22.01.2026 | Ab sofort führen Sabine
Gärtner als Marketing Director DACH und Florian Geis als Sales Director DACH die Region in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen. Die Neuausrichtung betont die strategische Bedeutung der DACH-Märkte und stärkt die regionale Marktpräsenz von Moose Toys.
Sabine Gärtner übernimmt die Gesamtverantwortung für die Region als Marketing Director DACH. In dieser Rolle wird sie weiterhin die Marken- und Marketingstrategie sowie die langfristige Kategorieentwicklung vorantreiben. Sabine ist seit vielen Jahren ein prägendes und hochgeschätztes Mitglied des Leadership-Teams von Moose Toys. In enger Zusammenarbeit mit Handelspartnern hat sie maßgeblich dazu beigetragen, die Kategorieperformance zu beschleunigen, die Markenstärke nachhaltig auszubauen und die Präsenz von Moose in der Region deutlich zu erhöhen.
Ergänzt wird die neue Struktur durch Florian Geis, der ab sofort als Sales Director DACH die kommerzielle Organisation verantwortet. In den vergangenen zwei Jahren spielte Florian eine zentrale Rolle beim Ausbau der Handelspräsenz von Moose in Deutschland. Seine starken Kundenbeziehungen, sein strategischer kommerzieller Fokus sowie sein tiefes Marktverständnis werden das Wachstum von Moose in allen DACH-Märkten weiter stärken.
Seit dem Aufbau der Direct-to-Retail-Strukturen in der DACH-Region im Jahr 2020 ist Moose Toys im vierstelligen Prozentbereich gewachsen. In ihrer gemeinsamen Verantwortung für Marketing und Vertrieb werden Sabine Gärtner und Florian Geis Moose Toys nun in die nächste Phase des kommerziellen Wachstums führen – getragen von einer starken Pipeline neuer Markenlaunches und gezielter Kategorieexpansion.
Emily Maclennan, General Manager UK & EU bei Moose Toys: „Deutschland ist ein zentraler strategischer Wachstumsmarkt für Moose. Mit großen Launches wie Gui Gui in diesem Frühjahr nimmt unsere Dynamik weiter Fahrt auf. Mit Sabine und Florian an der Spitze der DACH-Region starten wir stärker denn je in das Jahr 2026.“
Das Leadership Update erfolgt im Vorfeld der Spielwarenmesse Nürnberg, auf der Moose Toys mit wichtigen
Handelspartnern zusammenkommt und sein erweitertes Portfolio für 2026 präsentiert. Dazu zählen unter anderem Little Live Pets, Bluey, Gui Gui, Cookeez Makery, MrBeast Lab und Moose Games – sowie eine neue spannende Marke, die im Herbst 2026 gelauncht wird. | Moose Toys
21.01.2026 | Zum 15.01.2026 ist Thomas Fleuret (45) als neuer Sales Director DACH bei KOSMOS gestartet. In dieser Rolle übernimmt er die strategische und operative Steuerung des Vertriebs für sämtliche KOSMOS Produktkategorien im deutschsprachigen Raum. In seiner Funktion führt er die Vertriebsabteilung und berichtet direkt an KOSMOS CEO Matthias Kienzle.
Nach Stationen in unterschiedlichen Rollen bei Procter & Gamble verantwortete Thomas Fleuret zuletzt den Bereich Marketing und Sales für das Retail-Geschäft DACH bei Wella. In dieser Zeit baute er erfolgreich Teams für den Vertrieb der bekannten Kosmetik- und Beauty-Produkte auf, etablierte neue Produktkategorien und schuf die Basis für ein kontinuierliches Wachstum der Marktanteile.
„Durch seine Arbeit in der Consumer- und Beauty-Branche und den Erfahrungen mit unterschiedlichsten Vertriebskanälen – vom Drogerie- und Fachhandel über den Lebensmitteleinzelhandel bis hin zu E-Commerce und Warenhäusern – bringt Thomas Fleuret umfangreiche Erfahrungen und vielfältige Perspektiven für seine neue Rolle bei uns mit“, erklärt KOSMOS CEO Matthias Kienzle. „Wir freuen uns auf seinen frischen Blick von außen und sind sicher, dass er wertvolle Impulse für die Fortführung unserer erfolgreichen Vertriebsstrategie einbringen wird.“
KOSMOS verzeichnete in den vergangenen Jahren deutliches Wachstum in sämtlichen Kategorien, insbesondere in der Spielware. Als nächster Schritt soll die starke Top-Position in den verschiedenen Kategorien weiter ausgebaut und darüber hinaus gemeinsam mit den Kunden die gesamten Kategorien rund um Buch und Spielware zu weiterem Wachstum geführt werden.
„Bücher und Spiele sind Produkte mit Bedeutung“, erklärt Thomas Fleuret. „Sie inspirieren, verbinden Menschen und schaffen bleibende Erlebnisse. Ich freue mich darauf, diese Kategorien weiter wachsen zu lassen und neue Chancen im Markt systematisch zu erschließen.“ | Kosmos
21.01.2026 | Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft mbH mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Idar-Oberstein ordnete daraufhin am 19. Januar 2026 das vorläufige Verfahren an.
Die Eigenverwaltung zielt auf den langfristigen Erhalt des Unternehmens ab. Dabei bleibt das Management im Amt und wird von Sanierungsspezialisten unterstützt. Marcus Katholing von der PLUTA Management GmbH tritt als CRO in die Geschäftsführung ein und wird dabei von Daniela Jeske unterstützt. Zusammen mit den beiden ROFU-Geschäftsführern Michael Fuchs und Michael Edl werden sie das Unternehmen in den kommenden Monaten durch das Verfahren führen und den Sanierungsprozess umsetzen. Die insolvenzrechtliche Beratung übernimmt die PLUTA Rechtsanwalts GmbH mit einem Team um Rechtsanwalt Stefan Warmuth.
Das Gericht bestellte Rechtsanwältin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen zur vorläufigen Sachwalterin. Sie überwacht das Verfahren und sorgt dafür, dass die Interessen der Gläubiger gewahrt werden. Ziel des Verfahrens ist eine wirtschaftliche und strukturelle Neuaufstellung des Unternehmens unter eigener Führung.
Geschäftsbetrieb in den über 100 Filialen läuft weiter
ROFU Kinderland hat sich als Spielwaren- und Babyfachmarkt im Südwesten Deutschlands etabliert und betreibt insgesamt 104 Filialen in sieben Bundesländern. Seit über 40 Jahren verkauft das Unternehmen Spielwaren aller bekannten Marken. Kinderbücher, Schulhefte, Bastelsets sowie Puzzle und Gesellschaftsspiele runden das Sortiment ab. Weitere Schwerpunkte sind das saisonale Dekorationssortiment für zu Hause sowie Faschingskostüme für Kinder und Erwachsene.
„Unsere Fachmärkte bleiben mit ihrem attraktiven Sortiment zu den gewohnten Zeiten geöffnet und der Geschäftsbetrieb geht in allen Filialen uneingeschränkt weiter. Auch im Online-Shop können die Kunden wie gewohnt ihre Bestellungen aufgeben. Wir werden mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern Gespräche führen, um die Betriebsfortführung zu gewährleisten. In den vergangenen Monaten haben wir bereits ein Sanierungskonzept erarbeitet, um unser Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Diese Maßnahmen werden wir nun im Rahmen der Eigenverwaltung weiter umsetzen“, sagt Geschäftsführer Michael Fuchs. Die Verantwortlichen informierten die rund 1.970 Beschäftigen bereits über den aktuellen Stand. Deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Auch mit dem Einkaufsverband Markant ist das Unternehmen in einem engen Austausch, damit die Lieferanten die Lieferabwicklung an ROFU in unveränderter Art und Weise fortführen können.
Gründe für den Antrag sind ein schwaches Weihnachtsgeschäft, anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein intensiver Wettbewerb. ROFU Kinderland richtet das Unternehmen im Zuge einer umfassenden strategischen Neuausrichtung konsequent auf die aktuellen Herausforderungen im Nonfood-Handel aus. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen auf eine klare Fokussierung auf den stationären Handel als Herzstück der Marke ROFU Kinderland, kombiniert mit starker Omnichannel-Verzahnung. Zudem wird das Unternehmen die Prozesse weiter verbessern, die Bestands- und Flächensteuerung effizienter gestalten und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten intensivieren. Ziel ist es, die Stärken des Unternehmens gezielt zu schärfen und gleichzeitig die Strukturen an die Marktgegebenheiten anzupassen.
Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing sagt: „Die Eigenverwaltung bietet die Chance, die notwendigen operativen Sanierungsmaßnahmen beschleunigt umzusetzen. Zudem wird ROFU Kinderland den bereits begonnenen Investorenprozess fortsetzen. Mit einem neuen Investor wollen wir das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen.“
„Das Eigenverwaltungsverfahren eröffnet dem Unternehmen eine Perspektive für die Zukunft. In den kommenden Monaten werde ich das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleiten“, sagt die vorläufige Sachwalterin Annemarie Dhonau. Die Eigenverwaltung ist ein gerichtliches Sanierungsverfahren zum Erhalt von Unternehmen. Unterstützt durch erfahrene Sanierungsexperten kann die Gesellschaft eigenverantwortlich handeln und unter Aufsicht eines Sachwalters weiterarbeiten. | ROFU Kinderland
20.01.2026 | Schleich, der international führende Hersteller authentischer Spielfiguren, hat nach einem intensiven Transformationsjahr 2025 die Grundlage für die nächste Wachstumsphase geschaffen. Mit einer geschärften strategischen Ausrichtung positioniert sich das Unternehmen zukunftsorientiert und stärkt gezielt seine Wettbewerbsfähigkeit.
Im Fokus stehen neue Produktkonzepte und Zielgruppen, ein modernisiertes Erscheinungsbild der Spielsets, eine klar strukturierte Vertriebsstrategie sowie eine neu ausgerichtete Lieferkette. Zudem werden zentrale Managementpositionen in den Bereichen Vertrieb und Finanzen in den kommenden Wochen neu besetzt, um die strategische Weiterentwicklung konsequent zu unterstützen.
Gleichzeitig bleibt Schleich seinen Markenkernwerten treu: handwerkliche Qualität, fantasievolles Geschichtenerzählen und kompromisslose Produktstandards, die die Marke seit über 90 Jahren prägen.
„Wir möchten unseren Handelspartnern, Lieferanten und strategischen Partnern für ihre kontinuierliche Unterstützung danken. Das Unternehmen ist zukunftssicher aufgestellt und steht weiterhin für hochwertige Produkte sowie eine verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit – so, wie es unsere Geschäftspartner erwarten und schätzen“, sagt Dr. Manfred Ziegler, CEO Schleich.
Im laufenden Jahr stehen insbesondere die etablierte Kernmarke HORSE CLUB sowie die dynamisch wachsende Produktlinie ELDRADOR® im Mittelpunkt. Beide Linien werden durch zahlreiche neue Produkte und Inhalte gestärkt, die die Markenbindung fördern und Konsumentinnen und Konsumenten nachhaltig begeistern.
Darüber hinaus erweitert Schleich sein Lizenzportfolio um The Walt Disney Company und gewinnt damit neben Harry Potter™ eine weitere international starke Marke. Ergänzend plant Schleich die Einführung neuer Sammelserien sowie innovativer Produktkonzepte für die wachsende Zielgruppe der sogenannten Kidults.
| Schleich
19.01.2026 | Knapp zwei Drittel der Unternehmen sehen Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Selbstorganisation und Verantwortungsbewusstsein als wichtige Fähigkeiten bei Berufseinsteigern. Fachkenntnisse erwartet nur knapp jedes zweite Unternehmen. Dies geht aus der aktuellen Personalleiterbefragung von Randstad und dem ifo Institut hervor. „Für den erfolgreichen Berufseinstieg zählen aus Sicht vieler Unternehmen nicht nur Fachkenntnisse, sondern vor allem auch soziale Kompetenzen und Lernbereitschaft“, sagt ifo-Forscher Jonas Hennrich.
58 Prozent der Unternehmen nennen Lern- und Anpassungsfähigkeit als wichtige Kompetenz für Berufsanfänger. Innerhalb der fachlichen Anforderungen stehen vor allem fachspezifische Grundlagenkenntnisse und digitale Kompetenzen im Fokus. Kreativitäts- und Innovationsfähigkeit spielen mit rund 10 Prozent hingegen eine untergeordnete Rolle.
