Handel

Der TOYS & GAMES Report - das Fachmagazin für Entscheider*innen aus Toys, Licensing und Entertainment. 

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Großes Ausbildungsangebot im Handel: Noch viele offene Stellen

Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Juli 2022 zeigen, dass die Handelsunternehmen in Deutschland ein stetig wachsendes Angebot an Ausbildungsplätzen bieten und damit ihre Fachkräftesicherung weiter fest im Blick haben.

 

Eine Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz ist auch aktuell noch möglich, viele Stellen sind derzeit noch unbesetzt.

 

Am Ausbildungsangebot mangelt es nicht: So verzeichnet die BA die zahlenmäßig meisten Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel sowie für Verkäuferinnen und Verkäufer, insgesamt 13 Prozent aller angebotenen Stellen. Handelsunternehmen bieten für das beginnende Ausbildungsjahr 2022/2023 rund 35.100 Stellen für eine Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel (+0,6% zum Vorjahresmonat) sowie für die Ausbildung zum Verkäufer oder zur Verkäuferin 30.200 Stellen (+ 22,3% zum Vorjahresmonat) an. Auch die Abiturientenprogramme des Handels, ein dreijähriges kombiniertes Qualifizierungsprogramm aus Aus- und Fortbildung, schaffen es mit insgesamt 11.300 angebotenen Stellen (+15,3% zum Vorjahresmonat) in die Top 10 des Ausbildungsmarktrankings. Gleichzeitig meldet die Bundessagentur aber für die Kaufleute im Einzelhandel noch 18.400 sowie für die Verkäufer 18.000 unbesetzte Stellen.

 

„Die Handelsunternehmen haben ihre Fachkräftescherung fest im Blick und wollen ihren Bedarf zuvörderst mit eigens ausgebildeten Fachkräften decken, dafür nutzen sie ihr gesamtes Angebot: Über 60 zwei- und dreijährige Ausbildungen, Abiturientenprogramme und duale Studiengänge“, so Katharina Weinert, HDE-Abteilungsleiterin für Bildungspolitik und Berufsbildung. Die beiden Kernberufe des Einzelhandels gehören jedes Jahr zu den beliebtesten Berufen in Deutschland. Spitzenreiter ist dabei der dreijährige Beruf Kaufleute im Einzelhandel, dicht gefolgt vom zweijährigen Ausbildungsberuf Verkäufer.

 

„Die Karrierechancen im Handel sind für Absolventen einer dualen Ausbildung und eines Studiums gleichermaßen gut. In keiner anderen Branche kann man über beide Karrierewege so schnell in Führungsverantwortung kommen, wie im Einzelhandel. Den Schwerpunkt bei der Fachkräftegewinnung legen die Handelsunternehmen aber nach wie vor auf die duale Ausbildung. Über 80 Prozent der Führungskräfte im Einzelhandel haben ihre Karriere mit einer Ausbildung begonnen“, so Weinert weiter. Allerdings sieht der HDE auch die Herausforderungen bei den Handelsunternehmen, denn voraussichtlich können durch den seit 2017 allgemein verzeichneten Bewerberrückgang nicht alle offenen Ausbildungsstellen besetzt werden. „In den Sommermonaten werden regulär noch viele Ausbildungsstellen besetzt. Wir gehen davon aus, dass sich die Stellenbesetzung in diesem Jahr erneut bis weit in den Herbst hineinziehen wird. Bewerberinnen und Bewerber haben aktuell noch sehr gute Chancen, einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel zu bekommen“, so Weinert. Der HDE fordert von der Politik mehr Aufmerksamkeit für die Berufliche Bildung. Jungen Menschen müsse die Attraktivität einer dualen Ausbildung deutlicher kommuniziert werden, denn die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und eine gute berufliche Laufbahn stehen im Handel sehr gut. In diesem Zusammenhang fordert der HDE den Ausbau von digitalen Berufsorientierungsangeboten, ebenso wie eine verlässliche Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen und bei den Arbeitsagenturen. Zudem müssen die beruflichen Schulen attraktiver werden. Hier geht es um eine Investitions- und Innovationsoffensive bei den Ausbildungskonzepten, die moderne technische Ausstattung und um Weiterbildungen für Lehrkräfte. Dabei sieht der HDE Bund und Länder gemeinsam gefordert. HDE

Konsumgütermärkte unter Druck: Wachstum gekoppelt an Preissteigerungen

| 04.08.2022 | Trotz steigender Umsätze der Konsumgüter- und Einzelhandelsbranchen steht der deutsche Einzelhandel unter Druck. Das Umsatzwachstum ist vor allem preisgetrieben. Bis 2023 ist trotz Nachholeffekten einiger Branchen insgesamt ein eher schwaches Wachstum zu erwarten. Die einzelnen Konsumgütermärkte zeigen dabei stark unterschiedliche Konjunkturen. 

 

Lieferengpässe, Preissteigerungen, Energieknappheit: Die Herausforderungen für die Konsumgütermärkte und den Einzelhandel sind im Angesicht von Coronapandemie und Ukrainekrise größer denn je. Um diese Dynamiken genauer einordnen zu können, hat das IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung den Status quo und die zukünftige Trendentwicklung 2022/2023 der Konsumgüter- und Einzelhandelsbranchen analysiert. Das Ergebnis: Trotz nominal steigender Umsätze steht der Handel durch branchenübergreifende Preissteigerungen und Konsumzurückhaltung stark unter Druck.

 

„Die deutschen Konsumgütermärkte haben 2021 trotz Lockdowns in Summe profitiert und realisieren nominale Wachstumsraten zwischen -0,1 Prozent und 6,1 Prozent gegenüber 2020.  Dabei konnten jedoch nicht alle Branchen das Umsatzniveau von 2019 wieder erreichen. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 2022 beobachten wir teilweise hohe Umsatzzuwächse bei den institutionellen Fachhandelszweigen gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten, vor allem im Bereich Nonfood“, resümiert Dr. Susanne Eichholz-Klein, Bereichsleiterin Market Insights und Mitglied der Geschäftsleitung am IFH KÖLN. 

 

So lag im Mai 2022 der Umsatzzuwachs des Nonfoodfachhandels gegenüber den Vergleichsmonaten 2021 bei 25,2 Prozent, gegenüber 2019 bei einem nominalen Umsatzplus von 6,5 Prozent. Aber: Angesichts deutlicher Preissteigerungen bedeutet das Umsatzplus nur geringe reale Umsatzzuwächse von unter einem Prozent. Die von den Konsumentinnen und Konsumenten wahrgenommenen Preiserhöhungen führen vor allem zu Sparverhalten und strategischem Einsatz von Haushaltsbudgets, insbesondere im Bereich Lebensmittel.

 

„Über alle Branchen hinweg dominieren Preissteigerungen und Lieferengpässe das Tagesgeschehen. Auf Seiten der Konsumentinnen und Konsumenten herrscht Verunsicherung, verzichtbarer Konsum wird stark reduziert, größere Investitionen werden aufgeschoben. Das Marktumfeld für den deutschen Einzelhandel bleibt damit trotz steigender Umsätze herausfordernd und die Nachfrage nach spezialisierter Beratung hoch. In einigen Teilbranchen ist eine Fortsetzung der Konsolidierung möglich“, prognostiziert Dr. Johannes Berentzen, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung.

 

Perspektive 2023

Die weitere Entwicklung der Konsumgüterbranchen ist aktuell von großen Unsicherheiten geprägt. Die Prognose für das nächste Jahr 2023 geht in Summe für alle Handelsbranchen von einem Szenariokorridor zwischen 1,0 Prozent und 2,5 Prozent aus. Das liegt trotz erwarteter weiterer Preiserhöhungen nominal unter den langjährigen Wachstumsraten und bringt bei einem Teil der Branchen reale Umsatzverluste und bei den übrigen Branchen reale Umsatzzuwächse – wenn auch im Promillebereich – mit sich. Die höchsten Wachstumsraten können nach den Szenarioberechnungen des IFH KÖLN vor allem die Fashionbranchen und die Märkte rund um Freizeit/Hobby – vor allem aufgrund von Nachholeffekten – erwarten. IFH KÖLN

Die Dino Days sind zurück!

| 01.08.2022 | Mit dem Kauf von original „Jurassic World“ Produkten im August können Fans eine Reise ins Universal Orlando Resort gewinnen. Zahlreiche Handels- und Lizenzpartner aus ganz Deutschland nehmen auch dieses Jahr an der Aktion teil. Egal ob Jung oder Alt – die Faszination für Dinosaurier haben weltweit alle Fans der Kult-Marken „Jurassic Park“ und „Jurassic World“ gemeinsam! Gespickt mit jeder Menge Nervenkitzel und intelligentem Witz setzt das Franchise die Beziehung zwischen Mensch und Dinosaurier authentisch in Szene und erweckt die Ehrfurcht einflößenden Urzeit-Echsen seit knapp 30 Jahren auf einzigartige Weise zum Leben. Mit den Dino Days, die dieses Jahr zum vierten Mal vom 1. bis zum 31. August stattfinden, haben Fans der epischen Reihe die Möglichkeit, auch abseits der großen Leinwand in die Welt von „Jurassic World“ einzutauchen. Die Handelsaktion, an der wieder zahlreiche namhafte Lizenz- und Handelspartner beteiligt sind, wird von einem großen Gewinnspiel begleitet: Allen, die im August offizielle „Jurassic World“ Produkte kaufen, wird die Chance geboten, eine Reise nach Florida ins Universal Orlando Resort zu gewinnen!

 

Neue Inhalte wie das Kino-Abenteuer „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ oder die kürzlich gestartete finale Staffel der Netflix-Animationsserie „Jurassic World: Neue Abenteuer“ fachen den Dino-Hype weiter an und inspirieren Marken und Hersteller, Neuheiten aus allen Produktkategorien auf den Markt zu bringen. Die Artikel aus dem „Jurassic“ Universum warten nur darauf, während der Dino Days den ganzen August über bei Händlern des Vertrauens entdeckt und geshoppt zu werden! Das Kinopublikum weiß längst, dass die kultigen Urzeit-Giganten mittlerweile überall anzutreffen sind – und das gilt auch für die dazugehörige Produktvielfalt! Egal ob stationärer Handel oder der Lieblingsonline-Shop: Bei Partnern wie Müller, Smyths Toys, Amazon, mytoys, ROFU oder Vedes ist von Spielwaren, Bekleidung, Accessoires, Home & Living-Produkten, bis hin zu Sammelfiguren, Büchern oder Hörspielen alles zu finden, was das Herz kleiner und großer Dino-Fans begehrt.

 

Dino-Abenteuer in Florida

Das Beste an den Dino Days: Der Kauf offizieller „Jurassic World“ Produkte innerhalb des Aktionszeitraums berechtigt zur Teilnahme an der großen Verlosung! Als Gewinn winkt eine Familienreise für vier Personen ins Universal Orlando Resort nach Florida! Inkludiert sind sieben Übernachtungen im „Universal’s Endless Summer Resort – Dockside Inn and Suites“, „Universal Orlando™ 3 Park Explorer Tickets“, Transfers sowie Hin- und Rückflüge. Auf der „Universal’s Island of Adventure“ können Fans die dinosaurierstarke Action der „Jurassic World“ hautnah erleben: Nervenkitzel pur wird in der neuen Attraktion „VelociCoaster“ geboten, Floridas schnellster und höchster Achterbahn. Im „Jurassic Park River Adventure“ geht es ins kühle Nass auf Dino-Safari und im „Camp Jurassic“ können sich kleine Dino-Ranger so richtig austoben – Urlaubsspaß garantiert!

 

So funktioniert es

Einfach zwischen dem 1. und 31. August 2022 offizielle „Jurassic World“ Produkte kaufen, den Kaufbeleg einscannen oder gut leserlich abfotografieren und mit vollständigen Kontaktdaten (Name und Adresse) sowie mit dem Betreff „Jurassic World Dino Days“ an jurassicworld@dinodays.de senden. Die vollständigen Teilnahmebedingungen und weitere Informationen stehen unter www.dinodays.de zur Verfügung. Universal Consumer Products Germany

HDE und ZIA fordern in gemeinsamem Vorstoß eine „effektive Strategie“ im Kampf gegen Corona – Verbände lehnen erneute Lockdowns ab

| 27.07.2022 | „Der Schutz der Gesundheit muss auch im dritten Jahr der Pandemie oberste Priorität haben“, heißt es in dem Papier. „Hierzu bedarf es einer gezielten Präventions- und Eindämmungsstrategie, die auf den Lehren aus dem bisherigen Pandemiemanagement aufbaut und ausschließlich auf nachweislich wirksame Maßnahmen setzt.“ Dabei betonen die Verbände: „Der Sachverständigenausschuss der Bundesregierung hat Lockdowns und 2G/3G-Regelungen eine klare Absage erteilt. Eine Wiederholung der pauschalen Eindämmungsmaßnahmen der Vergangenheit würde zudem die weiterhin prekäre wirtschaftliche Lage weiter verschlimmern und vor allem die besonders betroffenen Branchen Handel, Hotellerie und Gastronomie massiv unter Druck setzen.“

 

ZIA und HDE lehnen daher Lockdowns sowie 2G/3G in Handel und Hotel ab.

 

Die Forderungen an Bund und Länder im Einzelnen:

  • Die aktuellen gesetzlichen Regelungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) sollen weitgehend beibehalten werden.
  • In § 28a des Gesetzes braucht es Anpassungen: Lockdowns oder Zugangsbeschränkungen (2G oder 3G) sollen auch bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ausgeschlossen werden.
  • Bei der Prävention soll es weitere Anstrengungen geben: Die „Impfkampagne der Bundesregierung muss wieder verstärkt werden“, so die Forderung.
  • Der hohe Wert von Masken („Mund-Nasen-Bedeckung“) zum Schutz gegen Corona soll durch bessere Kommunikation stärker vermittelt werden
  • Die Gesundheitsämter sollen die digitalen Möglichkeiten nutzen.

„Selbstverständlich steht der Schutz der Gesundheit an oberster Stelle“, erläutert der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) , Dr. Andreas Mattner, den gemeinsamen Vorstoß. „Deshalb müssen Maßnahmen zur Vorbeugung gegen und zur Eindämmung von Corona-Infektionen gezielt und sehr entschieden angegangen werden.“ Der ZIA-Präsident ergänzt: „Generelle, nunmehr durch den Sachverständigenausschuss belegte Schließungsmaßnahmen erfüllen diesen Anspruch an einen ziel- und passgenauen Kampf gegen Corona definitiv nicht. Von Verhältnismäßigkeit der Mittel kann da keine Rede sein.“ Lockdowns seien angesichts der höheren Immunisierung und des flächendeckenden Impfangebots in Deutschland „nicht mehr zu rechtfertigen“.

 

„Im dritten Jahr der Pandemie sind Augenmaß und Zielgenauigkeit bei der Pandemiebekämpfung gefragt. Die Zeit der Schnellschüsse mit Geschäftsschließungen oder Zugangsbeschränkungen muss vorbei sein“, so der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser. „Die Bundesregierung ist gefordert, einen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Rahmen zu setzen, mit dem Corona gezielt und effizient bekämpft werden kann. Und auch die Impfkampagne muss noch einmal Fahrt aufnehmen. Der Einzelhandel und die Handelsimmobilienbranche werden dabei mit ihrer brancheneigenen Kampagne ,Leben statt Lockdown´ auch weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten“, so der HDE-Präsident.

