Unternehmen


Jeder fünfte Selbständige sieht Existenz in Gefahr

19.05.2026 | 20,6% der Selbständigen in Deutschland sorgen sich akut um ihre wirtschaftliche Zukunft. Damit liegt der Wert deutlich über dem Anteil in der Gesamtwirtschaft (8,1% im April). „Die Kombination aus Auftragsmangel und wachsender Unsicherheit belastet die Selbständigen zunehmend“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber.

 

Knapp der Hälfte der Befragten (48,4%) fehlten im April Aufträge, nach 46,6% im Januar. Der Anteil ist bei Soloselbständigen und Kleinstunternehmen höher als in der Gesamtwirtschaft mit 39,0*%. „Viele Unternehmen halten sich bei Aufträgen zurück, gleichzeitig bleibt die Konsumlaune gedämpft“, ergänzt Demmelhuber. Die angespannte Lage spiegelt sich auch im Geschäftsklima wider: Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ fiel von -20,8 Punkten im März auf -29,9 Punkte im April und erreichte damit einen neuen Tiefstand. Der Einbruch der Erwartungen hat sich fortgesetzt. Auch die Urteile zur aktuellen Lage fielen deutlich öfter negativ aus. Zugleich nimmt die Unsicherheit unter Selbständigen zu: 38,8% geben an, ihre künftige Geschäftsentwicklung im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld schwer einschätzen zu können, nach 36,4% im März.

 

Seit August 2021 berechnet das ifo Institut den Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Soloselbständige und Kleinstunternehmen (weniger als 9 Mitarbeiter*innen). Wie im Gesamtindex sind alle Sektoren abgebildet. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Dienstleistungssektor. | ifo Institut

*saisonbereinigter Wert


3 von 10 sagen: KI könnte meinen Chef ersetzen

12.05.2026 | Was der Chef kann, kann eine KI schon lange. Davon sind 3 von 10 Beschäftigten in Deutschland überzeugt. 29 Prozent halten ihre Vorgesetzten durch eine KI für ersetzbar. Dabei sagt fast ein Viertel (23 Prozent) auch, dass die eigene Tätigkeit durch eine KI weitgehend ersetzbar sei. Und 22 Prozent meinen, dass in ihrem Unternehmen heute bereits Stellen nicht mehr nachbesetzt oder sogar abgebaut werden, weil eine KI entsprechende Aufgaben übernimmt. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, darunter 550 Erwerbstätige. „Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Unternehmen und Politik müssen die Gesellschaft auf die neue KI-gestützte Arbeitswelt vorbereiten, Menschen gezielt qualifizieren und transparent machen, welche Aufgaben sich verändern."

 

38 Prozent können mit KI-Anwendungen des Unternehmens arbeiten

KI hat bereits Einzug in den Arbeitsalltag vieler Menschen gehalten. 38 Prozent der Erwerbstätigen erhalten durch ihren Arbeitgeber Zugriff auf KI-Anwendungen, und 27 Prozent nutzen diese auch aktiv. Weitere 11 Prozent haben zwar Zugang zu KI, machen davon aber bislang keinen Gebrauch. Auf der anderen Seite gibt es für 31 Prozent der Beschäftigten kein Angebot an KI-Werkzeugen. Weitere 26 Prozent der Erwerbstätigen gehen davon aus, dass ihr Arbeitgeber keine KI bereitstellt, sind sich bei dieser Einschätzung allerdings unsicher. 4 Prozent wollen oder können keine Angaben machen. | bitkom


Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht

12.05.2026 | 8,1% der Unternehmen in Deutschland sehen den eigenen Fortbestand gefährdet. Das ergab die ifo Konjunkturumfrage im April. „Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die Insolvenzzahlen dürften vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben.“

 

Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel: 17,4% der Unternehmen sehen sich dort existenziell bedroht – ein neuer Höchststand. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher ist das beherrschende Thema. Zusätzlich belasten der wachsende Online-Handel und Billiganbieter aus dem Ausland die Geschäfte. Insgesamt fürchten 11,6% aller Handelsunternehmen (Groß- und Einzelhandel), dass sie ihr Geschäft aufgeben müssen.

 

Branchenübergreifend belasten drei Probleme die Unternehmen: fehlende Aufträge und schwache Nachfrage; steigende Betriebs- und Energiekosten; sowie eine zunehmend belastende Bürokratie. Viele Betriebe berichten auch deshalb von zunehmenden Liquiditätsengpässen, weil deren Kunden sparen oder insolvent werden. „Die Krise überträgt sich entlang der Lieferketten“, so Wohlrabe. „Wenn Kunden wegbrechen oder Aufträge stornieren, trifft das die Zulieferer und Dienstleister mit voller Wucht.“

 

Bei den Dienstleistern sehen sich 7,6% der Unternehmen in ihrer Existenz bedroht. In den Bereichen Beherbergung und Gastronomie liegt der Wert bei fast 20%. Auch in der Werbung und Marktforschung ist der Anteil mit 14,3% überdurchschnittlich hoch.

 

In der Industrie ist die Existenzbedrohung leicht auf 7,5% zurückgegangen. Dennoch bleibt der Druck erheblich: Hohe Energie- und Rohstoffkosten sowie internationale Wettbewerbsnachteile gegenüber asiatischen Anbietern belasten vor allem exportorientierte Branchen.

 

Im Bauhauptgewerbe stieg der Anteil leicht auf 7,3%. Der Auftragseinbruch im Wohnungsbau hält an; lange Genehmigungsverfahren und die Zurückhaltung der Banken bei der Baufinanzierung belasten den Sektor. | ifo Institut


Mehr Unternehmen planen Preiserhöhungen

06.05.2026 | Mehr Unternehmen in Deutschland planen, ihre Preise deutlich anzuheben. Der vom ifo Institut ermittelte Indikator für Preiserwartungen stieg von 25,5 im März auf 31,6 Punkte im April. Das ist der höchste Wert seit Januar 2023. „Der Iran-Krieg hinterlässt seine Spuren in der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen geben die gestiegenen Energiekosten nun zunehmend an ihre Kunden weiter“, sagt ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

 

In der Industrie sind die Preiserwartungen von 21,1 auf 34,2 Punkte kräftig gestiegen, bei energieintensiven Unternehmen sogar von 30,6 auf 47,5 Punkte. Hier fällt insbesondere die Chemieindustrie ins Gewicht, deren Preiserwartungen von 31,8 auf 61,7 Punkte hochschnellten. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen war die Veränderung deutlich geringer: von 19,2 auf 19,8 Punkte.

 

Einen deutlichen Hinweis auf einen weiteren Anstieg der Verbraucherpreise geben die Preiserwartungen in den konsumnahmen Bereichen, z. B. Gastronomie oder Einzelhandel. So ist der Indikator bei konsumnahen Dienstleistern von 27,9 auf 39,8 Punkte gestiegen. „Insgesamt dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten auf über 3% klettern“, erwartet Wollmershäuser. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern planen dagegen weniger Unternehmer mit höheren Preisen. Ihre Preiserwartungen sind nur von 26,9 auf 32,5 Punkte gestiegen. Dazu zählen zum Beispiel Architektur- und Ingenieurbüros (Anstieg von 11,2 auf 15,2 Punkte) oder Unternehmensberater, wo die Preiserwartungen sogar gesunken sind (von 10,3 auf 6,3 Punkte).

 

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung. | ifo Institut


PLUTA Management begleitete M&A-Prozess für ROFU Kinderland

28.04.2026 | Die PLUTA Management GmbH begleitete erfolgreich den Investorenprozess für die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH. Der bekannte Spielwarenhändler befindet sich seit Mitte Januar 2026 in einem Eigenverwaltungsverfahren und schloss eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH ab. Achim Weniger als geschäftsführender Gesellschafter verfügt über jahrzehntelange, umfangreiche Branchenerfahrung und ein hervorragendes Netzwerk.

 

Den gesamten Verkaufsprozess führte das Team der PLUTA Management GmbH durch. PLUTA verantwortete sämtliche Maßnahmen von der Investorensuche bis zum Vertragsabschluss der Investorenvereinbarung. Die Lösung unterstreicht die Umsetzungskompetenz und langjährige Erfahrung des Teams insbesondere in Distressed-Mandaten. Im Transaktionsteam der PLUTA Management GmbH arbeiteten Marcus Katholing, Geschäftsführer der PLUTA Management GmbH, sowie Luca Reifenberg als Projektleiter, Michael Kögl und Max Mayer.

 

Marcus Katholing, der seit Jahresanfang zudem als Sanierungsgeschäftsführer für ROFU Kinderland tätig ist, sagt: „Wir freuen uns, dass wir die Transaktion erfolgreich abgeschlossen haben und damit rund 1.120 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Gespräche mit dem Investor verliefen durchweg positiv und führten zügig zu einer Einigung. Das konjunkturelle Umfeld ist nicht einfach. Umso mehr freut es mich, dass Achim Weniger und Bernd Stocker mit der Kids & School Holding GmbH künftig Verantwortung übernehmen, um ROFU in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“ 

 

Projektleiter Luca Reifenberg sagt: „Trotz anspruchsvoller zeitlicher Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, die Transaktion klar zu strukturieren und innerhalb von nur drei Monaten erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Der gesamte M&A-Prozess war geprägt von hoher Effizienz, transparenter Kommunikation und einer engen Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern. Dadurch konnten wir jederzeit einen reibungslosen Ablauf sicherstellen.“

 

Im PLUTA Sanierungsteam arbeitet noch Daniela Jeske. Rechtsanwalt Stefan Warmuth von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH begleitet die insolvenzrechtliche Beratung. Das Amtsgericht Idar-Oberstein bestellte Rechtsanwältin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen zur Sachwalterin, die das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleitet. Sachwalterin Annemarie Dhonau sagt: „Der M&A-Prozess ist trotz enger Zeitschiene und einem schwierigen konjunkturellen Umfeld erfolgreich verlaufen. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten verlief in den vergangenen Monaten sehr gut.“

 

Insolvenzplanlösung in Arbeit

Die Verantwortlichen haben die Investorenvereinbarung bereits notariell unterzeichnet. Die Investorenlösung wird im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt. Das bedeutet: ROFU Kinderland wird gemeinsam mit dem PLUTA Team in den nächsten Wochen einen Insolvenzplan erstellen und strebt damit einen Vergleich mit den Gläubigern an. Wenn die Gläubiger mehrheitlich zustimmen, kann die Transaktion vollzogen werden und das Verfahren wird anschließend aufgehoben. Geplant ist, dass ROFU Kinderland ab August 2026 wieder eigenständig handeln kann und das Eigenverwaltungsverfahren hinter sich lässt.

 

Die Investorenvereinbarung sieht vor, dass 77 der insgesamt 104 Filialen von ROFU Kinderland fortgeführt werden. Dort sind 1.035 Mitarbeiter tätig, die vom Investor übernommen werden. In der Zentrale werden mehr als 80 Mitarbeiter übernommen. Durch die Investorenlösung bleiben also rund 1.120 Arbeitsplätze erhalten. | relatio


Spielwarenmesse Group: Neues Markendach für globale Aktivitäten

27.04.2026 | Die Spielwarenmesse Group fasst ab sofort alle Geschäftsfelder der Spielwarenmesse eG zusammen und setzt damit ihre Entwicklung zu einem international agierenden Unternehmen konsequent fort. Das klare Erscheinungsbild in dunkelblauer Schrift, das markante Schaukelpferd und der Claim „living the spirit of play“ vereinen die gewachsene Struktur ebenso wie den Anspruch, eine zentrale Plattform für innovative und partnerschaftlich geprägte Veranstaltungsformate zu sein.  

 

Klare Positionierung

In den vergangenen Jahren hat die in Nürnberg ansässige Spielwarenmesse Group ihr Portfolio kontinuierlich erweitert, internationalisiert und um zusätzliche Branchenfelder wie Lizenzen und einer weiteren Weltleitmesse ergänzt. Nun bündelt das Unternehmen seine vielseitigen Aktivitäten sichtbar unter einer gemeinsamen Dachmarke. „Unser neuer Markenauftritt als Spielwarenmesse Group schafft Klarheit und stärkt unsere internationale Identität. Er bringt zum Ausdruck, wofür wir stehen: verlässliche Partnerschaften, hohe Organisationskompetenz und eine zukunftsorientierte Ausrichtung unserer Messen und Events“, erklärt Vorstandssprecher Christian Ulrich. Mit ihrem Fokus auf die Welt des Spielens verfügt die Group über eine weltweit einzigartige Expertise und das größte Netzwerk in der Spielwarenbranche. Unter dem Leitgedanken „living the spirit of play“ verbindet sie wirtschaftlichen Erfolg mit Emotion, Kreativität und Begeisterung.

 

Vielseitiges Portfolio

Die Spielwarenmesse Group vereint die beiden weltweit bedeutendsten Veranstaltungen der Branche unter ihrem Dach. Dazu zählen die Spielwarenmesse in Nürnberg als führende B2B-Plattform und die SPIEL in Essen als größte Publikumsmesse für Brettspiele. Ergänzt wird das Portfolio durch das World of Toys Programm mit der Kids India in Mumbai und den internationalen Gemeinschaftsbeteiligungen in Hongkong, Tokio und New York. Tochtergesellschaften in China und Indien sichern zusätzlich Marktnähe und regionale Expertise. Mit ihrem globalen Netzwerk und dem gebündelten Know-how ist die Spielwarenmesse Group ein zentraler Impulsgeber für Branchenthemen und Trends. Ein aktuelles Beispiel ist die BRANDmania in Essen, die sich zur größten Plattform für Lizenzen und Partnerschaften im deutschsprachigen Raum entwickelt hat.

 

Stabile Basis

Eine wesentliche Facette der Marke bildet die Form der Genossenschaft. Seit über 75 Jahren basiert sie auf vertrauensvollen und nachhaltigen Geschäftsbeziehungen. „Unsere Stärke liegt in der Verbindung aus globaler Reichweite und partnerschaftlichem Ansatz. Wir schaffen ein Umfeld für erfolgreiche Kooperationen, in dem Innovationen entstehen können“, sagt Christian Ulrich. Der neue Auftritt bildet dabei die solide Grundlage für eine konsistente, transparente und zukunftsorientierte Kommunikation. Spielwarenmesse eG


ROFU Kinderland schließt Investorenvereinbarung mit handelserfahrenem Investor ab

23.04.2026 | Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH erreicht einen wichtigen Meilenstein im Eigenverwaltungsverfahren nur drei Monate nach dem Insolvenzantrag und der Eröffnung des Eigenverwaltungsverfahrens am 1. April 2026. Das Unternehmen hat eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH abgeschlossen. Gesellschafter ist die TOP Locc GmbH. Achim Weniger als geschäftsführender Gesellschafter verfügt über jahrzehntelange, umfangreiche Branchenerfahrung und ein hervorragendes Netzwerk. Zusammen mit einer Investorengruppe werden die Voraussetzungen geschaffen, um ROFU finanziell zukunftsfähig und wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen. 

 

ROFU Kinderland befindet sich seit dem 19. Januar 2026 in einem Eigenverwaltungsverfahren, das auf den langfristigen Erhalt des Unternehmens abzielt. Dabei bleibt das Management im Amt und wird von Sanierungsspezialisten unterstützt. Marcus Katholing von der PLUTA Management GmbH ist als Sanierungsgeschäftsführer tätig und setzte zuletzt wichtige Restrukturierungsmaßnahmen um. Im Sanierungsteam arbeitet zudem Daniela Jeske. Rechtsanwalt Stefan Warmuth von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH begleitet die insolvenzrechtliche Beratung. Das Amtsgericht Idar-Oberstein bestellte Rechtsanwältin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen zur Sachwalterin, die das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleitet.