Gleichzeitig gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Tätigkeitsfeld von Berufseinsteigern an Bedeutung. Bereits 14 Prozent der Unternehmen setzen KI ein, um Aufgaben von Berufsanfängern zu übernehmen. In den kommenden drei Jahren rechnen sogar 40 Prozent damit, dass KI Aufgaben von Berufsanfänger übernehmen wird. Die Zahl der Stellen für Berufseinsteiger ist bislang jedoch überwiegend stabil geblieben: Bei fast zwei Dritteln der Unternehmen gab es in den vergangenen drei Jahren keine Veränderungen, und auch für die kommenden drei Jahre rechnen die meisten mit einer gleichbleibenden Stellenanzahl. | ifo Institut
16.01.2026 | Schmidt Spiele blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Mit einem Gesamtumsatz von 61,5 Millionen Euro konnte der Berliner Verlag seinen Umsatz um rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern und damit seine Marktposition weiter festigen.
„Das Wachstum über alle Sortimentsbereiche hinweg bestätigt sowohl unsere strategische Ausrichtung als auch die Stärke unserer Marken und Produkte“, sagt Axel Kaldenhoven, Geschäftsführer der Schmidt Spiele GmbH. „Klassiker, starke Lizenzthemen und innovative Neuheiten greifen bei uns ideal ineinander und bilden die Basis unseres Erfolgs. Die positive Marktperformance ist vor allem dem großen Engagement unseres gesamten Teams zu verdanken, das täglich mit Leidenschaft daran arbeitet, unsere Marken zu pflegen, unser Sortiment weiterzuentwickeln, zu optimieren, erfolgreich auf den Markt und letztlich an die Konsumentinnen und Konsumenten zu bringen.“
Positive Zahlen über alle Sortimentsbereiche hinweg
Überdurchschnittlich stark wuchs der Bereich Puzzles, der um 19 Prozent zulegen konnte. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung waren die erfolgreichen Motive des Künstlers Thomas Kinkade sowie das weiter ausgebaute Segment der Graspuzzles, das sowohl im Fachhandel als auch bei Endverbraucher:innen auf große Resonanz stieß. Auch der Kernbe-reich Kinder- und Familienspiele erwies sich 2025 als wesentlicher Wachstumstreiber, der ein Plus von sechs Prozent verzeichnete. Zu diesem Ergebnis trugen besonders die starken Markenklassiker „Mensch ärgere Dich nicht®“ und „Kniffel®“ bei, sowie die beliebten Titel aus der „Klein & Fein“-Serie. Außerdem erzielte „Topp die Torte“, das als „Kinderspiel des Jahres 2025“ ausgezeichnet wurde, erfreuliche Verkaufszahlen. Ebenso stark wie die Kinder- und Familienspiele wuchs das Segment Plüsch und Spielzeug bei Schmidt Spiele, mit einem Umsatzplus von ebenfalls sechs Prozent. Starke Lizenzthemen, darunter Produkte zu den Universal-Charakteren sowie zu „Die Sendung mit der Maus“ erzeugten generationsübergreifend hohe Aufmerksamkeit und Kaufbereitschaft.
Veranstaltungen und Messen mit hoher Strahlkraft
Ein zentraler Baustein für die Markenpräsenz und die erfolgreiche Einführung von Neuheiten sind die vielfältigen Events, die Schmidt Spiele entweder selbst initiiert oder gemeinsam mit starken Partnern umsetzt. Hinzu kommen zahlreiche Publikums- und Fachmessen, auf denen sich das Unternehmen präsentiert und den direkten Austausch sucht. Mit eigenen Meisterschaften in den Klassikern „Mensch ärgere Dich nicht®“ und „Kniffel®“ setzte der Verlag im letzten Jahr gezielt Highlights und rückt seine traditionsreichen Marken ins Rampenlicht. Darüber hinaus begeisterte Schmidt Spiele auf Kinderfesten und Spieleveranstaltungen generationsübergreifend für seine Produkte. Auch der Bereich Puzzles wurde zuletzt gezielt gestärkt: Seit dem vergangenen Jahr widmet der Verlag diesem Segment ein eigenes Format – die PUZZLE MASTERS in Berlin. Weitere wichtige Touchpoints waren Veranstaltungen wie die SPIEL DOCH! Dortmund; Brettspiel Con Berlin, die SPIEL Essen, die Hobbymesse Leipzig und die SPIELidee Rostock, auf denen Schmidt Spiele nicht nur mit Konsumentinnen und Konsumenten in Kontakt trat, sondern auch den Austausch mit Partnern und Spieleautorinnen und -autoren pflegte und sein Netzwerk kontinuierlich ausbaute. Abgerundet wurde der Messe- und Eventauftritt durch die Spielwarenmesse® Nürnberg Anfang 2025, auf der insbesondere die Beziehungen zu Handelspartnern weiter vertieft und strategisch gestärkt wurden.
Ausblick auf 2026
Das Jahr startet bei Schmidt Spiele mit zahlreichen Neuheiten, darunter die neue Reihe „My ArtNOBLE®“, ein Premium-Malset mit Motiven von Thomas Kinkade. Diese werden auf der Spielwarenmesse® Nürnberg 2026 vorgestellt. Und auch im Veranstaltungsbereich knüpft Schmidt Spiele nahtlos an das Vorjahr an: Bereits im Januar finden die erste offizielle Fränkische Meisterschaft im „Mensch ärgere Dich nicht®“, die Deutsche Meisterschaft in „Mensch ärgere Dich nicht®“, die Chemnitzer Spieletage sowie die 3. Landesmeisterschaft „Mensch ärgere Dich nicht®“ Sachsen-Anhalt statt. Es folgen zahlreiche weitere Events und Messen sowie spannende Neuheiten, insbesondere auch im Lizenzbereich – unter anderem mit der starken Marke „Bibi & Tina“, die 35-jähriges Jubiläum feiert, zu „Avatar – Der Herr der Elemente“, „Paw Patrol“ sowie dem zweiten Kinofilm von Bibi Blocksberg.
| Schmidt Spiele
16.01.2026 | Für zwei Unternehmen beginnt das Jahr 2026 vielversprechend: Die TimeTEX HERMEDIA Verlag GmbH hat den Spieleverlag HCM Kinzel übernommen. Unter dem Dach von TimeTEX geht es für das einstige Familienunternehmen in neuer Form weiter. „Die Marke HCM Kinzel verschwindet nicht vom Markt“, sagt Christoph W. J. Hercher, Geschäftsführer von TimeTEX. Das Familienunternehmen mit Sitz im niederbayerischen Riedenburg gehört zu den führenden Anbietern für den Bedarf von Lehrern und Schulen. „Wir haben ein gutes Gefühl, was die Zusammenarbeit mit der Familie Kinzel betrifft und gehen fest davon aus, dass sich die Marke HCM Kinzel mit dem Engagement der Familie positiv weiterentwickeln wird. Das Spielesortiment mit der edukativen Ausrichtung passt zu unserem Unternehmen.“ Auf der kommenden Nürnberger Spielwarenmesse (27.-31.01.2026) ist TimeTEX mit HCM Kinzel in Halle 4, D-03 vertreten.
Die HCM Kinzel GmbH musste am 12. Mai 2025 nach über 30 Jahren Geschäftstätigkeit Insolvenz anmelden und den operativen Geschäftsbetrieb einstellen. Der Unternehmenssitz im schwäbischen Zaberfeld wird aufgelöst. Und dies trotz einiger erfolgreicher Spiele. Die Eigenentwicklung BRAINDROPS (Autoren: A. Wrede, C. Cantzler) konnte vergangenes Frühjahr schon nicht mehr ausgeliefert werden. Dieses kleine und feine Logikspiel in drei Schwierigkeitsstufen wird in Kürze jedoch unter der Führung von TimeTEX in den Handel kommen. „Ich freue mich, dass die Marke weiterleben kann“, sagt Markus Kinzel, der mit seinem Bruder Christian Inhaber von HCM Kinzel war. „Wir sind bei einem finanzstarken Partner untergekommen und werden als Familie unter dem TimeTEX-Dach das HCM Kinzel Sortiment unverändert fortführen und weiterentwickeln. Neue Projekte, die im Bereich Denk- und Logikspielespiele wie etwa Spiele in der Serie BRAINGAME angedacht waren, können jetzt schrittweise umgesetzt werden.“
„Die Produkte von HCM Kinzel sind interessant für unsere Zielgruppen“, betont Hercher. „Wir sind führender Anbieter im Bereich Lehrerbedarf und haben vor einigen Jahren aufgrund einer Umfrage unter Lehrern, die uns fast 90 Prozent Bekanntheitsgrad attestierte, auf Schulbedarf mit einem großen Schulsortiment erweitert. „Jetzt konnten wir einen Assets-Deal abschließen. Damit sind das Warenlager, die Kundendatei, die Produkte und Marken und ebenso alle Domains an uns übergegangen.“ Davon kann TimeTEX profitieren. Das Unternehmen kommt aus dem klassischen B2C-Vertrieb mit allein 2500 Eigenprodukten neben weiteren „Gastmarken“. „Unser noch recht junges B2B-Geschäft, das sich sehr dynamisch mit Händlern in aktuell 13 europäischen Ländern entwickelt, können wir jetzt mit dem Know-how und dem Kundenstamm der Kinzels weiter ausbauen. Der Markt kann sich also auch weiterhin auf spannende Denk- und Logikspiele freuen.“ Profitieren werden zukünftig nicht nur Spielehändler von dem klassischen TimeTEX-Sortiment, sondern auch Lehrer und Bildungseinrichtungen mit den neu hinzugekommenen HCM Kinzel-Produkten. | TimeTex, HCM
15.01.2026 | Carola Sturm wird zum 1. März 2026 neue Vice President Europe / APAC beim Spielwarenhersteller Schleich. Sturm wird mit ihrer langjährigen Expertise die strategische Weiterentwicklung von Schleich in der DACH-Region vorantreiben. „Wir freuen uns sehr, Carola Sturm in unserem Team willkommen zu heißen und von ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung zu profitieren. Ihre Erfolgsbilanz in den Bereichen Wachstumsförderung, Aufbau starker Kundenbeziehungen und Entwicklung von Vertriebsteams wird für uns von großem Wert sein, wenn wir unsere Geschäftsstrategie weiter ausbauen und stärken“, sagt Dr. Manfred Ziegler, CEO Schleich GmbH. „Gleichzeitig bedanken wir uns bei Patrick Greve für seinen Einsatz, die Arbeit und die Impulse, die er bei Schleich gesetzt hat.“
Sturm war zuletzt als Vice President Sales EMEA bei Britax Römer tätig. Die Schleich GmbH kennt sie gut: Bereits bis 2019 hat sie zehn Jahre in unterschiedlichen Positionen für das Unternehmen gearbeitet, zuletzt als Director Sales Global Distributors & Japan. Carola Sturm folgt auf Patrick Greve, der das Unternehmen aus privaten Gründen verlässt und in seine Heimat Hamburg zurückkehrt.
Dirk Engehausen wird Schleich weiterhin beratend unterstützen beim Auf- und Ausbau von Vertriebsstrukturen und Key-Account-Strategien in der DACH-Region, sowie bei der Entwicklung neuer Produkte. | Schleich
14.01.2026 | Die Blue Ocean Entertainment AG optimiert die Bereiche Beschaffung, Logistik und Transport und hat dafür eine neue Stelle geschaffen: Stefan Christinger bekleidet seit Anfang Januar die Funktion des Chief Operating Officer (COO) beim Tochterunternehmen der Burda-Gruppe. Der studierte Betriebswirt und gelernte Speditionskaufmann kennt sich bei den Stuttgarter Kindermedien-Spezialisten bestens aus. Bereits seit 2024 arbeitet er als Head of Program Management & Logistic (Loyalty) bei Blue Ocean und hat in dieser Funktion erfolgreich für die strategische Weiterentwicklung der operativen Einheit gesorgt.
