11.02.2026 | Ab dem 19. Juni 2026 müssen nahezu alle B2C-Online-Shops Verbrauchern eine digitale Widerrufsfunktion bereitstellen. Der sogenannte Widerrufsbutton soll es Kunden ermöglichen, ihren Widerruf einfach und eindeutig online zu erklären. Ziel der Regelung ist es, den Verbraucherschutz zu stärken und den Widerrufsprozess zu vereinfachen.
Pflicht für fast alle B2C-Shops
Die Pflicht zur Bereitstellung eines Widerrufsbuttons betrifft nicht nur klassische Online-Händler. Auch Handmade-Shops, die in vielen Fällen das Widerrufsrecht für individualisierte Ware ausschließen, sollten den Button integrieren. Entscheidend ist nicht das Sortiment, sondern die grundsätzliche Möglichkeit, dass über den Shop Verträge geschlossen werden, für die ein gesetzliches Widerrufsrecht bestehen kann.
Klare Anforderungen an Gestaltung und Ablauf
Der Gesetzgeber lässt beim Widerrufsbutton wenig Spielraum. Die Widerrufsfunktion muss für Kunden klar erkennbar und leicht erreichbar sein – entweder als deutlich sichtbarer Button oder als eindeutig benannte, verlinkte Funktion. Der Widerruf selbst muss digital und unmissverständlich erklärt werden können.
Entscheidend ist aber nicht nur der Klick. Dahinter muss ein vollständig funktionierender, rechtssicherer Prozess stehen: Die Widerrufserklärung muss tatsächlich beim Händler ankommen, der Eingang ist unverzüglich zu bestätigen und der gesamte Ablauf muss nachvollziehbar dokumentiert werden. Genau an diesen Punkten zeigt sich in der Praxis, wie fehleranfällig die Umsetzung sein kann.
Kritik: Der Widerrufsbutton schützt nicht vor Betrug
Der Widerrufsbutton soll Verbraucher vor unseriösen Praktiken schützen. Tatsächlich sollten Verbraucher dennoch wachsam sein und sich nicht allein auf das Vorhandensein dieser Funktion verlassen.
Der Button sagt weder etwas über die Einhaltung weiterer Informationspflichten aus noch darüber, ob Rückabwicklungen in der Praxis tatsächlich reibungslos erfolgen. Händlerbund-CEO Tim Arlt sagt dazu: „Verbraucherschutz entsteht nicht allein durch ein technisches Element, sondern durch transparente Informationen, klare Vertragsbedingungen und erreichbare Ansprechpartner.“
Unterstützung für Händler bei der Umsetzung
Gleichzeitig stellt die neue Pflicht viele Händler vor technische und rechtliche Herausforderungen. Die Bundesregierung selbst scheint mit einem Erfüllungsaufwand von 1.000 Euro pro Shop zu rechnen. Der Händlerbund arbeitet daher an einer zentralen und günstigen Widerrufsbutton-Lösung für seine Mitglieder, die die gesetzlichen Vorgaben vollständig abbildet und eine rechtssichere Umsetzung erleichtern soll.
Fazit
Der Widerrufsbutton kann den Widerrufsprozess vereinfachen, ist aber kein Allheilmittel. Für Händler bedeutet er zusätzlichen Umsetzungsaufwand, für Verbraucher bietet er lediglich einen weiteren Zugang zum Widerrufsrecht. Entscheidend bleiben transparente Informationen und faire Prozesse auf beiden Seiten. | Händlerbund
11.02.2026 | Mit dem neuen Branchenindex legen das IFH KÖLN und die Messe Frankfurt erstmals ein internationales Stimmungsbarometer für messerelevante Konsumgüterbranchen vor. Die erste Erhebung zeigt: Die Stimmungslage ist durchwachsen. Politische Unsicherheiten, Preisdruck und schwache Wachstumsimpulse stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Während Asien und die USA vergleichsweise dynamisch in die Zukunft blicken, zeigt sich Europa abwartender. Insgesamt wird die eigene Geschäftslage zuversichtlicher bewertet als die der gesamten Branchen. Durchgängig wird weniger Regulierung gefordert.
Mit dem neuen Branchenindex präsentieren das IFH KÖLN und die Messe Frankfurt erstmals ein internationales Stimmungs- und Trendbarometer für Unternehmen der messerelevanten Konsumgüterbranchen. Ziel ist es, frühzeitig Stimmungen, Entwicklungen und Trends sichtbar zu machen und Unternehmen damit eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen zu bieten. Für die erste Erhebungswelle wurden 945 Aussteller und Besucher:innen der Messe Frankfurt aus über 60 Ländern – unter anderem Deutschland, Belgien, China und den USA – befragt. Der Auftakt zeigt eine insgesamt durchwachsene Stimmungslage: Mit einem Indexwert von 100,1 bewegt sich das Stimmungsbild auf stabilem, aber verhaltenem Niveau. Europa liegt mit 98,9 leicht unter dem internationalen Vergleich, während die USA (102,5) und Asien (105,3) höhere Werte erreichen.
Politische Eingriffe und Handelskonflikte sind zentrale Belastungsfaktoren
Auch politische Rahmenbedingungen, Handelsdebatten und regulatorische Eingriffe beeinflussen die Stimmung in den messerelevanten Konsumgütersegmenten spürbar. Knapp jeder zweite Aussteller (47 %) und Besucher:innen (46 %) geht davon aus, dass politische Maßnahmen das eigene Geschäft negativ beeinflussen. Besonders Zölle und Handelsbeschränkungen spielen dabei eine zentrale Rolle: Rund die Hälfte der Aussteller (49 %) sieht sich hiervon konkret betroffen – international am stärksten in den USA (75 %), gefolgt von Asien (58 %) und Europa (33 %). Gleichzeitig geben 44 Prozent der Aussteller und 38 Prozent der Besucher:innen an, nur bedingt auf mögliche Änderungen bei Zöllen und Importbeschränkungen vorbereitet zu sein.
„Die Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd – das zeigt auch der Branchenindex. Gleichzeitig senden die Unternehmen mit Blick auf ihre eigene Geschäftsentwicklung ermutigende Signale. Das starke Interesse an unseren Leitmessen Ambiente, Christmasworld und Creativeworld bestätigt diese Zuversicht. Zugleich ist der Wunsch der Branche klar: verlässliche Rahmenbedingungen und mehr unternehmerischer Handlungsspielraum statt zusätzlicher Regulierung“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.
Eigene Geschäftsentwicklung wird positiver eingeschätzt als die Branche
In den kommenden sechs Monaten rechnen die Befragten nur bedingt mit einer Verbesserung der Gesamtlage in ihren Konsumgüterbranchen. Auf Ausstellerseite erwarten knapp drei von zehn (28 %) eine positive Entwicklung, während fast die Hälfte (49 %) von einer Verschlechterung ausgeht. Beim Blick auf das eigene Unternehmen zeigt sich jedoch ein etwas optimistischeres Bild: Mit jeweils 42 Prozent der Aussteller rechnet die Mehrheit mit einer Verbesserung oder zumindest Stabilität der eigenen Geschäftslage. Unter den Besucher:innen erwarten 27 Prozent eine positive Entwicklung, 47 Prozent einen gleichbleibenden Kurs. Auch auf europäischer Ebene zeigt sich beim Blick auf das eigene Unternehmen mehr Zuversicht als auf die Branche insgesamt.
„Viele Konsumgütersegmente stehen aktuell unter starkem Druck: Preiskämpfe und schrumpfende Margen belasten viele Unternehmen ebenso wie die anhaltende geopolitische Unsicherheit und steigende Produktionskosten. Diese Kombination zeigt klar: Die Unternehmen müssen jetzt aktiv werden. Wer seine Geschäftsmodelle weiterentwickelt, Wertschöpfungsketten widerstandsfähiger macht und notwendige strategische Anpassungen nicht länger aufschiebt, wird deutlich besser durch diese herausfordernde Phase kommen“, so Dr. Ralf Deckers, Bereichsleiter Strategic Insights & Analytics am IFH KÖLN.
Globale Konsumgütermärkte wachsen – Dynamik regional unterschiedlich
Auch die Wachstumsraten untermauern das vorsichtige Stimmungsbild: So wachsen sämtliche Konsumausgaben inklusive staatlicher und unternehmerischer Ausgaben in Europa um 1,7 Prozent, während die USA mit 3 Prozent und Asien mit 3,7 Prozent dynamischer abschneiden. Bei den privaten Konsumausgaben kommt Europa nur auf 0,4 Prozent, wohingegen die USA 2,7 Prozent und Asien 4,6 Prozent erreichen. Das weltweite Umsatzvolumen der betrachteten Konsumgüterbranchen beläuft sich auf rund 946 Milliarden Euro. | IFH KÖLN
11.02.2026 | Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt die Einführung des digitalen Euro grundsätzlich, warnt jedoch vor dem Scheitern des Projekts durch eine zu komplexe und realitätsferne Ausgestaltung.
„Der digitale Euro hat das Potenzial, die Abhängigkeit von privaten internationalen Zahlungssystemen zu durchbrechen“, so Ulrich Binnebößel, HDE-Abteilungsleiter Zahlungsverkehr und Logistik. „Die aktuellen Planungen könnten diese Chance allerdings verspielen. Das Projekt droht, in eine Komplexitätsfalle zu geraten“, warnt Binnebößel.
Der deutsche Einzelhandel wickelt jährlich rund 20 Milliarden Transaktionen ab und sieht sich mit stetig steigenden Kosten durch die Marktdominanz amerikanischer Zahlungssysteme konfrontiert. Besonders im E-Commerce und bei grenzüberschreitenden Zahlungen sind europäische Alternativen kaum vorhanden. Der HDE sieht im digitalen Euro die Chance auf ein neutrales, staatlich garantiertes Zahlungsmittel – vergleichbar mit Bargeld im analogen Raum.
Scharfe Kritik übt der HDE jedoch am geplanten Kompensationsmodell, mit dem die Aufwände der Banken durch den Handel ausgeglichen werden sollen. „Das vorgesehene Modell bedeutet praktisch eine Übernahme des ineffizienten Interchange-Modells aus dem Kreditkartengeschäft. Wenn die Kosten der Wallet-Anbieter von den Händlern getragen werden sollen, führt das nicht zu einer effizienten Abwicklung von Transaktionen“, so Binnebößel. Statt einer Orientierung an marktüblichen Preisen der etablierten Verfahren fordert der HDE konkret transaktionsbasierte Gebühren von maximal vier Cent statt prozentualer Entgelte. „Der öffentliche digitale Euro unterscheidet sich von privaten Zahlungsmethoden dadurch, dass er mit einer obligatorischen Akzeptanz einhergeht und für die ausstellenden Banken kein Kreditrisiko besteht. Das muss sich auch in den Kosten widerspiegeln“, fordert Binnebößel.
Zudem müssten praxisgerechte Haltegrenzen für Händler eingeführt werden, um Buchungskosten zu vermeiden und B2B-Zahlungen zu ermöglichen. Eine generelle Akzeptanzpflicht lehnt der HDE daher entschieden ab, solange die Kostenstruktur nicht effizient gestaltet ist.
„Bei richtiger Ausgestaltung könnte der digitale Euro zu einem Erfolgsmodell werden, das Effizienz und Innovation fördert“, betont Binnebößel. „Europa kann es sich nicht leisten, diese Chance zu verspielen. Die Entscheidungen der kommenden Monate werden darüber bestimmen, ob der digitale Euro seine transformative Kraft entfalten kann oder als kostenintensives Zwangssystem scheitert“, so Binnebößel. | HDE
11.02.2026 | Fremde Sprachen übersetzen, E-Mails beantworten, Reisen planen: KI-Agenten können vielfältige Aufgaben übernehmen. Während Privatleute bei Künstlicher Intelligenz eher die Unterstützung im Alltag im Blick haben, sehen Firmen das größte Einsatzgebiet im Kundenservice, wie unsere Grafik zeigt, die die zusammen mit Telekom MMS entstanden ist. Mehr Insights über die Akzeptanz von KI-Agenten sowie Lösungen und Chancen für Unternehmen finden Sie in der Studie „Vertrauen in KI-Agenten“ hier. | Statista
11.02.2026 | Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT sind längst im Alltag angekommen. KI-Agenten haben hingegen noch nicht die gleiche Bekanntheit erreicht, im Durchschnitt kennen sie nur 55 Prozent. Auffällig: Jüngeren ist die neue Technik deutlich vertrauter als Älteren, wie unsere Grafik zeigt, die zusammen mit Telekom MMS entstanden ist. Mehr Insights über die Akzeptanz von KI-Agenten sowie Lösungen und Chancen für Unternehmen finden Sie in der Studie „Vertrauen in KI-Agenten“ hier.
| Statista
05.02.2026 | Das Smartphone gibt es heute ein letztes Mal zum halben Preis, die Sneaker sind nur noch einmal auf Lager oder andere Kundinnen haben das Produkt ebenfalls in ihrem Warenkorb – mit solchen Hinweisen arbeiten viele Online-Shops und Versandhändler. Sie dienen der Information, können aber auch zu spontanen Kaufentscheidungen anregen. Werden solche Hinweise oder Gestaltungselemente zur Manipulation eingesetzt, spricht man von „Dark Patterns“. In einer aktuellen Bitkom-Umfrage haben alle Online-Shopper angegeben, bereits mindestens eines der folgenden Verfahren wahrgenommen zu haben: Hinweise zur aktuellen Nachfrage oder zu Lagerbeständen, Countdown-Timer, Glücksräder oder andere spielerische Elemente. Im Auftrag des Digitalverbands Bitkom wurden hierfür 1.263 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt, von denen 1.045 Online-Shops nutzen. „Gegen missbräuchliche Geschäftspraktiken wie sogenannte Dark Patterns gibt es eine ganze Reihe von Regulierungen auf deutscher und europäischer Ebene“, erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Es mangelt nicht an Regeln, sondern an ihrer konsequenten Durchsetzung.“
Im Einzelnen nehmen 84 Prozent der Online-Shopper auf den Seiten von Online-Shops Hinweise zu begrenzten Lagerbeständen wahr (60 Prozent regelmäßig oder häufig, 24 Prozent selten). 83 Prozent begegnen Hinweisen zur aktuellen Nachfrage, etwa die Anzahl anderer Personen, die ein Angebot ansehen oder im Warenkorb haben (43 Prozent regelmäßig oder häufig, 40 Prozent selten). Ebenfalls 83 Prozent nehmen sogenannte Countdown-Timer wahr, die anzeigen, dass ein Angebot nur noch kurze Zeit gilt (44 Prozent regelmäßig oder häufig, 39 Prozent selten). Spielerische Elemente wie Glücksräder oder Hütchenspiele fallen ebenfalls 83 Prozent der Online-Shopper auf (46 Prozent regelmäßig oder häufig, 37 Prozent selten).
