Der TOYS & GAMES Report - das Fachmagazin für Toys, Games und Familie

Handel

Relaunch von Toys R Us in den USA mit ganz neuem Konzept?

Es scheint sich etwas zu tun in diesem klassischen Einerlei der Konditionsforderungen des Handels einerseits und der Klagen der Industrie darüber andererseits.

 

Der Relaunch von Toys R Us in den USA scheint mit einem zwar nicht neuen, aber dennoch nicht weniger attraktiven Konzept an den Start gehen zu wollen.

 

Die Rede ist davon, dass Toys R Us als zukünftiges Businessmodell lediglich die (Regal-)flächen zur Verfügung stellen wird. Das heißt  kein Cent der verkauften Produkte geht an Toys R Us selbst, sondern direkt an die Industrie. Damit ginge das Joint Venture aus b8ta und Tru Kids ganz neue Wege im Spielwarenhandel. Wir werden diese Entwicklung sehr gespannt verfolgen. Ph

Müller - Günther Helm holt Nice Shops ins Boot

Für Insider ist das keine neue Erfahrung, bevor der neueste Zugang aus dem Top-Management von Drogeriekönig Erwin Müller verschlissen wird, hat er erst einmal wunderbare 100 Tage der Ruhe. So verwundert es auch nicht, dass Müllers neuester Topmanager, Günther Helm, der von der österreichischen ALDI-Tochter Hofer abgeworben wurde erst einmal sorglos walten kann. Seit 1. Juni an Bord und schon sichert er sich eine kleine 26% Beteiligung an dem österreichischen Onlinehändler Niceshops GmbH – und macht damit einen weiteren Schritt im geplanten Ausbau des Digitalgeschäfts.

 

Erwin Müller hat versprochen sich "fast vollständig" aus dem operativen Geschäft zurück zu ziehen, so zumindest Helms Interpretation beim Amtsantritt. Man wird sehen ob er damit Recht behält. Denn Müller hat schon viele Topmanager erfolgreich vergrault, den eigenen Sohn ausbezahlt.

 

Für Helm ist diese Akquisition ein Schritt in die richtige Richtung. Er will den Online-Handel wesentlich aggressiver angehen als in der Vergangenheit. So bietet Müller noch immer keine Lieferung ins Haus an. Kunden müssen immer noch brav in die Filialen tapern und sich ihre Produkte abholen. Müller, Nummer drei der deutschen Drogerieketten, längst weit abgehängt von seinen Konkurrenten Rossmann und dm.

 

Spätestens Anfang September sind die berüchtigten 100 Tage um. Dann wird sich zeigen was "fast vollständig" bedeutet. Hoffentlich kann Helm dann erste schnelle Erfolge (in Euro) nachweisen, denn ansonsten wird auch er von dem alternden Patriarchen gnadenlos geschasst werden. Und wieder wird es heißen, "der Nächste bitte". Ph

Bundeskartellamt erwirkt für Händler auf den Amazon Online-Marktplätzen weitreichende Verbesserungen der Geschäftsbedingungen

Aufgrund von kartellrechtlichen Bedenken des Bundeskartellamtes ändert Amazon seine Geschäftsbedingungen für Händler auf den Amazon Online-Marktplätzen.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Zur Beendigung unseres Verfahrens wird Amazon seine Geschäftsbedingungen für die auf dem Marketplace tätigen Händler für den deutschen Marktplatz amazon.de, für alle europäischen Marktplätze (amazon.co.uk, amazon.fr, amazon.es, amazon.it) sowie weltweit für alle seine Online-Marktplätze einschließlich der amerikanischen und asiatischen Marktplätze anpassen. Die Änderung der Geschäftsbedingungen (Business Solutions Agreement - BSA) wird heute von Amazon angekündigt und veröffentlicht. Sie tritt 30 Tage später in Kraft. Damit werden die zahlreichen Beschwerden von Händlern beim Bundeskartellamt gegenüber Amazon aufgegriffen. Die Änderungen betreffen den einseitigen Haftungsausschluss zugunsten von Amazon, die Kündigung und Sperrung der Konten der Händler, den Gerichtsstand bei Streitigkeiten sowie den Umgang mit Produktinformationen und viele andere Fragen. Für die auf den Amazon Marktplätzen tätigen Händler haben wir mit unserem Verfahren weltweit weitreichende Verbesserungen erwirkt. Das Verfahren wird eingestellt“.

 

Amazon ist in vielen Produktgruppen der größte Online-Händler und betreibt den mit Abstand größten Online-Marktplatz in Deutschland. Für viele Händler hat der Amazon-Marktplatz beim Online-Vertrieb, insbesondere für den Zugang zum Kunden, eine große Bedeutung. Im November 2018 hatte das Bundeskartellamt aufgrund von zahlreichen Beschwerden von Händlern ein Verfahren gegen das Unternehmen wegen des Verdachts auf missbräuchliche Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen gegenüber den Händlern auf dem deutschen Marktplatz amazon.de eröffnet (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 29. November 2018). Dieses Verfahren hat das Bundeskartellamt aufgrund der vorgenommenen Änderungen nun eingestellt.

 

Zu den Änderungen im Einzelnen:

 

- Haftungsregeln:

 

Amazon ist bislang praktisch von jeglicher Haftung gegenüber den Händlern freigestellt.

 

Dieser Haftungsausschluss von Amazon wird zu Gunsten der Händler eingeschränkt und enger gefasst. Amazon haftet künftig ebenso wie die Händler für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Damit erfolgt für die europäischen Marktplätze eine Anpassung der Regelungen an europäische Standards für Geschäftsbeziehungen zwischen Gewerbetreibenden (B2B).

 

- Kündigung und Sperrung:

 

Amazon hat bislang ein unbeschränktes Recht zur sofortigen Kündigung und der sofortigen Sperrung von Konten der Händler ohne Angabe von Gründen.

 

Bei ordentlichen Kündigungen gilt künftig eine 30 Tage-Frist. Bei außerordentlichen Kündigungen (gestützt auf den Vorwurf von Gefährdungen und Rechtsverletzungen durch einen Händler) ebenso wie bei Sperrungen besteht nun eine Pflicht von Amazon zur Information und Begründung.

 

- Gerichtsstand:

 

Bislang war Luxemburg als ausschließlicher Gerichtsstand in den europäischen Geschäftsbedingungen für den Marktplatz als auch in den europäischen Geschäftsbedingungen für den Zahlungsverkehr vorgegeben. Diese Regelung hat es insbesondere kleineren Händlern erschwert, überhaupt eine rechtliche Auseinandersetzung zu suchen.

 

Die Ausschließlichkeit des luxemburgischen Gerichtsstands wird nun für alle europäischen Marktplätze beseitigt. Inländische Gerichte können künftig unter bestimmten Voraussetzungen zuständig sein.

 

- Retouren und Erstattungen:

 

Für die Kunden bleibt alles beim Alten. Von einer Neuregelung unangetastet bleiben die Amazon-Regeln zu Kundenretouren und Erstattungen im Hinblick auf das Verhältnis zu den Kunden.

 

Bislang mussten die Händler einseitig die Kosten und sonstigen Folgen einer von Amazon getroffenen Erstattungsentscheidung tragen. Halten sie die Retoure für unberechtigt, können sie nach den neuen Regelungen Widerspruch einlegen und ggf. einen Ausgleichsanspruch gegenüber Amazon geltend machen.

 

- Produktinformation und Nutzungsrechte:

 

Die Händler mussten Amazon bislang sehr weitreichende Rechte zur Nutzung der eigenen Produktmaterialien, wie Informationen, Beschreibungen, Bilder etc. einräumen. Händler mussten dem Amazon-Marktplatz außerdem Produktmaterial zur Verfügung stellen, das qualitativ ebenso hochwertig ist wie das von ihnen in anderen Vertriebskanälen verwendete Material („Paritätsvorgabe“).

 

Die angepassten Regelungen enthalten hinsichtlich der Nutzungsrechte Verbesserungen und Klarstellungen im Sinne der Händler. Insbesondere ist die zulässige Nutzung durch Amazon nun auf bestimmte Verwendungszwecke beschränkt. Die sogenannte „Paritätsvorgabe“ entfällt. Künftig sind daher hochwertigere bzw. speziellere Produktinformationen und Darstellungen auf anderen Webseiten möglich. Anforderungen von Amazon an die Qualität des Produktmaterials bleiben aber weiterhin zulässig. Diese Änderung unterstützt die Möglichkeiten von Händlern und Herstellern, mit eigenen Internetseiten in den Wettbewerb zum Amazon-Marktplatz zu treten. 

 

- Geheimhaltung:

 

Öffentliche Äußerungen der Händler zu der Geschäftsbeziehung zu Amazon sind bislang nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von Amazon erlaubt gewesen.

 

Die diesbezügliche Klausel wird weitgehend reduziert.

 

- Transparenz:

 

Das Bundeskartellamt hat dafür Sorge getragen, dass es für Händler künftig einfacher wird, die geltenden Regelungen überhaupt zu identifizieren. Die Regelungen werden künftig besser auffindbar sein. Änderungen werden mit einer Frist von 15 Tagen vorher angekündigt.

 

- Produktrezensionen und Verkäuferbewertungen:

 

Von zahlreichen Händlern wurde auch die Praxis von Amazon bei Bewertungen beanstandet. Es wurde kritisiert, dass Amazon Verkäufe von Amazon als Händler (Amazon Retail) gegenüber den Verkäufen von Marktplatzhändlern in dieser Hinsicht bevorzugen würde, insbesondere weil über Drittanbieter eingeholte Produktbewertungen von der Plattform entfernt werden. Amazon hat vorgetragen, dass es ein erhebliches Risiko von falschen und manipulativen Bewertungen gibt und Amazon das Problem grundsätzlich angehen möchte. Vor allem soll das bislang nur den Lieferanten von Amazon Retail zugängliche eigene Bewertungsprogramm „Vine“ schrittweise für solche Marktplatzhändler geöffnet werden, die Inhaber einer bei Amazon registrierten Marke sind.

 

Von weiteren Anforderungen für die Regelungen zu Produktbewertungen hat das Bundeskartellamt deshalb sowie vor dem Hintergrund der laufenden Sektoruntersuchung „Nutzerbewertungen“ (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 23. Mai 2019) und der laufenden Untersuchungen der Europäischen Kommission zu Amazon (siehe unten) zunächst abgesehen.

 

Auf dem Markplatz amazon.de waren 2018 mehr als 300.000 Dritthändler tätig. Bezogen auf das Handelsvolumen von Dritthändlern auf dem Marktplatz amazon.de stammen 60-65 Prozent von deutschen Händlern, 20-25 Prozent von außereuropäischen Händlern und 10-15 Prozent von Händlern aus sonstigen europäischen Ländern, darunter weniger als 2 Prozent von Händlern aus Österreich und in noch weit geringerem Umfang aus Luxemburg. Mehr als 95 Prozent des Gesamthandelsvolumens auf amazon.de entfällt auf deutsche oder österreichische Kunden. 2018 wurden auf amazon.de mehr als 300 Mio. verschiedene Artikel (ASIN) angeboten und ca. 1,3 Mrd. Produkte verkauft. Das (netto) Handelsvolumen des deutschen Marktplatzes betrug im Jahr 2018 weit mehr als 20 Mrd. Euro. Amazon.de ist damit der mit Abstand größte der fünf europäischen Marktplätze von Amazon. Bezogen auf die fünf europäischen Marktplätze macht der deutsche Marktplatz 40-50 Prozent aus, danach folgen der britische und dann die drei übrigen Marktplätze (amazon.fr, amazon.es, amazon.it). Von den 37 Mio. Kunden in 2018, die mindestens ein Produkt auf dem deutschen Marktplatz gekauft haben, stammen über 80 Prozent aus Deutschland und 5-10 Prozent aus Österreich. Das Handelsvolumen auf amazon.de stammt zu 40-45 Prozent von der eigenen Retail-Sparte von Amazon und zu 55-60 Prozent von Dritthändlern. Im Jahr 2018 wurden von Amazon auf dem deutschen Marktplatz mehr als 250.000 Verkäufer-Konten dauerhaft und mehr als 30.000 Verkäufer-Konten vorübergehend gesperrt. Grund waren vor allem Betrugsvorwürfe (daneben Verletzung gewerblicher Schutzrechte und Produktfälschungen).

 

Während des Verfahrens hat sich das Bundeskartellamt intensiv mit der Europäischen Kommission ausgetauscht, die auf Basis des europäischen Kartellrechts weiterhin vor allem die Erhebung und die Nutzung von Transaktionsdaten durch Amazon untersucht. Die Kommission befasst sich dabei insbesondere mit dem Datengebrauch durch Amazon sowie dessen Auswirkungen auf die Marktplatzhändler.

 

Darüber hinaus hat sich das Bundeskartellamt mit zahlreichen nationalen Wettbewerbsbehörden in Europa sowie außerhalb Europas über den Verfahrensgegenstand ausgetauscht. Intensive Gespräche gab es insbesondere auch mit den Wettbewerbsbehörden in Österreich (Bundeswettbewerbsbehörde) und von Luxemburg (Conseil de la concurrence), da diese auch eigene Missbrauchsverfahren gegen Amazon geführt und ermittelt haben. Bundeskartellamt

Amazon führt Transparency in Europa, Indien und Kanada ein – einen Authentifizierungsservice, der Fälschungen umfangreich verhindern soll

Amazon (NASDAQ:AMZN) hat bekannt gegeben, seinen Authentifizierungsservice Transparency auf Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Indien und Kanada auszuweiten. Mit Transparency erstellen Markeninhaber eindeutige Codes, die sie auf ihren Produkten anbringen. Kunden, Markeninhaber, Amazon und weitere Akteure der Lieferkette können so jede Produkteinheit eindeutig authentifizieren. Das schützt Marken und Kunden besser vor Fälschungen. Die eindeutige Authentifizierung  jeder Produkteinheit ist der effektivste Weg, um Fälschungen über die gesamte Lieferkette hinweg zu bekämpfen und zu verhindern. Die geographische Ausweitung von Transparency auf weitere Länder ist Amazons jüngste der permanenten Investitionen in skalierbare, technologiegetriebene Lösungen, um Fälschungen zu verhindern. 

 

„Fälschungen sind ein branchenweites Problem – online und offline. Wir sind davon überzeugt, dass die besten Lösungen gegen Fälschungen auf Partnerschaften basieren, in denen Amazons technologische Innovationen mit dem umfangreichen Wissen der Markeninhaber kombiniert werden“, sagte Dharmesh Mehta, Amazon Vice President, Customer Trust and Partner Support. „Wir haben Transparency entwickelt, um Markeninhabern eine einfache, skalierbare Lösung an die Hand zu geben, mit der sie und Amazon selbst, Produkte über die gesamte Lieferkette authentifizieren und Fälschungen stoppen können, bevor sie einen Kunden erreichen.“

 

Transparency ist ein Authentifizierungsservice, der einen eindeutigen Code für jede Produkteinheit generiert. Markenhändler bringen diesen Code auf ihren Produkten an. Jedes Mal, wenn eines dieser Produkte auf Amazons Webseiten bestellt wird, scannt und verifiziert Amazon den Code. Das stellt sicher, dass nur echte Produkte den Kunden erreichen. Darüber hinaus können Kunden den Code mit einer App scannen und die Authentizität selbst überprüfen – unabhängig davon, wo sie ihr Produkt gekauft haben. Markeninhaber können über Transparency auch weitere Angaben bereitstellen, wie Produktionsdatum und -ort oder ergänzende Produktinformationen geben (z.B. Inhaltsstoffe).