 

In dem Papier von ZIA und HDE werden die zum Teil dramatischen Folgen der Corona-Krise für viele Unternehmen beschrieben: „Auch wirtschaftlich leiden gerade die Branchen, die stationär operieren und vom Publikumsverkehr abhängen, wie Handel, Hotellerie und Gastronomie, nach wie vor unter den Folgen der zweifachen Lockdowns und der weiteren Beschränkungen.“ Und: „Sie haben einen Großteil ihrer Reserven aufgebraucht, einige Unternehmen mussten sogar schon Insolvenz anmelden.“ Umsatzeinbußen konnten oft nicht ausgeglichen werden. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine – die Energiekosten-Explosion, unterbrochene Lieferketten und steigende Inflation – verstärken den Effekt. Hinzu kommt oft noch Fachkräftemangel. „Umso übler würden nun erneute generelle Schließungen wirken. Sie sind für viele Unternehmen eine ernste, für manche sogar eine existentielle Bedrohung“, mahnt Mattner. HDE

DreamWorks DRAGONS sind zurück – stärker denn je!

| 18.07.2022 | Eine neue Generation von Drachenzähmer:innen und ihren geflügelten Freunden steht in den Startlöchern, um Kinder und Fans des Franchises in Staunen zu versetzen: Am 4. November 2022 feiert die brandneue Animationsserie „DRAGONS – Die 9 Welten“ deutsche Free-TV-Premiere bei TOGGO auf SUPER RTL und ist täglich am Vorabend sehen. Mit der Serie wird das Universum einer der erfolgreichsten Lizenzen Deutschlands um spannende neue Abenteuer und Charaktere erweitert. Begleitet wird der Start der neuen Serie von einer umfassenden Tune-in Kampagne von TOGGO über die verschiedensten Kanäle.

 

Passend zum TV-Start von „DRAGONS – Die 9 Welten“ aktiviert Universal Consumer Products ab November ebenfalls mit einer Omni-Channel Handelskampagne Retail-Partner und Lizenznehmer, um den Abverkauf neuer Produkthighlights zu fördern. Die plattformübergreifende Produktkampagne adressiert vor allem die Kernzielgruppe der Kinder sowie Shopper und wird flankiert von den Tune-In Kampagnen im TV und online. Influencer-Aktivitäten ergänzen die Maßnahmen und setzen emotionale und authentische Kaufimpulse, während die Ausstrahlungen der neuen Animationsserie linear und auf Streaming-Plattformen in Kombination mit Online- und Social Media-Aktionen für kontinuierlichen Buzz sorgen. Ein neues Verpackungsdesign im Look von „DRAGONS – Die 9 Welten“ setzt die ab Oktober anvisierten Produktveröffentlichungen der Lizenzpartner Spin Master, Playmobil und Schmidt Spiele passend zum neuen Content für das kommende Weihnachtsgeschäft in Szene. Weitere Produktpartner folgen im neuen Jahr.

 

Hicks‘ und Ohnezahns Vermächtnis

In Deutschland genießt das DRAGONS Franchise, das seit der Kinopremiere von „Drachenzähmen leicht gemacht“ im Jahr 2010 stetig um neue Inhalte ergänzt wird, insbesondere bei den sechs- bis elfjährigen Kids große Beliebtheit: Neben der Kinofilm-Trilogie erobern die Drachen und ihre Freunde auch in zahlreichen DreamWorks TV Staffeln rund um Hicks und Ohnezahn sowie in der Pre-School Animationsserie „DRAGONS – Die jungen Drachenretter“ die Herzen kleiner Fans. Das belegen auch die Zahlen, denn pro Tag schauen im Schnitt 80.000 Kinder in Deutschland die „DRAGONS“ Serie im TV.1 „DRAGONS – Die 9 Welten“ schreibt die Erfolgsgeschichte fort und verspricht drachenstarke Abenteuer in neuem Setting: 1300 Jahre nach der Rückkehr der Drachen in die Geheime Welt, tauchen sie durch einen Spalt, der sich in der Erde aufgetan hat, in der heutigen Zeit plötzlich wieder auf! Mittendrin ist eine Gruppe von Kids um den abenteuerlustigen Tom, ein Nachfahre von Hicks und Astrid. Gemeinsam entdecken sie, dass all die Legenden um Drachen wahr sind und die geschuppten Wesen tatsächlich existieren. Nun ist es an den Kindern, die neun Reiche zu erkunden und ihre neugewonnen Freunde vor dem Rest der Welt zu beschützen.

 

„Die große Beliebtheit des Franchises, vor allem im deutschen Markt, beeindruckt immer wieder und wir freuen uns sehr auf die brandneue TV Serie, die die Drachen jetzt auch in unserer modernen Welt auftauchen lässt. Die DreamWorks DRAGONS sind ein absolutes Evergreen Thema und wir freuen uns auf viele neue, innovative und kreative Produktentwicklungen mit diesem tollen Franchise“, so Kathrin Brandhorst, Regional Director Northern Europe bei Universal Consumer Products. Universal Consumer Products Germany

Für Amazon gelten verschärfte Regeln – Bundeskartellamt stellt überragende marktübergreifende Bedeutung fest (§ 19a GWB)

| 07.07.2022 | Das Bundeskartellamt hat gestern entschieden, dass die Amazon.com Inc., Seattle, USA ein Unternehmen mit überragender marktübergreifender Bedeutung für den Wettbewerb ist. Damit unterfällt Amazon gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen der erweiterten Missbrauchsaufsicht des § 19a GWB.

 

Die Vorschrift des § 19a GWB ist aufgrund einer Gesetzesänderung seit Januar 2021 in Kraft. Das Bundeskartellamt kann in einem zweistufigen Vorgehen Unternehmen, die eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb haben, wettbewerbsgefährdende Praktiken untersagen.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Amazon ist der zentrale Schlüsselspieler im Bereich des E-Commerce. Die Angebote des Konzerns u.a. als Händler, Marktplatz, Streaming- und Cloud-Anbieter sind zu einem digitalen Ökosystem verbunden. Wir haben entschieden, dass der Konzern auch im kartellrechtlichen Sinne ein Unternehmen von überragender marktübergreifender Bedeutung für den Wettbewerb ist. Konkret bedeutet diese Entscheidung, dass wir bei Amazon mögliche wettbewerbsgefährdende Verhaltensweisen gezielt aufgreifen und unterbinden können, und zwar effektiver als das bisher der Fall war. Bei seinen Marktplatzdienstleistungen für Dritthändler halten wir Amazon für marktbeherrschend. Damit greift hier zusätzlich die parallel anwendbare klassische Missbrauchsaufsicht, auf deren Grundlage wir derzeit schon Verfahren gegen Amazon führen.“

 

Amazon gehört mit weltweiten Umsatzerlösen von rund 400 Mrd. Euro im Jahr 2021, davon ca. 32 Mrd. Euro in Deutschland, zu den umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Nach Einschätzung des Bundeskartellamtes wird mehr als jeder zweite Euro im deutschen Online-Einzelhandel auf der Amazon-Handelsplattform (amazon.de) ausgegeben. Neben der E-Commerce-Tätigkeit als Händler und Marktplatz gehören zu den Angeboten von Amazon an Endkunden auch digitale Inhalte (z.B. Filme, Serien oder Musik) im sog. Prime-Abonnement. Für Unternehmen – insb. Dritthändler – bietet Amazon neben den Marktplatzdienstleistungen weitere Dienstleistungen u.a. im Bereich Logistik, Werbung und Zahlungsabwicklung an. Im Bereich des Cloud-Computing gilt Amazon mit Amazon Web Services (AWS) mittlerweile als führend und erzielt dadurch einen Großteil seiner Konzerngewinne (so ca. 56 Prozent des Jahresüberschusses in 2021).

 

Amazons überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb im Sinne des § 19a Abs. 1 GWB verschafft dem Unternehmen eine Machtposition, die ihm vom Wettbewerb nicht hinreichend kontrollierte marktübergreifende Verhaltensspielräume eröffnet.

 

Zunächst hat das Unternehmen durch die unter amazon.de betriebene Handelsplattform eine zentrale strategische Position im deutschen Online-Einzelhandel. Bei Marktplatzdienstleistungen für gewerbliche Händler in Deutschland verfügt Amazon über einen umsatzbezogenen Marktanteil von über 70 Prozent und ist damit nach Auffassung des Bundeskartellamtes marktbeherrschend. Die enorme Bedeutung der Amazon-Handelsplattform wird durch die eigene Einzelhandelstätigkeit auf der Plattform sogar noch verstärkt (sog. Hybridstruktur). Damit einher geht eine Regelsetzungsmacht, die erhebliche Einflussmöglichkeiten auf die Geschäftstätigkeit und den Geschäftserfolg anderer Unternehmen eröffnet. Das bedeutet, Amazon kann den Zugang anderer Unternehmen zu Absatz- und Beschaffungsmärkten kontrollieren und dabei seine Doppelrolle als Händler und Marktplatz ausspielen. Sein breites Portfolio an Geschäftstätigkeiten hat Amazon zu einem stark integrierten digitalen Ökosystem verbunden, das dazu beiträgt, Nutzergruppen im Ökosystem zu halten. Eine besondere Rolle spielt dabei das Prime-Abonnement, mit dem Endkunden neben einer versandkostenfreien Lieferung vielfältige weitere Dienstleistungen angeboten werden. Weltweit verfügen mehr als 200 Mio. registrierte Nutzerinnen und Nutzer über ein kostenpflichtiges Prime-Abonnement. Zudem verfügt Amazon über erhebliche Ressourcen wie wettbewerbsrelevante Daten und eine starke Finanzkraft.

 

Die Entscheidung des Bundeskartellamtes ist gemäß den gesetzlichen Vorgaben auf fünf Jahre befristet. Innerhalb dieses Zeitraumes unterliegt Amazon in Deutschland der besonderen Missbrauchsaufsicht durch das Bundeskartellamt nach § 19a Abs. 2 GWB. Bundeskartellamt

Einzelhändler befürchten Lieferprobleme bis Mitte 2023

| 07.07.2022 | Der Einzelhandel befürchtet noch für ein ganzes Jahr Lieferprobleme. Gleichzeitig klagten 75,7 Prozent der Einzelhändler im Juni, dass nicht alle bestellten Waren geliefert werden können. Im Mai waren es 80,1 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. „Auch in diesem Jahr wird es zu Weihnachten wieder Lücken in den Regalen geben“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Die Lieferprobleme sind zu einem Dauerproblem für den Einzelhandel geworden.“

 

Die längste Dauer der Lieferprobleme mit 18 Monaten erwarten die Fahrradhändler. Auch die Autohändler gehen davon aus, dass die Engpässe noch mehr als ein Jahr andauern werden. Ähnliches gilt für die Möbelhändler. Ein schnelleres Ende der Lücken in den Regalen erwarten die Bekleidungsbranche (9 Monate) und die Supermärkte (8,2 Monate).

 

Bei den Lebensmittelhändlern hat sich die Lage ein wenig entspannt. Nachdem im Mai noch fast 100 Prozent Probleme bei der Beschaffung meldeten, sind es im Juni noch rund 77 Prozent. Auch bei den Bekleidungshändlern sank der Anteil um knapp 10 Prozentpunkte von 64,5 auf 54 Prozent. ifo Institut

Konsumschock erfasst auch den E-Commerce

| 06.07.2022 |  Die seit Kriegsbeginn abgekühlte Konsumlaune prägt zur Jahreshälfte auch den E-Commerce, allerdings liegen die Umsätze weiter auf hohem Niveau: Zwar schlägt für das 2. Quartal beim E-Commerce mit Waren ein Umsatzrückgang von 9,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu Buche. Die Gesamtumsätze der Branche liegen aber noch immer 8,0 Prozent über dem Vergleichswert im 2. Quartal 2020 und ganze 25,8 Prozent über dem Vergleichswert im Vor-Corona-Jahr 2019. Die gesamten aufgelaufenen Umsätze im 1. Halbjahr 2022 liegen 1,3 Prozent unter den Halbjahresumsätzen von 2021, aber mit 32,9 Prozent Zuwachs noch immer substantiell über dem Wert des ersten Halbjahres 2019.

 

„So normal der E-Commerce für die Menschen geworden ist, so wenig kann er sich der weitreichenden Störung des Konsumklimas, wenn nicht der Gesamtwirtschaft, entziehen. Die Deutschen schränken sich angesichts steigender Lebenshaltungs- und Energiekosten bei nicht benötigten Waren oder Dienstleistungen deutlich ein. Dennoch kann der Onlinehandel, der eine hohe Preistransparenz und Zugang zu passenden Angeboten ermöglicht, gerade jetzt bei Käufen dringend benötigter Bedarfswaren unterstützen“, erklärt Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim bevh, die Ergebnisse.

 

Wenn eine Anschaffung sich nicht aufschieben lässt, stellt der Onlinekauf eine überzeugende Alternative dar. Das zeigt sich am weiterhin wachsenden Umsatz in den Kategorien Haushaltsgroßgeräte (+ 6,1 Prozent), Spielwaren (+ 5,1 Prozent) oder Medikamente (+ 5,4 Prozent). Allgemein noch am wenigsten vom fragilen Konsumumfeld betroffen ist das Cluster „Täglicher Bedarf“ (- 1,4 Prozent), das sich aus den Segmenten Lebensmittel (- 4,7 Prozent), Drogerieprodukte (- 2,1 Prozent) und Tierbedarf (+ 6,7 Prozent) zusammensetzt. Das stärkste Minus verzeichnen hingegen Elektronikprodukte (- 19 Prozent), gefolgt von Büchern/E-Books/Medien (- 16,5 Prozent) sowie Blumen & DIY (- 15,5 Prozent). Das Cluster „Unterhaltung“ kühlt sich insgesamt um 15,8 Prozent ab, gefolgt vom Cluster „Bekleidung“ (Bekleidung und Schuhe) mit - 11,1 Prozent. Wie selektiv die Deutschen aktuell ihr Geld ausgeben, zeigt auch der Bereich „Digitale Dienstleistungen“, unter den auch Urlaubs- und Flugbuchungen fallen. Zwar liegen die Umsätze in der Reisezeit 49,7 Prozent über dem Vorjahresquartal, allerdings liegen sie noch 31,5 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019.

 

Pureplayer halten sich besser

Im Vergleich der Versendertypen zeigt sich, wie unterschiedlich die Händler vom unsicheren Konsumumfeld betroffen sind. Reine Onlinehändler widersetzen sich dem Trend am besten, kommen im 2. Quartal aber über ein Minus von 5,6 Prozent nicht hinaus. Zur Jahresmitte liegt diese Vertriebsform allerdings noch immer 4,21 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Online-Marktplätze haben sich mit einem Umsatzminus von 9,7 Prozent im 2. Quartal auf Marktniveau entwickelt, im Halbjahresvergleich kommen sie auf 0,3 Prozent Wachstum. Anders als die reinen Online-Händler, haben die Multichannel-Händler (Läden mit zusätzlichem Online-Standbein) im E-Commerce deutlich stärker als der Markt verloren (- 14,6 Prozent), worin sich auch eine Rückkehr von Kunden in die stationären Geschäfte der Unternehmen spiegeln könnte. Die aufgelaufenen Umsätze im gesamten 1. Halbjahr liegen im Multichannel-Handel 1,91 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum.

 

Sonderbefragung: Kunden kaufen vorsichtiger ein

In der Detailbeobachtung gab fast jeder vierte befragte Online-Kunde (24,8 Prozent) an, zukünftig weniger Geld online ausgeben zu wollen. Im 1. Quartal sagten dies nur 18,4 Prozent, vor Jahresfrist sogar nur 18,2 Prozent der Befragten. Für „gleich viel oder mehr Geld“ als im schwachen 2. Quartal wollen derzeit nur 62,5 Prozent der Befragten einkaufen; das sind fast 10 Prozentpunkte weniger als im 1. Quartal 2022. Ein weiteres Indiz für die verhaltene Konsumlaune ist die Veränderung beim Datum des letzten Kaufs. Innerhalb der letzten 7 Tage hatten im 2. Quartal nur 40,7 Prozent der Befragten online eingekauft. Im 1. Quartal waren es, wie in den Vorjahresquartalen, noch 46,6 Prozent. Zuletzt hatte dieser Wert vor der Coronakrise um oder unter 40 Prozent gelegen.