 

Insolvenzplanlösung in Arbeit

Die Verantwortlichen haben den Kaufvertrag bereits unterzeichnet. Die Investorenlösung wird im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt. Das bedeutet: ROFU Kinderland wird gemeinsam mit dem PLUTA Team in den nächsten Wochen einen Insolvenzplan erstellen und strebt damit einen Vergleich mit den Gläubigern an. Mit Annahme des Insolvenzplans durch die Gläubigerversammlung können die Investoren den Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte übernehmen. Dazu wird ein sogenannter Erörterungs- und Abstimmungstermin einberufen, der im Sommer stattfinden soll. Wenn die Gläubiger der Insolvenzplanlösung mehrheitlich zustimmen, kann die Transaktion vollzogen werden und das Verfahren wird anschließend aufgehoben. Geplant ist, dass ROFU Kinderland ab August 2026 wieder eigenständig handeln kann und das Insolvenzverfahren hinter sich lässt.

 

Die Investorenvereinbarung sieht vor, dass 77 Filialen von ROFU Kinderland fortgeführt werden. Dort sind 1.035 Mitarbeiter tätig, die vom Investor übernommen werden. 27 Standorte sind nicht Teil des Erwerberkonzepts. Diese Filialen werden voraussichtlich bis zum Juli einen Räumungsverkauf durchführen, und anschließend werden die Filialen an die Vermieter zurückgegeben. Rund 330 Mitarbeitern (mehr als drei Viertel davon sind Teilzeitkräfte und Aushilfen) in den betroffenen Filialen muss leider gekündigt werden. Auch in der Zentrale am Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach wird es im Rahmen des Erwerberkonzepts einen Personalabbau geben. Insgesamt werden dort über 80 der rund 360 Mitarbeiter übernommen. Das Außenlager in Rammstein mit rund 60 Mitarbeitern wird geschlossen, da hierfür kein Bedarf besteht. Durch die Investorenlösung bleiben also rund 1.120 Arbeitsplätze erhalten. 

 

„Die Investorenvereinbarung im Rahmen eines Insolvenzplans bietet die Chance, das Unternehmen ROFU zu erhalten. Auch für die Gläubiger erreichen wir damit die bestmögliche Lösung. Der Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar“, erklärt ROFU-Geschäftsführer und PLUTA Sanierungsexperte Marcus Katholing. Eine langfristige Fortführung des Unternehmens ist nur durch diese Lösung möglich, ansonsten hätte die Einstellung des gesamten Betriebs beschlossen werden müssen. Mit der künftig verschlankten Aufstellung werden die Strukturen an die Marktgegebenheiten angepasst.

 

Sachwalterin Annemarie Dhonau sagt: „Der M&A-Prozess ist trotz enger Zeitschiene und einem schwierigen konjunkturellen Umfeld erfolgreich verlaufen. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten verlief in den vergangenen Monaten sehr gut.“

 

Erfahrener Investor mit Branchenexpertise

Achim Weniger von der der Kids & School Holding GmbH sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Konzept überzeugen konnten. Wir sehen großes Potenzial, das Unternehmen ROFU weiterzuentwickeln und als wichtigen stationären Marktpartner in der Spielwarenbranche dauerhaft zu positionieren. Mit gezielten Maßnahmen und dem vorgestellten Restrukturierungsplan wollen wir ROFU wieder profitabel machen und in eine positive Zukunft führen. Der Fokus liegt auf effizienten Prozessen und strategischen Partnerschaften, um die Filialen wirtschaftlich zu betreiben. Das traditionsreiche Familienunternehmen mit einem großen Filialnetz bietet tolle Sortimente für Kinder und Familien, umfassende Services und Beratung vor Ort.“ 

 

Der Geschäftsbetrieb in den über 100 Filialen von ROFU Kinderland lief in den vergangenen Monaten vollumfänglich weiter. Zudem verbesserte das Unternehmen die Prozesse und arbeitete daran, die Bestands- und Flächensteuerung effizienter zu gestalten und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten zu intensivieren. Auch im eröffneten Verfahren läuft der Geschäftsbetrieb weiter. Die Gehälter der Mitarbeiter werden aus den laufenden Einnahmen bezahlt und alle Fachmärkte bleiben mit ihrem attraktiven Sortiment zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Auch im Online-Shop können die Kunden wie gewohnt ihre Bestellungen aufgeben. 

 

Der ROFU-Geschäftsführer Michael Fuchs wird dem Unternehmen in den kommenden Wochen noch zur Verfügung stehen und nach der geplanten Übertragung an die Investoren verlassen. Geschäftsführer Michael Edl ist bereits Anfang April aus der Geschäftsführung ausgeschieden. | relatio

 

Anmerkung und Einordnung der Redaktion:

Es lohnt sich den Text sehr genau zu lesen, da zwischen den Zahlen der übernommenen Mitarbeitenden und denen, welche das Unternehmen verlassen müssen, munter hin und her gesprungen wird. Ein Schelm, der glaubt, dass hier die "die wahre Dimension" zumindest vernebelt werden soll. Es ist auch vollkommen unnötig, denn jedem ist doch klar, dass in einem solchen Prozess Leute gehen müssen. Das gilt übrigens auch für die Gegenüberstellung des "Anfangs- und des Endbestands" aller Mitarbeitenden. Fakt ist: Rechnet man die Zahlen aus der Meldung zusammen, so müssen 650 Mitarbeitende gehen. Wir hätten uns offenere Karten und eine klarere Kommunikation gewünscht, denn das schafft Vertrauen.


Bertelsmann begrüßt EU-Freigabe für Erwerb von Sky Deutschland durch RTL Group - Vollzug zum 1. Juni 2026 erwartet

23.04.2026 | Bertelsmann begrüßt die Genehmigung der Europäischen Kommission für den Erwerb von Sky Deutschland durch die RTL Group. Der Vollzug des Erwerbs wird für den 1. Juni 2026 erwartet.

 

Mit dem Zusammengehen von RTL Deutschland und Sky Deutschland stärkt Bertelsmann seine Position als eines der führenden Medienunternehmen in Europa und baut RTL Deutschland weiter zu einem National Media Champion für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz aus. Gemeinsam werden RTL+ sowie die Streaming-Angebote von Sky und Wow künftig mehr als 12 Millionen zahlende Abonnent:innen haben.

 

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, sagt: "Die Freigabe durch die Europäische Kommission ist ein Meilenstein für Bertelsmann sowie ein wichtiges Signal für die gesamte europäische Medienindustrie. Mit dem Zusammengehen von RTL Deutschland und Sky Deutschland schaffen wir einen schlagkräftigen Verbund, der im Wettbewerb mit den internationalen Streamern bestehen kann."

 

Stephan Schmitter, CEO von RTL Deutschland, wird das kombinierte Unternehmen nach Abschluss der Transaktion führen. RTL Deutschland bleibt mit Hauptsitz in Köln ansässig, Sky Deutschland in München.

 

Die Bertelsmann-Tochter RTL Group hatte den Abschluss einer verbindlichen Vereinbarung zum Erwerb von Sky Deutschland (DACH) am 27. Juni 2025 bekanntgegeben. Mit der heutigen Entscheidung der Europäischen Kommission sind nun alle wesentlichen regulatorischen Voraussetzungen erfüllt, um die Transaktion zum 1. Juni 2026 abzuschließen.

 

Über Bertelsmann: Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen mit mehr als 75.000 Mitarbeitenden, das in gut 50 Ländern der Welt aktiv ist. Zum Konzernverbund gehören das Entertainment-Unternehmen RTL Group, die Buchverlagsgruppe Penguin Random House, das Musikunternehmen BMG, der Dienstleister Arvato Group, Bertelsmann Marketing Services, die Bertelsmann Education Group sowie Bertelsmann Investments. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 19 Mrd. Euro. | Bertelsmann


7 von 10 Unternehmen haben Frauenförderung organisatorisch verankert

23.04.2026 | Wie sieht eigentlich der Alltag einer Informatikerin, IT-Beraterin oder Cloud-Engineerin aus? Am bundesweiten ‚Girls Day‘ haben Mädchen und junge Frauen die Möglichkeit, genau das herauszufinden. Der Aktionstag findet jährlich statt, um ihnen technische und naturwissenschaftliche Berufe näherzubringen. Der Anteil von Frauen in IT- und Digitalberufen ist weiterhin zu niedrig, weshalb viele Unternehmen Frauenförderung organisatorisch verankert haben. Rund drei Viertel der deutschen Unternehmen (72 Prozent) haben eine für die Förderung von Frauen und die Erhöhung des Frauenanteils verantwortliche Stelle oder Person benannt. Das zeigt eine repräsentative Befragung von mehr als 600 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Der ‚Girls Day‘ kann erste Begeisterung für IT und digitale Berufe wecken“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung und im Steuerungskreis der Initiative #SheTransformsIT. „Damit aus erstem Interesse eine berufliche Karriere wird, braucht es innerhalb der Unternehmen Strukturen, die Einstieg und Entwicklung von Frauen aktiv fördern.“

 

In knapp der Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) sind die Geschäftsführung oder der Vorstand verantwortlich für Themen zur Förderung von Frauen oder die Erhöhung des Frauenanteils. In 29 Prozent der Unternehmen liegen diese Themen im Personal- oder HR-Bereich, in 20 Prozent ist die mittlere Führungsebene zuständig. Viele Unternehmen setzen auch auf spezialisierte Stellen. In mehr als einem Viertel der Unternehmen (26 Prozent) sind Gleichstellungsbeauftragte verantwortlich für Frauenförderung, in 12 Prozent sind es Diversity-Beauftragte. „Dass viele Unternehmen Gleichstellung inzwischen personell verankert haben, ist ein erster Schritt“, so Dehmel. „Der Frauenanteil in IT und Digitalisierung bleibt jedoch weiterhin zu niedrig. Es braucht deshalb nicht nur definierte Zuständigkeiten, sondern auch konkrete Ziele, sichtbare Role Models sowie Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Unterstützungsangebote, die den Einstieg, Quereinstieg und Karrierewege von Frauen fördern.“ | bitkom


tonies ernennt Mark McColgan zum General Manager, North America und läutet nächste Wachstumsphase im größten Markt des Unternehmens ein

22.04.2026 | tonies SE („tonies") hat die Ernennung von Mark McColgan zum General Manager, North America bekannt gegeben. McColgan übernimmt die Leitung von tonies’ größtem Markt ab sofort und wird daran arbeiten, das starke Wachstum des Unternehmens durch einen Ausbau der Präsenz im Einzelhandel, neue Partnerschaften und eine tiefere Kundenbindung weiter voranzutreiben. Er berichtet an Christoph Frehsee, der seit 2020 das Nordamerikageschäft von tonies von Grund auf aufgebaut hat und im Juli 2025 die Rolle des Chief Revenue Officer im Vorstand von tonies übernommen hat. In seiner neuen Funktion verantwortet Frehsee die globale Sales-Strategie von tonies und treibt das Wachstum sowie die internationale Expansion in allen Märkten voran.

 

Christoph Frehsee, CRO von tonies, kommentiert: „Mark ist eine dynamische Führungskraft und weiß genau, wie man Begeisterung für starke Marken erzeugt. Seine Expertise und seine tiefe Marktkenntnis werden beim weiteren Ausbau unserer Präsenz in Nordamerika entscheidend dazu beitragen, an das Momentum anzuknüpfen, das die USA und Kanada zum zentralen Treiber von tonies globalem Wachstum gemacht hat. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Mark bestehende und neue Partnerschaften in Nordamerika auszubauen und das volle Potenzial unseres wichtigsten Wachstumsmarkts auszuschöpfen.”

 

McColgan verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Führungserfahrung in der Spielzeug- und Konsumgüterbranche. Zuletzt war er als Senior Vice President und General Manager von Mattel USA tätig, wo er Strategie, Vertrieb und kommerzielles Wachstum verantwortete. Seine Karriere in der Branche begann er als Filialleiter und Einkäufer. Seither hat er führende Konsumgütermarken skaliert und profitables Wachstum in wettbewerbsintensiven Märkten in den USA und Großbritannien erzielt. Mit seiner weitreichenden Erfahrung im amerikanischen Markt und seiner internationalen Perspektive trug McColgan unter anderem zum Erfolg von Marken wie Hot Wheels, Barbie und Fisher-Price(jeweils Mattel), Cars (Disney) sowie Wicked (Universal) bei.

 

Mark McColgan, General Manager von tonies North America, fügt hinzu: „Mit seinem einzigartigen Audio-first-Ansatz hat tonies eine eigene Kategorie geschaffen, sie skaliert und kontinuierlich neu definiert. tonies schafft Momente, die wirklich bedeutsam sind, und hat damit das Vertrauen und die Begeisterung von Familien auf der ganzen Welt gewonnen. Genau das hat mich bewogen, Teil dieses Teams zu werden. Die Toniebox gibt Kindern die Freiheit, selbständig und kreativ zu spielen und Eltern die Gewissheit, dass dieser Raum sicher ist und die Entwicklung ihrer Kinder fördert. Aufbauend auf diesem Momentum bietet Nordamerika noch enormes, ungenutztes Potenzial. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem Team das einzigartige tonies-Erlebnis noch mehr Familien in der ganzen Region zugänglich zu machen.”

 

Tobias Wann, CEO von tonies, kommentiert: „Nordamerika ist ein zentraler Baustein unserer globalen Wachstumsstrategie. Wir haben dort große Ambitionen und freuen uns sehr, mit Mark die ideale Person für die nächste Wachstumsphase in diesem wichtigen Markt gewonnen zu haben. Mit seiner Ernennung und Christoph Frehsees vollständigem Übergang in die globale CRO-Rolle stärken wir unsere Führungsstruktur, um unserem Ziel näherzukommen, eine wirklich globale Ikone zu werden – eine Marke, der Familien auf der ganzen Welt vertrauen, mit einem Ökosystem, das mit den Kindern mitwächst." | tonies


Anteil leicht gestiegen: 25 % der Erwerbstätigen arbeiteten 2025 im Homeoffice

22.04.2026 | Aktuell gilt vermehrtes Arbeiten im Homeoffice angesichts der weltweiten Ölknappheit und der gestiegenen Kraftstoffpreise auch als Möglichkeit zum Spritsparen. Im Jahr 2025 waren 25 % aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit war der Anteil etwas höher als im Jahr 2024 mit 24 % und im Jahr 2023 mit 23 %. Im letzten Jahr hat der Anteil der Erwerbstätigen mit Homeoffice-Anteil somit wieder das Niveau des Corona-Jahrs 2021 erreicht. Wie stark sich das Arbeiten von zuhause aus inzwischen etabliert hat, zeigt der Vergleich mit dem Vor-Corona-Niveau: 2019 hatten lediglich 13 % der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice gearbeitet.

 

Homeoffice wird an weniger Tagen genutzt als in den Pandemie-Jahren

Homeoffice wird inzwischen jedoch weniger umfänglich genutzt als zu Pandemiezeiten. So arbeitete im Jahr 2025 wie im Vorjahr knapp ein Viertel (24 %) der Homeoffice-Nutzenden ausschließlich von zu Hause aus. 46 % der Erwerbstätigen, die Homeoffice nutzten, arbeiteten weniger als die Hälfte ihrer Arbeitstage zu Hause – wie auch schon im Jahr 2024. Im von der Pandemie stark geprägten Jahr 2021 waren die Anteile noch deutlicher in Richtung Homeoffice-Nutzung verschoben: Damals waren 40 % der Nutzenden vollständig im Homeoffice, 31 % arbeiteten seltener im Homeoffice als am Arbeitsplatz.

 

Erwerbstätige in größeren Unternehmen arbeiten häufiger von zu Hause aus

Wie häufig Erwerbstätige Homeoffice nutzen, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, etwa von der Größe des Unternehmens oder dem Alter der Beschäftigten. So steigt der Homeoffice-Anteil mit der Größe des Unternehmens: Arbeiteten in kleinen Unternehmen (bis 49 tätige Personen im Betrieb) 19 % der Erwerbstätigen von zu Hause aus, so waren es in mittleren Unternehmen (50 bis 249 Personen) 23 %. In großen Unternehmen mit mindestens 250 tätigen Personen war der Homeoffice-Anteil mit 35 % am höchsten.

