaufen als noch 2024. Bei den 18–29-Jährigen sind es 51 Prozent. Preisbewusstsein und Nachhaltigkeit sind dabei die wichtigsten Motive: Von den in der aktuellen Studie Befragten nennen 66 Prozent den günstigeren Preis als Hauptgrund für ihren Kauf, 71 Prozent verbinden mit gebrauchten oder wiederaufbereiteten Waren Nachhaltigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 64 Prozent der Pre-Loved-Erfahrenen würden lieber gebrauchte Qualitätsware kaufen als günstige Neuware auf asiatischen Plattformen wie Temu oder Shein, bei den 50–59-Jährigen sind es 74 Prozent.

 

„Pre-Loved ist längst Mainstream geworden und in dieser Saison relevanter denn je“, sagt Dr. Saskia Meier-Andrae, Geschäftsführerin von eBay in Deutschland. „Immer mehr Menschen nutzen eBay, um Dinge zu verkaufen, die sie nicht mehr brauchen und schaffen sich so finanziellen Spielraum für neue Wünsche. Das ist klug, nachhaltig und Ausdruck einer modernen, selbstbestimmten Haltung zum Konsum.“

 

Konsument:innen und Handel: Wahrnehmung klafft auseinander

Gleichzeitig offenbart die Studie eine wachsende Diskrepanz zwischen Verbraucher:innen und Handel: Während Erstere Pre-Loved längst als Strategie sehen, um finanziell flexibel zu bleiben, herrscht im Handel noch Zurückhaltung. 78 Prozent der teilnehmenden Konsument:innen halten gebrauchte und wiederaufbereitete Produkte heute für einen wichtigen Bestandteil des Handels, aber nur 50 Prozent der Händler teilen diese Ansicht. 34 Prozent der befragten Händler bieten inzwischen wiederaufbereitete Waren an, 31 Prozent gebrauchte. Dennoch sehen nur 33 Prozent darin ein Wachstumspotenzial. Zum Vergleich: 2024 waren es noch 42 Prozent. Als größte Hürden nennen Händler den hohen Zeitaufwand, gefolgt von Kosten, einer Vielzahl an zu berücksichtigenden Interessen sowie Personalmangel. Das zeigt: Während Konsument:innen Pre-Loved als Chance begreifen, sind viele Händler zögerlich.

 

„Die Zahlen der aktuellen Studie zeigen, dass Händler ihr Angebot an Pre-Loved-Ware im letzten Jahr weiter ausgebaut haben. Nach wie vor sehen ein Drittel in diesem Bereich Wachstumspotenzial für ihr Unternehmen. Gleichzeitig ist die Zahl derjenigen Händler, die sich bezüglich der Chancen von gebrauchten oder aufbereiteten Produkten unsicher sind, im Vergleich zu 2024 gestiegen. Hier ist es wichtig, mit den Händlern im Austausch zu bleiben, um Unsicherheiten zu erörtern und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diese abzubauen", so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des ECC KÖLN am IFH KÖLN. | ECC KÖLN


Weihnachtsgeschäft: Handelsverband rechnet mit Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

05.11.2025 | Für die beiden Monate November und Dezember prognostiziert der Handelsverband Deutschland (HDE) im Einzelhandel in Deutschland ein Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2024. Damit setzen die Handelsunternehmen in den letzten beiden Monaten des Jahres insgesamt 126,2 Milliarden Euro um. An der Spitze der Beliebtheitsskala bei den Weihnachtsgeschenken bleiben Gutscheine.

 

„Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil. Viele Händler aber blicken eher vorsichtig oder pessimistisch auf die mit Abstand umsatzstärkste Zeit der Branche“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Das zeigt eine aktuelle HDE-Umfrage unter 300 Handelsunternehmen aller Größen, Standorte und Branchen: Demnach erwarten 80 Prozent der befragten Unternehmen zurückhaltende Verbraucher, 83 Prozent rechnen damit, dass die Kunden angesichts der Preisentwicklung stärker auf den Preis achten werden. Aber es gibt auch positive Vorzeichen: Nach einer vom HDE beauftragten und vom Handelsblatt Research Institut durchgeführten Verbraucherumfrage unter mehr als 2.000 Personen freuen sich 73 Prozent der Verbraucher auf Weihnachten. Bei den Geschenkeinkäufen allerdings gibt demnach im Durchschnitt jeder 263 Euro aus – das sind 34 Euro weniger als im Vorjahr. Besonders häufig greifen die Befragten bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke bei Geschenkgutscheinen, Spielwaren, Büchern und Kosmetik oder Körperpflegeprodukten zu.

