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Handel

Prognose - Handel setzt an Black Friday und Cyber Monday 3,1 Miliarden Euro um

Immer mehr Kunden in Deutschland gehen an Black Friday und Cyber Monday gezielt auf Schnäppchenjagd. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 3,1 Milliarden an diesen beiden Tagen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 22 Prozent. „Black Friday und Cyber Monday werden hierzulande immer bekannter und beliebter“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zahlen des HDE-Online-Monitors zeigen, dass nur noch sechs Prozent der Online-Shopper den Black Friday nicht kennen. Im vergangenen Jahr war der Cyber Monday etwa einem Viertel der Befragten unbekannt, 2019 ist es nur noch etwa ein Fünftel.

 

Die HDE-Zahlen zeigen darüber hinaus, dass nicht nur die Bekanntheit der Aktionstage steigt, sondern dass die Kunden bei den Sonderangeboten auch immer häufiger zugreifen. So haben 2018 bereits 30 Prozent der deutschen Onlineshopper stationär oder online reduzierte Produkte am Black Friday gekauft. Am Cyber Monday waren es 19 Prozent. Für 2019 plant ein Drittel der deutschen Onlineshopper den Black Friday und 23 Prozent den Cyber Monday für Einkäufe zu nutzen. Wie groß die Bedeutung von Black Friday und Cyber Monday für die Weihnachtseinkäufe ist, machen weitere Ergebnisse der Umfrage deutlich: So investieren Onlineshopper, die die beiden Aktionstage für Weihnachtseinkäufe nutzen, dafür 2019 voraussichtlich etwa 54 Euro pro Person. Insgesamt liegen die Weihnachtsausgaben dieser Kunden an Black Friday und Cyber Monday damit bei knapp mehr als einer Milliarde Euro. „Das setzt einen wichtigen Umsatzimpuls im Weihnachtsgeschäft Beide Aktionstage haben sich über die letzten Jahre fest im Einkaufskalender der Schnäppchenjäger etabliert. Immer mehr Online-Händler und stationäre Läden bieten deshalb gezielt Aktionsware an“, so Genth weiter. HDE

Digitalisierung sorgt für neue Geschäftsmodelle im Handel

Beratung via Chat, Lieferung bis an die Haustür oder Click-and-Collect im Geschäft: Die Digitalisierung hat dem Handel online wie offline zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei geht es nicht nur um einzelne Services, die den Kunden angeboten werden, sondern auch um die Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle. So bietet mehr als jedes zweite Handelsunternehmen in Deutschland (53 Prozent) infolge der Digitalisierung komplett neue Produkte bzw. Dienstleistungen an. 6 von 10 Unternehmen (63 Prozent) haben ihren Service deutlich verändert, um den Kunden eine nahtlose und kanalübergreifende Kommunikation zu ermöglichen. 41 Prozent prognostizieren, ihr Umsatz werde infolge der Digitalisierung langfristig stark wachsen. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern in Deutschland ergeben. Demnach geben außerdem 56 Prozent an, infolge der Digitalisierung neue Kunden hinzugewonnen zu haben. Ein Drittel (36 Prozent) konnte das eigene Geschäft ins Ausland erweitern.

 

„Die Ansprüche der Kunden haben sich mit der Digitalisierung massiv verändert – nicht nur beim Online-Shopping, sondern auch in stationären Ladengeschäften, wo zunehmend smarte und digitale Services erwartet werden. Wichtig ist, dass der Handel mit diesen Erwartungen Schritt hält“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Viele Unternehmen haben diese Notwendigkeit bereits erkannt. Händler, die bislang noch nicht aktiv wurden, sollten ihr Geschäftsmodell jetzt dringend auf den digitalen Prüfstand stellen. Dadurch werden die Unternehmen nicht nur serviceorientierter, sie bleiben vor allem wettbewerbsfähig – auch international.“ Immerhin 4 von 10 Unternehmen (40 Prozent) verfolgen eine zentrale Strategie für die Bewältigung des digitalen Wandels. Weitere 30 Prozent verfügen in einzelnen Unternehmensbereichen über eine entsprechende Strategie. 27 Prozent geben jedoch an, keinerlei Strategie für die Digitalisierung ihres Unternehmens zu haben. „Digitalisierung erfordert finanzielle und personelle Anstrengungen, aber es lohnt sich“, so Rohleder.

 

 Jedes zweite Unternehmen (51 Prozent), das ganz oder teilweise eine Digitalisierungsstrategie verfolgt, hat diese in Kooperation mit mittelständischen oder großen IT-Unternehmen entwickelt. 41 Prozent geben in der Bitkom-Studie an, externe Berater, etwa von Unternehmensberatungen oder der Industrie- und Handelskammer, in Anspruch genommen zu haben. Jeder dritte Händler (32 Prozent) mit Digitalstrategie hat diese mit seinem eigenen Personal, etwa einem Chief Digital Officer, erarbeitet. bitkom

Black Friday und Singles’ Day: Umsätze übertreffen Weihnachtsgeschäft

In Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen und Brasilien übertreffen die Umsätze, die in der Black-Friday-Woche generiert werden, bereits die des Weihnachtsgeschäfts. In China hingegen ist der Singles’ Day das wichtigste Shopping Event des Jahres. Er generiert im Vergleich zu einer gewöhnlichen Woche das Dreifache an Umsätzen. GfK Insights zeigen außerdem, dass der Trend bei Verbrauchern weg von günstigen hin zu höherwertigen Produkten im Angebot geht. 

 

In diesem Jahr fällt Black Friday auf den 29. November 2019. An diesem Tag erhalten nicht nur viele Verbraucher ihr Gehalt, der Tag liegt auch nur etwa drei Wochen vor Weihnachten. Ein gut gewähltes Datum also. GfK geht davon aus, dass die Umsatzerlöse des diesjährigen Black Fridays die bisherigen Rekorde übertreffen werden. 

 

In China ist der Singles’ Day, der 2019 am 11. November stattfindet, das wichtigste Shopping Event des Jahres. Er generiert im Vergleich zu einer gewöhnlichen Woche das Dreifache an Umsätzen. Das zweitwichtigste Shopping Ereignis „618.JD“, das bereits Mitte des Jahres stattfand, brachte für den Handel gute Ergebnisse. GfK prognostiziert für den Singles’ Day im November ein ähnlich solides Geschäft. 

 

„Sowohl Black Friday als auch Singles’ Day sind für den Handel weltweit etablierte Promotion-Wochen. Unsere Studien belegen, dass Verbraucher unabhängig davon, wo sie leben, immer für gute Angebote zu haben sind, solange diese auch wirklich einen Mehrwert liefern – also eine ehrliche Preisreduktion darstellen“, so Norbert Herzog, GfK-Experte im Bereich Retail. „Beide Ereignisse zahlen auf den Wunsch der Verbraucher ein, sich gute Angebote nicht entgehen zu lassen und hochwertigere Markenartikel zum bestmöglichen Preis zu ergattern. Außerdem sind die Verbraucher weltweit stets auf der Suche nach Möglichkeiten, ihr Leben einfacher zu gestalten. Laut unserer GfK Studie FutureBuy stimmen 42 Prozent der Verbraucher in Europa und 65 Prozent in der Region Asien-Pazifik der Aussage zu, dass es in vielen Kategorien einfach zu viel Auswahl gibt. Einen echten Mehrwert können Händler bieten, indem sie die Anzahl der Angebote reduzieren und so Verbrauchern helfen, diesen November ihre gewünschten Produkte einfacher zu finden und zu kaufen.“

 

Verbraucher informieren sich stärker vor dem Kauf

Die Verbraucher von heute sind clever und verwenden mehr Zeit als je zuvor darauf, sich vor einem Kauf gründlich zu informieren. Laut der GfK Studie FutureBuy geben fast die Hälfte der Verbraucher in Europa (45 Prozent) an, dass sie heute häufiger Preise vergleichen als noch vor einem Jahr. In Indonesien liegt der Anteil bei 56 Prozent, in Lateinamerika und der Türkei sogar bei 58 Prozent. Die Tatsache, dass das Shopping Event Black Friday in der Vergangenheit in einigen Märkten negativ in den Medien dargestellt wurde, hat dazu geführt, dass viele Verbraucher Angebote, Preisnachlässe und Werbeaktionen mit Vorsicht genießen und noch mehr Zeit darauf verwenden, vor dem Kauf zunächst Preise zu vergleichen. 

 

Händler motivieren Verbraucher höherwertige Produkte zu kaufen 

Außerdem müssen die Händler darauf achten, die Gewinnspannen nicht zu verlieren und den für sie wichtigsten Verkaufszeitraum des Jahres, das sogenannte „goldene Quartal“, nicht negativ zu belasten. In Märkten wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Russland und Brasilien, in denen Black Friday mit dem Weihnachtsumsatz konkurriert und diesen oft bereits übertroffen hat, setzen viele Hersteller und Händler nun auf Premium-Produkte. Verbraucher werden ermutigt, eher gehobenere Modelle zu kaufen, als sich für die günstigsten Produkte im Angebot zu entscheiden. 

 

Laut GfK Point of Sales Tracking stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise im Jahr 2018 in ganz Europa an, das heißt das Umsatzwachstum übertraf das Volumenwachstum deutlich. Während der Black-Friday-Woche 2018 wurden in Deutschland in den Bereichen Technik und Gebrauchsgüter vor allem Geräte aus höheren Preiskategorien gekauft. Im Vergleich zur Vorwoche entsprach das einem Anstieg des Umsatzvolumens um bis zu 65 Prozent. Diese Entwicklung war vor allem bei Smartphones und Fernsehern zu beobachten. In Großbritannien, Polen und Russland wurde hingegen mehr Geld für großformatige oder Ultra High Definition Fernsehgeräte ausgegeben. Und in Brasilien war zu beobachten, dass das Verkaufsvolumen im Vergleich zu einer durchschnittlichen Woche um 230 Prozent anstieg, insbesondere bei Fernsehern, Heißluftfritteusen und Notebooks. 

 

GfK Online Behavior Daten zeigen, wie sich Konsumenten in Deutschland von der ersten Produktsuche bis zum Kauf durchs Netz bewegen. Auch hier wird die Black-Friday-Euphorie spürbar: Für Marken mit Top-Angeboten können sich Produktansichten wie zum Beispiel im deutschen Kopfhörer-Markt auf E-Commerce-Seiten gegenüber der Vorwoche sogar mehr als verdreifachen. Doch nicht nur das Interesse steigt, auch die Kaufbereitschaft ist hoch. Mit den richtigen Angeboten können Premium-Marken sogar mehr Produktinteressierte zu Käufern machen als in anderen Wochen.

 

Dieses Verlangen nach hochwertigen Produkten zeigt sich auch in der GfK-Studie GfK Consumer Life. Im Jahr 2019 gaben 47 Prozent der Verbraucher an, dass es wichtig sei, sich regelmäßig etwas zu gönnen und sich zu verwöhnen. Zudem möchte ungefähr die Hälfte (49 Prozent) lieber weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Artikel besitzen und 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie nur Artikel von vertrauten Marken kaufen.

 

Alle diese Faktoren zusammen ergeben ein stimmiges Bild für die kommenden Promotion-Wochen. Herzog fasst zusammen: „Das Erfolgskonzept wird sein, die richtigen Premiumprodukte der Verbrauchernachfrage entgegenzustellen. Passiert dies in einem überschaubaren Rahmen von ehrlichen Angeboten, werden die Verbraucher dieses Jahr leicht zu einer Kaufentscheidung kommen.“ GfK

Einzelhandel - Bewerbungen von unterwegs und mit einem Klick

Die Personalsituation im Handel ist brisant. Die Unternehmen klagen über immer schwieriger zu besetzende Stellen. Darum sind sich die Personalverantwortlichen einig: Recruiting im Handel wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Zukünftigen Talenten soll das Bewerben so leicht wie möglich gemacht werden, zum Beispiel von unterwegs und mit wenigen Klicks. Außerdem soll der Einsatz digitaler Lösungen die Recruiting-Prozesse beschleunigen und effizienter machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des EHI zu Recruiting im Handel. Die gesamten Ergebnisse werden heute auf dem EHI-Thementag „Recruiting4Retail“ präsentiert.

 

 

„Die Unternehmen wissen, dass sie sich auf die veränderten gesellschaftlichen Lebensgewohnheiten vor allem der jüngeren Generation einstellen müssen. Dazu gehört auch, den Bewerbungsprozess für die Bewerbenden möglichst unkompliziert und schnell zu gestalten“, so Ulrike Witt, Personalexpertin beim EHI. 88 Prozent der Personalverantwortlichen glauben deshalb, dass mobile Bewerbungsmöglichkeiten vorhanden und folglich auch Karriere-Webseiten für die mobile Nutzung optimiert sein müssen. Auf ein Bewerbungsanschreiben meinen die meisten HR-Profis verzichten zu können, nur 17 Prozent halten dieses für zwingend erforderlich. Den meisten ist bewusst, wie wichtig die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Recruiting-Prozess sind. 71 Prozent glauben, dass deren Bewertungen (z.B. bei Plattformen wie Kununu) einen großen Einfluss auf potentielle Bewerbende haben. Auch Zusatz- und Nebenleistungen können nach Ansicht von 79 Prozent der Befragten für das Recruiting entscheidend sein.

 

Überwiegend werden zurzeit noch die klas­sischen Wege wie suchmaschinenoptimierte Stellenanzeigen (79 Prozent) und Karrierewebseiten (75 Prozent) für die Talentsuche genutzt. 25 Prozent der befragten Personalprofis setzen aber auch auf datenbasierte Tools zur aktiven Suche nach potentiellen Kandidaten und Kandidatinnen oder zur zielgruppenspezifischen Platzierung von Stellenangeboten (21 Prozent). Matching-Tools, die online nach genau passenden Talenten suchen, oder Videointerviews zur Bewerberauswahl werden mit je 13 Prozent eher selten eingesetzt. Zukünftig wollen die Handelsrecruiter den Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt verstärkt mit neuen Technologien begegnen. 83 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Technologien vor allem den Bewerbungsprozess beschleunigen werden, z.B. durch die Automatisierung der Vorauswahl. Der Einsatz digitaler Technologien im Recruiting erhöht nach Meinung von 63 Prozent der Personalverantwortlichen zudem die Attraktivität des Arbeitgebers, weil dieser dadurch ein moderneres Image vermittelt. EHI

Neue EHI-Studie zur Kundenakzeptanz von Selbstbediener-Kassen

Lange Warteschlangen an der Kasse empfinden Kunden meistens als sehr störend. Um negative Einkaufserfahrungen zu vermeiden, legt der stationäre Handel besonderes Augenmerk auf alternative Kassenprozesse. So erfreuen sich SB-Kassen zunehmender Beliebtheit, wie die Ergebnisse der Verbraucherbefragung zur Nutzung und Akzeptanz von Self-Checkout-Systemen deutlich machen. Diese nach 2015 zweite Befragung zeigt eine signifikant gestiegene Bekanntheit und Nutzung.

 

 

Bekanntheit und Nutzung

Waren es in 2015 knapp über die Hälfte, so sind es heute bereits 78 Prozent der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher, die SCO-Systeme kennen. Mittlerweile kennen also vier von fünf Deutschen diese Systeme. Tragbare Handscanner, die der Kunde beim Betreten des Markts am Eingang erhält, kennen bereits 28 Prozent der Befragten. Auch die Nutzung von SCO-Systemen ist – analog zu einer größeren Verfügbarkeit im Handel – deutlich gestiegen. Rund 32 Mio. Menschen nutzen mittlerweile stationäre oder mobile Systeme, darunter 13 Mio. sogar häufig oder immer. Während 9 Prozent der diesjährigen Befragten „immer“ die SB-Lösung nutzen und weitere 9 Prozent sie „häufig“ nutzen, treffen die übrigen Nutzer ihre Wahl situationsabhängig, z.B. auf Basis der Warteschlangensituation an den herkömmlichen Kassen oder abhängig von der Art und Anzahl der Artikel. Bei einer überschaubaren Artikelanzahl wird häufig der schnellere Vorgang an der SB-Kasse bevorzugt. Ob die SB-Systeme genutzt werden, hängt aber auch davon ab, ob neben der Zahlung mit Karte zusätzlich eine Barzahlungsmöglichkeit angeboten wird. Bei der Motivation für die Nutzung von Handscannern und Scanner-Apps tritt neben der Zeitersparnis der Spaß an technischen Neuerungen noch stärker in den Vordergrund.

