Der TOYS & GAMES Report - das Fachmagazin für Toys, Games und Familie

Handel

20 Jahre myToys: Vom Spielwaren-Online-Shop zur führenden Plattform für Family-Shopping

myToysvfeiert Geburtstag und blickt auf 20 erfolgreiche Jahre zurück: 1999 startete das Unternehmen mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 5.000 Produkte, der Großteil davon Spielzeug, waren im Angebot. Heute ist die MYTOYS GROUP mit über 2.000 Mitarbeitern, mehr als sieben Millionen Kunden und einem Umsatz von rund 670 Mio. Euro im letzten Geschäftsjahr die führende Family-Shopping-Plattform in Europa.

 

Wesentliche Treiber des Erfolgs waren dabei von Anfang an der konsequente Ausbau der eigenen technologischen Kompetenz und Plattform sowie die klare Fokussierung auf die Zielgruppe Familien und deren Kundenbedürfnisse. 

 

Mit ihren vier Webshops myToys, mirapodo, yomonda und limango erreicht die MYTOYS GROUP heute einen Großteil der Haushalte mit Kindern in Deutschland und adressiert die Zielgruppe Familien so erfolgreich wie kein anderes E-Commerce-Unternehmen – und das nicht nur online. myToys gehört zu den ersten Online-Pure-Playern, die den Sprung in das stationäre Umfeld gewagt haben. Bereits 2006 eröffnete das Unternehmen seine ersten Filialen und zählt damit im kanalübergreifenden Handel zu den Pionieren. Heute betreibt myToys deutschlandweit 17 stationäre Geschäfte.

 

Neben dem Zielgruppenfokus sind vor allem die hohen Investitionen in die Technologiekompetenz des Unternehmens für die positive Geschäftsentwicklung verantwortlich. Dazu zählen u. a. das eigene TechLab in Madrid, das moderne Logistikzentrum in Gernsheim, das voll integrierte ERP-System und das unternehmensweite Data Warehouse. 

 

„Wir blicken stolz auf das bisher Erreichte zurück. Die Produktvielfalt und Expertise für unser Sortiment machen uns auf dem Markt einzigartig. Zukünftig werden wir unser Angebot weiter ausbauen und mithilfe attraktiver Partner verstärkt Services und Inspiration rund um das Familienleben bieten. Den Anfang haben die myToys-Familienreisen gemacht, die wir seit Januar anbieten“, so myToys-Gründer und Geschäftsführer Dr. Oliver Lederle.

 

Auch wenn myToys offiziell erst am 14. Oktober 1999 online ging, haben Familien bereits jetzt Grund zu feiern. Anlässlich seines Jubiläums beschenkt myToys Kunden mit zehn Wochen voller attraktiver Jubiläums-Produkte sowie einem wöchentlich wechselnden Gewinnspiel mit über 5.000 spannenden Preisen – darunter einzigartige Familienreisen und viele tolle Fan-Pakete. An den Wochenenden erwartet die Kunden ein zusätzliches Feuerwerk an Aktionen mit Preisreduzierungen von bis zu 40 Prozent auf aktuelle Produkte von beliebten Marken wie Schleich®, Lego® oder Playmobil®. myToys

Die Top 10 Online-Shops in Deutschland

Der deutsche E-Commerce-Umsatz der Top-100-Onlineshops kann auch in 2018 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum aufwarten und schafft eine Steigerung von 10,2 Prozent bei einem Gesamtjahresumsatz von 33,6 Mrd. Euro. Dies ergab die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2019“*, aus der nun das Ranking der Top-100-Onlineshops erscheint.

 

The Winner takes it all

Die Generalisten verteilen noch immer 47,8 Prozent des Gesamtumsatzes unter sich – zweitgrößtes Segment ist die Unterhaltungselektronik (16,7 Prozent), gefolgt von Bekleidung (15,8 Prozent). Während es aus diesen Branchen jeweils viele Shops in das Top-100-Ranking geschafft haben, gibt es in anderen Kategorien, bei einer Betrachtung des in Deutschland generierten Umsatzes der jeweiligen Onlineshops, regelrechte Platzhirsche, die einen Großteil des Umsatzes für sich sichern. Für die Marktsegmente Erotik ist dies eis.de (130,9 Mio. Euro), bei Optikern dominiert misterspex.de (74,4 Mio. Euro). Platzhirsch bei Lebensmitteln & Getränken ist shop.rewe.de (133,4 Mio. Euro), bei Tierbedarf ist es zooplus.de (253,8 Mio. Euro). 

 

Die Statistik insgesamt führen nach wie vor die Branchenriesen amazon.de** (9,3 Mrd. Euro), otto.de (3,2 Mrd. Euro) und zalando.de (1,4 Mrd. Euro) an, die zusammen 13,9 Mrd. Euro also 41,4 Prozent des E-Commerce-Gesamtumsatzes der Top 100 auf sich vereinen.

 

Gewinner in den Top 100

Die überraschenden Aufsteiger des Jahres kommen aus den Segmenten „Bekleidung“ und „Drogerie & Gesundheit“. Bei Bekleidung sind es die britische Marke Asos mit asos.de, die ein starkes Umsatz-Wachstum aufweist, und das chinesische Unternehmen shein.com, das erstmals im Ranking berücksichtigt wurde. Auch das deutsche aboutyou.de spielt in derselben Liga und kann sich gegenüber den internationalen Senkrechtstartern mit ebenfalls starkem Wachstum behaupten. Trotz des durch den heißen Sommer für die Branche schwierigen Jahres 2018, haben es diese drei Online-Pureplayer sowie das Shopping-Club-Format bestsecret.de in die Top 30 geschafft.

 

Im Segment „Drogerie & Gesundheit“ sind die großen Gewinner dm.de, flaconi.de und auch die Parfümerie douglas.de, die im stationären Bereich zuletzt mit Filialschließungen auf sich aufmerksam machte. Auf den Online-Kanälen schafften Douglas wie dm und Flaconi eine Steigerung um mehr als 25 Prozent über das Vorjahresniveau. ehi

IN KLEIN- UND MITTELSTÄDTEN VERLIERT DER MULTICHANNEL-HANDEL IM E-COMMERCE DEN ANSCHLUSS

Den stationären Händlern in Deutschland gelingt es nicht, mit der Entwicklung des E-Commerce Schritt zu halten. Dies hat ein Vergleich der E-Commerce-Nutzer der ersten sechs Monate 2017, 2018 und 2019 durch den Bundensverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) ergeben. Vor allem im ländlichen Raum und in Klein- und Mittelstädten mit geringerer Ladenpräsenz gehen dem Multichannel-Handel auch die Online-Kunden verloren.

 

Von 2017 bis 2019 sank die Zahl der Deutschen, die innerhalb der letzten 7 Tage in einem Onlineshop eines stationären Händlers gekauft haben, von 18,9 auf 13,1 Prozent. „Im Vergleichszeitraum ist die Zahl der aktiven Onlinekäufer in der Stichprobe gestiegen. Aber die Zahl derjenigen, die in Onlineshops des stationären Handels gekauft haben, ist gesunken,“ fasst Martin Groß-Albenhausen, stv. Hauptgeschäftsführer des bevh zusammen. „Das Wachstum kommt zum größten Teil den Online-Marktplätzen zugute.“

 

Auffällig ist, dass der Rückgang in den Kleinstädten bis 50.000 Einwohnern deutlich stärker ausfällt als in Mittel- und Großstädten. Die Nutzung der E-Commerce-Angebote stationärer Händler sank dort zum Teil um mehr als die Hälfte.

 

 

„Die Erwartung, durch einen Onlineshop Rückgänge im Ladengeschäft einfach aufzufangen, wird enttäuscht. Der Multichannel-Händler braucht Exzellenz auf allen Kanälen, um die Sichtbarkeit trotzt des Sortimentsnachteils gegenüber Plattformen und möglicherweise einem Rückzug aus der Fläche zu erhalten“, so Martin Groß-Albenhausen. Für diese Exzellenz sorgen Fachkräfte wie zum Beispiel die Kaufleute im E-Commerce, die jetzt ins zweite Ausbildungsjahr starten, und die kommenden E-Commerce-Fachwirte. „Entscheidend ist, jetzt richtig zu investieren: in die Menschen, aber auch in die Systeme sowie in neue Geschäftsmodelle“, fasst Martin Groß-Albenhausen zusammen. Ein guter Ort, um sich über den aktuellen Stand im digitalen Handel zu informieren, ist die Fachmesse dmexco, die am Mittwoch in Köln ihre Tore öffnet.

 

Im Zeitraum Januar bis Juni 2019 gaben die Verbraucher im Online-Handel 2019 33.609 Mio. EUR inkl. USt (1. HJ. 2018: 30.205 Mio. EUR inkl. USt) aus. Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des bevh 2019 die 70 Mrd. Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Mrd. Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Mrd. Euro brutto. bevh

Expertenkommission Wettbewerbsrecht 4.0 übergibt Abschlussbericht an Minister Altmaier

Die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, eingesetzte Expertenkommission Wettbewerbsrecht 4.0 unter Vorsitz von Martin Schallbruch, Prof. Dr. Heike Schweitzer und Prof. Achim Wambach, Ph.D. hat heute ihre Empfehlungen für einen neuen Wettbewerbsrahmen der Digitalwirtschaft an Bundeswirtschaftsminister Altmaier übergeben.