Medienkompetenz wirkt: Viele bleiben unbeeindruckt von digitalen Kaufanreizen
Die Kaufentscheidungen werden nach eigenem Bekunden gleichwohl weitestgehend unabhängig von solchen Kaufanreizen getroffen. So geben 64 Prozent der Online-Shopper, die Hinweise zur aktuellen Nachfrage wahrnehmen, an, sich davon nicht beeindrucken zu lassen und Entscheidungen wie gewohnt zu treffen. Lediglich 6 Prozent kaufen schneller oder sofort, während mehr als jede und jeder Zehnte (12 Prozent) die Seite ohne Kauf verlässt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Hinweisen auf zu geringe Lagerbestände. Über die Hälfte (53 Prozent) der Online-Shopper entscheiden wie gewohnt, nur 16 Prozent beschleunigen den Kauf und 14 Prozent brechen den Kaufprozess ab. Bei Countdown-Timern verlässt fast ein Fünftel (19 Prozent) die Seite ohne Kauf und bei spielerischen Elementen wie Glücksrädern bricht sogar über ein Fünftel (21 Prozent) den Kauf ab. Manche informieren sich dabei auch schon vor Kaufabschluss, auf welchen Seiten sie unterwegs sind. Mehr als 4 von 10 (42 Prozent) schauen vor einem Kauf bei unbekannten Anbietern im Netz ins Impressum oder in vergleichbare Angaben. „Digitaler Verbraucherschutz beginnt beim Aufbau von Medienkompetenz“, sagt Wintergerst. „Wer typische Manipulationsmuster erkennt und Anbieter prüft, trifft informiertere Entscheidungen und kann so souveräner in der digitalen Welt handeln.“
Online-Einkauf wird als sicher wahrgenommen – und sicherer als vor Ort im Geschäft
Obwohl viele beim Online-Einkauf „Dark Patterns“ wahrnehmen, ist das Sicherheitsgefühl beim Einkauf im Netz insgesamt hoch – und sogar höher als im stationären Handel. 9 von 10 Online-Shoppern (90 Prozent) fühlen sich beim Online-Einkauf häufig oder regelmäßig sicher. Bei Einkäufen vor Ort sagen das nur etwa 8 von 10 (79 Prozent). Auch bei Komfort und Einkaufserlebnis schneidet der Online-Handel besser ab. 91 Prozent haben in der Regel Spaß am Online-Einkauf, im stationären Handel sind es 77 Prozent. Online-Shopping empfinden 88 Prozent als bequem, während dies beim Einkauf vor Ort nur gut jede bzw. jeder Zweite (53 Prozent) tut. Zudem wird die Transparenz beim Online-Einkauf deutlich höher wahrgenommen. 85 Prozent der Online-Shopper geben an, beim Online-Kauf unterschiedliche Angebote leicht vergleichen zu können, im stationären Handel fällt es nur 47 Prozent häufig oder regelmäßig leicht, das zu tun. „Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen den Online-Handel, weil er Orientierung, Vergleichbarkeit und rechtliche Sicherheit bietet“, sagt Wintergerst. „Gerade weil Online-Shopping so etabliert ist, sollten für Online- und Offline-Handel vergleichbare Maßstäbe gelten – mit klaren, durchsetzbaren Regeln, die Manipulation an der richtigen Stelle begrenzen und Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam schützen.“
Verbraucherschutz im Fokus des Safer Internet Day am 10. Februar
Der Verbraucherschutz im Internet ist auch Thema einer gemeinsamen Veranstaltung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz und des Bitkom zum diesjährigen Safer Internet Day. Sie findet unter dem Titel „Altersverifikation, Dark Patterns und In-Game-Käufe – was verändert der Digital Fairness Act?“ am 10. Februar von 13 bis 18 Uhr statt. | bitkom
05.02.2026 | Der Valentinstag am 14. Februar ist in Deutschland ein beliebter Einkaufsanlass. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet in diesem Jahr rund um den Tag der Verliebten mit zusätzlichen Umsätzen in Höhe von über einer Milliarde Euro. Wie eine im Auftrag des HDE durchgeführte Umfrage zeigt, plant ein Fünftel der Verbraucherinnen und Verbraucher, zu diesem Anlass Ausgaben zu tätigen.
„Der Valentinstag ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher eine Herzensangelegenheit. Mit anlassbezogenen Sortimenten sorgt der Handel dafür, dass alle kleine Aufmerksamkeiten für ihre Liebsten finden können“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Laut Umfrage planen 20 Prozent der Verbraucher, anlässlich des Valentinstags einzukaufen. Das sind knapp acht Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Grund dafür ist unter anderem, dass der Valentinstag und der Karnevalssamstag in diesem Jahr auf einen Tag fallen. Jeder zwölfte befragte Konsument gibt daher an, auf den Valentinstag zu verzichten und stattdessen Karnevalsausgaben zu tätigen. Der HDE geht von entsprechend geringeren zusätzlichen, anlassbezogenen Umsätzen zum Valentinstag aus. Lagen diese im Vorjahr 2025 noch bei 1,3 Milliarden Euro, sind es 2026 voraussichtlich nur 1,18 Milliarden Euro.
Die meisten Verbraucher, die in diesem Jahr rund um den Valentinstag mit Ausgaben planen, wollen gleich viel ausgeben wie im Vorjahr (59 Prozent). Mehr als ein Fünftel der Befragten (22 Prozent) plant hingegen, weniger auszugeben als im vergangenen Jahr. Ein knappes Fünftel (19 Prozent) gibt an, mehr Geld für Valentinsgeschenke ausgeben zu wollen.
Anlässlich des Valentinstags greifen die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem zu Blumen und Pflanzen sowie zu Lebensmitteln. Auch Geschenkgutscheine, Dekoartikel und Kosmetikartikel sowie Uhren und Schmuck werden zu diesem Anlass häufig gekauft.
Die bevölkerungsrepräsentative Befragung wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. Befragt wurden 500 Personen. | HDE
04.02.2026 | Mit dem neuen Claim „Spielen verbindet.“ führt die VEDES, Europas führende Handelsorganisation für Spiel, Freizeit und Familie, ein modernes und zeitgemäßes Leitmotiv ein und unterstreicht damit die konsequente Weiterentwicklung ihrer Markenkommunikation.
Mit „Spielen verbindet.“ erweitert die VEDES ihren kommunikativen Fokus über die klassische Kernzielgruppe der Kinder hinaus. Neben Familien werden gezielt auch die sogenannten Kidults angesprochen. Spielen wird dabei als verbindendes Element verstanden, das Generationen, Lebenswelten und Menschen miteinander vereint.
Zugleich greift der neue Markenclaim eine gesellschaftliche Entwicklung auf: In einer zunehmend digitalen Welt gewinnt analoges Spielen als sozialer, kreativer und gemeinschaftsstiftender Gegenpol immer mehr an Bedeutung.
„Digitale Spielangebote prägen heute unseren Alltag, während wir gleichzeitig eine zunehmende Vereinsamung beobachten. Vor diesem Hintergrund ist ‚Spielen verbindet.‘ ein bewusst starkes Markenstatement. Das haptische Spielerlebnis lässt sich insbesondere in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht ersetzen. Es fördert Kreativität, soziale Kompetenzen und stärkt die Gemeinschaft – im familiären Umfeld ebenso wie in der Gesellschaft insgesamt“, erklärt Anke Gaab, Marketingleiterin der VEDES.
„Spielen verbindet.“ richtet sich dabei nicht ausschließlich an Endverbraucher. Der Claim bringt zugleich die Gemeinschaft in der Verbundgruppe zum Ausdruck und steht für die enge und partnerschaftliche Verbindung zwischen Herstellern, Fachhändlern und der VEDES Zentrale.
Erstmals präsentiert wurde der neue Markenclaim vor wenigen Tagen auf der 75. Spielwarenmesse in Nürnberg. Dort machte die VEDES ihren neuen Markenauftritt unmittelbar erlebbar: Mit eigens gestalteten Community-T-Shirts und einem als VEDES Fanshop konzipierten Messestand wurde „Spielen verbindet.“ sichtbar. Auch die VEDES Markenpartner konnten sich vor Ort ihr persönliches VEDES Fanshirt sichern und damit ein bewusstes Zeichen für Gemeinschaft, Identifikation und Verbundenheit setzen.
In den kommenden Monaten plant das VEDES Marketing den internen wie externen Roll-out des neuen Markenclaims. Ziel ist es, das Markenprofil konsequent weiterzuentwickeln und die VEDES als lebendige Community nachhaltig zu stärken. | VEDES
23.01.2026 | Vollsortiment ab Februar 2026 zentral über den VEDES Großhandel verfügbar. Die VEDES Gruppe und Playmobil intensivieren ihre Zusammenarbeit und schaffen damit neue Mehrwerte für den Spielwarenfachhandel. Ab dem 1. Februar 2026 stellt der VEDES Großhandel ein exklusiv kuratiertes, vollständiges Playmobil-Sortiment bereit. Alle relevanten Artikel und Preislagen sind zentral verfügbar und ermöglichen dem Handel eine einfache, verlässliche und leistungsstarke Sortimentsbeschaffung aus einer Hand.
Mit der Integration von Playmobil in den VEDES Markenservice erweitert die VEDES ihr Angebot um eine der bekanntesten Spielwarenmarken. Ziel dieser intensivierten Partnerschaft ist es, die Handelspartner noch gezielter zu unterstützen, Prozesse zu vereinfachen und die Präsenz sowie den Abverkauf von Playmobil im Fachhandel nachhaltig zu stärken.
Bereits zur 75. Spielwarenmesse sowie zur parallel stattfindenden VEDES Auftaktmesse können Händler das Playmobil-Sortiment über den VEDES Großhandel ordern. Im VEDES Showroom nahe dem Messegelände wird Playmobil mit einem großflächigen Sonderaufbau und dem vollständigen Sortiment erlebbar präsentiert. Flankiert wird der Start durch zwei aufmerksamkeitsstarke Einführungskampagnen, darunter eine DFB-Aktion zur Fußball-Weltmeisterschaft, die gezielt zusätzliche Kaufimpulse am Point of Sale setzen.
„Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Playmobil ist ein wichtiger Schritt für uns und unsere Handelspartner“, sagt Mathias Kempe, Vorstand Einkauf bei VEDES. „Das zentrale Playmobil-Sortiment über den VEDES Großhandel bedeutet mehr Planungssicherheit, bessere Verfügbarkeit und eine klare Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Fachhandels.“
„Mit der erweiterten Zusammenarbeit mit VEDES schaffen wir eine starke Basis für langfristiges Wachstum im Spielwarenfachhandel“, sagt Bahri Kurter, Vorstand von Playmobil. „Die zentrale Bündelung unseres Vollsortiments erleichtert den Zugang für den Handel und stärkt Playmobil nachhaltig am Point of Sale.“
Mit der erweiterten Partnerschaft setzen VEDES und Playmobil ein klares Zeichen für einen starken, zukunftsfähigen Spielwarenfachhandel und unterstreichen ihren gemeinsamen Anspruch, diesen aktiv zu unterstützen und weiterzuentwickeln. | VEDES
22.01.2026 | Berlin, 22. Januar 2026 | Im Handel mit Endkunden ist der Brutto-Umsatz mit Waren im deutschen E-Commerce im vergangenen Jahr erstmals seit 2021 wieder in allen Quartalen gestiegen und erreichte 83,1 Mrd. Euro nach 80,6 Mrd. Euro im Jahr davor. Das entspricht einem Wachstum von 3,2 Prozent (Vorjahreswert: 1,1 Prozent) – deutlich über der Prognose von 2,5 Prozent. Das Wachstum der digitalen Dienstleistungen betrug 7,3 Prozent auf jetzt 14,4 Mrd. Euro. Der gesamte Branchenumsatz mit Waren und Dienstleistungen „kratzt“ damit wieder an der „magischen“ 100-Milliarden-Euro-Grenze.
Im Verlauf des Jahres 2026 erwarten der bevh und das EHI Retail Institute in einer gemeinsamen Prognose, dass die Branche trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter überdurchschnittlich wächst und ein (nominales) Umsatzwachstum im E-Commerce mit Waren von 3,8 Prozent erreicht.
„Der Onlinehandel ist ein seltener Lichtblick in der deutschen Wirtschaft. Die Menschen konsumieren auch in unsicheren Zeiten weiter, sie tun es aber digital. Die Eskalation geopolitischer Konflikte, innenpolitische Instabilität und die kritische Lage deutscher Schlüsselindustrien schränken ein stärkeres Wachstum ein. Insgesamt wird der E-Commerce sich aber deutlich besser entwickeln als der traditionelle Einzelhandel“, zeigt sich bevh-Präsident Gero Furchheim optimistisch.
Auch bei schwacher Konsumstimmung konnte der Onlinehandel vergangenes Jahr die richtigen Kaufimpulse setzen. Der Anteil der Viel-Käufer im Onlinehandel blieb stabil: Jeder dritte Kunde in Deutschland (34,2 Prozent) bestellte durchschnittlich zweimal wöchentlich oder öfter Waren online. Der durchschnittliche Bestellwert stieg von 144,12 Euro (2024) auf 146,19 Euro. Die Kundenzufriedenheit im E-Commerce bleibt mit 96,2 Prozent auf unverändert hohem Niveau (2024: 96,0 Prozent). Der Anteil der Kunden, die weniger im E-Commerce ausgeben wollen, ist der niedrigste seit 4 Jahren (2025: 24,6 Prozent).
Deutliche Verbesserungen bei den größten Waren-Kategorien
Größte Gewinner-Kategorien im Onlinehandel waren Medikamente (+6,0 Prozent) und Lebensmittel (+5,5 Prozent), gefolgt von Tierbedarf (+5,0 Prozent). Deutlich besser als im Vorjahr entwickelten sich die Umsätze im besonders wichtigen Modehandel (+3,5 Prozent). Gleiches gilt für die großen Kategorien Haushaltswaren & -geräte (+4,8 Prozent) sowie Möbel, Lampen & Dekoration (+3,3 Prozent). Geringer als der Gesamtmarkt wuchs der Handel mit Elektronik und Telekommunikation (+1,4 Prozent), der im Vorjahr aber noch ein deutliches Minus verzeichnete.
