Handel

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NIQ Retail Spend Barometer: Privatausgaben in Deutschland steigen um 5,5 Prozent

| 14.03.2024 | In Deutschland sind die Privatausgaben für Produkte des täglichen Bedarfs (FMCG) und technische Gebrauchsgüter (Tech & Durables) im letzten Jahr um 5,5 Prozent im Vergleich zu 2022 gestiegen. 2023 umfasste dieser Markt insgesamt 394,5 Milliarden Euro. Die höheren Ausgaben wurden besonders durch Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Drogerieprodukten getrieben, während die Konsumenten im Bereich T&D gespart haben. Das neue NIQ Retail Spend Barometer kombiniert Daten von NIQ und GfK, um deutschlandweit einen möglichst holistischen Einblick in Marktpotenziale und Entwicklungen bei FMCG und technischen Gebrauchsgütern zu geben.

 

Das NIQ Retail Spend Barometer bietet einen vollständigen Überblick über die Ausgaben im FMCG-Sektor (Güter des täglichen Bedarfs, wie haltbare und frische Lebensmittel, Getränke und Drogeriewaren) sowie im Tech-und-Durables-Bereich (technische Konsumgüter, Haushaltsgeräte und Heimwerkerbedarf) in Deutschland. Dieser Kategorie- und kanalübergreifende, auf Basis echter Abverkaufsdaten getroffene Big-Data-Überblick ist bislang einzigartig. Das NIQ Retail Spend Barometer wird zukünftig quartalsweise veröffentlicht.

 

Preiserhöhungen treiben Ausgaben im FMCG-Sektor

Für FMCG-Produkte haben die Verbraucher in Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt 8,9 Prozent mehr ausgegeben als 2022. Dieser Anstieg ist vor allem durch Preiserhöhungen begründet, die durch Inflation und höhere Beschaffungskosten getrieben sind. Über alle Kategorien hinweg fiel die Steigerung der Ausgaben im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr stärker aus als im zweiten Halbjahr. Im vierten Quartal wurde erstmals auch ein leichtes Absatzplus von 1,5 Prozent erreicht. Treiber dieser Entwicklung sind Discounter und Drogeriemärkte – klassische Supermärkte erlebten als einzige Vertriebsschiene kein Absatzwachstum.

 

2023 setzten Händler zudem verstärkt auf Sonderangebote: Der Anteil an Promotions stieg, vor allem im Bereich Lebensmittel. Dadurch konnten Händler einen Pull-Effekt erzielen und eine höhere Einkaufsfrequenz schaffen. Auch Eigenmarken sind im Aufwind: In fast allen Kategorien verzeichneten sie Zuwächse des Marktanteils, sowohl in Menge als auch in Umsatz. In den Kategorien Personal Care, Home Care und Tierfutter steigerten sowohl stationäre Drogeriemärkte als auch Online-Händler durch häufigere und umfangreichere Einkäufe ihre Umsätze.

 

Gespart wird bei Technologie, Haushaltsgroßgeräten und im Baumarkt

Anders sieht die Situation bei T&D-Produkten wie Haushaltsgeräten, technischen Konsumgütern oder Heimwerkerbedarf aus. Hier gingen die Einzelhandelsausgaben 2023 im Vergleich zu 2022 um 1,7 Prozent zurück. Insbesondere der Bereich Heimwerkerbedarf erlebte einen Umsatzrückgang von 4,4 Prozent. Auch Haushaltsgeräte (- 2,4 Prozent) und technische Konsumgüter (-1,6 Prozent) verzeichneten 2023 rückläufige Umsätze. Konsumenten fokussieren sich zunehmend darauf, defekte Produkte zu ersetzen, anstatt neue Produkte in den eigenen Haushalt einzuführen oder funktionierende Geräte upzugraden. Grund dafür sind eine sinkende Konsumlaune, die damit einhergehende Sparneigung sowie eine gewisse Sättigung in den Technikbereichen, die während der Pandemie stark nachgefragt waren.

 

Eine Ausnahme ist der Sektor Haushaltskleingeräte, der 2023 um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wuchs. Innovative, multifunktionale Produkte entwickelten sich besser als der Marktdurchschnitt und konnten ein Preispremium erzielen. Dazu zählen vor allem Akkuhandstaubsauger, Fritteusen sowie Geräte für Haarpflege und -styling.

 

Preis- und Markenmanagement entscheiden über den Erfolg im Jahr 2024

„Das NIQ Retail Spend Barometer verdeutlicht, dass 2023 vor allem für Einzelhändler und Hersteller im Bereich technischer Gebrauchsgüter kein einfaches Jahr war. Auch FMCG-Händler wie Supermärkte spüren die Konsequenzen eines veränderten Einkaufsverhaltens in Zeiten von Inflation und Unsicherheit sowie den zunehmenden Kampf der Kanäle und Wettbewerber um die Budgets der Konsumenten“, so Oliver Schmitz, Head of Retail DACH bei NIQ/GfK. „Um 2024 attraktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Händler auf Grund von Inflation und Preiserhöhungen ihre Preise noch stärker und dynamischer managen – um wichtige Margen zu sichern. Dazu zählt auch ein kundenzentriertes Category Management. Als Wachstumsstrategie kann die Expansion in neue Sortimente, Kanäle oder gar Regionen oder Länder helfen. Unsere Daten zeigen, welche Wachstumskategorien sich 2023 gegen den Markt durchgesetzt haben und wo die Potenziale für 2024 liegen.“

 

„Marktdynamiken und Konsumentenverhalten wandeln sich immer schneller. In einem kompetitiven Umfeld reichen fragmentierte Daten und eine Portion Bauchgefühl nicht mehr aus“, so Michael McLaughlin, President, Global Retail bei NIQ. „Deshalb bieten wir unseren Kunden mit The Full View™ ein umfassendes, datenbasiertes Verständnis der Entwicklungen am Markt und klare, umsetzbare Empfehlungen für ihr Wachstum in der Zukunft.“ GfK

Wie Social Commerce den Onlinehandel befeuert

| 14.03.2024 | Neues Consumer Barometer von KPMG in Deutschland und IFH KÖLN untersucht Bedeutung von Social Commerce. Gesamtpotenzial bei deutschen Konsument:innen sehr hoch – vor allem für Spontankäufe. Hohe Vertrauensbildung, soziale Interaktion und ausreichende Produktinformationen sind Vorteile gegenüber klassischen Onlineshops. 

 

Ob über Instagram, TikTok, Online-Games oder Markenwebseiten: Viele Unternehmen haben längst das Potenzial von Social Commerce1 für ihre Zwecke entdeckt. Dabei rücken neben neben Sichtbarkeit und Branding, zunehmend auch  Kaufvorbereitungen und direkte Kaufabschlüsse im Sinne eines nahtlosen Einkaufserlebnisses in den Fokus: Social Commerce hat großes Potenzial – sowohl für Konsument:innen als auch für Unternehmen. Das zeigt das Consumer Barometer der KPMG und des IFH KÖLN, das in seiner neuen Ausgabe die Relevanz und Möglichkeiten von Social Commerce analysiert hat. Fazit: 87 Prozent der Konsument:innen zeigen sich generell dem Konzept zugewandt und 75 Prozent haben schon einmal über Social Commerce gekauft. Die gängigsten Produktkategorien sind dabei – ähnlich wie im klassischen E-Commerce – Fashion und Accessoires (23 %), Consumer Electronics (16 %) sowie Freizeit und Hobby (14 %).

 

„Social Commerce als eine Ausprägung des E-Commerce ist spätestens seit der Coronapandemie in der Masse der Konsument:innen angekommen und hat wahnsinnig viel Potenzial. Händler und Hersteller sollten sich unbedingt mit diesem komplexen Thema auseinandersetzen und entsprechend untersuchen, inwieweit Social-Commerce-Konzepte für ihre Unternehmung als weiterer Absatzkanal zielführend sein können,“ so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH KÖLN. 

 

Positive Effekte durch Transparenz und Authentizität  

Ist eine Social-Commerce-Strategie passend nach Zielgruppe und Kanal ausgerichtet, hat sie positiven Einfluss auf die Unternehmenswahrnehmung, die Markenbindung und die Kundenzufriedenheit. So sind 82 Prozent der Konsument:innen der Meinung, dass zu einem verantwortungsvollen Handeln von Unternehmen eine transparente Kommunikation via Social Commerce gehört und mehr als die Hälfte (53 %) empfindet Unternehmen, die über Social Commerce aktiv sind, als besonders authentisch. Produkte, die über Social Commerce empfohlen wurden, werden seltener zurückgeschickt und stoßen auf eine größere Zufriedenheit (58 %). So können Unternehmen über eine authentische Marken- und Produktpräsentation in sozialen Netzwerken, Online-Games oder auf ihren eigenen Webseiten Schwachstellen des klassischen E-Commerce umgehen, insbesondere mangelndes Vertrauen in Anbieter (37 %) oder unzureichende Produktinformationen (30 %).

 

„Ob spontan oder geplant, Kaufen ist immer auch Ausdruck von Vertrauen. Social Commerce ist ein Vertrauenskatalysator und fördert nicht nur den Kauf von Produkten, sondern auch die Loyalität zu Marken. Es wird E-Commerce daher nochmals deutlich befördern. Einzelhändlern und Herstellern bietet Social Commerce die Chance auf mehr Authentizität in der individuellen Kundenkommunikation und eine Aufwertung ihrer Marke in den Augen der Konsument:innen,“ so Stephan Fetsch, EMA Head of Retail and Consumer Goods bei KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

 

Potenzial durch Unternehmen noch nicht ausgeschöpft

Die große Marktrelevanz von Social Commerce zeigt sich auch in den durchschnittlichen Ausgaben: Vier von zehn Käufer:innen haben beim letzten Einkauf mehr als 50 Euro ausgegeben. Folgerichtig sehen aktuell zwei Drittel der Konsument:innen insbesondere Absichten zur Verkaufsförderung und Umsatzsteigerung als Gründe für unternehmerische Social-Commerce-Aktivitäten. Unternehmen sollten zudem die Chancen nutzen, die Social Commerce in puncto Kundenbindung bietet (38 % Zustimmung der Konsument:innen). Weitere Vorteile von Social Commerce liegen in der Möglichkeit, ein nahtloses Einkaufserlebnis (23 %) sowie mehr soziale Interaktion (18 %) zu schaffen. IFH KÖLN

Internationaler Online-Handel: HDE sieht Schieflage bei Marktüberwachung und fordert Neuordnung

| 06.03.2024 | Angesichts der wachsenden Zahl an Paketen aus dem Nicht-EU-Online-Handel warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor den Folgen unzureichender Einfuhrkontrollen. Im Sinne der Produktsicherheit und des fairen Wettbewerbs fordert der Verband eine Neuordnung der Marktüberwachung in Deutschland.

 

Während 2023 laut Europäischer Kommission zwei Milliarden Pakete mit einem Warenwert unterhalb der Zollfreigrenze von 150 Euro aus Nicht-EU-Staaten in die EU verschickt wurden, meldet die Bundesnetzagentur für das Jahr 2023 die Prüfung von nur rund 5.000 Warensendungen. Von den geprüften Sendungen erhielten 92 Prozent keine Freigabe. Diese Diskrepanz zwischen eingetroffenen und kontrollierten Sendungen verdeutlicht aus Sicht des HDE die Schieflage bei der Marktüberwachung in Deutschland.

 

„Die Marktüberwachung in Deutschland ist zersplittert. Das erschwert die Durchsetzung europäischer sowie nationaler Regelungen und steht einem zentralen Vorgehen gegen Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern im Weg“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Geregelt werde die öffentlich-rechtliche Durchsetzung der Preisangabenverordnung durch die Länder, die ihre Zuständigkeit wiederum an die kommunalen Behörden übertragen hätten. Gleiches gelte für die Produktsicherheit, deren Überwachung ebenfalls zersplittert organisiert sei. „Der Zoll ist mit der schieren Masse an Paketen überfordert und die dezentrale Organisation der Marktüberwachung führt zu Sicherheitsrisiken für die Verbraucher und bringt eine extreme Wettbewerbsverzerrung zulasten des deutschen Handels mit sich“, betont Tromp. „Die Marktüberwachung ist organisiert wie zu Zeiten von Tante Emma, als es nur den stationären Handel gab und die amtliche Überwachung der Produkte vor Ort ausreichte“, so Tromp weiter.

 

Der HDE fordert daher eine Neuordnung der Marktüberwachung in Deutschland. „In Zeiten des globalen Internethandels stößt das dezentrale Modell der Marktüberwachung an seine Grenzen. Es überfordert die kommunalen Behörden“, so Tromp. Online-Plattformen und Handelsunternehmen von jeder Kommune individuell und unabgestimmt überprüfen zu lassen, sei nicht zielführend. „Es braucht einen bundesweit einheitlichen Ansatz, der auf Grundlage eines geeigneten Rechtsrahmens ein effizientes und wirksames Vorgehen gegen die Einführer aus Drittstaaten im Inland gewährleistet, damit auch die ganzheitliche Überwachung der internationalen Akteure sicherstellt und die Durchführung zentraler Maßnahmen zur Durchsetzung der Verordnungen und Gesetze ermöglicht“, so Tromp. Hier seien Bund und Länder gemeinsam in der Pflicht.

 

Zudem mahnt der HDE zu einer schnellen Aufhebung der Zollfreigrenze von 150 Euro und zur Digitalisierung der Zollkontrollen in der EU. Nach EU-Angaben ist davon auszugehen, dass bei zwei Dritteln der zwei Milliarden Pakete aus Nicht-EU-Staaten der Warenwert falsch deklariert ist, um unterhalb der Zollfreigrenze von 150 Euro zu bleiben. „Diesem Missbrauch muss Einhalt geboten werden“, so Tromp. HDE

ROFU Kinderland feiert Eröffnung in Zweibrücken

| 29.02.2024 | Anlässlich der Eröffnung der Filiale in der Saarpfalzstraße 8 gab der Spielzeug-Experte am 29. Februar ein großes Fest für Familien und Kinder.

 

Pünktlich um 09:30 Uhr öffneten sich die Türen der brandneuen ROFU Kinderland Filiale in der Saarpfalzstraße 8 in Zweibrücken. Zahlreiche kleine und große Spielzeug-Fans konnten es kaum erwarten, sich auf eine rund 1.150 qm große Shopping-Tour in der ehemaligen Schuh Marke Filiale zu begeben und das große Sortiment zu entdecken.  Bezirksleiter Roland Grill und sein Team freuten sich über den großen Andrang und viele strahlende Augen: Die Auswahl an Top- und Eigenmarken von Spielwaren, Deko sowie Baby- und Kleinkindartikel wurde begeistert aufgenommen. Rofulino, das Maskottchen, und eine Tombola begleiteten die Eröffnung des deutschlandweit führenden Spielwaren-Filialisten.

 

Großer Eröffnungserfolg

Bis zum Abend herrschte buntes Treiben am Eröffnungstag. Anlässlich der großen Neueröffnung besuchten über 1.200 Kunden den Spielwaren-Fachhändler. „Wir freuen uns außerordentlich über die zahlreichen Spielzeug-Fans, die heute mit uns die Eröffnung gefeiert haben. Es war eine großartige Gelegenheit, die Kunden kennenzulernen, sie beratend zu unterstützen und ihre Begeisterung für Spielzeug zu teilen. Vielen Dank an alle, die diesen besonderen Tag mit uns verbracht haben!“, sagt Grill, Bezirksleiter ROFU Kinderland Zweibrücken.  