 

„Die zuletzt viel zitierte Aussage, dass ‚die Party im E-Commerce vorbei sei‘, sagt nicht mehr aus, als dass die Branche wieder hart arbeiten muss, um den Zuspruch und das Vertrauen der Kunden zu erhalten. Und das gelingt den Online-Anbietern nachhaltig“, so Groß-Albenhausen weiter.

 

Zufriedenheit mit E-Commerce weiter hoch

Dass es sich bei den geringeren Kaufabsichten um keine Abkehr vom E-Commerce als Einkaufskanal handelt, zeigen die hohen Zufriedenheitswerte in der Sonderbefragung. Mit 96,8 Prozent sagten nur minimal weniger der Befragten, sie seien mit der Bestellabwicklung "sehr zufrieden" oder "zufrieden", als im 1. Quartal (97,0 Prozent). Der Wert liegt sogar einen Prozentpunkt über dem Vergleichszeitraum des 2. Quartals 2021 (95,7 Prozent). Die Zahl der Kunden, die die Bestnote vergaben, veränderte sich im 2. Quartal nicht und lag wie im 1. Quartal 2022 unverändert bei 80,3 Prozent. bevh

EU verabschiedet Digital Services Act

| 05.07.2022 | Mit der Zustimmung des EU-Parlaments zum DSA ist eines der größten Regelwerke für das Internet der vergangenen 20 Jahre beschlossene Sache. Das Gesetzespaket hat u.a. das Ziel, Nutzer im Internet besser zu schützen, stößt sich aber gleichzeitig mit den Nachhaltigkeitsbemühungen vieler Onlinehändler, meint Alien Mulyk, Referentin Public Affairs beim bevh:

 

„In der Diskussion um den DSA wurde der Umweltschutz komplett ausgeblendet. Dabei untergräbt er wichtige Nachhaltigkeitsbestrebungen der Plattformen. So führt das Verbot jeglicher Beeinflussung des Kundeverhaltens – sogenannter ‘Dark Patterns’ – dazu, dass sie auch auf Green Nudging verzichten müssen. Damit nimmt der DSA Plattformen ein wichtiges Instrument, um das Kaufverhalten ihrer Kunden in ökologisch sinnvollere Bahnen zu lenken. Nicht so beispielsweise in Kaufhäusern. Damit wird das Credo der EU-Kommission, dass der DSA online verbiete, was auch offline verboten ist, nicht erfüllt. Im Gegenteil: Der Kunde ist nun stationär schlechter „geschützt“ als online – außer natürlich vor seinen eigenen umweltschädlichen Kaufentscheidungen.“

 

Wie Green Nudging Händlern ermöglicht, ihren Kunden bei ökologisch nachhaltigeren Entscheidungen zu helfen, kann in diesem Gutachten von Univ.-Prof. Dr. jur. Jürgen Kühling / RA Cornelius Sauerborn nachgelesen werden. bevh

Der Post-Covid-Konsument: Warum Unternehmen ihr Targeting überdenken müssen

| 23.06.2022 | Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie stellt sich allmählich der normale Alltag ein. Aber wie hat die Pandemie die Konsumenten, ihre Wertvorstellungen und Kaufvorlieben verändert? Was zeichnet den Post-Covid-Konsumenten aus? Der GfK-Bericht „State of Consumer Technology & Durables“ umreißt das veränderte Konsumverhalten weltweit und liefert Impulse, was der Post-Covid-Konsum für Entscheider im Unternehmen bedeutet. Die Pandemie hat das Leben, die Arbeit und das Einkaufsverhalten der Konsumenten stark geprägt. Durch Lockdowns und andere Maßnahmen haben sich die Prioritäten und Bedürfnisse zum Teil verändert – aber auch die allgemeine Stimmung und die Wertvorstellungen der Käufer.

 

Zuversicht der Konsumenten bleibt unbeständig

Mit Abflauen der Krisensituation schienen auch die finanziellen Sorgen der Konsumenten zunächst nachzulassen. Es gab Anzeichen dafür, dass das Einkaufsverhalten auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehrt. Doch angesichts der Inflation, der explodierenden Energie- und Lebensmittelpreise sowie der Ukraine-Krise schwindet die Zuversicht wieder spürbar.

 

Während 2019 weltweit noch 41 Prozent der Verbraucher zuversichtlich waren, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den nächsten zwölf Monaten verbessern würde, zeigten 2021 während der Corona-Pandemie nur 34 Prozent der Konsumenten diese Zuversicht. Der Krieg in der Ukraine bringt zusätzliche Unsicherheiten mit sich. 50 Prozent der Deutschen machten sich im April 2022 Sorgen über ihre eigene wirtschaftliche Zukunft. Jeder Fünfte war besorgt über die Sicherheit seines Arbeitsplatzes. Der Krieg bleibt eine unberechenbare Variable, die das Verhalten und die Stimmung der Verbraucher stark beeinflusst.

 

Neues Interesse der Konsumenten an Gesundheit und Wellness

Obwohl die Experten von GfK für 2022 kein globales Umsatzwachstum im Vergleich zum erfolgreichen Vorjahr prognostizieren, entwickeln sich bestimmte Kategorien im Vergleich zur Situation vor der Pandemie weiterhin positiv. Beispielsweise interessieren sich die Konsumenten durch die Pandemie stärker für Gesundheits- und Wellness-Themen. Für zwei Drittel der Verbraucher weltweit war es 2021 sehr wichtig, geistig und körperlich fit zu bleiben. Dies hat zu einer starken Nachfrage nach Wearables geführt, die gesundheitsrelevante Daten aufzeichnen – egal ob die Schlafqualität, die Anzahl der Schritte, die verbrannten Kalorien oder den Blutzuckerwert. Zur Folge ist der Umsatz bei Wearables wie Smartwatches oder Fitnessarmbändern 2021 in westeuropäischen Ländern um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In Deutschland war das Wachstum mit 21 Prozent sogar noch stärker. Während in Westeuropa in den ersten Monaten dieses Jahres der Umsatz in der Kategorie nur noch um drei Prozent wuchs, setzte sich der Wearables-Trend in Deutschland stärker fort. Im Vergleich zum Vorjahr wurden hierzulande bis April fünf Prozent mehr Wearables verkauft, der Umsatz stieg sogar um weitere 17 Prozent.

 

Langfristige Kundenbindung wichtiger denn je

Änderungen des Konsumentenverhaltens, die durch gesellschaftliche Ereignisse wie zum Beispiel eine Pandemie ausgelöst werden, sind teilweise sehr komplex und können keinesfalls verallgemeinert werden. Sogar Konsumenten, die früher vielleicht in dieselbe Zielgruppe fielen, könnten jetzt völlig andere Bedürfnisse basierend auf ihren individuellen Arbeits- und Lebensumständen entwickelt haben. Entscheider in Unternehmen müssen deshalb gerade in volatilen Zeiten ihre Segmentierung der Verbraucher hinterfragen und anpassen.

 

„Die erfolgreiche Segmentierung von gestern gilt heute nicht mehr – und morgen kommt die nächste Krise und stellt wieder alles auf den Kopf. Die notwendige Anpassung des Targetings ist in der Marketing-Praxis jedoch häufig nur mit einem großen Kosten- und Zeitaufwand möglich. Deswegen ist es in volatilen Zeiten wichtiger denn je, Segmentierung neu zu denken. Segmentierung dient nicht nur dazu Unterschiede zwischen Zielgruppen zu finden, sondern auch Gemeinsamkeiten. Diese Gemeinsamkeiten bilden die Grundlage für langfristiges Brand Building und machen das Targeting langlebiger und robuster gegen externe Schocks“, rät Robert Wucher, Experte für Marketing und Consumer Intelligence bei GfK. „Der GfK Growth Architect stellt den klassischen Segmentierungsansatz auf den Kopf und hilft Entscheidern dabei, neben Unterschieden auch Gemeinsamkeiten für ein langfristiges Unternehmenswachstum im Gesamtmarkt zu finden.“ GfK

Ladendiebstähle verursachen Milliarden-Schaden

| 23.06.2022 | Ladendiebstähle haben im Jahr 2021 wieder einen Schaden von über zwei Milliarden Euro verursacht. Die aktuelle Studie des Handelsforschungsinstituts EHI zeigt, dass die Schadenssumme im letzten Jahr trotz der staatlich angeordneten Geschäftsschließungen und Frequenzbeschränkungen in Folge der Corona-Restriktionen und der insgesamt geringeren Frequenz in den Ladengeschäften im Vorjahresvergleich lediglich um vier Prozent gesunken ist.

 

„Diese Zahlen belegen die eingeschränkte Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die für 2021 einen Rückgang der Ladendiebstähle um 15 Prozent ausweist“, bemerkt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). In der PKS für 2019 sei noch ausdrücklich auf das „große Dunkelfeld“ hingewiesen worden, welches nach der EHI-Studie auch für 2021 über 98 Prozent beträgt und damit die Aussagekraft der PKS erheblich einschränke.

 

„Der Schaden durch Ladendiebstähle im Milliardenbereich ist keine Kleinigkeit und belastet die Händler erheblich, gerade weil sie außerdem jährlich mehr als eine Milliarde Euro für die Diebstahlsprävention aufwenden“, stellt Genth klar. Das nach wie vor hohe Dunkelfeld belege, dass viele Händler nicht mehr motiviert seien, Ladendiebstähle zur Anzeige zu bringen. „Anzeigen werden in der Regel nur erstattet, wenn die Händler den Täter selbst überführen konnten,“ erläutert Genth. Auch weil im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie der Einsatz von Ladendetektiven zurückgefahren worden sei, könne der Rückgang der in der PKS erfassten Ladendiebstähle nicht überraschen.

 

„Die durch Ladendiebstähle verursachten hohen wirtschaftlichen Schäden treffen im Ergebnis auch den ehrlichen Verbraucher“, stellt Genth fest. Die Taten müssten daher konsequent strafrechtlich verfolgt und sanktioniert werden, um hier ein klares Stoppschild für Nachahmungs- und Wiederholungstäter aufzustellen. „Hier gibt es noch Luft nach oben“, so Genth. Das Justizsystem müsse noch konsequenter und effizienter arbeiten und auch entsprechend ausgestattet werden. Der HDE unterstütze daher die Vereinbarung der Koalitionspartner, den Pakt für den Rechtsstaat gemeinsam mit den Ländern zu verstetigen und um einen Digitalpakt für die Justiz zu erweitern. HDE

Innenstadtpotenziale besucherzentriert heben - LEAN® weist den Weg

| 23.06.2022 | Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität von Innenstädten können nur mit Blick auf die Besucher:innen vor Ort langfristig greifen. Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland zählt zu den verhinderten Innenstadtfans. Anmeldung zum großen Projekt-Event „Leerstand auflösen – Standorte gestalten“ ab sofort möglich.

 

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekts „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ zeigt eine aktuelle Befragung von 10.000 Personen, welche Potenziale und konkrete Ansatzpunkte es in Sachen Innenstadtattraktivität und Frequenz für die Kommunen in Deutschland gibt. Rund drei Viertel der Befragten zwischen 18 und 69 Jahren sind mindestens einmal im Monat in der Innenstadt. Gezielter Einkauf oder eine Shopping-Tour, Essen und Ausgehen sowie der Besuch von Märkten, Festen und Events sind – wenig überraschend – die Topbesuchsgründe. Auffällig dabei ist, dass der Innenstadtbesuch größtenteils im Alltag zwischen Montag und Freitag stattfindet. Erlebnis und eine gute Aufenthaltsqualität sind dabei am häufigsten die Treiber für einen Innenstadtbesuch. Aber: Erlebnis und Aufenthalt erreichen unter den Befragten auch die höchsten Werte bei den Barrieren für einen Besuch im Stadtzentrum.

 

„Innenstadtbesucher:innen müssen vor allem dann abgeholt werden, wenn sie da sind. Wenn Viele werktags in der Stadt anzutreffen sind, müssen auch die Kommunen ihren Fokus verschieben und neben besonderen Angeboten an den Wochenenden auch an den Werktagen attraktive Erlebnisse in den Innenstädten ermöglichen. Jeder Besucherkontakt zählt und keine Kontaktchance darf in Zeiten des Strukturwandels verpasst werden“, schließt Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH KÖLN aus den Befragungsergebnissen.

 

Die meisten Konsument:innen sind verhinderte Innenstadtfans

Die schlechte Nachricht zuerst: Nur noch ein Fünftel der Menschen in Deutschland sind echte Innenstadtfans und besuchen das Stadtzentrum gerne und häufig. Fast ebenso viele sind gezwungene Innenstadtbesucher:innen, die ungern in die Innenstadt fahren, dies aber für Erledigungen häufiger tun müssen. Rund 17 Prozent sind echte Innenstadtmuffel. Aber: Der größte Teil ordnet sich selbst der Gruppe der verhinderten Innenstadtfans zu, die Innenstädte eigentlich gerne und häufig besuchen würde, wenn sie nicht so viele Dinge stören würde.

 

„Rund 40 Prozent verhinderte Innenstadtfans sind eine gute Nachricht für die deutschen Kommunen. Sie bieten das größte Potenzial, die Stadt mit Leben zu füllen. Für die Verantwortlichen gilt es jetzt, die Anforderungen dieser Gruppe in der eigenen Stadt zu verstehen und die richtigen Maßnahmen für die Attraktivierung der Innenstadt zu ergreifen“, betont Dr. Eva Stüber, die das Projekt „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ koordiniert.

 

Mit LeAn® das kommunale Zielbild erreichen

Die digitale Plattform LeAn® für ein vorausschauendes Leerstands- und Ansiedlungsmanagement aus kommunaler Hand macht genau das möglich. Digital gestützt und entsprechend dem eigenen kommunalen Zielbild können mithilfe von LeAn® Barrieren abgebaut und Innenstädte gemeinsam mit allen Nutzergruppen gestaltet werden. Aktuell entsteht die Plattform in agiler Verprobung mit 14 Modellstädten – ab 2023 steht LeAn® als Open-Source-Lösung allen deutschen Kommunen zur Verfügung. IFH KÖLN

Top-Trends: Live-Shopping, Virtual Commerce und Co.

| 13.06.2022 | Der Handel wird zunehmend vernetzter. Davon profitieren auch Omnichannel-Services. Wie die EHI-Studie „Connected Retail 2022“ zeigt, konzentrieren sich die Händler in Zukunft auf schnellere Liefergeschwindigkeiten und digitale Touchpoints. „Zu den Top-Trends im Handel werden in den nächsten fünf Jahren Live-Shopping, Quick-Delivery und Virtual Commerce zählen. Der Handel setzt damit immer stärker auf virtuelle Erlebnisse“, sagt Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce.

 

Entwicklungsstand von Omnichannel-Services

Die größte Relevanz unter den Omnichannel-Services hat nach Meinung der Entscheider:innen aus dem deutschsprachigen Handel die Verfügbarkeitsanzeige stationärer Bestände im Onlineshop. 94,5 Prozent haben diese bereits im Angebot oder in Planung. Den Befragten ebenfalls wichtig ist der Instore-Order-Service – eine Bestellung in der Filiale und anschließende Lieferung nach Hause. 85,6 Prozent der Befragten bieten diesen Service aktuell an oder planen dies. Dahinter folgt der Service Click & Collect mit stationärer Bezahlung (79,1 Prozent). Eine Videoberatung in der Filiale plant ein Fünftel der Befragten.

 

Dennoch stoßen die Handelsunternehmen weiterhin auf Hindernisse bei der Umsetzung und Optimierung von Omnichannel-Services. Als größte Herausforderung sehen 70,4 Prozent den Bereich IT, schließlich ist eine reibungslos funktionierende IT-Infrastruktur die Grundvoraussetzung für einen guten Omnichannel-Service. Die zweite große Aufgabe ist mit dem Fachkräftemangel verbunden, gut die Hälfte (49,6 Prozent) nennen personelle Ressourcen herausfordernd. Für 43,5 Prozent ist die Logistik in Bezug auf Omnichannel-Services noch optimierungsfähig.