 

Mehr als 4.000 Marken nehmen an Transparency in den USA teil, vom Startup bis zum Fortune-500Unternehmen. Jeden Monat kommen Hunderte weiterer Marken hinzu. 300 Millionen eindeutige Codes wurden für diese Marken bereits generiert. Dadurch konnte Amazon proaktiv verhindern, dass 250.000 Fälschungen von Transparency-fähigen Produkten den Kunden erreichen. 2019 hat es keine einzige Meldung zu Fälschungen von Produkten gegeben, die vollständig in Transparency integriert waren – weder von Markeninhabern noch von Kunden, die diese Produkte bei Amazon gekauft haben.  

 

Amerikanische Verkaufspartner berichten von ihren Erfahrungen: „Amazons proaktiver Ansatz und Investitionen in Tools wie Transparency ermöglichen es uns, das Vertrauen der Verbraucher in unsere Produkte zu stärken und zu verhindern, dass gefälschte Produkte in die Hände unserer Kunden gelangen“, sagte Matt Petersen, CEO von Neato Robotics, die intelligente Staubsaugerroboter herstellen. 

 

„Es war schon immer eine große Herausforderung für uns, Fälschungen von Grund auf zu bekämpfen – und das betrifft alle Markeninhaber auf fast allen Kanälen überall auf der Welt“, sagt Bill Mei, CEO bei Cowin, Hersteller von Noise-Cancelling-Kopfhörern. „Seit wir Transparency beigetreten sind, hat sich das Thema Fälschungen bei all unseren Produkten erledigt, die durch das Programm geschützt sind.“ Amazon

E-COMMERCE-PLUS VON 11,3 PROZENT IM 1. HALBJAHR 2019

Auch im 1. Halbjahr 2019 bleibt der E-Commerce weiterhin Treiber im Online-Handel und legt insgesamt mit einem Plus um 11,3 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 zu. Die aktuellen Zahlen der großen Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) bestätigen dies auch für das 2. Quartal 2019. „Fast moving consumer goods“ wie Lebensmittel oder Drogerie-Waren wachsen am Stärksten.

 

Im Zeitraum April bis Juni 2019 gaben die Verbraucher im Online-Handel 2019 17.363 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 15.600 Mio. EUR inkl. USt) aus. Im 2. Quartal 2019 kauften die deutschen Verbraucher Waren im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) für 17.964 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 16.369 Mio. EUR inkl. USt). Der Online-Handel hat somit einen Anteil von 96,7 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4.810 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 4.608 Mio. EUR inkl. USt) und damit ein Plus von 4,4 Prozent.

 

Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf)

„Täglicher Bedarf“ ist im Online-Handel nicht mehr wegzudenken. Das Gesamtvolumen des Warengruppen-Cluster stieg daher auch um insgesamt 14,2 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 1.249 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.094 Mio. EUR inkl. USt). Die große Akzeptanz Lebensmittel online zu bestellen, bescherte dem 2. Quartal 2019 einen Online-Umsatz von 407 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 346 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 17,9 Prozent.

 

„Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass der Online- und Versandhandel heute schon die Grundversorgung gemeinsam mit seinen belastbaren und effizienten Zustellpartnern sichert“, so bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. „Diese Chance sollte die Bundesregierung stärker nutzen, um Teilhabe auch an Kultur- oder Gesundheitsleistungen in strukturschwächeren Regionen zu unterstützen.“

 

Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus- /Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte)

In der Kategorie Möbel, Lampen und Dekoration zeigte sich nachhaltig hohes Wachstumspotential. Hier stieg der Online-Umsatz im 2. Quartal 2019 um 14,4 Prozent auf 1.241 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.084 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel)

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 2. Quartal 2019 auf 2.209 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.979 Mio. EUR inkl. USt) um 11,6 Prozent. Der Bereich DIY und Blumen bescherte dem 2. Quartal 2019 einen Online-Umsatz von 720 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 632 Mio. EUR inkl. USt) und einen Anstieg um 14,0 Prozent. Hobby und Freizeitartikel stiegen im 2. Quartal 2019 um 12,3 Prozent auf 745 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 664 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Bekleidung inkl. Schuhe“

Der Mode-Onlinehandel hat sich von der Schwäche im stationären Handel im ersten Halbjahr deutlich abkoppeln können. In der Kategorie Bekleidung verzeichnet die Branche ein Wachstum von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der entsprechende Umsatz erhöhte sich auf 3.206 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 2.818 Mio. EUR inkl. USt). Im 2. Quartal 2019 lag das Wachstum für den Bereich Schuhe bei 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 1.015 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 926 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Ebooks/Hörbücher, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation)

Die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele verzeichnete im 2. Quartal 2019 Umsätze von 1.526 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.376 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 10,9 Prozent. Der Bereich Elektronikartikel und Telekommunikation wuchs online um 10,3 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 3.359 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 3.044 Mio. EUR inkl. USt). Die Online-Umsätze bei Büchern und E-Books stiegen um 6,3 Prozent und lagen bei 917 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 863 Mio. EUR inkl. USt).

 

Online-Marktplätze mit über 8 Mrd. Euro Quartalsumsatz im E-Commerce

Im 2. Quartal zogen die Multichannel-Versender zwar weiterhin gegenüber den Online-Marktplätzen nach, aber in absoluten Zahlen kaufen die Deutschen immer mehr bei Letzteren online ein. Die Kategorie „Multichannel“ mit E-Commerce-Anbietern aus dem stationären Einzelhandel und Katalog-Versandhandel wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 Prozent und erreichte einen Umsatz von 6.215 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 5.600 Mio. EUR inkl. USt). Darunter verzeichneten die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft ein nur unterdurchschnittliches Plus von 5,9 Prozent. Die Umsätze lagen bei 2.691 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 2.541 Mio. EUR). Mit einem weiteren Wachstum von 13,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 8.020 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 7.098 Mio. EUR inkl. USt) besetzten die Online-Marktplätze wieder fast die Hälfte des Gesamtumsatzes.

 

Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des bevh 2019 die 70 Mrd. Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Mrd. Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Mrd. Euro brutto. bevh

EHI veröffentlicht Studie zu Inventurdifferenzen im deutschen Handel

Die Rasierklingen verschwinden in der Jackentasche oder das Parfum in der Handtasche. „Im Handel wird nach wie vor gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist“, erklärt Frank Horst, Sicherheitsexperte vom EHI, „trotz aufwändiger Präventivmaßnahmen summieren sich die Verluste in 2018 auf 4,3 Mrd. Euro.“ Nach 4,1 Mrd. Euro in 2017 bedeutet das eine Steigerung von fast 5 Prozent, so die Studie „Inventurdifferenzen 2019“. Welche Zusammenhänge bestehen und welche Trends es bei Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen gibt, erläutert Frank Horst heute auf dem „EHI Inventur- und Sicherheitskongress 2019“ in Köln.

 

Eine Milliarde zu Lasten von Mitarbeitern. Von den 4,3 Mrd. Euro – branchengewichtete Hochrechnung für den gesamten deutschen Einzelhandel – entfallen rund 3,75 Mrd. Euro auf Diebstahl, davon rund 2,38 Milliarden Euro auf Diebstähle durch Kunden, den eigenen Mitarbeitern/innen werden gut eine Milliarde angelastet, und Lieferanten sowie Servicekräften werden 350 Millionen Euro an Warenverlusten im Jahr zugerechnet. Statistisch gesehen entfällt auf jeden Haushalt in Deutschland jährlich ein Warenwert von fast 60 Euro, der nicht bezahlt wird. Auf den Lebensmittelhandel projiziert bedeutet dies, dass nach wie vor rund jeder 200. Einkaufswagen unbezahlt die Kasse passiert. 560 Mio. Euro entstehen durch organisatorische Mängel wie falsche Preisauszeichnung oder nicht erfasster Bruch und Verderb.

 

Der ehrliche Kunde zahlt mit. Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmer haben sich die Inventurergebnisse in Prozentpunkten im Vergleich zu 2017 verschlechtert. Eine durchschnittliche Inventurdifferenz von 0,63 Prozent – bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz – schmälert die Renditen im Einzelhandel erheblich. Bewertet zu Verkaufspreisen in Relation zum Bruttoumsatz entspricht dies in branchengewichteter Hochrechnung einem Wert von durchschnittlich 1 Prozent des Umsatzes. Hinzu kommen jährliche Ausgaben des Handels von rund 1,45 Milliarden Euro für Präventions- und Sicherungsmaßnahmen, um seine Waren vor Diebstählen zu schützen. Insgesamt gehen dem Handel damit durch Inventurdifferenzen und Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen rund 1,34 Prozent seines Umsatzes verloren, die letztlich jeder Kunde mit bezahlt.

 

Erneuter Rückgang der Ladendiebstahlsanzeigen. 2018 sind die angezeigten Ladendiebstähle laut polizei­licher Kriminalstatistik um 4,1 Prozent zurückgegangen auf insgesamt 339.021 Fälle (Vorjahr 353.384). Wäh­rend die Zahl der einfachen Ladendiebstähle seit 1997 nahezu kontinuierlich gesunken ist, haben sich schwe­re Ladendiebstähle in den letzten zwölf Jahren nahezu verdreifacht. Durch die hohe Dunkelziffer von über 98 Prozent besitzt die Statistik nur eine eingeschränk­te Aussagefähigkeit. Aus dem durchschnittlichen Scha­den aller angezeigten Diebstähle und dem tatsächlichen Schaden im Handel ergibt sich, dass jährlich rechne­risch über 23 Millionen Ladendiebstähle mit je einem Warenwert von 100 Euro unentdeckt bleiben. EHI

EK/servicegroup - Young Networker trafen sich im dänischen Billund

Nach dem letzten Fachtreffen im April in Zürich führte der Weg von knapp 30 jungen Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Mitgliederkreis der  EK/servicegroup vom 22. bis 24. Juni 2019 ins dänische Billund. Auf dem Veranstaltungsprogramm standen u. a. ein Impulsvortrag zum Thema „Versicherungen“, ein Instagram-Workshop, Abstecher in die Welt der Lego-Steine und der auf dem Weg liegende Besuch eines Kollegen-Fachgeschäftes.

 

Zum Auftakt des Fachprogramms rückte das oft leidige, aber immer unumgängliche Versicherungsthema in den Mittelpunkt. André Salau, von der Verbraucherberatungsstelle für Versicherungen, verdeutlichte in seinem Impulsvortrag, wie schnell eine Unterversicherung die unternehmerische Existenz gefährdet. Welche Versicherungen sind wichtig, was gilt es vor Abschluss und im Schadensfall zu beachten? Hier bekamen die Networker die passenden Antworten.

 

Anschließend vermittelte EK Experte Sven Scheffler in einem Workshop die Basics im Umgang mit Instagram. Dazu gehören u. a. das Anlegen und Bearbeiten eines Unternehmensprofils. Die große Social-MediaPlattform bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Steigerung von Bekanntheit, Kundenfrequenz und Umsatz. Im Workshop posteten die Jungunternehmer dafür neu erstellte Storys sowie andere Beiträge und erfuhren alles über Funktionen wie „Kommentieren, Folgen, Liken“, die Interaktion mit Followern, das Erstellen von Gewinnspielen u. v. m.

 

Billund ist LEGO. Wer nach Billund fährt, kommt an LEGO nicht vorbei. So nahmen die Networker im Rahmen der Veranstaltung an einer geführten Tour durch

das mit 25 Millionen LEGO-Steinen gefüllte „LEGO House – Home of the Brick“ teil, tauchten einen langen Nachmittag in die Erlebniswelten des LEGOLAND ein und erhielten auf der LEGO Factory Tour Einblicke in die Produktion der bunten Steine, die das Fundament eines der weltgrößten Unternehmen der Spielwarenbranche bilden: Allein in Billund werden täglich millionenfach Teile produziert.

 

Besuch bei einem Young Network-Mitglied. Fast schon Tradition bei Young Network-Fachtreffen hat der Besuch eines nahegelegenen bzw. „auf dem Heimweg“ liegenden Mitgliedshauses. Ziel war diesmal Flintbek im Kreis RendsburgEckernförde in Schleswig-Holstein. Hier leitet Imke Janneck das Kaufhaus „Renner Haus + Garten“ und ist nicht nur in Sachen Spielwaren eine ausgewiesene Expertin. Gern führte die junge Inhaberin ihre Network-Kollegen durch die vielfältigen Einkaufswelten des etablierten Kaufhauses im Norden.

 

Unter dem Strich war auch dieses Fachtreffen wieder ein voller Erfolg oder, wie es ein Teilnehmer ausdrückte, „eine Veranstaltung aus einem Guss, die mich nicht nur unternehmerisch, sondern auch persönlich weitergebracht hat. Eben genauso wie es bei Young Network sein soll!“ Zum unabhängigen Netzwerk der EK Junioren zählen aktuell über 100 junge Unternehmerinnen und Unternehmer aus fünf Ländern. EK/servicegroup

Einzelhandelsberufe gehören erneut zu den beliebtesten Berufen

Die beiden Kernberufe des Einzelhandels Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/in gehörten 2017 wie schon in den Jahren zuvor zu den beliebtesten Berufen. Das zeigen heute veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts.

 

In der Gesamtbetrachtung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge rangiert der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel erneut auf Platz 1 und der/die Verkäufer/in auf Platz 3. Insgesamt wurden in diesen beiden Berufen weit über 50.000 Verträge unterschrieben, das sind rund zehn Prozent aller abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland. „Die beiden Kernberufe des Einzelhandels gehören erneut zu den beliebtesten Berufen in Deutschland“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Bei den TOP-5-Ausbildungsberufen mit Realschul- oder vergleichbarem Abschluss rangieren der dreijährige Ausbildungsberuf Kaufleute im Einzelhandel auf Platz 1 und die Verkäufer auf Platz 5. Bei den TOP-5-Ausbildungsberufen mit Hauptschulabschluss liegt der zweijährige Ausbildungsberuf Verkäufer klar auf Platz 1 und die Kaufleute im Einzelhandel auf Platz 2.

 

Den Grund für die Beliebtheit der Handelsberufe sieht Genth vor allem in den vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. „In keiner anderen Branche kann man mit einer Ausbildung so viel erreichen: 80 Prozent der Führungskräfte im Einzelhandel haben ihre Karriere mit einer Ausbildung begonnen“, so Genth weiter. Aber auch für den Handel werde der Kampf um die jungen Talente aufgrund des demografischen Wandels und des anhaltenden Trends zur Akademisierung härter. Deshalb startete der HDE im letzten Monat eine digitale Azubi-Informations-Kampagne. HDE

Amazon beeinflusst ein Drittel des gesamten Nonfood-Handels

Analysen zur deutschen Handelslandschaft kommen um Amazon nicht mehr herum. Warum das so ist, verdeutlicht die neue IFH-Studie „Gatekeeper Amazon – Vom Suchen und Finden des eigenen Erfolgswegs“ eindrücklich. Wachstumsimpulse generiert Amazon aktuell vor allem aus dem Marktplatzgeschäft, so ist das Eigenhandelsgeschäft 2018 nur um 2,2 Prozent gewachsen. Doch Amazon ist längst kein reines Onlinephänomen mehr. Die Studie zeigt detailliert auf, wie stark der Einfluss des Onlinegiganten auf die gesamte deutsche Handelslandschaft ist. Und dieser Einfluss wächst massiv. Rund 31 Prozent aller Umsätze im Nonfood-Bereich – egal ob online oder stationär – sind schon heute von Amazon abhängig. Ganze sieben Prozent sind Umsatz des Handelsriesen selbst, die übrigen 24 Prozent entfallen auf Umsätze, die direkt von Amazon beeinflusst werden – zum Beispiel durch die Informationssuche auf der Onlineplattform. Selbst in der vermeintlich amazon-schwachen Fashion-Branche ist rund ein Viertel des Marktvolumens von Amazon abhängig. In anderen Branchen fällt dieser Anteil deutlich höher aus.