 

Altmaier: „Wir können unseren gesellschaftlichen Wohlstand nur bewahren, wenn wir auch in Zukunft in Deutschland und Europa international wettbewerbsfähige Unternehmen haben. Für die Digitalwirtschaft müssen wir dabei die richtige Balance finden: Einerseits müssen wir die Wachstumsmöglichkeiten deutscher und europäischer Digitalunternehmen und Plattformen fördern, andererseits Missbrauch von Marktmacht verhindern und Märkte offen halten. Die Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 hat nun nach einem Jahr intensiver Arbeit konkrete Vorschläge vorgelegt, wie wir den Wettbewerbsrahmen in Europa für die Digitalwirtschaft gestalten können. Den Experten der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 danke ich sehr herzlich für ihren großen Einsatz.“

 

Martin Schallbruch: „Die Stärkung der Konsumentensouveränität ist ein wichtiges Instrument, um Wettbewerb zu sichern. Je einfacher Konsumenten ihre Daten von einem zum anderen Anbieter portieren oder neuen Anbietern den Zugang zu Daten gewähren können, desto eher können Wettbewerber datenbasierte Machtpositionen angreifen.“

 

Heike Schweitzer: „Die digitale Ökonomie bricht etablierte Wertschöpfungsketten auf und führt zur Umstrukturierung von Märkten. Um die hieraus folgenden marktübergreifenden Innovationschancen zu nutzen, müssen Unternehmen etwa mit neuen Formen des Daten-Pooling und des Datenaustausches experimentieren können. Gegenwärtig besteht hier aber ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit. Wir empfehlen daher die Schaffung eines freiwilligen Anmeldeverfahrens für neuartige Kooperationsformen auf europäischer Ebene. Die EU-Kommission kann auf diese Weise zugleich mehr Einblick in neue Marktentwicklungen und Kooperationsformen gewinnen."

 

Achim Wambach: „Wir brauchen Regeln für marktmächtige Plattformen. Selbstbegünstigung sollte für solche Plattformen verboten werden. Diese Plattformen sollten außerdem verpflichtet werden, Nutzer- und Nutzungsdaten in Echtzeit und in einem interoperablen Datenformat zur Portabilität bereit zu stellen.“

 

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hatte im September 2018 mit der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 ein unabhängiges Expertengremium beauftragt, Vorschläge für eine Reform insbesondere des europäischen Wettbewerbsrechts vorzulegen.

 

Nach Auffassung der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0 müssen

  • die praktische und tatsächliche Verfügungsgewalt der Konsumenten über ihre eigenen Daten verbessert,
  • klare Verhaltensregeln für marktbeherrschende Plattformen eingeführt,
  • die Rechtssicherheit für Kooperationen in der Digitalwirtschaft erhöht sowie
  • die institutionelle Verknüpfung von Wettbewerbsrecht und sonstiger Digitalregulierung verstärkt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, hat die Kommission 22 konkrete Empfehlungen mit Blick auf Plattformen, Datenzugang und digitale Ökosysteme ausgearbeitet.

 

Die Bundesregierung wird die Empfehlungen im Detail prüfen und sich auf europäischer Ebene für eine Weiterentwicklung des Wettbewerbsrechts einsetzen. Die Arbeit der Kommission findet zudem Eingang in die laufenden Arbeiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für eine Modernisierung des nationalen Wettbewerbsrechts. BMWi wird in Kürze einen Referentenentwurf für ein digitales Wettbewerbsrecht vorlegen (GWB-Digitalisierungsgesetz).

 

Die ehrenamtliche Mitglieder der Kommission Wettbewerbsrecht 4.0:

Vorsitz: Martin Schallbruch; Prof. Dr. Heike Schweitzer; Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Mitglieder: Prof. Dr. Wolfgang Kirchhoff; Dr. Bernd Langeheine; Prof. Dr. Jens-Peter Schneider; Prof. Dr. Monika Schnitzer; Prof. Dr. Daniela Seeliger; Prof. Dr. Gerhard Wagner

Mitglieder ohne Stimmrecht: Dr. Matthias Heider MdB, Hansjörg Durz MdB, Falko Mohrs MdB

BMWi

GfK - Stößt der Online-Handel an seine Grenzen?

Wenn es um das Thema Shoppen geht, senden Verbraucher eine klare Botschaft: „Ich möchte es jetzt haben“. Die Möglichkeit, rund um die Uhr einzukaufen, ist dank Online-Shopping heute zur Normalität geworden. Der Online-Handel wuchs im ersten Halbjahr 2019 weltweit auf 80 Milliarden Euro (ohne Nordamerika). Das sind Ergebnisse von GfK für den globalen Handel mit technischen Konsumgütern anlässlich der IFA 2019 in Berlin.

 

„Borderless Shopping“ geht über das reine Online-Shopping hinaus. Vielmehr geht es darum, für jede Einkaufssituation die richtigen Handelsformate bereitzustellen. Daraus ergeben sich für Händler viele Gelegenheiten, um ihre Kunden in den eigenen traditionellen und Online-Kanälen zu halten, während diese im Idealfall ganz einfach von einem zum anderen wechseln können. Im ersten Halbjahr 2019 wurde ein Viertel des Gesamtwerts aller weltweit verkauften technischen Konsumgüter durch Online-Verkäufe erzielt (80 Milliarden Euro ohne Nordamerika).

 

Online-Handel in China verzeichnet sinkende Wachstumsraten

 

Für den Online-Handel sind die Regionen APAC und China die Schlüsselmärkte. In der Vergangenheit verzeichneten die chinesischen Online-Händler stets ein deutlich zweistelliges Wachstum. In den letzten zwölf Monaten sind diese Wachstumsraten jedoch gesunken. Während der gesamte Online-Markt für technische Konsumgüter in China um 8 Prozent wuchs, verzeichneten die Bereiche Haushaltsgroßgeräte und Unterhaltungselektronik für den Online-Kanal erste negative Wachstumsraten. Obwohl online mit einem Anteil von 36 Prozent am Gesamtvolumen des Handels ein weiteres Hoch erreichte, sind bereits erste Tendenzen einer Stagnation zu erkennen. Die chinesischen Händler haben darauf mit Partnerschaften und Fusionen mit traditionellen Händlern reagiert. Das bringt ihnen zwei Vorteile: Sie können weiter wachsen, da sie auch die weniger entwickelten Regionen erreichen und sie können den Verbrauchern ein umfassendes Kauferlebnis über mehrere Kanäle hinweg (omnichannel) bieten.

 

Auch in Westeuropa* konnten Online-Händler den Umsatzanteil ihres Onlinegeschäfts stetig steigern, von 20 Prozent im Jahr 2016 auf aktuell 26 Prozent. Das entpricht einem Umsatzvolumen von 23 Milliarden Euro. Auch in diesem reifen Markt verlangsamt sich das Wachstum bereits. So lag beispielsweise der Anteil in Deutschland in den letzten vier Jahren stets zwischen 22 und 23 Prozent.

 

Das richtige Sortiment ist der Schlüssel zum Erfolg

 

Das richtige Sortiment ist der Schlüssel zu einem umfassenden Shopping-Erlebnis. GfK-Studien zeigen, dass sich ein Drittel der Befragten für einen Händler entscheidet, aufgrund der Verfügbarkeit der Waren und des richtigen Sortiments. Darüber hinaus spielt nur noch der Preis eine wichtigere Rolle. Im Hinblick auf die Größe der Sortimente haben Online-Händler einen deutlichen Vorteil. Ihr Sortiment ist im Schnitt 2,5-mal größer als das von traditionellen Händlern.

 

Norbert Herzog, GfK-Experte im Bereich Retail, erklärt: „Der Omnichannel-Ansatz ist ideal, da er das Beste aus beiden Welten verbindet. Er ermöglicht es Händlern, die Verbraucher auf ihren Online-Shop zu leiten, wenn ein Produkt im Geschäft nicht verfügbar ist. Stationäre Geschäfte helfen den Käufern bei ihrer Entscheidung, wenn sie von der Fülle an Möglichkeiten beim Online-Shopping überfordert sind. Laut unserer Studie GfK FutureBuy gaben im Jahr 2018 rund 62 Prozent der Befragten weltweit an, dass die Auswahl in bestimmten Kategorien einfach zu groß sei. Gegenüber dem Jahr 2015 ist das ein Anstieg von 8 Prozent. Die Möglichkeit, in ein Geschäft gehen zu können, ist so wieder zu einem echten Vorteil geworden.“

 

Welche Konzepte sind für den Handel in Europa vielversprechend?

 

GfK Point of Sales Daten zeigen, wie wichtig ein umfassendes Shopping-Erlebnis ist. Vergleicht man reine Online- mit stationären Händlern, geht der Trend nach Einschätzung von GfK in die Richtung, immer das passende Handelsformat anzubieten, um das beste Kauferlebnis zu liefern. In den letzten vier Jahren ist der Umsatz von Omnichannel-Händler (Händler, die ihre Ware on- und offline anbieten) um mehr als 60 Prozent gestiegen, während die Händler, die nur auf einen Kanal setzen, um 25 Prozent zulegen konnten. Heutzutage gibt es also immer mehr Möglichkeiten für Händler, ihr Angebot zu verbessern. Die Verknüpfung all ihrer Kanäle durch Marketing und entsprechende Werbeaktionen ermöglicht es heute, mehr Kunden als je zuvor zu binden. GfK

Künstliche Kollegen

Immer mehr Händler setzen sich mit dem Thema Robotik aus­einander. Was bei der Einführung der künstlichen Kollegen zu beachten ist, hat die Robotics4Retail-Initiative, die vom EHI 2017 gemeinsam mit Partnern ins Leben gerufen wurde, in dem Leitfaden „Einführung von Robotik in der Handelslogistik und am Point of Sale“* erarbeitet und stellt ihn bei der EHI Robotics4Retail Konferenz 2019 vom 04.–05. September 2019 in Köln vor.