 

Insgesamt erzielt der Einzelhandel 18,5 Prozent seines Jahresumsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres. Die HDE-Umsatzprognose von einem Plus von nominal 1,5 Prozent entspricht einem preisbereinigten Nullwachstum im Vergleich zu 2024. Betrachtet man ausschließlich den Online-Handel, so wird dieser seine Weihnachtsumsätze um nominal 3,3 Prozent im Vergleich zu 2024 steigern, hier liegt der Umsatz dann bei 22,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt wäre das ein Wachstum um 2,3 Prozent.

 

„Das Jahresende entscheidet bei vielen Unternehmen über die Bewertung des gesamten Geschäftsjahres. Wenn wie in unserer Umfrage 51 Prozent der Nicht-Lebensmittelhändler sich vor einem schlechteren oder deutlich schlechteren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr sehen, ist das ein deutliches Alarmsignal. Die Politik muss jetzt rasch ins Handeln kommen und bessere Rahmenbedingungen für die Binnenkonjunktur und den Einzelhandel schaffen“, so von Preen. Dabei müsse es unter anderem um die Senkung der Stromsteuer für alle, faire Wettbewerbsbedingungen mit Online-Plattformen und Händlern aus Fernost und den entschlossenen Abbau der Bürokratie gehen. | HDE


Stimmung im Einzelhandel bleibt verhalten

05.11.2025 | Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel ist im Oktober leicht auf -23,2 Punkte angestiegen, nach -23,8 Punkten* im September. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage etwas besser, bleiben jedoch zurückhaltend. „Das Geschäftsklima bei den Einzelhändlern bewegt sich auf niedrigem Niveau seitwärts“, sagt ifo-Experte Patrick Höppner. „Besonders die Erwartungen bleiben eingetrübt. Viele Händler gehen davon aus, dass die Geschäftssituation bis ins Jahr 2026 sehr herausfordernd bleiben wird.“

 

Die Stimmung in den Möbelhäusern und bei Baumärkten hat sich etwas verbessert, während sie sich im Bekleidungseinzelhandel leicht verschlechtert hat. Über die Hälfte der Händler berichtete von zurückhaltenden Verbraucherinnen und Verbrauchern. In stationären Geschäften war die Kundenfrequenz im dritten Quartal bei 45,3% der Einzelhändler niedriger als saisonüblich. „Die Online-Shops der Einzelhändler waren etwas besser besucht“, sagt Höppner. „Dort registrierten nur 23,7% der Händler weniger Klicks als saisonüblich.“

 

Etwas mehr Einzelhändler planen in den kommenden Monaten mit steigenden Verkaufspreisen: Der Indikator für die Preiserwartungen stieg im Oktober leicht auf 25,9 Punkte. Besonders die Möbelhäuser und die Lebensmitteleinzelhändler planen häufiger als der Einzelhandel insgesamt, ihre Preise anzuheben. Der Fachkräftemangel bleibt für 25,4% der Einzelhändler herausfordernd. 6,8% berichten von Finanzierungsschwierigkeiten. | ifo Institut

* saisonbereinigt korrigiert.


Optimierte Print-Prospekte: Design, Struktur und Rabatte als Schlüssel

05.11.2025 | ALDI, LIDL, Hornbach, Rossmann und EDEKA überzeugen mit Bestwerten. Prospektmonitor von IFH MEDIA ANALYTICS analysiert 28 gedruckte Prospekte aus fünf Branchen aus Konsumentensicht. Print-Prospekte insgesamt positiv wahrgenommen, insbesondere in den Bereichen LEH und Drogerie. ALDI, LIDL, Hornbach, Rossmann und EDEKA dominieren Top 10 der Prospektbewertungen. Optische Gestaltung, Rabatte und Inhalte besonders relevant für positive Bewertungen. Branchenübergreifende Verbesserungspotenziale bei Prospektgestaltung. 