 

Alle Besucher dürfen sich in der Eröffnungswoche bis einschließlich 03. März 2024 über einen Rabatt von 20 Prozent auf einen Artikel der Wahl freuen. Die Öffnungszeiten der Filiale in Zweibrücken sind immer von Montag bis Samstag zwischen 9:30 und 19:00 Uhr. ROFU Kinderland

Spielwaren und mehr: ROFU eröffnet Filiale in Zweibrücken

| 16.02.2024 | Familien, Kinder und “Kidults” können sich auf den 29. Februar 2024 freuen: Dann öffnet die ROFU Kinderland Filiale in der Saarpfalzstraße 8 ihre Türen. ROFU Kinderland nimmt Zweibrücken als „Einkaufsstadt der kurzen Wege“ beim Wort und eröffnet am 29. Februar 2024 um 9:30 Uhr eine Filiale in der Saarpfalzstraße 8. In der ehemaligen Schuh Marke Filiale können Spielzeugbegeisterte, Familien und Kinder jeden Alters auf ca. 1.150 Quadratmetern eine hervorragend sortierte Auswahl an Spielwaren, Deko sowie Baby- und Kleinkindartikel entdecken. „Nachdem wir bereits in Pirmasens, Homburg und Neunkirchen erfolgreiche Filialen haben, können wir nun mit der neuesten Niederlassung in Zweibrücken die geografische Lücke schließen. Zweibrücken hat sich zu einem gefragten Shopping-Ausflugsziel entwickelt und unsere ROFU Kinderland Filiale ergänzt das attraktive Angebot der Stadt. Wir freuen uns, am 29. Februar die Zweibrückener willkommen heißen zu dürfen“, so Frank Schröder, Geschäftsführer Logistik und Vertrieb, ROFU Kinderland.

 

Selbstverständlich bei der Eröffnungsfeier mit dabei: Rofulino, eine große Tombola und attraktive Eröffnungsrabatte!

Er darf bei keinem ROFU-Fest fehlen: Rofulino, das ROFU Kinderland Maskottchen. Der lustige Fuchs begrüßt kleine und große Besucher am Eröffnungstag in Zweibrücken selbstverständlich persönlich und steht für Erinnerungsfotos bereit. Außerdem erhalten alle Kunden in der Eröffnungswoche bis einschließlich 02. März 2024 20 Prozent Rabatt auf einen Artikel ihrer Wahl und können zudem an der Tombola mit tollen Preisen teilnehmen.

 

Was sich dieses Jahr im Osternest versteckt? Jetzt schon das Oster-Sortiment bei ROFU entdecken!

Ostern ist dieses Jahr sehr früh: Bereits am 31. März startet die Ostereiersuche! Wie gut, dass Kunden bei ROFU jetzt schon ein großes Ostersortiment mit vielen tollen Geschenkideen, Deko-Artikeln, Basteln Inspiration sowie Outdoorspielwaren für den Garten entdecken können. Hier werden Osterhasen und Frühlingsliebhaber bestimmt fündig.

 

Spielend leicht Punkte sammeln!

Als Partner von DeutschlandCard erhalten DeuschlandCard-User mit jedem Einkauf Punkte gutgeschrieben, die anschließend auch wieder in allen ROFU Kinderland Filialen eingelöst werden können. So macht Shoppen doppelt Spaß!

 

Tipps für Shopping-Fans

  • Click & Collect: Mit Click & Collect bietet ROFU Kinderland die Möglichkeit, Online-Bestellungen auf rofu.de kostenlos in einer Wunschfiliale abzuholen. 
  • Attraktive Eigenmarken: Mit Besttoy, Mica, Mica College und Mica Festival wird hohe Qualität zu attraktiven Niedrigpreisen geboten und somit eine preiswerte Alternative zu Markenprodukten geschaffen.
  • Coole Collectables für Kidults: Angesagte Sammelfiguren und Sammelkarten für junggebliebene Erwachsene, die sich ihre Leidenschaft für Spielzeug bewahrt haben. ROFU Kinderland

Unfairer Wettbewerb mit Temu & Co: HDE fordert Durchsetzung von Gesetzen und Regeln

| 14.02.2024 | Mit Blick auf die zahlreichen Regelverstöße chinesischer Billig-Marktplätze wie Temu fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Politik und die Behörden dazu auf, einen fairen Wettbewerb sicherzustellen.

 

„Wer hierzulande Waren anbietet und verkauft, muss sich auch an unsere Regeln und Gesetze halten. Die heimischen Handelsunternehmen investieren viel Geld in die Einhaltung von Umwelt- sowie Verbraucherschutzauflagen und finanzieren mit ihren Steuerzahlungen das Gemeinwesen. Dagegen kommen über chinesische Plattformen wie Temu massenhaft Waren auf unseren Markt, die gegen sämtliche Vorschriften verstoßen“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Der Gesetzgeber auf Bundes- und auf EU-Ebene schaue bei diesem Prozess bisher weitgehend hilflos zu. In der Folge könne von einem fairen Wettbewerb keine Rede mehr sein.

 

„Am Ende trifft das auch die Verbraucher. Denn bei ganz vielen Produkten kontrolliert im Einzelfall niemand, ob sie sicher und gesundheitsverträglich sind. Elektronische Geräte verstoßen massenhaft gegen Sicherheitsvorgaben und bei Textilien werden die in der EU gültigen Grenzwerte für Chemikalien oft nicht eingehalten. Das sind unhaltbare Zustände“, so Tromp weiter. Der HDE fordert deshalb mehr und gründlichere Kontrollen, um die Zahl der illegalen Produkte im EU-Binnenmarkt besser in den Griff zu bekommen. Unter anderem setzt sich der Verband für ein neues Verfahren beim Zoll an den EU-Außengrenzen ein. Vorstellbar sei eine digitale Plattform, bei der jedes Paket angemeldet werden müsse. Pakete von Handelsunternehmen, die sich wiederholt nicht an Recht und Gesetz hielten, könnten dann künftig aussortiert werden. Tromp: „Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit und mehr Willen zum Handeln bei diesem Thema. Das ist eine Herausforderung für den Handel, den Verbraucherschutz und die Behörden. Die Politik ist gefordert, mit klugen Ansätzen sicherzustellen, dass dieses offene Scheunentor für nicht verkehrsfähige Produkte aus Fernost so schnell und so weit wie irgend möglich geschlossen wird.“ HDE

E-Commerce: Lieferungen nur noch selten kostenlos

| 08.02.2023 | Nach langen Wachstumsphasen für den Onlinehandel sind die jetzigen Prognosen alles andere als rosig. Onlinehändler müssen ihre Prozesse und Kostenstrukturen unter die Lupe nehmen und wenn nötig optimieren. Zur EHI-Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2023“ analysiert Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung im EHI, neben Strategien zur Vermeidung von Rücksendungen auch die Versandoptionen und deren Kosten. „Der reibungslose Ablauf von Versand und Lieferung und eine effiziente Abwicklung der Retouren gehören zu den Kernanforderungen von Onlinehändlern. Schnelle Lieferzeiten, konkrete Lieferzeitfenster sowie eine kluge Kostenstrategie können entscheidende Stellschrauben im Wettbewerb sein“, erklärt Atzberger.

 

Lieferkosten

Die durchschnittlichen Logistikkosten pro Artikel sind – je nach Sortiment – sehr unterschiedlich und betragen bei einem Drittel (33 Prozent) der Onlinehändler bis zu fünf Euro, bei weiteren 41 Prozent bis zu 25 Euro und bei acht Prozent über 25 Euro, Retouren nicht mitgerechnet. Die Auslieferung bzw. der Versand zu den Kund:innen ist der entscheidende Kostentreiber, sagen mehr als drei Viertel (78 Prozent). Die der Kundschaft in Rechnung gestellten Versandkosten liegen beim Großteil (85 Prozent) der befragten Händler zwischen zwei und 10 Euro. Nur 4 Prozent berechnen keine Versandkosten.

 

Liefergeschwindigkeit

Damit sich Kund:innen, während sie auf die Ware warten, nicht doch noch für ein anderes Produkt entscheiden, sind schnelle Lieferzeiten bei den Händlern von hoher Relevanz. Es ist für drei Viertel (75 Prozent) eines der entscheidenden Kriterien bei der Wahl ihres Versanddienstleisters. Die durchschnittliche Standardlieferung liegt bei 61 Prozent bei ein bis zwei Werktagen, 28 Prozent liefern innerhalb von drei bis fünf Werktagen und sieben Prozent benötigen 24 Stunden. Einzelne Onlinehändler haben angegeben, dass sie standardmäßig noch am Tag der Bestellung oder sogar innerhalb von ein bis zwei Stunden liefern können. Keiner der Befragten benötigt mehr als fünf Werktage für die Auslieferung der bestellten Artikel.

 

Für besonders schnelle Lieferzeiten nehmen die Händler teilweise einen Aufpreis. Als schnellstmögliche Lieferzeit gibt ein Unternehmen an, innerhalb von 10 Minuten zu liefern, sechs Prozent innerhalb von ein bis zwei Stunden und 30 Prozent innerhalb von 24 Stunden. 10 Prozent liefern noch am Tag der Bestellung. Fast die Hälfte (47 Prozent) können innerhalb von ein bis zwei Werktagen an die Kundschaft ausliefern. Bei sechs Prozent der Befragten handelt es sich bei der schnellstmöglichen Liefergeschwindigkeit um eine Versendung innerhalb von drei bis fünf Werktagen. EHI

Einzelhandel mit schwachem Jahresauftakt

| 08.02.2024 | Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im Januar verschlechtert.  Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate haben sich eingetrübt. „Eher zurückhaltende Verbraucherinnen und Verbraucher und fehlende Fachkräfte werden viele Einzelhändler voraussichtlich auch im Jahr 2024 vor Herausforderungen stellen“, sagt ifo-Experte Patrick Höppner.

 

Im Januar berichteten 54,4% der Einzelhändler über eine schleppende Nachfrage. Schwierigkeiten bei der Fachkräftegewinnung meldeten 32,7% der Unternehmen. 20,5% waren immer noch von Lieferproblemen betroffen. „Es sieht so aus, als hätten sich die Lieferkettenprobleme bei Produkten aus Asien aufgrund geopolitischer Unsicherheiten entlang weltweit bedeutender Seeschifffahrtsrouten in den letzten Wochen wieder etwas verstärkt. Insgesamt bleibt dieser Effekt jedoch bislang überschaubar“, sagt Höppner.

 

Verschlechtert hat sich die Situation im Handel mit Unterhaltungselektronik, mit Bekleidung und mit Fahrrädern. Auch im Lebensmitteleinzelhandel wird sie pessimistischer eingeschätzt. Besonders eingetrübt bleibt das Umfeld bei den Möbelhäusern. Verbesserungen bei der Bewertung der aktuellen Situation gab es im Einzelhandel mit Computern, Software und Zubehör, im Spielwarenhandel sowie bei Drogerie- und Baumärkten. ifo Institut

HDE-Umsatzprognose für 2024: Umsätze im Einzelhandel steigen um 3,5 Prozent

| 31.01.2024 | Nach einem schwierigen 2023 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit zumindest leicht verbesserten Umsätzen für den Einzelhandel im laufenden Jahr. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze demnach nominal um 3,5 Prozent, real entspricht das einem Plus von einem Prozent. Gleichzeitig bleiben aber viele Risiken für den Konsum. Dazu gehören die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel. HDE-Präsident von Preen warnt zudem vor den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gefahren einer Politik der Ausgrenzung und Intoleranz.

 

„Das laufende Jahr wird für den Einzelhandel aller Wahrscheinlichkeit nach besser als das vergangene. Auch wenn die Kaufkraftverluste der letzten beiden Jahre nicht ausgeglichen werden können, ist das zumindest eine positive Signalwirkung für die Branche“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Den vorsichtigen Optimismus spiegelt eine aktuelle HDE-Umfrage unter rund 850 Handelsunternehmen in Deutschland wider. Demnach geht zumindest die Hälfte der Unternehmen von stabilen oder steigenden Umsätzen aus. Greift man den Online-Handel heraus, so wird deutlich, dass von dort auch 2024 kein großer Wachstumsimpuls zu erwarten ist: Nominal werden die Umsätze in diesem Bereich voraussichtlich um drei Prozent zulegen, real bleibt ein Plus von einem Prozent. „Der Online-Handel hat während der Corona-Jahre einen riesigen Umsatzsprung hingelegt. Es war zu erwarten, dass in der Zeit danach das Wachstum nicht ungebremst weiter geht. Das Umsatzniveau ist und bleibt aber hoch“, so von Preen.

 

Gleichzeitig bleiben unkalkulierbare Risiken wie die Kriege in der Ukraine und in Nahost, aber auch der immer weiter um sich greifende Fachkräftemangel. In diesem Zusammenhang warnt der HDE-Präsident vor einem Rechtsruck in Politik und Gesellschaft: „Vielen Branchen der deutschen Wirtschaft geht das Personal aus. Schon allein diese offensichtliche Herausforderung sollte Grund genug sein einzusehen, dass man mit der Ausgrenzung und der Verächtlichmachung von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, die ihr Glück in unserem Land suchen, den Holzweg beschreitet.“ Es gehe hier aber nicht nur um ein ökonomisches, sondern um ein zutiefst menschliches Thema. Von Preen: „Es ist gut und es ist an der Zeit, dass alle anständigen Demokraten sich unterhaken und deutlich machen, auf welcher Seite die Mehrheit steht. Die Zeit des Schweigens muss vorüber sein, jetzt ist Farbe bekennen angesagt.“ Der Handel sei eine vielfältige Branche mit Beschäftigten aus vielen Nationen, die Unternehmen böten Chancen für vielseitige Karrierewege. Insofern schade jede Politik, die grundsätzlich auf Ausgrenzung oder Abschottung setzt, der Zukunft des Einzelhandels in Deutschland. HDE

Bundesregierung will AI Act zustimmen

| 31.01.2024 | Schon seit mehreren Jahren verwenden Unternehmen im E-Commerce erfolgreich KI-Anwendungen, vor allem an der Schnittstelle zu den Kundinnen und Kunden, bei der Retourenvermeidung, aber auch bei Lieferzeitenvorhersagen, der Warenplanung oder Betrugsprävention. Alien Mulyk, Leiterin Public Affairs Europa und Internationales beim bevh, begrüßt daher, dass Deutschland dem europäischen Gesetzesvorschlag und damit einem Ende der Rechtsunsicherheit zustimmen möchte:

 

„Was lange währt, wird auch nicht mehr besser. Die Zustimmung Deutschlands zum AI Act ist deshalb wichtig, um ein weiteres Hinterherlaufen europäischer Unternehmen zu verhindern. KI-Anwendungen im E-Commerce basieren bisher meist darauf, dass gesetzliche Vorgaben mit der Glaskugel vorhergesagt werden müssen, wenn es um die Frage geht, wie die Systeme zu entwickeln sind und welche Partnerschaften hierfür in Frage kommen. Je mehr Zeit verstreicht, desto größer das Risiko, dass einmal getroffene Entscheidungen eventuell teuer korrigiert werden müssen. Ein längeres Hinauszögern würde auch dazu führen, dass ein Flickenteppich an Regelungen und Standards entsteht. Datenschutzbehörden müssten beginnen, KI-Fragen mit den vorhandenen Mitteln der DSGVO auszulegen, da ansonsten jede rechtliche Orientierung fehlt. Zudem könnte es beim Datentransfer in Drittstaaten auch auf internationaler Ebene zu weiteren Rechtsstreitigkeiten kommen.“ bevh

ROFU Kinderland hat in Halle an der Saale eröffnet

| 26.01.2024 | Familien und Kinder feierten begeistert die Neueröffnung des Spielwaren-Fachhändlers im HEP. Pünktlich um 10:00 Uhr öffneten sich die Türen der neuen ROFU Kinderland Filiale im Hallescher Einkaufspark HEP. Zahlreiche kleine und große Spielzeug-Fans konnten es kaum erwarten, sich auf eine rund 700 qm große Shopping-Tour zu begeben.  Bezirksleiter René Neupert und sein Team freuten sich über den großen Andrang und viele strahlende Augen. Die Auswahl an Top- und Eigenmarken von Spielwaren, Deko sowie Baby- und Kleinkindartikel wurde begeistert aufgenommen. Rofulino, das Maskottchen, sowie eine Tombola begleiteten die Eröffnung des deutschlandweit führenden Spielwaren-Filialisten.