Christinger war vor seinem Engagement bei Blue Ocean unter anderem Geschäftsführer eines Versandunternehmens und COO eines eCommerce-Unternehmens. Als Chief Operating Officer bei Blue Ocean zeichnet er nun über-greifend verantwortlich für die Bereiche Beschaffung und Transport, die Lagerlogistik, die Produktion sowie weiterhin die operative Einheit des Geschäftsbereiches Loyalty.
Max Müller, Vorstand von Blue Ocean, kommentiert: „Stefan Christinger hat in seinen eineinhalb Jahren bei uns bewiesen, dass er Unternehmensabläufe und -prozesse hervorragend optimieren kann. In der neu geschaffenen Position als COO wird er in übergeordneter Funktion viele Bereiche effizienter aufstellen und miteinander verzahnen, die aufgrund unseres stark gewachsenen Geschäfts mit Collectibles und Loyalty-Programmen, aber auch durch unsere weitere Internationalisierung besondere wirtschaftliche Bedeutung für Blue Ocean gewonnen haben.“ | Blue Ocean Entertainment
13.01.2026 | Wer schon immer mal in einem Freizeitpark arbeiten wollte, kann sich auf die Bewerbertage am 16. und 17. Januar 2026 freuen. Dort stellt das Ravensburger Spieleland interessierten Saison- und Abruf, und Ferienkräften die unterschiedlichen Bereiche wie Animation, Shop, Logistik, Gastronomie, Ticketing und Event vor.
Wer für das Jahr 2026 auf der Suche nach einem spannenden Ferien-, Neben- oder Vollzeitjob ist, ist am 16. und 17. Januar 2026 im Ravensburger Spieleland herzlich willkommen. Egal ob Schüler, Student oder Rentner – alle Interessierten ab 16 Jahren sind eingeladen, sich über die Möglichkeiten zu informieren und Fragen aller Art zu stellen.
Das Ravensburger Spieleland bietet die unterschiedlichsten Arbeitsbereiche, darunter die Bereiche Animation, Shop, Logistik, Gastronomie, Rezeption, Ticketing und Event. Im Bereich Animation verantworten Arbeitnehmer den Betrieb einer der über 70 Attraktionen, für die sie vorab eine entsprechende Einweisung erhalten. In den Spieleland-Shops wird Unterstützung im Verkauf und in der Beratung der Gäste gesucht. Hierzu gehören Aufgaben wie die Bestellung der Produkte, das Einräumen der Ware und die Kommissionierung. In diesem Bereich wird man bei Bedarf auch in der Logistik mit eingesetzt, wo die Produkte für die Shops zusammengestellt und ausgeliefert werden. Wer gerne mit Lebensmitteln arbeitet, der findet sich im Bereich der Gastronomie im Park wieder. Hier werden hauptsächlich Speisen zubereitet, ausgegeben und abkassiert. In den Bereichen Ticketing und Rezeption sind Mitarbeiter oft die ersten Kontaktpersonen zu den Besuchern. Mitarbeitende kümmern sich um den Ticketverkauf, offene Fragen, den Check-In bzw. Check-Out im Feriendorf sowie um die Einlasskontrolle am Haupteingang. Bewerber, die besonders kontaktfreudig sind und immer wieder neue Aufgaben suchen, sind im Bereich Events gut aufgehoben. Hier wird an den unterschiedlichsten Events am Wochenende unterstützt: Von einer Malaktion, über die Betreuung von Promotionsständen auf Stadtfesten bis hin zur Kinderdisco, hier ist Abwechslung garantiert.
Für den besten Einblick in die einzelnen Bereiche und Abteilungen steht am Bewerbertag aus jeder Abteilung ein Mitarbeitender zur Verfügung, um Fragen und Unklarheiten zu beantworten. Auch eine direkte Bewerbung ist an den genannten Terminen möglich. Teilnehmende können ihre Unterlagen mitbringen oder ihre Daten vor Ort abgeben.
Eckdaten zu den Terminen
Die Bewerbertage finden am 16. Januar 2026 von 13:30 bis 16:00 Uhr und am 17. Januar 2026 von 9:30 bis 12:00 Uhr statt. Interessierte parken auf dem Besucherparkplatz des Ravensburger Spielelands und folgen von der Rezeption aus der Beschilderung zum Bewerbertag, um direkt in der Rauch Fruchtsäfte Bar & Lounge zu landen. Es ist vorab keine Anmeldung erforderlich. Jeder Teilnehmer darf sich zudem, unabhängig von einer Einstellung, über eine Freikarte für den Freizeitpark am Bodensee für die Saison 2026 freuen. | Ravensburger
13.01.2026 | Mehr als ein Drittel der Selbständigen (35,3%) erwartet eine Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Nur 14% rechnen damit, dass ihre Geschäfte dieses Jahr besser laufen werden als 2025. Die Hälfte von ihnen (50,7%) geht von einer unveränderten Situation aus. Damit ist die Skepsis bei Soloselbständigen und Kleinstunternehmen etwas ausgeprägter als in der Gesamtwirtschaft, wo 26,1% der Unternehmen für 2026 mit einer schlechteren Geschäftslage rechnen und 14,9% mit einer besseren. „Die Selbständigen starten mit mehr Sorge als Zuversicht in das neue Jahr“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber.
Hinter den Selbständigen liegt ein schwieriges Jahr. Begleitet von steigender Unsicherheit bewegte sich die Stimmung der Selbständigen auf und ab. Zum Jahresende 2025 hat sich die Stimmung der Soloselbständigen und Kleinstunternehmen eingetrübt. Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ sank im Dezember auf -23,7 Punkte, nach -19,8 im November. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen fielen schlechter aus. Zugleich nahm die Unsicherheit zu: 34,3% der Befragten fiel es schwer, ihre eigene Geschäftsentwicklung vorherzusagen; im November waren es 32%. Damit ist die Unsicherheit unter Selbständigen deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft, wo der Anteil im Dezember bei 23,8% lag.
Zudem sehen sich einige Selbständige mit zunehmenden Finanzierungshürden konfrontiert: Im Vergleich zum dritten Quartal hat sich der Anteil der Selbständigen, die Schwierigkeiten beim Zugang zu Krediten melden, erhöht (von 45,1 auf 47,6% im vierten Quartal). Der Anteil derjenigen, die überhaupt Kreditverhandlungen führen, hat sich bei den Selbständigen leicht auf 10,9% erhöht (zuvor 10,8%) und liegt damit deutlich unter dem Wert der Gesamtwirtschaft von 26,3%. Auch dort berichteten im Dezember mehr Unternehmen von Problemen beim Kreditzugang: Der Anteil stieg von 29,1 auf 35,2%.
Seit August 2021 berechnet das ifo Institut den Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Soloselbständige und Kleinstunternehmen (weniger als 9 Mitarbeiter*innen). Wie im Gesamtindex sind alle Sektoren abgebildet. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Dienstleistungssektor. | ifo Institut
07.01.2026 | Nur jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland gibt an, Künstliche Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz regelmäßig zu nutzen. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen. Rund 64 Prozent haben KI bereits eingesetzt, die meisten nutzen sie jedoch nur gelegentlich. „Zudem wurde die KI-Hauptanwendung nur bei etwa einem Drittel der Nutzenden auch vom Unternehmen eingeführt – zwei Drittel nutzen KI demnach also eigeninitiativ“, sagt Oliver Schlenker, stellvertretender Leiter des Ludwig Erhard ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft.
Die individuelle Nutzung konzentriert sich laut Studie stark auf leicht zugängliche Text‑Tools (z. B. ChatGPT, Übersetzer), die einfach verfügbar sind und geringe Einstiegskosten haben. Diese werden von über 80 Prozent der KI-Nutzenden verwendet. Die formelle arbeitgebergesteuerte Nutzung von KI-Tools konzentriert sich zudem auch auf komplexere oder kostspieligere Anwendungen (z. B. diagnostische Tools, Sprach- oder Bildverarbeitung). „Die Beschäftigten berichten jedoch auch, dass die betriebliche Einführung von KI mit einer höheren Nutzungshäufigkeit, mehr Weiterbildungsangeboten, mehr KI-basierter Supervision und höheren Produktivitätsgewinnen einhergeht“, sagt Schlenker.
Die Ergebnisse basieren auf Auswertungen der zweiten Befragung zur Verbreitung und Auswirkungen von Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe 2.0) von 2024. Das ifo Institut hat die Analyse gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt. Die Umfrage umfasst ca. 9.800 Interviews und ist repräsentativ für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die dargestellten Ergebnisse zeigen Korrelationen und Zusammenhänge, keine kausalen Effekte. | ifo Institut
07.01.2026 | Der britische Party- und Familienspieleverlag Big Potato Games verstärkt sein Engagement im deutschsprachigen Raum. Zum Ausbau des Geschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat das Unternehmen Markus Bülke zum 01.01.2026 als Head of Sales gewonnen.
Damit setzt Big Potato Games auf langjährige Markt- und Handelsexpertise: Markus Bülke verantwortete zuletzt sechs Jahre lang als Marketing & Sales Director den Markteintritt des australischen Spielwarenunternehmens Moose Toys und hat Marken wie Bluey, Little Live Pets und Magic Mixies besonders erfolgreich aufgebaut sowie nachhaltig im Handel etabliert.
Zudem war der Branchenexperte in früheren Stationen für die Einführung und Entwicklung internationaler Marken im DACH-Handel verantwortlich. Unter anderem war er als Marketing- und Vertriebsmanager für Silverlit und Jakks Pacific tätig.
Partyspiele boomen
Nicht zuletzt auf der „Spiel“ in Essen wurde wieder einmal deutlich, welchen anhaltenden Boom Party- und Unterhaltungsspiele aktuell erleben. Damit bestätigt der britische Spieleverlag erneut sein Gespür für Markttrends und Zeitgeist. Mit beliebten Titeln wie „Herdentier“ bedient Big Potato Games die wachsende Nachfrage nach leicht zugänglichen, kommunikativen Spielkonzepten.
„Big Potato Games vereint kreative Spielideen mit einer klaren, zeitgemäßen Positionierung. Der Fokus auf Partyspiele für Familien, Kidults und junge Erwachsene trifft exakt den aktuellen Bedarf im Handel“, erklärt Markus Bülke. „Die Zielgruppe ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen – entsprechend groß ist das Potenzial für den stationären wie auch den Online-Handel.“
Expansion im DACH-Raum
Big Potato Games verfolgt im DACH-Raum eine langfristig angelegte Expansionsstrategie. „Unser Ziel ist es, Big Potato Games nachhaltig zu positionieren und die Sichtbarkeit der Marke deutlich zu erhöhen. Wir freuen uns, mit Markus Bülke einen erfahrenen Branchenexperten gewonnen zu haben, der uns bei diesem wichtigen Schritt begleitet. Er wird insbesondere die Zusammenarbeit mit Fach- und Großhandelspartnern weiter aufbauen und stärken“, betont Carrie Reynolds (Global Commercial Director). | Big Potato Games
07.01.2026 | Wie geplant und angekündigt ist der Wechsel in der operativen Geschäftsführung der Stuttgarter Blue Ocean Entertainment AG zum Jahresbeginn vollzogen worden. Katrin Krauß und Max Müller bilden ab sofort gemeinsam den Verlagsvorstand. Mitgesellschafterin und Mitgründerin Sigrun Kaiser bleibt der Burda-Tochter als Aufsichtsrätin der Blue Ocean Entertainment AG weiterhin erhalten.
Katrin Krauß gestaltet bereits seit 2012 das Wachsen der Stuttgarter Kindermedienspezialisten mit. Die Diplom Betriebswirtin war bisher als Director International für das Auslandsgeschäft des Verlags zuständig und hat den Aufbau internationaler Tochterunternehmen sowie die Übernahmen von Heinrich Bauer Ediciones in Spanien und Tailor Made Media in Portugal betreut. Krauß hatte zuvor unter anderem Erfahrung gesammelt bei der Motor Presse International in Stuttgart und Editorial Motorpress Televisa in Mexiko Stadt.