 

Relevanz als Informationsquelle nimmt kanal- und branchenübergreifend weiter zu. Die Abhängigkeit der Handelsumsätze von Amazon hängt in erster Linie eng mit dem veränderten Informationsverhalten der KonsumentInnen zusammen. So nutzen immer mehr KonsumentInnen sowohl vor dem Onlinekauf als auch vor dem stationären Kauf Amazon als Informationsquelle. Die Studie zeigt: Durchschnittlich 60 Prozent der Onlinekäufe und 27 Prozent aller stationären Käufe geht eine Recherche bei Amazon voraus. Im Bereich „CE & Elektro“ ist dieses KonsumentInnenverhalten besonders weit verbreitet. Bei rund 67 Prozent der Onlinekäufe und 44 Prozent der Anschaffungen im stationären Handel wird vorab bei Amazon recherchiert. Insgesamt steigt der Anteil der Onlineinformationssuche bei Amazon in der Mehrheit der Branchen teilweise deutlich an und der Einfluss Amazons auf den gesamten Handel nimmt dadurch weiter zu.

 

„Für Handelsakteure ist es essenziell Amazon ganzheitlich auf dem Schirm zu haben. Reiner Konkurrent im Onlinehandel ist Amazon längst nicht mehr. Anbieter, die nicht maßgeblich an ihrer Positionierung arbeiten und hierin investieren, werden zukünftig nicht mehr als relevante Anlauf- und Kauforte wahrgenommen“, so Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung des IFH Köln.

 

Preise, Bewertungen und Empfehlungen sind gefragt. Vor dem Kauf – egal ob online oder im Ladengeschäft – nutzen die KonsumentInnen Amazon vor allem als Preisanker, als Informationsquelle für Produktbewertungen anderer KundInnen und für Produktempfehlungen. Vor allem die Kundenbewertungen der Amazon-Community liegen hoch im Kurs: Nur 10 Prozent der AmazonkundInnen vertrauen nicht auf die Kundenbewertung mit Sternen. Auch Amazon-Bestseller und Amazons Choice-Produkte genießen einen hohen Vertrauensvorschuss: Lediglich 17 bzw. 19 Prozent der AmazonkundInnen vertrauen diesen Kennzeichnungen nicht. IFH Köln

Jahresversammlungen der VEDES Gruppe

Ende Juni fanden die Jahrestagungen 2019 der VEDES Gruppe in der Nürnberger Zentrale statt. Den Anfang machte die Hauptversammlung der VEDES AG am Mittwoch, 26. Juni 2019.

 

Wie immer führte der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Wiedmann gewohnt souverän durch die VEDES Hauptversammlung. Neben den üblichen Formalien stellte er vor allem das 115. Jubiläum der VEDES in den Fokus: „Am 6. März 1904 haben sich in Leipzig 14 Spielwarenfachhändler zur Vereinigung Deutscher Spielwaren-Fachgeschäfte eG zusammengeschlossen und damit den Grundstein für die heutige VEDES gelegt. Ziel dieses Schulterschlusses war es, die eigene Markt-kraft zu bündeln, um dadurch gemeinsam Einkaufsvorteile zu erzielen. Ich glaube, keiner der Gründungsväter hat damals mit dieser Erfolgsgeschichte gerechnet. Als klassische Einkaufsgenossenschaft gegründet, ist die VEDES heute eines der führenden Handelsunternehmen für Spiel, Freizeit und Familie in Europa und bedient im Großhandel inzwischen alle Marktteilnehmer aus einer Hand.“

 

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Märtz erläuterte in seinem Bericht die Zahlen, Daten und Fakten des vergangenen Geschäftsjahres und berichtete über die aktuelle Situation der gesamten Unternehmensgruppe. Im Anschluss wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach trat der Aktionärsvertreter Ralf Viehweg zu seiner Wiederwahl in den Aufsichtsrat an und wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt. Auf Arbeitnehmerseite schied wegen Ablauf seiner Amtszeit Andreas Cromme aus dem Aufsichtsrat aus. Er wurde gemäß DrittelbG am 4. Juni 2019 für eine weitere Amtszeit gewählt, die er mit Wirkung zum 27. Juni 2019 antrat. Somit setzt sich der Aufsichtsrat der VEDES AG unverändert wie folgt zusammen:

  • Rainer Wiedmann Backnang (Vorsitzender)
  • Bodo Meyer Georgsmarienhütte (stellvertr. Vorsitzender)
  • Christiane Barth Darmstadt 
  • Andreas Cromme Mettingen 
  • Manon Motulsky Wiesbaden 
  • Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 
  • Stephan Sendner Lotte 
  • Ralf Viehweg Annaberg-Buchholz 
  • Stefan Wittmann Nürnberg 

Am darauffolgenden Donnerstagvormittag fand die Gesellschafterversammlung der SPIELZEUG-RING GmbH & Co. KG statt. Geschäftsführerin Manon Motulsky war sichtlich stolz auf das Jubiläum der Vereinigung: „Seit 50 Jahren gibt es nun unseren SPIELZEUG-RING. Wir haben uns seit unserer Gründung im Jahr 1969 als starke Gemeinschaft im Spielwarenfachhandel etabliert und sind eine wichtige Säule der VEDES Gruppe. Ich bin sehr stolz darauf, Mitglied und Geschäftsführerin dieses Verbandes zu sein!“

  

Auch beim SPIELZEUG-RING wurden Geschäftsführung und Beirat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach standen die Beiratswahlen an: Birgit Nagel schied turnusgemäß aus dem Beirat aus, stellte sich zur Wiederwahl und wurde in ihrem Amt bestätigt. Somit setzt sich der fünfköpfige Beirat des SPIELZEUG-RINGs ebenso unverändert aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Thomas Stockklauser Reit im Winkel (Vorsitzender) 
  • Jürgen Möhnle Nördlingen (stellvertr. Vorsitzender) 
  • Maria Habermeyer Neuburg an der Donau 
  • Florian Huber Mittersill (Österreich) 
  • Birgit Nagel Waldkirchen 

Am Donnerstagnachmittag fand die Generalversammlung der VEDES eG statt, in der gleich mehrere Jubiläen im Fokus standen, denn nicht nur die VEDES feiert 115 Jahre, sondern auch zahlreiche Mitgliedsbetriebe haben 2019 Grund zum Feiern. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Wiedmann ließ es sich nicht nehmen, den anwesenden Jubilaren persönlich zu gratulieren und im Zuge je-dem eine Flasche Champagner zu überreichen:

  • 175 Jahre David Faix & Söhne: Christiane Barth Darmstadt 
  • 140 Jahre Heiges Spielwaren: Andreas Walter Esslingen 
  • 70 Jahre Spielwaren Letzel: Günther Letzel Heilbronn 
  • 25 Jahren Spiel+Freizeit Peppinghaus: Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 

Im Anschluss wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach standen auch hier Wahlen zum Aufsichtsrat an: Christiane Barth und Hildegard Peppinghaus schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus, stellten sich zur Wiederwahl und wurden beide in ihren Ämtern bestätigt. In der im Anschluss an die Generalversammlung stattfindenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurden Rainer Wiedmann als Vorsitzender und Bodo Meyer als sein Stellvertreter bestätigt. Der fünfköpfige Aufsichtsrat der VEDES eG setzt sich somit ebenfalls unverändert aus den folgenden fünf Mitgliedern zusammen:

  • Rainer Wiedmann Backnang (Vorsitzender) 
  • Bodo Meyer Georgsmarienhütte (stellvertr. Vorsitzender) 
  • Christiane Barth Darmstadt 
  • Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 
  • Ralf Viehweg Annaberg-Buchholz 

VEDES

Altmaier: „Kompetenzzentrum Handel startet am 1. Juli und unterstützt kleine Händler bei der Digitalisierung“

 

Der deutsche Handel erhält ab 1. Juli eine neutrale Anlaufstelle zur Digitalisierung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie startet das ‚Kompetenzzentrum Handel‘ und unterstützt damit vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Mehrere Partner aus der Wissenschaft sind am Kompetenzzentrum Handel beteiligt. Konsortialleiter ist der Handelsverband Deutschland (HDE).

 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die Handelsbranche steht vor einem großen Veränderungsprozess. Ohne Digitalisierung wird es in Zukunft nicht funktionieren. Wir wollen daher mit dem neuen ‚Kompetenzzentrum Handel‘ gezielt kleine und mittlere Handelsunternehmen bei der Digitalisierung unterstützen. Denn unser gemeinsames Ziel muss es sein, auch in Zukunft Innenstädte mit einem bunten Angebot an Händlern und Geschäften zu erhalten.“

Händler können sich bei den Experten des neuen Kompetenzzentrums ab dem 01. Juli 2019 individuell über Wege zur Digitalisierung ihres Unternehmens informieren. Darüber hinaus sollen vor allem kleine und mittlere Händler zur Förderung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen motiviert und praxisnah unterstützt werden.

 

Mit dabei sind starke Partner aus der Wissenschaft wie ibi research an der Universität Regensburg, das IFH Köln und das EHI Retail Institute. Der Konsortialleiter Handelsverband Deutschland (HDE) ermöglicht den direkten Zugang zu den Händlern. „Der Handel ist ohne Digitalisierung nicht mehr möglich“, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. „Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können die Digitalisierung nicht aus eigener Kraft stemmen. Mit dem Kompetenzzentrum unterstützen wir die Branche auf dem Weg in die digitale Zukunft.“

 

Im deutschlandweiten und kostenfreien Angebot sind unter anderem Workshops, Unternehmersprechstunden, Podcasts zu aktuellen Handelsthemen, Checklisten und Infomaterialien. Außerdem wird das Kompetenzzentrum Handel mit dem DigitalMobil Handel (DiMo) auf Tour gehen und digitale Lösungen zum Ausprobieren in die Regionen bringen. In Berlin, Regensburg, Köln und Langenfeld wird es Erlebniszentren geben, in denen die Händler digitale Lösungen ausprobieren und testen können.

 

Als Teil der Mittelstand-Digital-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist das neu geschaffene Zentrum in ein bereits bestehendes Netzwerk von Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren eingebunden. Auf diese Weise wird ein branchenübergreifender Austausch von Fachwissen ermöglicht.

Mehr Informationen und Ansprechpartner unter www.kompetenzzentrumhandel.de und unter www.mittelstand-digital.de. BMWi

Digitalisierung ja – aber am liebsten ohne Datenfreigabe

Digitale Technologien im Handel sind in aller Munde. Für die Unternehmen

liegen die Mehrwerte auf der Hand: Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Co. helfen dabei, die Kunden besser zu verstehen und passgenaue Angebote ausspielen zu können. Und für die Kunden? Für die muss es vor allem bequem sein und zu den Lebensumständen passen. Das zeigt die neue Studie „Handel mit der Zukunft“ des ECC Köln und der Otto Group.

 

Push oder Pull – wann setzen sich Technologien durch? Unter den shopping-relevanten technologischen Angeboten sind vor allem solche beliebt, die den

Konsumenten das Einkaufen von der Bestellung bis zur Lieferung so bequem wie möglich machen.

 

Convenience heißt das Zauberwort. Vor allem das Smartphone als täglicher Begleiter ist wichtiger Brückenbauer für die Nutzung digitaler Services entlang der Customer Journey. Das heißt konkret, damit eine Technologie kundenseitig angenommen wird, muss diese Zeit oder Kosten sparen, flexibel und ortsunabhängig nutzbar sein, unterhalten, Kommunikation ermöglichen und das zuvor genannte Convenience-Level steigern.

 

„Die Ergebnisse zeigen, dass wir uns als Händler nicht ausruhen dürfen. Wir müssen uns permanent den neuen Herausforderungen stellen, die ein sich ständig veränderndes Einkaufsverhalten und neue Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden mit sich bringen. Wir sollten aufmerksamer denn je zuhören und zum Problemlöser werden, wenn wir nachhaltig erfolgreich bleiben wollen“, so Dr. Marcus Ackermann, Konzern-Vorstand Multichannel Distanzhandel der Otto Group.

 

Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei zwei wesentlichen Zielgruppen mit ihrem zum Teil sehr unterschiedlichen Nutzungsverhalten zu. Während die so genannten "Innovatoren" sehr offen gegenüber neuen Technologien sind und dadurch eine flächendeckende Adaption neuer Lösungen im E-Commerce

vorantreiben, agieren die als "Nachzügler" gekennzeichneten Konsumenten neuen Technologien gegenüber eher zurückhaltend. Sich in diesem Spannungsfeld mit den richtigen Angeboten einzubringen, dürfte zur wesentlichen Herausforderung für Onlinehändler in der nahen Zukunft werden. Ein transparenter und fairer

Umgang mit Kundendaten kann hierbei als gemeinsame Klammer dienen. Immerhin vertrauen 59 Prozent aller Befragten deutschen Unternehmen beim Umgang mit personenbezogenen Angaben – ein deutlicher Vertrauensvorschuss gegenüber US-amerikanischen und chinesischen Anbietern.

 

Digitale Kompetenz? Ausbaufähig! Künstliche Intelligenz (KI), Algorithmen, Bots und Co. – im Kontext digitaler Services tauchen viele unterschiedliche Begriffe auf. Doch längst nicht alle Konsumenten wissen, worum es im Einzelnen geht. Während rund 88 Prozent der Befragten angaben, zu wissen, was KI sei, können gerade einmal 33 Prozent beziehungsweise 16 Prozent etwas mit den Begriffen Augmented Reality oder Voice Commerce anfangen. Und: Bei vielen Konsumenten unterscheidet sich das wahrgenommene vom richtigen Verständnis.

 

„Neben dem Technologiemehrwert an sich, ist es essentiell, dass neue digitale Services verständlich vermittelt werden. Transparente Kommunikation, auch in Sachen Datenfreigabe, unterstützt den Abbau von Nutzungsbarrieren auf Konsumentenseite“, so Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung des IFH Köln.

 

Datenfreigabe häufig unbewusst. Die Studie zeigt auch: Konsumenten ist häufig nicht bewusst, welche Daten sie genau bei der Nutzung bestimmter digitaler Dienste freigeben. Die eher negative Einstellung zur Datenweitergabe deckt sich in vielen Fällen nicht mit der tatsächlichen Nutzung digitaler Services. So glauben 63 Prozent der Befragten, noch nie persönliche Kontakte freigegeben zu haben – 95 Prozent von ihnen nutzen aber regelmäßig WhatsApp. Ein weiteres Beispiel: Rund die Hälfte der Befragten ist der Auffassung, noch nie Daten zum eigenen Kaufverhalten übermittelt zu haben, während 74 Prozent von ihnen regelmäßig Kundenkarten nutzen und 90 Prozent regelmäßig online shoppen. Den meisten Konsumenten ist demnach nicht bewusst, welche Daten sie bei der Nutzung digitaler Dienste tatsächlich freigeben. EEC Köln

Neue Website für Warhammer-Händler-Netzwerk

Die Games Workshops Website für Handelspartner erhielt im Mai ein audiovisuelles Facelift, um das bisherige Informations- und das Supportangebot für den Handel deutlich zu verbessern.