 

Altersstruktur

Die Akzeptanz der SB-Kassen ist bei jüngeren Menschen am höchsten. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen insgesamt 66 Prozent diese Systeme mindestens selten. 53 Prozent der 40- bis 49-Jährigen nutzen die stationären Systeme mindestens selten. Erst in der Altersklasse der über 60-Jährigen nimmt der Nutzungsanteil eklatant ab. Hier liegt der Anteil der Menschen, die mindestens manchmal an der SB-Kasse ihre Artikel scannen, bei lediglich 12 Prozent.

 

 

Nicht-Nutzer

Hinsichtlich der von den Befragten genannten Barrieren hat sich seit 2015 kaum eine Verschiebung gegeben.  Bei den Nichtnutzern ist die größte Barriere die Gewohnheit. Hinzu kommen das soziale Verantwortungsgefühl gegenüber Angestellten sowie die Reduktion des menschlichen Miteinanders als zentrale Hinderungsgründe. Der persönliche Kontakt und die fehlende „Autorisierung“ sind dabei relevante Dimensionen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich in der Gruppe der heutigen Nichtnutzer noch enorme Nutzungspotenziale befinden. Wenn in Zukunft die Zahl der Geschäfte mit SB-Kassen zunimmt und die von den Konsumenten geäußerten Hindernisse abgebaut würden, können sich 57 Prozent der heutigen Nichtnutzer künftig vorstellen, solche Kassen zu nutzen. Folglich kann nach derzeitigem Stand mit einem Anstieg des gesamten Nutzeranteils um weitere 15 Prozent in den kommenden Jahren gerechnet werden. EHI

Händlerbund Logistik-Studie: Online-Händler wollen trotz starkem Preisdruck nachhaltiger werden

Bereits zum dritten Mal befragte der Händlerbund in seiner Logistik-Studie 2019 Online-Händler zu den Themen Retouren, Versand und Verpackung. Die Ergebnisse zeigen: Deutlich mehr Online-Händler als 2018 fühlen sich der Nachhaltigkeit verpflichtet. Doch große Mengen beschädigter Retouren und der starke Kostendruck bestimmen weiterhin den Online-Handel. Die Händlerbund Logistik-Studie unter 531 Teilnehmern zeigt ein nicht-repräsentatives, aber aussagekräftiges Meinungsbild der E-Commerce-Branche.

 

Retourenvernichtung zu 95 Prozent wegen beschädigter Waren

Jeder dritte Händler (33 Prozent) vernichtet gelegentlich geringe Mengen von Retourenware und nennt als Hauptgrund (95 Prozent) Beschädigungen. Ein Großteil der Befragten (78 Prozent) erhält Waren zurück, die mit einem durchschnittlichen Preisabschlag von 30 Prozent weiterverkauft werden müssen. Besonders häufig sind Textilien, Saisonartikel und Werkzeuge betroffen, die von unachtsamen Kunden in schlechtem Zustand retourniert werden. In einigen Fällen sorgen auch Recyclingkosten (18 Prozent) oder die Umsatzsteuerpflicht für Sachspenden (11 Prozent) dafür, dass Waren vernichtet werden.

 

Verpackungen sollen für 59 Prozent vor allem günstig sein

Wie in den vergangenen Studien sind Preis (59 Prozent) und Sicherheit (49 Prozent) die wichtigsten Auswahlkriterien für Verpackungen im Online-Handel. Merkmale wie Wiederverwendbarkeit oder ansprechende Optik werden hingegen als unwichtig eingestuft. Während im Vorjahr nur 26 Prozent großen Wert auf die Nachhaltigkeit von Verpackung legten, waren es 2019 bereits 42 Prozent der Händler. Sogar 44 Prozent gaben an, ihre Verpackung in letzter Zeit nachhaltiger gestaltet zu haben.

 

DHL mit 86 Prozent bei Online-Händlern beliebter denn je

Der Versanddienstleister DHL führt erneut das Ranking der am häufigsten genutzten Paketzusteller an und steigerte sich seit 2016 von 60 auf 86 Prozent. Auch Deutsche Post, DPD und GLS holen auf. Bei Hermes (14 Prozent) und UPS (6 Prozent) sind die Zahlen rückläufig. Am wichtigsten ist 90 Prozent der Befragten die Zuverlässigkeit bei der Wahl des Dienstleisters. Auch die Sendungsverfolgung (79 Prozent), Schnelligkeit (73 Prozent) und niedrige Kosten (60 Prozent) sind für die Mehrzahl entscheidende Kriterien.

 

Die Logistik-Studie 2019 des Händlerbundes zeigt, der Online-Handel ist sich in Sachen Nachhaltigkeit längst seiner Verantwortung bewusst geworden. Dennoch beeinflussen der Preisdruck und das Kundenverhalten weiterhin maßgeblich das Geschäft. Andreas Arlt, CEO beim Händlerbund sagt: „Wir alle sind gefragt, in Zukunft Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit besser miteinander zu vereinbaren. Die Ergebnisse der Händlerbund Logistik-Studie zeigen, dass im Online-Handel bereits ein Umdenken begonnen hat. Um die Ziele erreichen zu können, setzen wir auch auf die Bereitschaft der Kunden, sich für innovative Logistikprozesse zu öffnen und mit uns an einem Strang zu ziehen.” Händlerbund

HDE erhöht Jahresprognose auf +3,2 Prozent: Handel erwartet über 100 Milliarden Euro Umsatz im Weihnachtsgeschäft

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hebt seine Jahresprognose für 2019 auf +3,2 Prozent an. Grund ist die anhaltend stabile Verbraucherstimmung. Im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft rechnet der HDE mit einem Umsatzplus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit wird der Handel in November und Dezember mehr als 100 Milliarden Euro einnehmen.

 

Der HDE erwartet für die letzten beiden Monate im Jahr ein Umsatzplus von drei Prozent auf dann knapp mehr als 102 Milliarden Euro. Damit steigen die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um drei Milliarden und erreichen in November und Dezember die 100-Milliarden-Euro-Marke. Die Online-Umsätze werden im Weihnachtsgeschäft bei knapp 15 Milliarden Euro liegen, was im Vorjahresvergleich einem Plus von knapp elf Prozent entspricht.

 

Die aktuelle HDE-Trendbefragung bei 250 Einzelhandelsunternehmen zeigt aber auch: Die Erwartungen der Handelsunternehmen an den Jahresendspurt sind sehr unterschiedlich. „Kleinere Unternehmen sind deutlich zurückhaltender, während größere Händler mehrheitlich von besseren Geschäften als im Vorjahr ausgehen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der stationäre Handel erzielt fast ein Fünftel, der Internethandel etwas mehr als ein Viertel seines Jahresumsatzes in November und Dezember. Die Verbraucher geben zu diesem Weihnachtsfest nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag des HDE 20,5 Milliarden Euro für Geschenke aus. Die Geschenke stammen am häufigsten aus den Bereichen Lebensmittel, Spielwaren, Bücher/ Schreibwaren, Parfum/ Kosmetik und Elektroartikel. Am meisten ausgegeben wird für Geldgeschenke, Gutscheine und Spielzeug.

 

Angesichts der guten Verbraucherstimmung hebt der HDE seine Umsatz-Jahresprognose an. Bisher hatte der Handelsverband im Vorjahresvergleich ein Plus von zwei Prozent vorhergesagt. Da aber die allgemeine Konjunktureintrübung bisher keine Auswirkungen auf die Verbraucherstimmung zeigt, geht der HDE nun von einem Plus von 3,2 Prozent aus. Der Umsatz steigt demnach auf 543,7 Milliarden Euro. HDE

DSGVO und PSD2: Zwei Richtlinien – ein Ziel bei personenbezogenen Daten?

2018 landete die DSGVO auf Platz eins der Herausforderungen von Handelsunternehmen. Knapp eineinhalb Jahre später sind die Mehrwerte der DSGVO noch nicht erkennbar, wie die ECC-Payment-Studie Vol. 23, des ECC Köln und Prof. Dr. Malte Krüger, zeigt. Nicht einmal die Hälfte der teilnehmenden Händler sieht das Ziel „Mehr Schutz für Kundendaten“ erfüllt. Auch unter den Konsumentinnen und Konsumenten fühlt sich nur knapp jede/r siebte sicherer beim Onlineshopping. Auch das Jahr 2019 hielt neue Herausforderungen für Händler bereit: So soll die neue Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) den elektronischen Zahlungsverkehr sicherer machen, erfordert aber gleichzeitig weitere Anpassungen auf Händlerseite. Darüber hinaus eröffnet die PSD2 den Payment-Markt für FinTech-Unternehmen und schafft neue Angebote.

 

Mehrwert der DSGVO fraglich

Der Schutz der Konsumentendaten ist vor allem im Rahmen des Onlinezahlungsprozesses von großer Bedeutung. Die Mehrwerte der DSGVO sind jedoch für die im Rahmen der ECC-Payment-Studie Vol. 23 befragten Händlerinnen und Händler sowie Konsumentinnen und Konsumenten noch nicht erkennbar. Nicht einmal die Hälfte der Handelsunternehmen sieht den Schutz der Kundendaten als erfüllt an. Auch bei den Konsument*innen fühlt sich nur knapp jede/r siebte sicherer beim Onlineshopping. Die Nachteile liegen auf der Hand: Mehr als ein Drittel der Händler gibt an, dass Onlinebestellungen sowohl für das Unternehmen, als auch für Kund*innen komplizierter geworden sind und jede/r sechste Konsument*in bestätigt dies.

 

PSD2 öffnet Payment-Markt und sorgt gleichzeitig für Verunsicherung

Hinzu kommt, dass mit dem Inkrafttreten der PSD2 weitere Datenschutzmaßnahmen im Bereich Onlinepayment umgesetzt werden müssen. Gleichzeitig eröffnet sie jedoch auch externen Dienstleistern wie FinTech-Unternehmen den Zutritt zum Payment-Markt. So schreibt die Richtlinie beispielsweise Banken vor, sogenannten Third Party Providern den Zugriff auf Kontodaten zu gewähren und somit Kontobewegungen weiterzugeben, sofern Kund*innen den Auftrag dazu erteilen. Demnach können Banken Kundendaten komplett an FinTechs übergeben, was jedoch dazu führen könnte, dass sensible Kundeninformationen in die Datenverarbeitung einfließen, denn diese werden aktuell ohne tatsächlichen Zweckbezug und Zustimmung der Verbraucherin oder des Verbrauchers gespeichert. ECC

Einzelhandelsumsatz im September 2019 real um 3,4 % höher als im September 2018

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im September 2019 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 3,4 % und nominal (nicht preisbereinigt) 3,5 % mehr um als im September 2018. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.

  

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im September 2019 real 0,5 % und nominal 1,4 % mehr um als im September 2018. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 0,5 % und nominal um 1,3 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln setzte im Vergleich zum September 2018 real 0,2 % und nominal 2,1 % mehr um.

 

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im September 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat real und nominal um 4,9 %. Das größte Umsatzplus mit real 10,9 % und nominal 10,3 % erzielte der Internet- und Versandhandel.

 

Von Januar bis September 2019 setzte der deutsche Einzelhandel real 3,1 % und nominal 3,7 % mehr um als im Vorjahreszeitraum.

 

Kalender- und saisonbereinigt lag der Umsatz im September 2019 im Vergleich zum August 2019 real um 0,1 % höher und nominal um 0,2 % niedriger. Destatis

Halloween bringt Einzelhandel Umsatz von 320 Millionen Euro

Der Einzelhandel in Deutschland kann im Vorfeld von Halloween am 31. Oktober auf zusätzliche Umsätze von 320 Millionen Euro hoffen. Das zeigt eine vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegebene Umfrage. Demnach planen etwas mehr als acht Prozent der Befragten in den Geschäften des stationären Handels oder im Internet gezielt Ausgaben zu Halloween. Beinahe zwei Drittel davon geben jedes Jahr zu Halloween Geld aus, 12,5 Prozent der Befragten kaufen 2019 erstmals zu diesem Anlass ein. Insbesondere Verbraucher mit Kindern investieren zum Gruselfest. Ganz oben auf den Einkaufszetteln stehen dabei entsprechende Dekorationsartikel, Kostüme sowie Schminke und Make-up. Aber auch bei gruseligem Schmuck und anderen Accessoires klingeln die Kassen. Mit 320 Millionen Euro Umsatz ist Halloween ein wichtiger Impuls für den gesamten Einzelhandel. Die Verbraucher decken sich dabei vor allem auch für Motto-Partys ein. Die Umfrage wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. HDE

EHI und Statista erstellen Ranking der Top-1.000-Onlineshops in Deutschland

Der Onlinehandel in Deutschland entwickelt sich weiterhin solide, wenn auch etwas weniger stark. Der Umsatz der Top-1.000-Onlineshops in Deutschland ist 2018 auf 46,0 Mrd. Euro* angewachsen und zeigt ein solides, aber abgeschwächtes Wachstum, so die Analysen des Rankings der Top-1.000-Onlineshops vom EHI und Statista. Fast jeder zweite der Top-1.000-Onlineshops verkauft seine Waren auch auf einem oder mehreren Marktplätzen.

 

Solides, aber schwächeres Wachstum

Mit einer Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (42,8 Mrd. Euro)  befindet sich der deutsche E-Commerce-Markt zwar weiter auf konstantem Wachstumskurs, liegt aber unter den Vorjahreswerten. 2017 betrug die Umsatzsteigerung 8,1 Prozent, 2016 waren es sogar 11,5 Prozent. Mit 40,3 Prozent (18,8 Mrd. Euro) erzielten 2018 die zehn größten Anbieter den höchsten Umsatzanteil. Die Top 100 erwirtschafteten sogar ein Umsatzanteil von 73,1 Prozent (33,6 Mrd. Euro). Ein durchschnittliches Umsatzwachstum von über 5 Prozent war nur bei den Top 100 festzustellen – im Vorjahr konnten sich darüber noch die Top-250-Onlinehändler freuen.

 

Marktplätze als Wachstumstreiber

Der Trend, dass Händler zunehmend Marktplätze wie Amazon, Ebay oder Real als zusätzlichen Vertriebskanal für den Abverkauf ihrer Waren nutzen, setzt sich auch in diesem Jahr fort. Auf ebay.de waren in 2018 35 Prozent der Top-1.000-Onlineshops vertreten, in diesem Jahr sind es mit 37 Prozent schon etwas mehr. Amazon.de war 2018 bereits für 43 Prozent der Onlinehändler ein zusätzlicher Vertriebskanal. Heute ist es mit 47 Prozent sogar schon fast jeder Zweite der Top-1.000, der auf amazon.de seine Produkte zum Verkauf anbietet. Real.de ist als Onlineshop seit Jahren im Ranking. Erstmals konnte ermittelt werden, dass 9 Prozent der Onlinehändler über den hybriden Marktplatz Real ihre Produkte anbieten.