Max Müller arbeitet seit 2013 bei Blue Ocean Entertainment und war bisher Licensing- und Marketing Director. In dieser Rolle zeichnete er unter anderem für die wichtige Partnerschaft mit LEGO und das Geschäft mit Loyalty-
Kampagnen in ganz Europa verantwortlich. Zuvor hatte der Jurist und Comicexperte bei Zeitschriftenverlagen wie der Panini Verlags GmbH und der Dino Entertainment AG in Stuttgart erfolgreich Erfahrung gesammelt. | Blue Ocean Entertainment
18.12.2025 | Die CRAZE Group zieht zum Jahresende eine durchweg positive Bilanz. Unter ihrer Spielzeuglinie CRAZE konnte die international tätige Unternehmensgruppe im Jahr 2025 ein starkes Wachstum verzeichnen und ihre Marktposition in mehreren Kernsegmenten weiter ausbauen. Maßgeblich dafür waren eine hohe Innovationsgeschwindigkeit, erfolgreiche Produkteinführungen sowie eine konsequent umgesetzte Marketing- und Handelsstrategie.
Im Mittelpunkt des Geschäftsjahres standen insbesondere der Ausbau bestehender Markenwelten und die gezielte Weiterentwicklung skalierbarer Produktkonzepte. Die CRAZE Group konnte damit in unterschiedlichen Kategorien neue Umsatzimpulse setzen und ihre Präsenz im internationalen Spielwarenhandel weiter stärken.
Erfolgreiche Produktwelten unter der Marke CRAZE
Zu den zentralen Erfolgsfaktoren zählten 2025 mehrere Marken aus dem CRAZE-Portfolio. NUNOS Lil‘ Monsters entwickelte sich unter CRAZE zu einer der sichtbarsten Sammelmarken des Jahres. Mittlerweile sind vier Serien im Markt etabliert, ergänzt durch Merchandise-Artikel, digitale Inhalte und Musikvideos. Auch GLAM-MONSTARS überzeugte im Handel. Die Marke spricht modeaffine Zielgruppen an und bietet gleichzeitig attraktive Zusatzumsatzpotenziale. Neue Serien und Erweiterungen sind für 2026 vorgesehen.
Ein weiterer Wachstumstreiber war CRAZE BOUNZZ. Das dynamische Produktkonzept steht für Bewegung, Spiel- & Sammelspaß sowie hohe Wiederkaufsraten. Für 2026 sind ebenfalls zusätzliche Charaktere, neue Serien und weitere Erweiterungen geplant.
Starke Marketingstrategie und intensiver Handelssupport
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die umfassende Marketingstrategie der CRAZE Group unter der Marke CRAZE. Groß angelegte Kampagnen über TV, Social Media, Influencer-Kooperationen und digitale Formate sorgten für hohe Markenbekanntheit. Parallel dazu unterstützte die CRAZE Group ihre Handelspartner intensiv mit POS-Konzepten und Promotions.
„Wir freuen uns wahnsinnig über das erfolgreiche Jahr 2025 und möchten uns herzlich für die große Unterstützung bedanken. Der Handel wächst gemeinsam mit uns – und gestaltet diesen Weg aktiv mit. Wir sprühen nur so vor Ideen, und 2026 wird deshalb schon jetzt unglaublich spannend. Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen auf der Spielwarenmesse und wünsche allen von Herzen ein frohes Weihnachtsfest sowie einen guten Start ins neue Jahr“, sagt Florian N. Lipp, Global Executive Vice President der CRAZE Group.
Ausblick auf 2026 und Spielwarenmesse
Mit Blick auf das kommende Jahr kündigt die CRAZE Group weitere Produktneuheiten und den Ausbau bestehender Marken an. Viele Highlights werden erstmals auf der Spielwarenmesse präsentiert. CRAZE wird die mit Spannung erwarteten Produkterweiterungen rund um die Bestseller in Halle 6, Stand C-01 vorstellen. | CRAZE
15.12.2025 | ROFU Kinderland stellt seine Geschäftsführung neu auf und richtet das Unternehmen im Zuge einer umfassenden strategischen Neuausrichtung konsequent auf die aktuellen Herausforderungen im Nonfood-Handel aus. Anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein intensiver Wettbewerb im stationären und digitalen Umfeld prägen derzeit das Marktumfeld – insbesondere für Nonfood- und Spezialsortimente wie Spielwaren, Deko- und Geschenkartikel. Vor diesem Hintergrund setzt ROFU Kinderland auf eine fokussierte, schlanke Führung und eine klare Priorisierung des stationären Geschäfts mit starker Omnichannel-Verzahnung.
Abschied nach 35 Jahren: Frank Schröder geht in den Ruhestand
Nach rund 35 Jahren im Unternehmen verabschiedet sich Frank Schröder in den wohlverdienten Ruhestand. Er hat die Entwicklung von ROFU Kinderland über Jahrzehnte maßgeblich begleitet und geprägt – von der Weiterentwicklung des Filialnetzes über den Ausbau des Sortiments bis hin zur Positionierung als regional verankerter Spielwarenspezialist. Die Geschäftsführung und die Gesellschafter danken Herrn Schröder ausdrücklich für sein außerordentliches, langjähriges Engagement und seine hohe Verbundenheit mit Unternehmen, Mitarbeitenden und Partnern. Um einen geordneten Übergang zu gewährleisten und insbesondere die geplante weitere Expansion zu unterstützen, wird Frank Schröder ROFU Kinderland übergangsweise weiterhin beratend zur Verfügung stehen.
Schlanke und klare Führungsstruktur: Verantwortlichkeiten werden neu gebündelt
Im Zuge der Neuaufstellung wird die Geschäftsführung gezielt verkleinert und die Verantwortungsbereiche klar geschärft.
Michael Fuchs übernimmt zentrale Steuerungs- und Infrastrukturressorts
Michael Fuchs, Gesellschafter von ROFU Kinderland, übernimmt nun vollumfänglich selbst die Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Personal, Logistik und IT. Damit bündelt ROFU Kinderland alle wesentlichen Steuerungs-, Infrastruktur- und Unterstützungsfunktionen in einem Ressort, um auf die volatilen Rahmenbedingungen – etwa schwankende Nachfrage, steigende Energie- und Transportkosten sowie höhere Anforderungen an Prozess- und Datenqualität – schneller und effizienter reagieren zu können.
Einkauf, Marketing und Vertrieb unter gemeinsamer Führung von Michael Edl
Michael Edl verantwortet neben den Bereichen Einkauf und Marketing künftig zusätzlich den Vertrieb. Durch diese Zusammenführung von Sortimentsgestaltung, Preis- und Aktionspolitik, Markenführung sowie Flächen- und Vertriebssteuerung sollen Entscheidungen künftig aus einer Hand getroffen und die Reaktionsgeschwindigkeit auf Markt- und Konsumtrends weiter erhöht werden.
Neuorganisation als Teil einer umfassenden Transformation
Nach einigen herausfordernden Jahren – geprägt von veränderten Kundenbedürfnissen, einer deutlichen Verschiebung von Kaufkraft, einem intensiven Preis- und Promotionswettbewerb sowie einem spürbar gestiegenen Online-Anteil im Nonfood-Bereich – richtet sich ROFU Kinderland neu aus und sieht sich nach einer unterstützenden strategischen Partnerschaft um. Ziel ist es, die Stärken des Unternehmens gezielt zu schärfen, auszubauen und gleichzeitig seine Strukturen an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen.
Im Mittelpunkt der Neuausrichtung stehen dabei:
Gut aufgestellt für ein anspruchsvolles Marktumfeld und nachhaltiges Wachstum
Mit der neuen Führungsstruktur, der strategischen Neuausrichtung und der Einbindung einer unterstützenden Partnerschaft sieht sich ROFU Kinderland gut aufgestellt, um in einem anspruchsvollen Nonfood-Marktumfeld auch künftig als relevanter stationärer Anbieter zu bestehen, Chancen für Wachstum selektiv zu nutzen und die langfristige Stabilität des Unternehmens zu sichern – im Interesse der Kunden, Mitarbeitenden und Geschäftspartner. | ROFU Kinderland
12.12.2025 | Licensing International, der weltweit führende Branchenverband für Brand-Licensing, steht vor einem erneuten Führungswechsel in Deutschland. Der Verband gab heute die Ernennung von Petra Strobl zur neuen Managing Director für Deutschland bekannt. Strobl wird die Position offiziell zum 1. Januar 2026 übernehmen.
Sie folgt auf Ute Stauss, die zum Jahresende nach etwas weniger als 2 Jahren aus der Verbandsarbeit ausscheidet um sich anderen Aufgaben zu widmen. Stauss begründet ihre Entscheidung mit zeitlichen Gründen und bedankt sich für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Die Branche blickt gespannt auf die künftige Ausrichtung des Verbandes unter der neuen Führung. | PH
05.12.2025 | tonies SE („tonies"), die weltweit führende interaktive Audio-Plattform für Kinder, wird ab dem 22. Dezember im SDAX geführt und damit als eines der größten und liquidesten Unternehmen an der Frankfurter Börse anerkannt. Die Aufnahme in den SDAX hebt die starke und profitable Wachstumsdynamik in tonies‘ Entwicklung vom Gründer einer neuen Kategorie zum globalen Marktführer hervor – und markiert den Beginn einer neuen Phase in der Unternehmensgeschichte. Die Aufnahme in den Index geht zurück auf die starke Geschäftsentwicklung von tonies, die zu einem deutlichen Anstieg von Marktkapitalisierung und Liquidität geführt hat.
Tobias Wann, CEO von tonies, sagt: „Mit der Aufnahme von tonies in den SDAX beginnt ein neues Kapitel in unserer Wachstumsgeschichte. Wir haben bewiesen, dass wir unser Geschäftsmodell nachhaltig und profitabel skalieren können, und sind nun bereit, tonies auf die nächste Stufe zu führen. Mit wegweisenden Produkten wie der Toniebox 2, einer weltweit steigenden Nachfrage nach hochwertiger, bildschirmfreier Unterhaltung und einem klaren Plan zur Expansion und Innovation schlagen wir ein Kapitel auf, in dem tonies mehr Familien als jemals zuvor erreichen wird. Wir prägen zunehmend den gesamten Spielzeugmarkt weltweit – unser Einzug in den SDAX unterstreicht das deutliche Vertrauen der Kapitalmärkte in unsere Strategie und unser zukünftiges Wachstumspotenzial.“
Hansjörg Müller, CFO von tonies, fügt hinzu: „Als klarer globaler Marktführer hat tonies ein außergewöhnliches Potenzial für Wachstum und langfristige Wertschöpfung. Wir freuen uns, dass sich die starke Entwicklung unseres Unternehmens in unserer Performance auf dem Kapitalmarkt widerspiegelt und dass wir im Ergebnis nun im SDAX geführt werden. Die stärkere Sichtbarkeit auf den Kapitalmärkten wird unser Profil global weiter schärfen und uns neue Möglichkeiten eröffnen, um langfristigen Wert für Aktionäre, Partner und Familien gleichermaßen zu schaffen.“
Als Begründer des Markts für interaktive Audio-Unterhaltung für Kinder hat sich tonies zu einem der am schnellsten wachsenden Small Caps Deutschlands entwickelt. Das Unternehmen verbindet kontinuierliche Innovation mit starker internationaler Expansion. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen verlässlich profitables Umsatzwachstum von mehr als 30% pro Jahr erzielt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 stieg der Umsatz in konstanter Währung um +33%. Nordamerika ist mittlerweile der größte Markt von tonies, während die hochprofitable DACH-Region als Vorbild für die weitere Expansion dient und das Ertragspotenzial des Geschäftsmodells demonstriert.
Als Teil des SDAX gehört tonies künftig zur exklusiven Gruppe der 70 bedeutendsten, in Deutschland börsennotierten Unternehmen nach DAX und MDAX, die für ihre Relevanz am Markt anerkannt sind. | tonies
05.12.2025 | Kino, Tischtennis- und Yoga-Räume, Bienenstöcke und hundefreundliche Besprechungsräume – all das und mehr vereint Amazon mit der Eröffnung seines neuen Hauptsitzes in der Parkstadt Schwabing im Münchner Norden. Auf sechs Etagen mit einer Gesamtfläche von 45.000 Quadratmetern bietet das neue Gebäude in der Anni-Albers-Straße eine zukunftsweisende Arbeitsumgebung, in der bis zu 2.500 Mitarbeitende Platz haben und die Zusammenarbeit und Kreativität fördert: von Bereichen zur Team-Kollaboration, Rückzugsorten für Konzentration bis hin zu einem Atrium mit Bühne und Cafeteria mit Barista. Seit dem 20. November 2025 sind die ersten Mitarbeitenden eingezogen. Mit der Investition in den Neubau unterstreicht Amazon sein langfristiges Engagement für Bayern, das vor über 25 Jahren mit der deutschlandweit ersten Zentrale in Hallbergmoos beim Münchner Flughafen begonnen hat. Die Teams von Amazon Web Services (AWS) werden weiterhin am Oskar-von-Miller-Ring in einem ebenfalls hochmodernen Gebäude in der Münchner Innenstadt arbeiten.