 

Bestandsmanagement überwiegend in Echtzeit

Für das optimale Einkaufserlebnis der Kundschaft von großer Bedeutung ist die Aktualität der Bestandsführung. Dabei zeigen die befragten Händler ihren Bestand mehrheitlich in Echtzeit an – egal, ob online oder offline. Beim Onlinebestand verweisen 71,3 Prozent auf Echtzeit-Angaben. 63,1 Prozent geben an, ihre kanalübergreifenden Bestände in Echtzeit in einem System zu bündeln. 60,2 Prozent aktualisieren ihren Filialbestand in Real-Time. Hier ist der Wert der tagesaktuellen Bestandsaufnahme mit 33 Prozent am höchsten. EHI

Paymentstudie: Weniger ist mehr beim Onlinezahlungsangebot

| 09.06.2022 | Das Smartphone ist heute ständiger Shoppingbegleiter und jede:r zweite Kund:in shoppt „smart“. Händler überschätzen dabei jedoch die Relevanz von Apps. Die ECC Paymentstudie Vol. 26 zeigt, dass ein mobiloptimierter Onlineshop und Check-out erfolgsversprechender sind. Händler müssen beim Zahlungsangebot das Thema Convenience im Auge behalten.

 

Der Kontakt zur Kundschaft findet für Händler heute über verschiedenste Kanäle statt. Dabei gewinnt das Smartphone immer mehr an Relevanz. Rund 48 Prozent des Kundenstamms sind laut den im Rahmen der „ECC Paymentstudie Vol. 26“ befragten Händlern heute „smarte“ Kund:innen, das heißt solche, die überwiegend mobil shoppen. Einer eigenen App bedarf es dabei jedoch nicht zwingend. 45 Prozent der Onlinehändler bieten ihren Kund:innen eine solche an, überschätzen jedoch die Relevanz aus Konsumentensicht. Stattdessen sind ein mobiloptimierter Onlineshop und Check-out heute Pflicht und der Handel setzt dies auch immer mehr in der Praxis um: Während im Januar 2021 nicht einmal die Hälfte der Händler über einen mobiloptimierten Check-out verfügte (43 %), sind es ein Jahr später immerhin fast drei Viertel (71 %). Wie Händler den Bedürfnissen der Kundschaft an mobiles Shopping und Payment begegnen und welche Einsatzmöglichkeiten Händler dem Smartphone am Point-of-Sale (POS) gewähren, zeigen die Ergebnisse der Studie des ECC KÖLN.

 

Ausweitung des Zahlungsangebots unter Berücksichtigung von Convenience

Im Schnitt 8,3 Zahlungsverfahren bieten Händler ihrer Kundschaft aktuell zur Auswahl im Onlineshop an und der Trend zu einem breiteren Zahlungsangebot schreitet weiter voran. So sollen durchschnittlich 3,4 weitere Zahlungsverfahren bis Ende 2023 folgen.

 

„Die Ausweitung des Zahlungsangebots ist aus Händlersicht sinnvoll, sollte aber nicht dem Motto ‚Masse statt Klasse‘ folgen. Ein überladener Check-out kann schnell unübersichtlich werden und die Kundschaft überfordern. Wichtiger ist es, den richtigen Mix je nach Zielgruppe und Kundentyp zu finden. Die gute Nachricht: Konsument:innen ändern ihre Zahlungsgewohnheiten nur langsam – die optimale Voraussetzung für Händler, den richtigen Paymentmix zu etablieren“, so Mailin Schmelter, stellvertretende Bereichsleitung am ECC KÖLN, zu den Ergebnissen der Studie.

 

Um dem Thema Convenience bei einem gleichzeitig umfangreichen Zahlungsangebot gerecht zu werden, steuert jede:r dritte Händler (32 %) seinen Zahlungsmix individuell je nach Endgerät aus. Neben der Steigerung der Convenience beim Check-out-Prozess (49 %) erhoffen sich Händler insbesondere auch, die allgemeine Kundenzufriedenheit zu steigern (63 %) sowie das Risiko von Zahlungsausfällen zu reduzieren (53 %).

 

Jeder zweite Händler bietet Rechnungskauf am POS an

Auch im stationären Handel hält das Smartphone immer mehr Einzug. Zwar ist in puncto Zahlungsangebot der Händler immer noch das Bargeld am weitesten verbreitet (92 %), auf das Bedürfnis der Konsument:innen, kontaktlos bezahlen zu können, hat der Handel jedoch reagiert: So bieten 70 Prozent der mittelständischen Händler diese Möglichkeit an oder planen die Einführung bis Ende 2023. Und auch Omnichannel-Paymentservices gewinnen an Bedeutung: So werden das Bezahlen mit Crypto-Währung, das Spenden beim Bezahlen, das Zahlen in 30 Tagen oder der Rechnungskauf im Geschäft zwar bisher nur von wenigen Konsument:innen genutzt, sind aber doch mehr als jeder bzw. jedem Zweiten bekannt. Insbesondere der Rechnungskauf wird bereits von 46 Prozent der Händler am POS angeboten, weitere zwölf Prozent planen die Einführung. EEC KÖLN

B2B-Onlinehandel: Passendes Shopsystem entscheidet über wirtschaftlichen Erfolg

| 08.06.2022 | Der neue B2Bkix untersucht Shopsysteme im B2B-Onlinehandel und zeigt: Die Auswahl des passenden Systems sorgt bei vielen Unternehmen für Schwierigkeiten, ist aber entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg. Die wirtschaftliche Lage der B2B-Unternehmen wird trotz eines leichten Rückgangs weiter positiv bewertet.

 

Wie verkaufe ich meine Produkte online am besten an meine Kundschaft? Diese Frage stellen sich auch viele B2B-Unternehmen. Der B2B E-Commerce Konjunkturindex (B2Bkix) des ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit der IntelliShop AG beschäftigt sich aus diesem Grund in seiner neuesten Ausgabe mit Shopsystemen im B2B-Handel. Zwei Drittel (67 %) der Befragten greifen für ihren Onlineshop auf das Shopsystem eines externen Dienstleisters zurück. Ein Drittel entwickelt dagegen den eigenen Onlineshop selbst. Insgesamt sind die befragten B2B-Unternehmen zufrieden mit den genutzten Shopsystemen.

 

Shopsysteme stellen Unternehmen vor Herausforderungen

Die Auswahl eines passenden Shopsystems ist wichtig, denn 63 Prozent sind der Meinung, dass dieses sich positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens auswirkt. Entsprechend rechnen zwei Drittel der Befragten damit, dass die Anforderungen an ein Shopsystem im B2B-Bereich in den kommenden Jahren deutlich steigen werden. Obwohl Shopsysteme insgesamt als schnell und einfach angesehen werden, stellt die Auswahl des richtigen Systems viele B2B-Projektverantwortliche teilweise vor große Herausforderungen. So bestätigen 42 Prozent der Befragten, dass sie Schwierigkeiten hatten, andere Systeme (z.B. ERP, PIM oder CMS) an das Shopsystem anzubinden. Vier von zehn B2B-Unternehmen fiel die Implementierung eines digitalen Onboarding-Prozesses schwer.

 

Was muss ein B2B-Onlineshop können?

49 Prozent sind sich einig, dass Shopsysteme im Geschäftskundensegment höhere Anforderungen erfüllen müssen als im Privatkundenbereich. Die wichtigste Funktion eines B2B-Onlineshops ist für drei Viertel der Befragten die Filterfunktion, gefolgt von der individuellen Suchfunktion und kundenindividuellen Preisen auf Platz zwei und drei mit 69 bzw. 66 Prozent Zustimmung. Demnach ist auch im B2B-Handel Personalisierung ein zentrales Element in der Customer Journey. Um den Bedürfnissen im Geschäftskundenbereich zukünftig gerecht zu werden, wünschen sich 48 Prozent der B2B-Entscheider:innen, dass mehr Anbieter Shopsysteme speziell für B2B-Onlineshops bereitstellen. 

 

Wirtschaftliche Lage bleibt insgesamt positiv bewertet

Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen bewerten ihre derzeitigen Umsätze im E-Commerce positiv. Der Index bleibt konstant und liegt wie im letzten Quartal bereits bei 149,6 Punkten. Die befragten B2B-Projektverantwortlichen gehen auch weiterhin von einer positiven Entwicklung in der Zukunft aus. 53 Prozent erwarten, dass sich die E-Commerce-Umsätze in den kommenden zwölf Monaten verbessern werden. Bei der Beurteilung der Gesamtumsätze sind die Befragten weniger optimistisch. Der Index der aktuellen Gesamtumsätze sinkt um 15,4 Punkte im Vergleich zum Quartal davor und liegt nun bei 137,4 Punkten. Und auch der Index der zukünftigen Gesamtumsätze sinkt. Im Vergleich zum vorherigen Quartal verzeichnet er 19,4 Punkte weniger. Leidglich 44 Prozent der B2B-Unternehmen erwarten eine Verbesserung ihres Umsatzes in den kommenden zwölf Monaten. EEC KÖLN

Sondererhebung zur ersten Hälfte des 2. Quartals – Wachstum im E-Commerce normalisiert sich weiter

| 02.06.2022 | Auch der E-Commerce kann sich den Auswirkungen von Krieg, steigenden Preisen und verunsicherten Verbrauchern nicht entziehen und kehrt nach zweistelligen Umsatzsteigerungen in den Vorjahren in gewohnte Wachstumspfade zurück. Die Umsätze für den gesamten E-Commerce mit Waren sind in den sechs Wochen von Anfang April bis 16. Mai 2022 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 6,7 Prozent gesunken. Von den Rückgängen betroffen sind sämtliche Warencluster mit Ausnahme von Waren des täglichen Bedarfs (z.B. Lebensmittel, Drogerie, Tiernahrung). Das Cluster konnte seine Online-Umsätze der schlechten Konsumstimmung zum Trotz um 4,1 Prozent steigern.

 

Stärkste Verlierer unter den Handelsbranchen sind von Anfang April bis Mitte Mai die Segmente DIY & Blumen (-15,2 Prozent), Auto, Motorad & Zubehör (-14,5 Prozent) und Elektroartikel (-14,4 Prozent) bzw. Heimcomputer samt Zubehör (-12,8). Am besten behaupten konnten sich die Segmente Bürobedarf (+11 Prozent), Heimtextilien (+9,6 Prozent) und Tierbedarf (+8,6 Prozent). (Hinweis: Alle Umsätze und Vergleichswerte in der Übersicht)

 

„Wir sehen derzeit zwei Effekte: eine Normalisierung der Umsätze gegenüber dem Hoch aus dem Vorjahr und einen Kriegs-Malus samt verunsicherter Verbraucher. Dass die Umsätze im gesamten Onlinehandel trotz Krise nur so schwach gesunken sind, zeigt die Resilienz der Branche in einem sehr angespannten wirtschaftlichen Umfeld“, erklärt Frank Düssler, Referent Presse und Öffentlichkeit beim bevh.

 

Markplätze und Pure Player widerstandsfähiger

Ein Grund für die rückläufigen Gesamtumsätze ist das Abschneiden der Multichannel-Händler (-11,7 Prozent), also der stationären Händler mit zusätzlichem Online-Vertrieb. Bereits vor Jahresfrist 2021 waren diese Händler „nur“ um 8,2 Prozent gewachsen, nachdem sie im Vergleichszeitraum 2020 noch ein Plus von 55 Prozent verbuchen konnten. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt hatte damals um 19,4 Prozent zugelegt. Ungeachtet des Umsatzrückgangs bleibt aber auch bei den Multichannel-Händlern der langfristige Wachstumstrend erhalten. Im Vergleich zum Jahr 2019 sind die Umsätze in der Pandemie um 49 Prozent gestiegen.

 

Marktplätze (-5,7 Prozent) und Online-Pure-Player (-3,7 Prozent) konnten ihre Umsätze im Erhebungszeitraum vergleichsweise stabil halten (siehe Versender-Tabelle). Gegenüber dem Vergleichswert aus 2019 liegen die Onlinehändler im Jahr 2022 noch mit 23 Prozent im Plus.

 

Zwei Drittel der Deutschen mit mehr Lebensqualität dank E-Commerce

Auch wenn im gesamten E-Commerce derzeit Rückgänge verbucht werden, bleibt der langfristige Wachstumstrend der Branche intakt. Vergleicht man die Gesamtumsätze mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019, kurz vor Ausbruch der Pandemie, schlägt ein Umsatzplus von 29,7 Prozent zu Buche. Dass sich das Verbraucherverhalten nicht grundlegend verändert hat, zeigt auch die Stimmung der befragten Kunden: Mindestens zwei Drittel (68,2 Prozent) der Onlineshopper (aller Altersgruppen) würde es als Einschränkung der Lebensqualität empfinden, nicht online bestellen zu können. Am stärksten ausgeprägt ist das Empfinden bei den 40-49jährigen und der Zielgruppe 60+. bevh

Kaufkraft in Deutschland zwischen Ost und West bleibt ungleich verteilt

| 01.06.2022 | Neue Regionaldaten des IFH KÖLN geben Auskunft über regionale Verteilung der Kaufkraft in Deutschland und zeigen: Es gibt weiterhin enorme Kaufkraftunterschiede zwischen den Bundesländern. Der Onlineanteil der Kaufkraft wächst und ist im Süden Deutschlands am höchsten. Durchschnittlich liegt das Einkaufsbudget der Deutschen bei 9.427 Euro im Jahr.

 

Trotz einer tendenziellen Annäherung existieren nach wie vor sehr deutliche Kaufkraftunterschiede zwischen den 16 deutschen Bundesländern. Dabei beläuft sich die Bandbreite des Kaufkraftniveaus von 87 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bis hin zu 107 Prozent bei den beiden Spitzenreitern Hamburg und Baden-Württemberg. Diese und weitere Ergebnisse liefern die neuen Regionaldaten des IFH KÖLN, die auch Auskunft über die regionale Verteilung der einkommensbedingten, potenziellen Endverbrauchernachfrage in Konsumgütermärkten geben.

 

Einzelhandelsrelevante Kaufkraftkennziffern

Nicht nur bei der Kaufkraft insgesamt, sondern auch bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft – die für einzelhandelsorientierte Wirtschaftszweige vorhandenen, verbraucherbezogenen Nachfragepotenziale nach Gütern des kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfs – weist die Regionalanalyse Unterschiede auf. Hierbei liegt die Bandbreite der Werte auf Ebene der Bundesländer zwischen Indexwerten von 94 bis 104. Bei den Stadt- und Landkreisen reicht das Spektrum von 90 bis 120. Insgesamt beläuft sich die einzelhandelsrelevante Kaufkraft für das laufende Jahr auf 784 Milliarden Euro brutto. Pro Bundesbürger:in ergibt sich hieraus ein durchschnittliches einzelhandelsrelevantes Potenzial in Höhe von 9.427 Euro. Dabei nehmen Güter des überwiegend kurzfristigen Bedarfs wie Nahrungs- und Genussmittel mit gut 49 Prozent den wichtigsten Part ein. Den überwiegend mittelfristigen Bedarfsbereich dominieren die Sparten Bekleidung/Wäsche sowie das Baumarktsortiment. Insgesamt beläuft sich die Kaufkraft für diesen Bereich auf 143 Milliarden Euro. Im 98 Milliarden Euro schweren Bereich des überwiegend längerfristig orientierten Bedarfs dominieren hingegen sehr deutlich die Sparten Möbel und Unterhaltungselektronik/PC.

 

Hohe Onlineaffinitäten im Süden Deutschlands

Die zunehmende Onlineisierung im Handel zeichnet sich auch in den Regionaldaten ab. Die Expert:innen erwarten für das aktuelle Jahr, dass sich der Onlineanteil der Kaufkraft der 15 Prozentmarke nähern wird. Bei der Analyse der regionalen Unterschiede in Deutschland offenbart sich – im Gegensatz zur allgemeinen Kaufkraft – kein Ost-West-Gefälle. Stattdessen weisen insbesondere die beiden Flächenländer Bayern und Baden-Württemberg überdurchschnittliche Onlineanteile auf.