 

 

Die Relevanz von Plattformen als Wachstumstreiber wird an Beispielen wie Amazon und Real deutlich. Im Umsatzjahr 2018 erreichte real.de inkl. Online-Marktplatz einen GMV von 380 Mio. Euro. Bei Amazon lag das (netto) Handelsvolumen des deutschen Marktplatzes laut Bundeskartellamt im Jahr 2018 bei weit mehr als 20 Mrd. Euro. In dem Top-1.000-Ranking wird der reine Retail-Umsatz mit 9,3 Mrd. Euro beziffert. EHI

Gute Qualität ist Grundvoraussetzung für Markentreue

Markentreue – eine möglichst hohe Verbundenheit zwischen Käufer*innen und Marken ist die Königsdisziplin im Konsumgütermarkt. Eine eng an ein Unternehmen oder eine Marke gebundene Zielgruppe hat direkten Einfluss auf den ökonomischen Erfolg. Doch was macht Kund*innen zu Fans und vor allem: in welchen Fällen wenden sich Fans doch anderen Anbietern zu? Diese und weitere Fragen hat die aktuelle Ausgabe des Consumer Barometers von IFH Köln und KPMG zum Thema Markentreue unter die Lupe genommen und für die Segmente Fashion, Konsumgüter und Luxus differenziert. Bundesweit wurden 500 Kund*innen zu ihrer Markentreue befragt.

 

„In einer globalisierten und digitalisierten Welt ist Markentreue wichtiger denn je. Eine starke Verbundenheit mit einer Marke hat enorme ökonomische Effekte: Die Wechselbereitschaft sinkt ebenso wie die Preissensibilität, die Weiterempfehlungsbereitschaft steigt. Kundenzufriedenheit allein reicht nicht aus – es gilt, Kunden zu Fans zu machen“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

 

Luxussegment mit den treuesten Fans

Luxusmarken schaffen es im Vergleich zu anderen Fashion- und Konsumgütermarken am besten, eine besonders hohe Markentreue zu erreichen. Gut sechs von zehn Befragten fühlen sich mit der betreffenden Luxusmarke verbunden. Bei den weiteren Marken aus dem Konsumgüter- und Fashionbereich gibt dies nur rund die Hälfte an. Auch in Sachen Weiterempfehlung – ein wichtiger Indikator beim Thema Kundentreue – liegen Luxusmarken vorn.

 

Qualität und Preis für Markentreue entscheidend – Fehlende Innovationen fördern Wechselbereitschaft

Gute Qualität bleibt die Grundvoraussetzung für die Attraktivität eines Produkts bzw. einer Marke. Qualitätseinbußen sind der häufigste Grund für einen Markenwechsel. Vor allem im Fashionbereich sind Konsumenten bereit, geliebte Marken aufzugeben, wenn die Qualität nachlässt. Wenig überraschend spielt auch der Preis eine große Rolle: Wird eine Marke teurer, sinkt die Verbundenheit der Fans. Am wenigsten preissensitiv zeigen sich Kund*innen im Luxussegment. Denn: Gerade im Luxusbereich spielt auch das Markenimage eine Rolle. Knapp ein Fünftel der Befragten würde die Marke wechseln, wenn ihr bis dato präferiertes Produkt an Status verliert.

 

Kommen innovative neue Produkte auf den Markt, ist die Markentreue besonders gefordert. Selbst im treueverwöhnten Luxussegment möchten rund zwei Drittel der Befragten neue Produkte zumindest ausprobieren.

 

„Eine gleichbleibend hohe Qualität und positive persönliche Erfahrung als Basis für Vertrauen, aber auch regelmäßige Innovationen sind der Schlüssel zu einer langfristigen Kundenbindung“, sagt Stephan Fetsch, Head of Consumer Goods bei KPMG, zu den Ergebnissen. IFH

Online-Handel legt im 3. Quartal 2019 mit einem Plus von 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu

Die aktuellen Zahlen für das 3. Quartal 2019 der großen Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zeigen weiterhin ein starkes Wachstum des Interaktiven Handels. Als starker Wachstumstreiber des Handels insgesamt legt der Online-Handel für das 3. Quartal 2019 mit einem Plus um 12,3 Prozent noch stärker als im entsprechenden Vorjahresquartal zu. Kumuliert erhöhte sich der E-Commerce-Umsatz seit Jahresbeginn im Vergleich mit den ersten 9 Monaten 2018 um 11,6 Prozent. 

 

Von Juli bis September 2019 verzeichnete die Branche im Online-Handel 17.063 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 15.199 Mio. EUR inkl. USt). Im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) kauften im 3. Quartal 2019 die deutschen Verbraucher Waren für 17.467 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 16.120 Mio. EUR inkl. USt). Demnach hat der Onlinehandel inzwischen einen Anteil von fast 98 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen etc. erreichten mit 5.099 Mio. EUR inkl. USt erstmals in einem 3. Quartal einen Umsatz von mehr als 5 Mrd. EUR.

 

„Noch vor dem wichtigsten Geschäftsquartal liegt die Branche gut einen Prozentpunkt über unserer Wachstumsprognose. E-Commerce bleibt ein wesentlicher Faktor und Motor der Binnenkonjunktur, die derzeit unsere Volkswirtschaft stützt,“ so bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Ein Wermutstropfen und wohl Ausprägung der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten, ist jedoch der leichte Rückgang der Umsätze im Vergleich zwischen den letzten beiden Quartalen allein diesen Jahres, der deutlichste Rückgang zwischen 3. und 2. Quartal in den letzten fünf Jahren. „Wir starten aber optimistisch in das Weihnachtsgeschäft und bleiben bei unserer Jahresprognose von insgesamt 10,5 Prozent E-Commerce-Wachstum,“ so Wenk-Fischer.

 

Bekleidung und täglicher Bedarf treiben das Wachstum

Um 16,6 Prozent ist der E-Commerce-Umsatz mit Bekleidung und Schuhen (Warengruppen-Cluster „Bekleidung“) 4.496 Mio. EUR gestiegen. Schaut man nur auf den Online-Handel mit Bekleidung, also ohne Schuhe, stieg dieser im dritten Quartal sogar um 19,6 Prozent bzw. mehr als 500 Mio. EUR auf 3.477 Mio. EUR (3. Q. 2018: 2.907 Mio. EUR). Um 15,4 Prozent ist das Onlinevolumen des Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ gestiegen und liegt mit einem Gesamtumsatz von 1.294 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 1.121 Mio. EUR inkl. USt) weiter stabil im Wachstums-Trend. Hier beschert die steigende Akzeptanz für das Warensegment Lebensmittel diesem ihm im 3. Quartal 2019 einen Online-Umsatz von 414 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 353 Mio. EUR inkl. USt), ein Plus um 17,4 Prozent.

 

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel) 

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 3. Quartal 2019 auf 2.024 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 1.877 Mio. EUR inkl. USt), ein Wachstum um knapp 8 Prozent. Besonders deutlich legte m 3. Quartal 2019, also noch vor dem Weihnachtsgeschäft, der Umsatz mit Spielwaren zu. Er stieg um gut 13,8 Prozent auf 225 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 198 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus-/Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte)

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 3. Quartal 2019 um 12,4 Prozent auf 2.682 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 2.387 Mio. EUR inkl. USt). Die Deutschen investierten vor allem in Haushaltswaren und -geräte: Hier stieg der Umsatz online im 3. Quartal 2019 um

18,8 Prozent auf 1.383 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 1.164 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Ebooks/Hörbücher, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation)

Um glatt 10 Prozent stieg der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters „Unterhaltung“ im 3. Quartal 2019 auf 5.730 Mio. EUR inkl. USt (3. Q. 2018: 5.212 Mio. EUR inkl. USt). Auffällig ist hier das starke Wachstum bei Bild- und Tonträgern sowie dem Download von Musik und Videos. Diese Kategorie legte online um 17,7 % auf 605 Mio. Euro zu (3.Q.2018: 514 Mio. Euro).

 

Versendertypen im Interaktiven Handel: Internet Pure Player schießen nach vorn

Mit einem Wachstumssprung um 20 Prozent auf 2.688 Mio. Euro (3. Q. 2018: 2.223 Mio. Euro) gelingt es den reinen Onlinehändlern im dritten Quartal am besten, vom Marktwachstum zu profitieren. Online-Marktplätze und Multichannel-Anbieter kommen jeweils auf 11,2 bzw. 11,1 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahr, liegen anders als die Internet Pure Player im Volumen jedoch unter dem 2. Quartal 2019. In absoluten Zahlen sind die Marktplätze erneut die Platzhirsche mit einem Gesamtumsatz von 7.965 Mio. Euro (3. Q. 2018: 7.394 Mio. EUR, 2.Q.2019: 8.020 Mio. EUR). Die Multichannel-Anbieter kamen kumuliert auf Online-Umsätze von 5.869 Mio. EUR (3. Q. 2018: 5.281 Mio. EUR, 2.Q.2019: 6.215 Mio. EUR).

 

Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des bevh 2019 die 70 Mrd. Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Mrd. EUR brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Mrd. EUR brutto.

bevh

Verpackungen im Einzelhandel: Nachhaltigkeit first!?

In Zeiten von Amazon und Co. wird es für den stationären Einzelhandel immer schwieriger, weiterhin für Konsument*innen attraktiv zu sein. Der Blick ins Regal ist dabei nicht unerheblich. Zukunftsorientiertes Verpackungsdesign kann ein Differenzierungsmerkmal sein, wie die neue Studie „Handel ist Wandel. Welche Rolle spielen Verpackungen im Handel von morgen?“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit dem VDW zeigt. Analysiert wurde die Rolle von Verpackungen für den stationären Handel mit Blick auf Convenience, Einkaufserlebnis und Nachhaltigkeit. Dabei zeigt sich: Vor allem Nachhaltigkeitsaspekte sind den Konsument*innen besonders wichtig, dicht gefolgt von Convenience.

 

„Umweltbewusstsein ist im Handel schon lange präsent. Für Konsument*innen steht allerdings der Wunsch nach Bequemlichkeit meist an erster Stelle – wenn auch oft unbewusst. Mit diesem Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Convenience müssen sich Händler zukünftig noch stärker als bisher auseinandersetzen“, kommentiert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln die Ergebnisse.

 

Verpackungen der Zukunft: Anforderungen ändern sich

Den steigenden Anspruch an nachhaltige Verpackungen zeigt die Studie klar auf: 90 Prozent der Befragten schätzen die Recyclingfähigkeit, sowie die Vermeidung von Plastikmüll als zukünftig relevanter für den Konsument*innen ein. Gleichzeitig messen 85 Prozent dem Aspekt der problemlosen Entsorgung zukünftig eine größere Bedeutung bei. Die Verschmelzung von Nachhaltigkeit – so zum Beispiel Verpackungen aus Pappe oder Karton – und einfacher Handhabung durch übersichtliches und informatives Verpackungsdesign ist demnach eine wichtige Anforderung an die Zukunft.

 

Darüber hinaus beleuchtet die Studie auch den Einfluss von Verpackungen auf das Einkaufserlebnis. Insbesondere die Konsument*innengruppe der Smart Consumer – Konsument*innen, die ihr Smartphone im Alltag stark nutzen und PC oder Laptop vorziehen – schreibt dem kreativen Darstellungspotential auf Verpackungen einen hohen Wert zu. Werden neben ansprechendem Design beispielsweise auch digitale Anknüpfungspunkte geboten, kann außerdem auch der Informationsgehalt eines Produktes gesteigert werden. Nicht ganz unwichtig, wie die Studie zeigt: Knapp die Hälfte der Befragten glaubt, dass übersichtliche Informationen zum Produkt zukünftig noch relevanter werden. IFH

Deutschland führend in der E-Commerce-Ausbildung - aber noch nicht in der Industrie

Die Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ beschäftigt sich heute mit den Herausforderungen und Erfolgsmodellen für betriebliche Aus- und Weiterbildung, insbesondere auch kleiner und mittlerer Unternehmen im Zeichen der Digitalisierung. Handelsprozesse unterliegen derzeit einem besonders hohen Transformationsdruck. Aber die Branche zeigt auch, dass Fachkräfte inzwischen systematisch herangebildet werden.

 

Deutschland bietet, wie kein zweites europäisches Land, eine Vielfalt von Qualifikationen in E-Commerce und Digitalisierung. Ein Jahr nach der Einführung ist die Zahl der im „Hochschulatlas E-Commerce“ gelisteten Studiengänge auf mehr als 130 angewachsen. Die bestehenden Studiengänge wurden teilweise überarbeitet, wie eine Analyse der aktuellen Modulkataloge ergeben hat.

 

„E-Commerce ist heute offen für alle“, beschreibt Martin Groß-Albenhausen, Stv. Hauptgeschäftsführer im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh), die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten im E-Commerce. „Man kann Universitäten und Fachhochschulen heute als Bachelor oder Master, mit einem kaufmännischen oder eher technischen Hintergrund, in jedem Fall aber mit solidem Fachwissen über digitale Wirtschaft verlassen.“

 

Innovativ zeigt sich auch die Organisation der Ausbildung. Die „Digital Business University“, die unter anderem vom Präsidenten des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), Dr. Holger Bingmann, gegründet wurde, erlaubt beispielsweise eine freie Wahl des Lernortes und auch der Lernzeit. 

 

Ebenfalls nah an der Praxis verbinden inzwischen drei Hochschulen die IHK-Ausbildung zur "Kauffrau/Kaufmann im E-Commerce" mit einem Bachelor-Abschluss: die Hof-University (gemeinsam mit der Berufsschule Lichtenfels), die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg und die „University of Applied Sciences Europe“ (Iserlohn, Berlin, Hamburg). Nach längstens viereinhalb Jahren können die Absolventen sowohl einen einschlägigen, bundesweit anerkannten IHK-Abschluss, als auch einen Bachelor-Titel vorweisen.

 

„Im vergangenen Jahr konnten wir auch mit dem Berufsförderungswerk in Bayern eine Qualifizierung im E-Commerce für Menschen entwickeln, die aus gesundheitlichen Gründen in ihren bisherigen Berufen nicht mehr arbeiten können,“ so Groß-Albenhausen. „Gerade diese Menschen können durch den Erwerb von E-Commerce-Kenntnissen in ihren häufig kleinen und handwerklich orientierten Betrieben sinnvolle und zukunftssichere Tätigkeiten ausführen.“ Durch den Fortbildungsberuf „Fachwirtin/Fachwirt im

E-Commerce“, der derzeit in der Zulassung ist, wird die betriebsnahe Fach- und Führungskräfteausbildung vollendet.

 

In Industrie und Handwerk ist die Arbeit mit digitalen Werkzeugen inzwischen weit verbreitet. Die Verknüpfung von Robotik und Sensorik mit neuen digitalen Geschäftsmodellen wird jedoch in Ausbildung und Studium noch zu wenig vermittelt, bemängelt Groß-Albenhausen. „Der E-Commerce der Zukunft findet auch zwischen Maschinen statt. Die mutigsten Entwürfe digitaler Wertschöpfungsprozesse kommen heute aus China. Aber in der Industrie ist der Platz des digitalen Champions noch nicht vergeben.“ bevh

Handel investiert in Digitalisierung

Die Ergebnisse einer vom Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützten Unternehmensbefragung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zeigen, dass 70 Prozent der Handelsunternehmen in Deutschland in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsvorhaben planen.