 

Großer Eröffnungserfolg

Bis zum Abend herrschte buntes Treiben am Eröffnungstag. Es besuchten knapp 1.000 Kunden den Spielwaren-Fachhändler. “Wir sind überwältigt, dass sich heute so viele Spielzeug-Fans auf den Weg in unsere Filiale gemacht haben und wir vielen Kunden beratend zur Seite stehen durften.”, so Neupert, Bezirksleiter ROFU Kinderland, Halle an der Saale. Kunden konnten an einer Tombola teilnehmen und wurden vom Maskottchen Rofulino persönlich begrüßt.

 

Alle Besucher dürfen sich in der Eröffnungswoche bis einschließlich 27. Januar 2024  über einen Rabatt von 20 Prozent auf einen Artikel der Wahl freuen. Die Öffnungszeiten der 16 Mitarbeiter-starken Filiale in Halle an der Saale sind immer von Montag bis Samstag zwischen 9:00 und 20:00 Uhr. ROFU Kinderland

Umsätze im E-Commerce erreichen Talsohle

| 25.01.2024 | Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Mrd. Euro, nach 90,4 Mrd. Euro im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2 Prozent zurück (2022: 11,8 Prozent).

 

Abgeschwächt hat sich der Erholungstrend bei digitalen Dienstleistungen wie Urlaubsbuchungen oder Konzertticketverkäufen, die nur noch um 12,7 Prozent auf 12,7 Mrd. Euro zulegen konnten (Vorjahr: + 39,9 Prozent auf 11,25 Mrd. Euro). Insgesamt resultierte somit erstmals seit dem Jahr 2020 wieder ein Branchenumsatz im gesamten E-Commerce (Waren und Dienstleistungen) von unter 100 Mrd. Euro. Zuzüglich Umsätzen, die per Telefon, Fax oder anderen Bestellmedien erzielt wurden, lag der Gesamtumsatz 2023 bei 93,6 Mrd. Euro.

 

„Wir erwarten, dass die Talsohle im deutschen E-Commerce im Laufe des Jahres erreicht wird. Das vierte Quartal 2023 war mit einem Rückgang von 7,1 Prozent das erste Quartal mit einem nur einstelligen Minus seit Frühsommer 2022 und weist für die Zukunft auf eine Stabilisierung der Umsätze hin. Im vergangenen Jahr wirkte sich aus, dass der Onlinehandel in Warengruppen wie Bekleidung und Unterhaltungsartikel stark ist, in denen die deutschen Konsumenten besonders gespart haben. Er ist aber weiterhin in allen Altersgruppen verankert, erfreut sich ungebrochen hervorragender Kundenbeurteilungen und bleibt seiner Rolle als Innovator treu“, kommentiert Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands der Cairo AG.

 

Rückgänge treffen sämtliche Versendertypen

Für die Breite der Händler wird 2023 als einschneidend in Erinnerung bleiben. D2C-Vertriebe (Hersteller-Versender) konnten ihr Wachstum in der langfristigen Betrachtung noch am stabilsten halten. Zwar gingen die Umsätze vergangenes Jahr um 11,1 Prozent zurück, liegen aktuell aber 62 Prozent über dem Wert vor Ausbruch der Pandemie im Jahr 2019. Marktplätze (- 8,5 Prozent) und Online-Händler (- 14,7 Prozent) blieben im Jahr 2023 ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresergebnis, aber immerhin noch 19,0 Prozent bzw. 7,0 Prozent über ihrem Vor-Corona-Wert. Am deutlichsten fielen die Umsatzrückgänge im Multichannel-Handel aus (- 18,1 Prozent). Bei ihnen machte sich bemerkbar, dass die Kundinnen und Kunden wieder vermehrt stationäre Anlaufstellen nutzten.

 

Verbraucher wirtschaften mit kleineren Einkaufsbudgets…

Die Aktivität der Kundinnen und Kunden im Onlinehandel kühlte vergangenes Jahr weiter ab. Der Anteil regelmäßig aktiver Onlinekunden, die innerhalb der letzten sieben Tage eingekauft haben, fiel auf nur noch 34,3 Prozent. Das ist deutlich weniger als im Jahr 2019, als der der Anteil im Jahresmittel noch rund 40 Prozent erreichte und weiter unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre.

Vorsichtige Anzeichen der Besserung zeigt allerdings die Bestellfrequenz pro Kunde, erkennbar am Anteil der Mehrfachbesteller, die mehr als einen Kauf innerhalb der letzten sieben Tagen tätigen: Der Wert stürzte seit dem 1. Quartal 2022 zunächst um rund zehn Prozentpunkte ab, hält sich seitdem wieder stabil und bewegt sich seit drei Quartalen leicht aufwärts auf aktuell 35,9 Prozent.

 

…und entdecken neue Bezugsquellen

Die Bereitschaft, günstigere aber gut erhaltene Gebrauchtwaren („preloved goods“) zu kaufen, ist bei Jüngeren und Familien inzwischen deutlich ausgeprägt, zumal der E-Commerce den besten Zugang zu einem breiten Angebot verschiedener Re-Commerce-Anbieter ermöglicht. Unter den 19-bis-29-Jährigen gaben 18,4 Prozent der Befragten an, „häufiger“ und 31,9 Prozent „gelegentlich“ gebrauchte Produkte im Internet zu bestellen. Eine ähnliche Akzeptanz zeigen auch die 30-bis-39-Jährigen, bei denen dies 11,7 Prozent bzw. 40,1 Prozent der Befragten angaben.

 

Auch die Skepsis gegenüber günstigeren ausländischen Anbietern sinkt aktuell: Danach gefragt, ob Kundinnen und Kunden (aller Altersklassen) bereits sind, bei ausländischen Shops einzukaufen, wenn die Preise niedriger sind, stimmten 22,1 Prozent „voll und ganz“ zu, deutlich mehr als bei der Vergleichsmessung aus dem Jahr 2022 (16,8 Prozent). Insgesamt würden aktuell 61,0 Prozent der Kundinnen und Kunden „eher“ oder „voll und ganz“ einen ausländischen Anbieter vorziehen, wenn der Einkauf dort günstiger ist.

 

Prognose: Ende des Abwärtstrends erwartet

Neben der angespannten wirtschaftlichen Lage und unsicheren Zukunftserwartungen vieler Haushalte bleiben insbesondere die politischen Rahmenbedingungen für den Onlinehandel herausfordernd. Der bevh und das EHI Retail Institute gehen in ihrer gemeinsamen Einschätzung aber davon aus, dass diese Effekte nahezu im Ausgabenverhalten der Kunden eingepreist sind. Im Verlauf des Jahres 2024 werden daher ein Ende des Abwärtstrends und für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0 Prozent erwartet.

 

Für viele Händler wird es in nächster Zeit darum gehen, diese schwierige Zeit nicht nur zu überdauern, sondern auch Grundlagen für neues Wachstum zu schaffen. „Unternehmen, die jetzt ihre Prozesse verschlanken, Kosten optimieren und sich noch stärker auf die Kundenbedürfnisse fokussieren, haben gerade jetzt die Chance, stärker aus der Krise zu kommen und über dem Gesamttrend in Handel zu wachsen“, analysiert Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI Retail Institute. bevh

Kaufkraft der Deutschen steigt 2024 auf 27.848 Euro

| 16.01.2024 | Die Kaufkraft der Deutschen wird im Jahr 2024 laut der heute veröffentlichten GfK Kaufkraftstudie auf 27.848 Euro pro Kopf ansteigen. Dies entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 2,8 Prozent und 767 Euro mehr pro Kopf.

 

Für Gesamtdeutschland prognostiziert GfK für das Jahr 2024 eine Kaufraftsumme von 2.349,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zur revidierten Vorjahresprognose entspricht das einem Pro-Kopf-Wachstum von nominal 2,8 Prozent oder 767 Euro. Im Jahr 2024 steht den Deutschen demnach eine durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft von 27.848 Euro für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung.

 

Unter der Kaufkraft versteht man das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Ob und wie viel jedoch vom nominalen Kaufkraftzuwachs real für die Ausgaben der Bürger übrig bleibt, hängt davon ab, wie sich 2024 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

 

Filip Vojtech, GfK-Einzelhandelsexperte im Bereich Geomarketing, kommentiert: „Nachdem die Kaufkraft 2023 deutlich gestiegen ist, erwarten wir für 2024 ein moderates Wachstum von 2,8 Prozent. Damit würde der Kaufkraftzugewinn zumindest die aktuell von der Bundesbank prognostizierte Inflation von 2,7 Prozent ausgleichen können. Aufgrund der politischen Unsicherheiten ist die Konsumneigung dennoch weiterhin verhalten und die Deutschen werden auch in diesem Jahr vermutlich wieder mehr Geld sparen.“

 

Regionale Kaufkraftverteilung: Bremen ist 2024 Schlusslicht unter den Bundesländern

Ein Blick auf die regionale Verteilung der Kaufkraft in Deutschland eröffnet spannende Einblicke, wo Menschen mit besonders hohem Ausgabepotenzial leben. Bei den Bundesländern belegt wie in den Vorjahren Bayern den ersten Platz. 30.130 Euro stehen den Bayern pro Kopf für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung, womit sie mehr als 8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen. Nachdem Baden-Württemberg 2023 an Hamburg vorbeigezogen ist, belegt es 2024 erneut den zweiten Platz. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 29.675 Euro haben die Menschen im dritteinwohnerstärksten Bundesland 18 Euro mehr zur Verfügung als die Hamburger.

 

Wie in den Vorjahren weisen mit Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen lediglich vier der 16 deutschen Bundesländer eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft auf – in drei Vierteln der Bundesländer ist das Ausgabepotenzial in der landesweiten Betrachtung unterdurchschnittlich. Gleichzeitig setzt sich aber auch der Trend der letzten Jahre fort, dass vor allem die neuen Bundesländer die größten Kaufkraftzuwächse verzeichnen, womit sich die Kaufraftschere langsam schließt. 

 

Rangänderungen im Vergleich zum Vorjahr gibt es auf den hinteren vier Plätzen: Während Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern um jeweils einen Rang aufsteigen, rutscht Bremen 2024 um drei Plätze nach hinten und bildet das neue Schlusslicht. Den Bremern stehen im Schnitt 24.702 Euro für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung, womit sie etwas mehr als 11 Prozent unter dem landesweiten Durchschnitt liegen.

 

Kaufkraft in den Stadt- und Landkreisen: Die Top 10 Kreise mischen sich einmal durch

Wie in den Jahren zuvor ist der bayerische Landkreis Starnberg auch 2024 der unangefochtene Spitzenreiter unter den 400 deutschen Stadt- und Landkreisen. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 38.702 Euro liegt dieser exakt 39 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, womit die Starnberger 1.157 Euro mehr als die Einwohner des zweitplatzierten Landkreises München haben. Neuzugänge gibt es dieses Jahr in den Top 10 nicht, dafür werden die Platzierungen drei bis neun durchgemischt. 

 

Größter Gewinner in den Top 10 ist der Landkreis Erlangen-Höchstadt, der mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 33.548 Euro zwei Ränge nach oben auf Platz sieben klettert. Die durchschnittlichste Kaufkraft gibt es im Landkreis Plön: Mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 27.855 Euro liegen die Plöner nur 7 Euro über dem Bundesdurchschnitt. Schlusslicht im Kaufkraftvergleich ist wie in den Vorjahren der Stadtkreis Gelsenkirchen. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 22.007 Euro haben die Gelsenkirchener exakt 21 Prozent weniger für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung als der Durchschnittsdeutsche.

 

Einwohnerstarke Stadtkreise 

Auch wenn die 25 einwohnerstärksten Stadtkreise bereits mehr als 21 Prozent der Gesamtkaufkraft Deutschlands vereinen, erreichen nicht alle Großstädte in Deutschland ein überdurchschnittliches Kaufkraftniveau. Die Hauptstadt Berlin liegt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft rund 5 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt, Essen und Dresden kommen auf ein ähnliches Niveau. Gut 9 Prozent unter dem Durchschnitt liegen Leipzig, Dortmund, Mönchengladbach und Bremen. München und Düsseldorf sind dagegen mit knapp 29 und 15 Prozent deutlich darüber.

 

Kaufkraftdichte: Hohes Potenzial auf kleinem Raum

Dass die einwohnerstarken Städte und insbesondere die großen Metropolregionen für Einzelhändler und Dienstleister unverzichtbare Zielmärkte darstellen, zeigt ein Blick auf die Kaufkraftsummen. Die Kaufkraftdichte, also die verfügbare Kaufkraftsumme in Millionen Euro je Quadratkilometer, ist in den Metropolen München und Berlin am höchsten, gefolgt von Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf und Nürnberg. Die Kaufkraftdichte ist somit für Unternehmen ein wichtiger Indikator, in welchen Gebieten sie mit einer gezielten Kundenansprache auf kleinstem Raum viel Kaufkraftpotenzial mobilisieren können. GfK

Die Spielwaren sind zurück in Halle an der Saale!

| 10.01.2024 | Familien, Kinder und “Kidults” können sich auf die Eröffnung der ROFU Kinderland Filiale im HEP am 25. Januar 2024 freuen. Schon bald bietet ROFU Kinderland im Halleschen Einkaufspark HEP seinen Kunden und Kundinnen genau das, was seit der Schließung von SpieleMax Mitte letzten Jahres vermisst wurde: ein umfassendes Sortiment an Spielwaren, Deko sowie Baby- und Kleinkindartikeln. Die Eröffnung der neuen ROFU Kinderland Filiale mit knapp 700 qm Verkaufsfläche findet am Donnerstag, 25. Januar 2024 um 09:00 Uhr statt.

 

„Nach dem großartigen Erfolg unserer 103 Läden in sechs Bundesländern freuen wir uns ganz besonders darauf, nun zum ersten Mal auch in Sachsen-Anhalt für strahlende Kinderaugen sorgen zu dürfen. Ein weiteres Novum: Wir eröffnen diese Filiale in einem Einkaufscenter. So wird ROFU Kinderland in Halle an der Saale komplett neue Wege gehen und wir können es wirklich nicht erwarten, am 25. Januar zum ersten Mal die Türen zu öffnen“, so Frank Schröder, Geschäftsführer Logistik und Vertrieb, ROFU Kinderland. 

 

Rofulino erwartet seine Gäste mit Tombola und Eröffnungsrabatten

Natürlich bei der Eröffnungsfeier live vor Ort dabei: Rofulino, das ROFU Kinderland Maskottchen. Rofulino begrüßt kleine und große Besucher und steht selbstverständlich auch für Erinnerungsfotos bereit. Des Weiteren erhalten alle Kunden und Kundinnen  in der Eröffnungswoche bis einschließlich zum 27. Januar 2024 20 Prozent Rabatt  auf einen Artikel ihrer Wahl und können zudem an der Tombola mit tollen Preisen teilnehmen. 