 

Change-Prozesse vereinfachen. „Nach den Erfolgen in der Logistik stehen Roboter davor, auch im Ladengeschäft zum Einsatz zu kommen“, erklärt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung, EHI. Die Robotik hat sich schon längst von reiner Automatisierungstechnik zu KI entwickelt – mit der Folge, dass Roboter mittlerweile auch auf der Fläche und beim Service zum Einsatz kommen. Die Einführung von diesen Technologien setzt voraus, dass viele Abteilungen und Abläufe in einen Change-Prozess eingebunden sind. Es ist eine Teamleistung, diese Prozesse detailliert zu analysieren, Sortimente auf Eignung zu prüfen, Soft- und Hardwarevoraussetzungen zu schaffen und Teams zu qualifizieren. Für Roboter am POS und in der Logistik ist es wichtig, die gewünschte Anwendung präzise festzulegen, damit Investitionen in diesem Bereich zielführend und wirtschaftlich sind.

 

* Als Ergebnis von Arbeitskreisen und Workshops ist der Leitfaden eine Handlungsempfehlung bzw. Checkliste für Neueinsteiger, die sich bereits vor dem Projektstart mit allen Aspekte von der Planung bis zur Auswahl geeigneter Integratoren mit dem Thema Robotik in der Handelslogistik vertraut machen wollen. EHI

HDE-Konsumbarometer: Stabile Verbraucherstimmung bleibt von gesamtwirtschaftlichem Abschwung unberührt

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt weiterhin stabil. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer für den September. Demnach erreicht der gesamtwirtschaftliche Abschwung den Konsum bisher nicht.

 

Grund für die weiterhin positiven Aussichten der Konsumenten ist die nach wie vor positive Lage auf dem Arbeitsmarkt, der sich offenbar von der konjunkturellen Entwicklung abgekoppelt hat. Die Verbraucher erwarten in den nächsten Monaten keinen merklichen negativen Effekt auf ihre Beschäftigungs- und damit ihre Einkommenssituation. Der private Konsum dürfte sich weiterhin stabil entwickeln. Damit könnte er auch in Zukunft eine Stütze für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sein.

 

Der genauere Blick auf die Einzelindikatoren des HDE-Konsumbarometers macht deutlich, dass sich insbesondere die Anschaffungsneigung und die Einkommenserwartungen im Vergleich zum Vormonat deutlich erholt haben. 

 

Doch auch wenn die Stimmung der Verbraucher vom konjunkturellen Abschwung bislang nicht sonderlich getrübt wird, so sind sich die Käufer dennoch der Negativentwicklung bewusst und gehen davon aus, dass dieser Abschwung noch anhalten wird. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher für die Gesamtwirtschaft gehen dementsprechend zurück und erreichen einen neuen Tiefststand. Kurz gesagt: Für die Gesamtwirtschaft sind die Verbraucher pessimistisch, für den eigenen Geldbeutel aber nach wie vor optimistisch. HDE

Nielsen - Deutsche Verbraucher sind Marken immer seltener treu

Nur jeder zehnte Deutsche ist ein treuer Verbraucher. Lediglich 13 Prozent der Deutschen geben an, dass sie nur selten neue Marken und Produkte bei Waren des täglichen Gebrauchs kaufen. Gut jeder dritte Deutsche (32 Prozent) liebt es dagegen, neue Marken und Produkte im Bereich Haushalt und Lebensmittel auszuprobieren. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich auch im europäischen Durchschnitt: Rund zwölf Prozent der Durchschnittseuropäer geben an, in Supermarkt und Co. selten zu neuen Dingen zu greifen, während fast 33 Prozent bei Waren des täglichen Gebrauchs gerne neue Marken und Produkte ausprobieren. Global betrachtet sagen das sogar 42 Prozent der Verbraucher.

 

Das zeigt die aktuelle Studie zur Markentreue der Verbraucher von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. Die Studie bildet die Einschätzung der Verbraucher in 64 Ländern zu ihrer Treue gegenüber Marken und Produkten, zu den Einflüssen von Marken auf ihre Kaufentscheidung sowie zur Bedeutung von Marken in bestimmten Produktkategorien ab.

 

„Die Deutschen sind neugierige Verbraucher. Wir beobachten, dass die Verbraucher Spaß daran haben, Produkte und Marken auszuprobieren und sich im Geschäft inspirieren zu lassen. Der Faktor Neu ist attraktiv und wird immer mehr selbst zur Marke“, sagt Fred Hogen, Handelsexperte bei Nielsen Deutschland.

 

Deutsche kaufen heute andere Marken und Produkte als vor 5 Jahren

 

Mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre ist nur gut jeder dritte Verbraucher hierzulande seinen Marken und Produkten bei Waren des täglichen Gebrauchs treu geblieben. Rund 34 Prozent der Deutschen geben an, dass bei ihnen noch immer die gleichen Dinge im Einkaufswagen landen wie schon vor fünf Jahren. Etwas mehr deutsche Verbraucher (38 Prozent) sagen hingegen, dass sie heute offener für neue Produkte und Marken sind als noch vor fünf Jahren. Im europäischen Durchschnitt ist dieser Unterschied größer. Nur rund 28 Prozent greifen vor dem Supermarktregal noch immer zu den gleichen Produkten wie vor fünf Jahren und gut 40 Prozent haben heute mehr Spaß daran, auch mal neue Dinge auszuprobieren. „Die Deutschen legen sich bei ihren Marken und Produkten immer seltener langfristig fest oder anders gesagt: Bei der Wahl ihrer Produkte und Marken sind immer mehr Verbraucher kein Gewohnheitstier mehr. Vielmehr gehört das Neuentdecken für viele mittlerweile zum Einkauf dazu“, sagt Fred Hogen. „Der Markenwechsel selbst wird zum Einkaufserlebnis, das immer mehr Verbraucher suchen.“

 

So lassen sich die Verbraucher bei der Markentreue auch in zwei Gruppen unterteilen: 

 

Die Markenentdecker: Ein großer Teil der deutschen Verbraucher gehört zu den aktiven Entdeckern (38 Prozent). Diese gehen beim Einkaufen jedes Mal wieder auf Entdeckungstour und setzen im Einkaufswagen auf Abwechslung. Die Nielsen-Daten zeigen dabei auch, dass Markentreue Generationssache ist. Weltweit sind Millennials rund 1,3 Mal so offen neue Produkte auszuprobieren wie die restliche Bevölkerung.

 

Die Markenbeobachter: Zu den Markenbeobachtern gehören hierzulande rund 24 Prozent der Verbraucher. Die Markenbeobachter shoppen gerne wie gewohnt und bleiben Marken und Produkten häufig auch treu. Trotzdem beobachten sie Neuheiten und andere Dinge mit Interesse und Neugier.

WARUM DIE DEUTSCHEN BEIM KAUF VON WAREN DES TÄGLICHEN GEBRAUCHS GERNE DIE MARKE WECHSELN

Wie treu die Deutschen gegenüber Marken und Produkten im Bereich Haushalt und Lebensmittel sind, entscheidet vor allem das Preis-Leistungsverhältnis. Fast 68 Prozent der Bundesbürger nennen diesen Punkt als häufigsten Grund für den Wechsel von Marken und Produkten bei Waren des täglichen Gebrauchs. Im europäischen Vergleich sagen das sogar 74 Prozent. Für 63 Prozent der deutschen Verbraucher spielen bei der Entscheidung neue Dinge auszuprobieren, außerdem reduzierte Preise oder Sonderangebote eine entscheidende Rolle. Für mehr als die Hälfte der Verbraucher (55 Prozent) ist eine bessere Qualität der häufigste Grund für einen Marken- oder Produktwechsel. „Die deutschen Verbraucher sind preisbewusste Shopper. Besonders das Preis-Leistungsverhältnis spielt bei der Treue zu einer Marke oder zu einem Produkt eine große Rolle und ist der häufigste Grund für einen Markenwechsel“, sagt Fred Hogen.

 

Soziale Verantwortung ist beim Wechsel zu einer bestimmten Marke oder einem bestimmten Produkt für gut ein Drittel (35 Prozent) der häufigste Grund. Dass die Marke und das Produkt ein hohes Vertrauen genießen, spielt beim Marken- und Produktwechsel für rund 42 Prozent eine Rolle.

 

Auffallend ist zudem, dass die Wechselbereitschaft nicht bei allen Produkten gleich ist. Denn beim Kauf von Kaffee und Tee ist den Deutschen der Markenname besonders wichtig. Hier geben 71 Prozent an, dass sie beim Kauf von Kaffee und Tee zwischen ein oder zwei Marken auswählen bzw. Marken für sie dabei wichtig sind. Platz zwei belegt hier Hautpflege (69,4 Prozent) und Platz drei Shampoo und Conditioner (69,2 Prozent). Im europäischen Vergleich folgen Hautpflegeprodukte (73 Prozent) auf Kaffee und Tee (77 Prozent) sowie Shampoo und Conditioner (75 Prozent). „Marken beeinflussen die Kaufentscheidung der deutschen Verbraucher stark. Bei manchen Produkten wie Kaffee oder Tee legen sie besonders viel Wert auf den Markennamen“, sagt Fred Hogen. Nielsen

Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums zu Retourenvermeidung und Weiterverwendung

Der von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegte Referentenentwurf eines „Gesetzes zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union“ stellt aus Sicht des Online- und Versandhandels eine angemessene Diskussionsgrundlage dar. Die Regelungen zur einer „Obhutspflicht“ beschreiben darin im Wesentlichen die schon heute übliche Praxis: Wiederverkauf, Abverkauf, Wiederverwertung. Kein Händler möchte ohne Not Ware wegwerfen.