 

„Digitalisierung ist und bleibt ein Topthema für den Einzelhandel. Die Unternehmen investieren hier massiv in entsprechende Anwendungen und Prozesse sowohl im B2C-, als auch im B2B-Bereich“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

 

Gleichzeitig macht eine aktuelle HDE-Umfrage deutlich, dass die Händler bei der Digitalisierung ihrer Unternehmen die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit (53 %), den hohen Investitionsbedarf (52 %) sowie rechtliche Risiken (43 %) als Hemmnisse sehen. Auch das fehlende Know-How der bestehenden Mitarbeiter (39 %) und Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden (24 %), macht den Händlern Sorge. HDE

Kundenbewertungen, Bestseller und Choice: Worauf Onlineshopper*innen bei Amazon vertrauen

Kundenbewertungen sind nicht ganz unumstritten. Dennoch sind sie für viele Konsument*innen zentrale Orientierung im Online-Produktdschungel. Vor allem die Kundenbewertungen auf der Onlineplattform von Amazon genießen hohes Vertrauen und spielen eine große Rolle im Informations- und Kaufprozess. Wie stark ihr Einfluss mittlerweile ist, haben die IFH-Expert*innen in der aktuellen Studie „Gatekeeper Amazon“ herausgearbeitet. Rund ein Viertel der Amazon-Kund*innen klickt in der Produktübersicht als erstes auf das Produkt mit den besten Bewertungen. Auch der Einfluss auf die Kaufentscheidung an sich ist immens: Zwei von drei Amazon-Kund*innen würden aufgrund von Kundenbewertungen ihre ursprünglich getroffene Kaufentscheidung ändern. Bei den Heavy-Amazon-Shopper*innen trifft das auf rund 71 Prozent zu. Aber warum?

 

„Konsument*innen brauchen Sicherheit, die richtige Entscheidung zu treffen, und erhalten bei der immer größer werdenden Auswahl durch Bewertungen Orientierung. Getreu dem Motto: Was andere gut finden, kann doch nicht schlecht sein“, erklärt Carolin Leyendecker, Autorin der Studie.

 

„Amazon Bestseller“ und „Amazon’s Choice“ ebenfalls mit großem Einfluss

Neben den Kundenbewertungen haben auch die weiteren Amazon Produktkennzeichnungen „Bestseller“ und „Choice“ respektablen Einfluss auf die Kaufentscheidung von Amazon-Kund*innen. So gab jeweils ein gutes Drittel der Befragten an, bei der Kennzeichnung des Produkts als „Amazon Bestseller“ oder „Amazon’s Choice“ zu diesem alternativen Produkt zu wechseln.

 

„Es gilt, sich als Händler und Hersteller dieser Entwicklung bewusst zu werden und auf diese Entscheidungsbeeinflussung zu reagieren: Was braucht es in den eigenen Onlineshops oder den Geschäften zur Entscheidungsunterstützung?“, so Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung am IFH Köln zu den Ergebnissen.

 

Heavy-Amazon-Shopper*innen: Immer größer werdende Zielgruppe

Noch deutlicher wird der Einfluss von Bewertungen und Produktkennzeichnungen bei einem Blick auf die Zielgruppe der Heavy-Amazon-Shopper*innen – d. h. Prime-Kund*innen, die mindestens die Hälfte ihrer online gekauften Artikel bei Amazon kaufen. Rund 48 Prozent von ihnen ändern ihre Kaufentscheidung bei einer Kennzeichnung als „Amazon-Bestseller“. Und bei einer Kennzeichnung als „Amazon’s Choice“ wechselt sogar mehr als die Hälfte zu dem alternativen Produkt. Dabei handelt es sich bei dieser Kundengruppe keineswegs um eine Nische: Rund ein Drittel (15,5 Millionen) der deutschen Onlineshopper*innen zählen zu der Gruppe von Konsument*innen, die besonders häufig bei dem Onlinegiganten einkauft. Für Händler heißt das vor allem, damit rechnen zu müssen, regelmäßig auch Heavy-Amazon-Shopper*innen – mit all ihren Anforderungen an den Kaufprozess – vor sich zu haben.

 

„Händler werden sich vermehrt mit den Ansprüchen der Amazon-Fans konfrontiert sehen und müssen dies in ihrer Interaktion mit ihren Kund*innen bedenken“, mahnt Eva Stüber. 

IFH

20 Jahre myToys: Vom Spielwaren-Online-Shop zur führenden Plattform für Family-Shopping

myToysvfeiert Geburtstag und blickt auf 20 erfolgreiche Jahre zurück: 1999 startete das Unternehmen mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 5.000 Produkte, der Großteil davon Spielzeug, waren im Angebot. Heute ist die MYTOYS GROUP mit über 2.000 Mitarbeitern, mehr als sieben Millionen Kunden und einem Umsatz von rund 670 Mio. Euro im letzten Geschäftsjahr die führende Family-Shopping-Plattform in Europa.

 

Wesentliche Treiber des Erfolgs waren dabei von Anfang an der konsequente Ausbau der eigenen technologischen Kompetenz und Plattform sowie die klare Fokussierung auf die Zielgruppe Familien und deren Kundenbedürfnisse. 

 

Mit ihren vier Webshops myToys, mirapodo, yomonda und limango erreicht die MYTOYS GROUP heute einen Großteil der Haushalte mit Kindern in Deutschland und adressiert die Zielgruppe Familien so erfolgreich wie kein anderes E-Commerce-Unternehmen – und das nicht nur online. myToys gehört zu den ersten Online-Pure-Playern, die den Sprung in das stationäre Umfeld gewagt haben. Bereits 2006 eröffnete das Unternehmen seine ersten Filialen und zählt damit im kanalübergreifenden Handel zu den Pionieren. Heute betreibt myToys deutschlandweit 17 stationäre Geschäfte.

 

Neben dem Zielgruppenfokus sind vor allem die hohen Investitionen in die Technologiekompetenz des Unternehmens für die positive Geschäftsentwicklung verantwortlich. Dazu zählen u. a. das eigene TechLab in Madrid, das moderne Logistikzentrum in Gernsheim, das voll integrierte ERP-System und das unternehmensweite Data Warehouse. 

 

„Wir blicken stolz auf das bisher Erreichte zurück. Die Produktvielfalt und Expertise für unser Sortiment machen uns auf dem Markt einzigartig. Zukünftig werden wir unser Angebot weiter ausbauen und mithilfe attraktiver Partner verstärkt Services und Inspiration rund um das Familienleben bieten. Den Anfang haben die myToys-Familienreisen gemacht, die wir seit Januar anbieten“, so myToys-Gründer und Geschäftsführer Dr. Oliver Lederle.

 

Auch wenn myToys offiziell erst am 14. Oktober 1999 online ging, haben Familien bereits jetzt Grund zu feiern. Anlässlich seines Jubiläums beschenkt myToys Kunden mit zehn Wochen voller attraktiver Jubiläums-Produkte sowie einem wöchentlich wechselnden Gewinnspiel mit über 5.000 spannenden Preisen – darunter einzigartige Familienreisen und viele tolle Fan-Pakete. An den Wochenenden erwartet die Kunden ein zusätzliches Feuerwerk an Aktionen mit Preisreduzierungen von bis zu 40 Prozent auf aktuelle Produkte von beliebten Marken wie Schleich®, Lego® oder Playmobil®. myToys

Die Top 10 Online-Shops in Deutschland

Der deutsche E-Commerce-Umsatz der Top-100-Onlineshops kann auch in 2018 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum aufwarten und schafft eine Steigerung von 10,2 Prozent bei einem Gesamtjahresumsatz von 33,6 Mrd. Euro. Dies ergab die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2019“*, aus der nun das Ranking der Top-100-Onlineshops erscheint.

 

The Winner takes it all

Die Generalisten verteilen noch immer 47,8 Prozent des Gesamtumsatzes unter sich – zweitgrößtes Segment ist die Unterhaltungselektronik (16,7 Prozent), gefolgt von Bekleidung (15,8 Prozent). Während es aus diesen Branchen jeweils viele Shops in das Top-100-Ranking geschafft haben, gibt es in anderen Kategorien, bei einer Betrachtung des in Deutschland generierten Umsatzes der jeweiligen Onlineshops, regelrechte Platzhirsche, die einen Großteil des Umsatzes für sich sichern. Für die Marktsegmente Erotik ist dies eis.de (130,9 Mio. Euro), bei Optikern dominiert misterspex.de (74,4 Mio. Euro). Platzhirsch bei Lebensmitteln & Getränken ist shop.rewe.de (133,4 Mio. Euro), bei Tierbedarf ist es zooplus.de (253,8 Mio. Euro). 

 

Die Statistik insgesamt führen nach wie vor die Branchenriesen amazon.de** (9,3 Mrd. Euro), otto.de (3,2 Mrd. Euro) und zalando.de (1,4 Mrd. Euro) an, die zusammen 13,9 Mrd. Euro also 41,4 Prozent des E-Commerce-Gesamtumsatzes der Top 100 auf sich vereinen.

 

Gewinner in den Top 100

Die überraschenden Aufsteiger des Jahres kommen aus den Segmenten „Bekleidung“ und „Drogerie & Gesundheit“. Bei Bekleidung sind es die britische Marke Asos mit asos.de, die ein starkes Umsatz-Wachstum aufweist, und das chinesische Unternehmen shein.com, das erstmals im Ranking berücksichtigt wurde. Auch das deutsche aboutyou.de spielt in derselben Liga und kann sich gegenüber den internationalen Senkrechtstartern mit ebenfalls starkem Wachstum behaupten. Trotz des durch den heißen Sommer für die Branche schwierigen Jahres 2018, haben es diese drei Online-Pureplayer sowie das Shopping-Club-Format bestsecret.de in die Top 30 geschafft.

 

Im Segment „Drogerie & Gesundheit“ sind die großen Gewinner dm.de, flaconi.de und auch die Parfümerie douglas.de, die im stationären Bereich zuletzt mit Filialschließungen auf sich aufmerksam machte. Auf den Online-Kanälen schafften Douglas wie dm und Flaconi eine Steigerung um mehr als 25 Prozent über das Vorjahresniveau. ehi

IN KLEIN- UND MITTELSTÄDTEN VERLIERT DER MULTICHANNEL-HANDEL IM E-COMMERCE DEN ANSCHLUSS

Den stationären Händlern in Deutschland gelingt es nicht, mit der Entwicklung des E-Commerce Schritt zu halten. Dies hat ein Vergleich der E-Commerce-Nutzer der ersten sechs Monate 2017, 2018 und 2019 durch den Bundensverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) ergeben. Vor allem im ländlichen Raum und in Klein- und Mittelstädten mit geringerer Ladenpräsenz gehen dem Multichannel-Handel auch die Online-Kunden verloren.

 

Von 2017 bis 2019 sank die Zahl der Deutschen, die innerhalb der letzten 7 Tage in einem Onlineshop eines stationären Händlers gekauft haben, von 18,9 auf 13,1 Prozent. „Im Vergleichszeitraum ist die Zahl der aktiven Onlinekäufer in der Stichprobe gestiegen. Aber die Zahl derjenigen, die in Onlineshops des stationären Handels gekauft haben, ist gesunken,“ fasst Martin Groß-Albenhausen, stv. Hauptgeschäftsführer des bevh zusammen. „Das Wachstum kommt zum größten Teil den Online-Marktplätzen zugute.“

 

Auffällig ist, dass der Rückgang in den Kleinstädten bis 50.000 Einwohnern deutlich stärker ausfällt als in Mittel- und Großstädten. Die Nutzung der E-Commerce-Angebote stationärer Händler sank dort zum Teil um mehr als die Hälfte.

 

 

„Die Erwartung, durch einen Onlineshop Rückgänge im Ladengeschäft einfach aufzufangen, wird enttäuscht. Der Multichannel-Händler braucht Exzellenz auf allen Kanälen, um die Sichtbarkeit trotzt des Sortimentsnachteils gegenüber Plattformen und möglicherweise einem Rückzug aus der Fläche zu erhalten“, so Martin Groß-Albenhausen. Für diese Exzellenz sorgen Fachkräfte wie zum Beispiel die Kaufleute im E-Commerce, die jetzt ins zweite Ausbildungsjahr starten, und die kommenden E-Commerce-Fachwirte. „Entscheidend ist, jetzt richtig zu investieren: in die Menschen, aber auch in die Systeme sowie in neue Geschäftsmodelle“, fasst Martin Groß-Albenhausen zusammen. Ein guter Ort, um sich über den aktuellen Stand im digitalen Handel zu informieren, ist die Fachmesse dmexco, die am Mittwoch in Köln ihre Tore öffnet.

 

Im Zeitraum Januar bis Juni 2019 gaben die Verbraucher im Online-Handel 2019 33.609 Mio. EUR inkl. USt (1. HJ. 2018: 30.205 Mio. EUR inkl. USt) aus. Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des bevh 2019 die 70 Mrd. Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Mrd. Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Mrd. Euro brutto. bevh

Expertenkommission Wettbewerbsrecht 4.0 übergibt Abschlussbericht an Minister Altmaier

Die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, eingesetzte Expertenkommission Wettbewerbsrecht 4.0 unter Vorsitz von Martin Schallbruch, Prof. Dr. Heike Schweitzer und Prof. Achim Wambach, Ph.D. hat heute ihre Empfehlungen für einen neuen Wettbewerbsrahmen der Digitalwirtschaft an Bundeswirtschaftsminister Altmaier übergeben.

 

Altmaier: „Wir können unseren gesellschaftlichen Wohlstand nur bewahren, wenn wir auch in Zukunft in Deutschland und Europa international wettbewerbsfähige Unternehmen haben. Für die Digitalwirtschaft müssen wir dabei die richtige Balance finden: Einerseits müssen wir die Wachstumsmöglichkeiten deutscher und europäischer Digitalunternehmen und Plattformen fördern, andererseits Missbrauch von Marktmacht verhindern und Märkte offen halten. Die Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 hat nun nach einem Jahr intensiver Arbeit konkrete Vorschläge vorgelegt, wie wir den Wettbewerbsrahmen in Europa für die Digitalwirtschaft gestalten können. Den Experten der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 danke ich sehr herzlich für ihren großen Einsatz.“

 

Martin Schallbruch: „Die Stärkung der Konsumentensouveränität ist ein wichtiges Instrument, um Wettbewerb zu sichern. Je einfacher Konsumenten ihre Daten von einem zum anderen Anbieter portieren oder neuen Anbietern den Zugang zu Daten gewähren können, desto eher können Wettbewerber datenbasierte Machtpositionen angreifen.“

 

Heike Schweitzer: „Die digitale Ökonomie bricht etablierte Wertschöpfungsketten auf und führt zur Umstrukturierung von Märkten. Um die hieraus folgenden marktübergreifenden Innovationschancen zu nutzen, müssen Unternehmen etwa mit neuen Formen des Daten-Pooling und des Datenaustausches experimentieren können. Gegenwärtig besteht hier aber ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit. Wir empfehlen daher die Schaffung eines freiwilligen Anmeldeverfahrens für neuartige Kooperationsformen auf europäischer Ebene. Die EU-Kommission kann auf diese Weise zugleich mehr Einblick in neue Marktentwicklungen und Kooperationsformen gewinnen."

 

Achim Wambach: „Wir brauchen Regeln für marktmächtige Plattformen. Selbstbegünstigung sollte für solche Plattformen verboten werden. Diese Plattformen sollten außerdem verpflichtet werden, Nutzer- und Nutzungsdaten in Echtzeit und in einem interoperablen Datenformat zur Portabilität bereit zu stellen.“

 

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hatte im September 2018 mit der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 ein unabhängiges Expertengremium beauftragt, Vorschläge für eine Reform insbesondere des europäischen Wettbewerbsrechts vorzulegen.

 

Nach Auffassung der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 müssen

  • die praktische und tatsächliche Verfügungsgewalt der Konsumenten über ihre eigenen Daten verbessert,
  • klare Verhaltensregeln für marktbeherrschende Plattformen eingeführt,
  • die Rechtssicherheit für Kooperationen in der Digitalwirtschaft erhöht sowie
  • die institutionelle Verknüpfung von Wettbewerbsrecht und sonstiger Digitalregulierung verstärkt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, hat die Kommission 22 konkrete Empfehlungen mit Blick auf Plattformen, Datenzugang und digitale Ökosysteme ausgearbeitet.