 

35- bis 44-Jährige am häufigsten im Homeoffice, 15- bis 24-Jährige am seltensten

Den höchsten Homeoffice-Anteil unter den Erwerbstätigen, die zumindest gelegentlich von zuhause arbeiteten, hatten 2025 die 35- bis 44-Jährigen mit 30 %, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit 28 %. Am seltensten nutzten Homeoffice die 15- bis 24-jährigen (10 %) und 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen (22 %). Unterschiedliche private und berufsbedingte Faktoren können hier eine Rolle spielen. Beispielsweise kann bei jüngeren Erwerbstätigen die Berufsausbildung die Möglichkeiten für Homeoffice einschränken. In den mittleren Altersjahren kann die Notwendigkeit, private Verpflichtungen mit dem Beruf zu vereinbaren, zu einer stärkeren Nutzung des Homeoffice führen.

 

In der IT-Branche ist Homeoffice besonders verbreitet

Wie häufig Homeoffice genutzt wird, hängt stark von der jeweiligen Branche ab. Am höchsten war der Anteil 2025 in den Bereichen IT-Dienstleistungen und Verwaltung und Führung von Unternehmen sowie in der Unternehmensberatung: Dort arbeiteten jeweils knapp drei Viertel (74 %) der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Im Bereich Informationsdienstleistungen nahmen gut zwei Drittel (68 %) Homeoffice in Anspruch, wie auch bei Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen (68 %). In der Gastronomie konnten mit 6 % die wenigsten Erwerbstätigen ihre Arbeit auch zu Hause ausüben. Auch eine Tätigkeit in der Gebäudebetreuung oder im Garten- und Landschaftsbau (7 %), im Kfz-Handel sowie der Kfz-Reparatur oder im Einzelhandel (jeweils 10 %) wurde nur selten im Homeoffice ausgeübt.

 

EU-Vergleich: Homeoffice-Anteil in Niederlanden mit 52 % am höchsten

Der Homeoffice-Anteil in Deutschland lag im Jahr 2025 leicht über dem Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Laut EU-Statistikbehörde Eurostat arbeiteten EU-weit durchschnittlich 23 % aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In den Niederlanden (52 %), in Schweden (45 %) und in Luxemburg (43 %) war der Homeoffice-Anteil EU-weit am höchsten. In Rumänien und Bulgarien (jeweils 4 %) und Griechenland (7 %) arbeiteten anteilig die wenigsten Berufstätigen von zu Hause aus. 

| Statistisches Bundesamt


Wo gibt es in Deutschland die meisten Insolvenzen?

15.04.2026 | Die relative Häufigkeit von Insolvenzen von Unternehmen unterscheidet sich zwischen den Bundesländern mitunter deutlich. Besonders hohe Werte je 100.000 Einwohner verzeichnen Stadtstaaten und wirtschaftsstarke Ballungsräume, allen voran Berlin mit rund 47,7 Fällen. Dahinter folgen unter anderem Hamburg und Hessen, während süddeutsche Flächenländer wie Bayern und Baden-Württemberg niedrigere Werte aufweisen. Besonders hohe Insolvenzraten je 100.000 Einwohner weisen Stadtstaaten und wirtschaftsstarke Ballungsräume auf, allen voran Berlin mit rund 47,7 Fällen. Dahinter folgen unter anderem Hamburg und Hessen. Das zeigt die Infografik mit Daten des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

 

Auffällig ist zudem, dass die ostdeutschen Flächenländer im Vergleich die niedrigsten Insolvenzraten aufweisen. Dies dürfte unter anderem mit der Wirtschaftsstruktur zusammenhängen: Der Anteil großer Industrieunternehmen ist geringer und die Unternehmenslandschaft ist insgesamt kleinteiliger. Zudem ist die absolute Zahl an Unternehmen je Einwohner niedriger, was sich ebenfalls in geringeren Insolvenzraten niederschlägt.

 

Die steigenden Insolvenzen sind vor dem Hintergrund einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zu sehen. Die Konjunktur stagniert weitgehend, während Unternehmen gleichzeitig mit hohen Energie- und Finanzierungskosten sowie einer gedämpften Nachfrage konfrontiert sind. In diesem Umfeld geraten insbesondere finanziell weniger robuste Betriebe unter Druck. Der Anstieg der Insolvenzen zeigt sich dabei in vielen Bundesländern gleichzeitig und ist damit kein regionales Einzelphänomen, sondern Ausdruck einer gesamtwirtschaftlichen Schwächephase. | Statista


Insolvenzen von Unternehmen nehmen deutlich zu

15.04.2026 | Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist zuletzt deutlich gestiegen und liegt klar über dem Niveau der Vorjahre sowie dem Durchschnitt der Jahre vor der Pandemie. Im März 2026 wurden rund 1.700 Insolvenzen verzeichnet, nach etwa 1.450 im Vorjahresmonat. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort. Das zeigt die Infografik mit Daten des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

 

Auffällig ist, dass der Anstieg vor allem durch eine größere Zahl kleinerer Unternehmen getrieben wird. Darauf weist der Vergleich mit den Beschäftigtendaten hin: Während die Zahl der Insolvenzen deutlich steigt, nimmt die Zahl der betroffenen Beschäftigten nicht im gleichen Maße zu. Im März 2026 waren in den größten insolventen Unternehmen rund 14.000 Arbeitsplätze betroffen – kein außergewöhnlich hoher Wert. Die Daten deuten damit auf eine veränderte Dynamik hin: Nicht einzelne Großpleiten dominieren das Geschehen, sondern eine breite Zunahme vieler kleinerer Insolvenzen. Dies spricht für strukturelle Belastungen insbesondere im Mittelstand und bei kleineren Betrieben.

 

Im Vergleich zum Vorkrisenniveau (Durchschnitt 2016–2019) liegen die aktuellen Werte ebenfalls deutlich höher. Während damals monatlich teils deutlich unter 1.000 Fälle registriert wurden, bewegen sich die Insolvenzzahlen inzwischen stabil auf einem deutlich erhöhten Niveau. Dies unterstreicht, dass es sich nicht nur um kurzfristige Schwankungen handelt, sondern um eine anhaltende Phase erhöhter Unternehmensinsolvenzen.

 

Die steigenden Insolvenzzahlen sind vor dem Hintergrund einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zu sehen. Die Konjunktur stagniert weitgehend, während Unternehmen gleichzeitig mit hohen Energie- und Finanzierungskosten sowie einer gedämpften Nachfrage konfrontiert sind. In diesem Umfeld geraten insbesondere finanziell weniger robuste Betriebe unter Druck. Die relative Häufigkeit von Insolvenzen von Unternehmen unterscheidet sich zwischen den Bundesländern übrigens deutlich. Besonders hohe Werte je 100.000 Einwohner verzeichnen Stadtstaaten und wirtschaftsstarke Ballungsräume, allen voran Berlin mit rund 47,7 Fällen. | Statista


BREAKING NEWS: Michael Edl als Geschäftsführer abberufen

10.04.2026 | Das Unternehmen hat dazu das folgende Statement veröffentlicht:

 

Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft mbH informiert über eine Veränderung in der Geschäftsführung des Unternehmens. Herr Michael Edl ist nicht mehr als Geschäftsführer tätig, das Dienstverhältnis wurde beendet.

 

Das Unternehmen dankt Herrn Edl für seine Arbeit und sein Engagement in den vergangenen Jahren. Der Übergang wird so organisiert, dass der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen weiterläuft. Für die Mitarbeiter ergeben sich keine Änderungen in den Aufgaben oder Verantwortlichkeiten. ROFU Kinderland wird von den Geschäftsführern Michael Fuchs und Marcus Katholing geleitet. | ROFU Kinderland


RTL Deutschland wächst im ersten Quartal 2026 in TV und Streaming

08.04.2026 | Getrieben von RTL+ und erfolgreichen Programmmarken ist RTL Deutschland mit einer erstklassigen Gesamtperformance ins Jahr 2026 gestartet. RTL+ erreicht im ersten Quartal ein VOD-Gesamtnutzungsvolumen von 180,07 Millionen Stunden (+ 2,7 Prozentpunkte vs. Vorjahr). In den Zielgruppen 14-29 (56,70 Mio. Stunden, +19,0 PP) und 14-49 (131,99 Mio. Stunden, + 1,6 PP) ist RTL+ die Nr. 2 nach Amazon. Der Streamer kann im AGF-Ranking beim VOD-Nutzungsvolumen in allen relevanten Zielgruppen (3+, 14-59, 14-49, 14-29) zulegen und bleibt erfolgreichster privater TV-Streaminganbieter.

 

Die kumulierte Nettoreichweite (Total Streaming) liegt im ersten Quartal im Schnitt bei 10,50 Millionen Menschen. Am 29. Januar 2026 erzielt RTL+ neue Allzeitrekorde: Die Gesamt-Nettoreichweite liegt bei 2,43 Mio. Menschen, davon 1,82 Mio. in der Zielgruppe 14–59. Auch beim VOD-Nutzungsvolumen werden neue Bestwerte erreicht – mit 3,37 Mio. Stunden gesamt, 2,85 Mio. Stunden bei 14-59 und 2,41 Mio. Stunden bei 14-49.

 

Die Programmmarken der RTL-Gruppe sind im privaten VOD-Ranking des 1. Quartals besonders stark vertreten: In den TOP 10 belegt die RTL-Gruppe fünf Plätze*. Platz 1 geht an das Dschungelcamp „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, gefolgt von „ntv Nachrichten“.

 

Die Top-Streaming-Formate auf RTL+ im ersten Quartal sind nach Census+ „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 40,39 Millionen Views und „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ mit 33,51 Millionen Views.

 

Der Sender RTL ist mit 10,2 Prozent Marktanteil (14-59) im ersten Quartal als einziger Privatsender zweistellig und legt leicht zu (+ 0,1 PP). VOX folgt als Nummer 2 unter den Privatsendern (MA 14-59: 5,5 %, + 0,1 PP; MA 3+: 4,1 %). In Summe beträgt der Abstand von RTL und VOX zum Gesamtwert von ProSieben (MA: 4,8 %) und Sat.1 (MA: 4,9 %) im ersten Quartal 6,0 Prozentpunkte (14-59).

 

NITRO liegt mit 1,9 Prozent Marktanteil in der Kernzielgruppe (14-59) auf dem Niveau des Vorjahresquartals. RTL Up kann bei den 14- bis 59-Jährigen im Vorjahresvergleich zulegen und steigert sich um 0,2 Prozentpunkte auf einen Quartals-Marktanteil von 2,2 Prozent. Beim Gesamtpublikum liegt der Sender mit einem Marktanteil von 2,3 Prozent ebenfalls um 0,2 PP über dem Wert des Vorjahresquartals. VOX Up steigert sich bei den 14- bis 59-Jährigen um 0,3 PP (MA: 1,0 %) und legt beim Gesamtpublikum um 0,1 Prozentpunkte zu (MA: 0,6 %). Die Nachrichtenmarke ntv liegt mit Marktanteilen von 1,4 Prozent (14-59) und 1,3 Prozent (3+) im ersten Quartal auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

 

Der Abstand der Sender von RTL Deutschland auf ProSiebenSat.1 ist im ersten Quartal weiterhin signifikant: In der Kernzielgruppe 14-59 liegt die Kölner Sendergruppe mit einem Marktanteil von 26,8 Prozent 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahr, während die Konkurrenz aus Unterföhring im selben Zeitraum 0,2 Prozentpunkte verliert (MA: 19,6 %). Beim Gesamtpublikum liegt RTL Deutschland mit 21,5 Prozent Marktanteil 0,1 PP über dem Vorjahr (P7S1: 13,9 %). | RTL Deutschland

 

* Auswertung der erfolgreichsten Kalenderwoche pro Marke, vollständige KWs. 

Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.14; TV: 01.01. - 31.03.2026, Streaming: 01.01. - 31.3.2026; Marktstandard: Bewegtbild; TV-Intervall-Daten = nutzungsbezogen;  Streamingintervall = nutzungsbezogen. Programmmarke = nutzungsbezogen; endgültige Daten AGF CENSUS+ 1.5, Auswertungstyp: Streaming Videos, Zensusdaten aus technischer Messung, Angebote unter AGF-Messung, bis 31.03.2026


asmodee erwirbt den Brettspielverlag ATM Gaming, ein Teil des Kaufs erfolgt durch die Ausgabe von Aktien der Klasse B

26.03.2026 | asmodee hat heute eine Vereinbarung zum Erwerb des Brettspielverlags ATM Gaming SAS getroffen, der unter anderem für erfolgreiche Titel wie Pili Pili oder Quick Stop, bekannt ist. Die Akquisition stärkt die globale Positionierung von asmodee im Bereich Social Games – der am schnellsten wachsenden Kategorie im Brettspielmarkt – und soll zum organischen Wachstum des Unternehmens beitragen sowie zur weiteren Steigerung der Profitabilität beitragen. Der Kaufpreis auf chash-free und debt-free Basis beträgt EUR 180 Millionen und wird durch zum Teil durch die Ausgabe von Aktien der Klasse B beglichen. Zusätzlich kann eine erfolgsabhängige Earn-out-Zahlung von bis zu EUR 70 Millionen in Form von neu ausgegebenen Aktien der Klasse B erfolgen. Für das Geschäftsjahr 2026/27 wird erwartet, dass ATM Gaming mindestens EUR 50 Millionen Umsatz und EUR 25 Millionen EBITDA (vor Synergien) beisteuert.

asmodee wird heute, am 26. März 2026 um 8:30 Uhr MEZ, eine Webcast-Präsentation für Investoren, Analysten und Medien abhalten. Weitere Informationen finden Sie weiter unten in dieser Pressemitteilung unter „Webcast und Telefonkonferenz“.

 

Strategische Begründung

  • ATM Gaming ist ein führender Anbieter im Bereich Social Games, der am schnellsten wachsenden Kategorie im Brettspielmarkt.
  • asmodee bietet die ideale Plattform, um das volle Potenzial von ATM Gaming zu entfalten, während asmodee gleichzeitig von dessen IPs und digital getriebenem Go-to-Market-Know-how profitiert.
  • Die Akquisition stärkt die globale Position von asmodee im Bereich Social Games und soll das organische Wachstum unterstützen sowie zur weiteren Steigerung der Profitabilität beitragen.
  • Für das Geschäftsjahr 2026/27 wird erwartet, dass ATM Gaming mindestens EUR 50 Millionen Umsatz und EUR 25 Millionen EBITDA (vor Synergien) beisteuert.
  • Die Earn-out-Anreize für ATM Gaming sind an das Erreichen eines durchschnittlichen jährlichen EBITDA von EUR 30-50 Millionen über die nächsten fünf Jahre geknüpft.

Zusammenfassung der Transaktion

  • Der Kaufpreis auf cahs-free und debt-free Basis beträgt EUR 180 Millionen. Davon werden EUR 120 Millionen ausgezahlt, zusammen mit EUR 30 Millionen in neu ausgegebenen asmodee-Aktien der Klasse B beim Vollzug sowie EUR 30 Millionen als aufgeschobene Zahlung, die im Juni 2027 erfolgt.
  • Zusätzlich kann eine erfolgsabhängige Earn-out-Zahlung von bis zu EUR 70 Millionen in neu ausgegebenen Aktien der Klasse B erfolgen.
  • Die Zahlung soll aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden.
  • Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende April 2026 erwartet.

 „Ich freue mich sehr, dass ATM Gaming zu asmodee stößt und ihr bewährtes Go-to-Market-Know-how sowie erfolgreiche Titel wie Pili Pili oder Quick Stop in unser Portfolio einbringt! Wir teilen mit dem Team von ATM Gaming dieselbe Vision und dieselben Werte: unternehmerisches Denken, globale Ambitionen und die Leidenschaft, gemeinsame Spielerlebnisse zu schaffen, die Menschen zusammenbringen. Dies erklärt auch, warum wir bereits seit mehreren Jahren erfolgreich in ausgewählten Märkten zusammenarbeiten. Diese Akquisition stärkt unsere Position im schnell wachsenden Segment der Social Games weiter, wobei die wachsenden Marken von ATM Gaming in Europa unsere globalen Hits wie Exploding Kittens® und Dobble®/Spot it® ergänzen. Ich freue mich darauf, das talentierte Team von ATM Gaming willkommen zu heißen und gemeinsam ein neues Kapitel zu beginnen“, sagt Thomas Kœgler, CEO von asmodee.