 

Gedruckte Prospekte sind trotz fortschreitender Digitalisierung weiterhin ein fester Bestandteil im Kommunikationsmix vieler Händler – und auch bei Konsument:innen beliebt. Laut der ersten Untersuchungswelle des Prospektmonitors 2025 von IFH MEDIA ANALYTICS greifen 93 Prozent der Verbraucher:innen zumindest gelegentlich zu Print-Prospekten. Die aktuelle, zweite Studienwelle liefert nun vertiefte, datenbasierte Einblicke in deren Wahrnehmung und Bewertung aus Konsumentensicht. Dafür wurden im Rahmen einer Onlinebefragung von 1.000 Prospektleser:innen im Sommer Bewertungen zu gedruckten Prospekten von insgesamt 28 Händlern aus den fünf Branchen Lebensmitteleinzelhandel (LEH), Drogeriemärkte, Baumärkte, Elektrofachhändler und Möbelhäuser abgegeben.

 

Die Ergebnisse zeigen ein insgesamt positives Bild: Besonders gut schneiden Prospekte aus dem Lebensmitteleinzelhandel mit durchschnittlich 8,4 von 10 Punkten ab, dicht gefolgt von Drogeriemärkten mit 8,3 Punkten. Möbelhaus-Prospekte erreichen mit 7,8 Punkten die niedrigsten Werte. In der Top 10 der beliebtesten Prospekte dominieren ALDI und LIDL mit jeweils 8,8 Punkten, gefolgt von Hornbach (8,6), Rossmann (8,5) und EDEKA (8,5).

 

Gestaltung, Inhalte, Rabatte: Was auf einen guten Prospekt einzahlt

Nicht alle Elemente eines Prospekts beeinflussen seine Gesamtbewertung gleichermaßen. Branchenübergreifend zahlt vor allem die optische Gestaltung auf gut bewertete Prospekte ein: Klare Strukturen, übersichtliche Layouts und eine ansprechende visuelle Aufbereitung sind entscheidend für die positive Wahrnehmung. Auch Rabatte und Produktauswahl haben eine relevante Bedeutung für die Bewertung von Prospekten. Je nach Branche sind die einzelnen Elemente leicht unterschiedlich gewichtet. So schätzen Leser:innen von LEH-Prospekten vor allem die Kombination aus attraktiver Gestaltung und der Präsentation thematisch gebündelter Produkte – sogenannte Themenwelten, die Inspiration bieten und den Einkauf erleichtern. Drogerieprospekte hingegen benötigen für eine positive Gesamtbewertung insbesondere eine klare, strukturierte Darstellung, welche die breite Produktvielfalt übersichtlich vermittelt.

 

„Die Ergebnisse zeigen deutlich: Gedruckte Prospekte sind nach wie vor ein starkes Kommunikationsinstrument – vorausgesetzt, sie sind klar strukturiert, visuell ansprechend und auf die Erwartungen der Zielgruppe abgestimmt. Händler sollten ihre Prospekte nicht nur als Angebotsmedium verstehen, sondern als Ausdruck von Markenidentität und Vertrauenswürdigkeit“, so Andreas Riekötter, Geschäftsführer IFH MEDIA ANALYTICS.

 

Verbesserungspotenziale bei Produktdarstellung und digitalen Verknüpfungen

Trotz stabiler Performance der meisten bewerteten Prospekte offenbaren sich Verbesserungspotenziale. Besonders die kombinierte Darstellung von Produkten und die Präsentation von Produktneuheiten werden aktuell noch unterdurchschnittlich umgesetzt, obwohl sie eine hohe Relevanz für die Konsumentenwahrnehmung besitzen. Die konkreten Optimierungsansätze variieren, wie auch die Prospektbewertungen, je nach Branche. Ausführliche Produktinformationen sind ein Optimierungshebel für Elektroprospekte, da die Artikel oft komplex sind. Eine präzise Beschreibung unterstreicht zudem einen seriösen Markenauftritt und kann das Angebot auch von asiatischen Online-Plattformen abgrenzen. Möbelhändler wiederum haben vor allem bei der Verknüpfung mit digitalen Inhalten, etwa durch VR-Technologie, noch Luft nach oben. | IFH MEDIA ANALYTICS 


Neueröffnung nach Umbau: Thalia Buchhandlung in Fulda erstrahlt nach umfassender Modernisierung in neuem Glanz

05.11.2025 | Bereits seit 27 Jahren ist die Thalia Buchhandlung in der Bahnhofstraße 16 in Fulda ein beliebter Treffpunkt für Bücherbegeisterte aus der Umgebung. Am morgigen Donnerstag, 30. Oktober 2025, eröffnet die Buchhandlung nach rund viermonatigem Umbau im laufenden Betrieb in neuem Glanz. Neugestaltete Themenwelten, optimierte Sortimente und eine um 50 qm erweiterte Fläche sorgen für ein neues und inspirierendes Einkaufserlebnis. Auf insgesamt rund 750 qm finden Kundinnen und Kunden ein breites Buchsortiment, eine große Auswahl an Spielen und Spielwaren sowie Geschenk- und Dekoartikel.