 

Neben den erweiterten Informations- und Download-Angeboten für bestehende Warhammer-Fachhändler, machte sich auch ein Kamera-Team von Warhammer TV auf den weiten Weg nach Las Vegas, Galway und ins bayrische Dingolfing, um Erfahrungsberichte bestehender Warhammer-Fachhändler für mögliche zukünftige Fachhändler einzufangen.

 

„Beim Neuaufbau der Seite war es uns wichtig, dass wir die positiven Erfahrungen, die sich in den vergangenen zehn Jahren Fachhandelsprogramm in gemeinsamer Arbeit zwischen uns und unseren Händlern angesammelt haben, irgendwie zum Ausdruck bringen. Und da wir ja nun seit einiger Zeit mit Warhammer TV die Fachleute im Haus hatten, haben wir diese darauf angesetzt“, erläutert Claudia Cole, Vertriebsleiterin D-A-CH.

 

„Uns war es dabei wichtig, ein möglich breites Bild zu zeichnen und insbesondere unsere stärksten Märkte zu Wort kommen zu lassen. So landeten wir in Las Vegas, in Galway und in Dingolfing. Das Endresultat kann sich, glaube ich, sehen lassen“, fügt Adam Troke, Manager von Warhammer TV, hinzu.

 

Wer sich wundert, was der ganze Hype um Warhammer für den Handel bedeutet, dem sei ein Blick auf das neue Retailer Network von Games Workshop empfohlen. Games Workshop

Bildbasierte Suche als the next big thing im Onlinehandel?

Bilder emotionalisieren, erleichtern das Verständnis und haben eine nicht zu unterschätzende Relevanz für einen guten Onlineshop. Auch Konsumenten bewerten Bilder über verschiedene Dimensionen hinweg besser als Texte oder gleichauf. So weit so gut. Doch wie steht es um die Suche anhand von Bildern? Dieser Frage ist das ECC Köln gemeinsam mit SAP Customer Experience in einer neuen Kompaktstudie nachgegangen. Das Ergebnis: Die klassische Bildersuche ist bereits weit verbreitet, dagegen wird die bildbasierte Suche (Visual Search) – also die Onlinesuche direkt anhand eines Bildes – aktuell noch deutlich seltener genutzt.

 

Bilder bei der Onlinesuche auf dem Vormarsch. Aktuell dominiert die textbasierte Suche im Netz. Aber: Bilder sind bei der Onlinesuche auf dem Vormarsch. So suchen online bereits 67 Prozent der 14-19-jährigen InternetnutzerInnen und knapp die Hälfte der 20-69-jährigen Befragten bilderbasiert, das heißt z. B. über die Eingabe eines Suchbegriffs bei der Google-Bildersuche. Und: Knapp jede/r Fünfte sucht auch bildbasiert über die direkte Eingabe oder das Hochladen eines Bildes. Hinzu kommt, dass sich weitere 53 Prozent der befragten InternetnutzerInnen vorstellen können, bildbasiert zu suchen.

 

„Die Veränderung des Suchverhaltens im Internet – durch Bilder, aber auch durch Sprache – hat nachhaltige Implikationen für das gesamte Konsumentenverhalten. Die Orientierung in Onlineshops sowie im stationären Handel wird wesentlich intuitiver und schneller werden müssen, damit bei KonsumentInnen Zufriedenheit erzeugt werden kann“, erklärt Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung am IFH Köln.

 

NutzerInnen schätzen die einfache und schnelle Anwendung, aber Angebote zu unbekannt. Die NutzerInnen der bildbasierten Suche sind mit dem Service grundsätzlich sehr zufrieden. Geschätzt werden vor allem Aspekte rund um Convenience und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Insbesondere die jüngere Zielgruppe bewertet auch die einfache Einrichtung positiv, was die Hemmschwellen senkt, die Technologie zu nutzen. Womit hängt die (noch) vergleichsweise geringe Nutzung also zusammen? Verbesserungswürdig sind aus KonsumentInnensicht zum Beispiel die Qualität der Suchergebnisse und das Erkennen von Bildern in minderwertiger Qualität.

 

Die größte Hürde zur weiteren Verbreitung der bildbasierten Suche aber ist ihre Bekanntheit. Besser gesagt ihre Nicht-Bekanntheit. Nur die wenigsten KonsumentInnen wissen überhaupt, dass bei unterschiedlichen

 

Anbietern im deutschen Markt bildbasiert gesucht werden kann. So gaben beispielsweise 75 Prozent derjenigen, die H&M als Anbieter kennen, an, nicht zu wissen, dass H&M die bildbasierte Suche anbietet.

 

„Damit sich die bildbasierte Suche weiter durchsetzt, müssen einerseits mehr Händler diese zur Verfügung stellen und andererseits müssen bekannte Player wie Amazon oder Zalando ihr Angebot der bildbasierten Suche stärker kommunizieren. Konsumentenseitig besteht eindeutig Offenheit zur Nutzung“, so Andreas Helios, Head of MEE Marketing bei SAP Customer Experience. EEC

Galeria Karstadt Kaufhof hat jetzt nur noch einen Eigner

Wie n-tv berichtet, hat Galeria Karstadt Kaufhof hat jetzt nur noch einen Eigner. Die Signa-Holding von René Benko soll die 49,99% der Anteile von HBC für rund 1 Milliarde Euro übernommen haben. Der kanadische Einzelhandelskonzern HBC zieht sich damit vollständig aus dem Deutschlandgeschäft zurück. Ph

Jeder fünfte Konsument plant eine Retoure ein

Der Retourenprozess ist ein wesentlicher Hygienefaktor in der Customer Journey. Immerhin plant jeder fünfte Konsument aktiv eine Retoure ein, wie die aktuelle Studie „Stadt, Land, Los“ des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Hermes Germany zeigt. Zwar ist die Zufriedenheit im Retourenprozess hoch, dennoch gilt: Wer als Onlinehändler keine einfache Retoure ermöglicht, verliert seine Kunden – und das dauerhaft.

 

Für zwei von drei der befragten Konsumenten ist ein komplizierter Retourenprozess ein No-Go. So geben 63 Prozent an, dass komplizierte Rücksendemöglichkeiten ein Grund seien, um bei diesem Onlineanbieter nicht mehr zu bestellen. Weitere 59 Prozent geben an, je komplizierter der Retourenprozess bei einem Onlinehändler sei, desto weniger Produkte bestelle er oder sie tatsächlich.

 

Onlinehändler: convenienceorientierte Angebote schaffen 44 Prozent der befragten Konsumenten nutzen bei Bedarf auch einen anderen Paketdienstleister für die Retoure als beim Empfang. Paketshops sollten sich idealerweise im nahen Umfeld der Konsumenten befinden, da diese die Retoure häufig in ihren Alltag integrieren. Onlinehändler tun daher gut daran dem Kunden eine große Auswahl an Annahmestellen für die Retoure zur Verfügung zu stellen, denn Convenience im Retourenprozess wird immer wichtiger.

 

Darüber hinaus spielen mobile Services eine entscheidende Rolle, um Kundenanforderungen nach Komfort und Modernität stärker in den Fokus zu rücken. Mobile Retourenscheine können beispielsweise helfen, die Retoure für Kunden einfacher und bequemer zu gestalten. Onlinehändler profitieren, da Inhouse-Retourenprozesse besser geplant werden können. Die Retourenanmeldung bildet außerdem die Grundlage für eine frühzeitige Rückerstattung und somit einen zufriedenen Kunden.

 

Paketannahmestellen: Öffnungszeiten optimieren. Nicht nur Onlinehändler sind gefragt, wenn es darum geht, den Retourenprozess kundenorientierter zu gestalten. Auch die Störfaktoren der Paketannahmestellen müssen reduziert werden. Einer der größten Pain Points sind die zu kurzen oder ungünstigen Öffnungszeiten. Konsumenten sind dadurch häufig gezwungen, ihre Retouren innerhalb der Woche zu erledigen. Sowohl auf dem Land als auch in der Stadt ist montags der häufigste Tag für eine Retoure. Durch längere Öffnungszeiten, auch am Wochenende, kann in diesem Punkt Abhilfe geschaffen werden.

 

„Konsumenten möchten spätestens nach zwei Tagen ihre Retoure erledigt haben. Annahmestellen müssen daher zeitlich flexible Angebote für Konsumenten schaffen, damit diese ihre Retoure auch bequem in ihren Alltag integrieren können. Längere Öffnungszeiten am Wochenende werden somit Plicht für Annahmestellen“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. EEC

E-Books: Versandbuchhändler begrüßen Mehrwertsteuersenkung

Auch für E-Books soll künftig der verminderte Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent gelten. Dies sieht der Entwurf eines Gesetzes vor, den das Finanzministerium veröffentlicht hat. Während das Steuerprivlileg für gedruckte Bücher schon immer gilt, unterliegen E-Books als „Dienstleistungen“ bislang dem Normalsteuersatz.

 

„Es ist sehr zu begrüßen, dass der Gesetzgeber nun die Unterscheidung zwischen gedruckten Büchern und E-Books auch bei der Umsatzsteuer beendet“, sagt Frederik Palm, Sprecher der Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh). „Ein Buch ist immer ein Buch, gleich in welchem Format – da das Buch aus kulturellen Gründen steuerlich privilegiert wird, muss dies auch für E-Books gelten“, so Palm. In der Vergangenheit habe es immer wieder erhebliche Probleme bei der Handhabung unterschiedlicher Steuersätze gegeben, etwa bei Bundles von gedruckten Büchern mit E-Books. Die Änderung der EU-Richtlinie zur Mehrwertsteuer vom 6. November 2018 hatte den Weg zum verminderten Steuersatz auf E-Books frei gemacht. Palm: „Es ist besonders erfreulich, dass der Gesetzgeber schnell tätig geworden ist und das Inkrafttreten des neuen Steuersatzes bereits zum 1.1.2020 plant.“ Ausweislich des Entwurfes soll der verminderte Mehrwertsteuersatz auch für Hörbücher gelten, die ebenfalls ein beliebter Gegenstand des Versandbuchhandels sind.

 

Die Online-Umsätze bei "Bücher/Ebooks/Hörbücher“ wuchsen in 2018 um 5,6 Prozent und lagen bei 3,60 Mrd. Euro inkl. USt (2017: 3,41 Mrd. Euro inkl. USt). bevh

Verbraucher schätzen Vorteile des EU-Binnenmarktes

Wenige Wochen vor der Europawahl sehen die Verbraucher in Deutschland im europäischen Binnenmarkt vor allem Chancen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des HDE-Konsummonitors. Damit das volle wirtschaftliche Potential der EU ausgeschöpft werden kann, setzt sich der Handelsverband Deutschland (HDE) für die konsequente Durchsetzung und den Ausbau des Binnenmarktes ein.

 

Der Umfrage zufolge nehmen über 60 Prozent der Verbraucher bewusst wahr, dass der EU-Binnenmarkt Einfluss auf ihre Konsummöglichkeiten hat. Über 70 Prozent der Befragten schätzen dabei die größere Anzahl an Produkten, die durch den Wegfall der Grenzen zur Verfügung steht. Die Zahlen zeigen aber auch, dass noch viel Potential im grenzüberschreitenden Konsum liegt. Denn die Mehrheit der Befragten (53%) hat in den letzten zwölf Monaten keine Waren im EU-Ausland eingekauft. Über das Internet bestellten immerhin 22 Prozent in den letzten zwölf Monaten Waren in einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Insbesondere Jüngere (35% der 18-24-Jährigen) nutzen den grenzüberschreitenden Onlineeinkauf. Die Mehrheit der Befragten kauft allerdings nicht häufiger als fünfmal im Jahr bei den europäischen Nachbarn ein. Neben den Vorteilen, die sich durch den EU-Einkauf ergeben, sehen drei Viertel der Deutschen die Möglichkeit, überall in der EU arbeiten zu können, als einen großen Vorteil des Europäischen Binnenmarktes.

 

„Der europäische Binnenmarkt ist das Herzstück der EU. Seine Regelungen müssen konsequent durchgesetzt werden, auch um EU-weit einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wer innerhalb der EU Waren verkaufe, müsse sich auch an die hiesigen Vorgaben halten. Gleichzeitig fordert der HDE eine Weiterentwicklung des Binnenmarkts hin zu europaweit einheitlichen Verbraucherschutz- und Kaufrechtsvorgaben. Ansonsten werde es für viele Händler zu kompliziert, ihre Waren in 28 Mitgliedsländern mit jeweils eigenen Vorschriften anzubieten. HDE

B2B-E-Commerce wächst auf 1.300 Milliarden Euro Umsatz

IFH Köln legt mit aktueller Studie neue Zahlen zum B2B-E-Commerce vor. Die E-Commerce-Umsätze erreichen einen Anteil von stolzen 24 Prozent am Gesamtumsatz. 320 Milliarden Euro wurden 2018 über Websites, Onlineshops oder Markplätze generiert. Der B2B-E-Commerce über Websites, Onlineshops und Marktplätze wächst dabei (deutlich) stärker als im B2C-Onlinehandel.

 

Wie digital ist die B2B-Beschaffung? Mit der neuen IFH-Studie „B2B-E-COMMERCE 2019“ liegen endlich neue Zahlen vor, die den deutschen B2B-E-Commerce genau beziffern. Und diese zeigen: Der E-Commerce im B2B-Bereich ist ordentlich gewachsen. Knapp 1.300 Milliarden Euro wurden 2018 zwischen Geschäftskunden elektronisch umgesetzt. Damit erreicht der gesamte B2B-E-Commerce-Markt einen Anteil von rund 24 Prozent am Gesamtumsatz aller betrachteten Wirtschaftszweige. Und: Die Beschaffung über das Internet nimmt kontinuierlich zu. Das durchschnittliche jährliche Wachstum liegt seit 2012 über sechs Prozent.

 

„Der B2B-E-Commerce-Markt ist weitaus komplexer als der Onlinehandel mit Endverbrauchern (B2C). Zwischen Geschäftskunden bestehen häufig längerfristige Geschäftsbeziehungen mit immer wiederkehrenden Käufen. Dennoch erwarten auch die B2B-Kunden bequeme Online-Bestellmöglichkeiten, die sie aus ihrem privaten Leben kennen,“ erklärt Hansjürgen Heinick, B2B-E-Commerce-Experte des IFH Köln.

 

Wachstumsimpulse über Onlineshops und Marktplätze

Rund ein Viertel der B2B-E-Commerce-Umsätze werden über Websites, Onlineshops und Marktplätze (ohne EDI) generiert. Dieser Anteil scheint zunächst gering – das Umsatzvolumen aber ist mit rund 320 Milliarden Euro beachtlich. Auch das Wachstum von durchschnittlich mehr als 15 Prozent jährlich seit 2012 ist beeindruckend.