 

Großes Karneval-Sortiment

Gerade noch rechtzeitig vor Beginn der fünften Jahreszeit bietet ROFU Kinderland seinen Kunden und Kundinnen eine große Auswahl an Faschingskostümen für Kinder UND Erwachsene. Von Spider-Man und Hexe über Ritter bis Einhörner, ebenso wie Accessoires für unterwegs und Deko für zuhause. 

 

Spielend leicht Punkte sammeln!

Als Partner von DeutschlandCard erhalten DeuschlandCard-User mit jedem Einkauf Punkte gutgeschrieben, die anschließend auch wieder in allen ROFU Kinderland Filialen eingelöst werden können. So macht Shoppen doppelt Spaß! ROFU Kinderland

Einzelhandelsumsatz im Jahr 2023 real voraussichtlich um 3,1 % niedriger als 2022

| 08.01.2024 | Der Einzelhandel in Deutschland hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,1 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,4 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 voraussichtlich um 3,8 %. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Im Gegensatz hierzu war die reale Umsatzentwicklung 2022 und 2023 aufgrund der hohen Preissteigerungen rückläufig. Damit lagen die realen Umsätze im Jahr 2023 noch 1,6 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.

 

In den vergangenen Jahren hat sich ein Teil des Weihnachtsgeschäfts durch Sonderaktionen wie den „Black Friday“ oder den „Cyber Monday“ in den November vorverlagert. Im November 2023 setzten die Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt allerdings real 2,5 % und nominal 2,6 % weniger um als im Oktober 2023, in dem das größte reale Umsatzplus seit über einem Jahr erzielt worden war (revidiert +1,3 % zum Vormonat und +0,2 % zum Vorjahresmonat). Im Vorjahresvergleich sank der reale Umsatz im November 2023 gegenüber November 2022 um 2,4 %, nominal stieg er allerdings um 0,1 %. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt das gestiegene Preisniveau im Einzelhandel wider, wobei sich der Preisauftrieb in der zweiten Jahreshälfte 2023 deutlich verlangsamte. 

 

Reale Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel auf niedrigstem Niveau der vergangenen Jahre

Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus zeigten sich besonders im Einzelhandel mit Lebensmitteln. Nachdem die realen Umsätze in diesem Bereich im Dezember 2022 auf einen Tiefstand gesunken waren, bewegten sie sich im Jahresverlauf 2023 in etwa auf dem im Vergleich zu den Corona-Jahren niedrigen Niveau des Jahres 2015. Im November 2023 ging der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vormonat real um 0,5 % und nominal um 0,1 % zurück. Damit lag der reale Umsatz um 1,9 % über dem Tiefstand vom Dezember 2022. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2022 ging der reale Umsatz im November 2023 um 0,7 % zurück, während der nominale Umsatz um 4,3 % stieg.

 

Umsatzentwicklung im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sowie im Internet- und Versandhandel ebenfalls deutlich rückläufig

Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank im November 2023 um 3,6 % gegenüber dem Vormonat und um 3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Internet- und Versandhandel ging der reale Umsatz im November um 2,8 % zum Vormonat zurück und lag damit um 3,5 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats November 2022. Im Gegensatz hierzu erzielte der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren im November 2023 mit einem realen Plus von 2,0 % zum Vormonat und 2,6 % zum Vorjahresmonat einen deutlichen Zuwachs. Bereits im Oktober 2023 waren die realen Umsätze der Branche besonders stark gestiegen (+5,0 % zum Vormonat und +6,3 % zum Vorjahresmonat, revidiertes Ergebnis). Statistisches Bundesamt

HDE-Konsumbarometer im Januar: Verbraucherstimmung trübt sich nach Jahreswechsel ein

| 08.01.2024 | Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland noch Ende 2023 erholt hatte, blicken die Verbraucherinnen und Verbraucher im neuen Jahr wieder pessimistischer in die Zukunft. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Demnach geht der Index im Vergleich zum Vormonat zurück, bleibt aber weiterhin über seinem Vorjahresniveau. Für Unsicherheit und eine entsprechend gedämpfte Stimmung sorgen vor allem die haushaltspolitischen Entwicklungen sowie die konjunkturellen Aussichten.

 

Die bereits im Weihnachtsgeschäft spürbare Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher dürfte in den ersten Wochen des neuen Jahres 2024 anhalten. Wenngleich die Anschaffungsneigung höher ist als noch vor einem Jahr, zeigt sich im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang. Währenddessen bleibt die Sparneigung der Verbraucher nahezu unverändert. Im Vergleich zum Vormonat steigt sie nur marginal. Eine große Rolle spielen hierbei vermutlich insbesondere Unsicherheiten mit Blick auf etwaige zusätzliche finanzielle Belastungen. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich der private Konsum in den kommenden Wochen und Monaten voraussichtlich zunächst verhalten.

 

Der Blick auf die Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher bestätigt ihre finanziellen Unsicherheiten. Sie gehen davon aus, dass sich ihr frei verfügbares Einkommen in nächster Zeit verringern wird. Zwar ist am Arbeitsmarkt weiterhin kein deutlicher Einbruch zu erkennen, doch Signale einer Verbesserung der Lage bleiben ebenfalls aus. Hinzu kommen die haushaltspolitischen Beschlüsse der Bundesregierung, die spürbare Belastungen für die Verbraucher etwa bei den Energiekosten mit sich bringen. Dass auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kein positiver Impuls zu erwarten ist, zeigen sowohl aktualisierte Konjunkturprognosen als auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher.

 

Die Verbraucherinnen und Verbraucher starten somit eher pessimistisch in das neue Jahr. Da sich ihre Stimmung nach dem Jahreswechsel deutlich eintrübt und bei Anschaffungen die Zurückhaltung überwiegt, kommt der private Konsum Anfang 2024 nicht in Schwung. Zu erwarten ist eine vorerst verhaltene Entwicklung von Konsum und Gesamtwirtschaft.

 

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten. HDE

Konsumklima: Licht am Ende des Tunnels?

| 02.01.2024 | Die Verbraucherstimmung in Deutschland hellt sich zum Jahresende auf: Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verzeichnen spürbare Zuwächse. Auch die Konjunkturaussichten verbessern sich leicht. Das Konsumklima steigt in der Prognose für Januar 2024 auf -25,1 Punkte – das ist eine Verbesserung um 2,5 Punkte im Vergleich zum Vormonat (revidiert -27,6 Punkte). Dies zeigen die Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM für Dezember 2023. Seit Oktober 2023 wird es gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, herausgegeben. 

 

Mit diesen Ergebnissen legt das Konsumklima nach einer zuletzt eher stagnierenden Entwicklung wieder zu. Ein etwas höherer Wert des Konsumklimas wurde zuletzt im August dieses Jahres mit -24,6 Punkten gemessen. „Ob es sich beim aktuellen Anstieg um den Beginn einer nachhaltigen Erholung der Konsumstimmung handelt, bleibt abzuwarten“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Nach wie vor sind die Sorgen der Konsumenten groß. Geopolitische Krisen und Kriege, stark steigende Lebensmittelpreise sowie die Diskussionen um die Aufstellung des Staatshaushaltes für das Jahr 2024 sorgen nach wie vor für Verunsicherung. Folglich ist auch das Niveau des Konsumklimas derzeit noch überaus niedrig.“

 

Für einen nachhaltigen Aufschwung der Konsumfreude ist es notwendig, bei den Ursachen der Verunsicherung anzusetzen und hier zu einer Lösung zu kommen. Konkret heißt das, dass zum einen weitere Schritte in Richtung Preisstabilität unternommen und zum anderen Lösungen für die diversen Krisenherde gefunden werden müssen. 

 

Einkommenserwartungen stoppen Abwärtstrend

Wesentliche Stütze der positiven Entwicklung des Konsumklimas in diesem Monat ist die Einkommenserwartung. Sie legt im Dezember um 9,8 Punkte gegenüber dem Vormonat zu und klettert damit auf -6,9 Punkte. Ein besserer Wert wurde zuletzt im Juli 2023 mit -5,1 Punkten gemessen. Einer der wesentlichen Gründe für den gestiegenen Einkommensoptimismus liegt sicherlich in den zu erwartenden deutlichen Zuwächsen bei der für die privaten Haushalte wichtigsten Einkunftsquelle: den Löhnen und Gehältern bzw. den Renten.

 

Dies belegt eine kürzlich vom NIM vorgenommene tiefergehende Analyse: Konkret wurden die deutschen Verbraucher danach gefragt, aus welchen Gründen sie erwarten, dass sich ihre finanzielle Lage verbessern wird. In der offenen Abfrage antwortete etwa ein Drittel der Befragten, dass bereits erfolgte bzw. künftige Lohn-/Gehaltserhöhungen und Rentensteigerungen sie zu diesem positiven Urteil veranlassen. Dies ist der mit Abstand wichtigste genannte Grund. Daneben wurde noch eine Reihe anderer Gründe angeben, wie z.B. die Sicherheit des Arbeitsplatzes oder berufliche Veränderungen/Verbesserungen, wie beispielsweise das Ende der Ausbildung. Aber auch das Sparen durch die Senkung der Ausgaben wird von etwa jedem zehnten Befragten spontan genannt.

 

Anschaffungsneigung mit ersten Erholungstendenzen

Im Sog verbesserter Einkommensaussichten legt auch die Anschaffungsneigung spürbar zu: Der Indikator gewinnt nach einer etwa eineinhalbjährigen Stagnationsphase 6,2 Punkte hinzu und weist damit -8,8 Punkte auf. Höher lag die Konsumstimmung mit -2,1 Punkten zuletzt im März 2022. Trotz der deutlichen Zuwächse liegt das Niveau der Anschaffungsneigung derzeit noch unter dem Niveau der beiden Lockdowns während der Corona-Pandemie 2020/2021. Auch dieser Fakt belegt die momentan stark ausgeprägte Verunsicherung der Verbraucher durch die multiplen Krisen.

 

Konjunkturerwartung verbessert sich leicht

Der Konjunkturpessimismus unter den Verbrauchern ging zum Jahresende weiter zurück. Der Indikator steigt auf -0,4 Punkte. Das sind 1,9 Zähler mehr als im Vormonat. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Plus knapp 10 Punkte. Trotz des leichten Zuwachses zeigen sich die Verbraucher im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland noch sehr verhalten. Das deckt sich mit Stimmen aus der Wirtschaft, die die Wachstumsaussichten für 2024 zunehmend pessimistisch sehen. So geht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seiner aktuellen Konjunkturprognose für das kommende Jahr von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von einem halben Prozent aus. GfK

EU-Mehrwegquote im E-Commerce in Deutschland theoretisch erfüllbar

| 19.12.2023 | Jede zweite Onlinekäuferin oder -käufer würde Mehrwegverpackungen gegenüber konventionellen Einwegkartonagen bevorzugen. Damit wäre die in der allgemeinen Ausrichtung des Rates zur EU-Verpackungsverordnung aktuell vorgesehene Mehrwegversandquote von mindestens 50 Prozent ab 2040 theoretisch heute schon erfüllbar. Das zeigt eine aktuelle Kurzumfrage von Civey im Auftrag des bevh unter 1.016 Personen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland, die Ende November im Internet eingekauft haben.

 

Danach gefragt, ob sie für den Versand von Online-Bestellungen lieber Kartons bzw. Plastiktüten oder eine Mehrwegverpackung bevorzugen, sofern es entsprechende Lösungen gäbe, würden sich 36,2 Prozent der Kundinnen und Kunden „eindeutig“, weitere 13,8 Prozent „eher“ für den Mehrwegversand entscheiden. Dem gegenüber stehen nur 11,7 Prozent die „eindeutig“, und weitere 13,1 Prozent, die „eher“ weiter mit konventionellen Verpackungen beliefert werden möchten. Ein Viertel der Befragten (25,2 Prozent) war „unentschieden“.

 

Die Einsparmöglichkeiten beim Verpackungsmaterial im Onlinehandel sind enorm. Ist der Einsatz von Mehrwegversandlösungen möglich, können durch neuartige Versandtaschen und Boxen bei 20 und mehr Durchläufen bis zu 98 Prozent weniger CO2-Äquivalente verursacht werden als bei konventionellen Einwegkartonagen.*

 

Mehrwegsysteme an Verbraucher(innen) ausrichten 

Ohne Hemmschwelle ist die Umstellung auf Mehrweg für die meisten Menschen jedoch nicht. Mehrweg ist in den meisten Fällen mit einem Mehraufwand für die Verbraucherinnen und Verbraucher verbunden, die die Versandtaschen und -boxen nach Erhalt der Ware zu einer Annahmestelle zurückbringen müssen, ggf. gegen Pfand. Danach gefragt, ob die Verbraucherinnen und Verbraucher der Nachhaltigkeit zuliebe bereit sind, Mehrwegverpackungen regelmäßig zurückzugeben, antwortet bisher nur ein Viertel (23,8 Prozent) mit Zustimmung, fast die Hälfte (44,8 Prozent) ist „unentschieden“. Auffallend sind dabei die Altersunterschiede: Die niedrigste Zustimmung erreicht die Mehrwegrückgabe bei Befragten im Alter von 18 bis 29 Jahren, am höchsten bei den 30- bis 39-Jährigen.

 

„Wenn wir die europäischen Mehrwegziele in den nächsten 16 Jahren erreichen wollen, dann müssen wir die heute 18- bis 29-Jährigen aktivieren, die bis 2040 die größte Käufergruppe stellen und heute noch am wenigsten bereit sind, mitzumachen“, erklärt Alien Mulyk, Leiterin Public Affairs für Europa und Internationales beim bevh.

 

Zu wenig Rückhalt bei Verbrauchervertretern, in Logistikbranche und Politik 

Damit die Rückgabe auf mehr Akzeptanz stößt, müssen die Menschen stärker für den Mehrwegversand sensibilisiert und die Rückgabe im Alltag so niedrigschwellig wie möglich gestaltet werden. Hier sieht Alien Mulyk allerdings längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. „Es reicht nicht, dass der Mehrwegversand nur von Onlinehändlern und den Anbietern der Mehrwegtaschen und -boxen vorangetrieben wird. Bemühungen müssen auch von Verbrauchervertretern und der Logistikbranche kommen. Die Politik muss zudem mehr leisten, als Quoten zu verordnen. Sie muss entsprechende Standards und Anreize schaffen – auch grenzüberschreitend – damit Mehrwegsysteme funktionieren.“ Am Ende dürfe keine Vielzahl von Einzellösungen entstehen, sondern ein anbieterübergreifendes System, das es den Kundinnen und Kunden ermögliche, jede Mehrwegverpackung ohne größere Anstrengungen oder Hürden wieder abzugeben.

 

* Siehe hierzu: Studie zur Oekologischen Nachhaltigkeit des Onlinehandels in Deutschland (OeNO-Studie) bevh

Ökodesign-Verordnung übersieht vorhandene Lösungen im Onlinehandel

| 13.12.2023 | Die kürzliche Einigung auf eine Ökodesign-Verordnung zwischen dem EU-Parlament und Rat sieht unter anderem ein Vernichtungsverbot für nicht weiterverkäufliche „Bekleidung, Schuhe und Textilien (sic)“ sowie generelle Transparenzpflichten für den Umgang der Händler mit unverkäuflichen Verbrauchsgütern vor. Alien Mulyk, Leiterin Public Affairs Europa und Internationales geht das Ergebnis nicht weit genug:

 

„Dass die neue Verordnung neben Herstellern den gesamten Handel in die Pflicht nimmt, ist ein Fortschritt. Nachhaltigkeit muss in der gesamten Wertschöpfungskette verankert sein und darf sich nicht auf einzelne Verkaufskanäle beschränken. Besser wäre es aber, wenn Brüssel nicht auf bürokratische Vorgaben und Verbote setzen, sondern die bereits vorhandenen Lösungsansätze im Handel unterstützen würde.