 

Was noch fehlt, sind Ansätze, Spenden steuerlich zu erleichtern. Insbesondere die derzeit gültigen Regeln zur Umsatzsteuerpflicht von Sachspenden sind so zu überarbeiten, wie das für Lebensmittelspenden schon geschehen ist. Hier muss aus Sicht des bevh jetzt dringend das Finanzministerium einen ergänzenden Gesetzentwurf nachlegen.

 

Der Entwurf zeigt, dass die öffentliche und politische Diskussion im Vorfeld schon fruchtbar war. Aus Sicht unserer Branche ist daher zu begrüßen, dass der Gesetzentwurf nicht mit Pauschalverboten arbeitet, sondern Verhältnismäßigkeit und kaufmännische Vernunft weiterhin Maßstab sind. Es bleibt erlaubt, unverkäufliche oder nicht verkehrsfähige Ware so zu verwerten, wie es wirtschafltich und ökologisch am sinnvollsten ist. Wichtig ist im weiteren Verfahren, dass nicht Bürokratie und Dokumentationspflichten zu einer Hürde besonders für kleine und mittelständische Händler werden.

 

bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer: „Unnötig ist es in der Diskussion besonders auf den Onlinehandel hinzuweisen. Produktionsüberhänge, Produktfehler und Retouren gibt es leider in der gesamten Wirtschaft. Gerade der E-Commerce, als hochdigitalisierter Wirtschaftsbereich, kann für mehr Transparenz und Effektivität und somit für mehr Nachhaltigkeit im Handel sorgen. Und wenn heute noch Verträge mit Markenherstellern den Händlern verbieten, Waren abzuverkaufen oder zu spenden, müsste sich das zukünftig ändern.“ 

 

Eine weitere Befürchtung: Weil die Regelung ganz bewusst über das geltende europäische Recht hinausgeht, kann es im internationalen Vergleich Wettbewerbsnachteile geben, sofern die Bundesregierung sich nicht dafür einsetzt, dass Europa nachzieht. bevh

Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores eröffnet Filiale im Herzen Kölns

Das frisch in „QUINCY“ umbenannte Einkaufszentrum an der Breite Straße, erhält neben dem neuen Namen auch einen ganz neuen Mieter. Der Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores wird ab Anfang August für Spiel und Spaß in der Kölner Innenstadt sorgen.

 

Eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Kölns, die Breite Straße, wird ab Donnerstag, den 08.08.2019, mit Spiel und Spaß für junge und junggebliebene Spielzeugfans ein noch beliebteres Einkaufsziel werden. Denn an diesem Tag eröffnet der irische Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores seine

Pforten im Untergeschoss des ehemaligen DuMont Carrés auf der Breite Straße 80-90.

 

Der vor 30 Jahren in Irland gegründete und seit diesem Jahr neu in der DACH-Region eingeführte Spielwarenhändler Smyths Toys Superstores wird auf rund 2.000 Quadratmetern sein Sortiment anbieten. Das gut angeordnete Warensortiment deckt alle Kundenwünsche aus den Bereichen Spielwaren, Outdoor, Multimedia und Baby ab und bietet somit ein Sortiment, das allen Ansprüchen gerecht wird. „Neben unserem Markt in Köln-Marsdorf ist dies nun der zweite Smyths Toys Superstore in Köln, mit dem wir mit unserem breiten Sortiment, dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, hohen Servicestandards und nicht zuletzt dank unserer kompetenten und engagierten Mitarbeiter, die Erfolgsgeschichte des Spielwarenhändlers fortschreiben werden“, erklärt Verkaufsleiter

Carsten Grund.

 

„Wir freuen uns sehr, unsere Filiale im QUNICY ab Anfang August in der Kölner Innenstadt zu eröffnen und damit ganz nah an unseren Kunden dran zu sein. Wir

möchten unsere Kunden mit einer breiten Auswahl an Spielwaren, unseren hohen Service Standards und hochwertigen Produkten zu immer fairen Preisen

überzeugen. Dafür haben wir uns die letzten Wochen sehr ins Zeug gelegt, um pünktlich zum 08.August unsere Türen zu öffnen“, weiß Yasemin Cosar, künftige

Marktleiterin der neuen Smyths Toys Filiale in der Kölner Innenstadt.

 

„Natürlich werden wir die Neueröffnung ab Donnerstag, den 08. August bis Samstag, den 10. August, auch gebührend feiern. Dazu warten großartige Eröffnungsangebote und viele vor Ort Aktionen, die unsere Kunden bei Smyths Toys willkommen heißen wollen“, verrät Yasemin Cosar. Und weiter erzählt die Marktleiterin, „Da unser Hauptaugenmerk auf unseren kleinen Kunden liegt, bilden vor allem unser Ballonkünstler, das Kinderschminken und die  Popkornmaschine sowie viele Maskottchen von namenhaften Lieferanten wie Playmobil, LEGO und natürlich unserem Oscar, die Highlights der Eröffnungstage

ab dem 08. August bei Smyths Toys“. Vorbeischauen lohnt sich also in der neuen Smyths Toys Filiale, ab Donnerstag, den 08. August im QUINCY an der Breite Straße 80-90 in der Kölner Innenstadt. Smyths Toys

Breite Mehrheit möchte überall elektronisch bezahlen

Verbundenheit der Deutschen zum Bargeld schwindet. Zwei Drittel der Bundesbürger (66 Prozent) ärgern sich häufig, weil sie nicht überall bargeldlos mit Karte oder Smartphone bezahlen können. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 53 Prozent noch deutlich darunter. Und 6 von 10 Bundesbürgern (62 Prozent) sind der Meinung, dass alle Geschäfte gesetzlich dazu verpflichtet sein sollten, mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten. Der Wunsch nach einem Eingreifen des Gesetzgebers ist damit innerhalb eines Jahres deutlich gewachsen, damals hatte erst jeder Zweite (50 Prozent) der Forderung zugestimmt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.005 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Bargeld hat seine Berechtigung und wird auch noch lange Zeit seine Berechtigung haben. Aber immer mehr Bundesbürger erkennen, wie bequem und sicher das elektronische Bezahlen mit Karte und seit kurzem auch mit dem Smartphone sein kann“, sagt Julian Grigo, Bereichsleiter Digital Banking & Financial Services beim Bitkom. „Es passt nicht in die digitale Zeit, dass Kunden zur Bargeld-Zahlung gezwungen werden. Bitkom setzt sich deshalb für eine Wahlfreiheit beim Bezahlen ein, die an jedem Point of Sale mindestens eine elektronische Bezahlart verpflichtend vorsieht.“

 

Auch die Generation 65+ wünscht sich bargeldlose Bezahl-Möglichkeiten

Vor allem Jüngere zwischen 16 und 29 Jahre würden gerne noch öfter elektronisch bezahlen. So sagen in dieser Altersgruppe sogar 71 Prozent, dass sie sich häufig über den Zwang zu Bargeld ärgern und fast genauso viele (70 Prozent) fordern eine gesetzliche Wahlfreiheit mit mindestens einer elektronischen Bezahlart in jedem Geschäft oder Restaurant. Aber selbst bei den Älteren ab 65 Jahren ärgert sich inzwischen eine breite Mehrheit von 62 Prozent über Händler und Gastronomen, die Karte oder Smartphone ablehnen, und 58 Prozent wünschen sich eine verpflichtende bargeldlose Bezahlmöglichkeit. „Wir sollten uns davor hüten, einen ideologischen Kampf Für und Wider das Bargeld zu führen. Wahlfreiheit bedeutet nicht die Abschaffung des Bargelds, sondern ein Mehr an Freiheit für alle Kunden“, so Grigo. „Von einer flächendeckenden Möglichkeit, elektronisch zu bezahlen, würden Kunden, Händler und der Staat profitieren. Elektronisches Bezahlen spart Zeit und Kosten und führt zu mehr Steuerehrlichkeit.“ bitkom

Relaunch von Toys R Us in den USA mit ganz neuem Konzept?

Es scheint sich etwas zu tun in diesem klassischen Einerlei der Konditionsforderungen des Handels einerseits und der Klagen der Industrie darüber andererseits.

 

Der Relaunch von Toys R Us in den USA scheint mit einem zwar nicht neuen, aber dennoch nicht weniger attraktiven Konzept an den Start gehen zu wollen.

 

Die Rede ist davon, dass Toys R Us als zukünftiges Businessmodell lediglich die (Regal-)flächen zur Verfügung stellen wird. Das heißt  kein Cent der verkauften Produkte geht an Toys R Us selbst, sondern direkt an die Industrie. Damit ginge das Joint Venture aus b8ta und Tru Kids ganz neue Wege im Spielwarenhandel. Wir werden diese Entwicklung sehr gespannt verfolgen. Ph

Müller - Günther Helm holt Nice Shops ins Boot

Für Insider ist das keine neue Erfahrung, bevor der neueste Zugang aus dem Top-Management von Drogeriekönig Erwin Müller verschlissen wird, hat er erst einmal wunderbare 100 Tage der Ruhe. So verwundert es auch nicht, dass Müllers neuester Topmanager, Günther Helm, der von der österreichischen ALDI-Tochter Hofer abgeworben wurde erst einmal sorglos walten kann. Seit 1. Juni an Bord und schon sichert er sich eine kleine 26% Beteiligung an dem österreichischen Onlinehändler Niceshops GmbH – und macht damit einen weiteren Schritt im geplanten Ausbau des Digitalgeschäfts.