„Mit unserem neuen Hauptsitz in München bringen wir erstmals alle Corporate Teams unter einem Dach zusammen, um noch besser für unsere Kunden da zu sein – mit größerer Auswahl, zuverlässiger Lieferung und niedrigen Preisen", erklärt Rocco Bräuniger, Country Manager von Amazon Deutschland. „Seit über 25 Jahren sind wir in Deutschland verwurzelt mit einer Vision: Das Leben unserer Kunden einfacher zu machen. In Bayern unterstützen wir über 8.000 kleine und mittlere Unternehmen, die 2024 mehr als 25 Millionen Produkte über Amazon verkauft haben, und wir investieren kontinuierlich in moderne Infrastruktur. Dieser Neubau ist ein weiterer Beleg für unser langfristiges Engagement für Bayern und den Standort Deutschland.“
Das von GSP Architekten entworfene Gebäude fügt sich passend in die Nachbarschaft ein, deren Straßen nach Persönlichkeiten aus der Bauhaus-Epoche benannt sind. Das Amazon Büro ist von der Bauhaus-Bewegung inspiriert und verbindet Klarheit, Zugänglichkeit und soziale Vision. Es setzt mit seiner angestrebten LEED-Platin-Zertifizierung neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit: Solarmodule auf dem Dach erzeugen 200 Kilowatt erneuerbare Energie, während innovative Technologien den Energieverbrauch um ein Drittel und den Wasserverbrauch um über 40 Prozent senken. Zehntausende fleißige Helfer ziehen zudem ebenfalls mit ein: In drei Bienenstöcken in den Innenhöfen wird eigener Honig produziert.
Das Gebäude bietet ein Atrium für bis zu 600 Personen, ein firmeninternes Prime Video Kino, einen Musikhörraum für das Amazon Music Team und mehr als zehn begrünte Dachterrassen für Urban Gardening und zum abendlichen Grillen mit Kolleginnen und Kollegen. Mitarbeitende können sogar ihre Hunde mit zur Arbeit bringen – eine Tradition, die vor 20 Jahren mit dem Welsh Corgi Rufus begann, der inzwischen Namenspate für Amazons KI-Shopping-Assistenten ist. Es gibt sogar spezielle Besprechungsräume, in denen auch Hunde ausdrücklich willkommen sind. Die Fahrradinfrastruktur umfasst 800 Stellplätze, Ladestationen für E-Bikes, Reparaturstationen und 26 Duschen für Radfahrer und andere Sportlerinnen und Sportler.
Die Konferenzräume auf den Etagen sind thematisch jeweils einem anderen Aspekt Münchens gewidmet, vom U-Bahn-Netz im Erdgeschoss über die Namen der Oktoberfestzelte, Sehenswürdigkeiten und Seen bis hin zu Stadtvierteln und den umliegenden Bergen in den oberen Etagen. Diese Gestaltung unterstreicht Amazons tiefe Verbundenheit mit München und der Region, in der Teams von Prime Video, Amazon Music oder Kindle Direct Publishing beheimatet sind.
In Bayern hat Amazon seit 2010 insgesamt über 18 Milliarden Euro investiert und mittlerweile 17 Logistikstandorte errichtet: Mit Logistikzentren in Graben und Hof-Gattendorf, Sortierzentren in Eggolsheim und Erding und Verteilzentren hat Amazon ein hochmodernes und innovatives Logistiknetzwerk in Bayern aufgebaut, um Bestellungen schnell und zuverlässig an seine Kunden zuzustellen.
Zudem engagiert sich Amazon weiterhin stark für die Gemeinschaft vor Ort. Erst Ende November 2025 spendete Amazon 100.000 Euro an die Tafel München sowie 2.000 Essenspakete, die von Mitarbeitenden des Unternehmens gepackt wurden. Die Teams vor Ort leisten regelmäßig ehrenamtliche Arbeit während ihrer bezahlten Arbeitszeit. Davon profitieren neben der Münchner Tafel auch Organisationen wie Startsocial, Lichtblick und ArrivalAid. Darüber hinaus führen Mitarbeitende von Amazon jährlich eine Baumpflanzaktion im Münchener Umland durch – ein sichtbares langfristiges Zeichen für lokales Umweltengagement. Für dieses langjährige Engagement wurde Amazon als eines von „Münchens ausgezeichnete Unternehmen“ nominiert – die Preisverleihung findet am 11. Dezember statt. | Amazon
05.12.2025 | Ein Beben in der globalen Unterhaltungsindustrie: Der Streaming-Riese Netflix übernimmt den Traditionskonzern Warner Bros. für die gewaltige Summe von fast 83 Milliarden US-Dollar (rund 71 Milliarden Euro). Dieser Deal, der die Struktur der Medienlandschaft fundamental verändern dürfte, wurde in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Unternehmen offiziell bekannt gegeben.
Strategischer Coup sichert „Harry Potter“ und „Game of Thrones“
Mit der Akquisition sichert sich Netflix nicht nur einen der wertvollsten Filmbibliotheken Hollywoods, sondern auch ikonische Franchises wie "Harry Potter" und "Game of Thrones" sowie weltbekannte HBO-Serien, wie wie „Die Sopranos“ oder „The White Lotus“.. Der Streaming-Gigant baut seine Machtposition damit massiv aus und reduziert seine Abhängigkeit von externen Filmstudios. Warner Bros. gehört derzeit noch zum Mutterkonzern Warner Bros. Discovery.
Die Übernahme konzentriert sich ausschließlich auf die Film- und Serienproduktion von Warner Bros. und ist Teil der aktuellen Expansionsstrategie von Netflix, das seine Geschäftsmodelle über das traditionelle Abo-Geschäft hinaus diversifiziert.
CNN und Discovery werden ausgegliedert
Wichtiges Detail der Vereinbarung: Die News-Sparte um den bekannten Nachrichtensender CNN ist nicht Teil des Deals. Auch der Streamingdienst HBO sowie andere internationale Sender und digitale Marken der Global Networks Division von Warner Bros. Discovery – darunter TNT Sports, Discovery und Discovery+ – werden vor Abschluss der Übernahme ausgegliedert und verbleiben somit außerhalb des künftigen Netflix-Konzerns.
Abschluss, Synergien und gegenseitige Entschädigungen
Der Vollzug der Übernahme wird für den Zeitraum zwischen Ende 2026 und Mitte 2027 erwartet. Die Aktionäre von Warner Bros. erhalten als Gegenleistung für ihre Anteile eine Mischung aus Bargeld und Netflix-Aktien im Gesamtwert von 27,75 US-Dollar pro Aktie.
Netflix rechnet mit erheblichen Synergieeffekten und erwartet jährliche Kosteneinsparungen von zwei bis drei Milliarden US-Dollar ab dem dritten Jahr nach dem Abschluss. Gleichzeitig sollen die Produktionskapazitäten in den USA deutlich ausgebaut und die Investitionen in neue Originalinhalte erhöht werden.
Ein Scheitern des Deals, etwa durch die Ablehnung der Aufsichtsbehörden, ist mit hohen finanziellen Risiken verbunden: Beide Seiten haben sich zu gegenseitigen Entschädigungen in Milliardenhöhe verpflichtet.
Obwohl Netflix mit der Übernahme von Warner Bros. einen massiven Erfolg feiert, bleibt ein bedeutender Teil des globalen TV- und Digitalgeschäfts von Warner Bros. Discovery – namentlich die Division Discovery Global – unabhängig und entzieht sich der Integration in das neue Netflix-Imperium. Dies könnte darauf hindeuten, dass das Bieterrennen um die verbleibenden Vermögenswerte noch nicht beendet ist.
Paramount klagt über unfaire Behandlung
Brisant ist, dass Netflix erst spät in den Bieterprozess eingestiegen war. Ursprünglich hatte der Paramount-Konzern Interesse an Warner angemeldet. Nun erhebt Paramount schwere Vorwürfe gegen Warner Bros.: Das Unternehmen soll Netflix im Verkaufsprozess bevorzugt behandelt haben. Laut einem Bericht forderten die Anwälte von Paramount Warner Bros. in einem Schreiben auf, ein unabhängiges Prüfkomitee zur Untersuchung des Vorgangs einzusetzen. Eine offizielle Stellungnahme von Warner Bros. zu diesen Forderungen steht derzeit noch aus. | PH
02.12.2025 | Im europäischen Fachhandel entsteht zum 1. Januar 2026 ein neuer, schlagkräftiger Verbund: die Fusion der Händlerkooperationen duo schreib & spiel und idee+spiel wird unter dem Namen duo idee+spiel Realität. Der Zusammenschluss bündelt die Kräfte von derzeit 990 angeschlossenen Fachgeschäften in mehreren europäischen Ländern.
Das ambitionierte Ziel der neuen Struktur ist klar definiert: Sie soll den mittelständischen Fachhandel angesichts wachsender Herausforderungen zukunftsfähig machen. Dies soll durch eine intensivere Zusammenarbeit, optimierte Geschäftsprozesse und eine deutlich erweiterte Marktpräsenz erreicht werden.
Der Impuls für die Fusion entstand aus der Notwendigkeit, auf zunehmende Herausforderungen wie rückläufige Märkte und steigende Anforderungen an den Mittelstand zu reagieren. Die teilnehmenden Händler von duo und idee+spiel schlossen sich freiwillig zusammen, um die Handlungsfähigkeit ihrer Anschlusshäuser langfristig abzusichern. Der Schritt soll die Stärken beider Kooperationen vereinen und eine dynamischere und vielfältigere Struktur schaffen.
Die Zustimmung des Handels ist dabei überwältigend: Bis Mitte November 2025 hatten bereits 90 Prozent der Gesellschafter die neuen Verträge unterzeichnet und damit ein klares Bekenntnis zum Zusammenschluss abgegeben. Die Zentralregulierung sowie die Nutzungsrechte der Handelsmarken stehen ab Januar 2026 gebündelt zur Verfügung.
Auch seitens der Lieferanten findet die neue Kooperation breite Unterstützung. Hersteller und Gesellschafter versprechen sich von den entstehenden Synergien Vorteile, insbesondere durch eine effizientere Marktbearbeitung in enger Abstimmung mit der Zentrale.
Die Fusion soll helfen, Ressourcen gezielter zu nutzen, Innovationen schneller umzusetzen und den Handelsstandort langfristig abzusichern, um flexibel und nachhaltig Impulse für Wirtschaft, Handel und Verbraucher zu setzen. | PH
02.12.2025 | Mehr als jedes fünfte betroffene Unternehmen (22%) plant wegen der anstehenden Mindestlohnerhöhung, Stellen zu streichen. Zum 1. Januar 2026 wird dieser auf 13,90 Euro erhöht. Zudem rechnet mehr als ein Viertel von ihnen (28%) mit weniger Investitionen. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts. Jedes zweite betroffene Unternehmen (50%) plant, die Preise zu erhöhen. Als weitere Folgen nennen die Befragten sinkende Gewinne und eine schlechtere Position im Wettbewerb.
„Die anstehende Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel stellt einen bedeutenden Lohnkostenanstieg für die betroffenen Unternehmen dar“, sagt ifo-Forscher Sebastian Link. „Die Reaktionen der Unternehmen zeigen, dass die Anhebung des Mindestlohns in der aktuellen Phase der wirtschaftlichen Schwäche besonders schädlich ist. Obwohl die Unternehmen ähnlich betroffen sind wie von der letzten großen Anhebung im Jahr 2022, planen sie häufiger mit Stellenabbau und Investitionskürzungen.“ Die Anhebung von 12,82 Euro auf 13,90 Euro je Stunde entspricht einem Anstieg von 8,4%. Der Mindestlohn wird daher wesentlich stärker steigen als die allgemeinen Tariflöhne, die im Jahr 2026 voraussichtlich lediglich um 3% ansteigen werden.
Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen (37%) gab an, direkt betroffen zu sein – an der Spitze das Gastgewerbe (77%) und der Einzelhandel (71%). Unter den Industrieunternehmen sind (statt ist) vor allem das Textil- und Bekleidungsgewerbe (62 Prozent) sowie die Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln (59%) von der Mindestlohnerhöhung betroffen. Am geringsten sind die Auswirkungen für das Baugewerbe, in dem ein höherer Branchenmindestlohn gilt.
Die Studie basiert auf Daten aus der ifo Konjunkturumfrage im Oktober 2025 unter über 4.600 Unternehmen in Deutschland. Sie vergleicht zudem die aktuelle Umfrage mit den Reaktionen der Unternehmen bei der Mindestlohnerhöhung im Jahr 2022, als die betroffenen Unternehmen wesentlich geringere Effekte auf ihre Profitabilität und Nachfrage erwarteten und daher seltener planten, (Komma ergänzt) mit Beschäftigungs- und Investitionskürzungen zu reagieren. | ifo Institut
02.12.2025 | Zum 1. Dezember 2025 wird Claudio Di Vincenzo zum neuen Kaufmännischen Geschäftsführer | CFO der Thalia Bücher GmbH berufen. Mit der Ernennung besetzt das Unternehmen die strategisch wichtige Funktion aus den eigenen Reihen.
Claudio Di Vincenzo kam 2024 zu Thalia und verantwortete bislang als Director Finance die Bereiche Finance, Controlling sowie Tax & Insurance. Zuvor war er über 16 Jahre in verschiedenen Fach- und Führungspositionen beim Konsumgüterkonzern L’Oréal tätig, zuletzt als Finance & Controlling Director für die Region DACH.
Di Vincenzo folgt auf Ingo Kretzschmar, Vorsitzender der Geschäftsführung, der den kaufmännischen Bereich seit August 2025 interimistisch geführt hatte. | Thalia
02.12.2025 | RTL Deutschland richtet sich im Rahmen seiner Gesamtstrategie noch stärker auf das Streaming-Geschäft aus und plant dazu einen umfassenden Umbau der Organisation. Ziel ist es, das Unternehmen angesichts einer beschleunigten Transformation des Mediengeschäfts sowie der aktuellen konjunkturellen Herausforderungen zukunftssicher aufzustellen und auf den Wettbewerb mit den großen US-amerikanischen Streamingdiensten auszurichten.
Zum Hintergrund: Seit dem Jahr 2019 sind die linearen TV-Werbeumsätze in Deutschland um mehr als 20 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum hat RTL Deutschland massiv in den Ausbau des Streamingdienstes RTL+ investiert. Die Anzahl der zahlenden Abonnenten von RTL+ ist von 0,8 Millionen (Ende 2019) auf über 6,6 Millionen (Ende September 2025) gestiegen. Mit weiterhin dynamischem Wachstum in allen Kennzahlen – Umsatz, zahlende Abonnenten, Nutzungsdauer – ist RTL+ klar auf Kurs, im Geschäftsjahr 2026 profitabel zu werden.
Angesichts des nachhaltigen Erfolgs von RTL+ und mit Blick auf die beschleunigte Verlagerung der linearen Fernsehnutzung, hat die Geschäftsführung von RTL Deutschland beschlossen, die Unternehmens- und Kostenstrukturen noch gezielter auf das Streaming-Geschäft auszurichten. Im Zuge dieser Fokussierung werden rund 600 Stellen an allen Standorten von RTL Deutschland abgebaut. Diese Maßnahmen werden so sozialverträglich wie möglich im Rahmen eines speziellen Abfindungsprogramms und mit Altersteilzeitregelungen umgesetzt. Die Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsräten.
Stephan Schmitter, CEO RTL Deutschland, sagt:
"Der Medienmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben, richten wir RTL Deutschland noch konsequenter auf das Streaming Geschäft aus. Mit dem dynamischen Wachstum von RTL+ und der geplanten Übernahme von Sky haben wir eine starke Basis für künftigen Erfolg. Dabei stehen unsere Inhalte und unsere publizistische Verantwortung weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten – mit gezielten Investitionen in Unterhaltung, Sport und Nachrichten sowie neue Technologien für unser Publikum von heute und morgen. Um die dafür erforderlichen Strukturen und Ressourcen zu schaffen, haben wir gemeinsam mit den Betriebsräten ein Programm entwickelt, das den notwendigen Personalabbau so fair und verantwortungsvoll wie möglich gestalten soll – mit großem Respekt und Dankbarkeit gegenüber allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Diese Maßnahmen sind tiefgreifend, aber zwingend notwendig und werden die Position von RTL Deutschland angesichts der strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen nachhaltig stärken." | RTL Deutschland
02.12.2025 | Die Kölner Mediengruppe RTL steht offenbar vor einem drastischen Sparkurs, der Hunderte von Arbeitsplätzen kosten könnte. Wie die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf interne Quellen berichtet, plant das Unternehmen einen umfangreichen Stellenabbau in Deutschland, bei dem zwischen 800 und 1000 Positionen wegfallen sollen. Die Einschnitte betreffen die gesamte Sendergruppe, zu der reichweitenstarke Kanäle wie Vox und der Nachrichtensender n-tv sowie der Streamingdienst RTL+ gehören.
Als Hauptursachen für die geplante Konsolidierung werden die seit Längerem rückläufige TV-Nutzung sowie ein spürbar schwacher Werbemarkt genannt. Das Unternehmen leidet demnach massiv unter der erbitterten Konkurrenz internationaler Streaming-Giganten wie Netflix.
Angesichts von rund 7500 Beschäftigten bei RTL Deutschland würde ein Wegfall von bis zu 1000 Stellen bedeuten, dass fast jede siebte Position gestrichen wird.
Sozialplan verhandelt – Teilbetriebe vor Schließung
Laut „Wirtschaftswoche“ hat die RTL-Geschäftsführung bereits einen neuen Sozialplan mit dem Betriebsrat ausgehandelt. Die Maßnahmen sollen jedoch nicht allein über Freiwilligenprogramme erfolgen: Mehrere Teilbetriebe des Unternehmens stehen demnach vor der vollständigen Schließung, was voraussichtlich betriebsbedingte Kündigungen nach sich ziehen wird.
Die Belegschaft soll noch im Laufe des heutigen Tages über die weitreichenden Pläne informiert werden. Eine offizielle Stellungnahme der RTL Group liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. | PH
01.12.2025 | Der Spielwarenhersteller Schleich besetzt eine zentrale Schlüsselposition neu: Zum 1. Januar 2026 übernimmt Tanja Hiery die Rolle der Sales Director DACH. In dieser Position verantwortet sie künftig die strategische und operative Weiterentwicklung des Vertriebs in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
„Mit Tanja Hiery gewinnen wir eine in der Spielwarenbranche außerordentlich erfahrene und bestens vernetzte Vertriebsexpertin“, sagt Dr. Manfred Ziegler, CEO. „Sie bringt umfassende Marktkenntnisse, langjährige Erfahrung im Aufbau starker Kundenbeziehungen und eine klare strategische Sicht auf die Weiterentwicklung unserer Markenpräsenz im DACH-Raum mit.“
Hiery ist in der Branche ein bekanntes Gesicht: Zuletzt war sie als General Manager DACH bei der Jumbo Spiele GmbH tätig. Davor prägte sie über 20 Jahre als Sales Director bei der BIG Spielwarenfabrik GmbH & Co. KG die Vertriebsstrukturen des Unternehmens. Mit ihrer tiefen Kenntnis des Handels, ihrer langjährigen Führungserfahrung und ihrer ausgeprägten Vertriebsorientierung bringt sie ideale Voraussetzungen für ihre neue Aufgabe mit.
„Ich freue mich sehr darauf, die weitere Entwicklung von Schleich im DACH-Markt aktiv mitzugestalten“, so Tanja Hiery. „Schleich ist eine starke, beliebte Marke, die Kinder seit Jahrzehnten begeistert. Mein Ziel ist es, die Markenpräsenz in der Region weiter zu stärken, die Partnerschaften im Handel weiter auszubauen und neue Impulse für erfolgreiches Marktwachstum zu setzen.“
Der Vertrieb in der DACH-Region wird weiterhin durch Dirk Engehausen unterstützt, der seit September 2025 als Berater für Schleich tätig ist und seine umfangreiche Expertise in Vertrieb und Produktentwicklung einbringt. Patrick Greve, Mitglied der Geschäftsführung und Vice President Europe, hat darüber hinaus in diesem Jahr die Leitung der Region APAC sowie die Verantwortung für das globale Trade Marketing übernommen. | Schleich
27.11.2025 | Die geplante Öffnung des Wirtschaftsverbands Die Familienunternehmer für Gespräche mit der rechtspopulistischen AfD hat einen massiven internen Konflikt ausgelöst und führt zum Austritt prominenter Mitglieder. Als für die Spielwaren-Branche relevantes Mitglied hat Rossmann die Mitgliedschaft in dem Verband fristlos beendet.
Zuvor hatte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann angekündigt, das bisherige „Kontaktverbot“ zu AfD-Bundestagsabgeordneten aufheben und sich für einen Dialog öffnen zu wollen. Diese veränderte Haltung stieß jedoch umgehend auf erhebliche Kritik innerhalb der Mitgliedschaft.
Auch der Hausgerätehersteller Vorwerk vollzieht den Bruch. Das Unternehmen distanziere sich klar von den Aussagen über die AfD.
Der Schritt der beiden namhaften Firmen verdeutlicht die Zerrissenheit in der deutschen Wirtschaft, wie mit der AfD umzugehen ist, und setzt den Verband Die Familienunternehmer zusätzlich unter Druck. Die Austritte könnten nach Angaben von Beobachtern weitere Konsequenzen unter anderen kritischen Mitgliedern nach sich ziehen. | PH
25.11.2025 | Zum 1. März 2026 übernimmt Dr. Boris Ewenstein den Vorsitz des Bereichsvorstands bei Otto in Hamburg. Der 48-Jährige tritt die Nachfolge von Marc Opelt an, der sich nach einer 35-jährigen Karriere in der Otto Group – davon seit 2012 als Marketingvorstand und seit 2018 als Vorsitzender des Bereichsvorstands – in den Ruhestand verabschiedet.
Neben seiner aktuellen Rolle als Vorstand für Retail & Marketplace, die Ewenstein seit Mai 2024 innehat, wird er künftig auch die Bereiche Strategie und Unternehmenskommunikation verantworten. Das Führungsgremium setzt sich im kommenden Geschäftsjahr neben Ewenstein aus Andrea Becker (Finance, HR & Services) und Dr. Michael Müller-Wünsch (Tech) zusammen; die Position des Marketingvorstands soll zeitnah neu besetzt werden.
Vor seinem Wechsel zu Otto war Ewenstein bis 2023 bei Zalando SE als Senior Vice President Supply tätig, wo er die Sortimentsentwicklung und internationale Markenpartnerschaften steuerte. Zuvor arbeitete er über elf Jahre bei McKinsey, zuletzt als Partner in der auf Transformationsprojekte spezialisierten Organization Practice. | PH
25.11.2025 | Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im November auf 88,1 Punkte, nach 88,4 Punkten im Oktober. Dies war auf pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage hingegen etwas besser. Die deutsche Wirtschaft zweifelt an einer baldigen Erholung.
Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gefallen. Insbesondere die Erwartungen bekamen einen deutlichen Dämpfer. Die Unternehmen blicken skeptischer auf die kommenden Monate. Der Auftragsbestand war leicht rückläufig. Mit den laufenden Geschäften waren sie hingegen etwas zufriedener.
Im Dienstleistungssektor hat sich das Klima erneut aufgehellt. Die Dienstleister beurteilten die aktuelle Lage etwas besser. Die Aussichten trübten sich jedoch leicht ein. Einen merklichen Rückschlag gab es im Bereich Transport und Logistik. Im Tourismus hellte sich die Stimmung hingegen deutlich auf.
Im Handel hat das Geschäftsklima nachgegeben. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas schlechter. Auch ihre Erwartungen rutschten nach unten. Insbesondere der Einzelhandel zeigte sich zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts enttäuscht.