 

E-Commerce ist schon heute der wichtigste Hebel zur Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft, den wir im Handel haben. Nirgendwo bieten sich den Menschen eine größere Auswahl und ein schnellerer Zugriff auf unverkaufte oder gebrauchte Ware – auch aus dem stationären Handel, aus Produktionsüberhängen und aus privater Hand. Dazu gehört auch eine soziale Komponente: Unternehmen sollten nicht mehr mit Umsatzsteuerforderungen bestraft werden, wenn sie unverkaufte Waren als Sachspenden gemeinnützigen Zwecken zuführen.“ bevh

Onlineumsatz 2023 wieder über 100 Milliarden Euro

| 07.12.2023 | Neuer „Branchenreport Onlinehandel“ des IFH KÖLN liefert aktuelle Daten zum B2C-E-Commerce in Deutschland und zeigt: Marktvolumen wächst 2023 voraussichtlich auf 100 Milliarden Euro. Onlineentwicklung kehrt auf 2019er Trendpfad zurück. FMCG bleibt wichtigster Wachstumstreiber.   

 

Die multiplen Krisen der letzten Jahre haben das Kaufverhalten der Konsument:innen und die Rolle des Onlinehandels nachhaltig verändert. Nach zwei umsatzstarken Pandemiejahren 2020 und 2021 ist das Marktvolumen im vergangenen Jahr 2022 um -2,6 Prozent auf 99,5 Milliarden Euro gesunken. Für das noch laufende Jahr 2023 ergibt sich laut Hochrechnungen der Marktexpert:innen des IFH KÖLN in der mittleren Prognosevariante1 wieder ein leichtes Wachstum des Onlineumsatzes um 0,9 Prozent auf 100,4 Milliarden Euro (inkl. MwSt.). Das zeigen die Ergebnisse des neuen „Branchenreport Onlinehandel“ des IFH KÖLN, der die Entwicklung der Onlinedynamik im deutschen Handel analysiert. Damit kommt der Onlinehandel 2023 zwar nicht an die Zugewinne in den Pandemiejahren heran, verglichen mit den Onlineumsätzen von 2019 werden dieses Jahr aber dennoch rund 30 Milliarden Euro mehr online umgesetzt. Schreibt sich die aktuelle Trendentwicklung fort, könnte der E-Commerce bis 2027 etwa 119 Milliarden Euro Umsatzvolumen erreichen.

 

E-Commerce-Entwicklung kehrt zurück auf prognostizierte Trendlinie

Bereits 2019 wurde von den Marktexpert:innen des IFH KÖLN über die Jahre hinweg ein deutliches Wachstum für den Onlinehandel prognostiziert − mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 7,4 Prozent. Pandemiebedingt lag das tatsächliche Wachstum ab 2020 deutlich über der Trendlinie: So wurden beispielsweise trotz ausgebremstem Onlinehandel auch 2022 noch 99,5 Milliarden Euro online umgesetzt und damit knapp 16 Milliarden Euro mehr als 2019 prognostiziert.

 

„Mit den Pandemiejahren ging ein außergewöhnlicher Onlineboom einher. In den kommenden Jahren ist aber davon auszugehen, dass die Onlineentwicklung wieder auf den vorherigen Trendpfad zurückkehrt. Wir rechnen damit, dass sich die 2019 berechnete und die aktuelle Trendlinie bis 2027 wieder nahezu decken“, so Hansjürgen Heinick, Onlinemarktexperte des IFH KÖLN.“

 

FMCG bleibt Top-Umsatztreiber

Die einzelnen Sortimentsbereiche entwickeln sich auch 2023 sehr unterschiedlich. Bestehen bleibt der Trend zur Onlinebestellung von FMCG-Produkten (Güter des täglichen Bedarfs), die ersten Hochrechnungen zufolge ein Onlinewachstum von voraussichtlich bis zu 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Zweitstärkster Umsatztreiber im Onlinehandel sind Gesundheitssegmente. Rückläufiges Wachstum wird unter anderem für die Branchen Consumer Electronics/Elektrogeräte (bis zu -9 %) sowie Schmuck und Uhren (bis zu -4 %) erwartet. IFH KÖLN

Onlinehandel profitiert kaum vom Weihnachtsgeschäft

| 07.12.2023 | Die Deutschen geben dieses Jahr zu Weihnachten erneut weniger im Internet aus als im Vorjahr, daran ändern auch starke Verkäufe in der „Black Week“ wenig. Unter dem Strich lagen die Gesamtumsätze mit Warenbestellungen von Anfang Oktober bis Ende November (nicht preisbereinigt) über alle Branchen - 7,7 Prozent niedriger. Zwar fällt die Konsumbereitschaft zum Fest damit nicht so schlecht aus, wie mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf zu erwarten war. Das von Januar bis zum Cyber-Weekend aufgelaufene Umsatzminus liegt jedoch bei 12,5 Prozent und deutet für das Gesamtjahr auf eine noch schlechtere Umsatzentwicklung hin als im schwierigen Jahr zuvor.

 

„Einerseits ist die Konsumlaune im Weihnachtsgeschäft des Onlinehandels zurückgekehrt“, erklärt Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland die Situation. „Andererseits haben die Verbraucher sich noch im Oktober zurückgehalten und dann bei stark rabattierten Produkten zugegriffen. Selbst hohe Bestellzahlen führen dann unterm Strich immer noch nicht zu realem Wachstum.“

 

Mode und Unterhaltungsartikel saisonal bedingt gefragter 

In sämtlichen Warensegmenten wird vor Weihnachten weniger online bestellt als im Vorjahr, allerdings zeigen sich im Branchenvergleich deutliche Unterschiede. In den Clustern Bekleidung (inkl. Schuhhändler) und Unterhaltung (inkl. Elektronikartikel) fiel das Umsatzminus mit - 4,1 bzw. - 8,0 Prozent zu den Vorquartalen „nur“ einstellig aus. Keine zusätzlichen Konsumimpulse brachte das Weihnachtsgeschäft unter anderem im Onlinehandel mit Lebensmitteln (- 11,3 Prozent), Medikamenten (- 4,8 Prozent) und Möbeln (- 7,1 Prozent). Die Umsätze in diesen Branchen konnten nicht aus dem negativen Umsatztrend des laufenden Jahres ausbrechen. (Detaillierte Umsatztabellen für alle Branchen und Versender hier.)

 

Marktplätze koppeln sich ab 

Auf der Suche nach Geschenkideen und Preisnachlässen zur Black Week wurden die Menschen auffällig oft auf Marktplätzen fündig. Deren Umsätze erreichten von Anfang Oktober bis zum Cyber Monday mit - 1,7 Prozent fast das Volumen des Vorjahreszeitraums (der darüber hinaus einen Umsatztag mehr umfasste). Weniger negativ zeigt sich die Geschäftslage auch bei Herstellerversendern (Direct-to-Consumer) und Mulitchannel-Händlern, die zum Jahresende „nur“ auf ein Minus von - 4,1 Prozent und - 12,0 Prozent kommen. Überhaupt keinen positiven Effekt hatte die Black Week hingegen für Onlinehändler mit eigenem Shop (Pureplayer, Versandapotheken, Shoppingclubs), die mit - 16,4 Prozent ähnlich schlecht abschneiden wie in den drei Quartalen davor. bevh

Payment von morgen: Wie zahlt die Generation Z?

| 30.11.2023 | Kanalübergreifende Zahlungsoptionen besonders bei Generation Z beliebt. Alternative Zahlungsoptionen im Metaverse für Gamer:innen vorstellbar. Nachhaltigkeit gewinnt für junge Generation auch im Payment-Bereich an Relevanz. 

 

Der richtige Mix an Zahlungsoptionen im Check-out-Prozess ist online wie stationär essenziell für eine gelungene Customer Journey. Besonders die Generation Z der zwischen 1995 und 2010 Geborenen, fordert Omnichannel-Experiences im Bezahlvorgang: Während mehr als die Hälfte der Konsument:innen (52 %) Wert auf kanalübergreifende Zahlungsoptionen legt, sind es bei der jüngeren Generation bereits rund zwei Drittel (66 %) – das zeigt das neue „ECC Payment Update 2023 vom ECC KÖLN und VR Payment. Auch bei der Zahlung über mobile Endgeräte (Allgemein 75 %; Gen Z: 86 %) und „Buy Now, Pay Later“ (Allgemein 24 %; Gen Z: 45 %) liegt die jüngere Generation vorne.

 

„Die junge Generation ist digitalaffin, convenience-orientiert und offen für nachhaltige Zahlungsverfahren. Händler und Payment-Anbieter sollten diese Tendenzen nicht verschlafen und sie weiter im Auge behalten“, so Cassandra Bolz, Projektmanagerin am ECC KÖLN.

 

Digital Natives im Metaverse

Dass das Metaverse viel Potenzial für den Handel birgt, ist bereits bekannt: Immerhin können sich 74 Prozent der Befragten Aktivitäten im Metaverse vorstellen, von denen jede:r Zweite virtuelle Produktplatzierungen (52 %) und virtuelles Shopping (48 %) im Metaverse als interessant empfindet. Gamer:innen, zu denen vor allem junge Konsument:innen der Generation Z zählen, sind besonders offen , sich auf die Möglichkeiten des Handels im virtuellen Raum einzulassen. Zwar präferieren sie, wie der Großteil der Befragten, bereits bekannte Zahlungsverfahren aus dem Online-Shopping auch im Metaverse (Alle Befragten: 62 %; Gamer:innen: 75 %), jedoch sind sie offener im Hinblick auf Krypto-Währungen (Alle Befragten: 13 %; Gamer:innen: 26 %), Gaming-Währungen (Alle Befragten: 12 %; Gamer:innen: 33 %) oder Gaming Coins/- Tokens (Alle Befragten: 11 %; Gamer:innen: 33 %).   

 

Nachhaltigkeit auch bei Payment relevant

Das Thema Nachhaltigkeit spielt für die Generation Z eine wichtige Rolle: Zwei Drittel (64 %) erwarten auch im Bereich der Zahlungsverfahren möglichst klimaneutrales Verhalten von Händlern und Anbietern. Der Aspekt der Nachhaltigkeit ist im Payment-Sektor jedoch noch erklärungsbedürftig: 75 Prozent der Befragten können den Nachhaltigkeitsgrad von Zahlungsverfahren noch nicht nachvollziehen. Nachhaltige Ideen wie Bankkarten aus recycelten Materialien (79 %) oder grüne Energie für die Rechenzentren der Zahlungsanbieter (71 %) stoßen auf Zustimmung. Rund die Hälfte der Befragten der Generation Z (45 %) würde für ein nachhaltiges Zahlungsverfahren ihre Zahlungsgewohnheiten ändern. EEC KÖLN 

Konsumklima: Abwärtstrend vorerst gestoppt

| 29.11.2023 | Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein insgesamt stabiles Bild ohne große Veränderungen. Die Anschaffungsneigung gewinnt leicht hinzu, während die Einkommenserwartung geringe Einbußen hinnehmen muss. Die Konjunkturerwartungen bleiben gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Die Prognose für das Konsumklima liegt für Dezember bei einem Wert von -27,8 Punkten und damit 0,5 Punkte mehr als im November (revidiert -28,3 Punkte). Dies sind Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM für November 2023. Seit Oktober 2023 wird es gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, herausgegeben.

 

Der leichte Anstieg des Konsumklimas ist auch darauf zurückzuführen, dass die Sparneigung in diesem Monat von 8,5 auf 5,3 Punkte zurückgegangen ist. „Nach drei Rückgängen in Folge stabilisiert sich das Konsumklima zum Jahresende. Sein Niveau bleibt sehr niedrig und es sind keinerlei Signale für eine nachhaltige Erholung in den kommenden Monaten erkennbar“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Die Stimmung ist nach wie vor von Verunsicherung und Sorgen geprägt“.

 

Diese Verunsicherung zeigt sich besonders in der Sparneigung. Dies belegt eine kürzlich vom NIM vorgenommene tiefergehende Analyse: Die Verbraucher wurden konkret nach ihren Beweggründen gefragt, aus welchen Gründe sie es derzeit für ratsam halten, zu sparen. In der offenen Abfrage antwortete ein knappes Drittel, dass sie durch die gegenwärtige (geo-) politische und wirtschaftliche Situation stark verunsichert sind, sich entsprechend sorgen und es daher für sinnvoll halten, das Geld zusammenzuhalten. Neben den derzeitigen Konflikten, wie dem Ukrainekrieg oder dem Nahostkonflikt, spielt vor allem die hohe Inflation in Deutschland für die Neigung zum Sparen eine wichtige Rolle. Diese Sorge wurde von mehr als einem Drittel der Befragten genannt. 

 

„Damit bestätigt sich empirisch, dass die Sparneigung weniger als Indikator für bewusste Geldanlage dient, sondern in erster Linie als Hinweis auf das Ausmaß der Verunsicherung der Verbraucher interpretiert werden kann“, so Rolf Bürkl weiter. „Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass es für eine nachhaltige Erholung des Konsumklimas notwendig ist, dass zum einen die Inflation wieder auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt wird und es zudem bei den internationalen Krisenherden zu Lösungen kommen muss“.

 

Einkommenserwartungen bleiben durch Inflation unter Druck

Weniger stark steigende Preise würden auch die Kaufkraft der Verbraucher positiv beeinflussen. Denn die hohe Inflation ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass Einkommensaussichten eher pessimistisch beurteilt werden. Deshalb zeigt auch der Einkommensindikator ein ausgesprochen niedriges Niveau, das im November noch einmal um 1,4 auf -16,7 Punkte gesunken ist. Ein geringerer Wert wurde zuletzt mit -24,3 Punkten im März dieses Jahres gemessen. Es ist davon auszugehen, dass nach wie vor insbesondere die steigenden Preise für Lebensmittel an der Kaufkraft der Einkommen der privaten Haushalte knabbern.

 

Anschaffungsneigung verharrt im Keller

Vor dem Hintergrund leicht abwärts gerichteter Einkommensaussichten überrascht es nicht, dass die Anschaffungsneigung weiter im Keller verharrt. Der Indikator gewinnt zwar magere 1,3 Punkte hinzu, weist aber mit aktuell -15 Punkten ein sehr niedriges Niveau auf. Auch die Tatsache, dass gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres nur ein bescheidenes Plus von 3,6 Punkten zu verzeichnen ist, zeigt, dass die Konsumneigung auf der Stelle tritt und bislang keine Signale für eine Trendwende zu erkennen sind. Die Verunsicherung durch anhaltende Krisen sowie eine hohe Inflation sorgen für die ausgeprägte Konsumzurückhaltung.

 

Konjunkturerwartungen nahezu unverändert

Nahezu unverändert präsentieren sich die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher im November. Nach einem minimalen Plus von 0,1 Punkten weist der Indikator nun -2,3 Punkte auf. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum beträgt das Plus zwar 15,6 Punkte. Damals waren die Konjunkturaussichten jedoch durch starke Rezessionsängste aufgrund einer drohenden Energieverknappung überaus stark beeinträchtigt.