 

Erwin Müller hat versprochen sich "fast vollständig" aus dem operativen Geschäft zurück zu ziehen, so zumindest Helms Interpretation beim Amtsantritt. Man wird sehen ob er damit Recht behält. Denn Müller hat schon viele Topmanager erfolgreich vergrault, den eigenen Sohn ausbezahlt.

 

Für Helm ist diese Akquisition ein Schritt in die richtige Richtung. Er will den Online-Handel wesentlich aggressiver angehen als in der Vergangenheit. So bietet Müller noch immer keine Lieferung ins Haus an. Kunden müssen immer noch brav in die Filialen tapern und sich ihre Produkte abholen. Müller, Nummer drei der deutschen Drogerieketten, längst weit abgehängt von seinen Konkurrenten Rossmann und dm.

 

Spätestens Anfang September sind die berüchtigten 100 Tage um. Dann wird sich zeigen was "fast vollständig" bedeutet. Hoffentlich kann Helm dann erste schnelle Erfolge (in Euro) nachweisen, denn ansonsten wird auch er von dem alternden Patriarchen gnadenlos geschasst werden. Und wieder wird es heißen, "der Nächste bitte". Ph

Bundeskartellamt erwirkt für Händler auf den Amazon Online-Marktplätzen weitreichende Verbesserungen der Geschäftsbedingungen

Aufgrund von kartellrechtlichen Bedenken des Bundeskartellamtes ändert Amazon seine Geschäftsbedingungen für Händler auf den Amazon Online-Marktplätzen.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Zur Beendigung unseres Verfahrens wird Amazon seine Geschäftsbedingungen für die auf dem Marketplace tätigen Händler für den deutschen Marktplatz amazon.de, für alle europäischen Marktplätze (amazon.co.uk, amazon.fr, amazon.es, amazon.it) sowie weltweit für alle seine Online-Marktplätze einschließlich der amerikanischen und asiatischen Marktplätze anpassen. Die Änderung der Geschäftsbedingungen (Business Solutions Agreement - BSA) wird heute von Amazon angekündigt und veröffentlicht. Sie tritt 30 Tage später in Kraft. Damit werden die zahlreichen Beschwerden von Händlern beim Bundeskartellamt gegenüber Amazon aufgegriffen. Die Änderungen betreffen den einseitigen Haftungsausschluss zugunsten von Amazon, die Kündigung und Sperrung der Konten der Händler, den Gerichtsstand bei Streitigkeiten sowie den Umgang mit Produktinformationen und viele andere Fragen. Für die auf den Amazon Marktplätzen tätigen Händler haben wir mit unserem Verfahren weltweit weitreichende Verbesserungen erwirkt. Das Verfahren wird eingestellt“.

 

Amazon ist in vielen Produktgruppen der größte Online-Händler und betreibt den mit Abstand größten Online-Marktplatz in Deutschland. Für viele Händler hat der Amazon-Marktplatz beim Online-Vertrieb, insbesondere für den Zugang zum Kunden, eine große Bedeutung. Im November 2018 hatte das Bundeskartellamt aufgrund von zahlreichen Beschwerden von Händlern ein Verfahren gegen das Unternehmen wegen des Verdachts auf missbräuchliche Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen gegenüber den Händlern auf dem deutschen Marktplatz amazon.de eröffnet (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 29. November 2018). Dieses Verfahren hat das Bundeskartellamt aufgrund der vorgenommenen Änderungen nun eingestellt.

 

Zu den Änderungen im Einzelnen:

 

- Haftungsregeln:

 

Amazon ist bislang praktisch von jeglicher Haftung gegenüber den Händlern freigestellt.

 

Dieser Haftungsausschluss von Amazon wird zu Gunsten der Händler eingeschränkt und enger gefasst. Amazon haftet künftig ebenso wie die Händler für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Damit erfolgt für die europäischen Marktplätze eine Anpassung der Regelungen an europäische Standards für Geschäftsbeziehungen zwischen Gewerbetreibenden (B2B).

 

- Kündigung und Sperrung:

 

Amazon hat bislang ein unbeschränktes Recht zur sofortigen Kündigung und der sofortigen Sperrung von Konten der Händler ohne Angabe von Gründen.

 

Bei ordentlichen Kündigungen gilt künftig eine 30 Tage-Frist. Bei außerordentlichen Kündigungen (gestützt auf den Vorwurf von Gefährdungen und Rechtsverletzungen durch einen Händler) ebenso wie bei Sperrungen besteht nun eine Pflicht von Amazon zur Information und Begründung.

 

- Gerichtsstand:

 

Bislang war Luxemburg als ausschließlicher Gerichtsstand in den europäischen Geschäftsbedingungen für den Marktplatz als auch in den europäischen Geschäftsbedingungen für den Zahlungsverkehr vorgegeben. Diese Regelung hat es insbesondere kleineren Händlern erschwert, überhaupt eine rechtliche Auseinandersetzung zu suchen.

 

Die Ausschließlichkeit des luxemburgischen Gerichtsstands wird nun für alle europäischen Marktplätze beseitigt. Inländische Gerichte können künftig unter bestimmten Voraussetzungen zuständig sein.

 

- Retouren und Erstattungen:

 

Für die Kunden bleibt alles beim Alten. Von einer Neuregelung unangetastet bleiben die Amazon-Regeln zu Kundenretouren und Erstattungen im Hinblick auf das Verhältnis zu den Kunden.

 

Bislang mussten die Händler einseitig die Kosten und sonstigen Folgen einer von Amazon getroffenen Erstattungsentscheidung tragen. Halten sie die Retoure für unberechtigt, können sie nach den neuen Regelungen Widerspruch einlegen und ggf. einen Ausgleichsanspruch gegenüber Amazon geltend machen.

 

- Produktinformation und Nutzungsrechte:

 

Die Händler mussten Amazon bislang sehr weitreichende Rechte zur Nutzung der eigenen Produktmaterialien, wie Informationen, Beschreibungen, Bilder etc. einräumen. Händler mussten dem Amazon-Marktplatz außerdem Produktmaterial zur Verfügung stellen, das qualitativ ebenso hochwertig ist wie das von ihnen in anderen Vertriebskanälen verwendete Material („Paritätsvorgabe“).

 

Die angepassten Regelungen enthalten hinsichtlich der Nutzungsrechte Verbesserungen und Klarstellungen im Sinne der Händler. Insbesondere ist die zulässige Nutzung durch Amazon nun auf bestimmte Verwendungszwecke beschränkt. Die sogenannte „Paritätsvorgabe“ entfällt. Künftig sind daher hochwertigere bzw. speziellere Produktinformationen und Darstellungen auf anderen Webseiten möglich. Anforderungen von Amazon an die Qualität des Produktmaterials bleiben aber weiterhin zulässig. Diese Änderung unterstützt die Möglichkeiten von Händlern und Herstellern, mit eigenen Internetseiten in den Wettbewerb zum Amazon-Marktplatz zu treten. 

 

- Geheimhaltung:

 

Öffentliche Äußerungen der Händler zu der Geschäftsbeziehung zu Amazon sind bislang nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von Amazon erlaubt gewesen.

 

Die diesbezügliche Klausel wird weitgehend reduziert.

 

- Transparenz:

 

Das Bundeskartellamt hat dafür Sorge getragen, dass es für Händler künftig einfacher wird, die geltenden Regelungen überhaupt zu identifizieren. Die Regelungen werden künftig besser auffindbar sein. Änderungen werden mit einer Frist von 15 Tagen vorher angekündigt.

 

- Produktrezensionen und Verkäuferbewertungen:

 

Von zahlreichen Händlern wurde auch die Praxis von Amazon bei Bewertungen beanstandet. Es wurde kritisiert, dass Amazon Verkäufe von Amazon als Händler (Amazon Retail) gegenüber den Verkäufen von Marktplatzhändlern in dieser Hinsicht bevorzugen würde, insbesondere weil über Drittanbieter eingeholte Produktbewertungen von der Plattform entfernt werden. Amazon hat vorgetragen, dass es ein erhebliches Risiko von falschen und manipulativen Bewertungen gibt und Amazon das Problem grundsätzlich angehen möchte. Vor allem soll das bislang nur den Lieferanten von Amazon Retail zugängliche eigene Bewertungsprogramm „Vine“ schrittweise für solche Marktplatzhändler geöffnet werden, die Inhaber einer bei Amazon registrierten Marke sind.

 

Von weiteren Anforderungen für die Regelungen zu Produktbewertungen hat das Bundeskartellamt deshalb sowie vor dem Hintergrund der laufenden Sektoruntersuchung „Nutzerbewertungen“ (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 23. Mai 2019) und der laufenden Untersuchungen der Europäischen Kommission zu Amazon (siehe unten) zunächst abgesehen.