Auch im Bauhauptgewerbe verzeichnete der Index einen Rückgang. Während die aktuelle Lage einen klaren Aufwärtstrend zeigt, fielen die Erwartungen erneut pessimistischer aus. Die schwache Nachfrage bleibt ein bestimmender Engpass. | ifo Institut

24.11.2025 | Während das aktuelle Ausbildungsjahr noch mitten in der Probezeit steht - eine Phase, in der die Gefahr eines Abbruchs besonders hoch ist - veröffentlicht McDonald's Deutschland gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach Zahlen, die zu denken geben. Die fünfte Ausbildungsstudie zeigt: Die Gen Z ist verunsichert, zweifelt an Aufstieg durch Leistung und fühlt sich von der Politik oft nicht gehört.
Die meisten neuen Ausbildungsverhältnisse in Deutschland sind noch keine 90 Tage alt und viele Azubis befinden sich mitten in der Probezeit. Gerade jetzt ist die Gefahr für einen Abbruch besonders hoch. Vielerorts werden deshalb aktuell besondere Azubi-Tage für die neuen Mitarbeiter:innen veranstaltet. Ziel: Die jungen Menschen beim Eintritt ins Berufsleben unterstützen. Wie wichtig solche Maßnahmen sind, untermauert die McDonald's Ausbildungsstudie, die das Unternehmen gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach bereits zum fünften Mal herausbringt. Die repräsentative Befragung von Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren zeigt: Die Gen Z blickt deutlich pessimistischer in die Zukunft als noch vor wenigen Jahren. Pandemie, geopolitische Krisen und der rasante Aufstieg Künstlicher Intelligenz haben das Vertrauen in Politik und gesellschaftliche Durchlässigkeit spürbar erschüttert.
Zentrale Erkenntnisse der Studie
Die Studie zeigt eine wachsende Distanz zwischen Politik und Jugend: Zwar interessiert sich über die Hälfte für politische Themen, doch 63 % fühlen sich nicht ausreichend vertreten - besonders junge Frauen und ökonomisch benachteiligte Jugendliche.
"Gerade nach herausfordernden Jahren mit Pandemie, geopolitischen Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit kommt uns eine besondere Verantwortung zu: Junge Menschen brauchen heute mehr denn je Orientierung, Perspektiven und Vertrauen. Die Ausbildungsstudie zeigt, dass die Gen Z klare Signale erwartet - nicht nur von der Politik, sondern auch von Arbeitgebern. Es liegt an uns, Ausbildung so zu gestalten, dass sie Sicherheit gibt und echte Chancen eröffnet", erklärt Matthias Kutzer, Vorstand Personal von McDonald's Deutschland LLC. "Was den Aufstieg aus eigener Kraft angeht, so können wir für McDonald's ganz klar sagen - bei uns sind sie noch möglich: Die Karrieren, die anderswo nur noch als Mythos gelten."
McDonald's Deutschland: Engagement für Ausbildung
Als größter Arbeitgeber der Gastronomiebranche in Deutschland und Mitinitiator des Ausbildungsberufs "Fachmann/-frau für Systemgastronomie" hat McDonald's Deutschland früh die Notwendigkeit des Engagements für Auszubildende erkannt und setzt seit über 25 Jahren in der Ausbildung auf hochwertige und moderne Standards sowie Praxisbezug. Auszubildende profitieren von einem Konzept, das Küche, Organisation und Marketing vereint. Dafür gab es mehrfach Auszeichnungen - z. B. zuletzt 2025 für "Faire Ausbildung". Über 1.500 Auszubildende sind derzeit bei McDonald's in drei Ausbildungsoptionen beschäftigt. 2024 wurden 85 % der Auszubildenden übernommen. Viele ehemalige Azubis steigen ins Restaurantmanagement auf - über ein internes Curriculum mit drei Entwicklungsstufen bis zur Restaurantleitung. Mitarbeitende aus der Crew, die z. B. über keinen anerkannten Schulabschluss oder geringe Sprachkenntnisse verfügen, werden mit dem McDonald's "Prep College", einem internen Vorqualifizierungsprogramm, auf eine Ausbildung vorbereitet.
Statements zur McDonald's Ausbildungsstudie 2025
Michael Sommer, Projektleiter vom Institut für Demoskopie Allensbach, sagt: "Die aktuelle McDonald's Ausbildungsstudie zeigt, wie verunsichert die junge Generation in ihre berufliche Zukunft blickt. Besonders beunruhigend ist, dass junge Erwachsene gleichzeitig zunehmend daran zweifeln, dass Leistung sich in unserer Gesellschaft lohnt und sich der soziale Status durch eigene Anstrengung verbessern lässt".
BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter betont die Verantwortung von Unternehmen gegenüber Auszubildenden: "Die Studie zeigt: Junge Menschen wünschen sich Stabilität und Sinn - und bringen gleichzeitig Aufbruchsbereitschaft und Wertebewusstsein mit. Genau diese Haltung braucht unsere Wirtschaft. Eine berufliche Ausbildung eröffnet echte Perspektiven und verbindet praktische Arbeit mit digitalen und sozialen Kompetenzen. Damit Chancen nicht ungenutzt bleiben, müssen Betriebe und junge Menschen frühzeitig zusammenfinden. Netzwerke wie SCHULEWIRTSCHAFT zeigen, wie das gelingt."
Markus Suchert, Hauptgeschäftsführer des BdS, unterstreicht den Stellenwert einer guten Ausbildung in der heutigen Zeit: "Die Ergebnisse der McDonald's Ausbildungsstudie sind ein deutlicher Weckruf an Politik und Gesellschaft: Junge Menschen verlieren den Glauben an Aufstieg durch Leistung. Wir müssen ihr Vertrauen zurückgewinnen - und zeigen, dass sich Einsatz lohnt. In der Systemgastronomie erleben wir jeden Tag, dass Aufstieg für jeden möglich ist, wenn Leistungsbereitschaft, praxisnahe Ausbildung, Förderung und Anerkennung zusammenwirken." | McDonald's Deutschland
21.11.2025 | Das Bundeskartellamt hat die Übernahme wesentlicher Teile der Mediengruppe Stein durch die Thalia-Gruppe freigegeben. Die Stein‘sche Mediengruppe, einer der großen deutschen Fachinformationshändler, hat im September Insolvenz beantragt. Geplant ist, dass das Thalia-Tochterunternehmen Lehmanns Media GmbH, Köln, Vermögenswerte der Stein’schen Mediengruppe GmbH, Werl, erwirbt. Darüber hinaus soll die Thalia Bücher GmbH, Hagen, die A. Stein’sche Buchhandlung in Werl übernehmen.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die Thalia-Gruppe ist die mit Abstand führende Buchhandelskette in Deutschland. Die Übernahme der Mediengruppe Stein betrifft allerdings in erster Linie ein spezielles Buchhandelssegment, nämlich den Fachinformationshandel. In diesem Bereich gibt es in Deutschland nach wie vor starke Wettbewerber. Außerdem spielt der Direktvertrieb durch die Verlage eine bedeutende Rolle. Im Ergebnis hatten wir daher keine wettbewerblichen Bedenken gegen das Vorhaben.“
Die Thalia-Gruppe ist die größte stationäre Buchhandelskette im deutschsprachigen Raum mit rund 570 Standorten in der DACH-Region und betreibt einen eigenen Onlineshop. Über ihr Tochterunternehmen Lehmanns Media ist die Thalia-Gruppe auch im Bereich des Fachinformationshandels aktiv. | Bundeskartellamt
20.11.2025 | Etwa ein Drittel der Unternehmen bekommt zu wenig Aufträge. Der Anteil sank leicht von 37,8% im Juli auf 36,9% im Oktober. Damit liegt er aber weiter deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. „Der Weg aus der Auftragsflaute ist noch lang“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Der Auftragsmangel kann durch konjunkturell bedingte Nachfrageschwäche, aber auch durch zu hohe Kosten und damit mangelnde preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entstehen.“
In der Industrie ist der Anteil der Unternehmen mit fehlenden Aufträgen gesunken – von 38,0% im Juli auf 35,5% im Oktober. So atmet vor allem der Automobilbereich etwas auf – nach 38,7% im Juli fehlen nun 29,5% der Unternehmen die Aufträge. Im Metallsektor und in der Papierindustrie (jeweils rund 44%) bleibt die Lage aber besonders schwierig. In der Chemischen Industrie stieg der Anteil um rund fünf Prozentpunkte auf 39,1%.
Die Dienstleister berichten sogar etwas häufiger von fehlenden Aufträgen: Der Anteil stieg von 31,4 auf 33,6%. Besonders betroffen sind Leiharbeitsfirmen (64%). Auch in der Beherbergung (52,4%) sowie bei Werbeagenturen und Marktforschern (54,8%) ist der Auftragsmangel überdurchschnittlich hoch.
Im Handel bleibt die Lage schwierig: Unter den Großhändlern klagten knapp zwei Drittel (61,9%) über fehlende Aufträge – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorquartal (64,9%). Unter den Einzelhändlern hat sich die Situation nur minimal verbessert: Der Anteil sank von 52,1 auf 48,4% – damit berichtet weiterhin etwa jeder zweite Betrieb über eine unzureichende Nachfrage. | ifo Institut
17.11.2025 | Die Ravensburger AG wurde von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Ehrung fand am Mittwochabend im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Marmorsaal des Neuen Schlosses in Stuttgart statt.
Die Wirtschaftsmedaille wird an Persönlichkeiten und Unternehmen verliehen, die sich in herausragender Weise um die Wirtschaft des Landes verdient gemacht haben. In diesem Jahr wurden zwölf Persönlichkeiten und drei Unternehmen geehrt.
In Ihrer Laudatio würdigte die Ministerin die Verbindung von Ravensburger von Tradition und Innovation: „Wer bei Ravensburger an eines der vielen populären Puzzles denkt, weiß: Es braucht Geduld, Überblick und ein gutes Gespür dafür, wie die Teile zusammenpassen – Eigenschaften, die auch für die Unternehmensführung gelten. Seit über 140 Jahren gelingt es diesem Haus, Generationen zu prägen, Werte zu bewahren und sich zugleich immer wieder neu zu erfinden. Ravensburger steht wie kaum ein anderes Unternehmen für Spiel, Bildung und Gemeinschaft und zeigt, dass aus Freude am Spiel eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte werden kann. (…) Mit Lernsystemen wie Tiptoi, der Kugelbahn GraviTrax und nachhaltigen Produktionsprozessen verbindet Ravensburger Tradition und Innovation. (…) Ravensburger steht für Qualität mit Sinn – und für Erfolg mit Haltung.“
„Wir freuen uns sehr über diese besondere Auszeichnung“, so Clemens Maier, CEO der Ravensburger AG. Sie sei eine Anerkennung für das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Leidenschaft und Kreativität daran arbeiteten, Menschen weltweit mit den Produkten Freude zu bereiten. „Gleichzeitig sehen wir die Wirtschaftsmedaille als Ansporn, unseren Weg der Innovation und Nachhaltigkeit konsequent weiterzugehen.“
In ihrer Festrede betonte Dr. Hoffmeister-Kraut die Bedeutung der ausgezeichneten Unternehmen und Persönlichkeiten für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und stellte abschließend fest: „Solange unser Land solche Persönlichkeiten und solche Unternehmen hat, wie wir sie heute ehren, solange muss uns um unsere Zukunft nicht bange sein!“ | Ravensburger
13.11.2025 | Hardware aus China, Cloud- und KI-Lösungen aus den USA, Chips aus Taiwan oder Industrieroboter aus Südkorea: Die Unternehmen der deutschen Wirtschaft sind weiterhin stark abhängig von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen, vor allem in die USA. 9 von 10 Unternehmen (89 Prozent), die digitale Güter oder Leistungen importieren, sehen sich davon abhängig – 51 Prozent sogar „stark abhängig“, 38 Prozent „eher abhängig“. Nur eine Minderheit (4 Prozent) wäre dauerhaft überlebensfähig, würden diese Importe wegfallen. Damit Europa unabhängiger von Digitalimporten aus dem Ausland wird, haben Deutschland und Frankreich den Gipfel für europäische digitale Souveränität initiiert, der am 18. November in Berlin stattfindet. Der Digitalverband Bitkom hat im Vorfeld mehr als 600 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden repräsentativ nach ihrer Abhängigkeit von ausländischen Technologien und Services befragt – und welche Risiken daraus entstehen.