 

„Wir freuen uns sehr, Teil von asmodee zu werden – einem langjährigen und vertrauensvollen Partner“, sagen die Gründer von ATM Gaming, Ben, JB, Antoine und Felix. „Durch die Kombination unserer kreativen Social Games und unserer Expertise im digitalen Marketing mit der führenden Position von asmodee im Brettspiel-Markt schaffen wir gemeinsam eine globale Führung im Bereich Social Games. Wir freuen uns darauf, zum Wachstum von asmodee beizutragen und ATM Spiele weltweit in noch mehr Haushalte zu bringen.“

 

„Diese Akquisition wird voraussichtlich über Jahre hinweg zum organischen Wachstum von asmodee beitragen und gleichzeitig unseren Fortschritt in Richtung unseres mittelfristigen Ziels einer bereinigten EBITDA-Marge von über 18 % unterstützen“, sagt Andrea Gasparini, CFO von asmodee. „In den letzten fünf Jahren hat ATM Gaming sowohl Umsatz als auch EBITDA gesteigert und zeigt ihre Fähigkeit, in einem hart umkämpften Markt Marktanteile auszubauen. Wir erwarten, dass die Akquisition Synergien schafft, insbesondere durch die Kombination des ATM-Gaming-Portfolios, eines innovativen Go-to-Market-Ansatzes und unserer globalen Distribution.“ | asmodee


Weiterbildung zu Digitalthemen: Fast überall, aber selten für alle

19.03.2026 | Die meisten Unternehmen bieten für ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Weiterbildungen zu Digitalthemen an – aber nur die wenigsten schulen wirklich alle Beschäftigten. 14 Prozent bilden alle oder zumindest fast alle Beschäftigten weiter, um digitale Kompetenzen zu vermitteln, zwei Drittel (66 Prozent) immerhin vereinzelt in der Belegschaft. Weitere 13 Prozent planen oder diskutieren aktuell über solche Weiterbildungen. Nur für 5 Prozent ist das kein Thema, 2 Prozent wollen oder können dazu keine Angaben machen. Zugleich gibt es nur in jedem zweiten Unternehmen (51 Prozent) eine Strategie für die Weiterbildung zu Digitalthemen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Digitale Technologien spielen in allen Branchen und fast allen Berufen eine wichtige Rolle. Die umfassende Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz, ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.  

 

4 von 10 Unternehmen (40 Prozent) geben an, dass die Beschäftigten keine Lust auf Weiterbildungen zu Digitalthemen haben, ebenso vielen fehlt die Zeit, Beschäftigte weiterzubilden (40 Prozent) und 28 Prozent sagen, es mangelt dafür an Geld. In 4 von 10 Unternehmen (40 Prozent) fehlt es Beschäftigten aber auch an ausreichenden digitalen Grundkenntnissen, 39 Prozent beklagen, dass die meisten Weiterbildungen zu Digitalthemen nicht die erwarteten Ergebnisse liefern. „Weiterbildung und Vermittlung von Digitalkompetenzen ist keine Kür, sie ist eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation in den Unternehmen“, so Wintergerst. | bitkom


Paare im Homeoffice bekommen mehr Kinder

18.03.2026 | In Haushalten mit mindestens einem Tag Homeoffice in der Woche liegt die Geburtenrate im Durchschnitt um 14 Prozent höher als in Haushalten ohne Homeoffice. Das würde bedeuten, dass eine von drei Frauen über den Lebensverlauf ein Kind mehr bekommt als Vergleichsgruppen ohne Homeoffice. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifo Instituts und der Universität Stanford für 38 Länder. „Wenn beide Partner im Homeoffice arbeiten, ist der Effekt am größten. Das umfasst sowohl die Zahl der bereits Geborenen als auch die der geplanten Kinder“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls.

 

Besonders stark ist der Homeoffice-Effekt in den USA: Wenn beide Partner mindestens einen Tag pro Woche im Homeoffice arbeiten, sind die Geburten pro Frau um 18 Prozent höher im Vergleich zu Paaren ohne Homeoffice. „Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass ein breiterer Zugang zu Homeoffice die Zahl der Kinder erhöht – vermutlich, weil dadurch der zeitliche und organisatorische Aufwand sinkt, der nötig ist, um Beruf und Familie zu vereinbaren“, sagt Dolls.

 

„Mehr Flexibilität durch Homeoffice könnte dazu beitragen, dass Menschen ihre gewünschte Familiengröße eher verwirklichen können. Eine Anhebung der Homeoffice-Quote auf das US-amerikanische Niveau könnte für 13.500 zusätzliche Geburten pro Jahr in Deutschland sorgen“, sagt Dolls. „Mehr Homeoffice allein kann das demografische Problem zwar nicht lösen. Es kann aber ein Baustein sein, um den Trend sinkender Geburtenraten etwas abzumildern.“

 

Grundlage der Studie sind Umfragedaten für 38 Länder des Global Survey of Working Arrangements. Die Analyse konzentriert sich auf Befragte im Alter von 20 bis 45 Jahren. Die Forscher erfassen dabei den Zusammenhang zwischen Homeoffice-Quoten einerseits und der tatsächlichen Geburtenziffer zwischen 2023 und 2025, den geplanten zukünftigen Kindern sowie der Geburtenrate über den gesamten Lebensverlauf andererseits. | ifo Institut


Nahost-Krieg wird Wachstum bremsen

12.03.2026 | Das ifo Institut hat seine Wachstumsprognose angesichts des Nahostkriegs nach unten korrigiert. Ein kurzfristiger Energiepreisanstieg würde das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr gegenüber Vorkriegs-Schätzungen um rund 0,2 Prozentpunkte verlangsamen, so dass das Institut mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im nächsten Jahr rechnet. „Wir gehen derzeit von einem Anstieg der Inflationsrate auf knapp 2,5 Prozent aus, wenn die Öl- und Gaspreise innerhalb der nächsten Wochen wieder sinken. Sollten die Preise für fossile Energie allerdings für einen längeren Zeitraum stark erhöht auf dem heutigen Niveau bleiben, könnte die Inflation in der Spitze bis auf knapp 3 Prozent steigen. Dies würde das Wachstum um weitere 0,2 Prozentpunkte auf nur noch 0,6 Prozent in diesem Jahr und um 0,4 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent im kommenden Jahr bremsen“, sagt ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

 

Die deutsche Wirtschaft hatte laut ifo Institut Ende 2025 einen Erholungskurs eingeschlagen. Darauf deute nicht nur der kräftige Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts und die Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Kapazitätsauslastung hin, sondern auch die spürbar verbesserte Auftragslage im Baugewerbe und in der Industrie. „Ungeachtet des Energiepreisschocks dürfte sich die Erholung in Deutschland im weiteren Verlauf dieses Jahres fortsetzen, insbesondere weil staatliche Mehrausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung ausgeweitet und zunehmend nachfragewirksam werden“, so Wollmershäuser.

 

Die Erholung sei für Deutschland jedoch untypisch, sagen die ifo Konjunkturexperten. Denn sie sei nicht durch das Exportgeschäft getragen. Im Gegenteil seien die Warenausfuhren weiter gesunken, obwohl die Wirtschaftsleistung auf den deutschen Absatzmärkten erneut zugenommen hat. Die Erholung wurde vielmehr durch inländische Impulse eingeleitet, die im Zusammenhang mit der zunehmend expansiven Ausrichtung der Fiskalpolitik stehen. So legten im vierten Quartal 2025 vor allem die staatlichen Ausrüstungsinvestitionen sowie die öffentlichen Konsumausgaben kräftig zu.

 

Am Arbeitsmarkt kommt die konjunkturelle Erholung mit etwas Verzögerung an. In allen Szenarien liegt die Arbeitslosenquote 2027 niedriger als 2026. „Wann hier die Trendwende kommt, hängt wiederum von der Länge der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost und den damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten ab“, sagt Wollmershäuser. Auch die Zahl der Erwerbstätigen werde in diesem Jahr noch einmal sinken und erst im kommenden Jahr im Zuge der Erholung zunehmen. | ifo Institut


Digitalisierung der Wirtschaft: Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich mit KI

11.03.2026 | Künstliche Intelligenz entwickelt sich zum wichtigsten Treiber der Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft. Inzwischen nutzen 41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten KI, weitere 48 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Vor einem Jahr hatten erst 17 Prozent KI im Einsatz, 40 Prozent waren in der Diskussionsphase. Für drei Viertel (77 Prozent) der Unternehmen, die derzeit KI einsetzen, hat sich dadurch ihre Wettbewerbsposition verbessert. 52 Prozent berichten von einem messbaren Beitrag von KI für ihren Unternehmenserfolg und zwei Drittel (66 Prozent) wollen den KI-Einsatz weiter ausbauen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.  „Künstliche Intelligenz ist weltweit der entscheidende Treiber für mehr Produktivität und Effizienz. Die deutsche Wirtschaft macht beim KI-Einsatz Tempo“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Bei KI geht es nicht nur darum, wer das beste Sprachmodell baut, es geht um den Einsatz überall dort, wo Deutschlands Wirtschaft stark ist, etwa in der Industrie, in der Pharmazie oder in der Medizintechnik.“

 

Die breite Mehrheit der Unternehmen zieht aktuell ein positives Fazit ihrer bisherigen Digitalisierungs-Bemühungen. 77 Prozent sagen, die Digitalisierung habe ihnen eher Vorteile gebracht, 16 Prozent sogar große Vorteile. Zugleich sehen nur 10 Prozent die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung weltweit in der Spitzengruppe, umgekehrt verorten 16 Prozent sie unter den Nachzüglern und 7 Prozent halten sie sogar für abgeschlagen. Für die große Mehrheit (63 Prozent) liegt Deutschland hingegen im Mittelfeld. Für drei Viertel der Unternehmen (78 Prozent) ist die derzeitige Krise der deutschen Wirtschaft auch eine Krise zögerlicher Digitalisierung.

 

Trotz der weit überwiegend positiven Einschätzung von Digitalisierungseffekten: Aktuell hat rund die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (51 Prozent) Probleme, die Digitalisierung zu bewältigen. 13 Prozent sehen durch die Digitalisierung sogar die Existenz ihres Unternehmens in Gefahr, vor einem Jahr lag der Anteil nur bei 7 Prozent, 2024 bei 4 Prozent. Zwei Drittel (65 Prozent) stellen fest, dass ihnen Wettbewerber aus der eigenen Branche, die frühzeitig auf Digitalisierung gesetzt haben, nun voraus sind. Jedes fünfte (20 Prozent) sieht seine Marktstellung durch aufstrebende Startups gefährdet. „Bei der Digitalisierung ist Deutschland gespalten: Wir haben Unternehmen, die auch im internationalen Vergleich ganz vorne mit dabei sind, und solche, die Gefahr laufen abgehängt zu werden“, sagt Wintergerst. „Unser gemeinsames Ziel muss sein, alle mitzunehmen, insbesondere auch die breite Basis der kleineren und mittelständischen Unternehmen.“

 

Unternehmen entdecken ihren Datenschatz

Für die Unternehmen geht es um mehr als einzelne Verbesserungen und Effizienzgewinne. So geben 42 Prozent an, dass sich ihr Geschäftsmodell durch die Digitalisierung verändert. Insbesondere der Nutzung vorhandener Daten kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Ein Drittel (32 Prozent) nutzt das Potenzial dieser Daten bereits, 5 Prozent schöpfen es nach eigenen Angaben sogar vollständig aus. Umgekehrt verwenden 6 von 10 (61 Prozent) ihre Daten bisher kaum oder gar nicht: 48 Prozent sagen, sie nutzen das Potenzial eher wenig aus, 13 Prozent nutzen es überhaupt nicht. Allerdings ergreifen 3 von 10 Unternehmen (29 Prozent), die aktuell ihr Datenpotenzial nicht ausschöpfen, Maßnahmen, um das zu ändern. Weitere 43 Prozent planen dies oder diskutieren darüber. „Viele deutsche Unternehmen sitzen auf einem Datenschatz, den sie noch nicht gehoben haben – und von dem sie zu oft noch gar nichts wissen“, so Wintergerst. „Diese Daten können die Basis eines echten Digitalisierungsschubs sein, sei es beim Einsatz Künstlicher Intelligenz oder der Entwicklung neuer Geschäftsfelder.“

 

Digital-Innovationen fallen leichter

Insgesamt kommt die deutsche Wirtschaft bei der Entwicklung von Digital-Innovationen voran, wenngleich langsam. So fällt rund jedem vierten Unternehmen (23 Prozent) die Entwicklung neuer digitaler Produkte oder Dienstleistungen leicht, vor einem Jahr lag der Anteil bei nur 16 Prozent. Umgekehrt sagen 40 Prozent, dass ihnen dies schwerfällt – nach 51 Prozent im Vorjahr. Nahezu unverändert entwickelt gut ein Drittel (34 Prozent, 2025: 31 Prozent) überhaupt keine digitalen Produkte oder Dienstleistungen. Zugleich spielen Digitalumsätze für die deutsche Wirtschaft eine wichtige Rolle. Nur 6 Prozent erwarten, in fünf Jahren gar kein Digitalgeschäft zu haben. 9 Prozent gehen dagegen davon aus, mindestens die Hälfte ihres Umsatzes digital zu erzielen. Die große Mehrheit (56 Prozent) rechnet mit einem Anteil der Digitalumsätze von 10 bis 50 Prozent, 8 Prozent rechnen mit weniger als 10 Prozent. Und rund jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) kann oder will dazu keine Prognose abgeben. „Wer Verantwortung im Unternehmen trägt, sollte sich ambitionierte Ziele setzen, um sein digitales Geschäft zu steigern. Wer heute ein erfolgreiches, vielleicht sogar weltweit führendes Produkt hat, muss sich Gedanken machen, wie es sich mit digitalen Dienstleistungen und neuen Anwendungen aufwerten lässt“, sagt Wintergerst.

 

Zwar stellt jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) fest, dass aufstrebende Startups seine Marktposition gefährden, bei der Kooperation mit Startups zögern aber die meisten Unternehmen. Zwei Drittel (67 Prozent) arbeiten überhaupt nicht mit Startups zusammen, 31 Prozent tun dies in der ein oder anderen Form. 2 Prozent haben aus dem eigenen Unternehmen heraus ein Startup gegründet, 3 Prozent haben spezielle Programme wie Inkubatoren oder Akzeleratoren aufgesetzt und 9 Prozent sind finanziell an Startups beteiligt. 14 Prozent entwickeln gemeinsam mit Startups Produkte und Dienstleistungen und 28 Prozent arbeiten auf eine andere Art mit Startups zusammen, etwa bei Gründerwettbewerben. Wintergerst: „Damit wir bei der Digitalisierung echte Sprünge sehen, braucht es mehr Austausch und Zusammenarbeit zwischen traditionellen und jungen Unternehmen.“

 

KI gilt nicht nur als entscheidend für die Wirtschaft, sie kommt in der Fläche an

Beim Einsatz digitaler Technologien in Unternehmen hat KI die Führungsrolle übernommen. 86 Prozent gehen davon aus, dass KI eine große Bedeutung für die Wirtschaft hat, 41 Prozent nutzen inzwischen selbst KI, weitere 48 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Dahinter folgt das Internet of Things (IoT), dem 82 Prozent eine große Bedeutung zusprechen und das von 34 Prozent genutzt wird, 47 Prozent planen es oder diskutieren darüber. Robotik ist für 81 Prozent von großer Bedeutung für die Wirtschaft (38 Prozent Nutzer, 27 Prozent in Planung oder Diskussion), autonome Fahrzeuge für 69 Prozent (22 Prozent Nutzer, 31 Prozent in Planung oder Diskussion), Virtual und Augmented Reality für 67 Prozent (28 Prozent Nutzer, 30 Prozent in Planung oder Diskussion) sowie Drohnen für 48 Prozent (26 Prozent Nutzer, 23 Prozent in Planung oder Diskussion). Größere Diskrepanzen zwischen grundsätzlicher Einschätzung der Bedeutung und tatsächlicher Nutzung gibt es bei drei Technologien. 55 Prozent halten Blockchain für wirtschaftlich bedeutend, aber nur 4 Prozent nutzen sie und 13 Prozent planen es oder diskutieren darüber. Beim Metaverse stehen 35 Prozent, die eine große Bedeutung sehen, 4 Prozent gegenüber, die das Metaverse im Einsatz haben, weitere 9 Prozent planen dies oder diskutieren darüber. Und Quantencomputing wird von 54 Prozent eine große Bedeutung für die Wirtschaft zugesprochen, derzeit wird es aber noch praktisch nicht eingesetzt und 5 Prozent planen oder diskutieren es. „Nicht jede Technologie ist für jedes Unternehmen geeignet und wer digitalisiert, muss Prioritäten setzen“, sagt Wintergerst. „Wichtig ist, Erfahrungen mit den Technologien zu sammeln, die möglicherweise große Auswirkungen auf das eigene Geschäft haben, um nicht zu spät dabei zu sein und dann erst mühsam aufschließen zu müssen.“

 

Bei Künstlicher Intelligenz bewerten sich die Unternehmen, die KI bereits verwenden, eher zurückhaltend. 30 Prozent sehen sich eher als Vorreiter, 62 Prozent eher als Nachzügler, niemand glaubt, den Anschluss verpasst zu haben. Ein Drittel (33 Prozent) hat festgestellt, dass KI zu deutlich höheren Kosten geführt hat, als zuvor erwartet wurde. Aber bei 45 Prozent wurden interne Prozesse deutlich beschleunigt, bei 44 Prozent wurden Produkte oder Dienstleistungen verbessert und 29 Prozent haben sogar dank KI neue Produkte oder Dienstleistungen entwickelt. 19 Prozent geben an, wegen KI Stellen abgebaut zu haben.