 

„Die online getätigten Umsätze gehen den stationären Einzelhändlern auf der Fläche verloren. Auch wenn gut jeder dritte online erwirtschaftete Euro in die Kassen stationär verankerter Einzelhändler fließt, wirkt sich dies negativ auf die Potenziale stationärer Ladengeschäfte und somit auch auf den diesbezüglichen Verkaufsflächenbedarf aus,“ so Christian Lerch, Senior Consultant am IFH KÖLN, zu den Ergebnissen der Regionaldaten. IFH KÖLN

Der Mediamix machts: Konsument:innen nutzen im Schnitt fünf Angebotskanäle

| 31.05.2022 | IFH MEDIA ANALYTICS und MEDIA Central analysieren 13 Kanäle der Angebotskommunikation. Lieblingskanal der Konsument:innen bleibt der Prospekt. Aber: Zur Kaufvorbereitung werden durchschnittlich fünf verschiedene Angebotskanäle genutzt. Die crossmediale Verzahnung von mehreren Kanälen der Angebotskommunikation birgt großes Potenzial für den Handel.

 

Gestiegene Papierpreise, allgemeine Konsumzurückhaltung und Inflation: Die Ausspielung von Angebotskommunikation im Handel ist aktuell herausfordernd und findet längst nicht mehr nur über den klassischen Printprospekt statt. Die Optionen sind vielfältig von klassischen Kanälen wie Prospekt, TV- oder Radiowerbung bis hin zu digitalen Kanälen wie Social Media oder Onlinewerbung. Und auch Konsumentinnen und Konsumenten nutzen die einzelnen On- und Offline-Kanäle der Angebotskommunikation in ihrer Customer Journey nicht nur unterschiedlich, sondern auch ergänzend zueinander. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „It’s a Match! Kanäle der Angebotskommunikation und ihr crossmediales Zusammenspiel“ von IFH MEDIA ANALYTICS und MEDIA Central.

 

Prospekt bleibt Platzhirsch

Vor einem Kauf werden branchenübergreifend im Schnitt rund fünf verschiedene Kanäle der Angebotskommunikation genutzt oder wahrgenommen: Konsument:innen informieren sich über Angebote im Handel multimedial – und zwar sowohl primär aktiv über bewusst konsumierte Angebote (z.B. Printprospekte oder Suchmaschinen), als auch über primär passiv zugespielte Werbung (z.B. TV- oder Radiowerbung). Dabei ist unter den 13 untersuchten Kanälen* der Angebotskommunikation der gedruckte Prospekt der Lieblingskanal, welcher auch von zwei Drittel der Konsument:innen mit Angeboten assoziiert wird. Daneben konsultiert jede:r Zweite Onlineauftritte von Händlern wie Webseiten, Newsletter, Apps oder Social Media. Aber auch passive Werbung im Geschäft (49 %) oder Printanzeigen (38 %) werden vor einem Kauf häufig wahrgenommen.

 

Welcher Angebotskanal für welches Kommunikationsziel?

Im Rahmen der Customer Journey gilt es, aktive und passive Kanäle nach ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, den ausgelösten Sinneseindrücken sowie den Kommunikationszielen des Unternehmens einzusetzen. Während Prospekte (53 %) oder Angebots-/Prospektapps (34 %) eher zur Inspiration dienen, eignen sich Suchmaschinen (62 %) und Preisvergleichsseiten (42 %) zur konkreten Angebotssuche. Onlineauftritte bedienen dagegen beides (Inspiration 36 %, Produktsuche 39 %). Primär passiv wahrgenommene Kanäle wie Online- oder Social-Media-Werbung können dagegen auf nicht geplante Angebote aufmerksam machen und so zum Spontankauf animieren.

 

„Wer seine Handelswerbung erfolgreich aussteuern möchte, für den reicht die rein multimediale Betrachtung heutzutage nicht mehr aus: Verschiedene Kanäle müssen so miteinander arrangiert werden, dass eine crossmediale Verzahnung und damit positive Verstärkung der Werbebotschaften erreicht wird“, so Andreas Riekötter, Geschäftsführer von IFH MEDIA ANALYTICS.

 

Orchestrierung und Verzahnung: Crossmediale Angebotskommunikation

Wie schaffen es Marketeers aber, ihre Angebotskommunikation nicht nur multi-, sondern crossmedial einzusetzen? Welche Kanäle sich am sinnvollsten ergänzen, ist abhängig von Branche und Kommunikationsziel. Dabei ist die beliebteste crossmediale Kombination die Verknüpfung von Preisvergleichsseiten und Suchmaschinen. Aber Händler können den Kanalwechsel von Konsument:innen auch mitgestalten und vereinfachen, so zum Beispiel durch den Einsatz von QR-Codes in gedruckten Prospekten zum Download der Händlerapp. Ein weiterer crossmedialer Einsatz kann auch die vom Händler orchestrierte Angebotskommunikation durch das Zuspielen passender Werbung nach der Nutzung und/oder Wahrnehmung eines ersten Kanals sein. Hier ist auch die zeitliche Aussteuerung der einzelnen Werbeformen entscheidend, um Angebotskommunikation crossmedial abzustimmen: So kann beispielsweise via Radio- oder TV-Werbung die Prospektlektüre am Wochenende vorbereitet werden. IFH Media Analytics

Im Jurassic World-Fieber: Gigantische Dino-Welten bei ROFU Kinderland

| 30.05.2022 | Roaaaar: Pünktlich zum Internationalen Kindertag am 1. Juni und zum Kinostart von „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ (8. Juni) verwandeln sich fast 100 ROFU-Filialen in kleine und große begehbare 3D-Dino-Landschaften. Bei der deutschlandweiten Lizenz-Aktion bekommen Urzeitfans einen großartigen Vorgeschmack! Und nicht nur das – weil Kids und ihre Bedürfnisse am Kindertag an oberster Stelle stehen, gibt’s eine einmalige Rabattaktion in allen ROFU-Filialen: Familien sparen an diesem Tag 20 Prozent auf ausgewählte Artikel. Außerdem heißt es bei einer Art „Schnitzeljagd“: QR-Codes finden, scannen und Punkte für DeutschlandCard sichern!

 

Ob Tyrannosaurus, Parasaurolophus oder Triceratops – von Juni bis einschließlich Ende Oktober erleben Kids in fast 100 ROFU-Geschäftsstellen bundesweit die Welt der Urzeitwesen hautnah. Im Inneren der begehbaren Dino-Welt entdecken kleine Urzeitfans zahlreiche Produkte rund um die Riesenechsen. Interaktiv: Nachwuchs-Paläontologen begeben sich in dieser einzigartigen Urzeitlandschaft auf ein echtes Abenteuer und suchen rund um die Verkaufsfläche zusammen mit ihren Eltern vier verschiedene QR-Codes zum Einscannen. Kunden sichern sich so automatisch bis zu 200 Extra-Punkte für die DeutschlandCard oder 10-fach Punkte auf den nächsten Einkauf bei ROFU. Außerdem erscheinen Dinos für begrenzte Zeit via Augmented-Reality auf dem Handy und sorgen so für coole Fotos. Besonderes Highlight: Zwei Fotopoints mit Dino-Motiv versetzen Kids Tausende von Jahren zurück in die Urzeit und sorgen so für unvergessliche Bilder. Eine Tafel mit interessanten Fakten über Dinosaurier informiert die Kids über das Leben der Riesenechsen! ROFU Kinderland

Innenstädte: Grundlagen für die Vitalisierung fehlen - Stadtlabore liefern Blaupause für deutsche Kommunen

| 12.05.2022 | Eine Befragung unter deutschen Kommunen im Rahmen des Projekts „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ zeigt: Leerstand wird bisher nur selten systematisch erfasst, der Bedarf dies planvoll anzugehen wird aber klar erkannt. Grundlagen hierfür müssen geschaffen werden. Digitale Plattform LeAn® liefert Werkzeug und stellt die Weichen für ein digitales Leerstands- und Ansiedlungsmanagement.

 

Innenstädte gemeinsam im Trialog von Kommune, Immobilienwirtschaft und Anbieterseite dem kommunalen Zielbild entsprechend gestalten zu können, ist das übergeordnete Ziel der digitalen Plattform LeAn®, die aktuell im Projekt „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ von 14 Modellstädten gemeinsam mit dem IFH KÖLN und über 15 Projektpartnern entwickelt und erprobt wird. Damit diese Vision Wirklichkeit wird, Innenstädte nachhaltig vitalisiert oder ein guter Status quo erhalten werden kann, gilt es jetzt die Grundlagen zu schaffen – insbesondere in Sachen systematischer Leerstandserfassung und Übersicht zu Gewerbeimmobilien. Dass diesbezüglich jetzt die Ärmel hochgekrempelt werden müssen, zeigt eine aktuelle bundesweite Befragung, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekts durchgeführt wurde.

 

Leerstandserfassung selten mit System und meistens analog

Mehr als ein Drittel (35 %) der befragten Kommunen erfasst den Leerstand in ihrer Innenstadt aktuell nicht systematisch. Weitere 30 Prozent befassen sich erst seit Kurzem mit der Sammlung von Leerstandsinformationen und haben in den vergangenen vier Jahren Aktivitäten zur systematischen Leerstandserfassung angestoßen. Lediglich eine kleine Minderheit gibt an, sich schon seit zehn Jahren oder länger systematisch mit dem Thema Leerstand auseinanderzusetzen. Aber: Kaum eine Kommune – nicht einmal diejenigen, die aktuell nicht oder nur wenig von leerstehenden Gewerbeimmobilien betroffen sind – bewertet das Thema Leerstand als unwichtig. Im Gegenteil: Die Befragung zeigt, dass die überwiegende Mehrheit (90 %) eine Beschäftigung mit dem Thema als sehr wichtig und sehr dringlich einstuft.

 

„Die deutschen Kommunen wissen um die Dringlichkeit, das Thema Leerstand gezielt zu managen – jetzt geht es darum, ihnen die richtigen Standards und die dringend benötigten Werkzeuge hierfür an die Hand zu geben. Handlungsfähigkeit flächendeckend zu ermöglichen, haben wir uns mit den ‚Stadtlaboren für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung‘ auf die Fahne geschrieben“, erklärt Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH KÖLN.

 

Hinzu kommt: Systematisch heißt nicht digital. Daten zu Gewerbeimmobilien in der Innenstadt liegen den meisten Kommunen – wenn überhaupt – in Form von Exceltabellen vor. Basis hierfür sind allzu häufig unregelmäßige Erhebungen, die kein vollständiges Bild zeichnen und deren Datenqualität zu wünschen übriglässt.

 

„Für die Steuerung der Innenstadt ist dies eine herausfordernde Lage: Der Status quo ist unklar, die Zusammenarbeit mit anderen Planungsstellen in der Stadtverwaltung sowie den weiteren Stakeholdern der Innenstadt ist auf Excelbasis nicht möglich. Mit der Plattform LeAn® steht ab Januar 2023 allen deutschen Kommunen eine leicht anschlussfähige Lösung zur Verfügung, die eine digitale, standardisierte Leerstandserfassung ermöglicht und damit auch den Grundstein für proaktives Ansiedlungsmanagement legt“, betont Dr. Eva Stüber, die das Projekt am IFH KÖLN koordiniert.

 

Projektstand: Plattform-Release in den Startlöchern

Durch die agile Arbeitsweise und die frühe Nutzung eines Prototyps der digitalen Plattform, der in den Modellstädten ausgiebig erprobt wurde, ist das Projekt „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ trotz der knappen Projektlaufzeit von nur 18 Monaten gut auf Kurs. Aktuell steht der erste große Plattform-Release bevor, das heißt der Wechsel vom Prototyp auf die digitale Plattform LeAn®. Ein wichtiger Meilenstein, mit dem auch die technische Voraussetzung für Schnittstellen zu den unterschiedlichsten Systemen für die weitere Datenanbindung und ein Multi-User-Management mit Berechtigungslogik geschaffen wurde. Als erstes werden so die Frequenzmesslaser ihre Daten direkt in LeAn® melden. IFH KÖLN

Nachhaltig konsumieren: Generation Z zwischen Aktivismus und Überforderung

| 04.05.2022 | Neue ECC CLUB Studie nimmt die Generation Z unter die Lupe und zeigt die Zerrissenheit der Zielgruppe beim Thema Nachhaltigkeit auf. Trotz hohen Stellenwerts des Themas fühlen sich junge Konsument:innen von den schier unendlichen Optionen überfordert. Der Handel kann insbesondere am Point-of-Sale Hilfestellung leisten.

 

Große Teile der Generation Z (16- bis 26-Jährige) werfen ihren älteren Mitmenschen vor, durch nicht nachhaltiges Konsumieren ihre Zukunft zu verspielen. Insbesondere zum Schutz der Umwelt werde zu wenig getan und es brauche härtere Maßnahmen – Verzicht üben fällt der Generation Z selbst jedoch schwer. So glauben immerhin zwei Drittel der jungen Konsument:innen, es sei möglich, nachhaltig zu leben, ohne Abstriche beim Lebensstil zu machen. Mit welchen ambivalenten Gefühlen die junge Generation zu kämpfen hat, zeigt die diesjährige ECC CLUB Studie 2022 „Future Needs der Generation Z“ des ECC KÖLN, deren Ergebnisse morgen auf dem ECC FORUM 2022 präsentiert werden.

 

Spontankäufe statt gezielter Suche nach nachhaltigen Produkten

Der größte Anteil der Konsument:innen der Generation Z kauft nachhaltige Lebensmittel eher situationsbedingt und in Abhängigkeit vom Angebot vor Ort. Nur rund jede:r vierte junge Konsument:in sucht und kauft gezielt nachhaltig (27 %). Grade am Point-of-Sale (POS) kann der Handel dabei als verlässlicher Partner für die oftmals von den vielen Wahlmöglichkeiten überforderte Generation Z (Zustimmung 71 %) fungieren. Denn: Trotz hoher Onlineaffinität liegt der POS in puncto Inspiration noch vor den sozialen Netzwerken (POS: 77%, Social Media: 67 %). Im Fokus sollte dabei auch der Faktor Preisgestaltung stehen: Für 72 Prozent der Befragten, die teilweise kurz vor dem Eintritt in das Berufsleben stehen, schlägt der Faktor Preis gezwungenermaßen den Faktor Nachhaltigkeit. Und trotz großer Sorgen um den Klimawandel konsumiert mit 69 bzw. 59 Prozent die Mehrheit der Angehörigen der sogenannten Gen Z weiterhin mindestens einmal wöchentlich tierische Produkte in Form von Milch- bzw. Fleisch und Fleischprodukten.

 

„Unsere diesjährige ECC CLUB Studie offenbart die Zerrissenheit der jungen Generation Z. Auch wenn der Großteil der jungen Konsument:innen noch optimistisch in die Zukunft blickt, schwingen in Anbetracht der Krisensituationen der letzten beiden Jahre Sorgen mit. In dieser unsicheren Zeit muss auch der Handel der Generation Z und ihren Bedürfnissen mehr Aufmerksamkeit schenken. Mit Ehrlichkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit können Händler und Hersteller zwischen den Unmengen an Wahlmöglichkeiten ein wichtiger Partner für die 16- bis 26-Jährigen werden, die offen dafür sind, an die Hand genommen zu werden“, ergänzt Dr. Ralf Deckers, Bereichsleiter Customer Insights am ECC KÖLN. 