 

Die Bundesregierung wird die Empfehlungen im Detail prüfen und sich auf europäischer Ebene für eine Weiterentwicklung des Wettbewerbsrechts einsetzen. Die Arbeit der Kommission findet zudem Eingang in die laufenden Arbeiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für eine Modernisierung des nationalen Wettbewerbsrechts. BMWi wird in Kürze einen Referentenentwurf für ein digitales Wettbewerbsrecht vorlegen (GWB-Digitalisierungsgesetz).

 

Die ehrenamtliche Mitglieder der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0:

Vorsitz: Martin Schallbruch; Prof. Dr. Heike Schweitzer; Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Mitglieder: Prof. Dr. Wolfgang Kirchhoff; Dr. Bernd Langeheine; Prof. Dr. Jens-Peter Schneider; Prof. Dr. Monika Schnitzer; Prof. Dr. Daniela Seeliger; Prof. Dr. Gerhard Wagner

Mitglieder ohne Stimmrecht: Dr. Matthias Heider MdB, Hansjörg Durz MdB, Falko Mohrs MdB

BMWi

GfK - Stößt der Online-Handel an seine Grenzen?

Wenn es um das Thema Shoppen geht, senden Verbraucher eine klare Botschaft: „Ich möchte es jetzt haben“. Die Möglichkeit, rund um die Uhr einzukaufen, ist dank Online-Shopping heute zur Normalität geworden. Der Online-Handel wuchs im ersten Halbjahr 2019 weltweit auf 80 Milliarden Euro (ohne Nordamerika). Das sind Ergebnisse von GfK für den globalen Handel mit technischen Konsumgütern anlässlich der IFA 2019 in Berlin.

 

„Borderless Shopping“ geht über das reine Online-Shopping hinaus. Vielmehr geht es darum, für jede Einkaufssituation die richtigen Handelsformate bereitzustellen. Daraus ergeben sich für Händler viele Gelegenheiten, um ihre Kunden in den eigenen traditionellen und Online-Kanälen zu halten, während diese im Idealfall ganz einfach von einem zum anderen wechseln können. Im ersten Halbjahr 2019 wurde ein Viertel des Gesamtwerts aller weltweit verkauften technischen Konsumgüter durch Online-Verkäufe erzielt (80 Milliarden Euro ohne Nordamerika).

 

Online-Handel in China verzeichnet sinkende Wachstumsraten

 

Für den Online-Handel sind die Regionen APAC und China die Schlüsselmärkte. In der Vergangenheit verzeichneten die chinesischen Online-Händler stets ein deutlich zweistelliges Wachstum. In den letzten zwölf Monaten sind diese Wachstumsraten jedoch gesunken. Während der gesamte Online-Markt für technische Konsumgüter in China um 8 Prozent wuchs, verzeichneten die Bereiche Haushaltsgroßgeräte und Unterhaltungselektronik für den Online-Kanal erste negative Wachstumsraten. Obwohl online mit einem Anteil von 36 Prozent am Gesamtvolumen des Handels ein weiteres Hoch erreichte, sind bereits erste Tendenzen einer Stagnation zu erkennen. Die chinesischen Händler haben darauf mit Partnerschaften und Fusionen mit traditionellen Händlern reagiert. Das bringt ihnen zwei Vorteile: Sie können weiter wachsen, da sie auch die weniger entwickelten Regionen erreichen und sie können den Verbrauchern ein umfassendes Kauferlebnis über mehrere Kanäle hinweg (omnichannel) bieten.

 

Auch in Westeuropa* konnten Online-Händler den Umsatzanteil ihres Onlinegeschäfts stetig steigern, von 20 Prozent im Jahr 2016 auf aktuell 26 Prozent. Das entpricht einem Umsatzvolumen von 23 Milliarden Euro. Auch in diesem reifen Markt verlangsamt sich das Wachstum bereits. So lag beispielsweise der Anteil in Deutschland in den letzten vier Jahren stets zwischen 22 und 23 Prozent.

 

Das richtige Sortiment ist der Schlüssel zum Erfolg

 

Das richtige Sortiment ist der Schlüssel zu einem umfassenden Shopping-Erlebnis. GfK-Studien zeigen, dass sich ein Drittel der Befragten für einen Händler entscheidet, aufgrund der Verfügbarkeit der Waren und des richtigen Sortiments. Darüber hinaus spielt nur noch der Preis eine wichtigere Rolle. Im Hinblick auf die Größe der Sortimente haben Online-Händler einen deutlichen Vorteil. Ihr Sortiment ist im Schnitt 2,5-mal größer als das von traditionellen Händlern.

 

Norbert Herzog, GfK-Experte im Bereich Retail, erklärt: „Der Omnichannel-Ansatz ist ideal, da er das Beste aus beiden Welten verbindet. Er ermöglicht es Händlern, die Verbraucher auf ihren Online-Shop zu leiten, wenn ein Produkt im Geschäft nicht verfügbar ist. Stationäre Geschäfte helfen den Käufern bei ihrer Entscheidung, wenn sie von der Fülle an Möglichkeiten beim Online-Shopping überfordert sind. Laut unserer Studie GfK FutureBuy gaben im Jahr 2018 rund 62 Prozent der Befragten weltweit an, dass die Auswahl in bestimmten Kategorien einfach zu groß sei. Gegenüber dem Jahr 2015 ist das ein Anstieg von 8 Prozent. Die Möglichkeit, in ein Geschäft gehen zu können, ist so wieder zu einem echten Vorteil geworden.“

 

Welche Konzepte sind für den Handel in Europa vielversprechend?

 

GfK Point of Sales Daten zeigen, wie wichtig ein umfassendes Shopping-Erlebnis ist. Vergleicht man reine Online- mit stationären Händlern, geht der Trend nach Einschätzung von GfK in die Richtung, immer das passende Handelsformat anzubieten, um das beste Kauferlebnis zu liefern. In den letzten vier Jahren ist der Umsatz von Omnichannel-Händler (Händler, die ihre Ware on- und offline anbieten) um mehr als 60 Prozent gestiegen, während die Händler, die nur auf einen Kanal setzen, um 25 Prozent zulegen konnten. Heutzutage gibt es also immer mehr Möglichkeiten für Händler, ihr Angebot zu verbessern. Die Verknüpfung all ihrer Kanäle durch Marketing und entsprechende Werbeaktionen ermöglicht es heute, mehr Kunden als je zuvor zu binden. GfK

Künstliche Kollegen

Immer mehr Händler setzen sich mit dem Thema Robotik aus­einander. Was bei der Einführung der künstlichen Kollegen zu beachten ist, hat die Robotics4Retail-Initiative, die vom EHI 2017 gemeinsam mit Partnern ins Leben gerufen wurde, in dem Leitfaden „Einführung von Robotik in der Handelslogistik und am Point of Sale“* erarbeitet und stellt ihn bei der EHI Robotics4Retail Konferenz 2019 vom 04.–05. September 2019 in Köln vor.

 

Change-Prozesse vereinfachen. „Nach den Erfolgen in der Logistik stehen Roboter davor, auch im Ladengeschäft zum Einsatz zu kommen“, erklärt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung, EHI. Die Robotik hat sich schon längst von reiner Automatisierungstechnik zu KI entwickelt – mit der Folge, dass Roboter mittlerweile auch auf der Fläche und beim Service zum Einsatz kommen. Die Einführung von diesen Technologien setzt voraus, dass viele Abteilungen und Abläufe in einen Change-Prozess eingebunden sind. Es ist eine Teamleistung, diese Prozesse detailliert zu analysieren, Sortimente auf Eignung zu prüfen, Soft- und Hardwarevoraussetzungen zu schaffen und Teams zu qualifizieren. Für Roboter am POS und in der Logistik ist es wichtig, die gewünschte Anwendung präzise festzulegen, damit Investitionen in diesem Bereich zielführend und wirtschaftlich sind.

 

* Als Ergebnis von Arbeitskreisen und Workshops ist der Leitfaden eine Handlungsempfehlung bzw. Checkliste für Neueinsteiger, die sich bereits vor dem Projektstart mit allen Aspekte von der Planung bis zur Auswahl geeigneter Integratoren mit dem Thema Robotik in der Handelslogistik vertraut machen wollen. EHI

HDE-Konsumbarometer: Stabile Verbraucherstimmung bleibt von gesamtwirtschaftlichem Abschwung unberührt

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt weiterhin stabil. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer für den September. Demnach erreicht der gesamtwirtschaftliche Abschwung den Konsum bisher nicht.

 

Grund für die weiterhin positiven Aussichten der Konsumenten ist die nach wie vor positive Lage auf dem Arbeitsmarkt, der sich offenbar von der konjunkturellen Entwicklung abgekoppelt hat. Die Verbraucher erwarten in den nächsten Monaten keinen merklichen negativen Effekt auf ihre Beschäftigungs- und damit ihre Einkommenssituation. Der private Konsum dürfte sich weiterhin stabil entwickeln. Damit könnte er auch in Zukunft eine Stütze für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sein.

 

Der genauere Blick auf die Einzelindikatoren des HDE-Konsumbarometers macht deutlich, dass sich insbesondere die Anschaffungsneigung und die Einkommenserwartungen im Vergleich zum Vormonat deutlich erholt haben. 

 

Doch auch wenn die Stimmung der Verbraucher vom konjunkturellen Abschwung bislang nicht sonderlich getrübt wird, so sind sich die Käufer dennoch der Negativentwicklung bewusst und gehen davon aus, dass dieser Abschwung noch anhalten wird. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher für die Gesamtwirtschaft gehen dementsprechend zurück und erreichen einen neuen Tiefststand. Kurz gesagt: Für die Gesamtwirtschaft sind die Verbraucher pessimistisch, für den eigenen Geldbeutel aber nach wie vor optimistisch. HDE

Nielsen - Deutsche Verbraucher sind Marken immer seltener treu

Nur jeder zehnte Deutsche ist ein treuer Verbraucher. Lediglich 13 Prozent der Deutschen geben an, dass sie nur selten neue Marken und Produkte bei Waren des täglichen Gebrauchs kaufen. Gut jeder dritte Deutsche (32 Prozent) liebt es dagegen, neue Marken und Produkte im Bereich Haushalt und Lebensmittel auszuprobieren. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich auch im europäischen Durchschnitt: Rund zwölf Prozent der Durchschnittseuropäer geben an, in Supermarkt und Co. selten zu neuen Dingen zu greifen, während fast 33 Prozent bei Waren des täglichen Gebrauchs gerne neue Marken und Produkte ausprobieren. Global betrachtet sagen das sogar 42 Prozent der Verbraucher.

 

Das zeigt die aktuelle Studie zur Markentreue der Verbraucher von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. Die Studie bildet die Einschätzung der Verbraucher in 64 Ländern zu ihrer Treue gegenüber Marken und Produkten, zu den Einflüssen von Marken auf ihre Kaufentscheidung sowie zur Bedeutung von Marken in bestimmten Produktkategorien ab.

 

„Die Deutschen sind neugierige Verbraucher. Wir beobachten, dass die Verbraucher Spaß daran haben, Produkte und Marken auszuprobieren und sich im Geschäft inspirieren zu lassen. Der Faktor Neu ist attraktiv und wird immer mehr selbst zur Marke“, sagt Fred Hogen, Handelsexperte bei Nielsen Deutschland.

 

Deutsche kaufen heute andere Marken und Produkte als vor 5 Jahren

 

Mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre ist nur gut jeder dritte Verbraucher hierzulande seinen Marken und Produkten bei Waren des täglichen Gebrauchs treu geblieben. Rund 34 Prozent der Deutschen geben an, dass bei ihnen noch immer die gleichen Dinge im Einkaufswagen landen wie schon vor fünf Jahren. Etwas mehr deutsche Verbraucher (38 Prozent) sagen hingegen, dass sie heute offener für neue Produkte und Marken sind als noch vor fünf Jahren. Im europäischen Durchschnitt ist dieser Unterschied größer. Nur rund 28 Prozent greifen vor dem Supermarktregal noch immer zu den gleichen Produkten wie vor fünf Jahren und gut 40 Prozent haben heute mehr Spaß daran, auch mal neue Dinge auszuprobieren. „Die Deutschen legen sich bei ihren Marken und Produkten immer seltener langfristig fest oder anders gesagt: Bei der Wahl ihrer Produkte und Marken sind immer mehr Verbraucher kein Gewohnheitstier mehr. Vielmehr gehört das Neuentdecken für viele mittlerweile zum Einkauf dazu“, sagt Fred Hogen. „Der Markenwechsel selbst wird zum Einkaufserlebnis, das immer mehr Verbraucher suchen.“

 

So lassen sich die Verbraucher bei der Markentreue auch in zwei Gruppen unterteilen: 

 

Die Markenentdecker: Ein großer Teil der deutschen Verbraucher gehört zu den aktiven Entdeckern (38 Prozent). Diese gehen beim Einkaufen jedes Mal wieder auf Entdeckungstour und setzen im Einkaufswagen auf Abwechslung. Die Nielsen-Daten zeigen dabei auch, dass Markentreue Generationssache ist. Weltweit sind Millennials rund 1,3 Mal so offen neue Produkte auszuprobieren wie die restliche Bevölkerung.

 

Die Markenbeobachter: Zu den Markenbeobachtern gehören hierzulande rund 24 Prozent der Verbraucher. Die Markenbeobachter shoppen gerne wie gewohnt und bleiben Marken und Produkten häufig auch treu. Trotzdem beobachten sie Neuheiten und andere Dinge mit Interesse und Neugier.

WARUM DIE DEUTSCHEN BEIM KAUF VON WAREN DES TÄGLICHEN GEBRAUCHS GERNE DIE MARKE WECHSELN

Wie treu die Deutschen gegenüber Marken und Produkten im Bereich Haushalt und Lebensmittel sind, entscheidet vor allem das Preis-Leistungsverhältnis. Fast 68 Prozent der Bundesbürger nennen diesen Punkt als häufigsten Grund für den Wechsel von Marken und Produkten bei Waren des täglichen Gebrauchs. Im europäischen Vergleich sagen das sogar 74 Prozent. Für 63 Prozent der deutschen Verbraucher spielen bei der Entscheidung neue Dinge auszuprobieren, außerdem reduzierte Preise oder Sonderangebote eine entscheidende Rolle. Für mehr als die Hälfte der Verbraucher (55 Prozent) ist eine bessere Qualität der häufigste Grund für einen Marken- oder Produktwechsel. „Die deutschen Verbraucher sind preisbewusste Shopper. Besonders das Preis-Leistungsverhältnis spielt bei der Treue zu einer Marke oder zu einem Produkt eine große Rolle und ist der häufigste Grund für einen Markenwechsel“, sagt Fred Hogen.

 

Soziale Verantwortung ist beim Wechsel zu einer bestimmten Marke oder einem bestimmten Produkt für gut ein Drittel (35 Prozent) der häufigste Grund. Dass die Marke und das Produkt ein hohes Vertrauen genießen, spielt beim Marken- und Produktwechsel für rund 42 Prozent eine Rolle.

 

Auffallend ist zudem, dass die Wechselbereitschaft nicht bei allen Produkten gleich ist. Denn beim Kauf von Kaffee und Tee ist den Deutschen der Markenname besonders wichtig. Hier geben 71 Prozent an, dass sie beim Kauf von Kaffee und Tee zwischen ein oder zwei Marken auswählen bzw. Marken für sie dabei wichtig sind. Platz zwei belegt hier Hautpflege (69,4 Prozent) und Platz drei Shampoo und Conditioner (69,2 Prozent). Im europäischen Vergleich folgen Hautpflegeprodukte (73 Prozent) auf Kaffee und Tee (77 Prozent) sowie Shampoo und Conditioner (75 Prozent). „Marken beeinflussen die Kaufentscheidung der deutschen Verbraucher stark. Bei manchen Produkten wie Kaffee oder Tee legen sie besonders viel Wert auf den Markennamen“, sagt Fred Hogen. Nielsen

Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums zu Retourenvermeidung und Weiterverwendung

Der von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegte Referentenentwurf eines „Gesetzes zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union“ stellt aus Sicht des Online- und Versandhandels eine angemessene Diskussionsgrundlage dar. Die Regelungen zur einer „Obhutspflicht“ beschreiben darin im Wesentlichen die schon heute übliche Praxis: Wiederverkauf, Abverkauf, Wiederverwertung. Kein Händler möchte ohne Not Ware wegwerfen.