 

„Der Vergleich zur deutlich geringeren Wachstumsrate des B2B-E-Commerce insgesamt zeigt, dass die Wachstumsimpulse aktuell vor allem aus dem Vertrieb über Websites, Onlineshops und Marktplätze kommen”, so Hansjürgen Heinick, Autor der Studie. 

 

Über 50 Prozent der Umsätze, die über Websites, Onlineshops und Marktplätze realisiert werden, entfallen auf güterbasierten Internethandel von Industrieunternehmen und Großhändlern. Das entspricht rund 180 Milliarden Euro. Dabei realisiert – anders als bei der E-Commerce-Betrachtung inkl. EDI – der Großhandel den größeren Anteil des B2B-Internethandels. IFH

Stationärer Einzelhandel in der EU: Rumänien und Litauen wachsen 2019 am stärksten

GfK erwartet im Jahr 2019 für den stationären Einzelhandel ein nominales Umsatzwachstum von 2,0 Prozent in den 27 EU-Staaten (ohne UK). Die höchsten Zuwachsraten werden für Rumänien (+7,0 Prozent) und Litauen (+5,9 Prozent) erwartet. Aber auch in Spanien (+2,4 Prozent) und Frankreich (+2,8 Prozent) sollte eine positive Entwicklung zu beobachten sein. Das sind aktuelle Ergebnisse von GfK zum Einzelhandel in Europa 2019, die in einer kostenfreien Studie erhältlich sind. 

 

Die Mehrzahl der europäischen Verbraucher befindet sich aktuell in einem Spannungsfeld. Auf der einen Seite drohen Brexit, Handelskonflikte und schwächere Wachstumsperspektiven in wichtigen Exportmärkten wie China, auf der anderen Seite bleibt der Arbeitsmarkt robust, die Lohnzuwächse steigen und die Preise für Rohöl sind moderat. Vor diesem Hintergrund hat der Bereich Geomarketing von GfK verschiedene Schlüsselindikatoren des europäischen Einzelhandels untersucht und in der kostenfreien Studie „Einzelhandel Europa“ zusammengefasst. Weitere Trendanalysen für 32 europäische Länder sowie die Umsatzprognose für 2019 bieten wichtige Orientierungshilfen für Einzelhändler, Investoren und Projektentwickler. 

 

Studienleiter Dr. Johannes Schamel erklärt: „Für die EU-27 Staaten erwartet GfK für 2019 ein nominales Umsatzwachstum im stationären Einzelhandel von zwei Prozent. Ein Wert, der nur leicht über der Inflationsrate liegt und in etwa dem Wachstumstempo des vergangenen Jahres entspricht.“

 

Wichtigste Ergebnisse im Überblick: 

 

Kaufkraft: Im Jahr 2018 standen jedem Bürger der EU-27 Staaten im Schnitt 16.878 Euro an Kaufkraft zur Verfügung. Das entspricht einem nominalen Zuwachs von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die zehn EU-Staaten mit den höchsten pro-Kopf-Gewinnen an Kaufkraft im vergangenen Jahr waren allesamt Staaten, die erst mit oder nach der Osterweiterung in die EU aufgenommen wurden und über eine unterdurchschnittliche Kaufkraft verfügen.  

 

Umsatzprognose 2019: Angesichts eines weiter dynamisch wachsenden Online-Handels erwartet GfK für die verbliebenen EU-27 Staaten ein nominales Umsatzwachstum von +2,0 Prozent. Die höchsten Zuwachsraten unter den EU-Staaten werden für Rumänien (+7,0 Prozent) und Litauen (+5,9 Prozent) erwartet. 

 

Inflation: Bereits Ende 2018 deuteten sinkende Energiepreise darauf hin, dass das Preissteigerungsniveau in der EU nachlassen wird. Neben den weiterhin drohenden Handelskonflikten mit den USA trübt zudem die zu Jahresbeginn 2019 schwächelnde europäische Konjunktur die Stimmung unter den Ökonomen. Dementsprechend fällt die Prognose der Teuerungsrate für die Europäische Union mit 1,6 Prozent im Jahr 2019 etwas verhalten aus. 

 

Verkaufsflächenausstattung: Zwar erzielte die Summe aller betrachteten Länder auch 2018 ein Verkaufsflächenplus, jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau als in den Vorjahren. So hielt sich das EU-weite Einwohner- und Verkaufsflächenwachstum 2018 die Waage. Die pro-Kopf-Verkaufsfläche verharrte beim Vorjahreswert von 1,13m². Zu den Top 3 bei der pro-Kopf-Ausstattung zählen die Beneluxstaaten Belgien (1,66m²) und Niederlande (1,60m²) sowie Österreich (1,62m²). 

 

Flächenproduktivität: Europaweit gab es mit Blick auf die Flächenproduktivität im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderung im Spitzentrio. Luxemburg bleibt unangefochtener Spitzenreiter (ca. 7.250€/m²) und konnte seine Flächenleistung 2018 sogar noch leicht steigern (+1,40 Prozent). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Norwegen (ca. 6.430€/m²) und die Schweiz (ca. 6220€/m²). Analog zur Verkaufsflächenausstattung ist die Spannbreite der Flächenproduktivität zwischen den betrachteten europäischen Ländern weiterhin groß. Die Umsatzleistung der Einzelhändler nimmt je weiter man nach Osten beziehungsweise Südosten blickt deutlich ab. GfK

Liebe zum Bargeld lässt nach

EHI-Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2019“. 

 

Der Deutschen Liebe zum Bargeld erodiert. Der Umsatzanteil von Bargeld sinkt weiter und zwar erstmalig unter den der Karten. 48,6 Prozent am Gesamtumsatz des Einzelhandels i. e. S.* macht deren Anteil aus. Damit wurden erstmals, wenn auch knapp, die Barumsätze getoppt, die noch auf einen Anteil von 48,3 Prozent (minus 1,7 Prozentpunkte) kommen. Haupttreiber dieser Entwicklung war vor allem das girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft, das einen Anteil von 30,1 Prozent (plus 3,8 Prozentpunkte) vom Zahlungskuchen erhält.

 

Karte überholt Bargeld, Lastschrift verliert immens. 209,2 Mrd. Euro und damit 12,4 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr hat der deutsche Einzelhandel 2018 per Karte umgesetzt. Das entspricht einem Anteil von 48,6 Prozent. Bargeld hat 1,7 Prozentpunkte verloren und liegt nun mit 48,3 Prozent knapp dahinter. Die restlichen 3,1 Prozent verteilen sich auf Rechnungen, Finanzkäufe und Gutscheine. Größter Verlierer im Ranking der Zahlungsarten ist das SEPA-Lastschrift-Verfahren mit nun nur noch 10 Prozent Umsatzanteil von vormals 12,6 Prozent. 20 Mrd. Transaktionen wurden in 2018 getätigt, davon 15,2 Mrd. in bar und 4,6 Mrd. mit Karte (0,2 sonstige). Auch hier ist der Baranteil um 1,1 Prozentpunkte bzw. 220 Mio. Transaktionen rückläufig. Dennoch werden immer noch 76,1 Prozent aller Einkäufe im Einzelhandel mit Bargeld beglichen.

 

Girocard punktet. Der deutliche Anteilszuwachs der Girocard von 3,8 Prozentpunkten bzw. 19,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr wird im Wesentlichen durch drei Einflussfaktoren bestimmt: Nachdem die Gebührendeckelung zu einer Konditionenangleichung mit dem SEPA-Lastschriftverfahren geführt hat, ist das Girocard-PIN-Verfahren für Händler deutlich attraktiver geworden. Mehrere große Lebensmittelhändler haben daraufhin die girocard-Anteile deutlich höher gewichtet oder sogar komplett von SEPA-Lastschrift auf Girocard-PIN-Verfahren umgestellt. Im Gegensatz zum Lastschrift-Verfahren ermöglicht das PIN-basierte Zahlungsverfahren ein praxistaugliches kontaktloses Bezahlen. Kunden scheint diese praktische wie schnelle Alternative zu mehr Kartenzahlungen motiviert zu haben. Hinzu kommt, dass kontaktloses Bezahlen generell häufiger für Kleinbeträge genutzt wird.

 

Kreditkarten mit bescheidenem Wachstum. Das kontaktlose Bezahlen verhilft auch den Kreditkarten zu Wachstum – wenn auch bescheidenem. Sie konnten ihren Anteil von 6,5 auf 6,9 Prozent ausbauen. 29,8 Mrd. Euro wurden damit 2018 per Kreditkarte umgesetzt, ein kleinerer Teil davon bereits über mobile Bezahlverfahren wie Apple Pay oder Google Pay. Mit 28,2 Prozent Anteil liegt in den vom EHI untersuchten Unternehmen die Kontaktlosquote bei Kreditkartentransaktionen dabei noch deutlich über der stark angestiegenen Girocard-Kontaktlosquote von 21,2 Prozent.

 

Investitionen der Händler steigen. Der Erfolg des kontaktlosen und mobilen Bezahlens wie auch der turnusmäßige Austausch von Terminals veranlassen Händler dazu, nach mehrjährigem Rückgang bzw. Stagnation ihre Investitionen in die Zahlungsverkehr-Infrastruktur wieder zu erhöhen. Aktuell planen daher 44,8 Prozent (Vorjahr: 33,8 Prozent) der großen Unternehmen eine Auffrischung der Payment-IT-Landschaft. Jedes fünfte Unternehmen will noch in diesem Jahr etwas ändern oder ergänzen. EHI Retail Institute

EHI stellt Ergebnisse der Studie „Online-Payment 2019“ vor

Der Kauf auf Rechnung ist bei Online-Shoppern noch immer beliebt und bleibt, trotz leichter Einbußen, die umsatzstärkste Zahlungsart im deutschen Onlinehandel. Gleichzeitig wird PayPal beim Onlinekauf beliebter. Vor dem Inkrafttreten der neuen Anforderungen zur Sicherheit im Online-Payment in wenigen Monaten, nutzt bereits der Großteil der befragten Onlinehändler den Sicherheitsstandard 3D-Secure (3DS). Einige Händler berichten jedoch, dass es im Zuge der starken Kundenauthentifizierung (SCA) zu mehr Kaufabbrüchen sowie Beschwerden bei Kreditkartenzahlungen und gesunkenen Kreditkartenumsätzen kommt. So die ersten Ergebnisse der diesjährigen EHI-Studie „Online-Payment 2019“, die die EHI-Expertin Caroline Coelsch heute auf dem EHI Kartenkongress in Bonn vorgestellt hat.

 

Später bezahlen. Der Rechnungskauf hält weiterhin seine Position als beliebtestes Zahlungsmittel beim Online-Shoppen. Mit einem Umsatzanteil von 27,9 Prozent in 2018 verliert die Rechnung gegenüber dem Vorjahr 0,1 Prozentpunkte. PayPal legt als zweitliebstes Zahlungsmittel im Vergleich zum Vorjahr hingegen um 0,6 Prozentpunkte leicht zu und landet in 2018 bei einem Anteil von 20,5 Prozent. Auf Rang drei rangiert das Lastschriftverfahren, das gegenüber 2017 ebenfalls 0,4 Prozentpunkte eingebüßt hat, mit einem Umsatzanteil von 19,7 Prozent. Die Kreditkarte befindet sich weiterhin auf Platz vier und beansprucht einen Anteil von 10,7 Prozent für sich (Vorjahr: 11,0 Prozent).

 

Mehr Sicherheit … Ab dem 14. September 2019 gelten für Kreditkartenzahlungen im Internet die neuen Anforderungen der Payment Service Directive 2 (PSD2) zur starken Kundenauthentifizierung. Zur Gewährleistung der SCA nutzen bereits 68 Prozent der befragten Onlinehändler grundsätzlich den Sicherheitsstandard 3DS, im Vorjahr war es erst gut die Hälfte (55 Prozent). Zusätzlich geben 16 Prozent der Händler an, 3DS nur unter bestimmten Voraussetzungen zu nutzen. Den übrigen Händlern ist der Sicherheitsstandard gar nicht bekannt.

 

… mehr Kaufabbrüche. Durch die zusätzliche Sicherheitsprüfung wird der Check-out per Kreditkarte im Internet allerdings deutlich komplexer. Das hat diverse Auswirkungen auf den Checkout-Prozess. So beobachten 40 Prozent der befragten Händler, die 3DS nutzen, mehr Kaufabbrüche nach Auswahl der Zahlungsart Kreditkarte. Laut einem guten Drittel (37 Prozent) der Händler führt der Sicherheitsschritt aber nicht oder nur kaum zu Abbrüchen beim Bezahlen. 3 Prozent berichten sogar von weniger Abbrüchen. Die übrigen 20 Prozent haben sich zu der Frage nicht geäußert. Von gesunkenen Kreditkartenumsätzen berichten 37 Prozent. Demgegenüber sind die Umsätze bei 7 Prozent sogar gestiegen. Mehr Kundenanfragen und -beschwerden infolge der Nutzung von 3DS beobachten 27 Prozent der Onlinehändler. Der Großteil (57 Prozent) konnte diesbezüglich aber keine oder nur kaum Veränderungen feststellen. EHI Retail Institute

SPIELE MAX ÜBERNIMMT BR-FILIALEN

Zum 15.05.2019 übernimmt SIELE MAX 7 Filialstandorte der BR Spielwaren GmbH. Eine solche vertragliche Vereinbarung wurde, lt. SPIELE MAX, vor wenigen Tagen mit dem Insolvenzverwalter der BR Spielwaren getroffen. Die übernommenen Standorte befinden sich alle im Großraum Hamburg und ergänzen das bestehende Filialnetz. Die 7 Filialen sollen zukünftig unter der Bezeichnung „SPIELE MAX–City“ betrieben werden. 

 

Laut Unternehmensleitung ist diese Übernahme ist ein wichtiger Baustein einer langfristig angelegten Wachstums- und Modernisierungsstrategie. Mit diesem Konzept möchte der Berliner Filialist aufgrund des geringeren Flächenbedarfes auch Zugang zu weiteren Expansionsmöglichkeiten gewinnen. Weiterhin sind nach eigenen Aussagen 4 Neueröffnungen nach dem klassischen SPIELE MAX-Konzept in der 2. Jahreshälfte 2019 geplant. Ph

Social-Media-Marketing etabliert sich als fester Teil der Kommunikation im B2B

Zwei von drei B2B-Unternehmen haben ihre Social-Media-Aktivitäten in den letzten zwei Jahren ausgebaut. Über 60 Prozent der Unternehmen haben dafür auch ihre Personalkapazitäten ausgebaut.

 

Social-Media-Marketing ist nicht nur im B2C-Sektor als fester Bestandteil einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie zum Standard geworden. Auch B2B-Unternehmen haben in den letzten ein bis zwei Jahren ihre Social-Media-Maßnahmen verstärkt und in Zuge dessen entsprechende Personalkapazitäten ausgebaut. Welche Social-Media-Kanäle bevorzugt genutzt werden und für welche Zwecke sich dieser Kontaktkanal anbietet, zeigt der aktuelle B2B E-Commerce Konjunkturindex, eine Initiative der IntelliShop AG in Zusammenarbeit mit dem ECC Köln.