 

Marken ja, aber oft Secondhand

Der Vergleich mit anderen Personen im echten Leben oder auf Social Media setzt 71 Prozent der Angehörigen der Gen Z unter Druck. Infolgedessen wundert es auch nicht, dass Produktmarken für jede:n Zweite:n beim Shopping eine wichtige Rolle (55 %) spielen. 52 Prozent achten dabei ebenso auf das Image der Marke und damit auch auf etwaige Nachhaltigkeitsaspekte. Eine ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe mit Blick auf gesellschaftlich wichtige Themen kann daher für Händler und Hersteller zum echten Erfolgsfaktor werden. Ein Blick auf die Kanäle offenbart zudem, wie die Generation Z beim Onlineshopping Nachhaltigkeit berücksichtigt: So hat immerhin rund jede:r Zweite schon einmal über eine Secondhand-Plattform wie eBay, Momox oder Vinted geshoppt (57 %). EEC KÖLN

Steigende Preise: Konsumverhalten auf Sparflamme

| 02.05.2022 | Trend Check Handel beleuchtet die Auswirkungen der anhaltenden Preissteigerungen. Die Mehrheit der Konsument:innen in Deutschland plant ihr Ausgabeverhalten zurückzufahren – das gilt für verschiedene Produkte branchenübergreifend. Zugunsten eines niedrigeren Preises würde sogar eine längere Lieferzeit akzeptiert werden. 

 

Steigende Inflationsraten, Abwärtstrend der Konjunktur, höhere Preise. Die Lebenshaltungskosten sind in den vergangenen Wochen und verstärkt seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine Ende Februar stark angestiegen. Wie reagieren deutsche Konsumentinnen und Konsumenten darauf? Diese Frage stellt der aktuelle Trend Check Handel des ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit Salesforce und kommt zu dem Ergebnis, dass knapp zwei Drittel der Konsumierenden ihre Ausgaben aufgrund der gestiegenen Preise aktuell reduzieren. Betroffen sind alle Handelsbranchen und insbesondere auch der stationäre Handel, da viele Konsument:innen nun vermehrt online einkaufen, um Preise besser vergleichen zu können. Darüber hinaus hat der Handel nach wie vor mit längeren Lieferzeiten zu kämpfen – diese würden eine Mehrheit der Konsument:innen (61 %) für einen geringeren Preis akzeptieren. 

 

Ausgaben werden reduziert

24 Prozent der befragten Konsument:innen haben ihre Ausgaben in den vergangenen Wochen aufgrund der gestiegenen Preise bereits reduziert. Eine Mehrheit von 40 Prozent gab in der Befragung Mitte April an, aktuell anstehende Ausgaben herunterzufahren. Damit wird die Mehrheit der Bevölkerung (64 %) in der nächsten Zeit mehr sparen. Betroffen ist dabei bei rund jedem/ jeder Zweiten (52 %) auch der Sommerurlaub.   

 

Einsparungen in allen Handelsbranchen  

Ein reduziertes Ausgabeverhalten der Konsument:innen wird sich branchenübergreifend bemerkbar machen. So planen 35 Prozent der Befragten in nächster Zeit weniger Geld im Bereich Wohnen und Einrichten sowie für elektronische Produkte und Computer(-zubehör) auszugeben. Knapp dahinter: Ausgaben rund um Fashion (34 %), Freizeit (33 %) und Heimwerken (31 %) sowie Autokäufe (29 %). Um gezielter sparen zu können, kaufen rund ein Drittel der Konsument:innen mehr online ein, um Preise besser vergleichen zu können. 

 

Preis vs. schnelle Lieferung?

Lange Lieferzeiten sind seit Ausbruch der Coronakrise und den gestörten Lieferketten in vielen Branchen ein stetiges Problem geworden – wünschen sich Konsument:innen doch eigentlich eine möglichst schnelle Lieferung. In Anbetracht steigender Preise würden viele aber Zugeständnisse machen. So würden 82 Prozent der Befragten eine Lieferzeit von zwei Wochen akzeptieren, sollte das Produkt so um die Hälfte günstiger werden. Eine kleinere Preisreduktion von rund 20 Prozent würde rund jeder Zweite in Kauf nehmen. EEC KÖLN

Verkaufskanal Auto: Ein Markt im Werden

| 28.04.2022 | Neue Studie von IFH KÖLN und BBE Automotive widmet sich Potenzialen des Autos als Verkaufskanal und zeigt: Rund ein Drittel der Befragten interessiert sich für Shopping-Möglichkeiten im Auto. Besonders die Möglichkeit, über Sprachsteuerung einzukaufen, trifft auf positive Resonanz. 

 

Mit der voranschreitenden Digitalisierung eröffnen sich dem Handel immer mehr Möglichkeiten, neue Absatz- und Kontaktwege zu den Kundinnen und Kunden zu erschließen. Ein bisher noch wenig beachtetes Verkaufsmedium, mit weitestgehend unausgeschöpftem Potenzial, ist das Auto. Das IFH KÖLN hat in Zusammenarbeit mit der BBE Automotive einen genaueren Blick auf den Markt geworfen und die Bekanntheit sowie die Nutzung von Shoppingmöglichkeiten aus dem Auto heraus, auch „In-Car-Commerce“ genannt, untersucht. Rund dreißig Prozent der Befragten gaben an, sich für Shopping im Auto zu interessieren. Rund 45 Minuten verbrachten die Befragten im Durchschnitt an einem Arbeitstag vor der Pandemie im Auto – Zeit, die mit Einkaufen gefüllt werden könnte.

 

„Im In-Car-Commerce steckt viel bis jetzt ungenutztes Potenzial. Offen bleibt, wer dabei das Rennen macht. Die Fahrzeughersteller werden den Handel in ihre Fahrzeug-Plattform integrieren wollen. Aber die mächtigen Digital-Giganten – Amazon, Apple, Google – stehen mit gefüllter Kasse, hoher Digitalkompetenz und einer breiten Nutzerpenetration dagegen. Der Autofahrer wird im Auto seine gewohnte Digitalwelt erwarten,“ so Dr. Ralf Deckers, Bereichsleiter Customer Insights am IFH KÖLN.  

 

Technische Voraussetzungen bereits vorhanden

Nicht jedes Fahrzeug ist technisch für In-Car-Commerce ausgerichtet, jedoch steigt die Zahl der Modelle mit Commerce-Befähigung stetig. Einkaufen über das Display des Fahrzeugs ist beliebt: 32 Prozent der Befragten gaben an, interessiert an dieser Methode des Shoppings im Auto zu sein. Ansätze wie sprachgesteuertes Einkaufen, auch „Voice Commerce“ genannt, Screen Mirroring, zu Deutsch „Bildschirm Spiegelung“, oder integrierte Plattformen der Fahrzeughersteller, sollen vielfältige Kaufchancen während des Aufenthalts im Auto bieten. In einer guten Ausgangsposition ist Amazon: Rund ein Drittel der Befragten können sich vorstellen, Amazons Sprachassistenten Alexa und Echo im Auto zu nutzen oder nutzen diese bereits. Auch bei der Frage des präferierten Marktplatzes liegt Amazon vorne: Rund 30 Prozent der Befragten würden den Onlineriesen beim In-Car-Commerce in Betracht ziehen.

 

Kategorie Lebensmittel besonders interessant

Angebote und Produkte rund um Essen und Trinken gehören zu den favorisierten Produktkategorien der befragten Autofahrer:innen. Von den generell am In-Car-Commerce Interessierten, gaben mehr als 30 Prozent an, den Kauf von Lebensmitteln und Mahlzeiten aus dem Auto heraus interessant zu finden. Ähnlich gut schneidet der Bereich rund um Freizeit- (27 %) und Sportaktivitäten (21 %) ab. Darüber hinaus finden bei den befragten Fahrzeugbesitzenden Ersatz- und Zubehörprodukte rund um das Auto Beachtung. So gab rund jede:r Fünfte an, den Kauf von Autozubehör aus dem Fahrzeug heraus in Betracht zu ziehen.

 

„Auch wenn der In-Car-Commerce zurzeit noch in den Kinderschuhen steckt, die Aussichten für die Zukunft sind vielversprechend. Das Interesse der Kund:innen ist geweckt – jetzt sind die führenden Köpfe der Automobilbranche gefragt, den aufkommenden Trend zu erkennen und mit entsprechenden Partnern und Handelskooperationen zu unterstützen,“ so Gerd Heinemann, Geschäftsführer BBE Automotive. IFH KÖLN

 

Weitere Expansion: tonies launched Webshop für Europa

| 27.04.2022 | Die tonies SE hat den Launch eines neuen Online-Shops für internationale Kund*innen angekündigt. Ab dem 27. April können erstmals Interessent*innen aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Spanien und Portugal unter https://tonies.com/en-eu/ das preisgekrönte Audiosystem für Kinder erwerben. Damit ist tonies® in insgesamt zwölf verschiedenen Ländern auf zwei Kontinenten erhältlich.

 

Marcus Stahl, Co-CEO tonies: „Wir freuen uns sehr, dass tonies® nun in weiteren Ländern verfügbar ist. Schon seit vielen Jahren erhalten wir Anfragen auch aus dem europäischen Ausland. Nun können wir diese auch bedienen. Nach den erfolgreichen Markteintritten in UK, Irland, den USA und Frankreich, kommen wir unserem Ziel nun ein Stück näher, tonies® allen Kindern weltweit zugänglich zu machen.“

 

Gleich zum Start des neuen EU-Shops können sich Kund*innen auf ein umfangreiches Portfolio aus insgesamt 82 englischsprachigen Tonies freuen, welches zukünftig stetig erweitert wird. Darunter Blockbuster-Lizenzen von Disney, Universal, DreamWorks und eOne („Peppa Pig“). Daneben gibt es das klassische Toniebox Starterset in sechs verschiedenen Farben sowie die beliebten Tonie-Lauscher (Kopfhörer), den Tonie-Transporter (Tasche) und die praktische USB-Ladestation. Darüber hinaus werden drei exklusive Bundles mit jeweils drei Disney-Klassikern angeboten.

 

Auch die beliebte digitale Plattform mytonies.com ist für alle internationalen Kund*innen verfügbar. Hier werden zum Start über 200 Minuten deutsch-, englisch- und französischsprachiger Inhalte kostenlos zum Download für Kreativ-Tonies angeboten. 

 

Seit dem Jahr 2018 ist tonies® neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch in UK und Irland vertreten. Im Herbst 2020 gelang nach nur einjähriger Vorbereitung der Markteintritt in die USA. Im Herbst 2021 folgte in Europa Frankreich, weitere internationale Markteintritte sind bereits geplant. Tonies

Kein Verfahren gegen Einkaufsvereinbarung zum Weiterbetrieb von 63 real-Standorten

| 21.04.2022 | Das Bundeskartellamt hat nach eingehender Vorprüfung keine Veranlassung für die Einleitung eines kartellrechtlichen Verfahrens gegen eine geplante Einkaufskooperation der Erwerber von weiteren real-Standorten mit REWE. Am 2. März 2022 hatte das Bundeskartellamt die Übernahme von nunmehr 63 real-Standorte durch den Investor Dr. Tischendorf unter Beteiligung des ehemaligen real-Managements freigegeben (sogenanntes „Management-Buy-out“ bzw. „real-MBO“: Vgl. PM vom 2. März 2022). Zum damaligen Zeitpunkt stand die Prüfung möglicher Vereinbarungen zur Beschaffung jedoch noch aus.

 

Andreas Mundt: „Im Kern ging es uns um die Frage, ob für den Fortbestand der 63 real-Standorte zwingend eine Einkaufskooperation mit REWE als einem der größten Händler notwendig ist, statt den Mittelstand zu berücksichtigen. Der Maßstab für unsere Bewertung kann nur sein, ob das Konzept des Investors unternehmerisch nachvollziehbar ist und alternative Angebote nicht grundlos oder aus kartellrechtlich nicht anerkennungsfähigen Erwägungen abgelehnt werden. Im Ergebnis gibt es aber kein anderes Modell, das tragfähig genug erschien, um den Erhalt der Standorte zu sichern.“

 

Neben der Rewe hatten auch bestimmte LEH-Unternehmen, die der mittelständischen RTG-Einkaufskooperation angehören, Interesse an einer Zusammenarbeit mit der neuen Eigentümerin der 63 Standorte bekundet. Die RTG war auch bislang der Einkaufspartner von real. Der im Dezember 2021 begonnene Verhandlungsprozess war allerdings durch die Notwendigkeit gekennzeichnet, innerhalb eines sehr begrenzten Zeitraums hinreichend klare und belastbare Lösungen für die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des real-MBOs zu erreichen. Dies galt umso mehr, als man als neuer mittelständischer Wettbewerber auf dem LEH-Markt nur ein beschränktes Beschaffungsvolumen aufweist und die bisherige Unterstützung durch die frühere Konzernmutter Metro absehbar entfallen wird. Ein vertragsfähiges Stadium der Verhandlungen mit den RTG-Unternehmen wurde jedoch bislang nicht erreicht. Mit Rewe hatte der Investor einen solchen Vertrag weitgehend ausverhandelt. Es war nicht erkennbar, dass er weitergehende Verhandlungen über eine Alternativlösung ohne Grund oder aus kartellrechtlich nicht angemessenen Erwägungen ablehnte.

 

Von daher ist auch zu akzeptieren, dass Rewe durch die Einkaufskooperation mit dem real-MBO sein Beschaffungsvolumen im Lebensmitteleinzelhandel weiter er-höhen kann. Immerhin hatte das Bundeskartellamt beim Erwerb einer Vielzahl von real-Standorten durch Kaufland (B2-83/20) und Edeka (B2-85/20) als Nebenbestimmung zur fusionskontrollrechtlichen Freigabe vorgesehen, dass real-Standorte mit einem Food-Beschaffungsvolumen von mindestens 200 Mio. € an mittelständische Wettbewerber veräußert werden müssen. Damit wuchs den mittelständischen Wettbewerbern mehr Beschaffungsvolumen als im Falle einer generellen Schließung der real-Standorte zu. Dieses Abgabevolumen wurde inzwischen nicht nur erreicht, sondern sogar überschritten.

 

Angesichts der Gesamtumstände sind die kartellrechtlichen Bedenken gegen die vorgelegte Kooperation nicht durchgreifend und das Amt hat daher entschieden, kein Verfahren dagegen einzuleiten. Bundeskartellamt

Kaufkraft Deutschland, Österreich, Schweiz 2022

| 21.04.2022 | Das GfK Bild des Monats für April zeigt die regionale Verteilung der Kaufkraft in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Jahr 2022. Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 41.758 Euro haben die Schweizer 2022 wieder deutlich mehr Geld für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung als die benachbarten Deutschen (24.807 Euro) und Österreicher (24.759 Euro). Doch nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch innerhalb der jeweiligen Länder gibt es deutliche regionale Unterschiede in Bezug auf das verfügbare Nettoeinkommen.

 

In der Schweiz belegt der Schwyzer Bezirk Höfe mit Abstand den ersten Platz. Dort stehen den Menschen im Schnitt 97.329 Euro und damit deutlich mehr als das 3-Fache der kaufkraftschwächsten Region Bernina (30.608 Euro) zur Verfügung. Bei den Österreichern liegt Wiens 1. Bezirk (Innere Stadt) mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 40.332 Euro ganz vorne, während der 15. Wiener Bezirk (Rudolfsheim-Fünfhaus) mit 19.587 Euro das Schlusslicht bildet. Am wenigsten auseinander geht die Kaufkraft-Schere in Deutschland: Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 34.758 Euro führt der Landkreis Starnberg das Ranking der deutschen Kreise an; den letzten Platz belegt Gelsenkirchen mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 19.778 Euro pro Einwohner. GfK

Im Zwiespalt: Zwischen dem Ende der Corona Maßnahmen und dem Ukraine Krieg

| 21.04.2022 | Eigentlich sollte 2022 wieder mehr Normalität bringen, doch dann kam alles anders. Der Ukraine Krieg und die steigende Inflation versetzt die Konsumlust auf Talfahrt. Der Begriff „Fake News“ ist erneut in aller Munde und abermals profitieren klassische Medien mit einem enormen Vertrauenssprung. Die Deutschen erwarten auch oder gerade in Kriegszeitung Engagement und Haltung von Marken und sehnen sich nach nachhaltiger Erholung im Sommer, auch wenn Corona und der Krieg die Unbeschwertheit des Sommers zu nehmen scheinen.