Shein, Temu und AliExpress stehen für 30 Prozent des Wachstums
Im Vergleich der Versendertypen wuchsen Umsätze auf Online-Marktplätzen am stärksten (+4,9 Prozent). Über sie werden mittlerweile 56 Prozent (entspricht 46,2 Mrd. Euro) des gesamten Onlinehandels abgewickelt. Plattformen chinesischer Herkunft (Shein, Temu und AliExpress) haben wegen extremer Niedrigpreise zwar einen geringen Umsatzanteil, wuchsen mit 27,2 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro aber deutlich schneller als das gesamte Anbietersegment der Marktplätze. Jede 15. Bestellung im Internet wird bei einer der großen Plattformen aus Asien gemacht. Von den 2,6 Mrd. Euro Wachstum des gesamten E-Commerce mit Waren machte das Wachstum der Plattformen chinesischer Herkunft 30 Prozent aus.
Internet beflügelt die Kreislaufwirtschaft
Der Handel mit „Pre-Loved Goods“, zieht immer mehr Kunden und Händler an. Die gewerblichen Umsätze im Re-Commerce wuchsen im vergangenen Jahr um 21,8 Prozent auf 1,96 Mrd. Euro (2024: 1.61 Mrd. Euro).
„Diese erfreuliche Entwicklung kann sich fortsetzen oder sogar steigern. Voraussetzung ist, dass der Gesetzgeber in Hinblick auf die positiven Nachhaltigkeitseffekte auch auf die Besonderheiten des Handels mit solchen Gütern Rücksicht nimmt“, fordert Alien Mulyk, Geschäftsführerin Public Affairs Europa & Internationales beim bevh.
KI-Shopping muss Vielfalt erhalten
Einkaufen und Bezahlen über KI-Plattformen soll bald auch in Europa möglich sein.
„Der E-Commerce steht mit neuen KI basierten Shopping-Erlebnissen an der Schwelle zur nächsten technischen Revolution. Das wirksame Durchsetzen bestehender Regelungen für alle Marktteilnehmer, die tatsächliche Abkehr von der Überregulierung und die Unabhängigkeit von marktbeherrschenden Playern sind die erforderliche Basis für einen Erfolg der Branche in diesem Jahrzehnt. Nur so kann er auch in Krisenzeiten die notwendigen Beiträge zu Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Innovation leisten“, betont Gero Furchheim.
Jedoch würden aktuell nur 6,3 Prozent der Online-Kunden ihre Einkäufe komplett mit einer KI durchführen, wie eine neue repräsentative Umfrage im Auftrag des bevh ergeben hat. 91,7 Prozent lehnen Shopping-KIs noch ab. Den Verbrauchern fehlt offensichtlich noch das Vertrauen in die neue Technologie. Hier ist auch die Politik gefragt.
„Bei aller Technologieoffenheit muss der Gesetzgeber dafür sorgen, dass KI-Plattformen nicht zu übermächtigen ‚Gatekeepern‘ im E-Commerce werden, dass ein Level-Playing-Field mit Händlern gewahrt wird, und KI-Agenten die Grundlagen ihrer Kaufempfehlungen transparent machen“, fordert Alien Mulyk für den Onlinehandel. | bevh
21.01.2026 | Neue Studie zeigt: Befragte sehen großes Potenzial in Autonomous Commerce – sowohl für effizientere interne Prozesse als auch bessere Kundenerlebnisse. Technologische Komplexität, Datenschutz und Mitarbeiterakzeptanz als Haupthürden gesehen. Befähigungen durch Schulungen, transparente Kommunikation und praxisnahe Unterstützung als entscheidend für Digitalisierungserfolg erachtet.
Mit der zunehmenden Nutzung von Assisted-Shopping-Lösungen wie ChatGPT und dem bevorstehenden Einsatz KI-gestützter Einkaufsagenten stellt sich für den B2B-Handel längst nicht mehr die Frage ob, sondern wann Autonomous Commerce zum Standard wird. Für viele Unternehmen ist dies die logische Weiterentwicklung des digitalen Handels – hin zu intelligenten, selbstoptimierenden Beschaffungs- und Serviceprozessen. Doch die gemeinsame Studie „Autonomous Commerce – Ein Fitness-Programm für den (B2B und B2C) Handel“ von IFH KÖLN und novomind zeigt: Der Markt tastet sich noch an dieses Thema heran. Die dafür befragten 200 Unternehmen (B2B und B2C) erkennen darin große Potenziale – insbesondere im B2B, wo 49 Prozent deutliche Effizienzgewinne bei internen Abläufen erwarten. Auch kundenseitige Verbesserungen wie ein optimierter Bestellkomfort (56 % insgesamt; B2B: 52 %, B2C: 65 %) stehen weit oben auf der Agenda. Andererseits zeigt sich aber auch eine erhebliche Orientierungslücke: Nur rund ein Drittel der Befragten (34 %) weiß genau, was Autonomous Commerce umfasst. Die Mehrheit nähert sich dem Thema noch über Einzelaspekte wie automatisierte Einkaufs- und Nachbestellentscheidungen durch KI (48 %).
„Viele Unternehmen erkennen das Potenzial von Autonomous Commerce, aber die meisten stehen erst am Anfang eines Lernprozesses. Wir sehen deutlich: Der Handel tastet sich Schritt für Schritt an diese neue Stufe der Digitalisierung heran. Entscheidend wird sein, früh die richtigen Grundlagen zu legen – damit aus ersten Experimenten echte Wettbewerbsvorteile entstehen“, erklärt Ralf Deckers, Bereichsleiter Strategic Insights & Analytics, IFH KÖLN.
Technologische Komplexität, Datenschutz und fehlende Akzeptanz als Haupthürden
Ein großer Teil der Unternehmen sieht die technologische Komplexität (44 %; B2B: 47 %, B2C: 35 %) und den Datenschutz (43%; B2B: 39 %, B2C: 49 %) als Haupthürden bei der Einführung von Autonomous Commerce an. Als weitere werden fehlendes Know-how von 41 Prozent (B2B: 45 %; B2C: 31 %), regulatorische Unsicherheit von über einem Drittel (35 %) und fehlende Akzeptanz bei Mitarbeiter:innen von 33 Prozent (B2B: 38 %; B2C: 23 %) genannt. Dabei zeigt sich bei B2B und B2C eine teilweise deutlich unterschiedliche Gewichtung je nach Hürde.
„Zahlreiche Hürden bremsen das Zukunftsthema Autonomous Commerce in den Unternehmen noch aus. Die größten liegen weniger in der Technik als in Strukturen, Ressourcen und Mentalität. Der Wissensstand zu Autonomous Commerce unter den Unternehmen ist eher heterogen, das Potenzial für den zukünftigen Unternehmenserfolg aber riesig. Das zeigt auch die hohe Dynamik, die das Unterthema ‚Agentic Commerce‘ gerade im Markt entwickelt. Um sich in dem Bereich besser aufzustellen, sehen wir außerdem, dass sich viele Unternehmen Unterstützung bei der Umsetzung von Autonomous Commerce wünschen“, so Markus Rohmeyer, CPO bei novomind.
Niedrigschwellige Schulungen und strategische Beratung durch Dienstleister für erfolgreiche Digitalisierung
Um den Digitalisierungsprozess in ihren Unternehmen erfolgreich voranzutreiben, findet knapp die Hälfte der Befragten (47 %) niedrigeschwellige Schulungsformate und Weiterbildungen besonders geeignet dafür. Weitere Maßnahmen sind eine transparente und emotional gestaltete Change-Kommunikation (39 %) und digitale Patenschaften und Peer-Learning-Formate (38 %), um Mitarbeiter:innen beim Digitalisierungsprozess mitzunehmen. Auch von Dienstleistern wünschen sich die Unternehmen, neben den eigentlichen Services, vor allem Schulungen und Befähigungen (60 %), Datenstrategie (58 %) und Business-Case-Entwicklung (56 %) auf dem Weg zum Autonomous Commerce. | IFH KÖLN
19.01.2026 | Die Thalia Buchhandlung in Siegburg ist auf größerer Fläche in der modernisierten Martkpassage zu finden. Die Buchhandlung zeigt sich ab sofort nicht nur im aktuellen Thalia Look, sondern auch mit optimierter Sortimentsgestaltung, neuen Themenwelten und einer großen Auswahl an Spielen und Spielwaren. Zur Eröffnung können sich große und kleine Besuchende auf ein buntes Aktionsprogramm freuen.
„Ich freue mich sehr darüber, dass mein Team und ich nun unseren Kundinnen und Kunden eine völlig neue, moderne Buchhandlung präsentieren können und bin schon auf die Rückmeldungen gespannt“, verrät Buchhandlungsleiter Benjamin Zobel. Besonders stolz sei er auf die neue, separate Kinderbuchabteilung. „Zudem haben wir unser Angebot an Schul- und Schreibwaren erweitern können und bieten ab sofort ein größeres Sortiment an Spielen und Spielwaren an“, so Benjamin Zobel. Auch auf die Aufenthaltsqualität in der Buchhandlung wurde ein großer Fokus gelegt. So finden sich über die gesamte Verkaufsfläche hinweg zahlreiche Sitzgelegenheiten zum Schmökern und Verweilen. Kundinnen und Kunden können sich bereits jetzt auf den Herbst freuen, denn dann wird die Verkaufsfläche um weitere 100 qm erweitert, in diesem Zuge die Belletristik-Abteilung komplett modernisiert und für die Kleinsten ein Spielhaus im Kinderbereich installiert.
„Gern stehen wir den Kundinnen und Kunden mit kompetenter Beratung zur Verfügung“, so Benjamin Zobel, der weiß, dass das Buchhandlungsteam immer eine passende Empfehlung für die Kundinnen und Kunden bereithält. „Unsere Lieblingsbuchhändlerinnen und -buchhändler hier vor Ort geben zudem ihre ganz persönlichen Lesetipps und teilen ihre ehrlichen Erfahrungen zu Büchern, die sie selbst gelesen haben“, erzählt der Buchhandlungsleiter.
Als marktführender Omni-Channel-Buchhändler in der DACH-Region bietet Thalia den Kundinnen und Kunden zudem viele innovative, digitale Services. Über einen QR-Code direkt am Regal können sich Interessierte schnell und unkompliziert über die App ergänzende Sortimente anzeigen lassen. Selbstbedienungskassen auf jeder Etage der Buchhandlung sorgen gerade in Stoßzeiten dafür, dass der Einkauf schneller abgeschlossen werden kann. Zudem haben Kundinnen und Kunden immer die Möglichkeit, online bestellte Waren in die Buchhandlung oder an eine Wunschadresse liefern zu lassen.
Vielfältiges Programm zur Neueröffnung
Rund um die Neueröffnung der Thalia Buchhandlung warten bunte Aktionen auf die Besuchenden: Am Eröffnungstag und am Samstag steht ein Glücksrad mit attraktiven Gewinnen bereit. Kinder können sich an beiden Tagen auf den Besuch des Thalia Buchstabentigers „Thalino“ freuen. An der Button Maschine können persönliche Buttons zum Anpinnen erstellt werden und bis zum 14. Februar können sich Kundinnen und Kunden auf ein „Blind Date mit einem Buch“ einlassen – blickdicht verpackte Bücher mit wenigen Worten empfohlen von den Lieblingsbuchändlerinnen und Lieblingsbuchhändlern. Eine Übersicht über alle Aktionen und Veranstaltungen gibt es auf thalia.de. | Thalia
15.01.2026 | Das renommierte Top Employers Institute kürt jedes Jahr die besten Arbeitgeber weltweit. Lidl in Deutschland wurde zum fünften Mal in Folge als "Top Employer" zertifiziert und ist damit einer der besten Arbeitgeber in Deutschland. Zudem hat Lidl das begehrte Enterprise Siegel erhalten, das die hohen Standards und Qualitätsprozesse für beispielhaftes HR-Management auf internationalem Level über 30 Länder hinweg bestätigt.
"Die Auszeichnung als Top Employer 2026 ist eine Bestätigung unserer hohen Qualitätsansprüche als Arbeitgeber. Diese Anerkennung macht uns stolz und ist zugleich ein Versprechen: Wir geben tagtäglich weiterhin alles dafür, ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Mitarbeitenden von dem ersten Tag an wachsen, ihre Talente entfalten und gemeinsam mit uns im #teamlidl neue Höhen erreichen können. Denn unsere Mitarbeitenden sind das Fundament unseres Erfolgs und ihre Leidenschaft und Leistung Grundlage dafür, warum unsere Kunden tagtäglich gerne bei Lidl einkaufen", sagt Marco Monego, Geschäftsleiter Personal bei der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG.
Top Employers prüft Unternehmen anhand detaillierter Kriterien in verschiedenen HR-Dimensionen. Lidl konnte auch dieses Jahr wieder durch herausragende Ergebnisse in den Bereichen Talent Acquisition, Onboarding, Learning, Employer Branding und Integrität überzeugen. Insbesondere durch die konsequente Weiterentwicklung im Bereich Onboarding hat Lidl seine Stellung ausgebaut. Von Tag eins an bietet der Lebensmitteleinzelhändler neuen Mitarbeitenden ein stabiles Fundament, das ihnen ermöglicht, ihre Leistung abzurufen und langfristig erfolgreich zu sein. Damit unterstreicht Lidl seine klare Haltung: Ein erfolgreicher Karriereweg ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis professioneller Strukturen und klarer Prozesse.
Adrian Seligman, CEO des Top Employers Institute, kommentiert: "Die Zertifizierung als Top Employer 2026 zeigt deutlich, wie stark sich Lidl in Deutschland dafür einsetzt, eine erstklassige Arbeitsumgebung zu schaffen, die die nachhaltige Leistungsfähigkeit des Lebensmitteleinzelhändlers sichert. Die enge Verzahnung von Personalstrategie und Unternehmenszielen sowie der konsequente Fokus auf kontinuierliche Verbesserungen machen deutlich, welche enorme Wirkung eine Transformation dieser Bereiche entfalten kann. Wir sind stolz, Lidl in Deutschland für seinen wichtigen Beitrag zu einer besseren Arbeitswelt in Deutschland auszuzeichnen." | LIDL
14.01.2026 | Die Kaufkraft der Deutschen wächst 2026 deutlich: Mit durchschnittlich 31.193 Euro pro Kopf liegt sie 5 Prozent über dem Vorjahr, was einem Plus von 1.466 Euro entspricht. Das zeigt die aktuelle NIQ Kaufkraftstudie. Insgesamt prognostiziert NIQ Geomarketing für Deutschland eine Kaufkraftsumme von 2.607,0 Milliarden Euro, die für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung stehen.