 

Was noch fehlt, sind Ansätze, Spenden steuerlich zu erleichtern. Insbesondere die derzeit gültigen Regeln zur Umsatzsteuerpflicht von Sachspenden sind so zu überarbeiten, wie das für Lebensmittelspenden schon geschehen ist. Hier muss aus Sicht des bevh jetzt dringend das Finanzministerium einen ergänzenden Gesetzentwurf nachlegen.

 

Der Entwurf zeigt, dass die öffentliche und politische Diskussion im Vorfeld schon fruchtbar war. Aus Sicht unserer Branche ist daher zu begrüßen, dass der Gesetzentwurf nicht mit Pauschalverboten arbeitet, sondern Verhältnismäßigkeit und kaufmännische Vernunft weiterhin Maßstab sind. Es bleibt erlaubt, unverkäufliche oder nicht verkehrsfähige Ware so zu verwerten, wie es wirtschafltich und ökologisch am sinnvollsten ist. Wichtig ist im weiteren Verfahren, dass nicht Bürokratie und Dokumentationspflichten zu einer Hürde besonders für kleine und mittelständische Händler werden.

 

bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer: „Unnötig ist es in der Diskussion besonders auf den Onlinehandel hinzuweisen. Produktionsüberhänge, Produktfehler und Retouren gibt es leider in der gesamten Wirtschaft. Gerade der E-Commerce, als hochdigitalisierter Wirtschaftsbereich, kann für mehr Transparenz und Effektivität und somit für mehr Nachhaltigkeit im Handel sorgen. Und wenn heute noch Verträge mit Markenherstellern den Händlern verbieten, Waren abzuverkaufen oder zu spenden, müsste sich das zukünftig ändern.“ 

 

Eine weitere Befürchtung: Weil die Regelung ganz bewusst über das geltende europäische Recht hinausgeht, kann es im internationalen Vergleich Wettbewerbsnachteile geben, sofern die Bundesregierung sich nicht dafür einsetzt, dass Europa nachzieht. bevh

Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores eröffnet Filiale im Herzen Kölns

Das frisch in „QUINCY“ umbenannte Einkaufszentrum an der Breite Straße, erhält neben dem neuen Namen auch einen ganz neuen Mieter. Der Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores wird ab Anfang August für Spiel und Spaß in der Kölner Innenstadt sorgen.

 

Eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Kölns, die Breite Straße, wird ab Donnerstag, den 08.08.2019, mit Spiel und Spaß für junge und junggebliebene Spielzeugfans ein noch beliebteres Einkaufsziel werden. Denn an diesem Tag eröffnet der irische Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores seine

Pforten im Untergeschoss des ehemaligen DuMont Carrés auf der Breite Straße 80-90.

 

Der vor 30 Jahren in Irland gegründete und seit diesem Jahr neu in der DACH-Region eingeführte Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores wird auf rund 2.000 Quadratmetern sein Sortiment anbieten. Das gut angeordnete Warensortiment deckt alle Kundenwünsche aus den Bereichen Spielwaren, Outdoor, Multimedia und Baby ab und bietet somit ein Sortiment, das allen Ansprüchen gerecht wird. „Neben unserem Markt in Köln-Marsdorf ist dies nun der zweite Smyths Toys Superstore in Köln, mit dem wir mit unserem breiten Sortiment, dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, hohen Servicestandards und nicht zuletzt dank unserer kompetenten und engagierten Mitarbeiter, die Erfolgsgeschichte des Spielwarenhändlers fortschreiben werden“, erklärt Verkaufsleiter

Carsten Grund.

 

„Wir freuen uns sehr, unsere Filiale im QUNICY ab Anfang August in der Kölner Innenstadt zu eröffnen und damit ganz nah an unseren Kunden dran zu sein. Wir

möchten unsere Kunden mit einer breiten Auswahl an Spielwaren, unseren hohen Service Standards und hochwertigen Produkten zu immer fairen Preisen

überzeugen. Dafür haben wir uns die letzten Wochen sehr ins Zeug gelegt, um pünktlich zum 08.August unsere Türen zu öffnen“, weiß Yasemin Cosar, künftige

Marktleiterin der neuen Smyths Toys Filiale in der Kölner Innenstadt.

 

„Natürlich werden wir die Neueröffnung ab Donnerstag, den 08. August bis Samstag, den 10. August, auch gebührend feiern. Dazu warten großartige Eröffnungsangebote und viele vor Ort Aktionen, die unsere Kunden bei Smyths Toys willkommen heißen wollen“, verrät Yasemin Cosar. Und weiter erzählt die Marktleiterin, „Da unser Hauptaugenmerk auf unseren kleinen Kunden liegt, bilden vor allem unser Ballonkünstler, das Kinderschminken und die  Popkornmaschine sowie viele Maskottchen von namenhaften Lieferanten wie Playmobil, LEGO und natürlich unserem Oscar, die Highlights der Eröffnungstage

ab dem 08. August bei Smyths Toys“. Vorbeischauen lohnt sich also in der neuen Smyths Toys Filiale, ab Donnerstag, den 08. August im QUINCY an der Breite Straße 80-90 in der Kölner Innenstadt. Smyths Toys

Breite Mehrheit möchte überall elektronisch bezahlen

Verbundenheit der Deutschen zum Bargeld schwindet. Zwei Drittel der Bundesbürger (66 Prozent) ärgern sich häufig, weil sie nicht überall bargeldlos mit Karte oder Smartphone bezahlen können. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 53 Prozent noch deutlich darunter. Und 6 von 10 Bundesbürgern (62 Prozent) sind der Meinung, dass alle Geschäfte gesetzlich dazu verpflichtet sein sollten, mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten. Der Wunsch nach einem Eingreifen des Gesetzgebers ist damit innerhalb eines Jahres deutlich gewachsen, damals hatte erst jeder Zweite (50 Prozent) der Forderung zugestimmt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.005 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Bargeld hat seine Berechtigung und wird auch noch lange Zeit seine Berechtigung haben. Aber immer mehr Bundesbürger erkennen, wie bequem und sicher das elektronische Bezahlen mit Karte und seit kurzem auch mit dem Smartphone sein kann“, sagt Julian Grigo, Bereichsleiter Digital Banking & Financial Services beim Bitkom. „Es passt nicht in die digitale Zeit, dass Kunden zur Bargeld-Zahlung gezwungen werden. Bitkom setzt sich deshalb für eine Wahlfreiheit beim Bezahlen ein, die an jedem Point of Sale mindestens eine elektronische Bezahlart verpflichtend vorsieht.“

 

Auch die Generation 65+ wünscht sich bargeldlose Bezahl-Möglichkeiten

Vor allem Jüngere zwischen 16 und 29 Jahre würden gerne noch öfter elektronisch bezahlen. So sagen in dieser Altersgruppe sogar 71 Prozent, dass sie sich häufig über den Zwang zu Bargeld ärgern und fast genauso viele (70 Prozent) fordern eine gesetzliche Wahlfreiheit mit mindestens einer elektronischen Bezahlart in jedem Geschäft oder Restaurant. Aber selbst bei den Älteren ab 65 Jahren ärgert sich inzwischen eine breite Mehrheit von 62 Prozent über Händler und Gastronomen, die Karte oder Smartphone ablehnen, und 58 Prozent wünschen sich eine verpflichtende bargeldlose Bezahlmöglichkeit. „Wir sollten uns davor hüten, einen ideologischen Kampf Für und Wider das Bargeld zu führen. Wahlfreiheit bedeutet nicht die Abschaffung des Bargelds, sondern ein Mehr an Freiheit für alle Kunden“, so Grigo. „Von einer flächendeckenden Möglichkeit, elektronisch zu bezahlen, würden Kunden, Händler und der Staat profitieren. Elektronisches Bezahlen spart Zeit und Kosten und führt zu mehr Steuerehrlichkeit.“ bitkom

Relaunch von Toys R Us in den USA mit ganz neuem Konzept?

Es scheint sich etwas zu tun in diesem klassischen Einerlei der Konditionsforderungen des Handels einerseits und der Klagen der Industrie darüber andererseits.

 

Der Relaunch von Toys R Us in den USA scheint mit einem zwar nicht neuen, aber dennoch nicht weniger attraktiven Konzept an den Start gehen zu wollen.

 

Die Rede ist davon, dass Toys R Us als zukünftiges Businessmodell lediglich die (Regal-)flächen zur Verfügung stellen wird. Das heißt  kein Cent der verkauften Produkte geht an Toys R Us selbst, sondern direkt an die Industrie. Damit ginge das Joint Venture aus b8ta und Tru Kids ganz neue Wege im Spielwarenhandel. Wir werden diese Entwicklung sehr gespannt verfolgen. Ph

Müller - Günther Helm holt Nice Shops ins Boot

Für Insider ist das keine neue Erfahrung, bevor der neueste Zugang aus dem Top-Management von Drogeriekönig Erwin Müller verschlissen wird, hat er erst einmal wunderbare 100 Tage der Ruhe. So verwundert es auch nicht, dass Müllers neuester Topmanager, Günther Helm, der von der österreichischen ALDI-Tochter Hofer abgeworben wurde erst einmal sorglos walten kann. Seit 1. Juni an Bord und schon sichert er sich eine kleine 26% Beteiligung an dem österreichischen Onlinehändler Niceshops GmbH – und macht damit einen weiteren Schritt im geplanten Ausbau des Digitalgeschäfts.

 

Erwin Müller hat versprochen sich "fast vollständig" aus dem operativen Geschäft zurück zu ziehen, so zumindest Helms Interpretation beim Amtsantritt. Man wird sehen ob er damit Recht behält. Denn Müller hat schon viele Topmanager erfolgreich vergrault, den eigenen Sohn ausbezahlt.

 

Für Helm ist diese Akquisition ein Schritt in die richtige Richtung. Er will den Online-Handel wesentlich aggressiver angehen als in der Vergangenheit. So bietet Müller noch immer keine Lieferung ins Haus an. Kunden müssen immer noch brav in die Filialen tapern und sich ihre Produkte abholen. Müller, Nummer drei der deutschen Drogerieketten, längst weit abgehängt von seinen Konkurrenten Rossmann und dm.

 

Spätestens Anfang September sind die berüchtigten 100 Tage um. Dann wird sich zeigen was "fast vollständig" bedeutet. Hoffentlich kann Helm dann erste schnelle Erfolge (in Euro) nachweisen, denn ansonsten wird auch er von dem alternden Patriarchen gnadenlos geschasst werden. Und wieder wird es heißen, "der Nächste bitte". Ph

Bundeskartellamt erwirkt für Händler auf den Amazon Online-Marktplätzen weitreichende Verbesserungen der Geschäftsbedingungen

Aufgrund von kartellrechtlichen Bedenken des Bundeskartellamtes ändert Amazon seine Geschäftsbedingungen für Händler auf den Amazon Online-Marktplätzen.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Zur Beendigung unseres Verfahrens wird Amazon seine Geschäftsbedingungen für die auf dem Marketplace tätigen Händler für den deutschen Marktplatz amazon.de, für alle europäischen Marktplätze (amazon.co.uk, amazon.fr, amazon.es, amazon.it) sowie weltweit für alle seine Online-Marktplätze einschließlich der amerikanischen und asiatischen Marktplätze anpassen. Die Änderung der Geschäftsbedingungen (Business Solutions Agreement - BSA) wird heute von Amazon angekündigt und veröffentlicht. Sie tritt 30 Tage später in Kraft. Damit werden die zahlreichen Beschwerden von Händlern beim Bundeskartellamt gegenüber Amazon aufgegriffen. Die Änderungen betreffen den einseitigen Haftungsausschluss zugunsten von Amazon, die Kündigung und Sperrung der Konten der Händler, den Gerichtsstand bei Streitigkeiten sowie den Umgang mit Produktinformationen und viele andere Fragen. Für die auf den Amazon Marktplätzen tätigen Händler haben wir mit unserem Verfahren weltweit weitreichende Verbesserungen erwirkt. Das Verfahren wird eingestellt“.

 

Amazon ist in vielen Produktgruppen der größte Online-Händler und betreibt den mit Abstand größten Online-Marktplatz in Deutschland. Für viele Händler hat der Amazon-Marktplatz beim Online-Vertrieb, insbesondere für den Zugang zum Kunden, eine große Bedeutung. Im November 2018 hatte das Bundeskartellamt aufgrund von zahlreichen Beschwerden von Händlern ein Verfahren gegen das Unternehmen wegen des Verdachts auf missbräuchliche Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen gegenüber den Händlern auf dem deutschen Marktplatz amazon.de eröffnet (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 29. November 2018). Dieses Verfahren hat das Bundeskartellamt aufgrund der vorgenommenen Änderungen nun eingestellt.

 

Zu den Änderungen im Einzelnen:

 

- Haftungsregeln:

 

Amazon ist bislang praktisch von jeglicher Haftung gegenüber den Händlern freigestellt.

 

Dieser Haftungsausschluss von Amazon wird zu Gunsten der Händler eingeschränkt und enger gefasst. Amazon haftet künftig ebenso wie die Händler für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Damit erfolgt für die europäischen Marktplätze eine Anpassung der Regelungen an europäische Standards für Geschäftsbeziehungen zwischen Gewerbetreibenden (B2B).

 

- Kündigung und Sperrung:

 

Amazon hat bislang ein unbeschränktes Recht zur sofortigen Kündigung und der sofortigen Sperrung von Konten der Händler ohne Angabe von Gründen.

 

Bei ordentlichen Kündigungen gilt künftig eine 30 Tage-Frist. Bei außerordentlichen Kündigungen (gestützt auf den Vorwurf von Gefährdungen und Rechtsverletzungen durch einen Händler) ebenso wie bei Sperrungen besteht nun eine Pflicht von Amazon zur Information und Begründung.

 

- Gerichtsstand:

 

Bislang war Luxemburg als ausschließlicher Gerichtsstand in den europäischen Geschäftsbedingungen für den Marktplatz als auch in den europäischen Geschäftsbedingungen für den Zahlungsverkehr vorgegeben. Diese Regelung hat es insbesondere kleineren Händlern erschwert, überhaupt eine rechtliche Auseinandersetzung zu suchen.

 

Die Ausschließlichkeit des luxemburgischen Gerichtsstands wird nun für alle europäischen Marktplätze beseitigt. Inländische Gerichte können künftig unter bestimmten Voraussetzungen zuständig sein.

 

- Retouren und Erstattungen:

 

Für die Kunden bleibt alles beim Alten. Von einer Neuregelung unangetastet bleiben die Amazon-Regeln zu Kundenretouren und Erstattungen im Hinblick auf das Verhältnis zu den Kunden.

 

Bislang mussten die Händler einseitig die Kosten und sonstigen Folgen einer von Amazon getroffenen Erstattungsentscheidung tragen. Halten sie die Retoure für unberechtigt, können sie nach den neuen Regelungen Widerspruch einlegen und ggf. einen Ausgleichsanspruch gegenüber Amazon geltend machen.