 

Jedes dritte Unternehmen will mehr in Digitalisierung investieren

Die Bereitschaft der Unternehmen, in Digitalisierung zu investieren, zieht 2026 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen an. 36 Prozent wollen in diesem Jahr mehr investieren als im Vorjahr, 2025 lag der Anteil bei 29 Prozent, 2024 sogar nur bei 21 Prozent. Umgekehrt wollen nur 13 Prozent ihre Investitionen zurückfahren, nach 25 Prozent 2025 und 30 Prozent 2024. 51 Prozent wollen in diesem Jahr ihr Investitionsniveau halten. „Digitale Transformation gibt es nicht zum Nulltarif. Aber gerade bei Künstlicher Intelligenz sind die Einstiegshürden extrem niedrig“, so Wintergerst.

 

Digitalisierungs-Bremsen: keine Zeit, keine Leute – und der Datenschutz

Größte Hindernisse bei der Digitalisierung sind für die Unternehmen die Anforderungen an den Datenschutz (77 Prozent) und der Mangel an Fachkräften (70 Prozent). Weitere Hürden sind Anforderungen an die technische Sicherheit (61 Prozent), ein Mangel an marktfähigen Lösungen (43 Prozent) und fehlender Austausch mit anderen Unternehmen (31 Prozent). Aber auch unternehmensinterne Hemmnisse werden häufig erkannt. 66 Prozent nennen fehlende Zeit, 48 Prozent fehlende finanzielle Mittel, 40 Prozent langwierige Entscheidungsprozesse, 37 Prozent mangelnde Risikobereitschaft und 26 Prozent mangelndes Wissen über Best Practice. Weniger relevant sind eine mangelnde Digitalisierungsbereitschaft der Belegschaft (21 Prozent) und Unsicherheit über den wirtschaftlichen Nutzen (13 Prozent). „Damit Digitalisierung erfolgreich ist, muss sie von Vorstand oder Geschäftsführung vorangetrieben werden, zugleich müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgenommen werden“, sagt Wintergerst.  

 

Aber auch die Politik wird von den Unternehmen in die Pflicht genommen. 80 Prozent warnen, dass Deutschland ohne Digitalisierung wirtschaftlich absteigen wird. 84 Prozent fordern, dass Digitalisierung Top-Thema der Bundesregierung sein muss. „Die Bundesregierung hat mit der Einrichtung eines echten Digitalministeriums gezeigt, dass sie die Bedeutung des Themas erkannt hat. In zentralen Bereichen wie der Verwaltungsmodernisierung mit dem Deutschland-Stack oder der Einführung digitaler Identitäten 2027 mit der EUDI-Wallet sind die Weichen gestellt. Jetzt gilt es, rasch für Unternehmen, aber auch für Bürgerinnen und Bürger spürbare Ergebnisse zu liefern“, sagt Wintergerst. | bitkom


Homeoffice-Anteil bleibt stabil bei knapp 25%

04.03.2026 | Im Februar haben 24,3% aller Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause gearbeitet. Das geht aus der jüngsten ifo Konjunkturumfrage hervor. Im März 2021 wurde der Höchstwert mit 32,3% erreicht, im August 2024 der niedrigste mit 23,4%. „Seit 2022 arbeiten etwa ein Viertel aller Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice“, sagt ifo Forscher Jean-Victor Alipour. „Trotz deutlicher Unterschiede zwischen den Branchen bleibt die Homeoffice-Nutzung auch innerhalb der einzelnen Sektoren weitgehend konstant.“

 

Mit 34,9% verzeichnet die Dienstleistungsbranche den höchsten Homeoffice-Anteil. Darunter arbeiten die IT-Dienstleister besonders häufig im Homeoffice: 76,4% – und die Unternehmensberater mit einem Anteil von 67,6%. Im Verarbeitenden Gewerbe arbeiten 15,4% von zu Hause. Darunter am häufigsten in der Automobilindustrie (24,2%) und bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten (21,9%). Im Handel liegt die Quote branchenbedingt deutlich niedriger bei 12,6% (Großhandel: 17,3%; Einzelhandel: 5,9%). In der Baubranche ist die Quote am niedrigsten (4,5%). „Einzelne Firmen, die das Homeoffice stark einschränken, begründen noch keinen Trend. Das Homeoffice ist und bleibt etabliert“, sagt Alipour. | ifo Institut


Traditionshersteller in der Krise: Rolly Toys flüchtet unter den Schutzschirm

27.02.2026 | Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass jeder von uns schon einmal auf einem dieser Fahrzeuge gesessen ist. Jetzt kämpft Rolly Toys um seine Zukunft. Die Muttergesellschaft, die Franz Schneider GmbH & Co. KG, hat beim Amtsgericht Coburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Trotz der prekären finanziellen Schieflage gibt sich die Unternehmensführung kämpferisch: Ziel sei die Sanierung und die Fortführung des Traditionsbetriebs.

 

Ein toxischer Mix aus Kosten und Marktdruck

Hinter dem Gang zum Insolvenzgericht steht eine wirtschaftliche Abwärtsspirale, die das Unternehmen nach den Boomjahren der Pandemie erfasst hat. 

 

Die Gründe für die angespannte Lage sind vielschichtig:

  • Kostenexplosion: Massive Preissteigerungen bei Energie und im Wareneinkauf belasteten die Liquidität erheblich.
  • Begrenzte Spielräume: Zwar wurden die Verkaufspreise bereits angehoben, doch laut lässt der Markt keine weiteren Steigerungen zu.
  • Kundenverlust: Der Wegfall eines wichtigen Großkunden im vergangenen Jahr sorgte offenbar für ein zusätzliches Loch in der Umsatzbilanz.

Produktion auf 36.000 Quadratmetern gefährdet

Rolly Toys blickt auf eine lange Historie zurück. Das 1938 gegründete Unternehmen sattelte nach dem Zweiten Weltkrieg auf Kleinspielwaren um, bevor es sich zum Spezialisten für Kinderfahrzeuge entwickelte.

 

Heute fertigen die aktuell 120 Beschäftigten in Neustadt auf einer Fläche von 36.000 Quadratmetern jährlich mehr als 250.000 Fahrzeuge. Bekannt ist die Marke vor allem für ihre originalgetreuen Trettraktoren und Baumaschinen, die in Kooperation mit Branchengrößen wie John Deere oder Claas entstehen.

 

Hoffnung durch Eigenverwaltung

Dass das Amtsgericht Coburg dem Antrag auf Eigenverwaltung bereits am vergangenen Freitag stattgab, ist ein wichtiges Signal. Im Gegensatz zum klassischen Insolvenzverfahren bleibt das Management hierbei im Amt und führt die Geschäfte unter der Aufsicht eines Kontrollorgans weiter. Dieser Weg wird gewählt, wenn die Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung gut stehen – er soll vor allem Vertrauen bei Mitarbeitern und Kunden sichern und für die nötige Kontinuität im laufenden Betrieb sorgen. | PH


Startup-Stimmung 2026: Zwischen Zuversicht und Frust

24.02.2026 | Deutschlands Startups sind beim Blick auf die Lage des eigenen Unternehmens gespalten: Rund ein Drittel (35 Prozent) berichtet von einer Verbesserung im vergangenen Jahr, fast ebenso viele (30 Prozent) aber von einer Verschlechterung. Für weitere 35 Prozent ist die Lage unverändert. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Bitkom Research unter 133 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Deutlich skeptischer fällt der Blick auf die allgemeine Lage deutscher Startups aus: Nur 19 Prozent haben im vergangenen Jahr eine Verbesserung gesehen, 37 Prozent hingegen eine Verschlechterung. Rund jedes elfte Startup (9 Prozent) befürchtet im Laufe der kommenden zwölf Monate eine Insolvenz. „Viele Startups kommen voran, aber ebenso viele kämpfen mit der schwierigen konjunkturellen Lage. Was allen helfen würde: leichterer Zugang zu öffentlichen Aufträgen, weniger Regulierung und mehr Möglichkeiten, Daten für innovative Services und Technologien einzusetzen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Deutschland hat in den vergangenen Jahren ein international wettbewerbsfähiges Startup-Ökosystem aufgebaut. Die Startup-Szene braucht gerade unter den anhaltend schwierigen konjunkturellen Bedingungen eine engagierte politische Flankierung.“

 

Aktuell würde nur die Hälfte der Gründerinnen und Gründer (50 Prozent) wieder in Deutschland gründen. 20 Prozent würden sich für ein anderes EU-Land entscheiden, nur 7 Prozent für die USA und 11 Prozent für ein anderes Land der Welt. 8 Prozent wollen oder können dazu keine Angabe machen – und 5 Prozent würden überhaupt nicht erneut gründen. | bitkom


Wie viele offene Stellen gibt es im EU-Vergleich?

24.02.2026 | Deutschland liegt bei der Job-Vakanzrate – also dem Anteil unbesetzter Stellen an allen Stellen – mit 2,5 Prozent über dem EU-Schnitt (2,0 Prozent). Das zeigt die Stastista-Grafik auf Basis von Eurostat-Daten für das dritte Quartal 2025. Besonders hoch ist der Anteil unbesetzter Stellen in den Niederlanden (4,1 Prozent) und in Belgien (3,9 Prozent). Am unteren Ende liegen Polen (0,8 Prozent) und Rumänien (0,6 Prozent).

 

Im Verhältnis zur Zahl der vorhandenen Jobs sind in Deutschland damit vergleichsweise viele Stellen offen. Zu den Gründen hierfür zählen laut Experten, dass Unternehmen oft sehr spezifische Qualifikationen von Bewerbenden suchen. Außerdem dauert es manchmal länger, bis Angebot und Nachfrage zusammenfinden – etwa weil Region, Lohnniveau oder Arbeitsbedingungen nicht zu den Erwartungen der Bewerbenden passen. Auch der demografische Wandel spielt eine Rolle: viele Beschäftigte in den nächsten Jahren in Rente gehen, während nicht genug passende Bewerber nachrücken.

 

Niedrige Vakanzraten wie in Polen oder Rumänien können hingegen unter anderem darauf hindeuten, dass Unternehmen weniger offene Stellen melden (geringere Nachfrage oder andere Rekrutierungskanäle), dass Stellen schneller über Lohnanpassungen/Arbeitskräfteangebot besetzt werden, oder dass sich Knappheiten eher anders ausdrücken und weniger in offiziell erfassten Vakanzen sichtbar werden.

 

Als Kennzahl ist die Job Vacancy Rate eine Art schnelle „Heatmap“ für die Angespanntheit des Arbeitsmarktes eines Landes. Ihre Aussagekraft steigt, wenn man sie mit weiteren Indikatoren kombiniert – vor allem mit der Arbeitslosenquote im Rahmen der Beveridge‑Kurve (Vacancy Rate vs. Unemployment Rate). Dieser Indikator gibt Hinweise darauf, ob Engpässe eher konjunkturell (Nachfrageboom) oder strukturell (Matching‑Probleme/Mismatch) getrieben sind. Sinnvolle Ergänzungen sind außerdem Beschäftigungsentwicklung und Erwerbsbeteiligung sowie – wenn es um „Fachkräfte“ geht – berufs-/qualifikationsspezifische Engpassindikatoren. | Statista


Wie entwickelt sich der Fachkräftemangel in Deutschland?

24.02.2026 | Der Fachkräftemangel in Deutschland entspannt sich spürbar. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des ifo-Instituts. So liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen Anfang 2026 mit 22,7 Prozent wieder unter dem Niveau von 2019. 2019 bewegte sich der Wert zwischen 29,8 Prozent und 32,9 Prozent, bevor er in der frühen Pandemiephase 2020 zunächst deutlich zurückging und sich anschließend mit der wirtschaftlichen Erholung rasch wieder nach oben bewegte – bis zum Höchststand von 49,7 Prozent in Q3 2022.

 

Die Entwicklung der letzten Jahr zeigt, dass der akute Fachkräftedruck in vielen Unternehmen zuletzt nachgelassen hat – auch wenn Engpässe je nach Branche und Beruf weiterhin bestehen. So sind Bereiche Rechts- und Steuerberatungen, Leiharbeitsfirmen sowie Landverkehr und Transport in Pipelines auch heute noch besonders stark vom Fachkräftemangel betroffen, wie die Grafik weiterhin zeigt.

 

In der Industrie berichten 16,6 Prozent der Unternehmen von einem Mangel an Fachkräften – ein halber Prozentpunkt weniger als im Oktober. Im Automobilsektor sowie bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen liegt der Anteil knapp unter 10 Prozent. Im Maschinenbau beträgt er rund 19 Prozent. Auch im Handel hat sich die Lage etwas entspannt: Rund 18 Prozent der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, offene Stellen mit qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen.

 

„Der Rückgang darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben“, betont Klaus Wohlrabe, Stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen und Leiter Befragungen. „Die Alterung der Bevölkerung trifft auf einen tiefgreifenden technologischen Wandel – das wird die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen weiter verschieben.“ | Statista


Fachkräftemangel nimmt ab

19.02.2026 | Das Problem, Fachkräfte zu finden, hat sich für Unternehmen etwas entspannt. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach fehlten 22,7% der Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte, nach 25,8% im Oktober. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. „Eine Rolle spielt weiterhin die schwache konjunkturelle Entwicklung“, sagt ifo-Forscher Klaus Wohlrabe. „Gleichzeitig verändert der technologische Wandel, vor allem die künstliche Intelligenz, zunehmend den Arbeitsmarkt.“

 

Besonders deutlich sank der Fachkräftemangel im Bereich Transport und Logistik: Der Anteil der betroffenen Unternehmen fiel von 42,7 auf 30,6%. Insgesamt klagte rund jeder vierte Dienstleister über fehlendes Personal. Rechts- und Steuerberatern (58,4%) sowie Leiharbeitsfirmen (56,6%) fehlen weiterhin besonders häufig Fachkräfte.

 

In der Industrie berichten 16,6% der Unternehmen von einem Mangel an Fachkräften – ein halber Prozentpunkt weniger als im Oktober. Im Automobilsektor sowie bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen liegt der Anteil knapp unter 10%. Im Maschinenbau beträgt er rund 19%.

 

Auch im Handel hat sich die Lage etwas entspannt: Rund 18% der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, offene Stellen mit qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen (Einzelhandel: 21,6%, Großhandel: 16,2%). Im Bauhauptgewerbe liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen jedoch weiterhin hoch bei 30,4%.