 

„Nach der langen Umbauphase freuen wir uns nun sehr darauf, unseren Kundinnen und Kunden das Ergebnis hier vor Ort zeigen zu können“, erzählt Petra Müller, Leiterin der Thalia Buchhandlung in Fulda. Insgesamt über 15 Wochen wurde die Buchhandlung in drei Bauabschnitten aufwändig umgebaut und neugestaltet. „Das geht über eine reine Modernisierung hinaus. Wir haben einen Ort geschaffen, der für die Menschen aus Fulda und Umgebung mehr ist, als ein Geschäft“, verrät Petra Müller. Lokale Veranstaltungen, Lesungen und Aktionen rund ums Buch machen die Thalia Buchhandlung in Fulda zu einem echten Erlebnisort.

 

Umfangreiches Sortiment und kompetente Beratung rund ums Buch

Das angebotene Sortiment ist umfangreich – ob Manga, English Books, Young & New Adult, Romance oder Fantasy, aber auch Romane, Klassiker, Krimis oder Sachbücher. „Gern stehen wir den Kundinnen und Kunden mit kompetenter Beratung zur Verfügung“, so Petra Müller, die weiß, dass ihr Team immer eine passende Empfehlung für die Kundinnen und Kunden bereithält. „Unsere Lieblingsbuchhändlerinnen hier vor Ort geben zudem ihre ganz persönlichen Lesetipps und teilen ihre Erfahrungen zu Büchern, die sie selbst gelesen haben – und das ganz ehrlich und schnörkellos“, erzählt Petra Müller. Für alle, die direkt vor Ort in ein Buch reinlesen möchten und sich gern Zeit beim Stöbern lassen, sind die vielfältigen, neuen Sitzgelegenheiten in der gesamten Buchhandlung perfekt zum Entspannen und Schmökern.

 

Dank Omni-Channel: Digitale Services und noch mehr Angebot online

Als marktführender Omni-Channel-Buchhändler in der DACH-Region bietet Thalia den Kundinnen und Kunden zudem viele innovative, digitale Services. Über einen QR-Code direkt am Regal können sich Interessierte schnell und unkompliziert über die App ergänzende Sortimente anzeigen lassen. Selbstbedienungskassen in der Buchhandlung sorgen gerade in Stoßzeiten dafür, dass der Einkauf schneller abgeschlossen werden kann. Zudem haben Kundinnen und Kunden immer die Möglichkeit, online bestellte Waren in die Buchhandlung oder an eine Wunschadresse liefern zu lassen.

 

Vielfältiges Programm nicht nur zur Neueröffnung

Die kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen der Neueröffnung. So wartet am Eröffnungstag und an den Folgetagen unter anderem ein Glücksrad mit attraktiven Gewinnen auf die Besucherinnen und Besucher. Kinder können sich am Donnerstag auf den Besuch des Thalia Buchstabentigers „Thalino“ freuen. Den Start in das fortlaufende Veranstaltungsprogramm macht die Bestseller-Autorin Eva Völler am Donnerstag, den 30. Oktober ab 15 Uhr mit einer kostenlosen Signierstunde vor Ort. Eine Übersicht über alle Aktionen und Veranstaltungen gibt es auf thalia.de. | Thalia


Halloween: Ein Fest für den Einzelhandel

31.10.2025 | Halloween hat sich in den letzten Jahrzehnten auch in Deutschland zu einem festen Bestandteil der herbstlichen Festkultur entwickelt. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen erfreut sich das Fest rund um Geister, Kürbisse und Verkleidungen wachsender Beliebtheit. Für den deutschen Einzelhandel ist dies eine willkommene Entwicklung. So ist Halloween mittlerweile ein wichtiger Umsatztreiber im Herbstgeschäft, insbesondere für Branchen wie Süßwaren, Dekoration, Kostüme und Partyartikel.