 

Mit dem derzeitigen Niveau des Indikators signalisieren die deutschen Verbraucher, dass sie in absehbarer Zeit nicht mit einem spürbaren Aufschwung der Wirtschaft rechnen. Dies entspricht auch der Meinung nahezu aller Experten aus Wissenschaft und Politik: So soll nach dem kürzlich veröffentlichten Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („5 Weise“) das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 Prozent sinken. Für das kommende Jahr wird ein bescheidener Zuwachs von 0,7 Prozent vorhergesagt. GfK

Die Megatrends im E-Commerce

| 29.11.2023 | Der Onlinehandel in Deutschland befindet sich im Umbruch und steht vor großen Herausforderungen. Trotzdem blicken die Top-Entscheider:innen des deutschen B2C-Onlinehandels der Zukunft des E-Commerce optimistisch entgegen, wie die neue EHI-Studie „Trends im E-Commerce 2023“ zeigt. Sie antizipiert die zentralen Entwicklungen bis zum Jahr 2028. Demnach prognostiziert eine große Mehrheit dem E-Commerce in den kommenden fünf Jahren eine positive Zukunft. Fast alle rechnen künftig sogar mit steigenden Umsätzen.

 

Vier Megatrends

Nach Ansicht der Befragten kristallisieren sich vor allem vier Megatrends als größte Herausforderungen bzw. Chancen heraus: Profitabilität, Konsolidierung, künstliche Intelligenz (KI) und Nachhaltigkeit. „Viele Entscheider:innen im E-Commerce müssen sich jetzt auf ökonomische Aspekte fokussieren und den Grundstein für profitables Wachstum legen“, erklärt Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI. Studienautor Philipp Hübner ergänzt: „Onlineshops sind wie Neuwagen: Alle sind windkanaloptimiert, sehen fast gleich aus und bieten die gleichen Zusatznutzen. Ein Onlineshop muss sich von anderen abheben, um nicht im Zuge der bevorstehenden Konsolidierungswelle vom Markt zu verschwinden.“

 

Schließlich gehen gut drei Viertel der Befragten davon aus, dass sich der E-Commerce in den kommenden Jahren konsolidieren wird. Dies wird vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie insbesondere die Branchen Bekleidung, Schuhe und Unterhaltungselektronik betreffen, sagen die Befragten. Auf der anderen Seite wird KI für neue Möglichkeiten im E-Commerce sorgen. Die Befragten erkennen das Potenzial von KI besonders für die Bereiche Shopmarketing & CRM (89,5 Prozent), IT (85,4 Prozent) und Forecasting (83,7 Prozent).

 

Zukunft des E-Commerce

Der Blick in die Zukunft stimmt die Händler jedenfalls optimistisch. Über 85 Prozent blicken hoffnungsvoll auf die kommenden fünf Jahre. Für das laufende Jahr 2023 ist dagegen nur gut die Hälfte der Befragten positiv gestimmt. Zudem erwarten 91,9 Prozent, dass Umsätze im E-Commerce langfristig wachsen werden. 28,3 Prozent glauben sogar an ein starkes Umsatzwachstum in den nächsten Jahren.

 

Bei der Frage nach den größten Einflussfaktoren auf den Onlinehandel in den kommenden fünf Jahren stehen Kaufkraft (96,2 Prozent), Konsumlaune (95,2 Prozent) und Inflation (91,3 Prozent) an erster Stelle. Dagegen spielen die Nachwirkungen der Corona-Pandemie nur noch für knapp 30 Prozent zukünftig eine Rolle. EHI

Weihnachten: 148 Euro für Spielzeug

| 29.11.2023 | Circana, BVS, DVSI

Die Krise geht auch an der Spielwarenbranche nicht spurlos vorbei. Das schwierige Marktumfeld mit einer hohen Inflation und vielen Unsicherheiten bei den Verbrauchern zeigt sich auch in den Umsätzen der Spielwarenbranche. Der bisherige Jahresverlauf bis einschließlich Oktober weist einen Umsatzrückgang von -4% auf. Es zeigt sich aber auch, dass sich im Vergleich zu vielen anderen Bereichen, die Spielwarenbranche trotzdem noch gut behaupten kann. Ein Blick auf die Vertriebskanäle in Deutschland weist einen Umsatzrückgang über alle Kanäle auf, wobei der Bereich der Hypermarkets am stärksten betroffen ist. Ursachen sind hier das außergewöhnliche Wachstum während der Corona-Jahre und die Rückkehr der Verbraucher zu anderen Einkaufsmöglichkeiten, aber auch die starken Veränderungen, welche sich durch die Auflösung der Real Geschäfte ergeben haben.

 

Der durchschnittliche Verkaufspreis hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nur +1% auf 13,20 € erhöht. Hier haben viele Verbraucher auf günstigere Produktvarianten umgeschwenkt.

 

Umsatzrückgang fast aller Top-Lieferanten

Ein genauerer Blick auf die Top 10 der umsatzstärksten Lieferanten zeigt, dass nur Amigo durch den ungebrochenen Trend der Pokémon Trading Cards ein hohes zweistelliges Wachstum von über +40% aufweisen kann. Alle großen Hersteller wie Lego, Mattel, Simba, Tonies, Hasbro, Playmobil, Schleich und Kosmos verzeichnen im bisherigen Jahresverlauf ein rückläufiges Ergebnis. Nur Ravensburger konnte durch die Einführung der Disney Lorcana Trading Cards, die Pokémon Lizenz und durch das Tiptoi Lernsystem andere rückläufige Serien ausgleichen und hat damit ein Ergebnis wie im Vorjahr erzielt.

 

Wachstum bei drei der elf Superkategorien

Mit einem Umsatzplus von +4% kann sich der Bereich der Action Figures auch in diesem Jahr gut behaupten. Vor allem die kultigen Figuren von Funko Pop! sind hier ein absoluter Wachstumstreiber und können bis Oktober einen Zugewinn von über +80% gegenüber dem Vorjahr aufweisen. Aber auch der Hersteller Jazwares kann mit seinem Pokémon Action Sortiment mit +30% Wachstum ordentlich im Markt zulegen. Mit den neuen Wizarding World Figuren von Schleich zu dem Trendthema Harry Potter ist ebenfalls eine umsatzstarke Linie gelauncht worden.

 

Mit einem Zugewinn von +35 Mio € bzw. +10% kann die Kategorie Games & Puzzles wieder ein Rekordjahr verzeichnen. Hauptreiber sind hier die Strategic Trading Cards. Mit den Themen Pokémon, Magic: The Gathering und dem Launch von Disney Lorcana sind gleich drei Themen im Trend der Zielgruppe. Zusammengefasst stehen sie für 70% des Umsatzwachstums der Kategorie. Aber auch ohne den Trend der Trading Cards kann der Bereich +3% gegenüber dem Vorjahr wachsen und zeigt mit den Zugewinnen bei z.B. Uno, Monopoly und vielen generischen Spielethemen, dass Spiele nach wie vor sehr angesagt sind.

 

Als dritte Kategorie kann auch Plüsch im aufgelaufenen Jahr zulegen. Hier sind es vor allem die Squishmallows und die Pokémon Plüschfiguren von Jazwares, die der Kategorie Wachstum bescheren.

 

Auch wenn die übrigen Kategorien mit Umsatzrückgängen zu kämpfen haben, zeigen sich hier doch auch weitere Trendthemen für das Jahr 2023. Aus dem Hause Lego sind es die Marken Minecraft, Lego Icons mit z.B. der Botanical Collection, und Lego City, welche zusammengefasst um +8 Mio € wachsen können. In der Kategorie Dolls kann die Disney Princess Linie von Mattel die Kids begeistern und wächst dadurch um über +50%.

Ein Blick auf den Bereich Explorative & Other Toys zeigt, dass die Eldrador Linie von Schleich mit dem Kampf um das magische Schwert nochmals deutlich zulegen kann und sich im bisherigen Jahresverlauf um über +10% im Umsatz steigert.

 

Auch wenn das Outdoor/Sport Segment seit der großen Nachfrage während der Lockdown Phase in der Folge nun deutlich Umsätze verloren hat, zeigt die Firma Zuru mit ihrer X-Shot Linie, dass man mit Innovationen Wachstum generieren kann. Eine Umsatzsteigerung um +48% ist hierfür ein sehr deutliches Zeichen.

 

Lizenzen gewinnen an Relevanz

Auch wenn das Lizenzgeschäft gerade etwas unter der Krise leidet, ist der Rückgang mit -2% deutlich schwächer ausgeprägt als bei den nicht lizensierten Spielwaren. Das führt dazu, dass der Umsatzanteil der Lizenzen in Deutschland weiter gewachsen ist: Mit 26% haben wir ein Allzeithoch mit dem vor Jahren niemand gerechnet hätte.

 

Allein die trendigen Lizenzthemen rund um Disney, die zahlreichen zusätzlichen Produkte ergänzend zu den Pokémon Trading Cards, das Preschool Thema Gabby's Dollhouse, Minecraft oder auch die Spielewelten zu Avatar, können jeweils mehrere Millionen € zusätzlichen Umsatz generieren.

 

Entscheidende Wochen noch vor uns

Auch in diesem Jahr ist damit zu rechnen, dass die Konsumenten recht spät ihre Weihnachtseinkäufe tätigen werden. Da wir kaum Engpässe in der Warenversorgung sehen und wir mit dem Weihnachtstermin an einem Sonntag eine volle vorweihnachtliche Einkaufswoche haben, gehen wir davon aus, dass noch viele Geschenke ihren Weg unter den Weihnachtsbaum finden werden. Circana

 

Weihnachten: 148 Euro für Spielzeug - Spielwarenumsatz in 2023 rückläufig

Für die Handelsunternehmen in der Spielwarenbranche explodieren die Kosten und die Konsumenten gehen auf Sparkurs. Der Blick Richtung Weihnachten ist dennoch optimistisch. „Die Spielwarenhändler verkaufen Träume und schenken Glücksmomente. Gerade jetzt besinnen sich die Menschen auf die Familie und schaffen zuhause eine heile Welt", so Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverband Spielwaren (BVS).

 

Letztes Weihnachten haben die Deutschen jedem Kind (zwischen 3 und 12 Jahren) im Durchschnitt Spielzeug im Wert von 148 Euro geschenkt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BVS ergeben. Für das Gesamtjahr 2023 rechnet der Handelsverband Spielwaren über alle Vertriebswege mit einem Umsatzrückgang von ca. 4 %. Damit würde der Inlandsmarkt auf 4,5 Mrd. Euro in2023 (2022: 4,7 Mrd. Euro, zu Endverbraucherpreisen, Basis: consumer panel von Circana) schrumpfen.

 

In den turbulenten Vorjahren war die Versorgung mit Spielzeug regelmäßig gestört. Dadurch ist es vorgekommen, dass Kinder nicht ihr Wunschspielzeug bekommen haben. Dies gehört zum Glück der Vergangenheit an. Kahnt: „Die Spielwarenhändler haben sich sehr gut mit Ware eingedeckt, um jeden Wunsch zu erfüllen." Last-Minute-Shopper müssen jedoch in diesem Jahr besonders aufpassen, da Heiligabend auf einen Sonntag fällt und deshalb die Geschäfte an diesem Tag geschlossen sind. Samstag, der 23. Dezember, ist damit der letzte Einkaufstag vor Weihnachten und wird für einen grandiosen Endspurt im Handel sorgen. Trotz verbesserter Warenversorgung gilt aber auch in diesem Jahr: „Wenn die Wunschzettel geschrieben sind, sollten Eltern direkt losziehen, denn immer wieder sind einzelne Spielzeug-Highlights kurz vor Weihnachten ausverkauft", so Kahnt. Trotz spannender Produkte und voller Lager bleibt die Renditesituation der Händler weiterhin angespannt. BVS- Vorsitzender Rainer Wiedmann: „Selbst wenn wir mehr Spielzeug verkaufen, bleibt am Ende nicht mehr Geld übrig. Die stagnierenden Margen reichen nicht, um die massiv gestiegenen Personal- und Energiekosten zu bezahlen. Dadurch stehen unsere Unternehmen unter starkem Druck." BVS

 

„Gesamtlage" zeigt Wirkung

Die schwächelnde Inlandsnachfrage und sich verschlechternde wirtschaftliche Rahmenbedingungen gehen auch an den Mitgliedsfirmen des DVSI nicht völlig vorbei. Lediglich 22% der befragten Unternehmen erwarten für das laufende Jahr eine Verbesserung der Umsatzentwicklung, während 21% mit Umsätzen auf Vorjahresniveau rechnen und 57% der Ansicht sind, dass die „Gesamtlage" Spuren in ihren Bilanzen hinterlassen dürfte. Lichtblicke gibt es aber auch 2023. So konnten sich das Segment Spiele & Puzzles, das seit Jahren auf der Überholspur fährt, sowie die Anbieter von Plüsch dem allgemeinen Trend entziehen und zulegen. Ein leichtes Umsatzplus mit +1,5% erwarten erneut die großen Hersteller.

 

Der Blick ins aktuelle Weihnachtsgeschäft fällt diesmal allerdings ein wenig skeptischer aus. Mittel-bis langfristig sieht sich die Branche – vor allem Großunternehmen – dennoch gerüstet, um auf den Wachstumspfad zurückzukehren. So bewerten 32% der befragten Hersteller ihre Aufstellung für die nächsten Jahre als gut oder sehr gut. Das ist das Ergebnis der Umfrage zur repräsentativen jährlichen Branchenstudie, dem DVSI INDEX 2023/2024 mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Standort Deutschland".

 

Die zurückhaltende Einschätzung der Geschäftslage überrascht nicht. Bereits im Herbst 2022 – bedingt durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges – blickten die befragten Spielwarenhersteller kritisch nach vorne. „Die Gesamtsituation hat sich eher noch verschärft", sagt DVSI- Geschäftsführer Ulrich Brobeil, „und es kann nicht weiter überraschen, dass die DVSI-Mitglieder für 2024 erneut ein schwieriges Marktumfeld erwarten. Die Auffassung dürfte mit dem Urteil des Verfassungsgerichts weitere Nahrung erhalten haben, denn einige Ökonomen erwarten bereits, dass sich Deutschland womöglich vom prognostizierten Wachstum des Sachverständigenrates von 0,7% verabschieden muss und in eine Rezession schlittert. Das Urteil wie angekündigte Entlassungen von Konzernen sind natürlich Gift für die Konsumstimmung." Nicht nur die Karlsruher haben mit der Politik „abgerechnet", auch die DVSI- Mitglieder stellen der Politik ein versetzungsgefährdetes Zeugnis aus.

 

Deutschland verliert an Attraktivität

Faktoren wie Verkehrsinfrastruktur, Arbeitskosten oder die Höhe der Steuern und Abgaben entscheiden zwar nicht allein über die Attraktivität eines Standortes, sind aber maßgeblich für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. So loben zwar die befragten Spielwarenhersteller die Lebensqualität (67%), die Qualitäts- und Umweltstandards (65%), die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (59%), die kulturelle Vielfalt und das internationale Umfeld (61%) sowie das Gesundheitssystem und die soziale Sicherheit (57%), lassen aber kaum ein gutes Haar an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, die von 74% als „ausreichend" oder „mangelhaft" betrachtet wird. So meinen 91% der Spielwarenhersteller, dass sich die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gerade in den letzten Jahren mehr oder minder stark verschlechtert hat. Schlechte Noten geben die Produzenten auch dem administrativ-politischen Umfeld. Der Produktionsstandort Deutschland wird für immer mehr Spielwarenhersteller unattraktiver.