 

Eigentlich sollte 2022 das Jahr der wiederkehrenden Normalität werden, aber das Gegenteil ist der Fall: Kein Ende der Pandemie in Sicht und dazu noch ein Krieg in Europa. Umso drängender stellt sich die Frage, wie Konsument:innen auf diese von Extremen geprägte Zeit reagieren.

 

Mit dem Havas Media Consumer Pulse bringen wir etwas Licht ins Dunkle und beschäftigen uns dieses Mal mit den folgenden Themen:

 

Konsumlust auf Talfahrt

Steigende Sorgen drücken auf die Konsumstimmung in allen Bereichen, sowohl bei Konsumgütern als auch Aktivitäten. Dabei löst der Krieg und mögliche Lieferkettenprobleme Corona als Sorgenthema ab und die Beunruhigung über die Inflation verzeichnet einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Jahresende 2021. Vor allem die über 50-Jährigen reagieren mit starker Zurückhaltung was zukünftige Ausgaben betrifft. Das Sparpotenzial liegt dabei vor allem in Freizeitaktivitäten und beim Ausgehen nicht aber bei der Grundversorgung wie Auto, Strom und Lebensmitteln. Gerade an den Supermarktkassen passiert viel und wir erleben ein Déjà Vu – es wird wieder gehamstert.

 

Medien der Stunde

Nach den Corona Lockerungen sinkt bei den Deutschen das Interesse daran, sich mehrmals täglich über das Thema Coronalage zu informieren. Stattdessen steht der Krieg in der im Fokus. Dabei sind die hauptsächlich genutzten Informationsquellen bei beiden Themen nahezu identisch. In der anhaltenden Diskussion über die Meinungs- und Pressefreiheit und Meldungen über die staatlich eingeschränkte Berichterstattung in Russland sieht jeder vierter der Befragten Medien heute in einem anderen Licht: Der Begriff „Fake News“ bekommt nochmal eine stärkere Bedeutung. Davon profitieren klassische Medien mit einem enormen Vertrauensvorsprung und die Nachrichten im TV bleiben die meistgenutzte Informationsquelle.

 

Markenkommunikation in Kriegszeiten

Konsument:innen erwarten Engagement von Marken. Sie sollten für Menschen in bzw. aus der Ukraine spenden, diese als Arbeitnehmer einstellen und sich aus Russland zurückziehen. Jedoch muss die Werbung deshalb nicht grau und trüb sein. Etwas Farbe in ungewissen Zeiten tut der Seele gut.

 

Erste Sonnenstrahlen lassen an Urlaub denken

Dieses Jahr wird kurzfristig gebucht, gerne weiter weg, aber mit deutlich mehr Nachhaltigkeitsgedanken im Kopf. So werden vermehrt Fernreisen bewusst vermieden und Unterkünfte gebucht, die mit Nachhaltigkeit für sich werben. Die Deutschen befinden sich im Zwiespalt zwischen „Endlich Auszeit vs. Unbeschwert geht anders“. Nichtsdestotrotz, Erholung wird dringend gebraucht, auch wenn Corona und der Krieg in der Ukraine die Unbeschwertheit nimmt. So kommen zu den klassischen Sommerwünschen – wie schönes Wetter, und ein sonniger Sommer – neben der Sehnsucht nach dem Corona-Ende noch Friedenswünsche mit dazu. Havas Media

Einzelhandel hofft auf Umsatzimpulse zu Ostern

| 13.04.2022 | Die bevorstehenden Osterfeiertage sind für viele Menschen ein Geschenkeanlass. Dementsprechend sorgt das Osterfest im Einzelhandel alljährlich für Umsatzimpulse. Nach Einschätzung des Handelsverband Deutschland (HDE) ist das Ostergeschäft auch in diesem Jahr insbesondere für den Lebensmittel- und den Spielwarenhandel von großer Bedeutung. Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher verschenkt zu Ostern für gewöhnlich Süßigkeiten, andere Lebensmittel oder Spielzeug.

 

„Ostereier und Schokohasen bleiben die Klassiker im Osternest. Vor allem für spezielle Lebensmittelprodukte planen Verbraucher traditionell Osterausgaben ein“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch Spielwaren, Dekorationsartikel und Blumen seien in den vergangenen Jahren zur Osterzeit beliebt gewesen. Viele Handelsunternehmen hätten ihr Sortiment um anlassbezogene Ware ergänzt und hofften auf ein erfolgreiches Ostergeschäft.

 

„Für den Einzelhandel ist Ostern bei Weitem nicht das neue Weihnachten. Dennoch sind die Umsätze rund um die Ostertage ein wichtiger Impuls für den Start in das Frühjahr“, so Genth weiter. Ganz besonders Handelsunternehmen im Non-Food-Handel könne ein guter Verlauf des Ostergeschäfts nach inzwischen mehr als zwei Jahren Pandemie für die nächsten Monate zuversichtlich stimmen. HDE

Das Familienevent im KaDeWe

TOGGO Radio Moderator*innen Leandra Ibe und Giulia Maria Mühlhaus Foto: SUPER RTL
TOGGO Radio Moderator*innen Leandra Ibe und Giulia Maria Mühlhaus Foto: SUPER RTL

| 13.04.2022 | Radio zum Reingucken: Unter diesem Motto kommt die TOGGO Radiobox am 16. April in das Kaufhaus des Westens – kurz KaDeWe – nach Berlin und gewährt den kleinen und großen Gästen des Department Stores einen Blick hinter die Kulissen des bunten Radiouniversums. Die Moderatorinnen Leandra Ibe und Giulia Maria Mühlhaus senden live vor Ort und haben jede Menge Mitmachaktionen und Gewinnspiele im Gepäck.

 

Wie wird ein Radioprogramm produziert? Welche Technik steckt dahinter? Und was müssen die Moderator*innen eigentlich alles beachten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Team von TOGGO Radio und teilt sein Fachwissen mit allen Interessierten und den Radiomacher*innen von morgen. Beim TOGGO Mitmach-Mikro werden die Kids sogar selbst Teil des Programms und können sich ihren ganz persönlichen Lieblingssong wünschen. Für jede Menge Rätselspaß sorgen darüber hinaus spannende Wissensquiz und Duelle. Und alle, die gar nicht genug Spielspaß bekommen können, sind herzlich eingeladen, Games wie „Taco Katze Ziege Käse Pizza!“ und „Unlock! Kids“ vom Brettspiel-Experten Asmodee auszuprobieren – an Spieletischen rund um TOGGO Toys, dem Gütesiegel von SUPER RTL für hochwertige Spiele.

 

TOGGO Radio ist der Familien- und Kindersender von SUPER RTL und überzeugt seine Fans mit einer vielseitigen Programmwelt. So ist das digitale Audioangebot der zuverlässige Begleiter im Alltag von Familien und passt sich mit Live-Sendungen wie „Euer Morgen: Aufstehen & aufdrehen“ und „Euer Mittag: Schule aus, Schuhe aus!“ deren Routinen an. SUPER RTL

Deutsche Verbraucher shoppen weiter online – Einkaufsvolumen sinkt seit Kriegsbeginn aber deutlich

| 11.04.2022 | Nach einem starken Jahresbeginn haben die Auswirkungen des Ukrainekriegs die Umsatzentwicklung auch im E-Commerce massiv gebremst, wie ein Vergleich der Umsatzentwicklung im 1. Quartal diesen Jahres vor und nach Kriegsbeginn am 24. Februar zeigt. Legte der Onlinehandel mit Bekleidung und Schuhen von Anfang Januar bis Kriegsbeginn noch um 10,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, gingen die Umsätze nach Kriegsbeginn bis Ende März massiv um 8,6 Prozent zurück, sodass für das gesamte Quartal nur noch ein Plus von 3,2 Prozent zu Buche stand. Ähnlich verhielt es sich mit den sonst sehr stabilen Wachstumsraten im Cluster Einrichtung, dessen Q1-Wachstum von +13,9 Prozent (vor Kriegsbeginn) auf einen Wert kaum über Vorjahresniveau zurückfiel (+0,3 Prozent; Q1 gesamt: +9,0 Prozent). Mit einem Umsatzplus von 23,7 Prozent zum Vorjahresquartal auf 2,43 Mrd. Euro wächst das Warencluster Täglicher Bedarf erneut am stärksten (vor Kriegsbeginn: 26,1 Prozent; danach 19,4 Prozent).

 

Insgesamt konnte der E-Commerce mit Waren dank starker Umsätze im Nach-Weihnachtsgeschäft im 1. Quartal noch ein Plus von 8,2 Prozent auf 23 Mrd. Euro (Vorjahr: 21,1 Mrd. Euro) erzielen (vor Kriegsbeginn: +11,5 Prozent, danach: +2,3 Prozent zum Vorjahresquartal). (Hinweis: Alle Umsätze und Vergleichsdaten in der Übersicht)

 

„Der Blick auf den Umsatz zeigt nicht, wie unterschiedlich die Unternehmen der Branche dieses Jahr erleben“, erläutert Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh, die Zahlen, aus denen außerordentlich hohe Ausreißer bereits herausgerechnet sind. „Es gibt Onlinehändler, die weiterhin wachsen, und es gibt andere, die im zweistelligen Prozentbereich Umsatz abgeben. Es gibt Unternehmen, die Versorger oder Lieferant von dringend benötigten Gütern sind und deshalb mehr Nachfrage erfahren, und solche, deren Sortiment für die Menschen aktuell kaum relevant erscheint. Diese schwer planbare Situation wird durch spürbare Störungen im Nachschub und ungebremsten Anstieg der Kosten für zahlreiche Rohstoffe, für Transportleistungen, Verpackungen, Energie oder andere Betriebskosten erschwert.”

 

Die Sorgen der Bevölkerung zeigten sich nach Kriegsbeginn auch im Online-Einkauf von Medikamenten. Das Wachstum in dieser schon durch die andauernde Corona-Pandemie dynamischen Kategorie stieg nach dem 24. Februar sprunghaft um mehr als 40 Prozent an. Von Januar bis Ende März legte der Umsatz so insgesamt um 23,5 Prozent von 329 Mio. Euro im ersten Quartal 2021 auf nun 407 Mio. Euro zu.

 

Erholen konnte sich der Umsatz mit Dienstleistungen, etwa Online-Buchungen von Reisen oder Events. Diese hatten unter Corona massiv gelitten und legten im 1. Quartal 2022 um fast zwei Drittel (64,2 Prozent) auf 1,85 Mrd. Euro zu (1. Quartal 2021: 1,13 Mrd. Euro). Allerdings erreichen die Umsätze noch nicht einmal die Hälfte dessen, was im 1. Quartal 2020 erzielt wurde (3,89 Mrd. Euro). Und auch hier bildet der Kriegsbeginn eine Zäsur: Von Anfang Januar bis 24. Februar verdoppelte sich der Umsatz nahezu (+93,3 Prozent), um nach Kriegsbeginn auf ein moderates Wachstum von 13,4 Prozent zurückzufallen.

 

„Mit Blick auf das gesamte Quartal haben die Kundinnen und Kunden ungebrochen im E-Commerce eingekauft. Weder shoppen jetzt weniger Menschen im Internet, noch lässt sich beobachten, dass einzelne Altersgruppen oder einkommensschwache Personen ihr Einkaufsverhalten im Onlinehandel verändert hätten. Das volle Ausmaß der Verbraucherverunsicherung – aufgrund der Kriegshandlungen mit ihren absehbaren Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung, auf Preise und Versorgung auch in Deutschland – wird sich aber erst in den kommenden Monaten mit den Mitteln der Marktforschung detailliert nachzeichnen lassen”, so Martin Groß-Albenhausen.

 

Kein Versender kommt davon: Bei nahezu allen Versendertypen verlangsamte sich das Umsatzwachstum nach Kriegsausbruch deutlich, wenn auch nicht immer im gleichen Maße. Auffällig ist das vergleichsweise gute Abschneiden der Multichannel-Anbieter (+9,3 Prozent). Offenbar können Handelskonzepte gerade jetzt punkten, wenn neben dem Ladenbesuch auch der Onlinekauf angeboten wird. Noch am stärksten zulegen konnte der Direktvertrieb durch Hersteller (+13,3 Prozent). Allerdings war die „Fallhöhe“ der Hersteller nach Kriegsbeginn auch besonders ausgeprägt: Lag das Umsatzwachstum vor Kriegsbeginn noch bei 21,4 Prozent, mussten sie nach Kriegsausbruch einen Umsatzrückgang zum Vorjahresquartal von 0,9 Prozent hinnehmen. bevh

EHI-Studie zur Personalentwicklung im Handel

| 07.04.2022 | Das Thema Personalentwicklung steht bei den HR-Verantwortlichen der Branche weit oben auf der Agenda. Im Hinblick auf die allgemeine Arbeitsmarktsituation mit dem anhaltenden Fachkräftemangel ist es wichtig, vorhandenes Personal gezielt zu schulen und im Unternehmen zu halten sowie neue Talente mit entsprechenden Angeboten zu gewinnen. Wie die EHI-Studie „Personalentwicklung im Handel 2022“ zeigt, ist der Bereich für die befragten Unternehmen gegenwärtig von großer Bedeutung. Dies spiegelt sich schon jetzt in den Budgets wider. „Die Budgets für die Personalentwicklung sind in den letzten drei Jahren tendenziell gestiegen und eine deutliche Mehrheit der Personalverantwortlichen geht von einer weiteren Steigerung in den nächsten drei Jahren aus“, erklärt Ulrike Witt, Leiterin Forschungsprojekt Personal. 

 

Steigende Budgets

Insgesamt hat für fast zwei Drittel der befragten Unternehmen (64 Prozent) die Personalentwicklung eine große oder sehr große Bedeutung. 79 Prozent sind der Meinung, dass dieser Bereich in Zukunft nochmals an Relevanz gewinnen wird. Ähnliche Entwicklungen lassen sich auch beim Budget für die Personalentwicklung feststellen. So ist es bei über der Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) in den letzten drei Jahren gestiegen. Eine deutliche Mehrheit von 70 Prozent erwartet auch in den kommenden drei Jahren mehr Geld für Personalentwicklung.

  

Qualifikation von Führungskräften im Fokus

Unternehmen investieren in die Personalentwicklung, um alle Positionen mit adäquat qualifiziertem Personal besetzen zu können, Fluktuation zu vermeiden und für zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Wichtigste Ziele sind aus Sicht der HR-Profis vor allem die Sicherung des Fach- und Führungskräftebestandes sowie das Identifizieren und Fördern von Nachwuchskräften. Daher verwundert es nicht, dass für 64 Prozent der Fokus von Personalentwicklungsmaßnahmen im Jahr 2022 auf der Qualifikation von Führungskräften liegt.

 

Als größtes Hindernis bei der Umsetzung von Personalentwicklungsmaßnahmen gilt eine zu hohe Arbeitsauslastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (88 Prozent) und damit verbunden die fehlende Zeit für Fortbildungen. Weitere Gründe sind mangelnde Kapazitäten in der Personalabteilung und mangelnde Unterstützung durch Führungskräfte. EHI

Hybride Angebotskommunikation? Printprospekt bleibt Platzhirsch

| 06.04.2022 | Neue Studie von IFH MEDIA ANALYTICS und MEDIA Central untersucht die Nutzung von Print- und Onlineprospekten in der Handelswerbung. Fazit: Die gedruckte Angebotskommunikation ist noch immer am beliebtesten bei Konsument:innen. Rund drei Viertel der Prospektlesenden nutzen ergänzend auch den Onlinekanal. Die Lieblingsprospekte – print und digital – kommen aus dem Lebensmittelbereich.   