 

Auf dem Markplatz amazon.de waren 2018 mehr als 300.000 Dritthändler tätig. Bezogen auf das Handelsvolumen von Dritthändlern auf dem Marktplatz amazon.de stammen 60-65 Prozent von deutschen Händlern, 20-25 Prozent von außereuropäischen Händlern und 10-15 Prozent von Händlern aus sonstigen europäischen Ländern, darunter weniger als 2 Prozent von Händlern aus Österreich und in noch weit geringerem Umfang aus Luxemburg. Mehr als 95 Prozent des Gesamthandelsvolumens auf amazon.de entfällt auf deutsche oder österreichische Kunden. 2018 wurden auf amazon.de mehr als 300 Mio. verschiedene Artikel (ASIN) angeboten und ca. 1,3 Mrd. Produkte verkauft. Das (netto) Handelsvolumen des deutschen Marktplatzes betrug im Jahr 2018 weit mehr als 20 Mrd. Euro. Amazon.de ist damit der mit Abstand größte der fünf europäischen Marktplätze von Amazon. Bezogen auf die fünf europäischen Marktplätze macht der deutsche Marktplatz 40-50 Prozent aus, danach folgen der britische und dann die drei übrigen Marktplätze (amazon.fr, amazon.es, amazon.it). Von den 37 Mio. Kunden in 2018, die mindestens ein Produkt auf dem deutschen Marktplatz gekauft haben, stammen über 80 Prozent aus Deutschland und 5-10 Prozent aus Österreich. Das Handelsvolumen auf amazon.de stammt zu 40-45 Prozent von der eigenen Retail-Sparte von Amazon und zu 55-60 Prozent von Dritthändlern. Im Jahr 2018 wurden von Amazon auf dem deutschen Marktplatz mehr als 250.000 Verkäufer-Konten dauerhaft und mehr als 30.000 Verkäufer-Konten vorübergehend gesperrt. Grund waren vor allem Betrugsvorwürfe (daneben Verletzung gewerblicher Schutzrechte und Produktfälschungen).

 

Während des Verfahrens hat sich das Bundeskartellamt intensiv mit der Europäischen Kommission ausgetauscht, die auf Basis des europäischen Kartellrechts weiterhin vor allem die Erhebung und die Nutzung von Transaktionsdaten durch Amazon untersucht. Die Kommission befasst sich dabei insbesondere mit dem Datengebrauch durch Amazon sowie dessen Auswirkungen auf die Marktplatzhändler.

 

Darüber hinaus hat sich das Bundeskartellamt mit zahlreichen nationalen Wettbewerbsbehörden in Europa sowie außerhalb Europas über den Verfahrensgegenstand ausgetauscht. Intensive Gespräche gab es insbesondere auch mit den Wettbewerbsbehörden in Österreich (Bundeswettbewerbsbehörde) und von Luxemburg (Conseil de la concurrence), da diese auch eigene Missbrauchsverfahren gegen Amazon geführt und ermittelt haben. Bundeskartellamt

Amazon führt Transparency in Europa, Indien und Kanada ein – einen Authentifizierungsservice, der Fälschungen umfangreich verhindern soll

Amazon (NASDAQ:AMZN) hat bekannt gegeben, seinen Authentifizierungsservice Transparency auf Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Indien und Kanada auszuweiten. Mit Transparency erstellen Markeninhaber eindeutige Codes, die sie auf ihren Produkten anbringen. Kunden, Markeninhaber, Amazon und weitere Akteure der Lieferkette können so jede Produkteinheit eindeutig authentifizieren. Das schützt Marken und Kunden besser vor Fälschungen. Die eindeutige Authentifizierung  jeder Produkteinheit ist der effektivste Weg, um Fälschungen über die gesamte Lieferkette hinweg zu bekämpfen und zu verhindern. Die geographische Ausweitung von Transparency auf weitere Länder ist Amazons jüngste der permanenten Investitionen in skalierbare, technologiegetriebene Lösungen, um Fälschungen zu verhindern. 

 

„Fälschungen sind ein branchenweites Problem – online und offline. Wir sind davon überzeugt, dass die besten Lösungen gegen Fälschungen auf Partnerschaften basieren, in denen Amazons technologische Innovationen mit dem umfangreichen Wissen der Markeninhaber kombiniert werden“, sagte Dharmesh Mehta, Amazon Vice President, Customer Trust and Partner Support. „Wir haben Transparency entwickelt, um Markeninhabern eine einfache, skalierbare Lösung an die Hand zu geben, mit der sie und Amazon selbst, Produkte über die gesamte Lieferkette authentifizieren und Fälschungen stoppen können, bevor sie einen Kunden erreichen.“

 

Transparency ist ein Authentifizierungsservice, der einen eindeutigen Code für jede Produkteinheit generiert. Markenhändler bringen diesen Code auf ihren Produkten an. Jedes Mal, wenn eines dieser Produkte auf Amazons Webseiten bestellt wird, scannt und verifiziert Amazon den Code. Das stellt sicher, dass nur echte Produkte den Kunden erreichen. Darüber hinaus können Kunden den Code mit einer App scannen und die Authentizität selbst überprüfen – unabhängig davon, wo sie ihr Produkt gekauft haben. Markeninhaber können über Transparency auch weitere Angaben bereitstellen, wie Produktionsdatum und -ort oder ergänzende Produktinformationen geben (z.B. Inhaltsstoffe).

 

Mehr als 4.000 Marken nehmen an Transparency in den USA teil, vom Startup bis zum Fortune-500Unternehmen. Jeden Monat kommen Hunderte weiterer Marken hinzu. 300 Millionen eindeutige Codes wurden für diese Marken bereits generiert. Dadurch konnte Amazon proaktiv verhindern, dass 250.000 Fälschungen von Transparency-fähigen Produkten den Kunden erreichen. 2019 hat es keine einzige Meldung zu Fälschungen von Produkten gegeben, die vollständig in Transparency integriert waren – weder von Markeninhabern noch von Kunden, die diese Produkte bei Amazon gekauft haben.  

 

Amerikanische Verkaufspartner berichten von ihren Erfahrungen: „Amazons proaktiver Ansatz und Investitionen in Tools wie Transparency ermöglichen es uns, das Vertrauen der Verbraucher in unsere Produkte zu stärken und zu verhindern, dass gefälschte Produkte in die Hände unserer Kunden gelangen“, sagte Matt Petersen, CEO von Neato Robotics, die intelligente Staubsaugerroboter herstellen. 

 

„Es war schon immer eine große Herausforderung für uns, Fälschungen von Grund auf zu bekämpfen – und das betrifft alle Markeninhaber auf fast allen Kanälen überall auf der Welt“, sagt Bill Mei, CEO bei Cowin, Hersteller von Noise-Cancelling-Kopfhörern. „Seit wir Transparency beigetreten sind, hat sich das Thema Fälschungen bei all unseren Produkten erledigt, die durch das Programm geschützt sind.“ Amazon

E-COMMERCE-PLUS VON 11,3 PROZENT IM 1. HALBJAHR 2019

Auch im 1. Halbjahr 2019 bleibt der E-Commerce weiterhin Treiber im Online-Handel und legt insgesamt mit einem Plus um 11,3 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 zu. Die aktuellen Zahlen der großen Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) bestätigen dies auch für das 2. Quartal 2019. „Fast moving consumer goods“ wie Lebensmittel oder Drogerie-Waren wachsen am Stärksten.

 

Im Zeitraum April bis Juni 2019 gaben die Verbraucher im Online-Handel 2019 17.363 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 15.600 Mio. EUR inkl. USt) aus. Im 2. Quartal 2019 kauften die deutschen Verbraucher Waren im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) für 17.964 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 16.369 Mio. EUR inkl. USt). Der Online-Handel hat somit einen Anteil von 96,7 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4.810 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 4.608 Mio. EUR inkl. USt) und damit ein Plus von 4,4 Prozent.

 

Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf)

„Täglicher Bedarf“ ist im Online-Handel nicht mehr wegzudenken. Das Gesamtvolumen des Warengruppen-Cluster stieg daher auch um insgesamt 14,2 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 1.249 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.094 Mio. EUR inkl. USt). Die große Akzeptanz Lebensmittel online zu bestellen, bescherte dem 2. Quartal 2019 einen Online-Umsatz von 407 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 346 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 17,9 Prozent.

 

„Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass der Online- und Versandhandel heute schon die Grundversorgung gemeinsam mit seinen belastbaren und effizienten Zustellpartnern sichert“, so bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. „Diese Chance sollte die Bundesregierung stärker nutzen, um Teilhabe auch an Kultur- oder Gesundheitsleistungen in strukturschwächeren Regionen zu unterstützen.“

 

Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus- /Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte)

In der Kategorie Möbel, Lampen und Dekoration zeigte sich nachhaltig hohes Wachstumspotential. Hier stieg der Online-Umsatz im 2. Quartal 2019 um 14,4 Prozent auf 1.241 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.084 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel)

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 2. Quartal 2019 auf 2.209 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.979 Mio. EUR inkl. USt) um 11,6 Prozent. Der Bereich DIY und Blumen bescherte dem 2. Quartal 2019 einen Online-Umsatz von 720 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 632 Mio. EUR inkl. USt) und einen Anstieg um 14,0 Prozent. Hobby und Freizeitartikel stiegen im 2. Quartal 2019 um 12,3 Prozent auf 745 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 664 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Bekleidung inkl. Schuhe“

Der Mode-Onlinehandel hat sich von der Schwäche im stationären Handel im ersten Halbjahr deutlich abkoppeln können. In der Kategorie Bekleidung verzeichnet die Branche ein Wachstum von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der entsprechende Umsatz erhöhte sich auf 3.206 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 2.818 Mio. EUR inkl. USt). Im 2. Quartal 2019 lag das Wachstum für den Bereich Schuhe bei 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 1.015 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 926 Mio. EUR inkl. USt).