 

Die Schwachpunkte des Wirtschaftsstandorts Deutschlands sind aus Sicht der DVSI-Mitglieder die Höhe der Steuern und Abgaben (55%), Energiekosten und Energiesicherheit (49%), Arbeitskosten und Lohnniveau (42%) Arbeitskräfteverfügbarkeit und -qualifikation (42%). Zu den Hauptforderungen zählt der Abbau von Bürokratie, die Ausweitung des Energieangebotes, weitere Lockerungen am Arbeitsmarkt sowie gezielte steuerliche Anreize für Unternehmensinvestitionen. Trotz der Ankündigungen der Regierung im Koalitionsvertrag, Bürokratie abzubauen, ist das Gegenteil der Fall. Immer neue Berichtspflichten, das neue Lieferkettengesetz oder einseitige Verpflichtungen schaffen eher mehr Bürokratie als neue Gesetze zur Entschlackung beitragen. So sorgen einige EU-Länder mit separaten Regeln zu Verpackungen oder Recycling für zusätzliche Kosten. Nicht zuletzt erwarten die Spielwarenhersteller ein konsequenteres Vorgehen gegen unsichere Direkt-und Grauimporte, insbesondere über Online-Kanäle. „Der DVSI wünscht sich vor allem eine stärkere und effizientere Marktüberwachung", sagt Ulrich Brobeil, „damit Hersteller von sicheren Qualitätsspielwaren nicht durch das Treiben von „schwarzen Schafen" auf Online-Plattformen unter einem unfairen Wettbewerb leiden. Die Pflichten für die Wirtschaftsakteure müssen offline und online identisch sein. Die neue Spielzeugverordnung, an der Brüssel aktuell arbeitet, und der Digital Services Act, der ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, werden dieses Problem nicht allein lösen können." Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Verschlechterung der Kostensituation fahren die befragten Spielwarenhersteller derzeit auf Sicht. Stockten in den vergangenen Jahren zahlreiche Firmen beim Personal auf, legen sie in diesem Jahr die Bremse ein. Als größten Kostentreiber sehen 85% der befragten Produzenten angesichts von Fachkräftemangel, Inflation und hoher Tarifabschlüsse im laufenden Jahr die stark gestiegenen Löhne und Gehälter. DVSI 

Aktuelle Umfrage: Nikolaus verspricht Einzelhandel Milliarden-Umsatz

| 29.11.2023 | Der Einzelhandel in Deutschland kann im Vorfeld des Nikolaustages am 6. Dezember mit zusätzlichen Umsätzen in Höhe von knapp über einer Milliarde Euro rechnen. Das zeigt eine vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegebene Umfrage.

 

Noch 2019 verzeichneten die Handelsunternehmen zum Nikolaustag Umsätze in Höhe von 860 Millionen Euro. Der Anstieg findet seinen Grund vor allen Dingen in der deutlichen Steigerung der Zahl der Menschen, die bereit sind, gezielt Geschenke und Waren zum Nikolaustag einzukaufen. 2019 lag dieser Wert bei 26 Prozent, in diesem Jahr sind das mehr als 37 Prozent der Befragten. Besonders oft greifen die Verbraucher dabei bei Lebensmitteln oder Spielwaren zu. Gut laufen aber auch die Geschäfte mit Parfum, Kosmetik, Büchern und Schreibwaren. „Die Kundinnen und Kunden kaufen alles, was in den Nikolausstiefel passt. Gefragt sind dabei vor allem Süßwaren“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

 

Insgesamt wollen knapp zwei Drittel der Befragten ihre Ausgaben rund um den Nikolaus im Vergleich zum Vorjahr stabil halten. „Der Nikolaustag ist und bleibt für den Einzelhandel ein wichtiger Umsatzimpuls im Weihnachtsgeschäft“, so Genth. Die bevölkerungsrepräsentative Umfrage unter 500 Verbrauchern wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. HDE

Neue Point of Emotion-Module bei Dickie Toys, der Fahrzeugmarke für Kinder

| 27.11.2023 | Nach erfolgreicher Neuausrichtung der Marke Dickie Toys 2021, verbunden mit einem neuen Brand Styleguide inklusive neuem Markenlogo, einer nachhaltigen Umstrukturierung des Gesamtsortiments in die drei Kategorien Go Real, Go Action und Go Crazy sowie die Überarbeitung aller Kommunikations- und Verpackungsmaterialien, komplettiert Dickie Toys seinen Markenrelaunch mit einem neuen POE-Konzept im Handel. Dickie Toys schafft so eine emotionale Markenwelt zum Erleben und freut sich darauf, Kinder- wie Elternaugen gleichermaßen zum Leuchten zu bringen.

 

Ab sofort sind die brandneuen POE-Module in über 400 Spielwarengeschäften in 19 Ländern zu bestaunen und lassen Kinderherzen höherschlagen. Dickie Toys ist überzeugt, dass das ausgearbeitete Regalkonzept für den Point of Emotion genau das Richtige ist, um die Markenbekanntheit und -attraktivität weiter zu steigern, die breite Fahrzeugpalette noch besser in Szene zu setzen und den Umsatz voranzutreiben. 

 

Für das Design hat sich Dickie Toys für Elemente aus dem neuen Styleguide entschieden. So sorgen die signalrote Farbe und beleuchtete Dickie Toys-Logos für einen starken Wiedererkennungswert der Marke. Aber auch die rote Ecke sowie Fahrzeugabbildungen aus dem Design Guide runden das moderne Erscheinungsbild der Fahrzeugmarke für Kinder ab.

 

Der Fokus der neuen Warenpräsentation liegt vor allem auf der Ausstellung beliebter Spielfahrzeuge, die durch das perfekte Zusammenspiel von Form und Farbe gekonnt ins Rampenlicht gerückt werden. Denn bei Dickie Toys dreht sich alles um spannende Fahrzeuge für Kinder – ob auf Rädern, in der Luft oder auf dem Wasser. Besonders faszinierend sind hierbei natürlich Feuerwehr sowie Polizei und Ambulanz als wahre Helden des Alltags.

 

Und was eignet sich da besser zum Vorzeigen als ein aufregendes Feuerwehrauto mit Drehleiter und blinkendem Blaulicht und Feuerwehrschlauch?  All dies hat die neue Dickie Toys Feuerwehr Gondel, vierseitig bestückbar, zu bieten und sorgt für den WOW-Effekt in jedem Spielwarengeschäft. Auch die Fahrerkabine wurde genutzt, um die Fahrzeuge spielerisch in Szene zu setzen, denn in der beleuchteten Vitrine können Produkte dekorativ und ohne Verpackung präsentiert werden. Wer anstelle einer Mittelraumgondel lieber auf ein aufmerksamkeitsstarkes Wandregal setzt – kein Problem! Auch dies hat Dickie Toys in unterschiedlichen Größen je nach Markt- und länderspezifischen Anforderungen möglich gemacht – inklusive Feuerwehrkabine oder Dekoleisten für die passende Fahrzeugoptik. Für im Handel bereits bestehende Regale wurden Integrationssets entwickelt und auch eine platzsparende Lösung in Form eines Endcaps, ist eine der vielen POE-Lösungen, um nicht auf die starke Markenpräsentation verzichten zu müssen. Dickie Toys

Millionen leerer Verpackungen auf Reise durch Europa

| 23.11.2023 | Die gestern verabschiedete Verhandlungsposition des Europäischen Parlaments zur Verpackungsverordnung sieht Mehrwegquoten für Versandpakete vor, um dem hohen Verpackungsverbrauch beizukommen: Zehn Prozent aller Sendungen sollen demnach bis 2030 in einem geschlossenen System verschickt werden. Die Quote könnte in Zukunft weiter angehoben werden. Millionen Sendungen wären davon betroffen. Obwohl der Ansatz einer kreislauffähigen Verpackung grundsätzlich zu begrüßen ist, hat die EU leider vergessen, die dafür europaweit einheitlichen Logistikstandards festzulegen.

 

Keine Akzeptanz ohne einheitliche Regeln 

Der Onlinehandel experimentiert seit längerem mit eigenen Verpackungslösungen aus recycelten Materialien, die für dutzende Versandkreisläufe geeignet sind. Das allein wird für die Akzeptanz des Mehrwegversands aber nicht reichen. Auch deshalb nicht, weil Kundinnen und Kunden für die Rückführung noch sehr viel selbst tun müssen und sich die Systeme je nach Händler unterscheiden. Es fehlen standardisierte Logistikprozesse, die es den Mehrweg Nutzenden so einfach wie möglich machen.

 

Weit genug ist die Logistikbranche damit leider noch nicht gekommen. In der Regel sind Kundinnen und Kunden dazu angehalten, die Mehrwegversandtaschen bei einer Annahmestelle abzugeben, also zusätzliche Wege in Kauf zu nehmen. Das kann beim nächsten Briefkasten sein (wenn er dadurch nicht überquillt), oder bei der nächsten Postfiliale (wenn es denn eine gibt). So oder so wird ein erneuter, zusätzlicher Postversand ausgelöst.

 

„Damit sich ein Kreislauf schließt, müsste mehr dafür getan werden, dass Pakete nahtlos wieder zum Händler gelangen. Die „letzte“ Meile müsste also ohne große Reibungsverluste wieder zur „ersten“ werden – unabhängig davon, bei wem bestellt wurde“, erklärt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer beim bevh.

 

Nahtlos wäre der Rückversand u.a., wenn dem Zusteller oder Zustellerin an der Haustür leere Pakete gleich wieder mitgegeben werden könnten. Auch Packstationen könnten für die Annahme dienen. Anders als Briefkästen quellen sie nicht nach wenigen Einwürfen über und die Abholung von Bestellungen kann mit der Rückgabe von leeren Verpackungen verbunden werden. Auch anbieterunabhängige Rücknahmeautomaten, wie man sie für Pfandflaschen kennt, wären denkbar. „All diese Lösungen setzen voraus, dass in der Logistikkette neue Strukturen und Prozesse geschaffen werden. Ein ganzes Mehrweg-System müsste neu aufgebaut werden, das übergreifende Standards bräuchte – nicht nur in Deutschland, sondern EU-weit“, ergänzt Wenk-Fischer.

 

Leere Verpackungen reisen durch Europa

Solange keine EU-weit einheitlichen Mehrweglösungen existieren, sieht der bevh die Rücksendung von Mehrwegverpackungen insbesondere im grenzüberschreitenden E-Commerce problematisch. Bestellt ein spanischer Kunde in einem deutschen Onlineshop und behält die gesamte Bestellung, müsste anschließend eine Mehrwegtasche mit 0 Prozent Inhalt von Spanien nach Deutschland transportiert werden. „Wenn nicht gewährleistet ist, dass Mehrwegverpackungen innerhalb der EU dienstleisterübergreifend akzeptiert werden, halten wir es im grenzüberschreitenden Handel nicht für tragbar, permanent leere Versandverpackungen quer durch Europa zu schicken. Es werden Rücksendungen verursacht, auch wenn der Kunde den Artikel behält“, so Wenk-Fischer. bevh

Neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit: ROFU Kinderland setzt ersten E-Truck ein

| 22.11.2023 | Die LKW-Flotte von ROFU Kinderland, einem der führenden Spielwarenfilialisten Deutschlands, freut sich über einen Neuzugang: Ab sofort kommt in Hoppstädten-Weiersbach und im angrenzenden Saarland der erste elektrisch betriebene Sattelschlepper zum Einsatz. Damit geht das Traditionsunternehmen den nächsten, wichtigen Schritt in Richtung Effizienz und Nachhaltigkeit.

 

Der neue E-Truck hat bei einer Batteriekapazität von 540 kWh eine Reichweite von rund 300 Kilometern. Er wird deshalb überwiegend für den innerbetrieblichen Verkehr zwischen den Logistikzentren in Ramstein und Hoppstädten-Weiersbach sowie zur Filialbelieferung im angrenzenden Saarland eingesetzt. Bereits jetzt hat ROFU für den E-LKW eine erste Wallbox auf dem Betriebsgelände installiert. Für einen reibungslosen Ablauf der Lieferkette plant der Spielwarenfilialist jedoch zeitnah den Bau einer hochleistungsfähigen 150 kWh Ladesäule. 

 

Michael Fuchs, Geschäftsführer von ROFU Kinderland, betont: „Der E-LKW ist der erste Schritt um Erfahrungen mit der E-Mobilität im Bereich der Nutzfahrzeuge zu sammeln. Vorgesehen ist, dass überwiegend selbst produzierter Strom für den Antrieb genutzt wird. Eigenen Strom günstig selbst produzieren, zwischenspeichern und bei Bedarf ins Fahrzeug abgeben, wird das Konzept der Zukunft sein. Hierzu planen wir auch noch den Ausbau der Ladeinfrastruktur inklusive einer Erweiterung der Photovoltaikanlage und Speicher. Damit werden wir im Spielwarenbereich Vorreiter bei der nachhaltigen Mobilität.“

Besonderer Hingucker: Die Lizenzfigur Woozle Goozle, die den neuen E-Truck ziert. Der plüschige blaue Erfinder aus dem Wissensmagazin von TOGGO, der bereits seit einigen Jahren Groß und Klein begeistert, ist Teil einer umfangreichen Kooperation zwischen SUPER RTL Licensing und ROFU, die noch vor Weihnachten 16 neue Produkte hervorbringen wird. „Mit dem Einsatz des allseits beliebten Woozle Goozle auf unserem E-Truck gehen wir nicht nur einen weiteren Schritt bei einer erfolgreichen Kooperation mit Super RTL, sondern schaffen einen visuellen Hingucker, der passt wie die Faust aufs Auge“, sagt Christof Classen, Marketingleiter bei ROFU Kinderland.

 

Weitere Schritte für mehr Nachhaltigkeit 

Der E-Truck ist nur ein Baustein in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Vor etwa einem Jahr hat ROFU in Hoppstädten-Weiersbach bereits eine automatisierte Verpackungslösung in Betrieb genommen. Aus dem 36.000 Quadratmeter großen Lager werden seitdem passgenau und unter Einsparung von Verpackungsmaterial Spiel- und Schreibwaren in Sekundenschnelle verpackt. Außerdem betreibt ROFU an der Firmenzentrale eine eigene große PV-Anlage, die im Sommer etwa 40 Prozent des täglichen Strombedarfs des Spielwarenfilialisten abdeckt. Ziel ist es, so ROFU, dass 2024 bis zu 90 Prozent des Strombedarfs über die PV-Anlage bezogen wird. ROFU Kinderland

Secondhand nimmt bei Baby- und Kinderausstattung zu

| 22.22.2023 | Neue Daten zu Handelsumsätzen mit Baby- und Kinderausstattung. Marktvolumen steigt trotz schwieriger Rahmenbedingungen 2023 auf rund 7,7 Milliarden Euro an. Secondhand sowie Miet- und Ausleihkonzepte entwickeln sich zu Markttrends. 

 

Demographischer Wandel, sinkende Geburtenraten und inflationsbedingte Preissteigerungen: Der Markt rund um Baby- und Kinderausstattung steht vor vielen Herausforderungen. Dennoch konnte das Marktvolumen 2022 um 2,6 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro ansteigen. Das Wachstum im laufenden Jahr 2023 sieht verhaltener aus – plus 1,5 Prozent nach aktuellen Prognosen. Dabei lautet die große Trendbewegung in der Branche: Secondhand. Der Umsatz rund um gebrauchte Produkte der Baby- und Kinderausstattung erlebt seit der Pandemie einen regelrechten Boom und konnte 2021 um 22,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Auch 2022 führt sich dieser Trend fort: Plus 6,9 Prozent. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue „Branchenbericht Baby- und Kinderausstattung“ des IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung.