 

Laut einer Schätzung des Deutschen Handelsverbandes werden Verbraucher:innen in Deutschland in diesem Jahr rund 520 Million Euro für die Halloween-Feierlichkeiten ausgeben, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Angesichts der eher zurückhaltenden Konsumstimmung insgesamt deutet der Handelsverband dies als Zeichen der Stabilität, liegen die Ausgaben damit doch immer noch mehr als 60 Prozent höher als 2019.

 

Im Vergleich zu den USA ist das deutsche Geschäft mit dem Gruselfest immer noch verschwindend klein. Im Mutterland Halloweens erwartet die National Retail Federation für dieses Jahr Ausgaben in Höhe von 13,1 Milliarden Dollar – ein neuer Rekord. | Statista


Süßes, Kürbisse und Kostüme: Was wird zu Halloween gekauft?

31.10.2025 | Während Halloween in Nordamerika schon lange ein sehr beliebter Feiertag ist, hat das Gruselfest in Deutschland keine wirkliche Tradition. Dennoch ist der Trend, wie so manch anderes amerikanisches Kulturgut, in den vergangenen Jahren zu uns herübergeschwappt. So gibt es immer mehr Halloween-Parties, Kinder verkleiden sich und ziehen auf der Jagd nach Süßigkeiten um die Häuser. Die zunehmende Beliebtheit von Halloween spiegelt sich auch im Einkaufsverhalten der Deutschen wider, wie Daten des Handelsverbands Deutschland zeigen. Denen zufolge liegt der Anteil der Befragten Konsument:innen, die dieses Jahr Ausgaben zu Halloween planen bei 15,2 Prozent und hat sich damit seit 2018 etwa verdoppelt.

 

Gekauft werden dabei vor allem Süßigkeiten, Dekoartikel und Kostüme, wie Daten des HDE zeigen. Mehr als die Hälfte derer, die extra für Halloween einkaufen, plant Süßigkeiten für das Fest zu kaufen, während jeweils 36 Prozent Deko und Kostüme zu kaufen beabsichtigt. Andere beliebte Kategorien sind u.a. Schminke, bzw. Make-up, Schmuck und Accessories sowie sonstige Lebensmittel und Getränke. Diese dürfen auf einer vernünftigen Halloween-Party schließlich nicht fehlen. Dass in Deutschland je nach Bundesland Halloween (Reformationstag) beziehungsweise der Tag danach (Allerheiligen) ein gesetzlicher Feiertag ist, lädt zum ausgiebigen Feiern ein. | Statista


Erfolgreiche Wiedereröffnung: ROFU Kinderland feiert gelungene Rückkehr nach Egelsbach

31.10.2025 | Mit einer bunten Eröffnungsfeier und zahlreichen Aktionen hat ROFU Kinderland am Donnerstag, den 30. Oktober 2025, seine neue Filiale im Fachmarktgebiet Egelsbach eröffnet. Damit ist der Spielwaren-Experte nach 15 Jahren an seinen früheren Standort im Rhein-Main-Gebiet zurückgekehrt. Rund 900 Besucher kamen, um die Wiedereröffnung zu feiern und die neue Filiale am Kurt-Schumacher-Ring 1 zu entdecken.

 

Ein Fest für die ganze Familie

Für beste Stimmung sorgten das beliebte ROFU-Maskottchen Rofulino, eine große Tombola, süßes Popcorn und der interaktive Furby-DJ, der mit Musik und Spielen für Begeisterung bei kleinen und großen Gästen sorgte. Als besonderes Dankeschön erhalten Kunden während der Eröffnungswoche bis einschließlich 1. November 2025 20 Prozent Rabatt auf einen Artikel ihrer Wahl.

 

„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz und das große Interesse an unserem Comeback in Egelsbach“, sagt Frank Schröder, Geschäftsführer Logistik & Vertrieb bei ROFU Kinderland. „Viele Kunden kennen uns noch von früher – umso schöner war es, so viele bekannte und neue Gesichter zur Eröffnung begrüßen zu dürfen.“

 

Auf 672 Quadratmetern Verkaufs- und Lagerfläche präsentiert ROFU Kinderland ein vielfältiges Sortiment an Spielwaren, Bastel- und Geschenkartikeln sowie Tierbedarf, Heim- und Dekoartikeln. Das Angebot richtet sich besonders an Familien mit Kindern, die Wert auf Qualität, Auswahl und faire Preise legen. | ROFU Kinderland