 

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Ebooks/Hörbücher, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation)

Die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele verzeichnete im 2. Quartal 2019 Umsätze von 1.526 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 1.376 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 10,9 Prozent. Der Bereich Elektronikartikel und Telekommunikation wuchs online um 10,3 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 3.359 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 3.044 Mio. EUR inkl. USt). Die Online-Umsätze bei Büchern und E-Books stiegen um 6,3 Prozent und lagen bei 917 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 863 Mio. EUR inkl. USt).

 

Online-Marktplätze mit über 8 Mrd. Euro Quartalsumsatz im E-Commerce

Im 2. Quartal zogen die Multichannel-Versender zwar weiterhin gegenüber den Online-Marktplätzen nach, aber in absoluten Zahlen kaufen die Deutschen immer mehr bei Letzteren online ein. Die Kategorie „Multichannel“ mit E-Commerce-Anbietern aus dem stationären Einzelhandel und Katalog-Versandhandel wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 Prozent und erreichte einen Umsatz von 6.215 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 5.600 Mio. EUR inkl. USt). Darunter verzeichneten die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft ein nur unterdurchschnittliches Plus von 5,9 Prozent. Die Umsätze lagen bei 2.691 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 2.541 Mio. EUR). Mit einem weiteren Wachstum von 13,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 8.020 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2018: 7.098 Mio. EUR inkl. USt) besetzten die Online-Marktplätze wieder fast die Hälfte des Gesamtumsatzes.

 

Der E-Commerce-Umsatz wird nach Einschätzung des bevh 2019 die 70 Mrd. Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Mrd. Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Mrd. Euro brutto. bevh

EHI veröffentlicht Studie zu Inventurdifferenzen im deutschen Handel

Die Rasierklingen verschwinden in der Jackentasche oder das Parfum in der Handtasche. „Im Handel wird nach wie vor gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist“, erklärt Frank Horst, Sicherheitsexperte vom EHI, „trotz aufwändiger Präventivmaßnahmen summieren sich die Verluste in 2018 auf 4,3 Mrd. Euro.“ Nach 4,1 Mrd. Euro in 2017 bedeutet das eine Steigerung von fast 5 Prozent, so die Studie „Inventurdifferenzen 2019“. Welche Zusammenhänge bestehen und welche Trends es bei Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen gibt, erläutert Frank Horst heute auf dem „EHI Inventur- und Sicherheitskongress 2019“ in Köln.

 

Eine Milliarde zu Lasten von Mitarbeitern. Von den 4,3 Mrd. Euro – branchengewichtete Hochrechnung für den gesamten deutschen Einzelhandel – entfallen rund 3,75 Mrd. Euro auf Diebstahl, davon rund 2,38 Milliarden Euro auf Diebstähle durch Kunden, den eigenen Mitarbeitern/innen werden gut eine Milliarde angelastet, und Lieferanten sowie Servicekräften werden 350 Millionen Euro an Warenverlusten im Jahr zugerechnet. Statistisch gesehen entfällt auf jeden Haushalt in Deutschland jährlich ein Warenwert von fast 60 Euro, der nicht bezahlt wird. Auf den Lebensmittelhandel projiziert bedeutet dies, dass nach wie vor rund jeder 200. Einkaufswagen unbezahlt die Kasse passiert. 560 Mio. Euro entstehen durch organisatorische Mängel wie falsche Preisauszeichnung oder nicht erfasster Bruch und Verderb.

 

Der ehrliche Kunde zahlt mit. Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmer haben sich die Inventurergebnisse in Prozentpunkten im Vergleich zu 2017 verschlechtert. Eine durchschnittliche Inventurdifferenz von 0,63 Prozent – bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz – schmälert die Renditen im Einzelhandel erheblich. Bewertet zu Verkaufspreisen in Relation zum Bruttoumsatz entspricht dies in branchengewichteter Hochrechnung einem Wert von durchschnittlich 1 Prozent des Umsatzes. Hinzu kommen jährliche Ausgaben des Handels von rund 1,45 Milliarden Euro für Präventions- und Sicherungsmaßnahmen, um seine Waren vor Diebstählen zu schützen. Insgesamt gehen dem Handel damit durch Inventurdifferenzen und Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen rund 1,34 Prozent seines Umsatzes verloren, die letztlich jeder Kunde mit bezahlt.

 

Erneuter Rückgang der Ladendiebstahlsanzeigen. 2018 sind die angezeigten Ladendiebstähle laut polizei­licher Kriminalstatistik um 4,1 Prozent zurückgegangen auf insgesamt 339.021 Fälle (Vorjahr 353.384). Wäh­rend die Zahl der einfachen Ladendiebstähle seit 1997 nahezu kontinuierlich gesunken ist, haben sich schwe­re Ladendiebstähle in den letzten zwölf Jahren nahezu verdreifacht. Durch die hohe Dunkelziffer von über 98 Prozent besitzt die Statistik nur eine eingeschränk­te Aussagefähigkeit. Aus dem durchschnittlichen Scha­den aller angezeigten Diebstähle und dem tatsächlichen Schaden im Handel ergibt sich, dass jährlich rechne­risch über 23 Millionen Ladendiebstähle mit je einem Warenwert von 100 Euro unentdeckt bleiben. EHI

EK/servicegroup - Young Networker trafen sich im dänischen Billund

Nach dem letzten Fachtreffen im April in Zürich führte der Weg von knapp 30 jungen Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Mitgliederkreis der  EK/servicegroup vom 22. bis 24. Juni 2019 ins dänische Billund. Auf dem Veranstaltungsprogramm standen u. a. ein Impulsvortrag zum Thema „Versicherungen“, ein Instagram-Workshop, Abstecher in die Welt der Lego-Steine und der auf dem Weg liegende Besuch eines Kollegen-Fachgeschäftes.

 

Zum Auftakt des Fachprogramms rückte das oft leidige, aber immer unumgängliche Versicherungsthema in den Mittelpunkt. André Salau, von der Verbraucherberatungsstelle für Versicherungen, verdeutlichte in seinem Impulsvortrag, wie schnell eine Unterversicherung die unternehmerische Existenz gefährdet. Welche Versicherungen sind wichtig, was gilt es vor Abschluss und im Schadensfall zu beachten? Hier bekamen die Networker die passenden Antworten.

 

Anschließend vermittelte EK Experte Sven Scheffler in einem Workshop die Basics im Umgang mit Instagram. Dazu gehören u. a. das Anlegen und Bearbeiten eines Unternehmensprofils. Die große Social-MediaPlattform bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Steigerung von Bekanntheit, Kundenfrequenz und Umsatz. Im Workshop posteten die Jungunternehmer dafür neu erstellte Storys sowie andere Beiträge und erfuhren alles über Funktionen wie „Kommentieren, Folgen, Liken“, die Interaktion mit Followern, das Erstellen von Gewinnspielen u. v. m.

 

Billund ist LEGO. Wer nach Billund fährt, kommt an LEGO nicht vorbei. So nahmen die Networker im Rahmen der Veranstaltung an einer geführten Tour durch

das mit 25 Millionen LEGO-Steinen gefüllte „LEGO House – Home of the Brick“ teil, tauchten einen langen Nachmittag in die Erlebniswelten des LEGOLAND ein und erhielten auf der LEGO Factory Tour Einblicke in die Produktion der bunten Steine, die das Fundament eines der weltgrößten Unternehmen der Spielwarenbranche bilden: Allein in Billund werden täglich millionenfach Teile produziert.

 

Besuch bei einem Young Network-Mitglied. Fast schon Tradition bei Young Network-Fachtreffen hat der Besuch eines nahegelegenen bzw. „auf dem Heimweg“ liegenden Mitgliedshauses. Ziel war diesmal Flintbek im Kreis RendsburgEckernförde in Schleswig-Holstein. Hier leitet Imke Janneck das Kaufhaus „Renner Haus + Garten“ und ist nicht nur in Sachen Spielwaren eine ausgewiesene Expertin. Gern führte die junge Inhaberin ihre Network-Kollegen durch die vielfältigen Einkaufswelten des etablierten Kaufhauses im Norden.

 

Unter dem Strich war auch dieses Fachtreffen wieder ein voller Erfolg oder, wie es ein Teilnehmer ausdrückte, „eine Veranstaltung aus einem Guss, die mich nicht nur unternehmerisch, sondern auch persönlich weitergebracht hat. Eben genauso wie es bei Young Network sein soll!“ Zum unabhängigen Netzwerk der EK Junioren zählen aktuell über 100 junge Unternehmerinnen und Unternehmer aus fünf Ländern. EK/servicegroup

Einzelhandelsberufe gehören erneut zu den beliebtesten Berufen

Die beiden Kernberufe des Einzelhandels Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/in gehörten 2017 wie schon in den Jahren zuvor zu den beliebtesten Berufen. Das zeigen heute veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts.

 

In der Gesamtbetrachtung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge rangiert der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel erneut auf Platz 1 und der/die Verkäufer/in auf Platz 3. Insgesamt wurden in diesen beiden Berufen weit über 50.000 Verträge unterschrieben, das sind rund zehn Prozent aller abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland. „Die beiden Kernberufe des Einzelhandels gehören erneut zu den beliebtesten Berufen in Deutschland“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Bei den TOP-5-Ausbildungsberufen mit Realschul- oder vergleichbarem Abschluss rangieren der dreijährige Ausbildungsberuf Kaufleute im Einzelhandel auf Platz 1 und die Verkäufer auf Platz 5. Bei den TOP-5-Ausbildungsberufen mit Hauptschulabschluss liegt der zweijährige Ausbildungsberuf Verkäufer klar auf Platz 1 und die Kaufleute im Einzelhandel auf Platz 2.