 

Wie rezipieren Konsumentinnen und Konsumenten im Jahr 2022 Handelswerbung? Ist das Internet der Kanal der Wahl oder ist es nach wie vor die altbekannte Prospektwerbung aus dem Briefkasten? Diese und weitere Fragen stellt die neue Studie „Die Bedeutung des Prospekts 2022“ von IFH MEDIA ANALYTICS in Zusammenarbeit mit MEDIA Central. Das Ergebnis ist eindeutig: Gedruckte Prospektwerbung dominiert noch immer branchenübergreifend die Angebotskommunikation in der Handelslandschaft und bleibt in ihrer Nachfrage im Zeitverlauf 2016 bis 2022 stabil. So lesen aktuell 76 Prozent der Deutschen mindestens wöchentlich gedruckte Handelswerbung. Jedoch werden Prospekt-Apps und Onlineprospekte nicht nur beliebter, sondern ergänzen auch immer mehr das Lesen von Printwerbung.

 

„Seit vielen Jahren analysieren wir nun schon die Nutzung von Handelswerbung online und in Form des klassischen Printprospekts. In herausfordernden Zeiten rund um Papierpreiserhöhung, Mindestlohn und Digitalisierung sehen wir heute aber immer noch, dass der Prospekt nach wie vor das Leitmedium in der Handelskommunikation ist. Aber die digitale Variante im Netz wird immer beliebter. Hybride Werbung ist das Gebot der Stunde“, so Andreas Riekötter, Geschäftsführer von IFH MEDIA ANALYTICS.

 

Welcher Kanal für welche Zielgruppe?

Altersübergreifend ist bei den Prospektlesenden eines unstrittig: Der gedruckte Prospekt wird am häufigsten genutzt, selbst bei den jüngeren Konsument:innen zwischen 18 und 29 Jahren (93 %). Noch mehr Print-Fans gibt es bei den 60- bis 69-Jährigen (97 %). Jedoch nimmt die Nutzung von Onlineprospekten bzw. Prospekt-Apps in allen Altersklassen stetig zu. Kein Wunder, schließlich unterscheiden sich vor allem auch die Rezeptionsanlässe: Gedruckte Prospekte dienen mehr zur Kaufinspiration oder zum Stöbern und punkten vor allem durch Übersichtlichkeit und Glaubwürdigkeit; die Prospekt-App wird eher zur gezielten, pragmatischen Einkaufsplanung herangezogen. Die Vorteile von beiden Kanälen ergänzend zu nutzen, entdecken immer mehr Konsument:innen für sich. So stieg die Anzahl der Hybridlesenden in den letzten beiden Jahren rapide an und liegt heute bei durchschnittlich 76 Prozent (im Vergleich: 2020 lag der Wert bei 68 %). Am stärksten verbreitet ist die Kombination des Lesens von gedruckter und digitaler Handelswerbung unter den jungen Konsument:innen (81 %).

 

Lebensmitteleinzelhandel beliebteste Branche der Angebotskommunikation

Am liebsten lesen Konsument:innen Prospekte aus der Lebensmittelbranche. Und das sowohl in gedruckter Form als auch online. Dennoch ergeben sich Unterschiede in den einzelnen Branchen. So assoziieren Konsument:innen Printprospekte vor allem mit den Branchen Möbeln (67 %) und DIY (63 %). Prospekt-Apps haben zwar über alle Branchen hinweg (noch) eine untergeordnete Bedeutung, gehören aber im Bereich Non-Food-Discount (23 %) und Lebensmittel (22 %) zu den am meisten weiterempfohlenen Kanälen der Angebotskommunikation. IFH MEDIA ANALYTICS

 

Paymenttrend: Nutzung des Smartphones zur Bezahlung immer selbstverständlicher

| 05.04.2022 | Neue ECC Paymentstudie zeigt: Das Smartphone hat sich nicht nur beim Online-, sondern auch beim stationären Shopping etabliert. Größte Pluspunkte: Bequemlichkeit und Einfachheit. Zwei von drei Konsument:innen beabsichtigen, zukünftig häufiger mit dem Smartphone zu bezahlen. 

 

Immer und überall dabei – rund die Hälfte der Konsument:innen (53 %), die  sich überwiegend online informieren, wählt dabei das Smartphone, weil es immer zur Hand ist. Mittlerweile shoppt der Großteil der Konsument:innen (85 %) online regelmäßig über das Mobiltelefon. Aber nicht nur beim Onlineshopping, sondern auch im stationären Geschäft steigt die Relevanz des Smartphones. Schon heute bezahlt jede:r dritte Konsument:in (32 %) zumindest gelegentlich kontaktlos per Smartphone. Die neue „ECC Paymentstudie Vol. 26“ des ECC KÖLN untersucht die Rolle des Smartphones beim (Online-)Shopping und zeigt mit ihren Ergebnissen, dass das sogenannte Smartmonnaie längst im Einkaufsalltag der Konsument:innen angekommen ist.

 

Bezahlung per Smartphone ist für Konsument:innen bequem und einfach

Nicht nur online, sondern auch am Point-of-Sale (POS) gewinnt das Smartphone an Relevanz. Zwar dominiert beim mittlerweile weit verbreiteten kontaktlosen Bezahlen nach wie vor die Karte (95 %)*, jedoch bezahlt knapp ein Fünftel der Konsument:innen (18 %) bereits heute regelmäßig mit dem Smartphone an der Ladenkasse. 59 Prozent wollen darüber hinaus zukünftig (viel) häufiger mit dem Smartphone zahlen. Insbesondere bei der Nutzung von Mobilitätsangeboten, wie dem Mieten von Sharing-Fahrzeugen (37 %) oder dem Ticketkauf im ÖPNV (34 %), sowie für größere (22 %) oder kleinere Einkäufe (21 %) hat das Smartphone für Teile der Konsument:innen bereits das Portemonnaie ersetzt. Dabei schätzen sie vor allem die Bequemlichkeit und Einfachheit im Gegensatz zu Karte oder Bargeld. Jede:r fünfte Konsument:in würde es sogar begrüßen, überall mit dem Smartphone bezahlen zu können (21 %).

 

Auch über das Bezahlen hinaus wird das Smartphone von den Konsument:innen im stationären Handel vielseitig genutzt. Sei es für das Verwalten von Bonuskarten (57 %), das Abrufen von Gutscheinen (56 %) oder die allgemeine Verwaltung von Mitgliedschaften in Kundenprogrammen (55 %). Weniger häufig wird hingegen der vielfach diskutierte digitale Kassenzettel genutzt (34 %). Besonders onlineaffine Kund:innen nutzen digitale und vernetzte Angebote erwartungsgemäß signifikant häufiger als der Durchschnitt.

 

„Auch wenn das Smartphone das klassische Portemonnaie aktuell noch nicht gänzlich überflüssig macht, sehen wir einen klaren Shift zur ausgedehnten Nutzung des Mobiltelefons als Zahlungsmittel online und am Point-of-Sale. Wer als Händler seine Angebote und Prozesse noch nicht dahingehend ausgerichtet hat, sollte hier unbedingt nachrüsten, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein“, so Mailin Schmelter, stellvertretende Bereichsleitung am ECC KÖLN, zu den Ergebnissen der Studie.

 

Smartshopping steigert Ansprüche der Konsument:innen an Mobiloptimierung

Online ist das Smartphone nicht mehr nur Informations- und Inspirationskanal für die Mehrheit der Konsument:innen (62 %), sondern längst auch direkter Kaufkanal. So wird mittlerweile mehr als jeder zweite Onlinekauf per Smartphone getätigt (57 %) und auch Apps von Händlern werden immer beliebter (55 %). Ein absolutes No-Go: Nicht-mobiloptimierte Onlineshops und – noch dramatischer – nicht-mobiloptimierte Check-outs. Hier verlieren Händler rund ein Viertel der potentiellen Käufer:innen (28 %). Auch in puncto Zahlungsverfahren haben Konsument:innen genaue Vorstellungen: Beim Onlineshoppen mit dem Smartphone zahlen sie am liebsten per PayPal (85 %), Rechnung (75 %) oder Kreditkarte (45 %). Wer seinen smartphone-affinen Kund:innen beim Mobile Shopping nicht eines seiner Top 3 Lieblingsverfahren anbietet, riskiert auch hier Kaufabbrüche (25 %). EEC KÖLN

expert und Kekz®: Gemeinsam machen wir Familien glücklicher

| 04.04.2022 | Ab sofort finden Familien in ausgewählten expert Fachgeschäften und -märkten ein neues Produkt, das die altersgerechte Unterhaltung von Kindern für unterwegs und zuhause revolutioniert – die Kekz® Audiochips und Kopfhörer. Die perfekte Unterhaltung – Ohne Download und ohne Bildschirm. Für die expert SE, die aktuell den Bereich der Unterhaltung noch stärker auf die gesamte Familie ausrichtet, bilden die Produkte von Kekz® eine wichtige und sinnvolle Ergänzung des Sortiments. 

 

„Die Erweiterung unseres Unterhaltungsangebotes im Bereich Family Entertainment ist ein integraler Bestandteil unseres neuen Konzeptes“, so Frank Harder, Vorstand für Vertrieb, Marketing und e-Commerce der expert SE. „Die innovativen Produkte von Kekz® passen perfekt in unsere neue Family-Erlebniswelt. Wir freuen uns besonders, in diesem Zuge nicht nur mit den großen bekannten Marken zusammenzuarbeiten, sondern auch Start-Ups wie Kekz® eine Fläche bieten zu können, um ihre hervorragenden Produkte zu präsentieren.“

 

„Die Mission von Kekz® ist es, Familien glücklicher zu machen “, so Gründer Carl Taylor. „Mit expert an unserer Seite kommen wir diesem Ziel einen großen Schritt näher und haben die Möglichkeit perspektivisch bis zu 400 neue Verkaufsstandorte in ganz Deutschland zu erschließen.“

 

Ab sofort sind die Kekzhörer und die 21 verschiedenen Kekz®-Audiochips in 120 expert Fachgeschäften und -märkten verfügbar. Kekz® bietet Kindern eine altersgerechte Unterhaltungsmöglichkeit für unterwegs und zuhause komplett ohne Download. Die Bedienung ist dabei kinderleicht: Kinder suchen sich selbstständig die Geschichte ihrer Wahl aus und klicken Sie außen an die Ohrmuschel der kabellosen Kekzhörer. Die Titelauswahl erfolgt über einen einzigen großen Knopf, sodass die Kinder selbst bestimmen können, ob ein Titel erneut gehört wird oder ein anderer übersprungen. Sie können so in ihre eigene Vorstellungswelt abtauchen, ohne Bildschirm oder Bluetooth-Verbindung zu einem weiteren Gerät.

 

„Kekz löst das Problem vieler Familien, die ihren Kindern zuhause und unterwegs eine kindgerechte Steuerung ihrer Lieblingshörspiele ermöglichen wollen“, sagt Peter Maffay. „Ich konnte mich mit der Thematik sofort identifizieren, da ich ebenfalls Vater einer kleinen Tochter bin.“ kekz

Großhandel überzeugt Privatkund:innen: Ungenutzte Potenziale im Onlinekanal

| 04.04.2022 | Neue Studie von ECC KÖLN und der FIS Informationssysteme und Consulting GmbH untersucht, wie verbreitet der Einkauf im Großhandel unter Privatkund:innen ist und zeigt, was sie sich vom Großhandel wünschen. Ergebnis: Privatkund:innen prognostizieren dem Großhandel eine steigende Relevanz. Nachholbedarf und ungenutzte Potenziale liegen im Onlinehandel und bei Cross-Channel-Lösungen. 

 

Immer mehr Großhändler öffnen ihre Geschäfte, Onlineshops und -marktplätze mittlerweile auch für Privatkund:innen und bieten zugeschnittene Angebote und Services für diese Zielgruppe an. Doch wie viele private Kundinnen und Kunden nutzen diese Angebote bereits und welche Potenziale ergeben sich dadurch für den Großhandel? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Studie „Großhandel meets Privatkundschaft – E-Commerce als Schlüssel zum Erfolg?“ des ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit FIS und analysiert, wie sich der Großhandel optimal in der Zielgruppe der Endkund:innen positionieren kann.

 

Potenzial bislang noch nicht ausgeschöpft

Aktuell spielt der Einkauf bei Großhändlern (noch) eine eher untergeordnete Rolle für Privatkund:innen, obwohl das Interesse am Großhandel bei gut der Hälfte der Befragten (52 %) durchaus vorhanden ist. Insgesamt geben 77 Prozent der befragten Endkund:innen an, bereits im Großhandel eingekauft zu haben. Dabei punkten Großhandelsunternehmen aus Sicht der Privatkundschaft insbesondere mit Seriosität, Professionalität und Kompetenz und überzeugen im Vergleich zum Einzelhandel vor allem durch niedrigere Preise sowie eine größere Auswahl an Produkten. Insgesamt waren die bisherigen Erfahrungen der Endkonsument:innen äußerst positiv und sie können sich nicht nur vorstellen, zukünftig wieder dort einzukaufen (80 %), sondern wünschen sich generell sogar mehr Einkaufsmöglichkeiten im Großhandel (66 %). Obwohl es bei einigen Aspekten, wie der Erreichbarkeit der Geschäfte, derzeit noch Nachholbedarf gibt, bescheinigen Privatkund:innen dem Großhandel zukünftig eine steigende Relevanz.

 

„Vor allem bei Kernprodukten wie Werkzeugen oder Elektrogeräten und in den baunahen Branchen ist der Großhandel für manche Privatkund:innen bereits eine relevante Anlaufstelle für Käufe geworden. Die hohe Zufriedenheit über alle Kundengruppen hinweg führt dazu, dass insbesondere Bestandskund:innen branchenübergreifend auch zukünftig gerne wieder im Großhandel einkaufen“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH KÖLN und Gründer des ECC KÖLN, zu den Ergebnissen der Studie.

 

E-Commerce als wichtiger Treiber

Vor allem in puncto Sichtbarkeit des Großhandels besteht noch Nachholbedarf – sowohl online als auch offline. Privatkund:innen werden derzeit vor allem durch ihr privates Umfeld auf den Großhandel aufmerksam; insbesondere weil die Suche nach einem Großhändler, der seine Produkte auch an Endkund:innen verkauft, laut der Hälfte der Befragten zu aufwändig ist. Um der Kundschaft die Suche zu erleichtern, ist es deshalb unerlässlich, im Onlinekanal sichtbar zu werden. Doch nicht nur die Sichtbarkeit kann durch einen gelungenen Auftritt im Netz ausgebaut werden: Der Onlinekanal kann auch zusätzliches Umsatzpotenzial bieten. Vor allem Marktplätze eignen sich als neue Absatzkanäle.

 

„In den letzten Jahren beobachten wir, dass vor allem für unsere B2B-Kund:innen der Einstieg in den Onlinehandel immer wichtiger wird. Mit dem Verkauf auf Onlinemarktplätzen oder über einen eigenen Onlineshop erhöhen Händler ihre Reichweite, sichern sich Wettbewerbsvorteile und erschließen neue Umsatzpotenziale. Außerdem bieten sie auch ihren Bestandskund:innen einen weiteren Kanal, um Bestellvorgänge unkompliziert abzuwickeln. So profitieren Händler gleich doppelt vom Einstieg in das Onlinegeschäft“, erläutert Dirk Schneider, Geschäftsführer der FIS Informationssysteme und Consulting GmbH. 

 

Cross-Channel als Schlüsselfaktor

Um Privatkund:innen in allen Schritten des Kauf- und Informationsprozesses zu unterstützen, muss ein optimales Kauferlebnis geschaffen werden. Dabei ist Vielfalt das Stichwort: Endkund:innen wünschen sich, über verschiedene Kanäle abgeholt und angesprochen zu werden. Die Kanalpräferenzen unterscheiden sich sowohl nach Produkten als auch nach Kundengruppen. Während beispielsweise Neukund:innen eher das stationäre Geschäft präferieren, wollen Bestandskund:innen vermehrt online einkaufen. EEC KÖLN

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