 

Steigerung der Unternehmensbekanntheit ist klarer Fokus. Zwei Drittel der befragten Unternehmen sind sich einig, dass Social Media nicht mehr nur im B2C-Geschäft relevant ist. Die Vorteile für das B2B-Geschäft sind vielfältig. Den höchsten Stellenwert von Social Media sehen vier von fünf B2B-Unternehmen in der Steigerung der Unternehmensbekanntheit. Zwei Drittel sehen außerdem Vorteile für die Vermittlung allgemeiner Unternehmensneuigkeiten oder für die Verbreitung von Produkt-Releases. Neben Vorteilen für Vertrieb und Marketing, hat Social-Media-Marketing für B2B-Unternehmen aber auch einen hohen Stellenwert im HR-Bereich. Rund 60 Prozent bewerten auch für Recruiting und Employeer Branding den Stellenwert als „eher hoch“ oder „sehr hoch“. Die geringste Relevanz haben Social-Media-Maßnahmen im Kundensupport sowie zur direkten Neukundengewinnen. Rund zwei Drittel schätzen hier den Stellenwert als „eher gering“ oder „sehr gering“ ein.

 

Storytelling und Unternehmenswerte erlebbar machen. Vier von fünf B2B-Unternehmen sehen Social-Media-Kanäle als gute Möglichkeit, die Persönlichkeit und die Werte des Unternehmens im Rahmen von Storytelling zu vermitteln. Ebenso viele der Befragten stimmen zu, dass Social Media eine einfache, schnelle und unkomplizierte Informationsvermittlung ermöglicht. 87 Prozent der Befragten bewerten darüber hinaus die Möglichkeit zur Automatisierung der Informationsverbreitung in den Social-Media-Kanälen als hilfreich. 

 

Facebook weiterhin am beliebtesten – Twitter auf dem Abstellgleis? Mit 89 Prozent ist Facebook aktuell der meist genutzte Social-Media-Kanal unter den befragten B2B-Unternehmen. Weitere 7 Prozent planen die Nutzung von Facebook. Auch YouTube, Xing und LinkedIn werden aktuell bereits häufig genutzt. Twitter und Instagram werden dagegen aktuell nur von etwa einem Drittel der B2B-Unternehmen genutzt. Ein eigener Unternehmensblog ist bei der Hälfte der befragten Unternehmen bereits im Einsatz oder in Planung.

 

Umsätze im ersten Quartal über den Erwartungen. Sowohl die Erwartungen gegenüber der aktuellen Gesamtumsätze als auch der E-Commerce-Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr sowie der Vorbefragung im Dezember 2018 gestiegen. Im Vergleich zur Vorbefragung ist die Erwartungshaltung gegenüber den Gesamtumsätzen um 10 Punkte und den aktuellen E-Commerce Umsätzen um 3 Punkte auf einen neuen Höchstwert von 153,3 Punkten innerhalb der letzten zwölf Monate gestiegen.

 

Die Erwartungen für die Umsatzentwicklungen in den kommenden zwölf Monaten wurden dagegen im Vergleich zur Vorbefragung nach unten korrigiert. Die E-Commerce-Umsatzerwartungen wurden um 4 Punkte auf nunmehr 156,7 Punkte angepasst. Die Gesamtumsatz-Erwartungen wurden um 5 Punkte nach unten auf 153,3 Punkte korrigiert. Auch im Vergleich zum Vorjahr fallen die aktuellen Erwartungen für die Umsatzentwicklungen in den kommenden zwölf Monate niedriger aus. IFH

 

Einzelhandel: Mittelstand unter Druck - Handelsunternehmen mit sinkenden Erwartungen

Trotz sinkender Konjunkturprognosen für die Gesamtwirtschaft bleibt der private Konsum und mit ihm der Einzelhandel ein wichtiger Stabilitätsanker.

 

Allerdings verschlechtern sich laut aktueller Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 1.000 Unternehmen aller Größen, Branchen und Standorte die Geschäftserwartungen der Handelsunternehmen. Insbesondere die kleineren Händler schauen mit Sorge auf ihre Geschäftslage. Der Verband fordert deshalb eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand stärkt.

 

Insgesamt sind die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel gut. Die Unternehmen werden nach HDE-Prognose ihren Umsatz in diesem Jahr moderat um zwei Prozent auf knapp über 537 Milliarden Euro erhöhen. Der stationäre Einzelhandel wächst 2019 um nominal 1,3 Prozent. Die Erlöse im Online-Handel erhöhen sich um rund neun Prozent auf 57,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig aber zeigt die aktuelle HDE-Unternehmensumfrage, dass die Umsatzerwartungen gegenüber dem Vorjahr deutlich sinken. Nur noch 30 Prozent (Vorjahr 37 Prozent) der befragten Unternehmen erwarten für das erste Halbjahr 2019 steigende Erlöse.

 

Insbesondere kleinere Unternehmen sind mit der Geschäftslage unzufrieden. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Der mittelständische Handel braucht politische Unterstützung, um im aktuellen Strukturwandel bestehen und von der Digitalisierung profitieren zu können.“ Reformbedarf sieht Genth vor allem bei der Unternehmensbesteuerung. Die Hinzurechnungsregelungen bei der Gewerbesteuer wirken sich in vielen Fällen krisenverschärfend aus. Noch immer seien die Kosten für die Energiewende ungerecht verteilt und belasteten Händler und Privatverbraucher überproportional. Anstelle des ungerechten und komplizierten Umlagesystems solle die Energiewende über einen CO2-Preis finanziert werden. Das sei gerecht und hätte eine positive Steuerungswirkung auf den Klimaschutz, so Genth. Darüber hinaus fordert der Handel mit Blick auf die vielerorts überforderte Infrastruktur den weiteren Ausbau und Erhalt des Straßennetzes sowie des öffentlichen Personennahverkehrs. Denn die Versorgung der Kunden und Geschäfte muss auch künftig gesichert sein. HDE

E-Commerce Umsätze für das 1. Quartal 2019 übertreffen Erwartungen

Der Onlinehandel legt zwischen Januar und März mit einem Plus von 11,2 Prozent im Vergleich zum 1. Quartal 2018 überraschend stark zu. Das Wachstum im ersten Quartal diesen Jahres lag damit noch über den starken Vorjahreswerten von 10,6 Prozent.

 

Die Kunden kauften im Onlinehandel zwischen Januar und März 2019 Waren für 16.244 Mio. EUR inkl. USt ein (1. Q. 2018: 14.603 Mio. EUR inkl. USt). Im 1. Quartal 2019 lag das Wachstum in der Kategorie Lebensmittel bei 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 282 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 234 Mio. EUR inkl. USt). Somit gehörte die Warengruppe zum Spitzenreiter. Dicht gefolgt von der Warengruppe Haushaltswaren- und geräte. Im 1. Quartal 2019 wurde hier ein Umsatz von 1.060 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 896 Mio. EUR inkl. USt) erwirtschaftet und stieg um 18,3 Prozent. Die Umsätze für Computer, Zubehör und Spiele wuchsen online im 1. Quartal 2019 um 17,8 Prozent und beliefen sich auf 1.366 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 1.160 Mio. EUR inkl. USt).

 

„2019 startete sehr erfreulich für den Onlinehandel. Das erste Quartal bildet zwar immer auch das hervorragende ‚nachlaufende‘ Weihnachtsgeschäft mit ab. Wir liegen aber für Januar bis März trotz aller wirtschaftlichen Unwägbarkeiten wie Brexit und mögliche konjunkturelle Eintrübungen schon am oberen Rand unserer Umsatzerwartungen für die Branche“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh).

 

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel): Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 1. Quartal 2019 auf 1.861 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 1.691 Mio. EUR inkl. USt) um insgesamt 10,0 Prozent.

 

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Ebooks/Hörbücher, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation): Die Umsätze für die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele wuchsen online im 1. Quartal 2019 um 17,8 Prozent und beliefen sich auf 1.366 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 1.160 Mio. EUR inkl. USt). Die Online-Umsätze bei Büchern und E-Books stiegen um 3,5 Prozent und lagen bei 944 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 912 Mio. EUR inkl. USt).

 

Versendertypen im E-Commerce-Handel: Multichannel und Omnichannel weiterhin vorn. Im 1. Quartal zogen die Multichannel-Versender weiter voran. Diese Kategorie wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 Prozent und erreichte einen Online-Umsatz von 5.912 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 5.123 Mio. EUR inkl. USt). Ein Wachstum von 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einen Umsatz von 7.639 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 6.908 Mio. EUR inkl. USt) erwirtschafteten die Online-Marktplätze.

 

Im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) kauften im 1. Quartal 2019 die deutschen Verbraucher Waren für 16.740 Mio. EUR inkl. Ust (1. Q. 2018: 15.335 Mio. EUR inkl. USt). Daran hat der Onlinehandel einen Anteil von 97,0 Prozent und konnte seine Durchdringung um 1,8 Prozentpunkte zum Vorjahresquartal steigern. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets und Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4.489 Mio. EUR inkl. USt (1. Q. 2018: 4.120 Mio. EUR inkl. USt) und damit ein Umsatzplus von 6,6 Prozent.

 

Mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 65,1 Mrd. Euro ist der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce im Jahr 2018 weiterhin zweistellig gewachsen. Der reine E-Commerce-Umsatz steht somit für mehr als jeden achten Euro im Einzelhandel. Der E-Commerce-Umsatz dürfte die 70 Mrd. Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Mrd. Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Mrd. Euro brutto. bevh

bitcom research - WLAN im Laden ist für jeden Zweiten ein Muss

Auch stationäre Händler brauchen eine Digitalstrategie: Sie können durch den Einsatz digitaler Technologien im Geschäft das Einkaufserlebnis für den Kunden verbessern. Die Mehrheit der Kunden wünscht sich solche Möglichkeiten. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.086 Internetnutzern ab 14 Jahren. Demnach sagt lediglich jeder Siebte (15 Prozent), dass er keine digitalen Technologien im Geschäft möchte. Auf der anderen Seite ist die Wunschliste dagegen lang: Am beliebtesten ist die Möglichkeit, sich im Laden gekaufte Ware direkt nach Hause liefern zu lassen. Mehr als jeder Zweite (51 Prozent) würde diesen Service gerne nutzen. Ein Must-have ist für die Hälfte der Kunden (49 Prozent) außerdem WLAN im Geschäft beziehungsweise Shopping-Center. Vor allem für die junge Zielgruppe von 14 bis 29 Jahren sind solche Hot Spots essentiell: Hier äußern sechs von zehn Befragten (62 Prozent) den Wunsch, im Laden auf WLAN zugreifen zu können. Bei den 30- bis 49-Jährigen ist es jeder Zweite (52 Prozent), bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 39 Prozent und vier von zehn (42 Prozent) Befragten der über 65-Jährigen wünschen sich ebenfalls WLAN während der Shoppingtour.

 

Vier von zehn Internetnutzern (41 Prozent) erwarten außerdem, dass es digitale Loyalitäts- bzw. Bonusprogramme wie Paypack gibt, mit denen man per Smartphone Treuepunkte sammeln kann. Beinahe ebenso viele Befragte (40 Prozent) möchten über das Smartphone Echtzeit-Informationen zu der Produktverfügbarkeit im Laden abrufen können. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) wünscht sich, automatisch beim Verlassen des Geschäfts über das Smartphone, in dem Debit- oder Kreditkarteninformationen hinterlegt sind, bezahlen zu können.

 

Weniger genannt werden dagegen der Einsatz von Virtual-Reality-Brillen, zum Beispiel zur Projektion von Gegenständen in das eigene Zuhause (17 Prozent), oder auch die Tele-Beratung im Geschäft über einen Bildschirm oder einen intelligenten Spiegel (13 Prozent). Auch Servicedroiden, also Roboter-Berater vor Ort sind weniger beliebt (7 Prozent). bitcom research

Spielwaren Krömer eröffnet wieder 3 neue Filialen

Das bayerische Familienunternehmen Spielwaren Krömer wächst weiter. Im April wurden die Standorte 24 und 25 in Buchloe und Starnberg eröffnet, im Juni kommt mit München-Allach die 26. Filiale hinzu.

 

Buchloe:

Am 01.04. übernahm Spielwaren Krömer das Traditionshaus Spiel- und Schreibwaren Beginen von der Familie Meindl in Buchloe. Auf ca. 400qm wird es hier auch in Zukunft die Sortimente Spielwaren, Schreibwaren, Zeitschriften und Lotto geben. Das komplette Personal wurde von Spielwaren Krömer übernommen und mit neuen Kräften ergänzt.

 

Starnberg:

Am 06.04. eröffnete Spielwaren Krömer die Filiale in der Starnberger Hauptstraße. In dieser Immobilie wurde ebenfalls seit vielen Jahrzehnten Spielwaren angeboten, allerdings wurde auch genauso lange nichts in die Immobilie gesteckt. Das Ladengeschäft wurde nahezu entkernt und grundsaniert, so dass nun ein richtig heller und freundlicher Verkaufsraum auf 2 Etagen entstanden ist. Auf den knapp 250qm wird das komplette Spielwaren-Sortiment angeboten.

 

München-Allach:

Am 06.06. entsteht im Münchner Stadtteil Allach das neue Einkaufszentrum EVER.S. Spielwaren Krömer wird hier auf 200qm von Beginn an mit dabei sein. Aktuell laufen noch die letzten Arbeiten auf der Mega-Baustelle. Krömer

Der Spielwarenfachhandel lebt - Unser Interview mit Christian Krömer

2019 - der gesamte Spielwarenfachhandel kämpft um seine Existenz. Der gesamte Spielwarenfachhandel? Nicht ganz. Denn auch eine mutige Inhaberfamilie aus dem bayerischen Schrobenhausen kämpft mutig gegen den Trend an.

 

Auf wirklich bemerkenswerte Art und Weise treten die Krömers gleich mehrere Beweise an. Nämlich, dass Familien über mehrere Generationen hinweg zusammenarbeiten können, dass ein Generationswechsel funktioniert, dass zwei Brüder gemeinsam in einem Unternehmen arbeiten können, ohne dass es zu Verwerfungen kommt, und dass der deutsche Spielwarenfachhandel noch lange nicht tot ist. Ganz im Gegenteil. In einem Umfeld, wo andere aufgeben (müssen), da expandiert Krömer und eröffnet stetig neue Filialen. Und das schon seit der Gründung durch Sylvia und Jürgen Krömer im Jahr 1984. 

 

Der TOYS & GAMES Report hat mit dem sympathischen Inhaber gesprochen. Der sich angenehm abhebt vom Lamento einer Branche in der so viele den Mut verloren zu haben scheinen. Ein Mann mit Zielen und einer klaren Vision, und den Fähigkeiten diese umzusetzen.

 

T& G Report: Dass der Spielwarenfachhandel in Deutschland in weiten Teilen ausstirbt ist kein Märchen, sondern alltägliche Realität. Woher nehmen Sie den Mut auf so einem Markt zu expandieren?

 

Christian Krömer: Es ist natürlich ein gewisses Wagnis in einem schrumpfenden Markt zu wachsen, aber gerade das bringt für uns auch viele Chancen mit sich. Oft wird ja auch nicht aufgrund schlechter Zahlen, sondern fehlender Nachfolge geschlossen. Das öffnet uns die Tür bei interessanten Standorten.

Außerdem höre ich immer von 40% die online gemacht werden - ich habe in Mathe immer gut aufgepasst und daher weiß ich, dass damit immer noch die Mehrheit des Umsatzes stationär passiert...

 

T& G Report: Mit Ihren Fachgeschäften sind Sie sehr erfolgreich. Was machen Sie richtig und die anderen vielleicht falsch?