Die NIQ Kaufkraft berücksichtigt das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Ob und wie viel jedoch vom nominalen Kaufkraftzuwachs real für die Ausgaben der Bürger übrigbleibt, hängt davon ab, wie sich 2026 die Verbraucherpreise entwickeln werden.
Markus Frank, Experte im Bereich Geomarketing von NIQ, kommentiert: „Nach moderaten Anstiegen in den vergangenen Jahren wächst die Kaufkraft der Deutschen 2026 mit 5 Prozent wieder deutlich spürbarer. Die reale Kaufkraftentwicklung wird jedoch durch eine moderate Inflation und Unsicherheiten in der Zollpolitik gebremst. Kreise wie Lichtenfels und Coburg profitieren dabei von einem starken Mittelstand und den höchsten Kaufkraftzuwächsen, während Städte mit Automobil- und Zuliefererstrukturen wie Wolfsburg, Baden-Baden und Ingolstadt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft zwar wachsen, jedoch deutlich langsamer als die anderen Kreise. Entsprechend verzeichnen sie die größten Rückgänge in Bezug auf die Indexwerte.“
Regionale Unterschiede: Bayern bleibt vorn, neue Bundesländer holen weiter auf
Die regionale Verteilung der Kaufkraft in Deutschland gibt spannende Einblicke, wo Menschen mit besonders hohem Ausgabepotenzial leben. Bei den Bundesländern belegt wie in den Vorjahren Bayern den ersten Platz. So stehen den Bayern 2026 durchschnittlich 33.666 Euro pro Kopf für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung, womit sie knapp 8 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Auf dem zweiten Platz folgt Hamburg, das nun das zweite Jahr in Folge vor Baden-Württemberg und mit 33.019 Euro pro Kopf knapp 6 Prozent über dem Durchschnitt liegt.
Wie in den Jahren zuvor weisen mit Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen lediglich vier der 16 deutschen Bundesländer eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft auf, während das Ausgabepotenzial in drei Vierteln der Bundesländer unterdurchschnittlich ist. Schleswig-Holstein liegt 2026 aber das zweite Jahr in Folge fast auf Bundesdurchschnitt und mit 31.168 Euro pro Einwohner nur noch knapp darunter. Erfreulicherweise setzt sich der Trend der letzten Jahre, dass die neuen Bundesländer die größten Kaufkraftzuwächse verzeichnen, fort. Diese reichen von einem Plus von 0,5 Indexpunkten in Sachsen bis hin zu 0,9 Indexpunkten in Berlin.
Kaufkraft in den Stadt- und Landkreisen: Starnberg bleibt Spitzenreiter, Lichtenfels mit größtem Sprung
2026 führt erneut der Landkreis Starnberg das Kreisranking an und bleibt damit der unangefochtene Spitzenreiter unter den 400 deutschen Stadt- und Landkreisen. Pro Kopf haben die Starnberger im Schnitt eine Kaufkraft von 42.751 Euro, womit sie 37 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auf den Rängen zwei und drei folgen wie im Vorjahr der Land- und Stadtkreis München, wobei die beiden sich kaufkrafttechnisch immer weiter annähern. So verzeichnet die Stadt München, bedingt durch höhere Einkommen, eine der größten Kaufkraftzugewinne (+1,8 Indexpunkte), während das verfügbare Nettoeinkommen im gleichnamigen Landkreis um 2 Indexpunkte zurückgeht.
Neuzugänge gibt es 2026 in den Top 10 nicht – und auch sonst gibt es nur wenige Änderungen bei den kaufkraftstärksten Kreisen. Die beiden Landkreise Hochtaunuskreis und Ebersberg tauschen im Vergleich zum Vorjahr die Ränge vier und fünf, und auch Fürstenfeldbruck verbessert sich um einen Platz auf Rang acht, während Erlangen-Höchstadt auf den neunten Platz rutscht.
Größter Gewinner unter allen 400 Kreisen ist der Landkreis Lichtenfels. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 27.926 Euro liegt der oberfränkische Kreis zwar immer noch gut 10 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt, allerdings konnte er sich im nationalen Vergleich am stärksten verbessern und klettert um 2,6 Indexpunkte nach oben. Im Gegensatz dazu liegt der Stadtkreis Wolfsburg mit 33.321 Euro zwar rund 7 Prozent über dem deutschen Mittel, wächst aber deutlich geringer als die anderen 399 Stadt- und Landkreise, weshalb der Kaufkraftindex um 3,5 Punkte geringer ausfällt.
Den Bundesdurchschnitt repräsentiert der Stadtkreis Landau in der Pfalz: Dort stehen den Menschen durchschnittlich 31.207 Euro für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung. Den letzten Platz belegt wie in den Vorjahren der Stadtkreis Gelsenkirchen. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 24.538 Euro fällt das verfügbare Nettoeinkommen der Gelsenkirchener mehr als 21 Prozent niedriger aus als das des Durchschnittsbürgers.
Kaufkraft in den Großstädten
Auch wenn die 25 einwohnerstärksten Stadtkreise bereits mehr als 21 Prozent der Gesamtkaufkraft Deutschlands vereinen, erreichen nicht alle Großstädte in Deutschland ein überdurchschnittliches Kaufkraftniveau. Die Hauptstadt Berlin liegt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft etwas mehr als 3 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt, konnte sich im Vergleich zum Vorjahr aber um 22 Ränge verbessern. Dresden kommt auf ein ähnliches Kaufkraftniveau und konnte ebenfalls um zehn Ränge aufsteigen. Die höchsten Ausgabepotenziale gibt es in München und Düsseldorf, die mit knapp 31 und 15 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen.
Kaufkraftdichte: Hohes Potenzial auf kleinem Raum
Dass die einwohnerstarken Städte und insbesondere die großen Metropolregionen für Einzelhändler und Dienstleister unverzichtbare Zielmärkte darstellen, zeigt ein Blick auf die Kaufkraftsummen. Die Kaufkraftdichte, also die verfügbare Kaufkraftsumme in Millionen Euro je Quadratkilometer, ist in den Metropolen München und Berlin am höchsten, gefolgt von Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Nürnberg und Hamburg. Die Kaufkraftdichte ist somit für Unternehmen ein wichtiger Indikator, in welchen Gebieten sie mit einer gezielten Kundenansprache auf kleinstem Raum viel Kaufkraftpotenzial mobilisieren können.
Zur Studie
Die NIQ Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen.
Folglich bedeutet ein nominaler Anstieg der Kaufkraft nicht zwangsläufig, dass jedem Einzelnen real mehr Geld für den Konsum zur Verfügung steht, falls die aufgeführten Ausgaben stärker ansteigen. Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass die Kaufkraft einer Region ein Durchschnittswert der dort lebenden Bevölkerung ist und nichts über die Kaufkraft einzelner Individuen, die Kaufkraft je Haushalt oder über die dahinter liegende Einkommensverteilung und damit die Schere zwischen „arm“ und „reich“ aussagt.
Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute. NIQ Geomarketing stellt die detaillierte Prognose für das neue Jahr jeweils im Januar fertig. Die Kaufkraftdaten von NIQ Geomarketing sind ab dann verfügbar für alle deutschen Stadt- und Landkreise sowie alle Gemeinden und Postleitzahlgebiete. Die Kaufkraftdaten auf Ebene der Straßenabschnitte werden in der zweiten Jahreshälfte aktualisiert. | NIQ
13.01.2026 | Nachdem die Verbraucherstimmung im Dezember 2025 das Jahr mit dem tiefsten Stand seit einem Jahr beendet hat, beginnt das neue Jahr 2026 mit einer leichten Stimmungsaufhellung. Das zeigt das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Demnach klettert der Index im Januar etwas. Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher ist damit besser als vor einem Jahr. Die Kaufzurückhaltung bleibt jedoch bestehen.
Im Anschluss an das Weihnachtsgeschäft überwiegt zu Jahresbeginn die Kaufzurückhaltung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Ihre Anschaffungsneigung sinkt im Vergleich zum Vormonat, gleichzeitig steigt ihre Sparneigung. Es zeigt sich somit eine Verlagerung vom Konsumieren hin zum Sparen. In den kommenden Wochen scheinen die Verbraucher ein Finanzpolster aufbauen zu wollen, sodass kein größeres Wachstum beim privaten Konsum zu erwarten ist. Ablegen werden die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Zurückhaltung voraussichtlich erst, wenn sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen deutlich verbessern.
Hoffnung macht daher, dass die Verbraucher etwas optimistischer auf die kommende Konjunkturentwicklung blicken. Ihre Konjunkturerwartungen hellen sich im Vergleich zum Vormonat auf und fallen sogar besser aus als vor einem Jahr. Positiv schauen die Verbraucherinnen und Verbraucher auch auf die weitere Entwicklung der eigenen Einkommenssituation. In finanzieller Hinsicht starten sie positiv in das neue Jahr.
Das Jahr 2026 ist mit der Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung verbunden. Das zeigt sich auch in der Entwicklung der Verbraucherstimmung in Deutschland. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind insgesamt optimistischer als vor einem Jahr. Noch bestehen allerdings große Unsicherheiten, die zu einer anhaltenden Kaufzurückhaltung führen können. Daher ist die Bundesregierung gefragt, ihre politischen Vorhaben umzusetzen und für nachhaltiges Wachstum zu sorgen. Das ist die Voraussetzung für eine Erholung des privaten Konsums.
Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten. | HDE
07.01.2026 | Der Einzelhandel in Deutschland hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2025 real (preisbereinigt) 2,4 % und nominal (nicht preisbereinigt) 3,6 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2024. Nachdem die reale Umsatzentwicklung im Einzelhandel im 1. Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen war (+3,8 %), schwächte sich der Zuwachs im 2. Halbjahr ab (+1,1 %). Der Anstieg im 1. Halbjahr 2025 ist unter anderem auf einen Sondereffekt durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens im Internet- und Versandhandel zum Berichtsmonat August 2024 zurückzuführen, wodurch bisher in Deutschland nicht erfasste Umsätze hinzugekommen waren.
Einzelhandelsumsatz im November 2025 real 0,6 % niedriger als im Vormonat
Im November 2025 setzten die Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt real 0,6 % und nominal 1,1 % weniger um als im Oktober 2025. Im Vorjahresvergleich stieg der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im November 2025 gegenüber November 2024 real um 1,1 % und nominal um 1,9 %. Im Oktober 2025 verzeichnete der Einzelhandelsumsatz gegenüber September 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse einen Anstieg von real 0,3 % (vorläufiger Wert: -0,3 %) und nominal 0,6 % (vorläufiger Wert: -0,1 %). Ursache für die hohen Revisionen sind unter anderem Nachwirkungen des im Berichtsmonat Oktober 2025 durchgeführten Stichprobenwechsels (siehe methodische Hinweise).
Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln sank im November 2025 gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt real um 1,9 % und nominal um 2,1 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 verzeichnete der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel einen realen Rückgang von 0,1 % und einen nominalen Anstieg von 1,5 %.
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stieg der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im November 2025 gegenüber dem Vormonat real um 0,3 % und sank nominal um 0,1 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 wuchsen die Umsätze real um 2,3 % und nominal um 2,8 %.
Im Internet- und Versandhandel verzeichnete der Umsatz im November 2025 gegenüber dem Vormonat ein Plus von real 0,9 % und nominal 0,3 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 wuchs der Umsatz im Internet- und Versandhandel real um 5,9 % und nominal um 5,7 %. | Statistisches Bundesamt
07.01.2026 | Das neue Jahr 2026 startet für den Einzelhandel angespannt. Weiter steigende Kosten und eine zurückhaltende Nachfrage bestimmen das Handelsbild. Der im vergangenen Jahr ausgebliebene wirtschaftliche Aufschwung und die noch immer verhaltene Verbraucherstimmung sorgen laut Handelsverband Deutschland (HDE) für Unsicherheit in der Branche. Für das neue Jahr fordert der Handel von der Bundesregierung klare Weichenstellungen für eine spürbare wirtschaftspolitische Wende.
„Das Jahr 2026 muss ein Jahr der Reformen werden. Die Bundesregierung hat die richtigen Themen bereits auf der Agenda. Jetzt geht es um die mutige und entschlossene Umsetzung, damit die angekündigten Entlastungen rasch in den Unternehmen und in den Haushalten ankommen“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Im Einzelhandel überwiege nach dem Jahreswechsel die Enttäuschung, sowohl mit Blick auf das zurückliegende Weihnachtsgeschäft als auch auf die ersten Monate der neuen Bundesregierung. „Der Regierungswechsel hat leider nur kurz für eine Aufbruchsstimmung gesorgt. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Es fehlen überzeugende Antworten auf die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen“, so von Preen.
Der HDE warnt davor, Strukturreformen wie den Bürokratieabbau aus dem Blick zu verlieren. „Der Handel setzt darauf, dass die Bundesregierung wie versprochen bürokratische Hürden abbaut. Die Händlerinnen und Händler sollten sich wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. Dafür brauchen sie Entlastungen“, betont von Preen. Ein Beitrag zum Bürokratieabbau und zur Stärkung der Tarifbindung wäre etwa, das Entgelttransparenzgesetz so umzusetzen, dass tarifgebundene und tarifanwendende Unternehmen von der Dokumentationspflicht befreit werden. „Das wäre ein echter Schritt, die Sozialpartnerschaft zu stärken“, so von Preen.
Auch unter den Verbrauchern müsse die Bundesregierung für Zuversicht sorgen. „Schaut man auf die Verbraucherstimmung in Deutschland, war 2025 ein verlorenes Jahr. Sie lag zuletzt auf dem unbefriedigenden Niveau, auf dem sie in das vergangene Jahr gestartet ist. Das ist besorgniserregend“, warnt von Preen. Hier müsse die Bundesregierung im Jahr 2026 ansetzen und Wirtschaft sowie Verbrauchern mit klaren Signalen zeigen, dass auf sie Verlass ist. | HDE
07.01.2026 | Das Einkaufen zu Weihnachten war 2025 geprägt durch das „Günstig oder gut“-Dilemma, wie die repräsentative Weihnachtsumfrage des bevh am 23. Dezember klar gezeigt hat. Eine zentrale Rolle im Sparverhalten der Deutschen spielen dabei Billigplattformen wie Temu, Shein & Co. auf die zum Jahresende bereits jede 20. Online-Bestellung aus Deutschland (4,9 %) entfiel. In einer weiteren repräsentativen Erhebung ist der bevh daher gesondert auf die Gründe für den Kauf bei den asiatischen Anbietern eingegangen. Danach gefragt, was diese Plattformen so attraktiv macht, wollten vier von fünf Befragten (76,8 %) die Gründe allerdings nicht nennen – oder nicht zugeben. Offen zeigt sich erneut nur die jüngere Generation: Insgesamt 60,7 Prozent der Unter-30-Jährigen geben an, bei diesen Anbietern wegen niedriger Preise, Rabatten oder besonderer Angebote einzukaufen.