 

„Der Rückgang darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben“, sagt Klaus Wohlrabe. „Die Alterung der Bevölkerung trifft auf einen tiefgreifenden technologischen Wandel – das wird die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen weiter verschieben.“ | ifo Institut


KOSMOS baut internationale Präsenz weiter aus: Vollständige Übernahme von Thames & Kosmos UK

18.02.2026 | KOSMOS hat zu Beginn des Jahres 2026 sämtliche Anteile an Thames & Kosmos UK von den bisherigen Minderheitsgesellschaftern und Gründungsdirektoren Stephen O’Connor und Joanna Drage übernommen. Die beiden ziehen sich aus dem operativen Geschäft zurück und verabschieden sich in den Ruhestand. 

Mit der Transaktion wird Thames & Kosmos UK zur ersten hundertprozentigen Auslandsniederlassung von KOSMOS. Damit setzt das Stuttgarter Spielwaren- und Medienunternehmen seine Internationalisierungsstrategie konsequent fort und baut seine Auslandsaktivtäten weiter aus.

 

„Stephen O’Connor und Joanna Drage haben mit unternehmerischem Weitblick, hoher persönlicher Integrität und großem Engagement Thames & Kosmos UK aufgebaut und erfolgreich geführt“, erklärt KOSMOS CEO Thilan Tran. „Sie haben die Marke KOSMOS im Vereinigten Königreich nachhaltig etabliert und damit einen wichtigen Beitrag zur internationalen Entwicklung unseres Unternehmens geleistet. Für diese Leistung und die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit danken wir ihnen sehr.“

 

Die Nachfolge in der Geschäftsführung haben zum 1. Januar 2026 Emma Hanlon und Andrew Morris übernommen. Das neue Führungsteam vereint fundierte Marktkenntnisse mit ausgewiesener Vertriebsexpertise und langjährige Erfahrungen mit dem britischen Spielwaren- und Konsumgütermarkt.

 

„Mit der neuen Eigentümerstruktur und dem neu aufgestellten Führungsteam wollen wir die internationalen Vertriebsaktivitäten weiter skalieren und kontinuierlich ausbauen“, erläutert CEO Matthias Kienzle. „Unser Fokus liegt auf der weiteren Marktdurchdringung bestehender Produktkategorien sowie der Erschließung zusätzlicher Wachstumspotenziale.“

 

Im Rahmen der vollständigen Übernahme werden zudem organisatorische Anpassungen vorgenommen und einheitliche Prozesse etabliert, um die Steuerungsfähigkeit weiter zu erhöhen. KOSMOS schafft damit die Grundlage für den nächsten Wachstumsschritt im britischen Markt, einem der zentralen Bausteine der internationalen Wachstumsstrategie des Unternehmens.

 

Neben dem Standort in Großbritannien verfügt KOSMOS noch über eine weitere Auslandsniederlassung in den USA sowie über ein weltweites Netz an Vertriebspartnern, die KOSMOS Produkte in über 80 Ländern weltweit vertreiben. | KOSMOS


EK Retail mit neuer Vorstandsstruktur

11.02.2026 | EK Retail gibt eine Veränderung seiner Vorstandsstruktur bekannt, um die Gruppe für das weitere strategische Wachstum zu positionieren. Der Aufsichtsrat hat dies beschlossen, um den steigenden Ambitionen der Verbundgruppe gerecht zu werden und die wachsende Bedeutung technologiebasierter Transformation im europäischen Einzelhandel konsequent abzubilden.

 

Johannes Lenzschau, Vorsitzender des Aufsichtsrats von EK Retail, gibt bekannt, dass Frank Duijst, derzeit Chief Financial Officer, zum 1. Mai 2026 die Position des Chief Executive Officer (CEO) übernehmen wird.

 

„Mit Frank Duijst haben wir die richtige Person, um EK Retail in die nächste Entwicklungsphase zu führen“, so Lenzschau. „Seine umfassende Erfahrung, seine beeindruckende Erfolgsbilanz und sein ganzheitliches Verständnis der Gruppe, kombiniert mit seiner Leidenschaft, seiner Tatkraft und seiner großen Zuversicht bezüglich der Zukunft des unabhängigen europäischen Einzelhandels, machen ihn für diese Aufgabe besonders geeignet.“

 

Der Grund für diesen Wechsel ist, dass Martin Richrath, der seit mehr als zehn Jahren Mitglied des Vorstands und seit mehr als drei Jahren CEO ist, sich entschieden hat, eine neue berufliche Herausforderung außerhalb von EK Retail anzunehmen.

 

„Wir sind Martin Richrath sehr dankbar“, fügte Lenzschau hinzu. „Zusammen mit seinen Vorstandskollegen und dem gesamten Team hat er EK von einer klassischen Einkaufsgemeinschaft zu einer modernen, professionellen Einzelhandelsorganisation mit starker Perspektive weiterentwickelt. Sein Beitrag in den letzten zehn Jahren war sehr entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.“

 

Stärkung der weiteren Zukunftsfähigkeit von EK Retail

Angesichts der strategischen Schwerpunkte der Gruppe, insbesondere der zunehmenden technischen Möglichkeiten, hat der Aufsichtsrat auch die Zusammensetzung des Vorstands neu definiert.

 

Mit Wirkung zum 1. Mai 2026 wird Rik Klercq, derzeit Director Digital & IT, dem Vorstand beitreten und die neue Position des Chief Information Officer (CIO) über-nehmen, mit Verantwortung für Innovation & Business Development.

 

„Mit Rik Klercq stärken wir unseren Vorstand um eine Persönlichkeit, die fundierte technologische Expertise mit unternehmerischem Denken verbindet“, so Lenzschau. „Dies stärkt unsere Fähigkeit, Innovationen voranzutreiben und neue Geschäftsmöglichkeiten für unsere Händler in ganz Europa zu erschließen.“

 

Die zukünftige Struktur des Vorstands

Ab dem 1. Mai 2026 wird der Vorstand von EK Retail wie folgt zusammengesetzt sein:

  • Frank Duijst – Chief Executive Officer (CEO)
  • Rik Klercq – Chief Information Officer (CIO)
  • Jochen Pohle – Chief Retail Officer (CRO)
  • Gertjo Janssen – Chief Retail Officer (CRO)

Diese Zusammensetzung stellt sicher, dass Einzelhandelskompetenz, technologische Innovation und strategische Führung auf höchster Ebene der Verbundgruppe weiterhin fest verankert sind.

 

„Wir haben volles Vertrauen in diesen neuen Vorstand“, sagte Lenzschau. „EK Retail tritt in eine spannende neue Phase ein, und dieses Team ist ideal aufgestellt, um die Gruppe in die Zukunft zu führen.“ | EK Retail


Deutschland bei Weiterbildung unter EU-Durchschnitt

11.02.2026 | Nur 9,4 Prozent aller Personen zwischen 25 und 64 Jahren gaben im Jahr 2024 an, in den letzten vier Wochen an Weiterbildungen teilgenommen zu haben. Im EU-Durchschnitt sind es 13,5 Prozent. Lediglich in Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Griechenland nahm die Bevölkerung durchschnittlich seltener an Weiterbildungen teil. Am höchsten ist die Weiterbildungsquote in Schweden, Dänemark und Finnland. „Lebenslanges Lernen ist entscheidend für wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit. Dabei beeinflussen teils kulturelle Eigenschaften, insbesondere Geduld, wie stark Erwachsene in Weiterbildung investieren“, sagt ifo-Forscherin Jasmin Vietz. 

 

Eine neue Studie des ifo Instituts zeigt dabei, dass geduldigere Personen häufiger an Weiterbildungen teilnehmen. Hierzu kombiniert die Studie das Geduldsmaß der Global Preferences Survey von Einwanderern aus verschiedenen Herkunftsländern mit Daten des deutschen Mikrozensus. Geduld beschreibt in diesem Zusammenhang die Bereitschaft, auf unmittelbaren Nutzen zu verzichten, um in Zukunft stärker zu profitieren. „Menschen aus Herkunftsländern mit einem höheren Geduldsmaß sind eher bereit, langfristig zu investieren, auch wenn damit kurzfristige Kosten verbunden sind“, sagt Vietz. „Mehr Geduld erhöht die Bereitschaft, an Weiterbildungen teilzunehmen, deutlich. Dieser Effekt bleibt auch in der zweiten Einwanderergeneration sichtbar, wenn auch etwas schwächer.“ | ifo Institut


„Klug, klar, cool“ – Verlegerin Dorothee Hess-Maier wird Ehrenbürgerin der Stadt Ravensburg

09.02.2026 | Die Stadt Ravensburg hat nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderats die ehemalige Vorstandssprecherin der Ravensburger Gruppe, Dorothee Hess-Maier, zur Ehrenbürgerin ernannt. Nur sehr selten verleiht die Stadt diese höchste Auszeichnung, die erstmals an eine Frau ging. Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp ehrte die 89-jährige Verlegerin am 3. Februar in einer Feier als bedeutende Arbeitgeberin, die „unternehmerische Verantwortung und regionale Verwurzelung konsequent zu verbinden wusste und eine herausragende Förderin der lokalen Wirtschaft war.“ Ebenso würdigte er Hess-Maiers Verdienste um die deutsche Kultur- und Verlagslandschaft.

 

In seiner Rede schilderte Rapp die Verlegerin als beeindruckende Persönlichkeit, die er in nur drei Worten auf den Punkt brachte: „klug, klar, cool“. Als „richtungsweisenden Kompass“ bezeichnete sie in seinem Grußwort Clemens Maier, der Vorstandsvorsitzende der Ravensburger Gruppe und zugleich ihr Neffe zweiten Grades. Die Managerin habe mit ausformulierten Unternehmensgrundsätzen, gelebten Werten und ihrem Stil der „selbstbewussten Bescheidenheit“ dem Unternehmen für Jahrzehnte Orientierung gegeben, die bis heute anhalte.

 

Stehende Ovationen gab es für die Verlegerin, die sich über die Ehrenbürgerwürde freute: „Damit habe ich absolut nicht gerechnet. Ich war daher überrascht, als mir die Entscheidung mitgeteilt wurde. Ich danke dem Gemeinderat und Oberbürgermeister Dr. Rapp für diese besondere Ehrung.“

 

Ein Leben für die Förderung von Bildung, Kultur und Gemeinsamkeit

Dorothee Hess-Maier blickt auf eine ungewöhnliche Karriere zurück. Nach Wanderjahren und Studium der Kunstgeschichte trat sie 1959 in den Otto Maier Verlag ein – das Familienunternehmen, aus dem später die Ravensburger Gruppe wurde. Sie lernte das Geschäft von der Pike auf: Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin, dann die Führung verschiedener Verlagsbereiche, schließlich Aufstieg in die Geschäftsführung des Ravensburger Buchverlags, den sie bis 1988 leitete. Anschließend wurde Hess-Maier in den Vorstand der Ravensburger Gruppe berufen und war zuletzt Vorstandssprecherin.

 

Im Jahr 2000 zog sie sich nach 41 Berufsjahren aus dem operativen Geschäft zurück. Sie wurde Mitglied im Aufsichtsrat und übernahm dort später den stellvertretenden Vorsitz bis 2015.

 

Bezeichnend für die Verlegerin ist ihr starkes Engagement für die Förderung von Bildung, Kultur und Gemeinsamkeit. Im Unternehmen vertrat sie eine pädagogisch wertvolle „geschmacksbildende“ Programmlinie. Kinder und Jugendliche sollten in ihrer Entwicklung gefördert und Familien sinnvolle Beschäftigung geboten werden. Zudem prägte sie als Managerin früh die Unternehmenskultur von Ravensburger, indem sie die Unternehmensgrundsätze und den gesellschaftlichen Auftrag des Unternehmens formulierte.

 

Auch außerhalb des Unternehmens engagierte sie sich mit aller Kraft: Über zwei Jahrzehnte führte sie die gemeinnützige Stiftung Ravensburger Verlag – als Stiftungsratsvorsitzende und zeitweise auch als Vorstand. Die Stiftung wurde von der Ravensburger AG und deren Gesellschaftern errichtet und fördert Kultur-, Familien- und Bildungsprojekte.

 

Mehrere Ehrenämter in Buchbranche und Bildungswesen kamen hinzu – „nicht, weil ich mich danach gedrängt hätte“, wie Hess-Maier betont. So wählte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, eine Berufsorganisation deutscher Verleger und Buchhändler, sie als erste Frau an seine Spitze. Es war eine herausfordernde Aufgabe neben dem anstrengenden Tagesgeschäft im Unternehmen.

 

Für ihr vielfältiges Engagement erhielt die Verlegerin bundesweit, landesweit und in ihrer Heimat in Ravensburg und Weingarten zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Die Ehrenbürgerwürde krönt nun ihr außergewöhnliches Lebenswerk. | Ravensburger


ROFU und Handelspartner blicken gemeinsam optimistisch in die Zukunft

06.02.2026 | ROFU Kinderland: Erfolgreiche Gespräche auf der Spielwarenmesse. Konstruktiv, klar trendorientiert und partnerschaftlich auf Augenhöhe: ROFU Kinderland zieht nach der Spielwarenmesse (SWM) eine durchweg positive Bilanz. Zahlreiche vertrauensvolle Gespräche mit Lieferanten, Industriepartnern und Verbänden unterstreichen die starke Position des Filialisten im deutschsprachigen Spielwarenmarkt und geben zugleich Rückenwind für gemeinsame Sortiments- und Umsatzimpulse im Jahr 2026.

 

ROFU stärkt Partnerschaften und erhält starke Signale aus der Branche

„Die Termine auf der SWM haben deutlich gezeigt: Unsere Partner gehen sehr zuversichtlich mit uns in die kommenden Monate. Unser Unternehmen hat auf der Messe zahlreiche Neuheiten ausgewählt. Die neuen Produkte werden schrittweise in den Filialen verfügbar sein. Wir werden auch künftig für Spielspaß, Kreativität und strahlende Kinderaugen sorgen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir das Jahr erfolgreich gestalten“, so Michael Edl, Geschäftsführer ROFU Kinderland.

 

Auch seitens der MARKANT, dem langjährigen Zahlungs-/Finanzdienstleister vieler Handels- und Industrieunternehmen, gibt es Zuspruch und Unterstützung in Form der weiteren Zusammenarbeit in der Zahlungsabwicklung.

  • Trends, die den Markt prägen – und ROFU bringt sie in die Regale: Die Gespräche auf der Spielwarenmesse zeigen klar: Die Branche entwickelt sich weiterhin stark über Trends – und ROFU positioniert sich als zentraler Player bei der Umsetzung auf der Fläche.
  • Neue Lizenzen & Entertainment-Themen: Mit KPop Demon Hunters nimmt ROFU eine der aktuell vielversprechendsten Popkultur-Lizenzen ins Sortiment auf. Während online bereits erste Artikel sichtbar sind, bereitet ROFU die Ausweitung der Lizenz für stationäre Flächen und den E-Commerce vor.
  • Erwachsene als Zielgruppe im Fokus: Immer mehr Produkte richten sich an ältere Fans – ein Segment, das kaufkräftig ist und stark wächst.ROFU intensiviert daher sein Angebot für erwachsene Spieler: anspruchsvolle Brettspiele, detailreiche Figuren, hochwertige Bastel- und Hobbyprodukte sowie Sammlerstücke.
  • Creative Mindfulness & der große DIY-Boom: Basteln, Gestalten, Selbermachen: Die Messe zeigte, wie sehr Menschen jeden Alters Produkte suchen, die Ausgleich schaffen, Kreativität fördern und handwerkliche Erlebnisse ermöglichen. Micro-Hobbies wie Tufting, Töpfern oder DIY-Sets sind weiterhin gefragt – ROFU bereitet Sortimentsausweitungen auf mehreren Ebenen vor.
  • Collectibles – Sammeln bleibt ein Wachstumsmotor: Ob Figuren, Stifte, Karten, Blindboxen, Plüsch oder Puppen: Sammeln ist der generationsübergreifende Trend. ROFU reagiert mit einer verstärkten Sichtbarkeit im Regal, saisonalen Thementischen und wachsendem Online-Angebot.
  • Interaktive Elemente & phygitale Spielwelten: Spielwaren mit Licht-, Sound- und Bewegungsfeatures sowie audio-gestützte „screenless Experiences“ gewinnen an Bedeutung. Audio-Devices und interaktive Spielsets ermöglichen Kindern ein immersives Spielerlebnis ohne digitale Reizüberflutung.
  • Rätsel & Escape Worlds: Rätselspiele, Quests und Escape-Abenteuer entwickeln sich zur festen Größe im Sortiment – von Puzzles bis hin zu thematischen Story-Erlebnissen. ROFU plant hier eine noch klarere Regalstrukturierung, um Orientierung und Inspiration am POS zu bieten.