 

- Produktinformation und Nutzungsrechte:

 

Die Händler mussten Amazon bislang sehr weitreichende Rechte zur Nutzung der eigenen Produktmaterialien, wie Informationen, Beschreibungen, Bilder etc. einräumen. Händler mussten dem Amazon-Marktplatz außerdem Produktmaterial zur Verfügung stellen, das qualitativ ebenso hochwertig ist wie das von ihnen in anderen Vertriebskanälen verwendete Material („Paritätsvorgabe“).

 

Die angepassten Regelungen enthalten hinsichtlich der Nutzungsrechte Verbesserungen und Klarstellungen im Sinne der Händler. Insbesondere ist die zulässige Nutzung durch Amazon nun auf bestimmte Verwendungszwecke beschränkt. Die sogenannte „Paritätsvorgabe“ entfällt. Künftig sind daher hochwertigere bzw. speziellere Produktinformationen und Darstellungen auf anderen Webseiten möglich. Anforderungen von Amazon an die Qualität des Produktmaterials bleiben aber weiterhin zulässig. Diese Änderung unterstützt die Möglichkeiten von Händlern und Herstellern, mit eigenen Internetseiten in den Wettbewerb zum Amazon-Marktplatz zu treten. 

 

- Geheimhaltung:

 

Öffentliche Äußerungen der Händler zu der Geschäftsbeziehung zu Amazon sind bislang nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von Amazon erlaubt gewesen.

 

Die diesbezügliche Klausel wird weitgehend reduziert.

 

- Transparenz:

 

Das Bundeskartellamt hat dafür Sorge getragen, dass es für Händler künftig einfacher wird, die geltenden Regelungen überhaupt zu identifizieren. Die Regelungen werden künftig besser auffindbar sein. Änderungen werden mit einer Frist von 15 Tagen vorher angekündigt.

 

- Produktrezensionen und Verkäuferbewertungen:

 

Von zahlreichen Händlern wurde auch die Praxis von Amazon bei Bewertungen beanstandet. Es wurde kritisiert, dass Amazon Verkäufe von Amazon als Händler (Amazon Retail) gegenüber den Verkäufen von Marktplatzhändlern in dieser Hinsicht bevorzugen würde, insbesondere weil über Drittanbieter eingeholte Produktbewertungen von der Plattform entfernt werden. Amazon hat vorgetragen, dass es ein erhebliches Risiko von falschen und manipulativen Bewertungen gibt und Amazon das Problem grundsätzlich angehen möchte. Vor allem soll das bislang nur den Lieferanten von Amazon Retail zugängliche eigene Bewertungsprogramm „Vine“ schrittweise für solche Marktplatzhändler geöffnet werden, die Inhaber einer bei Amazon registrierten Marke sind.

 

Von weiteren Anforderungen für die Regelungen zu Produktbewertungen hat das Bundeskartellamt deshalb sowie vor dem Hintergrund der laufenden Sektoruntersuchung „Nutzerbewertungen“ (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 23. Mai 2019) und der laufenden Untersuchungen der Europäischen Kommission zu Amazon (siehe unten) zunächst abgesehen.

 

Auf dem Markplatz amazon.de waren 2018 mehr als 300.000 Dritthändler tätig. Bezogen auf das Handelsvolumen von Dritthändlern auf dem Marktplatz amazon.de stammen 60-65 Prozent von deutschen Händlern, 20-25 Prozent von außereuropäischen Händlern und 10-15 Prozent von Händlern aus sonstigen europäischen Ländern, darunter weniger als 2 Prozent von Händlern aus Österreich und in noch weit geringerem Umfang aus Luxemburg. Mehr als 95 Prozent des Gesamthandelsvolumens auf amazon.de entfällt auf deutsche oder österreichische Kunden. 2018 wurden auf amazon.de mehr als 300 Mio. verschiedene Artikel (ASIN) angeboten und ca. 1,3 Mrd. Produkte verkauft. Das (netto) Handelsvolumen des deutschen Marktplatzes betrug im Jahr 2018 weit mehr als 20 Mrd. Euro. Amazon.de ist damit der mit Abstand größte der fünf europäischen Marktplätze von Amazon. Bezogen auf die fünf europäischen Marktplätze macht der deutsche Marktplatz 40-50 Prozent aus, danach folgen der britische und dann die drei übrigen Marktplätze (amazon.fr, amazon.es, amazon.it). Von den 37 Mio. Kunden in 2018, die mindestens ein Produkt auf dem deutschen Marktplatz gekauft haben, stammen über 80 Prozent aus Deutschland und 5-10 Prozent aus Österreich. Das Handelsvolumen auf amazon.de stammt zu 40-45 Prozent von der eigenen Retail-Sparte von Amazon und zu 55-60 Prozent von Dritthändlern. Im Jahr 2018 wurden von Amazon auf dem deutschen Marktplatz mehr als 250.000 Verkäufer-Konten dauerhaft und mehr als 30.000 Verkäufer-Konten vorübergehend gesperrt. Grund waren vor allem Betrugsvorwürfe (daneben Verletzung gewerblicher Schutzrechte und Produktfälschungen).

 

Während des Verfahrens hat sich das Bundeskartellamt intensiv mit der Europäischen Kommission ausgetauscht, die auf Basis des europäischen Kartellrechts weiterhin vor allem die Erhebung und die Nutzung von Transaktionsdaten durch Amazon untersucht. Die Kommission befasst sich dabei insbesondere mit dem Datengebrauch durch Amazon sowie dessen Auswirkungen auf die Marktplatzhändler.

 

Darüber hinaus hat sich das Bundeskartellamt mit zahlreichen nationalen Wettbewerbsbehörden in Europa sowie außerhalb Europas über den Verfahrensgegenstand ausgetauscht. Intensive Gespräche gab es insbesondere auch mit den Wettbewerbsbehörden in Österreich (Bundeswettbewerbsbehörde) und von Luxemburg (Conseil de la concurrence), da diese auch eigene Missbrauchsverfahren gegen Amazon geführt und ermittelt haben. Bundeskartellamt

Amazon führt Transparency in Europa, Indien und Kanada ein – einen Authentifizierungsservice, der Fälschungen umfangreich verhindern soll

Amazon (NASDAQ:AMZN) hat bekannt gegeben, seinen Authentifizierungsservice Transparency auf Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Indien und Kanada auszuweiten. Mit Transparency erstellen Markeninhaber eindeutige Codes, die sie auf ihren Produkten anbringen. Kunden, Markeninhaber, Amazon und weitere Akteure der Lieferkette können so jede Produkteinheit eindeutig authentifizieren. Das schützt Marken und Kunden besser vor Fälschungen. Die eindeutige Authentifizierung  jeder Produkteinheit ist der effektivste Weg, um Fälschungen über die gesamte Lieferkette hinweg zu bekämpfen und zu verhindern. Die geographische Ausweitung von Transparency auf weitere Länder ist Amazons jüngste der permanenten Investitionen in skalierbare, technologiegetriebene Lösungen, um Fälschungen zu verhindern. 

 

„Fälschungen sind ein branchenweites Problem – online und offline. Wir sind davon überzeugt, dass die besten Lösungen gegen Fälschungen auf Partnerschaften basieren, in denen Amazons technologische Innovationen mit dem umfangreichen Wissen der Markeninhaber kombiniert werden“, sagte Dharmesh Mehta, Amazon Vice President, Customer Trust and Partner Support. „Wir haben Transparency entwickelt, um Markeninhabern eine einfache, skalierbare Lösung an die Hand zu geben, mit der sie und Amazon selbst, Produkte über die gesamte Lieferkette authentifizieren und Fälschungen stoppen können, bevor sie einen Kunden erreichen.“

 

Transparency ist ein Authentifizierungsservice, der einen eindeutigen Code für jede Produkteinheit generiert. Markenhändler bringen diesen Code auf ihren Produkten an. Jedes Mal, wenn eines dieser Produkte auf Amazons Webseiten bestellt wird, scannt und verifiziert Amazon den Code. Das stellt sicher, dass nur echte Produkte den Kunden erreichen. Darüber hinaus können Kunden den Code mit einer App scannen und die Authentizität selbst überprüfen – unabhängig davon, wo sie ihr Produkt gekauft haben. Markeninhaber können über Transparency auch weitere Angaben bereitstellen, wie Produktionsdatum und -ort oder ergänzende Produktinformationen geben (z.B. Inhaltsstoffe).

 

Mehr als 4.000 Marken nehmen an Transparency in den USA teil, vom Startup bis zum Fortune-500Unternehmen. Jeden Monat kommen Hunderte weiterer Marken hinzu. 300 Millionen eindeutige Codes wurden für diese Marken bereits generiert. Dadurch konnte Amazon proaktiv verhindern, dass 250.000 Fälschungen von Transparency-fähigen Produkten den Kunden erreichen. 2019 hat es keine einzige Meldung zu Fälschungen von Produkten gegeben, die vollständig in Transparency integriert waren – weder von Markeninhabern noch von Kunden, die diese Produkte bei Amazon gekauft haben.  

 

Amerikanische Verkaufspartner berichten von ihren Erfahrungen: „Amazons proaktiver Ansatz und Investitionen in Tools wie Transparency ermöglichen es uns, das Vertrauen der Verbraucher in unsere Produkte zu stärken und zu verhindern, dass gefälschte Produkte in die Hände unserer Kunden gelangen“, sagte Matt Petersen, CEO von Neato Robotics, die intelligente Staubsaugerroboter herstellen. 

 

„Es war schon immer eine große Herausforderung für uns, Fälschungen von Grund auf zu bekämpfen – und das betrifft alle Markeninhaber auf fast allen Kanälen überall auf der Welt“, sagt Bill Mei, CEO bei Cowin, Hersteller von Noise-Cancelling-Kopfhörern. „Seit wir Transparency beigetreten sind, hat sich das Thema Fälschungen bei all unseren Produkten erledigt, die durch das Programm geschützt sind.“ Amazon

E-COMMERCE-PLUS VON 11,3 PROZENT IM 1. HALBJAHR 2019

Auch im 1. Halbjahr 2019 bleibt der E-Commerce weiterhin Treiber im Online-Handel und legt insgesamt mit einem Plus um 11,3 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 zu. Die aktuellen Zahlen der großen Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) bestätigen dies auch für das 2. Quartal 2019. „Fast moving consumer goods“ wie Lebensmittel oder Drogerie-Waren wachsen am Stärksten.

 

Im Zeitraum April bis Juni 2019 gaben die Verbraucher im Online-Handel 2019 17.363 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 15.600 Mio. EUR inkl. USt) aus. Im 2. Quartal 2019 kauften die deutschen Verbraucher Waren im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) für 17.964 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 16.369 Mio. EUR inkl. USt). Der Online-Handel hat somit einen Anteil von 96,7 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4.810 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 4.608 Mio. EUR inkl. USt) und damit ein Plus von 4,4 Prozent.

 

Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf)

„Täglicher Bedarf“ ist im Online-Handel nicht mehr wegzudenken. Das Gesamtvolumen des Warengruppen-Cluster stieg daher auch um insgesamt 14,2 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 1.249 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.094 Mio. EUR inkl. USt). Die große Akzeptanz Lebensmittel online zu bestellen, bescherte dem 2. Quartal 2019 einen Online-Umsatz von 407 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 346 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 17,9 Prozent.

 

„Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass der Online- und Versandhandel heute schon die Grundversorgung gemeinsam mit seinen belastbaren und effizienten Zustellpartnern sichert“, so bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. „Diese Chance sollte die Bundesregierung stärker nutzen, um Teilhabe auch an Kultur- oder Gesundheitsleistungen in strukturschwächeren Regionen zu unterstützen.“

 

Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus- /Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte)

In der Kategorie Möbel, Lampen und Dekoration zeigte sich nachhaltig hohes Wachstumspotential. Hier stieg der Online-Umsatz im 2. Quartal 2019 um 14,4 Prozent auf 1.241 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.084 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel)

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 2. Quartal 2019 auf 2.209 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.979 Mio. EUR inkl. USt) um 11,6 Prozent. Der Bereich DIY und Blumen bescherte dem 2. Quartal 2019 einen Online-Umsatz von 720 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 632 Mio. EUR inkl. USt) und einen Anstieg um 14,0 Prozent. Hobby und Freizeitartikel stiegen im 2. Quartal 2019 um 12,3 Prozent auf 745 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 664 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Bekleidung inkl. Schuhe“

Der Mode-Onlinehandel hat sich von der Schwäche im stationären Handel im ersten Halbjahr deutlich abkoppeln können. In der Kategorie Bekleidung verzeichnet die Branche ein Wachstum von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der entsprechende Umsatz erhöhte sich auf 3.206 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 2.818 Mio. EUR inkl. USt). Im 2. Quartal 2019 lag das Wachstum für den Bereich Schuhe bei 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 1.015 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 926 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Ebooks/Hörbücher, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation)

Die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele verzeichnete im 2. Quartal 2019 Umsätze von 1.526 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.376 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 10,9 Prozent. Der Bereich Elektronikartikel und Telekommunikation wuchs online um 10,3 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 3.359 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 3.044 Mio. EUR inkl. USt). Die Online-Umsätze bei Büchern und E-Books stiegen um 6,3 Prozent und lagen bei 917 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 863 Mio. EUR inkl. USt).

 

Online-Marktplätze mit über 8 Mrd. Euro Quartalsumsatz im E-Commerce

Im 2. Quartal zogen die Multichannel-Versender zwar weiterhin gegenüber den Online-Marktplätzen nach, aber in absoluten Zahlen kaufen die Deutschen immer mehr bei Letzteren online ein. Die Kategorie „Multichannel“ mit E-Commerce-Anbietern aus dem stationären Einzelhandel und Katalog-Versandhandel wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 Prozent und erreichte einen Umsatz von 6.215 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 5.600 Mio. EUR inkl. USt). Darunter verzeichneten die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft ein nur unterdurchschnittliches Plus von 5,9 Prozent. Die Umsätze lagen bei 2.691 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 2.541 Mio. EUR). Mit einem weiteren Wachstum von 13,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 8.020 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 7.098 Mio. EUR inkl. USt) besetzten die Online-Marktplätze wieder fast die Hälfte des Gesamtumsatzes.

 

Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des bevh 2019 die 70 Mrd. Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Mrd. Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Mrd. Euro brutto. bevh

EHI veröffentlicht Studie zu Inventurdifferenzen im deutschen Handel

Die Rasierklingen verschwinden in der Jackentasche oder das Parfum in der Handtasche. „Im Handel wird nach wie vor gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist“, erklärt Frank Horst, Sicherheitsexperte vom EHI, „trotz aufwändiger Präventivmaßnahmen summieren sich die Verluste in 2018 auf 4,3 Mrd. Euro.“ Nach 4,1 Mrd. Euro in 2017 bedeutet das eine Steigerung von fast 5 Prozent, so die Studie „Inventurdifferenzen 2019“. Welche Zusammenhänge bestehen und welche Trends es bei Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen gibt, erläutert Frank Horst heute auf dem „EHI Inventur- und Sicherheitskongress 2019“ in Köln.

 

Eine Milliarde zu Lasten von Mitarbeitern. Von den 4,3 Mrd. Euro – branchengewichtete Hochrechnung für den gesamten deutschen Einzelhandel – entfallen rund 3,75 Mrd. Euro auf Diebstahl, davon rund 2,38 Milliarden Euro auf Diebstähle durch Kunden, den eigenen Mitarbeitern/innen werden gut eine Milliarde angelastet, und Lieferanten sowie Servicekräften werden 350 Millionen Euro an Warenverlusten im Jahr zugerechnet. Statistisch gesehen entfällt auf jeden Haushalt in Deutschland jährlich ein Warenwert von fast 60 Euro, der nicht bezahlt wird. Auf den Lebensmittelhandel projiziert bedeutet dies, dass nach wie vor rund jeder 200. Einkaufswagen unbezahlt die Kasse passiert. 560 Mio. Euro entstehen durch organisatorische Mängel wie falsche Preisauszeichnung oder nicht erfasster Bruch und Verderb.