Wir wollten es daher genauer wissen: Dass die Billigwaren auf den großen asiatischen Plattformen eine geringere Qualität haben und häufiger Sicherheitsmängel bzw. Schadstoffe aufweisen, ist dank umfangreicher Berichterstattung allgemein bekannt. Wir haben daher Kunden von Temu und Shein gesondert gefragt, warum sie trotz der negativen Berichte weiter auf diesen Plattformen einkaufen. Die Ergebnisse zeigen, dass die sinkende Ausgabenbereitschaft im Land eine ernste Seite hat: Jede/r vierte (24,4 %) Kundin oder Kunde gab an, aktuell nicht über genügend finanzielle Mittel zu verfügen, um auf die Billigplattformen verzichten zu können. „Der Spaß an der Schnäppchenjagd tritt in den Hintergrund. Immer mehr Menschen sehen aktuell keine andere Wahl, als den Gürtel enger zu schnallen und im Zweifel über Qualität und Image der Plattformen sowie der angebotenen Waren hinwegzusehen“, stellt Daniela Bleimaier fest.
Auffällig ist, wie viele Verbraucherinnen und Verbraucher dafür bereit sind, Risiken in Kauf zu nehmen. So gaben 40,2 Prozent der Kundinnen und Kunden asiatischer Plattformen an, den kritischen Medienberichten nicht zu glauben. Mehr als die Hälfte (53,5 %) vertraut darauf, selbst beurteilen zu können, ob ein Produkt sicher ist. Rund ein Drittel (33 %) nutzt bewusst das Rückgaberecht, um besonders günstige Produkte zu testen und bei Mängeln wieder zurückzusenden.
„Wir müssen feststellen, dass viele Verbraucher für die Appelle von Handel, Politik und Verbraucherschutz nicht zugänglich sind. Wenn wir wirklich wollen, dass sicher und nachhaltig eingekauft wird, muss sich die wirtschaftliche Lage verbessern“, erklärt Alien Mulyk, Geschäftsführerin Public Affairs Europa & International beim bevh. „Es muss für die Menschen in unserem Land wieder eine wirkliche Option werden, sicher, nachhaltig und gut einzukaufen, statt nur gefährlichen Billigprodukten hinterherzulaufen. Einstweilen bleibt es die Aufgabe von Behörden und Zoll, bestehendes Recht umfassend durchzusetzen und dadurch die Gefahren durch unsichere Produkte abzuwenden.“
Über die Umfrage: Für die Civey-Umfrage wurden 1.000 Kundinnen und Kunden von Temu und Shein in Deutschland befragt, die vor Weihnachten im Internet eingekauft haben. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 17.12. und 21.12.2025. Die Umfrage ist repräsentativ. | bevh
02.01.2026 | Vielen Menschen ist es in 2025 schwerer denn je gefallen, die Frage zu beantworten, ob sie lieber nachhaltige oder besonders günstige Geschenke kaufen sollen. Das zeigt die Bilanz der diesjährigen repräsentativen Verbraucherumfrage des bevh zum Jahresende. Grundsätzlich gefragt, ob sie zu Weihnachten bewusster nachhaltig eingekauft haben als noch vor drei Jahren, stimmen zwar jeder Vierte Befragte (24,9 %) zu. Fast ebenso viele (22,0 %) geben jedoch an, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten andere Aspekte wichtiger geworden sind. Für die Hälfte der Befragten (50,4 %) hat sich das eigene Konsumverhalten insgesamt allerdings nicht spürbar verändert.
Auffällig ist jedoch die Selbsteinschätzung jüngerer Menschen: Die deutliche Mehrheit der Befragten unter 30 Jahren (67,4 %) empfindet ihr Konsumverhalten heute als weniger nachhaltig als früher. „Die Sorgen vieler Menschen waren dieses Jahr meist größer als ihr Nachhaltigkeitsbewusstsein“, erklärt Daniela Bleimaier, verantwortlich für Nachhaltigkeitsthemen beim bevh. Viele nähmen beim Einkaufen schon seit Jahren zunehmend Kompromisse in Kauf.
Wenn nachhaltig, dann online
So ausgeprägt die Sparneigung auch ist: Bessere Möglichkeiten für einen bewussteren Konsum als im Onlinehandel bieten sich Verbraucherinnen und Verbrauchern derzeit kaum, betont Daniela Bleimaier. Fast-Fashion-Filialisten und Discount-Ketten prägen vielerorts das Bild der Innenstädte, nachhaltige Marken und Verkaufskonzepte sind dort immer schwerer zu finden. Das bestätigt auch die Befragung: 36,2 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher gaben an, online mehr Angebote für nachhaltige Produkte gefunden zu haben. Nur 27,6 Prozent bewerteten das stationäre Angebot als besser. „Gerade für kleinere Unternehmen mit nachhaltigen Produkten ist es am wichtigsten, größtmögliche Sichtbarkeit zu bekommen und wachsen zu können. Innovative Anbieter findet man daher vor allem im Onlinehandel und in den sozialen Medien, wo sie Kundengruppen weit über die Einkaufsstraße hinaus erreichen“, so Bleimaier.
Zur Umfrage: Für die Civey-Umfrage wurden 1.000 Käuferinnen und Käufer in Deutschland befragt, die vor Weihnachten im Internet eingekauft haben. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 12.12. und 15.12.2025. Die Umfrage ist repräsentativ. | bevh
16.12.2025 | Die EU-Staaten haben beschlossen, ab 1. Juli 2026 vorübergehend einen festen Zoll von 3 Euro auf kleine Pakete mit einem Wert von weniger als 150 Euro zu erheben. Birgit Janik, Leiterin für Steuern, Finanzen & Controlling beim bevh, begrüßt das Vorhaben:
„Unsere Branche sieht die Regelung im Zusammenspiel mit der noch kommenden „Handling Fee“, als wichtigen ersten Schritt in Richtung eines Level Playing Fields. Wichtig ist aber, dass das Geld wirklich für die Ertüchtigung des Zolls eingesetzt wird, damit dieser 2028 fit für umfassende Kontrollen ist, wenn die Zollfreigrenze endgültig fällt. Bisher hat der Pauschalzoll nichts mit der Qualität der Produkte zu tun und belastet damit nicht nur die unfairen Händler. Ein Shirt aus einem Drittstaat für 149 Euro, das nachhaltig produziert wurde und alle europäischen Standards erfüllt, wird genauso teurer wie Billigmode, wenn es direkt an einen Endkunden verschickt wird. Hinzu kommt, dass die Regelung nur für Händler gilt, die im System zur einheitlichen Anmeldung und Abfuhr der Umsatzsteuer, kurz IOSS, registriert sind – also diejenigen, die damit schon ihre Bereitschaft zeigen, sich an unsere Regeln zu halten.“ | bevh
15.12.2025 | IFH KÖLN liefert neue Zahlen zum B2C-Onlinehandel in Deutschland. Trend aus 2024 verfestigt sich 2025: Umsatzplus von 2,7 bis 5,7 Prozent erwartet. Branchen performen online fast durchgehend besser als in der Gesamtbetrachtung – FMCG bleibt Top-Treiber. Prognose weiterhin positiv mit jährlichem Wachstum bis 2029 von 4,2 Prozent.
Nach wachstumsschwachen Jahren gewinnt der Onlinehandel wieder an Dynamik. Das zeigen die neuen Zahlen des „Branchenreport Onlinehandel 2025“ des IFH KÖLN. So wächst der B2C-E-Commerce in Deutschland 2025 trotz Preisauftrieb, wirtschaftlicher Unsicherheit und gedämpfter Konsumlaune. Die Prognose der IFH-Marktexpert:innen: Nach 3,8 Prozent Wachstum im Vorjahr wird für 2025 ein Plus von bis zu 5,7 Prozent erwartet, was einem Marktvolumen von bis zu 110 Milliarden Euro entspricht.
„Der Onlinehandel gewinnt wieder an Dynamik – und die Treiber sind vielfältig. Die Digitalisierung stationärer Händler, Social Media und das Smartphone als ständiger Begleiter lenken zunehmend Käufe ins Netz. Gleichzeitig beschleunigt die abnehmende stationäre Angebotsdichte das Wachstum und lokale Versorgungslücken machen den Onlinekauf mancherorts zur notwendigen Option“, so Hansjürgen Heinick, Onlinemarktexperte des IFH KÖLN.
FMCG bleibt Top-Treiber des Onlinehandels
Ein Blick auf die Branchen zeigt: Diese entwickeln sich online fast durchgehend und teilweise deutlich besser als die jeweiligen Branchen insgesamt. FMCG kann seine Stellung als Top-Treiber des Onlinehandels weiter behaupten mit Zugewinnen von bis zu +14,6 Prozent. An zweite Stelle ist die Branche Gesundheit & Wellness gerückt (bis zu +8,8 %). Schlusslicht bleibt Wohnen und Einrichten mit einem moderaten Onlineplus von bis zu 2,9 Prozent.
„FMCG zeigt derzeit eine starke Dynamik: Vor allem im Lebensmittelbereich bauen große Anbieter ihre Reichweite aus und erweitern Liefergebiete, teilweise gewinnen auch Quick-Commerce-Services wieder an Bedeutung. Schnelle Verfügbarkeit und flexible Lieferoptionen treffen den Nerv der Konsument:innen“, ordnet Hansjürgen Heinick die Branchenergebnisse ein.
Prognose: Bis zu 141 Milliarden Euro Umsatz möglich bis 2029
Die Handelsexpert:innen des IFH KÖLN skizzieren die Zukunft des Onlinehandels in Deutschland anhand einer Szenario-Rechnung in drei verschiedenen Varianten – und alle zeigen: Der Onlinehandel wächst weiter. Im mittleren Szenario, das die aktuelle Trend-Dynamik fortschreibt, legt der Onlinehandel bis 2029 durchschnittlich jährlich um 4,2 Prozent zu. Das entspricht einem Umsatzvolumen von rund 128 Milliarden Euro im Jahr 2029. Bei zunehmendem Wachstum könnten sogar bis zu 141 Milliarden Euro Onlineumsatz erreicht werden. | IFH KÖLN
09.12.2025 | Ladenkasse oder Laptop, Sofa oder Schaufenster, Scrollen oder Stöbern – die alljährliche Suche nach Weihnachtsgeschenken führt viele Deutsche nicht nur in die Innenstädte, sondern auch ins Netz. Insgesamt 73 Prozent der Deutschen bestellen in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke online. 17 Prozent kaufen sie sogar ausschließlich im Internet, weitere 22 Prozent den größten Teil ihrer Geschenke. Jede und jeder Fünfte (20 Prozent) besorgt Präsente zu etwa gleichen Teilen im Internet und im Geschäft vor Ort. 14 Prozent kaufen überwiegend vor Ort und nur wenige Geschenke im Netz. 15 Prozent besorgen hingegen alle Geschenke im Geschäft. Ein Zehntel (10 Prozent) plant dieses Jahr gar keine Geschenke zu besorgen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Ob das Weihnachtsshopping eher online oder offline stattfindet, ist vor allem eine Frage des Alters – und kaum des Geschlechts: Am höchsten ist der Anteil der Online-Shopper unter den 30- bis 49-Jährigen. Von ihnen kaufen insgesamt 82 Prozent Weihnachtsgeschenke im Internet, darunter 24 Prozent ausschließlich. 10 Prozent erledigen ihren gesamten Geschenkekauf im stationären Handel. In der Altersgruppe ab 65 Jahren zeigt sich ein anderes Bild: Nur insgesamt 55 Prozent von ihnen kaufen mindestens ein Geschenk online, davon 12 Prozent ausschließlich online. Mit 28 Prozent ist der Anteil derjenigen, die Geschenke ausschließlich vor Ort besorgen, in dieser Altersgruppe am größten. „Online-Shopping macht den Geschenkekauf oft deutlich stressfreier. Preise lassen sich schnell vergleichen, passende Vorschläge sind nur einen Klick entfernt und die Lieferung nach Hause spart Zeit“, sagt Nastassja Hofmann, Retail-Expertin beim Bitkom. „Gleichzeitig gehört für viele Menschen der Bummel durch festlich geschmückte Einkaufsstraßen zur Weihnachtszeit einfach dazu.“
Zwischen den Geschlechtern gibt es beim Geschenkekauf hingegen kaum Unterschiede: Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Anteil der Online-Shopperinnen unter Frauen bei 71 Prozent, 18 Prozent setzen ausschließlich auf den Online-Kauf und 16 Prozent besorgen alle Präsente vor Ort. Bei den Männern zeigt sich ein nahezu identisches Bild. 72 Prozent kaufen mindestens ein Geschenk online, 15 Prozent kaufen ausschließlich im Netz. Ebenfalls 15 Prozent der Männer kaufen hingegen ausschließlich im stationären Handel. | bitkom
09.12.2025 | Der neue Weihnachtshelfer heißt KI. Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen generative KI wie ChatGPT für die Geschenkesuche – insbesondere junge Erwachsene und Familien mit Kindern. Trotz der aktuellen Krisen bleibt die Festtagsstimmung dabei allgemein hoch: Mehr als 80 Prozent der Deutschen wollen sich das Fest nicht verderben lassen. Das Ausgabeverhalten ist jedoch gespalten: Viele bleiben sparsam, während andere deutlich mehr ausgeben und den Durchschnitt auf 366 Euro pro Person treiben.
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage bleibt Weihnachten für die große Mehrheit der Menschen in Deutschland ein fester Bestandteil des Jahres. 82 Prozent der Befragten geben an, sich das Fest nicht durch die aktuellen Krisen verderben lassen zu wollen. Gleichzeitig zeigt sich eine anhaltende Unsicherheit mit Blick auf die eigenen Ausgaben. Rund 40 Prozent der Konsumenten können aktuell noch nicht verlässlich sagen, wie viel sie in diesem Jahr für Geschenke ausgeben werden.