Starke Stimmen aus der Branche: ROFU als unverzichtbarer Handelspartner

Die Messe hat einmal mehr gezeigt: Die Branche hält zusammen. Die Partner loben ROFU als unverzichtbaren Handelspartner: Trotz der aktuell herausfordernden Phase konzentriert sich der Spielwarenhändler darauf, das Sortiment auch künftig attraktiv zu gestalten, um die Verkaufszahlen zu fördern.

 

Axel Kaldenhoven, Geschäftsführer Schmidt Spiele GmbH:

„ROFU Kinderland ist für uns als Spieleverlag ein zentraler und unverzichtbarer Partner. […] Diese Nähe zum Kunden und die Leidenschaft für das Medium Spiel machen ROFU für uns als Verlag so wertvoll.“

 

Pia Bauer, Geschäftsführung Heinrich Bauer GmbH & Co. KG:

„Aus unserer Sicht ist ROFU ein bedeutender Spielwaren-Spezialist in Deutschland. […] Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Neuheiten schnell beim Kunden ankommen und schaffen inspirierende Spielwelten direkt am Point of Sale.“

 

Marnix Hettich, Regional General Manager Northern Europe, Spin Master International B.V.:

„ROFU Kinderland ist für uns ein wichtiger Partner, mit dem wir gerne auf Augenhöhe arbeiten. […] Wir möchten ROFU Kinderland auch in Zukunft unterstützen und blicken voller Zuversicht auf die kommenden Monate.“

 

Das Fazit des ROFU-Teams: Die Messe war ein Erfolg. Die Verantwortlich führten vertrauensvolle Gespräche und der Zuspruch der Geschäftspartner war enorm. Die Partner loben die Sichtbarkeit im stationären Handel und die ausgewiesene Kompetenz in der Sortimentsgestaltung. Ebenfalls wurden auf der Messe das geschulte ROFU-Personal und die Beratung hervorgehoben. ROFU gehört zu den wenigen Unternehmen, die ein großes Filialnetz in den Regionen und umfassenden Service vor Ort bieten. | ROFU Kinderland


Aus für Traditionsstandort: Playmobil verlagert Produktion ins Ausland

05.02.2026 | Die negativen Meldungen um den einstigen deutschen Branchenprimus wollen einfach nicht abreißen: Playmobil zieht einen endgültigen Schlussstrich unter seine Fertigung in Deutschland. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, wird das Werk in Dietenhofen zum Ende Juni geschlossen. Damit endet eine Ära am Stammsitz der ikonischen Kunststoff-Figuren.

 

Von der Schließung sind 350 Beschäftigte direkt betroffen. Während die Produktion komplett abgezogen wird, sollen die Verwaltung in Zirndorf sowie der Logistikstandort in Herrieden vorerst erhalten bleiben. Das Unternehmen begründet diesen drastischen Schritt mit den massiv gestiegenen Produktionskosten am Standort Deutschland. Eine wirtschaftliche Analyse habe die Verlagerung der Anlagen unumgänglich gemacht. Künftig setzt Playmobil verstärkt auf internationale Standorte; bereits seit Jahrzehnten wird ein Großteil des Sortiments auf Malta gefertigt.

 

Scharfe Kritik der Gewerkschaft

Die Reaktion der Arbeitnehmervertreter fiel erwartungsgemäß heftig aus. Die Chemie-Gewerkschaft IGBCE wirft der Unternehmensführung Wortbruch vor. Gewerkschaftssekretär Maximilian Krippner sprach gegenüber Medien von einer „Riesensauerei“.

  • Vorwurf des Missmanagements: Die Belegschaft müsse die Fehler einer jahrelangen Fehlplanung ausbaden.
  • Mangelnde Transparenz: Laut Krippner habe das Management neun Monate lang alle Nachfragen zur Standortsicherung abgeblockt, bevor die Mitarbeiter kurz vor einer Versammlung vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.

Playmobil in der Abwärtsspirale

Die wirtschaftlichen Kennzahlen zeichnen das Bild einer tiefgreifenden Krise. Während der deutsche Spielwarenmarkt im Jahr 2025 insgesamt um 3 Prozent wuchs, verlor Playmobil mit -8 Prozent erheblich an Boden. Insgesamt ist der Umsatz der Gruppe in den letzten Jahren um mehr als ein Drittel eingebrochen.

 

Erbe im Zwist: Führungskrise seit 2015

Hinter den Kulissen schwelt zudem ein erbitterter Machtkampf. Seit dem Tod des Firmengründers Horst Brandstätter im Jahr 2015 kommt das Unternehmen nicht zur Ruhe. Brandstätter hatte sein Imperium in zwei Stiftungen überführt, die heute von seiner ehemaligen Sekretärin Marianne Albert geleitet werden.

 

Diese Nachfolgeregelung sorgt bis heute für Zündstoff: Brandstätters Sohn Conny kritisiert das Konstrukt scharf. Inmitten dieser Führungskrise und einer hohen Fluktuation im Management scheint der Spielwarenhersteller den Anschluss an den Markt verloren zu haben. Die Schließung in Dietenhofen markiert nun den vorläufigen Tiefpunkt dieser Entwicklung. | PH


tonies erreicht oberes Ende der Prognose für das Geschäftsjahr 2025

05.02.2026 | tonies SE („tonies“), die weltweit führende interaktive Audioplattform für Kinder, hat ein wegweisendes Jahr erfolgreich abgeschlossen - mit anhaltend starkem Wachstum und verbesserter Profitabilität erreichte das Unternehmen das obere Ende seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2025. Trotz eines volatilen makroökonomischen Umfelds erzielte tonies auf Basis vorläufiger und ungeprüfter Zahlen zweistelliges Wachstum in allen Märkten und eine bereinigte EBITDA-Marge auf Rekordniveau. Zentrale Treiber hierfür waren die Einführung der Toniebox 2, die Erweiterung des Portfolios um neue Inhaltskategorien und interaktive Spiele sowie eine tiefere globale Marktdurchdringung. Die hohe Kundennachfrage und der erfolgreiche Start der neuen Produkte zeigten sich im starken vierten Quartal, in dem tonies erneut die Hälfte des Jahresumsatzes generierte.

 

Tobias Wann, CEO von tonies, kommentiert: „2025 war ein wichtiges Jahr für tonies, wesentlich geprägt vom erfolgreichen Launch der Toniebox 2. Wir haben damit eine bahnbrechende Innovation entwickelt, die deutlich zeigt, wie skalierbar und anpassungsfähig unsere Plattform ist. Die Toniebox 2 ist bereits jetzt Treiber unserer kontinuierlichen Entwicklung hin zu einer globalen Marke. Die Strategie, unser Produktportfolio auszubauen und unsere internationale Präsenz weiter zu stärken, spiegelt sich deutlich in diesen Rekordergebnissen wider. Diese Performance unterstreicht die Stärke unseres stetig wachsenden Ökosystems und die Leistungsfähigkeit unseres Teams in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld. Mit Blick nach vorne ist unser aktuelles Momentum eine hervorragende Grundlage, um unser profitables Wachstum auch 2026 fortzusetzen.“

 

Hansjörg Müller, CFO von tonies, fügt hinzu: „Mit einem starken vierten Quartal haben wir unser profitables Wachstum im Jahr 2025 nachhaltig fortgesetzt. Unterstützt von der Markteinführung der neuen Toniebox 2 konnten wir den Umsatz mit Tonieboxen währungsbereinigt um mehr als 20 % steigern. Dieser Launch-Erfolg stimmt uns sehr zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Tonies-Figuren auch künftig stark bleiben wird. Mit einem breiteren Portfolio und starken Ergebnissen in allen Regionen haben wir das obere Ende unserer Prognose erreicht. Trotz der Einführung unserer bislang größten Produktinnovation konnten wir unsere Margen weiter ausbauen – das ist ein klares Zeugnis der fundamentalen Stärke und Resilienz unseres Geschäftsmodells.“

 

Finanzkennzahlen GJ 2025*

  • Der Gruppenumsatz stieg um 31 % (+36 % cc) im Vergleich zum Vorjahr auf 630 Mio. EUR (GJ 2024: 481 Mio. EUR) und lag damit über der Prognose von einem Wachstum von mehr als 25 % (cc) auf über 600 Mio. EUR.
  • Der Umsatz in Nordamerika wuchs um 31 % (+40 % cc) im Vergleich zum Vorjahr auf 276 Mio. EUR (GJ 2024: 210 Mio. EUR). tonies größter Markt setzte damit seine starke Dynamik fort und war maßgeblicher Wachstumstreiber.
  • Die hochprofitable DACH-Region beschleunigte ihr Umsatzwachstum mit einem Anstieg von 16 % im Vergleich zum Vorjahr auf 214 Mio. EUR (GJ 2024: +11 % auf 184 Mio. EUR). Treiber war die starke Nachfrage nach neuen Produkten.
  • Mit dem Ausbau der Marktpositionen in Großbritannien, Frankreich sowie Australien und Neuseeland stieg der Umsatz in der Region Rest der Welt um 64 % (+68 % cc) im Vergleich zum Vorjahr auf 141 Mio. EUR (GJ 2024: 86 Mio. EUR).
  • Die bereinigte EBITDA-Marge stieg auf rund 8,5 % und lag damit am oberen Ende der Prognosespanne von 6,5 % bis 8,5 %. Verglichen mit 7,5 % im Jahr 2024 ist die höhere Profitabilität auf Effizienzsteigerungen sowie einen vorteilhaften Produktmix zurückzuführen.

Umsatzentwicklung Q4 2025*

  • Im letzten Quartal des Jahres stieg der Gruppenumsatz um 31 % (+39 % cc) gegenüber dem Vorjahr auf 313 Mio. EUR (Q4 2024: 238 Mio. EUR) und übertraf damit die bereits starke Wachstumsrate des Gesamtjahres 2025. Dies ist auf eine starke Performance in der Weihnachtssaison insbesondere rund um Black Friday und Cyber Monday zurückzuführen.
  • Der Umsatz in Nordamerika stieg um 30 % (+42 % cc) gegenüber dem Vorjahr auf rund 154 Mio. EUR (Q4 2024: 118 Mio. EUR), unterstützt durch eine stärkere landesweite Marktpräsenz.
  • In der DACH-Region erhöhte sich der Umsatz um 17 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 82 Mio. EUR (Q4 2024: 70 Mio. EUR). Die hohe Markenattraktivität von tonies zeigte sich in einer starken Kundennachfrage, insbesondere nach den neuen Produktkategorien.
  • In der Region Rest der Welt stieg der Umsatz im vierten Quartal um 54 % (+60 % cc) gegenüber dem Vorjahr auf rund 77 Mio. EUR (Q4 2024: 50 Mio. EUR), was die wachsende Bedeutung der Region durch eine starke Performance in den Märkten unterstreicht.

Die geprüften Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 werden zusammen mit dem Geschäftsbericht der tonies SE am 14. April 2026 veröffentlicht und in einer Präsentation von CEO Tobias Wann und CFO Hansjörg Müller vorgestellt.

| tonies

*alle Zahlen sind vorläufig und ungeprüft


NICI feiert 40-jähriges Jubiläum – Tradition trifft Innovation

02.02.2026 | NICI blickt stolz auf vier Jahrzehnte bunte Markenwelt, zauberhafte Charaktere und unvergessliche Momente für Fans weltweit. Seit der Gründung hat sich NICI von einem kleinen Familienunternehmen zu einem international aufgestellten Anbieter von kindgerechten Produkten, Kuscheltieren, Plüsch-Accessoires, Lifestyle-Artikeln und lizenzierten Markenwelten entwickelt. Das Jubiläum würdigt sowohl die lange Tradition als auch den fortwährenden Innovationsgeist, der NICI zu einer festen Größe im Spielwaren- und Geschenkartikel-Umfeld macht.

 

Als NICI am 1. Juni 1986 gegründet wurde, entwarf und schneiderte die Gründerin die beliebten Kuscheltiere anfangs zu Hause im oberfränkischen Michelau. Sie ließ sich von realen Tieren inspirieren und entwickelte mit comicartigen Einflüssen und einer gezielten Materialauswahl den für NICI typischen Stil. Über die Jahre wurde das NICI-Sortiment stetig erweitert, sodass die NICI GmbH heute zu den bekanntesten und beliebtesten Herstellern von Plüsch- und Geschenkartikeln zählt. Die NICI-Designs entstehen auch heute noch im oberfränkischen Altenkunstadt, wo talentierte Designer täglich ihre ganze Kreativität und Leidenschaft in die Entwicklung neuer NICI-Charaktere investieren. Die über 120 Mitarbeitenden stammen aus verschiedenen Teilen der Welt, bereichern NICI mit ihren Erfahrungen und ihrem Fachwissen und tragen maßgeblich zu dem weltoffenen Unternehmensgeist von NICI bei.

 

Thomas Pfau, CEO der NICI GmbH, betont, dass das Jubiläum nicht nur eine Rückschau, sondern auch einen Ausblick auf die kommenden Jahre bietet. Neben der weiteren Diversifizierung des Portfolios wird verstärkt in digitales Storytelling, Influencer-Kooperationen und internationale Märkte investiert, um die Marke NICI auch zukünftig kreativ, liebenswert und relevant zu halten. Handelspartner profitieren dabei von starken Markenwelten, bewährten Bestsellern und hoher Designkompetenz, kombiniert mit kurzen Lieferwegen, nachhaltigen Produktionsprozessen und individuellen Co-Branding-Lösungen.

 

Markenwert durch Herz und Haltung

Kaum ein Unternehmen steht so sehr für den Erfolg von Plush Charms wie NICI. Bereits in den 1980er-Jahren brachte das Unternehmen Schlüsselanhänger auf den Markt und prägte damit eine völlig neue Produktkategorie. Was damals als liebenswertes Accessoire begann, ist heute ein weltweiter Trendartikel, der in keiner Lifestyle- oder Geschenkartikel-Kollektion fehlen darf. Über die Jahre hat NICI diesen Trend immer wieder neu interpretiert: mit innovativen Designs, wechselnden Themenwelten, hochwertigen Materialien und einem Gespür für Zeitgeist und Qualität. So bleibt NICI nicht nur der Gründer dieser Produktkategorie, sondern auch der Impulsgeber für die nächste Generation von Bag Charms, die emotional, hochwertig und verantwortungsvoll produziert werden und emotionale Verbindungen schaffen – genau das, was Menschen heute suchen.

 

NICI-Kollektionen sind im gut sortierten Spielwaren- und Geschenkartikel-Fachhandel, im Internet, in Kauf- und Warenhäusern sowie in Verbraucher- und Drogeriemärkten erhältlich. | NICI


asmodee kündigt neue Partnerschaft mit Ulisses Spiele und Ottavio an

30.01.2026 | Zur Spielwarenmesse in Nürnberg kündigt asmodee eine neue Vertriebspartnerschaft mit dem deutschen Verlag Ulisses Spiele an. Bestandteil der Zusammenarbeit ist neben ausgewählten Titeln aus dem Ulisses-Spiele-Portfolio auch die Marke Ottavio, die innerhalb der Partnerschaft bewusst eigenständig positioniert wird. 

 

Mit der neuen Partnerschaft baut asmodee sein Angebot im Bereich erzählerischer und thematischer Spiele weiter aus und stärkt zugleich die Verfügbarkeit etablierter Marken für den Fachhandel.