 

Christian Krömer: Ich glaube nicht, dass überall so viel falsch gemacht wird. Es gibt im Spielwaren-Fachhandel ganz viele tolle Händler, die gute Arbeit leisten und damit auch erfolgreich sind. Man muss natürlich ständig mit der Zeit gehen und sämtlichen Service bieten, den der Markt so hergibt.

 

T& G Report: Der Online-Handel ist das große Schreckgespenst für den stationären Handel. Projektionsfläche für eigene Unzulänglichkeiten, unausweichliches Schicksal oder Chance für findige Unternehmer?

 

Christian Krömer: Sicher von allem ein bisschen. Aber auch hier muss man sehen, wie sich die nächsten Jahre entwickeln. Viele große Online-Player haben in ihrer kompletten Firmengeschichte bisher noch keinen Cent verdient und sind nur von Investoren abhängig. Es gibt zig Händler, die gemerkt haben, dass es wenig Sinn macht, einen Artikel so günstig anzubieten, dass man am Schluss nichts verdient und nur viel Arbeit hat. Am gefährlichsten sind hier für uns Fachhändler wahrscheinlich am Ende des Tages die Hersteller selbst.

  

T& G Report: Glauben Sie, dass die Industrie dazu beigetragen hat, das immer dünner werdende Fachhandelsnetz noch dünner zu machen.

 

Christian Krömer: Mit Sicherheit. Wir brauchen von der Industrie einfach Unterstützung auf allen Ebenen.

 

T& G Report: Ist „der Endverbraucher schuld“, dass sich der stationäre Fachhandel so schwer tut und was halten Sie von Vorstößen wie z.B. eine Beratungsgebühr für Kunden?

 

Christian Krömer: Also das finde ich den größten Quatsch aller Zeiten. Zum einen kann ich nie dem Kunden die Schuld an einer solchen Entwicklung geben. Zum anderen hat sich doch das Thema Beratungsdiebstahl in den letzten Jahren komplett gewandelt. Ich würde hier sogar so weit gehen, dass wesentlich mehr Kunden sich online informieren und dann bei uns kaufen, als andersrum.

 

T& G Report: Lassen Sie uns noch ein wenig an Ihren Gedanken teilhaben. Was sind Ihre nächsten Pläne?

 

Christian Krömer: Wir haben vor Kurzem wieder zwei Filialen eröffnet (Starnberg und Buchloe), im Juni kommt mit München-Allach eine weitere hinzu. Auch für die Zukunft werden wir unser Wachstum weiter vorantreiben, aber konkret ist aktuell nichts weiteres in Planung.

 

T& G Report: Lieber Herr Krömer, wir danken Ihnen für das Gespräch. Ph

Händlerbund-Studie: Erstmals weniger Abmahnungen dafür starker Kostenanstieg

Der Händlerbund veröffentlicht zum fünften Mal die jährliche Abmahnstudie für den Online-Handel. Mehr als 700 befragte Händler erhielten im Jahr 2018 zwar erstmals weniger Abmahnungen, dafür stiegen die Kosten pro Abmahnung deutlich. Neben der DSGVO sorgte auch das neue Verpackungsgesetz für Anspannung.

 

Weniger Betroffene bei höchstem Risiko. Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2015 sank die Zahl der abgemahnten Händler von 28 auf 22 Prozent. Dabei sind unter den Teilnehmern der Studie überwiegend Mitglieder des Händlerbundes zu vermuten, die vor Abmahnungen geschützt sind. Denn gleichzeitig stieg das Abmahnrisiko im Jahr 2018 mit Eintritt der neuen Datenschutzgrundverordnung auf Rekordniveau. Nie zuvor nahmen so viele Befragte (47 Prozent) an, dass das Abmahnrisiko im Online-Handel gestiegen sei.

 

Wachsender Druck durch DSGVO und Kostenanstieg. Zu den möglichen Abmahngründen wie Wettbewerbs- oder Markenrechtsverstößen kamen im letzten Jahr die DSGVO (59 Prozent) und das neue Verpackungsgesetz (20 Prozent) hinzu. Der steigende Konkurrenzkampf innerhalb des Online-Handels macht erneut fast 79 Prozent der Befragten zu schaffen. Angesichts der Kosten, die eine Abmahnung verursacht, ist das Problem besonders für kleinere Händler schnell existenzbedrohend. Während im Vorjahr noch 28 Prozent der Händler von sehr teuren Abmahnungen (über 1.000 Euro pro Fall) berichteten, sind es in der aktuellen Erhebung bereits 39 Prozent. Üblicherweise schlägt eine Abmahnung mit durchschnittlich 500 Euro zu Buche. Händlerbund

Komm zur großen Smyths Toys Willkommensparty - Macht die Welt zu eurem Spielplatz!

Mit einer großen Willkommensparty feiert der Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores am Samstag, den 30.03.2019 (in der Zeit von 11-17 Uhr in Deutschland und in der Zeit von 10-16 Uhr in Österreich und der Schweiz), die Einführung der Marke Smyths Toys in der DACH-Region. Zusammen mit den Partnern LEGO, Mattel, Ravensburger, Hasbro, Rubies, Playmobil, Spin Master und SuperRTL wird jeder Smyths Toys Superstore zu einem Spielplatz mit verschiedenen Spielstationen und einem großen Gewinnspiel.

 

„Getreu dem Motto „Macht die Welt zu eurem Spielplatz!“ sind am Samstag, den 30.03.2019, zur Smyths Toys Willkommensparty Action und Spannung an den Spielstationen u.a. von LEGO, Barbie, Beyblade, Dragons, Ravensburger, Rubies und NERF angesagt“, berichtet Marie-Charlotte von Heyking, Team Lead PR, Event- und Lokalmarketing bei Smyths Toys in der DACH-Region. „An verschiedenen Spielstationen können kleine und große Spielzeugfans Ihre Lieblingsspielsachen und trendige Neuheiten ausprobieren und nach Herzenslust damit spielen. Wer sich die Chance auf tolle Gewinne und sogar Einkaufsgutscheine im Wert von je 500,- Euro sichern möchte, macht einfach beim großen Willkommensparty-Gewinnspiel mit “, verrät Marie-Charlotte von Heyking weiter.  Smyths

Fusionierter Konzern heißt zukünftig Galeria Karstadt Kaufhof

Wie der Kölner Stadtanzeiger erfahren haben will, so heißt der aus Galeria Kaufhof und Karstadt fusionierte Konzern zukünftig Galeria Karstadt Kaufhof. Nicht nur die Holding soll umbenannt werden, sonder auch sukzessive alle Filialen. Red Ph

Payment-Dienstleister hoch im Kurs: Immer mehr Onlinehändler setzen auf Unterstützung im Payment-Dschungel

Kauf auf Rechnung, Lastschrift, Digital Wallets & Co.: Das Angebot des richtigen Payment-Mixes erfordert auf Händlerseite viel Zeit, Geld und vor allem Know-how. Aufgrund der zunehmenden Komplexität hinsichtlich Integration und Sicherheit setzen Onlinehändler somit vermehrt auf die Unterstützung durch Payment-Service-Provider oder andere Payment-Dienstleister. Das zeigt die aktuelle ECC-Payment-Studie Vol. 23, für die das ECC Köln und Prof. Dr. Malte Krüger auch 2018 wieder das Thema Online-Payment aus Konsumenten- und Händlersicht unter die Lupe genommen haben.

 

So arbeitet etwa die Hälfte der befragten Händler bereits mit einem Dienstleister zusammen, ein weiteres Fünftel plant die Zusammenarbeit. „Payment ist nach wie vor keine Kernkompetenz des Handels. Die Payment-Welt sowie die Kundenanforderungen werden immer vielfältiger. Doch auch wenn immer mehr Servicedienstleister ihre Hilfe bieten, kommt der Handel nicht umhin, seine Hausaufgaben zu machen“, erläutert Mailin Schmelter, Teamleiterin am ECC Köln.

 

Vielfältige Tools und Services zur Prozessoptimierung. Da der Handel die Konsumentenwünsche hinsichtlich der angebotenen Zahlungsverfahren mittlerweile weitestgehend erfüllt, rückt die Optimierung interner Prozesse zunehmend in den Fokus. Diese sorgen nicht nur für eine schnellere Zahlungsabwicklung und effizientere Bestell- und Liefervorgänge, sondern sparen Händlern auch bares Geld. Payment-Dienstleister können dabei unterstützen, Prozesse zu vereinfachen oder einzelne Arbeitsschritte übernehmen.

 

So nutzt bereits ein Drittel der befragten Händler Services und Tools eines Payment-Dienstleisters, um die eigene Buchhaltung zu optimieren. Des Weiteren zeigen rund 40 Prozent Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Bereich. Besonders vorteilhaft wird die Bereitstellung einheitlicher Abrechnungsdateien durch den Zahlungsdienstleister erachtet. Aber auch Tools für ein einheitliches Transaktions-Reporting oder zur manuellen Autorisierung und Nachbearbeitung von Zahlungstransaktionen über verschiedene Absatzkanäle hinweg werden in einem Drittel der Fälle in Anspruch genommen.

 

Payment-Dienstleister avancieren zum Allround-Partner. Payment-Dienstleister offerieren vermehrt Zusatzservices, die über das eigentliche Kernangebot hinaus gehen und entwickeln sich somit zunehmend zum Allround-Partner des Handels. Für 51 Prozent der befragten Onlinehändler ist insbesondere die Übernahme der Rücksendekosten durch den Dienstleister interessant. Die Unterstützung im Rahmen des Fulfillments (Verpackung und Versand von Waren) ist für 41 Prozent der befragten Handelsunternehmen attraktiv. Weitere 32 Prozent der Händler können sich vorstellen, sensible Bankleistungen wie Kredite oder die Kontoführung durch den Payment-Dienstleister in Anspruch zu nehmen.

 

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 51 Prozent der befragten Onlinehändler arbeiten bereits mit einem Payment-Service-Provider (PSP) zusammen; weitere 19 Prozent planen eine Zusammenarbeit bereits konkret.
  • Circa ein Drittel der Händler nutzt bereits Services und Tools zur Optimierung der Buchhaltung, weitere 40 Prozent zeigen Interesse.
  • 51 Prozent interessieren sich insbesondere für die Übernahme der Rücksendekosten durch den Dienstleister.
  • 41 Prozent empfinden die Unterstützung im Rahmen des Fulfillments als attraktives Angebot.
  • 32 Prozent der Händler können sich vorstellen, sensible Bankleistungen wie Kredite oder die Kontoführung durch den Payment-Dienstleister in Anspruch zu nehmen.

Ifh Köln

Martina Baier übernimmt ab sofort die Einkaufsleitung bei myToys

Die MYTOYS GROUP, der Nr. 1 Online-Händler für Family-Shopping in Europa, übergibt die Bereichsleitung des myToys-Einkaufs an Martina Baier. Die 39-Jährige ist bereits seit 2007 bei der MYTOYS GROUP und war zunächst als Einkäuferin im Bereich Sport/Lizenzen tätig, bevor sie die Abteilungsleitung der Sortimentsbereiche „Sport“, „Mode“ und später „Baby und Möbel“ bei myToys übernahm. 

In ihrer neuen Position verantwortet Martina Baier sämtliche Einkaufsbereiche der Marke myToys. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird dabei der Aufbau strategischer Partnerschaften sowie der Ausbau des Partnerprogramms sein. Martina Baier berichtet an Dr. Oliver Lederle, Geschäftsführer der MYTOYS GROUP. „Martina ist aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Einkauf und ihrer Leidenschaft für die Aufgabe und das Unternehmen die perfekte Besetzung für diese anspruchsvolle Stelle. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit Martina in ihrer neuen Position“, sagt Oliver Lederle.

 

Bevor Martina Baier 2007 zu myToys kam, war die studierte Betriebswirtin als Assortment Manager bei C&A tätig. Sie folgt auf Dr. Matthias Weidinger, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt. „Matthias hat in den letzten fünf Jahren die Sortimentsentwicklung von myToys, gerade vor dem Hintergrund unserer Marktplatzstrategie, entscheidend vorangetrieben. Für sein hervorragendes Engagement und die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit möchten wir uns ganz herzlich bedanken“, so Lederle. myToys.de

 

myToys.de - So shoppen Eltern!

Der feine Unterschied im Family-Shopping: Mütter lassen sich inspirieren, Väter kaufen vernünftig. Männer kaufen, Frauen shoppen – im Family-Shopping viel mehr als nur das gängige Klischee: 55 Prozent der Mütter lassen sich beim Kauf von Kinderprodukten tatsächlich gerne inspirieren. Väter beschreiben sich hingegen eher als Vernunftkäufer (61 Prozent). In einem Punkt aber sind sich Deutschlands Eltern einig: Auf der Suche nach dem richtigen Angebot sind ihnen die Produktbewertungen der anderen Nutzer besonders wichtig (56 Prozent). Entgegen dem aktuellen Trend werden Sprachassistenten jedoch nur von einer Minderheit der Eltern (14 Prozent) zum Einkaufen genutzt. Und daran wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nur wenig ändern: Im Vergleich zur letztjährigen Family-Shoppingumfrage ist der Anteil der Eltern, die sich den Einsatz von Sprachassistenten auch in Zukunft nicht vorstellen können, um 12 Prozentpunkte auf insgesamt 53 Prozent angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Family-Shoppingumfrage der rc - research & consulting GmbH im Auftrag von myToys.de, dem Nr. 1 Online-Shop für Spielzeug und Produkte rund ums Kind in Deutschland und Kompetenzträger im Bereich Family-Shopping.

 

Im Family-Shopping zählt vor allem die Beratung. Viele Eltern (55 Prozent) nehmen sich beim Online-Shopping viel Zeit, um sich einen Überblick über die Angebote zu verschaffen. Die Beratung spielt für sie dabei eine zentrale Rolle. 41 Prozent der Eltern fühlen sich in Online-Shops am wohlsten, in denen sie weiterführende Informationen, wie z.B. Empfehlungen zu ähnlichen Produkten, erhalten. Diese sollten gut strukturiert sein, denn ein einfacher Bestellprozess ist Eltern wichtig: 54 Prozent der Befragten bevorzugen demnach Online-Shops, in denen alles sehr aufgeräumt ist, damit der Kauf so schnell und unkompliziert wie möglich erledigt werden kann. 

 

„Gerade weil Eltern oft wenig Zeit haben, ist es ihnen auch beim Online-Shopping wichtig, einfach und schnell zum Ziel zu kommen. Ein auf sie zugeschnittenes Angebot, kompetente Beratung sowie eine optimale User Experience sind wesentlich, um Familien ein auf Convenience abzielendes Einkaufserlebnis zu ermöglichen“, so myToys-Gründer und Geschäftsführer Dr. Oliver Lederle.

 

Online-Shops sind die wichtigsten Inspirationsquellen. Als Inspirationsquellen dienen beim Family-Shopping vor allem die Online-Shops für Kinderprodukte (50 Prozent) selbst, gefolgt von der Recherche über Suchmaschinen (47 Prozent) sowie den sozialen Netzwerken. Während Pinterest (14 Prozent) und Instagram (11 Prozent) immer stärker zu Rate gezogen werden, sinkt die Beliebtheit von Facebook im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozentpunkte auf 19 Prozent. 