 

Den Grund für die Beliebtheit der Handelsberufe sieht Genth vor allem in den vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. „In keiner anderen Branche kann man mit einer Ausbildung so viel erreichen: 80 Prozent der Führungskräfte im Einzelhandel haben ihre Karriere mit einer Ausbildung begonnen“, so Genth weiter. Aber auch für den Handel werde der Kampf um die jungen Talente aufgrund des demografischen Wandels und des anhaltenden Trends zur Akademisierung härter. Deshalb startete der HDE im letzten Monat eine digitale Azubi-Informations-Kampagne. HDE

Amazon beeinflusst ein Drittel des gesamten Nonfood-Handels

Analysen zur deutschen Handelslandschaft kommen um Amazon nicht mehr herum. Warum das so ist, verdeutlicht die neue IFH-Studie „Gatekeeper Amazon – Vom Suchen und Finden des eigenen Erfolgswegs“ eindrücklich. Wachstumsimpulse generiert Amazon aktuell vor allem aus dem Marktplatzgeschäft, so ist das Eigenhandelsgeschäft 2018 nur um 2,2 Prozent gewachsen. Doch Amazon ist längst kein reines Onlinephänomen mehr. Die Studie zeigt detailliert auf, wie stark der Einfluss des Onlinegiganten auf die gesamte deutsche Handelslandschaft ist. Und dieser Einfluss wächst massiv. Rund 31 Prozent aller Umsätze im Nonfood-Bereich – egal ob online oder stationär – sind schon heute von Amazon abhängig. Ganze sieben Prozent sind Umsatz des Handelsriesen selbst, die übrigen 24 Prozent entfallen auf Umsätze, die direkt von Amazon beeinflusst werden – zum Beispiel durch die Informationssuche auf der Onlineplattform. Selbst in der vermeintlich amazon-schwachen Fashion-Branche ist rund ein Viertel des Marktvolumens von Amazon abhängig. In anderen Branchen fällt dieser Anteil deutlich höher aus.

 

Relevanz als Informationsquelle nimmt kanal- und branchenübergreifend weiter zu. Die Abhängigkeit der Handelsumsätze von Amazon hängt in erster Linie eng mit dem veränderten Informationsverhalten der KonsumentInnen zusammen. So nutzen immer mehr KonsumentInnen sowohl vor dem Onlinekauf als auch vor dem stationären Kauf Amazon als Informationsquelle. Die Studie zeigt: Durchschnittlich 60 Prozent der Onlinekäufe und 27 Prozent aller stationären Käufe geht eine Recherche bei Amazon voraus. Im Bereich „CE & Elektro“ ist dieses KonsumentInnenverhalten besonders weit verbreitet. Bei rund 67 Prozent der Onlinekäufe und 44 Prozent der Anschaffungen im stationären Handel wird vorab bei Amazon recherchiert. Insgesamt steigt der Anteil der Onlineinformationssuche bei Amazon in der Mehrheit der Branchen teilweise deutlich an und der Einfluss Amazons auf den gesamten Handel nimmt dadurch weiter zu.

 

„Für Handelsakteure ist es essenziell Amazon ganzheitlich auf dem Schirm zu haben. Reiner Konkurrent im Onlinehandel ist Amazon längst nicht mehr. Anbieter, die nicht maßgeblich an ihrer Positionierung arbeiten und hierin investieren, werden zukünftig nicht mehr als relevante Anlauf- und Kauforte wahrgenommen“, so Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung des IFH Köln.

 

Preise, Bewertungen und Empfehlungen sind gefragt. Vor dem Kauf – egal ob online oder im Ladengeschäft – nutzen die KonsumentInnen Amazon vor allem als Preisanker, als Informationsquelle für Produktbewertungen anderer KundInnen und für Produktempfehlungen. Vor allem die Kundenbewertungen der Amazon-Community liegen hoch im Kurs: Nur 10 Prozent der AmazonkundInnen vertrauen nicht auf die Kundenbewertung mit Sternen. Auch Amazon-Bestseller und Amazons Choice-Produkte genießen einen hohen Vertrauensvorschuss: Lediglich 17 bzw. 19 Prozent der AmazonkundInnen vertrauen diesen Kennzeichnungen nicht. IFH Köln

Jahresversammlungen der VEDES Gruppe

Ende Juni fanden die Jahrestagungen 2019 der VEDES Gruppe in der Nürnberger Zentrale statt. Den Anfang machte die Hauptversammlung der VEDES AG am Mittwoch, 26. Juni 2019.

 

Wie immer führte der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Wiedmann gewohnt souverän durch die VEDES Hauptversammlung. Neben den üblichen Formalien stellte er vor allem das 115. Jubiläum der VEDES in den Fokus: „Am 6. März 1904 haben sich in Leipzig 14 Spielwarenfachhändler zur Vereinigung Deutscher Spielwaren-Fachgeschäfte eG zusammengeschlossen und damit den Grundstein für die heutige VEDES gelegt. Ziel dieses Schulterschlusses war es, die eigene Markt-kraft zu bündeln, um dadurch gemeinsam Einkaufsvorteile zu erzielen. Ich glaube, keiner der Gründungsväter hat damals mit dieser Erfolgsgeschichte gerechnet. Als klassische Einkaufsgenossenschaft gegründet, ist die VEDES heute eines der führenden Handelsunternehmen für Spiel, Freizeit und Familie in Europa und bedient im Großhandel inzwischen alle Marktteilnehmer aus einer Hand.“

 

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Märtz erläuterte in seinem Bericht die Zahlen, Daten und Fakten des vergangenen Geschäftsjahres und berichtete über die aktuelle Situation der gesamten Unternehmensgruppe. Im Anschluss wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach trat der Aktionärsvertreter Ralf Viehweg zu seiner Wiederwahl in den Aufsichtsrat an und wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt. Auf Arbeitnehmerseite schied wegen Ablauf seiner Amtszeit Andreas Cromme aus dem Aufsichtsrat aus. Er wurde gemäß DrittelbG am 4. Juni 2019 für eine weitere Amtszeit gewählt, die er mit Wirkung zum 27. Juni 2019 antrat. Somit setzt sich der Aufsichtsrat der VEDES AG unverändert wie folgt zusammen:

  • Rainer Wiedmann Backnang (Vorsitzender)
  • Bodo Meyer Georgsmarienhütte (stellvertr. Vorsitzender)
  • Christiane Barth Darmstadt 
  • Andreas Cromme Mettingen 
  • Manon Motulsky Wiesbaden 
  • Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 
  • Stephan Sendner Lotte 
  • Ralf Viehweg Annaberg-Buchholz 
  • Stefan Wittmann Nürnberg 

Am darauffolgenden Donnerstagvormittag fand die Gesellschafterversammlung der SPIELZEUG-RING GmbH & Co. KG statt. Geschäftsführerin Manon Motulsky war sichtlich stolz auf das Jubiläum der Vereinigung: „Seit 50 Jahren gibt es nun unseren SPIELZEUG-RING. Wir haben uns seit unserer Gründung im Jahr 1969 als starke Gemeinschaft im Spielwarenfachhandel etabliert und sind eine wichtige Säule der VEDES Gruppe. Ich bin sehr stolz darauf, Mitglied und Geschäftsführerin dieses Verbandes zu sein!“

  

Auch beim SPIELZEUG-RING wurden Geschäftsführung und Beirat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach standen die Beiratswahlen an: Birgit Nagel schied turnusgemäß aus dem Beirat aus, stellte sich zur Wiederwahl und wurde in ihrem Amt bestätigt. Somit setzt sich der fünfköpfige Beirat des SPIELZEUG-RINGs ebenso unverändert aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Thomas Stockklauser Reit im Winkel (Vorsitzender) 
  • Jürgen Möhnle Nördlingen (stellvertr. Vorsitzender) 
  • Maria Habermeyer Neuburg an der Donau 
  • Florian Huber Mittersill (Österreich) 
  • Birgit Nagel Waldkirchen 

Am Donnerstagnachmittag fand die Generalversammlung der VEDES eG statt, in der gleich mehrere Jubiläen im Fokus standen, denn nicht nur die VEDES feiert 115 Jahre, sondern auch zahlreiche Mitgliedsbetriebe haben 2019 Grund zum Feiern. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Wiedmann ließ es sich nicht nehmen, den anwesenden Jubilaren persönlich zu gratulieren und im Zuge je-dem eine Flasche Champagner zu überreichen:

  • 175 Jahre David Faix & Söhne: Christiane Barth Darmstadt 
  • 140 Jahre Heiges Spielwaren: Andreas Walter Esslingen 
  • 70 Jahre Spielwaren Letzel: Günther Letzel Heilbronn 
  • 25 Jahren Spiel+Freizeit Peppinghaus: Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 

Im Anschluss wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Danach standen auch hier Wahlen zum Aufsichtsrat an: Christiane Barth und Hildegard Peppinghaus schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus, stellten sich zur Wiederwahl und wurden beide in ihren Ämtern bestätigt. In der im Anschluss an die Generalversammlung stattfindenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurden Rainer Wiedmann als Vorsitzender und Bodo Meyer als sein Stellvertreter bestätigt. Der fünfköpfige Aufsichtsrat der VEDES eG setzt sich somit ebenfalls unverändert aus den folgenden fünf Mitgliedern zusammen:

  • Rainer Wiedmann Backnang (Vorsitzender) 
  • Bodo Meyer Georgsmarienhütte (stellvertr. Vorsitzender) 
  • Christiane Barth Darmstadt 
  • Hildegard Peppinghaus Münster-Wolbeck 
  • Ralf Viehweg Annaberg-Buchholz 

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