 

„Mit asmodee gewinnen wir einen Vertriebspartner, der den Handel sehr gut kennt und unsere Programme strukturiert und verlässlich in den Markt bringen kann. Für uns ist das ein wichtiger Schritt, um sowohl unseren etablierten Marken als auch neuen Spielreihen mit innovativen Konzepten zu breit aufgestellter Aufmerksamkeit zu verhelfen“, sagt Johannes Kaub von Ulisses Spiele.

 

Ulisses Spiele: etablierter Verlag mit starkem Fantasy-Profil

Ulisses Spiele zählt seit vielen Jahren zu den profiliertesten deutschen Verlagen im Bereich Rollenspiele sowie Fantasy- und Science-Fiction-Spielwelten. Zum Portfolio gehören unter anderem bekannte Marken wie Das Schwarze Auge und Pathfinder, die Ulisses Spiele im deutschsprachigen Markt maßgeblich geprägt haben.

 

Die Partnerschaft mit asmodee zielt darauf ab, diese Titel künftig über eine leistungsfähige Vertriebsstruktur noch gezielter im Fachhandel zu platzieren und ihre langfristige Marktpräsenz zu stärken.

 

Ottavio: narrative Spiele für eine breitere Zielgruppe

Ottavio ist eine Marke von Ulisses Spiele, wird innerhalb der Partnerschaft jedoch klar eigenständig geführt und kommuniziert. Das Label steht für zugängliche, narrative Brett- und Abenteuerspiele, die bewusst auf niedrige Einstiegshürden setzen und neue Spielergruppen ansprechen – auch jenseits klassischer Genre-Communities. Zum Programm von Ottavio zählen unter anderem die Reihen:

  • Adventure in a Box (z. B. Finsterwacht, Samtpfotentango, Der Turm der Bettler)
  • Story in a Box (u. a. Havenas größte Helden)
  • Heldenqueste (z. B. Roter Nebel über Hamburg)
  • Aventuria (kooperative, narrative Brettspielreihe)

 Ergänzt wird das Portfolio durch eigenständige Titel wie Backstab Heroes, Koboldjäger oder Level Up!, die auf kompakte Spielkonzepte und erzählerische Spielerlebnisse setzen.

 

„Ulisses Spiele und Ottavio sind eine wertvolle Ergänzung für unser bestehendes Portfolio. Gemeinsam bieten wir dem Handel sowohl etablierte Marken als auch zugängliche, narrative Spielekonzepte, die neue Zielgruppen ansprechen. Die Partnerschaft stärkt unsere Position als verlässlicher Vertriebspartner für unterschiedliche Marktsegmente. Wir empfinden es als besondere Ehre und Verpflichtung zugleich, dass uns Ulisses und Ottavio als ihren exklusiven Vertriebspartner für ihre wunderbaren Brettspiele ausgewählt hat.“, sagt Udo Fischer, CEO asmodee Deutschland. | asmodee


Ravensburger 2025: Wachstum im Kerngeschäft, Rückgang bei Sammelkarten

30.01.2026 | Nach zwei Jahren mit außerordentlich starkem Wachstum ist der Umsatz der Ravensburger Gruppe im Geschäftsjahr 2025 um 5,9 % (währungsbereinigt -4,8 %) auf 744 Mio. Euro zurückgegangen. Das Kerngeschäft rund um Spiele, Puzzles und Bücher konnte um insgesamt 3 % zulegen. Lediglich das Geschäft mit Sammelkarten normalisierte sich nach extrem erfolgreicher Startphase auf einem hohen Niveau. Angesichts sich verändernder Marktbedingungen und Konsumgewohnheiten richtet das Unternehmen seinen Fokus künftig stärker auf Nähe zum Konsumenten und individuellere Angebote. Zudem stärkt Ravensburger sein Kinderbuchsegment durch die Mehrheitsbeteiligung am NordSüd Verlag. 2026 steht ganz im Zeichen des „verrückten Labyrinths“. Der Spieleklassiker feiert seinen 40. Geburtstag.

 

Trotz globaler Herausforderungen entwickelten sich die internationalen Spielwarenmärkte positiv. Besonders Familien und Erwachsene sorgten hier für Impulse. Ein Trend, von dem auch Ravensburger 2D Puzzles für Erwachsene und Kartenspiele deutlich profitierten. Vertriebsvorständin Susanne Knoche freute sich besonders über die Entwicklung des Kerngeschäfts zweier Regionen: „Trotz widriger Handelsbedingungen wie vielfach neuen Zollbestimmungen konnten wir in den USA und Kanada überdurchschnittlich gut um 11 % wachsen. Auch in Osteuropa (Tschechien, Polen, Slowakei) legten wir mit einem Plus von 12 % stark zu.“

 

Zu den besonders erfolgreichen Produkten des vergangenen Jahres zählte mit einem Umsatzplus von 9 % erneut das spielerische Lernsystem „tiptoi®“, das in mehr als jedem zweiten deutschen Kinderzimmer zuhause ist. Auch die Kugelbahn läuft und läuft: „GraviTrax“ und die Nachwuchs-Variante „GraviTrax Junior“ stießen auf rege Nachfrage und legten um insgesamt 10 % zu. Eine TV-Produktion war ebenso auf dem Spieltisch erfolgreich: Das ProSieben-Quizformat „Wer stiehlt mir die Show?“ mit Joko Winterscheidt begeisterte auch als Gesellschaftsspiel.

 

Sammelkartenspiel: Vom Hype zum etablierten Geschäftsbereich

Das Sammelkartenspiel Disney Lorcana verzeichnete nach der extrem erfolgreichen Startphase einen Umsatzrückgang. Der anfängliche Hype hat sich auf einem hohen Niveau normalisiert. Konsumenten, die vor allem aus Investitionsinteresse eingestiegen waren, haben sich inzwischen wieder vom Markt zurückgezogen. In seiner Kernzielgruppe der Spieler und Sammler erfreut es sich weiterhin wachsender Beliebtheit.

 

Die im zweiten Halbjahr erschienenen Kartensets waren ausverkauft, die Zahl der Spieler wächst. Dazu tragen auch die zahlreichen „Organized Play Events“ bei, die in spezialisierten Hobby- und Spielefachgeschäften angeboten werden.

 

Disney Lorcana hat sich von einem Start-up zu einem nachhaltigen Geschäftsbereich und damit zu einer langfristigen Säule im Ravensburger Produktportfolio entwickelt. Mit neuen Produkten wie Puzzles und Büchern baut Ravensburger die Welt weiter aus. Ab Set 12, das im Mai 2026 auf den Markt kommt, dürfen sich Fans zudem auf die ersten Pixar-Charaktere freuen, unter anderem aus dem Animationsfilm „Toy Story“.

 

Ravensburger stellt sich für die Zukunft auf

Das internationale Marktumfeld verändert sich derzeit grundlegend: Handelsbarrieren, technologische Umbrüche, ein verändertes Konsumverhalten und ein zunehmend globaler Wettbewerb sind maßgebliche Faktoren. Damit einhergehend steigt der Kostendruck des Unternehmens entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Angesichts dieser Entwicklungen passt Ravensburger seine Strukturen und Kostenbasis an.

 

Neben operativen Veränderungen investiert das Unternehmen verstärkt in Erlebniskonzepte, die über das Produkt hinausreichen und Fans sowie Communities zusammenbringen. „Wir sehen, dass Menschen zunehmend Gemeinschaft suchen und ihre Begeisterung an Hobbys wie Puzzeln oder Spielen miteinander teilen wollen“, erklärte Clemens Maier, Vorstandsvorsitzender von Ravensburger, am Vorabend der 75. Nürnberger Spielwarenmesse. Ravensburger könne genau das bieten. Daher baut das Unternehmen sein Eventportfolio aus – von Händler- und Messeevents über derzeit angesagte Speedpuzzle-Wettbewerbe bis hin zu zahlreichen Turnieren und Community-Formaten rund um Disney Lorcana, die oft binnen kurzer Zeit ausgebucht sind. Auch im Produktportfolio ist mehr Kundennähe geplant. Personalisierte Angebote wie Fotopuzzles oder limitierte Editionen gewinnen an Bedeutung. Mit einem neuen Digitaldruckverfahren kann Ravensburger schneller auf Trends reagieren und flexibel auf kundenspezifische Anforderungen reagieren.

 

Strategische Mehrheitsbeteiligung am NordSüd Verlag

Ravensburger beteiligt sich mehrheitlich am NordSüd Verlag, dem größten Schweizer Kinderbuchverlag. Seit 1961 bringt NordSüd Bücher für Kinder zwischen zwei und acht Jahren aus aller Welt heraus. Zu den beliebtesten Figuren und Geschichten zählen „Der Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister, „Lars, der kleine Eisbär“ von Hans de Beer und die „Mäuseabenteuer“ von Torben Kuhlmann. Ravensburger baut damit sein Kinderbuchsegment weiter aus. Zudem erhält es Zugang zu starken Marken und Charakteren. Gerade beim Nachwuchs ist die emotionale Bindung zu den Helden im Kinderzimmer entscheidend. Dem NordSüd Verlag wiederum stehen künftig die Reichweite und Infrastruktur des Ravensburger Netzwerks zur Verfügung.     >>> Die ausführliche Presseinformation finden Sie hier. 

 

40 Jahre „Das verrückte Labyrinth“

Das Auf- und Zuschieben seiner Schreibtisch-Schublade brachte Autor Max J. Kobbert auf die entscheidende Idee mit dem beweglichen Labyrinth als Spielplan. Diese Spielidee hat sich inzwischen über 30 Millionen Mal verkauft, in über 65 Ländern weltweit. 2026 feiert die wichtigste Spielefamilie mit dem blauen Dreieck ihren 40. Geburtstag. 

 

Zum Jubiläum wächst das Labyrinth-Universum weiter, unter anderem mit diesen drei Highlights: Der Klassiker erscheint als 3D-Kampagnenabenteuer – eine Variante mit aufeinanderfolgenden Missionen für ein fortlaufendes Spielerlebnis. Die opulent ausgestatteten „Labyrinth Chronicles“ richten sich auch an erfahrene Brettspieler. Die Umsetzung läuft über die größte auf Gesellschaftsspiele spezialisierte Crowdfunding-Plattform, Gamefound. Die Plattform, an der Ravensburger beteiligt ist, ermöglicht Spielern, die Projekte, die sie spannend finden, zu unterstützen und die Entwicklung mitzugestalten. Im Herbst 2026 folgt in Kooperation mit dem Hans im Glück Verlag „Carcassonne Labyrinth“. Zwei moderne, erfolgreiche Klassiker zu einem neuen Spielerlebnis vereint. Das Spiel erscheint zum Start europaweit und richtet sich an Familien und Fans beider Marken. Darüber hinaus lässt ein Buch die Spielidee des verrückten Labyrinths als spannende Geschichte erleben. | Ravensburger


10 Jahre EXIT®: KOSMOS baut erfolgreiche Brettspielmarke strategisch weiter aus

26.01.2026 | Starke Marken, attraktive Lizenzen und Innovationen prägen das Programm 2026 // KOSMOS verzeichnet leichtes Umsatzplus. 

 

KOSMOS startet mit einer klaren Marken- und Wachstumsstrategie ins Spielwarenjahr 2026. Im Mittelpunkt des Auftritts auf der Nürnberger Spielwarenmesse steht das zehnjährige Jubiläum von EXIT® – Das Spiel. In nur einem Jahrzehnt hat sich die Reihe zu einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Brettspielmarken weltweit entwickelt und zählt heute zu den Top 3* der umsatzstärksten Spielemarken im Markt.

 

Seit dem Start 2016 wurden weltweit rund 30 Millionen EXIT®-Spiele in über 35 Ländern verkauft. Die EXIT®-Reihe bildet neben weiteren Marken wie CATAN, Ubongo, Die Legenden von Andor oder Die drei ??? eine wichtige Säule im Portfolio von KOSMOS und steht exemplarisch für eine systematisch aufgebaute und konsequent gepflegte Markenwelt. Bereits mit der Auszeichnung der ersten drei Titel zum Kennerspiel des Jahres 2017 setzte EXIT® früh ein starkes Signal und prägte den Trend kooperativer Rätsel- und Erlebnisspiele maßgeblich mit.

 

Markenstärke als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

KOSMOS zählt seit Jahren zu den führenden Spieleverlagen und ist aktuell die Nummer 2** im deutschen Spielemarkt. Professionelles Markenmanagement, hochwertige Produkte und ein Fokus auf Zielgruppenerweiterung bilden die Grundlage für die positive Umsatzentwicklung in einem insgesamt herausfordernden Marktumfeld.

 

„Qualität ist eines unserer stärksten Differenzierungsmerkmale. Dass Kosmos-Spiele im vergangenen Jahr in allen drei relevanten Kategorien von Spiel des Jahres nominiert wurden, ist ein Meilenstein, den vor uns kein anderer Verlag erreicht hat und ein klarer Beleg für unseren Anspruch an herausragende Spielideen“, sagt KOSMOS-CEO Matthias Kienzle.

 

Umsatzzuwachs erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr vor allem international: „Der Relaunch von CATAN und die breit angelegten Brettspielkampagnen haben unser DACH- und Europageschäft deutlich beschleunigt“, erklärt Matthias Kienzle. „Indem wir unsere Marken emotional erlebbar machen, schaffen wir Relevanz, Bindung und langfristiges Vertrauen bei unseren Konsumentinnen und Konsumenten.“

 

EXIT® 2026: Wachstum durch Zielgruppenerweiterung und Aktivierungen

Im Jubiläumsjahr 2026 treibt KOSMOS die Weiterentwicklung der Marke EXIT® gezielt voran. Neben einer limitierten Jubiläumsausgabe („EXIT® – Das Spiel: Der perfekte Einbruch“ in hochwertiger Metall-Box) setzt der Verlag auf Lizenz- und Markenpartnerschaften, um neue Zielgruppen anzusprechen und noch mehr Menschen zum Spielen zu bringen.

 

Mit EXIT® – Das Spiel: Fourth Wing adressiert KOSMOS erstmals gezielt die New-Adult-Zielgruppe, während EXIT® – Das Puzzle: Die drei ??? zusätzliche Reichweite bei Krimi- und Puzzlefans schafft. Ergänzt wird die Produktstrategie durch umfangreiche Markenaktivierungen wie eine deutschlandweite Tour mit einem mobilen Escape-Room in Form eines „EXIT® -Geldtransporters“ sowie Live-Bühnenshows in Stuttgart, Köln und Essen. Ziel ist es, den Fans begeisternde Events und Erlebnisse rund um die Marke anzubieten.

 

Innovationen im Bereich Experimentieren

Auch im Segment Experimentieren behauptet KOSMOS mit den traditionsreichen Experimentierkästen seine Marktführerschaft. Seit über 100 Jahren ist das Unternehmen in diesem Segment die unangefochtene Nummer 1*** mit einem Marktanteil von über 50 Prozent.

 

Auf der Spielwarenmesse präsentiert KOSMOS mit dem Experimentierkasten „Robotic Flower“ eine bionische Blume, die auf Licht und Bewegung reagiert. Dabei wird Technik lebendig und Kinder ab acht Jahren erleben, wie spannend Bionik sein kann. Einmal aufgebaut, öffnet und schließt die Robotic Flower ihre Blütenblätter, sobald Licht oder Bewegung erkannt wird – ermöglicht durch einen Näherungssensor mit Infrarot-Technik und einen Lichtsensor. Durch gestaltbare Oberflächen, die Kinder individuell verzieren können und Elemente, die Technik, Design und Fantasie verbinden, bekommen Kinder Freiräume für eigene Ideen. Mit der Robotic Flower verbindet KOSMOS so Technikverständnis mit Kreativität und bietet ein innovatives, zeitgemäße Lernspielzeug. Durch die Verbindung von logischem Denken mit künstlerischen und kreativen Techniken entstehen vielfältige Lernprozesse, die Kinder motivieren, inspirieren und ihre Problemlösungskompetenz stärken.

 

Auf der Nürnberger Spielwarenmesse präsentiert KOSMOS sein aktuelles Programm aus Brettspielen, Experimentierkästen und Kinderbüchern. | KOSMOS