Polarisierung statt allgemeine Spar-Weihnachten
Die durchschnittlich geplanten Ausgaben pro Person liegen 2025 bei 366 Euro. Zum Vergleich: Ihre Ausgaben für 2024 beziffern die Befragten rückblickend auf durchschnittlich 350 Euro.
Hinter diesem Anstieg steht jedoch kein flächendeckender Mehrkonsum. Im Gegenteil: In nahezu allen Produktkategorien gibt es mehr Menschen, die weniger ausgeben wollen als solche, die ihr Budget erhöhen möchten. Allerdings planen jene, die ihr Budget erhöhen wollen, derartig höhere Beträge als früher, dass dadurch der Durchschnitt insgesamt nach oben getrieben wird.
Damit öffnet sich die Schere weiter: Auf der einen Seite steht ein ausgeprägtes Sparverhalten, auf der anderen eine steigende Bereitschaft zu mehr Ausgaben.
Familien geben zu Weihnachten rund 70 Prozent mehr aus
Weihnachten ist für viele Menschen in Deutschland vor allem ein Fest für Kinder. Und genau hier zeigt sich die größte Ausgabebereitschaft – selbst unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Familien mit Kindern bis 15 Jahre planen im Durchschnitt 512 Euro für Weihnachtsgeschenke ein. Das sind 72 Prozent mehr als bei Personen ohne Kinder (298 Euro). Während Haushalte mit Kindern gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 12 Prozent einplanen, bleiben die Budgets kinderloser Haushalte nahezu unverändert (–1 Prozent).
Auch geschlechtsspezifisch zeigen sich deutliche Unterschiede: Männer wollen 2025 durchschnittlich 419 Euro ausgeben (+5 Prozent gegenüber 2024), Frauen dagegen 306 Euro (+1 Prozent). Der Abstand zwischen den Geschlechtern fällt damit größer aus als in den Vorjahren – auch, weil Männer in vielen Haushalten weiterhin einen größeren Teil der Familienausgaben tragen und Familien wie oben erwähnt ihre Ausgaben insgesamt steigern.
Jüngere und Familien setzen verstärkt auf Second Hand
Parallel dazu gewinnt das Thema Second Hand weiter an Bedeutung. Bereits 30 Prozent der Deutschen planen, zu Weihnachten Second-Hand- oder refurbished Produkte zu verschenken, also gebrauchte oder professionell wiederaufbereitete Ware. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in den jüngeren Altersgruppen: Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 46 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen bei 39 Prozent. In den älteren Altersgruppen spielt Second Hand dagegen eine deutlich geringere Rolle. Hier sinkt der Anteil auf 17 Prozent bei den 60- bis 69-Jährigen und acht Prozent bei den über 70-Jährigen.
Familien zeigen wiederum eine höhere Offenheit: 45 Prozent der Haushalte mit Kindern planen Second-Hand-Geschenke, gegenüber 24 Prozent in Haushalten ohne Kinder. Einen klaren Zusammenhang mit dem Einkommen gibt es dagegen nicht.
„Gerade für Familien, die insgesamt deutlich höhere Ausgaben für Geschenke haben, bietet Second Hand eine Möglichkeit, Kosten zu begrenzen, ohne auf Umfang oder Qualität verzichten zu müssen.“, erklärt Mathias Friedrichs, Experte für Konsumententrends bei NIQ. „Zugleich spielt bei vielen, insbesondere bei jüngeren Eltern, das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Second Hand wird zunehmend zur bewussten und verantwortungsvollen Entscheidung – begünstigt durch eine bessere Verfügbarkeit über Online-Plattformen und aufgearbeitete Produkte sowie eine gewachsene gesellschaftliche Akzeptanz, vor allem bei Kinderartikeln.“
Was 2025 unter den Baum kommt
Beim Geschenkekauf achten 50 Prozent der Befragten auf nachhaltig hergestellte Produkte – ein Anteil, der sich seit Jahren auf einem konstanten Niveau bewegt (2024: 51 Prozent, 2023: 52 Prozent). Gleichzeitig geben 46 Prozent an, darauf zu achten, dass die Produkte in Deutschland hergestellt wurden.
Unter den Geschenkekategorien bleiben Lebensmittel und Getränke (z.B. Pralinen, Wein oder kleine Genussgeschenke) ein verlässlicher Klassiker und das beliebteste Geschenk.
Deutlich dynamischer entwickeln sich dagegen gekaufte Gutscheine: 53 Prozent planen, in diesem Jahr Gutscheine zu verschenken. Sie sind damit von Rang 7 im letzten Jahr auf die zweitbeliebteste Geschenkform in diesem Jahr aufgestiegen. Dabei geht es vor allem um Gutscheine für Waren und Geschäfte. Reise-, Restaurant- oder Wellnessgutscheine verlieren dieses Jahr an Bedeutung.
„Gutscheine sind in unsicheren Zeiten ein Ausdruck von Pragmatismus. Sie ermöglichen es, eine persönliche Geste zu machen und gleichzeitig das eigene Budget besser zu kontrollieren – anders als klassische Erlebnisgeschenke, deren Kosten und tatsächlicher Wert oft schwerer kalkulierbar sind“, sagt Friedrichs.
Parallel dazu bleibt auch der Homeing-Trend sichtbar. Produkte rund um Wohnen und Zuhause werden weiter verschenkt, allerdings mit kleineren Budgets. Geschenke werden damit zurückhaltender, aber bewusster und persönlicher ausgewählt.
Weniger Restaurant, mehr Discounter
Gespart wird auch außerhalb des eigentlichen Geschenkekaufs. 57 Prozent der Befragten planen, über die Feiertage weniger Aktivitäten außer Haus zu unternehmen – etwa Restaurant-, Kino- oder Thermenbesuche. Besonders ausgeprägt ist dies bei Menschen mit geringerem Einkommen.
Zudem geben 50 Prozent an, beim Essen und Trinken zu Hause sparen zu wollen, etwa durch den Verzicht auf teurere Produkte wie Wein oder Fleisch (2024: 51 Prozent). Dieses Verhalten betrifft vor allem Menschen unter 49 Jahren und häufig Haushalte mit Kindern, die bei Geschenken selbst weniger Einsparungen vornehmen.
Parallel dazu greifen 47 Prozent beim Einkauf bewusst weniger zu Markenprodukten und verstärkt zu Handelsmarken oder Discounterartikeln. Damit setzt sich ein bereits länger sichtbarer struktureller Trend fort: der anhaltende Bedeutungsverlust klassischer Marken zugunsten preisgünstigerer Eigenmarken.
KI als Inspirationsquelle – vor allem in Familien
Eine neue Rolle spielt generative Künstliche Intelligenz bei der Geschenkesuche. Insgesamt nutzen bereits 29 Prozent der Deutschen Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot, um sich inspirieren zu lassen. Der Anteil ist in den jüngeren Altersgruppen besonders hoch: 48 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 45 Prozent der 30- bis 39-Jährigen greifen auf KI-Programme zurück.
Auch hier zeigt sich ein klarer Zusammenhang mit der Familiensituation: 44 Prozent der Menschen mit Kindern nutzen KI für Geschenkideen, gegenüber 23 Prozent ohne Kinder. Eltern stehen häufig unter hohem zeitlichem Druck und müssen zudem eine größere und vielfältigere Liste an Geschenkwünschen koordinieren. KI-Tools helfen dabei, schnell passende Vorschläge zu generieren, die sich an Budget und Interessen orientieren.
Ein leichter Zusammenhang zeigt sich auch mit dem Bildungsniveau: Während 35 Prozent der Personen mit Abitur oder Hochschulabschluss KI nutzen, sind es bei den Befragten mit niedrigerem oder mittlerem Bildungsabschluss rund 25 Prozent. | NIQ
09.12.2025 | Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel konnte auch in der Woche vor dem zweiten Advent nicht richtig an Fahrt aufnehmen. Nach einer aktuellen HDE-Trendumfrage unter rund 300 Unternehmen sind nur 22 Prozent der Händlerinnen und Händler mit den letzten Tagen zufrieden, 58 Prozent sind unzufrieden.
„Das war noch nicht der erhoffte Durchbruch, die Auswirkungen der schlechten Konsumstimmung sind nach wie vor deutlich spürbar“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die HDE-Umfrage zeigt, dass das Weihnachtsgeschäft in der Woche vor dem zweiten Advent auf dem schwachen Niveau der Vorwoche verharrte. Dabei blieb die Lage uneinheitlich: So entwickelten sich die Geschäfte in städtischen Vororten und Stadtteilzentren überdurchschnittlich gut. Schaut man auf einzelne Branchen, so lief es beim Handel mit Unterhaltungselektronik und Spielwaren vergleichsweise gut. Hier waren über 30 Prozent zufrieden.
Hauptgrund für die vielerorts eher enttäuschte Stimmung der Händler: Die Besucherzahlen verharrten auf dem insgesamt schwachen Niveau der Vorwoche. Von zufriedenstellenden Frequenzen berichteten nur 22 Prozent der befragten Betriebe. Insgesamt sind aktuell zwei Drittel der Unternehmen (67 %) mit der Entwicklung des bisherigen Weihnachtsgeschäfts unzufrieden.
„Viele Handelsunternehmen leiden unter dem schwierigen Umfeld: Schlechte Verbraucherstimmung, hohe Energiepreise und wenig Licht am Ende des Tunnels machen es der Branche vielerorts schwierig, einen gelungenen Jahresabschluss hinzubekommen“, so Genth weiter. Hoffnung aber brachte der vergangene Samstag, der ähnlich wie in der Vorwoche für spürbare Impulse in den Hauptgeschäftslagen der Innenstädte sorgte.
„Die Menschen wollen auch in diesem Jahr zu Weihnachten ihre Liebsten beschenken. Viele schauen angesichts der vielen Unsicherheiten in der aktuellen internationalen und wirtschaftlichen Lage dabei aber mehr auf das Geld“, so Genth. Zudem bekomme die Branche die oft unfaire Konkurrenz aus Fernost zu spüren. So schätzt der HDE die Umsätze von Temu und Shein in Deutschland für November und Dezember in diesem Jahr auf bis zu eine Milliarde Euro. „Onlineplattformen und Onlinehändler aus Fernost halten sich oft nicht an unsere Regeln und Gesetze. In diesem unfairen Wettbewerb können die heimischen Händler nicht bestehen. Die Politik auf Bundes- und EU-Ebene muss endlich handeln und Verbraucher- sowie Umweltschutz und Besteuerung auch für diese Akteure wirkungsvoll durchsetzen“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer.
Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember erwartet der HDE insgesamt Umsätze in Höhe von 126,2 Milliarden Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 1,5 Prozent.
| HDE
09.12.2025 | Gerade hat die RTL Group bekannt gegeben, in Deutschland 600 Stellen zu streichen. Verantwortlich hierfür sind laut RTL-Deutschlandchef Stephan Schmitter der tiefgreifende Wandel im Medienmarkt und die konjunkturelle Lage. Mit ersterem ist wohl vor allem die Erosion des klassischen, auf der Generierung von Werbeumsätzen beruhenden, Geschäftsmodells des Privatfernsehens gemeint. Zwar ist TV-Werbung, gemessen an den Bruttoumsätzen immer noch der unangefochtene Werbe-Platzhirsch, aber der Markt schrumpft, wie zum Beispiel aktuelle Nielsen-Zahlen verdeutlichen. Eine Entwicklung die auch die RTL Group betrifft. So ist der Werbeumsatz des Unternehmens in jedem der letzten fünf Quartale geschrumpft und das obwohl Online-Werbung zuletzt deutlich zweistellig gewachsen ist. | Statista
09.12.2025 | Mit Influencer Marketing wird mittlerweile viel Geld verdient. Der Influencer Marketing Hub schätzt den weltweiten Umsatz für das laufende Jahr auf über 30 Milliarden US-Dollar. In Deutschland beläuft sich das Volumen von Influencer-Werbung auf etwas weniger als eine Milliarden US-Dollar. Dass diese Form von Marketing noch Luft nach oben hat, zeigen auch aktuelle Ergebnisse der Statista Consumer Insights. Demnach lag der Anteil der Befragten, die hierzulande etwas gekauft haben, weil Prominente oder Influencer dafür geworben haben bei 22 Prozent. Deutlich wirkmächtiger sind solche Empfehlungen offenbar in Brasilien (48 Prozent), Südafrika (44 Prozent) oder Indien (42 Prozent). Dagegen ist der Influencer-Einfluss in den USA etwa auf einem Level mit Deutschland.
| Statista
09.12.2025 | Nach rund fünfmonatiger Modernisierungsphase während des laufenden Betriebs ist es endlich so weit: Die Thalia Buchhandlung im Berliner ALEXA feierte am Samstag, den 6.12.2025 große Wiedereröffnung. Auf insgesamt drei Etagen und über 1.500 Quadratmetern erwartet die Kundinnen und Kunden ab sofort ein Einkaufserlebnis mit einladender Wohlfühlatmosphäre. Neben einem umfassenden Buchvollsortiment, Geschenkartikeln sowie Spielen und Spielwaren setzt die Buchhandlung auf ein individuelles Ladenbaukonzept – inspiriert vom ALEXA selbst sowie dem Berliner Alexanderplatz.
„Wir sind glücklich und stolz, der Berliner Kundschaft heute die Türen zu unserer komplett umgebauten und modern gestalteten Buchhandlung öffnen zu können“, sagt Udo Kohlmeyer, Thalia Bereichsleiter. „Die Verbindung von inspirierenden Buchwelten mit Motiven, die Bezug nehmen auf den Stil des Centers sowie auf die Besonderheiten des Berliner Alexanderplatzes, ist einzigartig und schafft einen tollen Mix aus edlen Elementen und modernem Charme“, so Kohlmeyer.
Einkaufs- und Erlebnisort mit hoher Aufenthaltsqualität
Dorthe Meier, verantwortliche Innenarchitektin bei Thalia, erklärt, welche Elemente für die besondere Gestaltung gewählt wurden: „In der gesamten Buchhandlung trifft man auf Gestaltungselemente, die eine architektonische Hommage an das ALEXA sind. So greifen Wand-Reliefs die ikonischen Bögen und Lisenen der rosa-roten Betonfassade auf und übersetzen sie in abstrahierte, räumliche Strukturen. Das goldene Sondermöbel entlang des Treppenauges auf allen Etagen nimmt gestalterisch Bezug auf das markante goldene Dach des Centers.“
Auch ein Bezug zur berühmten Weltzeituhr des Berliner Alexanderplatzes wurde an zentraler Stelle der Buchhandlung hergestellt. In der Gestaltung erscheint dieses Motiv als etagenübergreifende Skulptur rund um den Kundenaufzug. Die dort aufgeführten Städte stehen jedoch nicht für Weltzeiten, sondern verweisen auf wichtige Thalia Buchhandlungen wie Köln, Hamburg, Berlin, Wien, Dresden oder Stuttgart.