Hauptverantwortlich für das Family-Shopping fühlen sich die Mütter (70 Prozent). Insbesondere bei Pflegeprodukten (73 Prozent) und Heimtextilien (63 Prozent) entscheiden sie oft alleine. Bei Multimediaprodukten sind die Väter häufiger in der Verantwortung (35 Prozent). Fragt man die Väter selbst, entscheidet die Familie meist gemeinsam (58 Prozent).

 

Eltern profitieren beim Mobile Shopping von Zeitersparnis. Nahezu alle deutschen Eltern shoppen Kinderprodukte online (99 Prozent). Zwei Drittel (66 Prozent) geben in der myToys.de-Umfrage an, häufig oder sehr häufig im Internet einzukaufen. Rund jedes zweite Elternteil (49 Prozent) bestellt Kinderprodukte am liebsten mit dem Smartphone. Und das vor allem weil es schneller geht: Knapp die Hälfte aller elterlichen Mobile Shopper (49 Prozent) sieht im Einkauf mit dem Smartphone eine große Zeitersparnis gegenüber dem Desktop-PC. Während beide Elternteile am liebsten abends vom Sofa aus shoppen (84 Prozent), erledigen Mütter den mobilen Einkauf auch gerne mal nebenbei – z.B. in der Mittagspause (26 Prozent) oder auch beim Warten auf die Kinder (21 Prozent) – und Väter immer häufiger vom Büro aus (38 Prozent). 

Im Rahmen der repräsentativen myToys.de-Umfrage rund ums Family-Shopping wurden rund 1.000 Eltern mit Kindern im Alter zwischen 0 und 15 Jahren befragt. myToys.de

C&A demnächst mit Spielwaren?

Glaubt man der LebensmittelZeitung (06/19), so möchte C&A „seine Zusammenarbeit mit branchenfremden Marken erweitern“. Demnach kooperiere C&A mit Markenartiklern wie LEGO, Schleich, Simba und Playmobil. Pilotfilialen sind Bielefeld, Köln und Nürnberg. Red. Ph

HDE - Einzelhandel bietet erneut die meisten Ausbildungsstellen an

Die aktuellen Ausbildungsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass bereits zu Beginn des Berichtsjahres 2018/2019 die Handelsunternehmen in Deutschland knapp 27.200 Stellen für die Ausbildung Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und gut 16.700 Ausbildungsstellen zum Verkäufer bzw. Verkäuferin anbieten.

 

Damit belegten die beiden Kernberufe des Einzelhandels die ersten beiden Plätze aller angebotenen Ausbildungsstellen der rund 330 anerkannten Ausbildungsberufe.

 

„Die Branche nimmt ihre Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen ernst und baut ihr Angebot stetig weiter aus. Bewerber haben gute Chancen einen Ausbildungsplatz im Handel zu bekommen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Außerdem wächst nicht nur die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen, sondern auch das Angebot an Berufen im Handel: Seit August 2018 gibt es den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce. Damit will der Handel seinen Nachwuchs systematisch und qualifiziert auf eine Karriere im Online-Handel vorbereiten. Mit knapp 1.400 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen für das erste Ausbildungsjahr wurden bereits alle Erwartungen an den neuen Beruf übertroffen. „Wir erwarten in diesem Jahr noch deutlich mehr Stellenangebote und Bewerber. Der Beruf Kaufleute im E-Commerce wird die Erfolgsgeschichte der stark ausbildenden Handelsbranche fortsetzen“, so Genth weiter.

 

Karriere mit Lehre ist im Einzelhandel der Regelfall. Mehr als 80 Prozent der Führungskräfte haben ihren Werdegang mit einer Ausbildung begonnen. Trotzdem haben die Handelsunternehmen in den letzten Jahren zunehmend Probleme, alle ihre Ausbildungsstellen mit passenden Bewerbern zu besetzen. Der HDE fordert deshalb mehr Wertschätzung für die berufliche Bildung ein: „Die guten Entwicklungschancen, die eine duale Berufsausbildung bietet, müssen noch mehr in den Vordergrund rücken. Der Schwerpunkt darf nicht immer nur auf eine immer höhere Akademikerquote gelegt werden“, so Genth weiter. Die berufliche Bildung müsse insgesamt gestärkt werden und in allen allgemeinbildenden Schulen – auch den Gymnasien – solle eine umfassende Berufsorientierung erfolgen, die Karrierewege mit einer Ausbildung aufzeigt. Vor allem sollten Hochschulzugangsberechtigte auf die erfolgreichen Abiturientenprogramme im Handel hingewiesen werden, bei denen innerhalb von drei Jahren bis zu drei Abschlüsse erreicht werden können und die mit einer verkürzten Aus- und Fortbildung sowie dem Ausbilderschein in kurzer Zeit zur Führungskraft qualifizieren. HDE

HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung stagniert

Die Verbraucherstimmung in Deutschland verharrt für März auf dem Niveau des Vormonats. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer.

 

Trotz weiterhin guter Lage auf dem Arbeitsmarkt ist in den kommenden Wochen nicht mit einer Aufhellung zurechnen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert die Politik deshalb auf, schnell und entschieden Signale zur Stärkung der Binnenkonjunktur zu setzen.

 

„Die Verbraucher sind verunsichert, in welche Richtung die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten gehen wird. Deshalb braucht es jetzt klare politische Signale zur Entlastung vor allem kleiner und mittlerer Einkommen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

 

Laut HDE-Konsumbarometer bleibt die Verbraucherstimmung für die kommenden drei Monate stabil auf dem Niveau der Vormonate. Verglichen mit dem Vorjahreswert ist die Stimmung etwas schlechter. Zwar steigt die Anschaffungsneigung, die Konjunkturerwartungen verschlechtern sich jedoch spürbar. Die Sparneigung nahm zuletzt wieder zu. In 2018 stieg die Sparquote (Sparen in Prozent des verfügbaren Einkommens) auf 10,4 Prozent. Das Sparvolumen betrug im letzten Jahr bei 205,1 Milliarden Euro. Die Konjunkturerwartungen der privaten Haushalte liegen weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau. Eine wirkliche Trendumkehr ist nicht zu erkennen. HDE

Einzelhandelsumsatz im Januar 2019 preisbereinigt um 2,6 % höher als im Januar 2018

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Januar 2019 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt (real) 2,6 % und nominal (also nicht preisbereinigt) 3,6 % mehr um als im Januar 2018. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. 

 

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Januar 2019 preisbereinigt 2,7 % und nicht preisbereinigt 3,4 % mehr um als im Januar 2018. Dabei lag der Umsatz in Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 2,9 % und nicht preisbereinigt um 3,5 % höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde im Vergleich zum Januar 2018 preisbereinigt 0,7 % und nicht preisbereinigt 2,2 % mehr umgesetzt. 

 

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Januar 2019 preisbereinigt 2,3 % und nicht preisbereinigt 3,6 % höher als im Januar 2018. Das größte Umsatzplus erzielte der Internet- und Versandhandel mit preisbereinigt 6,2 % und nicht preisbereinigt 7,5 %. 

 

Kalender- und saisonbereinigt lag der Umsatz im Januar 2019 im Vergleich zum Dezember 2018 sowohl preisbereinigt als auch nicht preisbereinigt um 3,3 % höher. Statistisches Bundesamt


Smyths Toys Superstores

In der Kölner Zentrale ist das Smyths Toys Flair bereits Ende 2018 eingezogen und hat die dortigen Mitarbeiter mit inspirierender Aufbruchstimmung und irischem Spirit angesteckt.

 

Bis Ende März dieses Jahres werden jetzt auch alle ehemaligen Toys“R“Us Filialen nach und nach in Smyths Toys Superstores umgewandelt. Die klar angeordneten Gänge und Regale sind vom Boden bis zur Decke mit übersichtlich sortierter Ware gefüllt. Die beeindruckende Bandbreite an Spielwaren von der Puppe über die Spielekonsole bis hin zum riesigen Outdoor-Sortiment hat alles zu bieten, was das junge und junggebliebene

Spielkind-Herz höher schlagen lässt. Neben all den Spielwaren ist in den Filialen von Smyths Toys Superstores auch jede Menge Platz für den Babybereich. Hier finden werdende und frischgebackene Eltern alles was man für den Nachwuchs benötigt. 

 

In Kürze können Smyths Toys Kunden auch vom Multi-Channel-Service profitieren. Ganz bequem online einkaufen und sich die Waren nach Hause liefern zu lassen, geht ebenso einfach, wie die Ware nach dem Online-Einkauf im Markt abzuholen und sich dabei vor Ort von der gesamten Produktpalette inspirieren lassen. Das digitale Einkaufen bei Smyths Toys ist kinderleicht und bequem. „Keep it simple“, so lautet das wichtigste Motto der Smyth Brüder, die vor mehr als 30 Jahren den Spielwarenhandel Smyths Toys in Irland gründeten. Diese Klarheit (Englisch:  simplicity = Einfachheit) erkennt man bei Smyths Toys unter anderem an den klar sortierten Regalen in den Filialen, dem klaren „jeden Tag fairster-Preis-Versprechen“ und den hohen Servicestandards. Nicht zuletzt diese drei Ansätze machten das Unternehmen so groß und erfolgreich. „Mit unserem „Keep it simple“- Ansatz konzentrieren wir uns bei Smyths Toys auf das Wesentliche: Unsere Kunden. Denn wir alle schätzen gute Beratung, Freundlichkeit und ein angenehmes Einkaufserlebnis. Das bieten wir ab sofort auch unseren Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz an“, kündigt Anthony Smyth, Mitinhaber von Smyths Toys an. Die derzeitigen Umbaumaßnahmen in den Filialen sollen bis Mitte/Ende März dieses Jahres abgeschlossen sein und mit einem großen Event am Samstag, den 30.03.2019, gefeiert werden. Smyths

EU-Regelungen für mehr Fairness im Online-Handel

Positiv bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) die Einigung der EU-Institutionen auf Regelungen für einen faireren internationalen Online-Handel.

 

So soll in Zukunft eine neue EU-Marktüberwachungsverordnung dafür sorgen, dass beim Verkauf von Waren über internationale Online-Marktplätze klare Verantwortlichkeiten für Verstöße gegen Vorgaben zur Produktsicherheit gelten. „Für die nicht den EU-Vorgaben entsprechenden Waren konnte bisher oft niemand verantwortlich gemacht werden. Denn häufig kommen die Händler aus Fernost. Das verzerrt den Wettbewerb mit heimischen Händlern, die sich eng kontrolliert an die kostspieligen Regelungen halten“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Die EU-Institutionen wollen deshalb nun vorschreiben, dass beim Vertrieb von Waren von Herstellern außerhalb der EU künftig auch sogenannte Fulfillment Center in die Pflicht genommen werden. Fulfillment Center sind spezialisierte Logistikdienstleister, die die Ware nach der Bestellung beim Händler aus dem Ausland annehmen und an den Endkunden versenden. Bei Direktverkäufen vom Hersteller muss zwingend ein Bevollmächtigter als Ansprechpartner für die Überwachungsbehörden benannt werden.

 

Darüber hinaus einigten sich die EU-Institutionen darauf, gegen unfaire Praktiken von Online-Plattformen gegenüber den dort aktiven Händlern vorzugehen. Mit dem EU-Verordnungsvorschlag zur Förderung von Fairness und Transparenz für gewerbliche Nutzer von Online-Vermittlungsdiensten (P2P-Verordnung) sollen unfaire Praktiken auf Plattformen, wie beispielsweise unangekündigte Kontenschließungen oder eine plötzliche Änderung der Geschäftsbedingungen, untersagt werden. Zudem sollen die Plattformen künftig ein umfassendes internes Beschwerdemanagementsystem vorhalten. „Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gleichberechtigung zwischen Anbietern und Plattformbetreibern sowie für den weiteren Ausbau des digitalen Binnenmarktes“, so Tromp weiter. Die EU-Institutionen müssen den Vorschlag noch formell verabschieden. Die Verordnung wird zwölf Monate nach der Verabschiedung in Kraft treten. HDE

Innenstädte in Gefahr: HDE fordert Sofortprogramm

In einem Brief an den Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Politik auf, Sofortmaßnahmen zur Rettung vitaler Innenstädte zu ergreifen. Der innerstädtische Handel solle gestärkt werden, um die weitere Zunahme von Leerständen in vielen Stadtzentren zu stoppen.

 

„Viele Innenstädte in Deutschland sind in höchster Not. Früher attraktive und vitale Zentren verlieren an Zugkraft, vielerorts finden beunruhigend wenige Menschen den Weg in die Fußgängerzonen und Ladenzeilen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. In der Folge sorgen Leerstände für eine Verschlechterung der Versorgungssituation in vielen Kommunen. Für viele Bürger ist der Verlust des lebendigen Stadtzentrums auch ein Verlust ihrer Heimat. „Es müssen dringend Sofort-Maßnahmen ergriffen werden, um diese Entwicklung abzufedern. Die Politik darf diesem Erosions-Prozess nicht länger nur zuschauen“, so Genth weiter. Dabei geht es beispielsweise darum, einen guten Funktions- und Branchenmix zu fördern. Für eine funktionierende Innenstadt muss die Mischung zwischen Handel, Gastronomie aber auch dem produzierenden Gewerbe stimmen. Darüber hinaus ist für ein positives Einkaufserlebnis eine stimmige Baukultur mit attraktiven Gebäuden und angenehmer Atmosphäre entscheidend. Die Händler setzen auf den Ausbau digitaler Serviceleistungen. Um den Kunden jedoch die Mehrwerte der Digitalisierung anbieten zu können, braucht es eine funktionierende digitale städtische Infrastruktur. Der Ausbau öffentlichen WLANs sowie schnellen Internets muss deshalb noch stärkere Priorität bekommen. HDE

Spielwarenhandel 2018: leichtes Umsatzplus

Nachdem der Spielwarenumsatz in 2017 stagnierte, zeigte sich das Spielzeug-Jahr 2018 von einer freundlicheren Seite. Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverband Spielwaren (BVS): „Der Spielwaren-Boom hatte im Vorjahr eine Pause eingelegt. Umso mehr freuen wir uns, dass die Deutschen zuletzt wieder mehr für Spielwaren ausgegeben haben.“ Auch wenn erst im März 2019 - im Rahmen des Eurotoys-Verbraucherpanels der npd deutschland - endgültige Gesamtmarktzahlen über alle einzelhandelsrelevanten Vertriebswege vorliegen, rechnet der BVS für den Inlandsmarkt damit, das Jahresergebnis von 2017 leicht zu übertreffen. Damit gaben die Deutschen in 2018 zwischen 3,1 und 3,2 Mrd. Euro (zu Endverbraucherpreisen) für Spielwaren aus. 

 

Die Branche geht zuversichtlich in das Jahr 2019 und freut sich auf einen mitreißenden Start der Nürnberger Spielwarenmesse. Kahnt: „Die Spiel-warenmesse ist der Pflichttermin, um sich zu neuen Produkten und Vermarktungsstrategien schlau zu machen. Egal ob Online oder Offline – die Spielwarenhändler müssen auf allen Kanälen vernetzt sein und weiter investieren. Wir müssen da sein, wo unsere Kunden sind und sie dort abholen, wo sie sich informieren oder einkaufen wollen. Am Ende sorgt die gelungene Mischung aus Top-Mitarbeitern und Top-Geschäft für begeisterte Kunden. Das kann das Internet allein nicht bieten.“ BVS