So ist die Abhängigkeit von den USA und China im Laufe dieses Jahres nochmals gestiegen: 51 Prozent der deutschen Unternehmen sehen sich „stark abhängig“ von den Vereinigten Staaten – im Januar 2025 sagten dies noch 41 Prozent. Und ebenfalls 51 Prozent sehen sich „stark abhängig“ von China – ein Zuwachs um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Jahresbeginn. Die deutschen Unternehmen könnten nach eigenen Angaben derzeit lediglich 12 Monate überleben, sollten sie die Technologien oder Services nicht mehr aus den USA beziehen können – mit Blick auf China wären es sogar nur 11 Monate. „Deutschland und Europa müssen sich aus einseitigen Abhängigkeiten befreien und ihre digitale Zukunft selbst in die Hand nehmen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Europa muss seine digitale Souveränität mit mehr Entschlossenheit entwickeln. Wir müssen Europa zu einem Ort machen, an dem digitale Technologien nicht nur genutzt, sondern auch entwickelt und in wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen übersetzt werden. Der Gipfel für europäische digitale Souveränität sollte dafür den Startschuss geben.“
Aktuell sehen 93 Prozent der Unternehmen Deutschland stark abhängig (40 Prozent) bzw. eher abhängig (53 Prozent) von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Nur 10 Prozent gehen davon aus, dass sich diese Abhängigkeit in fünf Jahren verringert haben wird. Ein Viertel (24 Prozent) rechnet mit einer Fortschreibung des Status-quo, 6 von 10 Unternehmen (63 Prozent) rechnen mit einer Zunahme der Abhängigkeit.
Kaum ein Unternehmen kommt ohne Digitalimporte aus
Insgesamt kommt kaum ein Unternehmen in Deutschland ohne den Import digitaler Technologien und Leistungen aus (96 Prozent). Ganz oben stehen Endgeräte wie Smartphones oder Notebooks, die 93 Prozent der Unternehmen importieren. Digitale Bauteile bzw. Hardware-Komponenten wie Chips, Halbleiter oder Sensoren beziehen 74 Prozent, Software-Anwendungen 72 Prozent und Cybersicherheits-Anwendungen wie Firewalls 67 Prozent aus dem Ausland. Digitale Geräte und Maschinen, etwa für die Produktion, importieren 60 Prozent der Unternehmen. Digitale Dienstleistungen wie Programmierung von Apps oder IT-Beratung beziehen 41 Prozent von außerhalb Deutschlands. Ein sehr kleiner Anteil der Unternehmen (3 Prozent) weiß teilweise nicht, ob und welche Technologien aus dem Ausland bezogen werden.
USA und China sind wichtigste Herkunftsländer
Die wichtigsten Herkunftsländer und -regionen sind die USA und China. 67 Prozent importieren „häufig“ aus den USA, 23 Prozent „in Einzelfällen“, so dass die Vereinigten Staaten für 9 von 10 Unternehmen, die digitale Technologien und Leistungen importieren, ein Handelspartner sind. 58 Prozent importieren „häufig“ aus China, ein weiteres Viertel (25 Prozent) „in Einzelfällen“. Bedeutend aus dem asiatischen Raum ist außerdem Taiwan (21 Prozent „häufig“/ 24 Prozent „in Einzelfällen“). Von dem vergleichsweise kleinen Inselstaat sieht sich fast jedes zweite Unternehmen, das digitale Technologien oder Dienstleistungen importiert, abhängig (49 Prozent, 26 Prozent „stark abhängig“, 23 Prozent „eher abhängig“). Wintergerst: „Die deutsche Wirtschaft ist vergleichsweise stark von Taiwan abhängig, da Schlüsselindustrien wie die Automobil- und Elektronikbranche auf dort produzierte Hochleistungs-Chips angewiesen sind. Chinas Aggressionen gegen Taiwan bedrohen deshalb direkt die Lieferketten und Produktionskapazitäten in Deutschland.“
Ein bedeutendes Bezugsland ist außerdem Japan: 12 Prozent der Unternehmen importieren von dort „häufig“, 31 Prozent „in Einzelfällen“. Auch Frankreich – Deutschlands Partner beim kommenden Gipfel in Berlin – ist für die hiesige Wirtschaft wichtig: Jedes zehnte Unternehmen (10 Prozent) bezieht „häufig“ digitale Technologien und Leistungen aus dem Nachbarland und doppelt so viele (20 Prozent) zumindest in Einzelfällen. Das gleiche gilt für die übrige EU (16 Prozent „häufig“ / 28 Prozent „in Einzelfällen“) sowie das Vereinigte Königreich (11 Prozent „häufig“ / 19 Prozent „in Einzelfällen“). Nur ein Prozent der befragten Unternehmen gibt im Übrigen Russland als Handelspartner an. „Digital souverän ist ein Land, das eigene substanzielle Fähigkeiten in digitalen Schlüsseltechnologien besitzt und selbstbestimmt darüber entscheiden kann, aus welchen Ländern es digitale Technologien bezieht“, betont Ralf Wintergerst. „Die deutsche Wirtschaft muss sich aus einseitigen Abhängigkeiten befreien und sie muss adäquat reagieren können, wenn sie von Lieferländern unter Druck gesetzt wird.“
Das höchste Vertrauen in Frankreich, Japan und die EU
Das Vertrauen der deutschen Unternehmen in die einzelnen Länder fällt dabei höchst unterschiedlich aus. Zu den Spitzenreitern im Vertrauensranking zählen Frankreich (76 Prozent), Japan (72 Prozent) und die übrigen EU-Länder (68 Prozent). Dahinter folgen UK (58 Prozent), Indien (45 Prozent) und Südkorea (40 Prozent). Dabei haben 58 Prozent mit Blick auf bestehende oder mögliche Geschäftsbeziehungen nur wenig oder kein Vertrauen in Südkorea, bei Indien trifft dies auf 53 Prozent zu. Die hinteren Plätze nehmen die USA und China ein. Noch etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) hat Vertrauen in die Vereinigten Staaten – im Januar waren es noch 51 Prozent. 60 Prozent vertrauen den USA nur wenig oder gar nicht, bei China trifft dies auf 70 Prozent zu. 26 Prozent hegen hingegen Vertrauen in die Volksrepublik – Anfang 2025 lag der Wert ähnlich.
Der Vertrauensverlust in die USA hängt dabei messbar mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten vor einem Jahr zusammen. Für 33 Prozent hat sich die Präsidentschaft von Trump bislang direkt oder auch indirekt „sehr negativ“ auf das eigene Unternehmen ausgewirkt, weitere 46 Prozent sprechen von „eher negativen“ Auswirkungen. Bei 19 Prozent gab es keine Auswirkungen, für kein einziges Unternehmen hat sich die Lage seither zum Besseren gewendet. „Die Unberechenbarkeit und der Protektionismus der US-Regierung verunsichern deutsche Unternehmen – viele spüren die Folgen bereits unmittelbar. Für Europa ist das ein weiterer Weckruf, die eigene digitale und wirtschaftliche Souveränität voranzutreiben“, betont Wintergerst. Fällt der Blick nicht auf das eigene Unternehmen, sondern auf Deutschland als Ganzes, bewerten die Unternehmen die USA gleichwohl mehrheitlich als verlässlichen Partner für die Bundesrepublik (52 Prozent).
Deutsche fordern mehr Unabhängigkeit vom Ausland
In einer weiteren Studie hat Bitkom anlässlich des Gipfels für europäische digitale Souveränität die Sicht der deutschen Bevölkerung auf das Thema und das Verhältnis zu den USA und China ermittelt. Dazu wurden mehr als 1.100 Personen repräsentativ befragt. Auch hier sagt eine Mehrheit von 59 Prozent, dass die USA ein verlässlicher Partner für Deutschland seien – mit Blick auf China nehmen dies 42 Prozent an. Gleichwohl ist die Abhängigkeit bei digitalen Technologien für eine überwiegende Mehrheit sehr präsent: 44 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger halten Deutschland für „sehr abhängig“ und 50 Prozent für „eher abhängig“ vom Import aus dem Ausland. 98 Prozent – und damit praktisch alle – halten es für wichtig, dass Deutschland bei wichtigen digitalen Technologien unabhängiger wird. Wintergerst: „Die Menschen in Deutschland haben den Ernst der Lage verstanden: Fast alle wünschen sich mehr Unabhängigkeit bei digitalen Schlüsseltechnologien. Das Vertrauen in Partner wie die USA oder China hat zuletzt stark gelitten. Die Stärkung unserer digitalen Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit gehört in den kommenden drei Jahren der Legislaturperiode ganz oben auf die Agenda.“
Die deutsche Wirtschaft blickt mit Sorge insbesondere in die USA. 99 Prozent der Unternehmen sehen weitere finanzielle Belastungen durch Strafzölle oder Sanktionen als Risiko, 56 Prozent fürchten Exportbeschränkungen und 49 Prozent einen Austritt der USA aus internationalen Organisationen wie der NATO oder der WTO. Die damit verbundenen ökonomischen Risiken werden von den Unternehmen gewichtiger eingeschätzt als digitale Risiken: Einen Zugangsverlust zu Software- und Plattformdiensten fürchtet jedes zweite Unternehmen (49 Prozent), einen erzwungenen Abfluss sensibler Unternehmensdaten an US-Behörden 41 Prozent. 37 Prozent sorgen sich vor einem erschwerten Zugang zu Technologien wie Chips oder KI-Systemen. Einschränkungen bei Cloud-Services sehen nur 14 Prozent als Gefahr. Wintergerst: „Der europäische Tech-Markt ist weiterhin attraktiv und trägt einen erheblichen Teil zu den Umsätzen von Technologiekonzernen bei. Die US-Unternehmen brauchen Europa als Kunden. Dennoch brauchen wir eigene europäische Angebote, um nicht erpressbar zu sein.“
Gipfel stößt auf großen Zuspruch
So begrüßen 86 Prozent der Unternehmen den bevorstehenden Gipfel für europäische digitale Souveränität. 92 Prozent meinen, Deutschland und Frankreich sollten eine Führungsrolle bei der Stärkung der digitalen Souveränität Europas einnehmen und 82 Prozent betonen, eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit im Digitalbereich stärke die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft insgesamt. Auch für Deutschland gibt es aus Sicht der Wirtschaft einiges zu tun: 94 Prozent fordern verstärkte Investitionen in Schlüsseltechnologien, 62 Prozent den Aufbau europäischer Hyperscaler, also großer Cloud-Anbieter. Wintergerst: „Nur wer über eigene Kompetenzen verfügt, kann international auf Augenhöhe agieren – und dafür muss Deutschland seine Position gezielt stärken.“
Auch aus Bitkom-Sicht braucht es dazu den Aufbau einer leistungsfähigen Cloud- und Rechenzentrums-Infrastruktur in Deutschland und Europa. Wichtig sei außerdem der Aufbau eigener Fähigkeiten bei den Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz, Quantum-Computing, dem Industrial Metaverse und der IT-Sicherheit. Auch der Ausbau Deutschlands zu einem Zentrum der Chip-Fertigung gehöre dazu. Nationale Maßnahmen müssten dabei eng mit Aktivitäten auf EU-Ebene verzahnt werden. Dabei gehe es nicht nur darum, im internationalen Subventionswettbewerb zu bestehen. „Entscheidend sind verlässliche Rahmenbedingungen, gut ausgebildete Fachkräfte und eine Verwaltung, die Investitionen beschleunigt statt bremst“, so Wintergerst. Auch die Einführung der European Digital Identity Wallet müsse vorangebracht werden. „Die EUDI-Wallet ist ein zentrales Instrument zur Stärkung der digitalen Souveränität. Sie ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen, Identitätsdaten und digitale Nachweise sicher, selbstbestimmt und grenzüberschreitend zu organisieren“. Auf dem Gipfel am 18. November werden erste Implementierungen der EUDI-Wallet präsentiert. Auf Initiative und unter Vermittlung des Bitkom haben mehr als 60 Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet, Anwendungen für die EUDI-Wallet zur Verfügung zu stellen. | bitkom