 

Der ehrliche Kunde zahlt mit. Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmer haben sich die Inventurergebnisse in Prozentpunkten im Vergleich zu 2017 verschlechtert. Eine durchschnittliche Inventurdifferenz von 0,63 Prozent – bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz – schmälert die Renditen im Einzelhandel erheblich. Bewertet zu Verkaufspreisen in Relation zum Bruttoumsatz entspricht dies in branchengewichteter Hochrechnung einem Wert von durchschnittlich 1 Prozent des Umsatzes. Hinzu kommen jährliche Ausgaben des Handels von rund 1,45 Milliarden Euro für Präventions- und Sicherungsmaßnahmen, um seine Waren vor Diebstählen zu schützen. Insgesamt gehen dem Handel damit durch Inventurdifferenzen und Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen rund 1,34 Prozent seines Umsatzes verloren, die letztlich jeder Kunde mit bezahlt.

 

Erneuter Rückgang der Ladendiebstahlsanzeigen. 2018 sind die angezeigten Ladendiebstähle laut polizei­licher Kriminalstatistik um 4,1 Prozent zurückgegangen auf insgesamt 339.021 Fälle (Vorjahr 353.384). Wäh­rend die Zahl der einfachen Ladendiebstähle seit 1997 nahezu kontinuierlich gesunken ist, haben sich schwe­re Ladendiebstähle in den letzten zwölf Jahren nahezu verdreifacht. Durch die hohe Dunkelziffer von über 98 Prozent besitzt die Statistik nur eine eingeschränk­te Aussagefähigkeit. Aus dem durchschnittlichen Scha­den aller angezeigten Diebstähle und dem tatsächlichen Schaden im Handel ergibt sich, dass jährlich rechne­risch über 23 Millionen Ladendiebstähle mit je einem Warenwert von 100 Euro unentdeckt bleiben. EHI

EK/servicegroup - Young Networker trafen sich im dänischen Billund

Nach dem letzten Fachtreffen im April in Zürich führte der Weg von knapp 30 jungen Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Mitgliederkreis der  EK/servicegroup vom 22. bis 24. Juni 2019 ins dänische Billund. Auf dem Veranstaltungsprogramm standen u. a. ein Impulsvortrag zum Thema „Versicherungen“, ein Instagram-Workshop, Abstecher in die Welt der Lego-Steine und der auf dem Weg liegende Besuch eines Kollegen-Fachgeschäftes.

 

Zum Auftakt des Fachprogramms rückte das oft leidige, aber immer unumgängliche Versicherungsthema in den Mittelpunkt. André Salau, von der Verbraucherberatungsstelle für Versicherungen, verdeutlichte in seinem Impulsvortrag, wie schnell eine Unterversicherung die unternehmerische Existenz gefährdet. Welche Versicherungen sind wichtig, was gilt es vor Abschluss und im Schadensfall zu beachten? Hier bekamen die Networker die passenden Antworten.

 

Anschließend vermittelte EK Experte Sven Scheffler in einem Workshop die Basics im Umgang mit Instagram. Dazu gehören u. a. das Anlegen und Bearbeiten eines Unternehmensprofils. Die große Social-MediaPlattform bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Steigerung von Bekanntheit, Kundenfrequenz und Umsatz. Im Workshop posteten die Jungunternehmer dafür neu erstellte Storys sowie andere Beiträge und erfuhren alles über Funktionen wie „Kommentieren, Folgen, Liken“, die Interaktion mit Followern, das Erstellen von Gewinnspielen u. v. m.

 

Billund ist LEGO. Wer nach Billund fährt, kommt an LEGO nicht vorbei. So nahmen die Networker im Rahmen der Veranstaltung an einer geführten Tour durch

das mit 25 Millionen LEGO-Steinen gefüllte „LEGO House – Home of the Brick“ teil, tauchten einen langen Nachmittag in die Erlebniswelten des LEGOLAND ein und erhielten auf der LEGO Factory Tour Einblicke in die Produktion der bunten Steine, die das Fundament eines der weltgrößten Unternehmen der Spielwarenbranche bilden: Allein in Billund werden täglich millionenfach Teile produziert.

 

Besuch bei einem Young Network-Mitglied. Fast schon Tradition bei Young Network-Fachtreffen hat der Besuch eines nahegelegenen bzw. „auf dem Heimweg“ liegenden Mitgliedshauses. Ziel war diesmal Flintbek im Kreis RendsburgEckernförde in Schleswig-Holstein. Hier leitet Imke Janneck das Kaufhaus „Renner Haus + Garten“ und ist nicht nur in Sachen Spielwaren eine ausgewiesene Expertin. Gern führte die junge Inhaberin ihre Network-Kollegen durch die vielfältigen Einkaufswelten des etablierten Kaufhauses im Norden.

 

Unter dem Strich war auch dieses Fachtreffen wieder ein voller Erfolg oder, wie es ein Teilnehmer ausdrückte, „eine Veranstaltung aus einem Guss, die mich nicht nur unternehmerisch, sondern auch persönlich weitergebracht hat. Eben genauso wie es bei Young Network sein soll!“ Zum unabhängigen Netzwerk der EK Junioren zählen aktuell über 100 junge Unternehmerinnen und Unternehmer aus fünf Ländern. EK/servicegroup

Einzelhandelsberufe gehören erneut zu den beliebtesten Berufen

Die beiden Kernberufe des Einzelhandels Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/in gehörten 2017 wie schon in den Jahren zuvor zu den beliebtesten Berufen. Das zeigen heute veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts.

 

In der Gesamtbetrachtung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge rangiert der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel erneut auf Platz 1 und der/die Verkäufer/in auf Platz 3. Insgesamt wurden in diesen beiden Berufen weit über 50.000 Verträge unterschrieben, das sind rund zehn Prozent aller abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland. „Die beiden Kernberufe des Einzelhandels gehören erneut zu den beliebtesten Berufen in Deutschland“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Bei den TOP-5-Ausbildungsberufen mit Realschul- oder vergleichbarem Abschluss rangieren der dreijährige Ausbildungsberuf Kaufleute im Einzelhandel auf Platz 1 und die Verkäufer auf Platz 5. Bei den TOP-5-Ausbildungsberufen mit Hauptschulabschluss liegt der zweijährige Ausbildungsberuf Verkäufer klar auf Platz 1 und die Kaufleute im Einzelhandel auf Platz 2.

 

Den Grund für die Beliebtheit der Handelsberufe sieht Genth vor allem in den vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. „In keiner anderen Branche kann man mit einer Ausbildung so viel erreichen: 80 Prozent der Führungskräfte im Einzelhandel haben ihre Karriere mit einer Ausbildung begonnen“, so Genth weiter. Aber auch für den Handel werde der Kampf um die jungen Talente aufgrund des demografischen Wandels und des anhaltenden Trends zur Akademisierung härter. Deshalb startete der HDE im letzten Monat eine digitale Azubi-Informations-Kampagne. HDE

Amazon beeinflusst ein Drittel des gesamten Nonfood-Handels

Analysen zur deutschen Handelslandschaft kommen um Amazon nicht mehr herum. Warum das so ist, verdeutlicht die neue IFH-Studie „Gatekeeper Amazon – Vom Suchen und Finden des eigenen Erfolgswegs“ eindrücklich. Wachstumsimpulse generiert Amazon aktuell vor allem aus dem Marktplatzgeschäft, so ist das Eigenhandelsgeschäft 2018 nur um 2,2 Prozent gewachsen. Doch Amazon ist längst kein reines Onlinephänomen mehr. Die Studie zeigt detailliert auf, wie stark der Einfluss des Onlinegiganten auf die gesamte deutsche Handelslandschaft ist. Und dieser Einfluss wächst massiv. Rund 31 Prozent aller Umsätze im Nonfood-Bereich – egal ob online oder stationär – sind schon heute von Amazon abhängig. Ganze sieben Prozent sind Umsatz des Handelsriesen selbst, die übrigen 24 Prozent entfallen auf Umsätze, die direkt von Amazon beeinflusst werden – zum Beispiel durch die Informationssuche auf der Onlineplattform. Selbst in der vermeintlich amazon-schwachen Fashion-Branche ist rund ein Viertel des Marktvolumens von Amazon abhängig. In anderen Branchen fällt dieser Anteil deutlich höher aus.

 

Relevanz als Informationsquelle nimmt kanal- und branchenübergreifend weiter zu. Die Abhängigkeit der Handelsumsätze von Amazon hängt in erster Linie eng mit dem veränderten Informationsverhalten der KonsumentInnen zusammen. So nutzen immer mehr KonsumentInnen sowohl vor dem Onlinekauf als auch vor dem stationären Kauf Amazon als Informationsquelle. Die Studie zeigt: Durchschnittlich 60 Prozent der Onlinekäufe und 27 Prozent aller stationären Käufe geht eine Recherche bei Amazon voraus. Im Bereich „CE & Elektro“ ist dieses KonsumentInnenverhalten besonders weit verbreitet. Bei rund 67 Prozent der Onlinekäufe und 44 Prozent der Anschaffungen im stationären Handel wird vorab bei Amazon recherchiert. Insgesamt steigt der Anteil der Onlineinformationssuche bei Amazon in der Mehrheit der Branchen teilweise deutlich an und der Einfluss Amazons auf den gesamten Handel nimmt dadurch weiter zu.

 

„Für Handelsakteure ist es essenziell Amazon ganzheitlich auf dem Schirm zu haben. Reiner Konkurrent im Onlinehandel ist Amazon längst nicht mehr. Anbieter, die nicht maßgeblich an ihrer Positionierung arbeiten und hierin investieren, werden zukünftig nicht mehr als relevante Anlauf- und Kauforte wahrgenommen“, so Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung des IFH Köln.

 

Preise, Bewertungen und Empfehlungen sind gefragt. Vor dem Kauf – egal ob online oder im Ladengeschäft – nutzen die KonsumentInnen Amazon vor allem als Preisanker, als Informationsquelle für Produktbewertungen anderer KundInnen und für Produktempfehlungen. Vor allem die Kundenbewertungen der Amazon-Community liegen hoch im Kurs: Nur 10 Prozent der AmazonkundInnen vertrauen nicht auf die Kundenbewertung mit Sternen. Auch Amazon-Bestseller und Amazons Choice-Produkte genießen einen hohen Vertrauensvorschuss: Lediglich 17 bzw. 19 Prozent der AmazonkundInnen vertrauen diesen Kennzeichnungen nicht. IFH Köln

Jahresversammlungen der VEDES Gruppe

Ende Juni fanden die Jahrestagungen 2019 der VEDES Gruppe in der Nürnberger Zentrale statt. Den Anfang machte die Hauptversammlung der VEDES AG am Mittwoch, 26. Juni 2019.

 

Wie immer führte der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Wiedmann gewohnt souverän durch die VEDES Hauptversammlung. Neben den üblichen Formalien stellte er vor allem das 115. Jubiläum der VEDES in den Fokus: „Am 6. März 1904 haben sich in Leipzig 14 Spielwarenfachhändler zur Vereinigung Deutscher Spielwaren-Fachgeschäfte eG zusammengeschlossen und damit den Grundstein für die heutige VEDES gelegt. Ziel dieses Schulterschlusses war es, die eigene Markt-kraft zu bündeln, um dadurch gemeinsam Einkaufsvorteile zu erzielen. Ich glaube, keiner der Gründungsväter hat damals mit dieser Erfolgsgeschichte gerechnet. Als klassische Einkaufsgenossenschaft gegründet, ist die VEDES heute eines der führenden Handelsunternehmen für Spiel, Freizeit und Familie in Europa und bedient im Großhandel inzwischen alle Marktteilnehmer aus einer Hand.“

 

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Märtz erläuterte in seinem Bericht die Zahlen, Daten und Fakten des vergangenen Geschäftsjahres und berichtete über die aktuelle Situation der gesamten Unternehmensgruppe. Im Anschluss wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach trat der Aktionärsvertreter Ralf Viehweg zu seiner Wiederwahl in den Aufsichtsrat an und wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt. Auf Arbeitnehmerseite schied wegen Ablauf seiner Amtszeit Andreas Cromme aus dem Aufsichtsrat aus. Er wurde gemäß DrittelbG am 4. Juni 2019 für eine weitere Amtszeit gewählt, die er mit Wirkung zum 27. Juni 2019 antrat. Somit setzt sich der Aufsichtsrat der VEDES AG unverändert wie folgt zusammen:

  • Rainer Wiedmann Backnang (Vorsitzender)
  • Bodo Meyer Georgsmarienhütte (stellvertr. Vorsitzender)
  • Christiane Barth Darmstadt 
  • Andreas Cromme Mettingen 
  • Manon Motulsky Wiesbaden 
  • Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 
  • Stephan Sendner Lotte 
  • Ralf Viehweg Annaberg-Buchholz 
  • Stefan Wittmann Nürnberg 

Am darauffolgenden Donnerstagvormittag fand die Gesellschafterversammlung der SPIELZEUG-RING GmbH & Co. KG statt. Geschäftsführerin Manon Motulsky war sichtlich stolz auf das Jubiläum der Vereinigung: „Seit 50 Jahren gibt es nun unseren SPIELZEUG-RING. Wir haben uns seit unserer Gründung im Jahr 1969 als starke Gemeinschaft im Spielwarenfachhandel etabliert und sind eine wichtige Säule der VEDES Gruppe. Ich bin sehr stolz darauf, Mitglied und Geschäftsführerin dieses Verbandes zu sein!“

  

Auch beim SPIELZEUG-RING wurden Geschäftsführung und Beirat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach standen die Beiratswahlen an: Birgit Nagel schied turnusgemäß aus dem Beirat aus, stellte sich zur Wiederwahl und wurde in ihrem Amt bestätigt. Somit setzt sich der fünfköpfige Beirat des SPIELZEUG-RINGs ebenso unverändert aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Thomas Stockklauser Reit im Winkel (Vorsitzender) 
  • Jürgen Möhnle Nördlingen (stellvertr. Vorsitzender) 
  • Maria Habermeyer Neuburg an der Donau 
  • Florian Huber Mittersill (Österreich) 
  • Birgit Nagel Waldkirchen 

Am Donnerstagnachmittag fand die Generalversammlung der VEDES eG statt, in der gleich mehrere Jubiläen im Fokus standen, denn nicht nur die VEDES feiert 115 Jahre, sondern auch zahlreiche Mitgliedsbetriebe haben 2019 Grund zum Feiern. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Wiedmann ließ es sich nicht nehmen, den anwesenden Jubilaren persönlich zu gratulieren und im Zuge je-dem eine Flasche Champagner zu überreichen:

  • 175 Jahre David Faix & Söhne: Christiane Barth Darmstadt 
  • 140 Jahre Heiges Spielwaren: Andreas Walter Esslingen 
  • 70 Jahre Spielwaren Letzel: Günther Letzel Heilbronn 
  • 25 Jahren Spiel+Freizeit Peppinghaus: Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 

Im Anschluss wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach standen auch hier Wahlen zum Aufsichtsrat an: Christiane Barth und Hildegard Peppinghaus schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus, stellten sich zur Wiederwahl und wurden beide in ihren Ämtern bestätigt. In der im Anschluss an die Generalversammlung stattfindenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurden Rainer Wiedmann als Vorsitzender und Bodo Meyer als sein Stellvertreter bestätigt. Der fünfköpfige Aufsichtsrat der VEDES eG setzt sich somit ebenfalls unverändert aus den folgenden fünf Mitgliedern zusammen:

  • Rainer Wiedmann Backnang (Vorsitzender) 
  • Bodo Meyer Georgsmarienhütte (stellvertr. Vorsitzender) 
  • Christiane Barth Darmstadt 
  • Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 
  • Ralf Viehweg Annaberg-Buchholz 

VEDES