„Die Neugestaltung ist für uns ein klares Bekenntnis zum Standort hier im beliebten ALEXA “, betont auch Buchhandlungsleiter Boris Nowotny. „Wir wollen nicht nur ein Ort zum Einkaufen sein, sondern ein Ort, an dem man sich gern aufhält. Daher haben wir viele gemütliche Sitzgelegenheiten über die gesamte Buchhandlung hinweg installiert. Zudem werden wir ab Januar ein neues, hochkarätiges Veranstaltungskonzept einführen. Viele bekannte Autorinnen und Autoren werden bei uns Halt machen und zu Lesungen, Gesprächen und Diskussionen einladen“, kündigt Boris Nowotny an. Den Anfang macht am 15. Januar die Spiegel-Bestseller-Autorin Ivy Leagh, die aus ihrem Roman „One Date To Gold“ lesen wird.
Umfangreiches Sortiment und kompetente Beratung
Das angebotene Sortiment ist umfangreich – ob Young & New Adult, Romance oder Fantasy, aber auch Romane, Klassiker, Krimis oder Sachbücher. Auf den großzügigen Etagen findet ein Buchvollsortiment Platz, das keine Wünsche offenlässt. Zudem wurde die Spielewelt um ein größeres LEGO Sortiment ergänzt sowie das Angebot an Artikeln aus dem Bereich Kunst, Film und Musik deutlich erweitert. „Natürlich ist auch das Thema Manga für uns nach wie vor ein Schwerpunkt. Neben einem nach wie vor umfangreichen Angebot werden wir unsere erfolgreichen Manga-Long-Shoppings weiterhin anbieten. An diesen besonderen Tagen wird der Manga-Shop auch nach 20 Uhr noch für die Kundinnen und Kunden geöffnet sein.“
Moderne Services für ein nahtloses Einkaufserlebnis
Als führender Omni-Channel-Buchhändler in der DACH-Region verbindet Thalia die Vorzüge des stationären Einkaufens mit digitalen Services. Selbstbedienungskassen sorgen für schnelle Abläufe, besonders zu Stoßzeiten. Kundinnen und Kunden können ihre Wunschartikel bequem in die Buchhandlung oder nach Hause liefern lassen und eine Abholstation ermöglicht flexibles Abholen bestellter Artikel – unabhängig von den Öffnungszeiten. | Thalia
08.12.2025 | Umsatz von Baby- und Kinderausstattung 2024 um -3,8 Prozent auf 7,12 Milliarden Euro zurückgegangen. Angepasste Prognose bis 2029. Dennoch bei gleichbleibendem Trend moderates Wachstum für die kommenden Jahre erwartet. Warengruppenanteile verändern sich kaum.
Der neue „Branchenbericht Baby- und Kinderausstattung“ des IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung zeigt eine rückläufige Umsatzentwicklung im Markt für Baby- und Kinderausstattung für das Jahr 2024. Es wird ein Volumen von 7,12 Milliarden Euro verzeichnet, was einem Minus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei machten sich 2024 Konsumzurückhaltungen in allen Warengruppen – Baby- und Kinder-Bekleidung, Schuhe, Accessoires, Mobilität und Kindermöbel/Hausausstattung & Sonstige Baby-/Erstausstattung – bemerkbar. Für 2025 wird ein weiterer Umsatzrückgang von -1,9 Prozent auf knapp 7 Milliarden Euro prognostiziert. In den kommenden Jahren ist Prognosen zufolge von keinen weiteren signifikanten Umsatzrückgängen und einem moderaten Wachstum von unter einem Prozent auszugehen.
„Wie in vielen Bereichen macht sich die Konsumzurückhaltung durch anhaltende wirtschaftliche und globale Krisen auch im Markt für Baby- und Kinderausstattung bemerkbar. Die in den letzten Jahren wieder abgenommene Geburtenrate, aber auch die gewachsene Konkurrenz durch asiatische Marktplätze sowie zukünftige neue Konkurrenz wie Amazon Haul oder TikTok trägt ihr Übriges dazu bei, dass das aktuell prognostizierte Wachstum bei gleichbleibendem Trend für den Markt gemäßigt ausfällt“, konstatiert Carina Habke, Projektmanagerin am IFH KÖLN.
Anhaltender Krisenmodus, Sparverhalten und sinkende Geburtenrate führen zu veränderter Prognose bis 2029
Sah der letzte Branchenbericht von 2023 noch für alle Entwicklungsvarianten – optimistisch, gleichbleibend, pessimistisch – ein weiteres zukünftiges Wachstum bis 2029 voraus, hat sich die Prognose im aktuellen Branchenbericht verändert. Gründe dafür sind weiter anhaltende und sich immer wieder zuspitzende globale Krisen, das daraus resultierende Sparverhalten und verstärkte Kaufen von Secondhand-Ware der Konsument:innen sowie wieder gefallene Geburtenraten. Vor diesem Hintergrund sieht der aktuelle Branchenbericht ab 2025 bis 2029 ein durchschnittlich positives Wachstum vor. Je nach Entwicklung bestimmter Einflussfaktoren wie Krieg, Inflation, Geburtenrate könnte der Markt optimistisch gesehen eine durchschnittlich jährliche Wachstumsrate von 0,7 Prozent bis 2029 erreichen.
„Der Markt für Baby- und Kinderausstattung zeigt sich bemerkenswert widerstandsfähig, steht aber vor strukturellen Herausforderungen. Während die Geburtenrate von 795.000 auf 677.000 sinkt, hält sich das Marktvolumen bei 7 Milliarden Euro stabil. Gleichzeitig erobert der Onlinehandel bereits 41 Prozent Marktanteil und der Secondhandmarkt wächst um über
22 Prozent jährlich. In diesem Umfeld wird der stationäre Fachhandel zunehmend unter Druck gesetzt. Erfolgreich sind künftig nur noch Händler, die entweder durch kinderfreundliche Erlebniswelten und Beratungskompetenz überzeugen oder hybride Konzepte mit Secondhand und Mietmodellen etablieren. Wer weder Erlebnis noch Nachhaltigkeit bietet, verliert“, so Prof. Dr. Philipp Hoog, Partner, BBE Handelsberatung.
Warengruppenanteile verändern sich kaum
Baby- und Kinderbekleidung führt mit knapp 52 Prozent auch 2024 wieder die Warengruppen an, verliert jedoch -4,4 Prozent im Vergleich zu 2023. Auch andere Warengruppen rutschen 2024 ins Minus. Lediglich der Bereich Mobilität kann um 1,5 Prozent zum Vorjahr wachsen, während diese Warengruppe 2023 noch mit Umsatzeinbüßen zu kämpfen hatte. | IFH KÖLN
03.12.2025 | Unfaire Bewertungen sind eine stetig wachsende Herausforderung für Online-Händler. Wie eine neue Studie des Händlerbundes zeigt, haben 95 Prozent der befragten Anbieter bereits Erfahrungen mit ungerechtfertigten Rezensionen gemacht. Diese treten in der Praxis in unterschiedlichen Ausprägungen und Schärfegraden auf: Neben falschen Behauptungen sind etwa auch persönliche Angriffe verbreitet. Darüber hinaus werden Bewertungen immer wieder als Druckmittel eingesetzt. Die entsprechenden Auswirkungen können gravierend sein und reichen von Imageverlusten bis hin zu wirtschaftlichen Schäden.
Kritik an Umständen, die Händler nicht beeinflussen können
Unwahre Aussagen bilden laut der Befragung mit 74 Prozent die häufigste Form unfairer Bewertungen. Fast ebenso gängig (67 Prozent) sind Bewertungen von Umständen, die sich dem Einflussbereich der Händler entziehen – Kunden kritisieren in solchen Fällen etwa Unannehmlichkeiten durch die Paketdienste oder auch negative Erfahrungen mit den Regelungen des genutzten Online-Marktplatzes. Auch nicht gelesene Produktbeschreibungen (61 Prozent) oder nicht vorhandene Produkteigenschaften (28 Prozent) führen zu unangebrachter Kritik.
Besonders gravierend ist, dass nahezu die Hälfte der befragten Händler (45 Prozent) unfaire Bewertungen als Instrument einer Erpressung erlebt hat: In diesem Rahmen setzen Kunden Rezensionen gezielt als Druckmittel ein, um beispielsweise Kosten zu drücken oder sonstige Vorteile zu erhalten. Immerhin offenbart ein Vergleich mit dem Vorjahreswert einen positiven Trend: Noch 2024 lag der Anteil an Händlern, die sich solchen Drohungen ausgesetzt sahen, bei 55 Prozent. Anders sieht es mit persönlichen Beleidigungen aus, denen sich 27 Prozent der Händler ausgesetzt sehen. Dieser Wert lag im vergangenen Jahr mit 25 Prozent noch etwas niedriger.
Die Berichte aus der Praxis offenbaren, dass unfaire Bewertungen häufig eine sehr individuelle Gestalt annehmen und eine komplexe Problematik darstellen. So gaben Händler unter anderem an, dass kritische Bewertungen in Teilen auf eine falsche Interpretation von Produkteigenschaften zurückgehen oder dass Kunden gänzlich fremde Unternehmensangebote bewertet haben.
Händler sehen eine Verschärfung der Lage
So unterschiedlich die Ausprägungen unfairer Bewertungen sind, so divers ist auch der Gegenstand entsprechender Kritik: In knapp drei von vier Fällen (73 Prozent) steht dabei die Ware im Fokus. In 62 Prozent werden hingegen Versandaspekte thematisiert, wobei 43 Prozent auf die Lieferzeit und 19 Prozent auf Versandkosten entfallen. Während sich ebenfalls recht häufig unfaire Bewertungen finden, in denen der Kundenservice bemängelt wird (41 Prozent), werden in einzelnen Fälle auch Aspekte des Online-Shops oder rechtliche Faktoren wie das Widerrufsrecht oder die Gewährleistung moniert.
Gefragt nach der Entwicklung unfairer Bewertungen, berichtet mehr als die Hälfte der befragten Händler (56 Prozent) aktuell von einer verschärften Lage. Immerhin noch 38 Prozent sehen eine Problematik auf gleichbleibendem Niveau und nur 7 Prozent empfinden einen positiven Trend.
Schäden durch unfaire Bewertungen können gravierend sein
Aus den Rückmeldungen der Händler geht hervor, dass unfaire Bewertungen im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Rezensionen meist nur einen kleinen Anteil ausmachen: Bei 55 Prozent der Unternehmer liegt die Quote unter 5 Prozent. Doch trotz des vergleichsweise geringen Anteils reicht ihr Einfluss in manchen Fällen aus, um erhebliche Schäden am Geschäft zu verursachen.
81 Prozent der befragten Händler sehen sich einem Imageverlust durch eine schlechtere durchschnittliche Bewertungsquote ausgesetzt. Darüber hinaus verweisen 64 Prozent auf einen erheblichen Zeitaufwand, der durch die Auseinandersetzung mit Kunden entsteht, während 56 Prozent einen Sichtbarkeitsverlust durch schlechtere Rankings beklagen. Auch direkte finanzielle Schäden können eine Folge sein: 45 Prozent der Anbieter sprechen etwa von Umsatzverlusten, die mit Kulanzregelungen oder Warenersatz einhergehen.
Betroffene berichten außerdem von erhöhten Werbekosten, zusätzlichen Rechts- und Supportaufwänden sowie einer Verunsicherung der Bestandskunden. In manchen Fällen sei eine langfristige Beeinträchtigung der Kundenbindung zu spüren. Es zeigt sich: Nicht immer lassen sich die Auswirkungen unfairer Rezensionen konkret beziffern, was dem Thema zusätzliche Komplexität und Brisanz verleiht.
Kommentieren und Austausch als Mittel der Wahl
Die Mehrheit der Händler reagiert aktiv auf unfaire Bewertungen. 67 Prozent entscheiden sich dafür, solche Wortmeldungen öffentlich zu kommentieren. Diese Strategie ermöglicht es, Missverständnisse richtigzustellen und zu zeigen, dass Kritik ernst genommen wird. Professionelle Antworten auf sachlicher Ebene können das Vertrauen in Unternehmen stärken und sind in der Lage, Imageschäden vorzubeugen.
Weiter gaben 58 Prozent der Händler an, direkten Kontakt zu den jeweiligen Kunden aufzunehmen, um Konflikte zu klären. 31 Prozent lassen unfaire Bewertungen professionell entfernen. All diese Maßnahmen können helfen, den Schaden durch ungerechtfertigte Kritik zu minimieren. | Händlerbund
02.12.2025 | Im europäischen Fachhandel entsteht zum 1. Januar 2026 ein neuer, schlagkräftiger Verbund: die Fusion der Händlerkooperationen duo schreib & spiel und idee+spiel wird unter dem Namen duo idee+spiel Realität. Der Zusammenschluss bündelt die Kräfte von derzeit 990 angeschlossenen Fachgeschäften in mehreren europäischen Ländern.
Das ambitionierte Ziel der neuen Struktur ist klar definiert: Sie soll den mittelständischen Fachhandel angesichts wachsender Herausforderungen zukunftsfähig machen. Dies soll durch eine intensivere Zusammenarbeit, optimierte Geschäftsprozesse und eine deutlich erweiterte Marktpräsenz erreicht werden.
Der Impuls für die Fusion entstand aus der Notwendigkeit, auf zunehmende Herausforderungen wie rückläufige Märkte und steigende Anforderungen an den Mittelstand zu reagieren. Die teilnehmenden Händler von duo und idee+spiel schlossen sich freiwillig zusammen, um die Handlungsfähigkeit ihrer Anschlusshäuser langfristig abzusichern. Der Schritt soll die Stärken beider Kooperationen vereinen und eine dynamischere und vielfältigere Struktur schaffen.
Die Zustimmung des Handels ist dabei überwältigend: Bis Mitte November 2025 hatten bereits 90 Prozent der Gesellschafter die neuen Verträge unterzeichnet und damit ein klares Bekenntnis zum Zusammenschluss abgegeben. Die Zentralregulierung sowie die Nutzungsrechte der Handelsmarken stehen ab Januar 2026 gebündelt zur Verfügung.
Auch seitens der Lieferanten findet die neue Kooperation breite Unterstützung. Hersteller und Gesellschafter versprechen sich von den entstehenden Synergien Vorteile, insbesondere durch eine effizientere Marktbearbeitung in enger Abstimmung mit der Zentrale.
Die Fusion soll helfen, Ressourcen gezielter zu nutzen, Innovationen schneller umzusetzen und den Handelsstandort langfristig abzusichern, um flexibel und nachhaltig Impulse für Wirtschaft, Handel und Verbraucher zu setzen. | PH
02.12.2025 | Neue Studie „Handelsszenario 2030+“ des IFH KÖLN zeigt: 2024 nur noch etwa 64 Prozent klassischer Umsatz mit Waren im stationären Handel (Kernbranchen). Zwischen 2025 und 2031 durchschnittliche jährliche Wachstumsraten zwischen 1,9 und 3,4 Prozent zu erwarten. Leistung verschiebt sich von Produkt- zu Mehrwertangebot. Neues Unternehmertum mit kreativen Angeboten und neuer Wertschöpfung gefragt. Innenstädte und Nonfoodhandel besonders unter Druck.
Der deutsche Einzelhandel steht weiterhin unter Druck: Bei einem nominalen Wachstum von 4,1 Prozent pro Jahr zwischen 2019 und 2024 bleibt nach starken Preisanstiegen real nur ein Plus von 0,2 Prozent jährlich. Zudem verschiebt sich der Umsatzschwerpunkt deutlich: 2024 wurden lediglich 63,6 Prozent der Umsätze mit Waren der Kernbranchen – z. B. FMCG, Fashion, Wohnen & Einrichten, DIY & Garten, Uhren & Schmuck, Consumer Electronics & Elektro – in Verkaufsräumen erzielt. Die übrigen Anteile entfallen auf Nicht-Kernbranchen, den Onlinehandel über alle Formate, Großhandel, Export sowie Dienstleistungen (z. B. Handelsgastronomie, Lieferung, Installation, Reparaturen, Eventformate) und Gebrauchtwaren. Für 2025 wird ein weiterer Rückgang auf 62,9 Prozent prognostiziert. Diese und weitere zentrale Erkenntnisse zum deutschen Handel liefert das „Handelsszenario 2030+“ des IFH KÖLN. Auf Grundlage einer detaillierten Analyse der retrospektiven Entwicklung skizziert die Studie verschiedene Szenarien, die Orientierung für die Zukunft des Handels geben. Ein Blick auf die Wachstumspotenziale von 2025 bis 2031 zeigt: Je nach Trendentwicklung sind durchschnittliche jährliche Wachstumsraten zwischen 1,9 und 3,4 Prozent zu erwarten – das reine Warengeschäft wird dabei nominal zwischen 1,0 und 3,0 Prozent wachsen.
„Der Konsum verlagert sich spürbar: Reiner Produktverkauf verliert relativ an Bedeutung, Services gewinnen an Relevanz. Haushalte investieren zunehmend in handelsferne Segmente wie Gesundheit, Freizeit und andere Dienstleistungen und auch der Handel erschließt neue Umsatzquellen jenseits klassischer Waren. Die entscheidende Frage für Händler lautet: Wie gelingt es, zusätzliche Wertschöpfung zu generieren?", ordnet Dr. Susanne Eichholz-Klein, Mitglied der Geschäftsleitung am IFH KÖLN, die Ergebnisse der neuen Studie ein.
Zwei Szenarien für die Zukunft des Handels: Preisszenario vs. Mehrwertszenario
Die Studie beschreibt zwei zentrale Entwicklungspfade für den deutschen Handel, die sich aus Handelswachstum, Angebotsstruktur, Konsumstimmung und den Bedürfnissen der Konsument:innen ableiten. Im Preisszenario stehen Versorgungskonsum und budgetorientierte Ausgaben im Vordergrund. Für diesen Pfad erwarten die Handelsexpert:innen eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 1,9 Prozent im Zeitraum von 2025 bis 2031. Demgegenüber setzt das Mehrwertszenario ganzheitlich an: Im Gegensatz zum Preisfokus allein, sind Zusatznutzen über Produkte und Dienstleistungen zu stiften. Handel und Hersteller entwickeln im Idealfall gemeinsam Lösungsansätze, um das individuelle Einkaufserlebnis emotional aufzuwerten. Insbesondere für Konsument:innen, die shopping-affin sind und ein Angebot mit spürbaren Mehrwerten erwarten. Für dieses Szenario wird ein höheres Wachstum prognostiziert − mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 3,4 Prozent.
„Der Handel braucht ein neues Verständnis von Unternehmertum: Entscheidend ist, Kund:in und Produkt gemeinsam zu denken – dort, wo neue Mehrwerte entstehen können. Es geht weniger um Effizienz, sondern um die Emotionalisierung des Angebots. Das gelingt durch aktuelle Trendthemen, Convenience oder besondere Erlebnis- und Wohlfühlmomente. Zu den zentralen Mehrwerttreibern zählen Gesundheit, Longevity, Nachhaltigkeit und Innovation –jeweils mit branchenspezifischer Ausprägung. Von verzehrfertigen To-Go-Produkten wie Bowls oder asiatischen Gerichten im FMCG-Segment, über erweiterte Services im Smart-Home-Bereich bis hin zu Werkstattleistungen sowie Eventformaten wie Lauftreffs im Fahrrad- und Sportfachhandel: Die Bandbreite an Mehrwertansätzen ist groß“, so Boris Hedde, Geschäftsführer am IFH KÖLN.
Nonfoodhandel und Innenstädte unter Druck – Konsumpotenzial teilweise ungenutzt
Besonders unter Druck stehen der stationäre Nonfood-Handel und die Innenstädte. Seit 2019 wurden rund 50.000 Verkaufsstellen abgebaut und die lokal für Handelsunternehmen nutzbare Kundenfrequenz sinkt. Gleichzeitig bleibt ein großes Kundenpotenzial ungenutzt: 38 Prozent der Konsument:innen konsumieren grundsätzlich gerne und generieren 31 Prozent des Handelsumsatzes. Dennoch wird ihr Kaufverhalten aktuell gebremst – vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch, weil das Angebot nicht überzeugt.
„Genau hier liegt eine wichtige Chance: Konsument:innen, die konsumfreudig sind, aber aktuell zögern. Die Inflation zwingt viele Verbraucher:innen zu strategischen Ausgaben, gleichzeitig steigen die Ansprüche an Sortimente und das Angebot. Händler müssen diese Bedürfnisse verstehen und gezielt branchenspezifische Angebote schaffen, um Kaufimpulse auszulösen“, erläutert Boris Hedde, Geschäftsführer am IFH KÖLN, weiter. | IFH KÖLN
02.12.2025 | Zum Nikolaustag am 6. Dezember erwartet der Einzelhandel auch in diesem Jahr wieder zusätzliche Umsätze in Höhe von über einer Milliarde Euro. Wie eine im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) vom IFH Köln durchgeführte, bevölkerungsrepräsentative Umfrage zeigt, plant rund um Nikolaus jeder dritte Konsument, Ausgaben zu tätigen.
„Der Nikolaustag ist ein wichtiger Teil des Weihnachtsgeschäfts und sorgt jedes Jahr für Umsatzimpulse. In den Geschäften machen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Suche nach Geschenken, mit denen sie die Nikolausstiefel füllen können“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wie im vergangenen Jahr plant etwa ein Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher anlassbezogene Einkäufe zum Nikolaustag. Von ihnen will mit gut 60 Prozent die Mehrheit gleich viel ausgeben wie im Vorjahr. Etwas mehr als zwölf Prozent planen hingegen, ihre Nikolausausgaben in diesem Jahr zu steigern, während etwa 27 Prozent weniger ausgeben wollen als im vergangenen Jahr. Der HDE rechnet mit einem geringfügigen Anstieg der Nikolausumsätze um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf dann knapp über eine Milliarde Euro.
Um die Stiefel zu Nikolaus zu füllen, sind Lebensmittel und Spielwaren besonders beliebt. Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu diesem Anlass allerdings auch zu Büchern und Schreibwaren, Bekleidungsartikeln, Parfum und Kosmetik sowie Blumen. „Im Einzelhandel finden die Verbraucherinnen und Verbraucher auch in diesem Jahr wieder in zahlreichen Warengruppen ein breites Angebot an Geschenken zum Nikolaus“, so Genth.
Die bevölkerungsrepräsentative Umfrage unter rund 1.000 Befragten wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. | HDE
02.12.2025 | Einst aus den USA importiert, läutet die Rabattschlacht rund um Black Friday und Cyber Monday mittlerweile auch hierzulande die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts ein. So bietet sich rund vier Wochen vor Weihnachten die ideale Gelegenheit das ein oder andere Geschenk zu einem günstigen Preis zu ergattern.
Wenn es um den Weihnachtsgeschenkekauf geht, sind die Deutschen gerne pünktlich. Laut Statista Consumer Insights planen 47 Prozent der Befragten, in diesem Jahr bereits vor dem Dezember mit dem Einkauf von Geschenken zu beginnen, weitere 23 Prozent wollen Anfang Dezember starten.
Auf den letzten Drücker wird hierzulande kaum geshoppt. Nur zwei Prozent der Befragten gaben an, erst in der letzten Woche vor Weihnachten zu shoppen. An Heiligabend selber beginnt praktisch niemand mit dem Geschenkekauf. | Statista
02.12.2025 | Dass das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel eine wichtige Rolle spielt, ist kein Geheimnis. Wie sehr Wohl und Wehe von den letzten Wochen des Jahres abhängen, unterscheidet sich jedoch von Händler zu Händler deutlich. So erzielen Spielwarenhändler beispielsweise rund ein Viertel ihres Jahresumsatzes im November und Dezember. Im gesamten Einzelhandel - ohne Pkw-Handel - liegt der Anteil bei nur 18,5 Prozent.
Unsere Grafik, auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes, verdeutlicht, welche Händlerkategorien besonders stark vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Dazu blicken wir auf das Umsatzplus, das die jeweiligen Händler im November und Dezember 2024 gegenüber dem Jahresdurchschnitt erzielen konnten. Wenig überraschend liegen dabei genau die Händlerkategorien auf den ersten Plätzen, die beliebte Weihnachtsgeschenke im Sortiment haben. So lag der Umsatz von Spielwarenhändlern im November und Dezember 2024 fast 50 Prozent über dem Jahresmittel. Auch Unterhaltunselektronik, Bücher und Bild- bzw. Tonträger erfreuen sich im weihnachtsgeschäft großer Beliebtheit.
Weniger stark profitieren dagegen Händler, die vor allem den täglichen Bedarf abdecken, allen voran der Lebensmitteleinzelhandel. So lag dort das Umsatzplus zum Jahresende bei gerade einmal 7,6 Prozent. Ähnlich sieht es im Textilhandel aus. Kleidung ist zwar auch ein beliebtes Weihnachtsgeschenk, wird jedoch das ganze Jahr über nachgefragt. Überdurchschnittlich profitiert auch der Internet- und Versandhandel vom Weihnachtsgeschäft. Ein Umsatzplus von 28,2 Prozent zeigt, dass sich viele Deutsche in der Weihnachtszeit den Weg in die überfüllte Innenstadt sparen und stattdessen lieber von zuhause einkaufen. | Statista
01.12.2025 | Mit Beginn der Vorweihnachtszeit präsentiert fischertechnik drei hochwertige Schaufenster-Dekopakete, die den Fachhandel dabei unterstützen, Technikfans mit eindrucksvollen Präsentationen zu begeistern und die Kaufentscheidung in der umsatzstärksten Saison zu fördern.
Im Mittelpunkt der unterschiedlich gestalteten Dekopakete steht der Liebherr R 938 Bagger. Das detailgetreue Modell mit 658 Teilen bietet ein echtes Pneumatiksystem mit elektrischem Kompressor und Handventilen. Beweglicher Ausleger, separat steuerbare Schaufel und realistischer Kettenantrieb machen den Bagger zu einem Highlight für alle, die Technik hautnah erleben möchten.
Weiter im Fokus stehen die neuen Baustellenartikel im Einstiegspreissegment unter 25 EUR (unverbindliche Preisempfehlung) und das Thema erneuerbare Energien. Mit Green Energy und dem H2 Fuel Cell Car können Technikbegeisterte die Funktionsweise von Wind-, Solar- und Wasserkraft sowie die innovative Wasserstoff-Brennstoffzelle entdecken.
Mit seinen Schaufenster-Dekopaketen bietet fischertechnik dem Fachhandel eine ideale Möglichkeit, die Innovationskraft und Qualität der Produkte sichtbar zu machen und Kunden in der wichtigsten Verkaufsphase des Jahres zu inspirieren. | fischertechnik
28.11.2025 | Mit einer bunten Eröffnungsfeier und zahlreichen Aktionen hat ROFU Kinderland am Donnerstag, den 27. November 2025, seine neue Filiale im EDEKA Scheck-in Center in Brühl (Baden) eröffnet. Rund 1.200 Besucher kamen, um die Eröffnung zu feiern und die neue Filiale in der Mannheimer Landstraße 2 zu entdecken.
Ein Fest für die ganze Familie
Für beste Stimmung sorgten das beliebte ROFU-Maskottchen Rofulino, eine große Tombola, süßes Popcorn, eine "Make & Take" Station von LEGO und der interaktive Furby-DJ, der mit Musik und Spielen für Begeisterung bei kleinen und großen Gästen sorgte. Als besonderes Dankeschön erhalten Kunden während der Eröffnungswoche bis einschließlich 29. November 2025 20 Prozent Rabatt auf einen Artikel ihrer Wahl.
„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz und das große Interesse an unserer Eröffnung in Brühl“, sagt Frank Schröder, Geschäftsführer Logistik & Vertrieb bei ROFU Kinderland. „Es war eine großartige Gelegenheit, die Kunden kennenzulernen, sie beratend zu unterstützen und ihre Begeisterung für Spielzeug zu teilen. Vielen Dank an alle, die diesen besonderen Tag mit uns verbracht haben!"
Auf 760 Quadratmetern Verkaufs- und Lagerfläche präsentiert ROFU Kinderland ein vielfältiges Sortiment an Spielwaren, Bastel- und Geschenkartikeln sowie Tierbedarf, Heim- und Dekoartikeln. Das Angebot richtet sich besonders an Familien mit Kindern, die Wert auf Qualität, Auswahl und faire Preise legen. | ROFU Kinderland