 

„Die Inflation und das daraus resultierende Sparverhalten beobachten wir in allen Handelsbranchen – auch im Markt rund um Baby- und Kinderausstattung. Kein Wunder also, dass Secondhandkäufe in dieser Branche in den letzten beiden Jahren boomen. Nachhaltigkeit meets Sparen: Zwei große Handelstrends vereinen sich“, ordnet Maximilian Riebel, Manager Strategieberatung bei der BBE Handelsberatung, die Daten ein.

 

Erstlingsausstattung wird teurer

Durch die gestiegenen Preise werden auch die Kosten für Kinder – und insbesondere Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre – höher. So wurden 2022 für ein Kind der Altersgruppe null bis zwei Jahre durchschnittlich 1.122 Euro im Jahr ausgegeben. Kostspielig ist vor allem die Erstlingsausstattung, welche 2022 durchschnittlich bei 3.494 Euro lag. Zum Vergleich: 2020 lag dieser Wert noch bei 3.198 Euro.

 

Ausblick: Markt bleibt stabil

Trotz Inflation und Sparverhalten wird der Markt für Baby- und Kinderausstattung 2024 weiter moderat wachsen. Die ersten Hochrechnungen der Marktexpert:innen vom IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung zeigen für 2023 ein Wachstum von 1,5 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Euro. Ähnlich sieht es auch in den nächsten Jahren aus: Bis 2027 liegen die Wachstumsraten bei rund 1,5 Prozent.

 

„Der Markt rund um Baby- und Kinderausstattung ist verhältnismäßig krisensicher. Trotzdem wird es einige neue Markttrends geben, denen Händler gerecht werden müssen. Nicht nur Omnichannel-Handel wird unumgänglich werden, auch nachhaltige Konzepte wie Secondhand oder Miet- und Leihkonzepte werden möglicherweise zu einem Standard in der Branche werden,“ so Carina Stäbisch, Projektmanagerin am IFH KÖLN. IFH KÖLN 

Cyber Week: Trend zu gezieltem Sparen statt impulsivem Kaufrausch nimmt zu

| 20.11.2023 | Der neue Trend Check Handel nimmt das Jahresendgeschäft im Handel unter die Lupe. Amazon baut Führung als Top-Onlinekanal rund um Black Friday und Cyber Monday aus. Insgesamt sinkt die Ausgabebereitschaft bei Konsument:innen. Preisvergleiche und gezielte Käufe dominieren Händleraktionstage und Weihnachtsgeschäft. 

 

Mit dem Black Friday am 24. November fällt in diesem Jahr der Startschuss für die Cyber Week. Die Händleraktionstage stehen ganz im Zeichen von günstigen Angeboten, insbesondere in den Bereichen Elektronik und Freizeit, und läuten gleichzeitig das Weihnachtsgeschäft ein. Das vorausgegangene Jahr war branchenübergreifend von Preissteigerungen geprägt – hoffen Konsument:innen nun an den Schnäppchentagen 2023 mehr zu sparen und welche Anschaffungen planen Konsument:innen in diesem Zeitraum? Antworten liefert der neue Trend Check Handel Vol. 9 des ECC KÖLN. Fazit: Die Themen Preisvergleich und gezielte Käufe gewinnen im Vergleich zu den Vorjahren nochmals an Relevanz. Insgesamt planen Konsument:innen, weniger auszugeben als im Vorjahr (30 %) und rund ein Drittel (33 %) will auf teurere Marken verzichten. Wenn gekauft wird, dann vor allem Produkte, die sonst aktuell zu teuer sind (63 %) oder ohnehin in der Anschaffung geplant waren (58 %). Auch in der Weihnachtszeit planen viele, Ausgaben in bestimmten Bereichen zu reduzieren – an erste Stelle rücken hier Adventskalender. 

 

 

 

 

 

Amazon ist Top-Onlinekanal in der Cyber Week

Die Mehrheit der Konsument:innen tätigt Käufe rund um Black Friday und Cyber Monday weiterhin online. Amazon ist hierfür mit weitem Vorsprung die beliebteste Plattform: 91 Prozent (2022: 78 %) der Konsument:innen planen, ihre Produkte an den Aktionstagen 2023 über Amazon zu kaufen. Während am Black Friday Anschaffungen aus dem Bereich Freizeit und Hobby (43 %) im Fokus stehen, wird der Cyber Monday größtenteils für Elektronik-Käufe genutzt, insbesondere von der jüngeren Generation (67 %). 

 

 

 

 

 

Aktionstage stark preisgetrieben  

Die Tendenz im Konsumentenverhalten der Vorjahre verstärkt sich auch 2023. Spontankäufe an den Aktionstagen nehmen ab (26 %), stattdessen wird geplant gekauft und Konsument:innen informieren sich stärker bevor gekauft wird (44 %). Vor allem der Preisvergleich gewinnt an Relevanz: 61 Prozent der Konsument:innen schauen sich schon vor den Aktionstagen die Preise an, um sie besser einordnen zu können. 

 

 

Sparkurs in der Weihnachtszeit

Die Preissteigerungen wirken sich für mehr als die Hälfte der Konsument:innen (56 %) auch auf ihr Einkaufsverhalten in der Weihnachtszeit aus. Gespart wird ähnlich zum Vorjahr vor allem an Adventskalendern, Weihnachtsbäumen und Weihnachtsmarktbesuchen. Aber auch Geschenke fallen kleiner aus (42 %) oder der Kreis der Beschenkten wird eingegrenzt (71 %). Die wenigsten Abstriche möchten Konsument:innen beim Essen (24 %) machen. Anlaufstelle für die Weihnachtseinkäufe sind nahezu gleichermaßen stationäre Geschäfte (49 %) und das Internet (51 %). Im Vergleich zum Vorjahr (53 %) zieht es Besucher:innen rund um Weihnachten allerdings etwas seltener ins Geschäft. EEC KÖLN

Deutsche Handelspreise für Breuninger, Rewe Group und Dieter Schwarz

| 16.11.2023 | Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat am Mittwochabend (15. November) auf dem Handelskongress Deutschland in Berlin die Deutschen Handelspreise 2023 verliehen. HDE-Präsident Alexander von Preen zeichnete Breuninger, die Rewe Group und Dieter Schwarz aus.

 

Der Deutsche Handelspreis wurde in drei Kategorien verliehen. In der Kategorie Mittelstand ging der Deutsche Handelspreis an Breuninger. Das 1881 in Stuttgart gegründete Traditionsunternehmen betreibt dreizehn Warenhäuser in Deutschland sowie einen Online-Shop. Bekannt ist Breuninger für seine hohe Qualität und sein breites Angebot an internationalen Designermarken. Die Jury würdigte die herausragende Leistung des Unternehmens bei der Implementierung der Online-Aktivitäten sowie bei der weiteren strategischen Ausrichtung mit stationärer Expansion, innovativen Formaten und der Fokussierung auf das Kundenerlebnis. Der Erfolg der individuellen und personalisierten Angebote, der ergänzenden Dienstleistungen und der kompetenten Beratung spiegelt sich demnach in der engen Kundenbindung wider.

 

Den Preis in der Kategorie Großunternehmen erhielt die Rewe Group. Die Jury zeichnete das Unternehmen insbesondere für das starke und stetige Wachstum, die besondere Innovationskraft, allumfassendes Kundenverständnis und die konsequente Umsetzung der Digitalisierung aus. Die Rewe Group ist in verschiedenen Geschäftsfeldern tätig, von Supermärkten, Discountern und Baumärkten über Reisebüros bis hin zu Versorgungsdienstleistungen. Die Jury sieht bei dem Unternehmen mit wöchentlich 85 Millionen Kundenkontakten in 21 Ländern stets den Menschen im Mittelpunkt. Das Unternehmen sei Impulsgeber für nachhaltige Produkte im Lebensmitteleinzelhandel und zeichne sich durch seinen Fokus auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung aus.

 

Über den Lifetime Award des Deutschen Handelspreises konnte sich Dieter Schwarz freuen, der für seine besondere Leistung als Händler und Unternehmer geehrt wurde. Die Jury würdigte vor allem, dass Dieter Schwarz die Handelsbranche über Jahrzehnte geprägt habe und die Verantwortung für Kundinnen, Kunden und die Gesellschaft stets in den Mittelpunkt seines Wirkens stellte. Nach Übernahme der Unternehmensführung von seinem Vater im Jahr 1960 gelang dem Unternehmen eine rasante Expansion mit zeitweise wöchentlich im Durchschnitt fünf neuen Filialeröffnungen. Heute hat sich die Schwarz-Gruppe mit groß- und kleinflächigen Märkten durchgesetzt und behauptet sich mit Discountern, Einkaufszentren und Cash-and-Carry-Lagern.

 

Die Deutschen Handelspreise wurden am 15. November im Rahmen einer Gala auf dem Handelskongress Deutschland in Berlin verliehen. HDE

Cyber Week immer wichtiger fürs Weihnachtsgeschäft

 

 

 

| 16.11.2023 | Die Deutschen geben im Rahmen der Aktionstage Black Friday und Cyber Monday immer mehr Geld aus. Die so genannte Cyber Week wird damit für das Weihnachtsgeschäft immer wichtiger, wie die Statista-Berechnung auf Basis von Daten des Handelsverbands Deutschlands veranschaulicht. So ist der Anteil der Ausgaben in der Cyber Week am gesamten Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels in Deutschland von 1,8 Prozent im Jahr 2016 auf prognostizierten 4,8 Prozent im laufenden Jahr angestiegen. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr fällt dieses Mal angesichts der gebremsten Konsumlaune jedoch geringer aus als in den Vorjahren.

 

Der Black Friday fällt im Jahr 2023 auf den 24. November, der Cyber Monday auf den 27. November. Bereits vor dem 24.11. beginnen viele Unternehmen damit, besonders attraktive Rabattangebote zu launchen. Weitere Informationen zum Thema Cyber Week und zu den Weihnachtsfeiertagen finden Sie im Statista Global Consumer Survey. Statista

Was kaufen die Deutschen am Black Friday?

 

 

 

 

| 16.11.2023 | Am 24. November findet der Black Friday statt. Auch in Deutschland ist er zusammen mit dem zeitlich direkt darauffolgenden Cyber Monday ein wichtiges Ereignis für den Handel. Die ganze Woche über bieten Geschäfte und Onlineshops Waren zu Rabattpreisen an. Verbraucher in Deutschland interessieren sich an diesen Aktionstagen im aktuellen Jahr insbesondere für Produkte aus den Bereichen Kleidung, Elektronik und Schuhe, wie eine aktuelle Umfrage von Statista zeigt.

 

Der Black Friday stammt ursprünglich aus den USA. Dort wird er immer am Freitag nach Thanksgiving begangen. Die Verkaufsveranstaltung des Einzelhandels soll den Konsum vor Weihnachten ankurbeln. In Deutschland gelingt das gut: Dieses Jahr rechnet der HDE im deutschen Einzelhandel mit einem Umsatz von 5,8 Milliarden Euro. Damit würde der Anteil am gesamten Weihnachtsumsatz des Einzelhandels bei 4,8 Prozent liegen. Statista

Neue Werbewege, neue Chancen? Das waren die Trendthemen der Angebotskommunikation 2023

| 14.11.2023 | Vierte Ausgabe der Studienreihe ChannelUP von IFH MEDIA ANALYTICS und MEDIA Central zeigt die wichtigsten Trends der Angebotskommunikation 2023: Digitale Angebotskanäle, Inflation und Kanalveränderungen. Printprospekte bleiben führend. 2024 wird weiterhin von Inflationsdruck und Sparverhalten geprägt sein. 

 

Sparen, Sparen, Sparen. Durch Inflationsdruck und steigende Preise haben Konsument:innen 2023 verstärkt auf Angebote geachtet. Aber nicht nur die Inflation hat die Angebotskommunikation beeinflusst und Dynamik in die Branche gebracht: Auch die Frage, ob der altbekannte Printprospekt ein Auslaufmodell ist, wurde in diesem Jahr neu diskutiert. Digitale Kanäle der Angebotskommunikation, unter anderem auch WhatsApp, haben sich 2023 weiter etabliert – insbesondere bei Händlern, die sich in diesem Jahr von dem Werbemedium Printprospekt verabschiedet haben. Diese und viele weitere Trends rund um Angebotskommunikation 2023 hat die vierteljährliche Studienreihe „ChannelUP - Consumer Insights zur 360° - Angebotskommunikation“ von IFH MEDIA ANALYTICS in Zusammenarbeit mit MEDIA Central ermittelt. Damit zieht die Studie in ihrer vierten Befragung 2023 ein Jahresresümee mit neuen Daten zu den Schwerpunktthemen vorrausgegangener Erhebungen. Relevantestes Werbemedium bleibt nach wie vor der Printprospekt.

 

„2023 war ein einschneidendes Jahr für die Branche der Angebotskommunikation. Durch den Sparfokus der Konsument:innen wurde ein bewusstes Rezipieren von Angeboten wieder wichtiger. Eine enorme Chance für Händler! Diese haben viele genutzt und neue digitale Werbekanäle ausprobiert. Sich in diesem Zuge aber komplett von bewährten Kommunikationskanälen wie dem Printprospekt zu verabschieden, ist dennoch ein Risiko,“ empfiehlt Palle Presting, Teamleiter Marketing & Research bei MEDIA Central.

 

Steigende Preise, mehr Prospektnutzung

Der anhaltende Inflationsdruck führte das ganze Jahr über zu einem verstärkten Fokus auf Preise. Allerdings scheint eine leichte Gewöhnung bei den Konsument:innen eingetreten zu sein: Gaben im Februar 2023 91 Prozent der Befragten an, mehr auf Preise zu achten, sind es Ende Oktober 87 Prozent. Ähnlich sieht es bei dem Fokus auf Angebote aus (81 % in Q4 vs. 87 % in Q1). Dynamik lässt sich auch an den präferierten Kanälen der Angebotskommunikation erkennen: Gedruckte Prospekte werden im Vergleich zu vor der Inflation häufiger genutzt (+ 10 %), Blogs, Foren und Influencerwerbung seltener (-4 %).

 

Digitale Kanäle: Owned Media gewinnt

Angebotskommunikation auf Händler-eigenen Kanälen (Owned Media) wurde im Laufe des Jahres beliebter. Dabei werden vor allem Händler-Websites (67 %) und -Apps (63 %) regelmäßig genutzt. Gewinnen konnte auch WhatsApp, über das aktuell 39 Prozent der Befragten Onlineprospekte erhalten (35 % im April). Händlerübergreifende digitale Kanäle wie Prospektwebsites oder -Apps  verlieren im Vergleich zum April acht Prozentpunkte. Damit nutzt Ende Oktober jede:r Zweite (51 %) Prospektwebsites und -Apps.

Zuwachs bekommen digitale Kanäle der Angebotskommunikation vor allem durch Veränderungen in den angebotenen Kanälen. Dies ist gut am Beispiel REWE zu sehen: Nach Einstellung des Printprospekts im Juli 2023 nutzen Konsument:innen nun vermehrt digitale Kanäle, vor allem die REWE-Website (47 %) und die REWE-App (44 %).

 

Ausblick 2024: Bedeutung von Angebotskommunikation wächst

Die Inflation bleibt – das erwarten auch die Konsument:innen. So rechnen acht von zehn Befragten auch im kommenden Jahr mit steigenden Preisen und sich weniger leisten zu können (61 %). Daher wird auch die Bedeutung der adäquaten Kommunikation von Angeboten – auf dem passenden Kanal an die richtige Zielgruppe – zunehmen: Drei Viertel der Konsument:innen wünschen sich mehr Angebote und ebenfalls mehr Werbung, in der Angebote kommuniziert werden.

 

„Die großen und disruptiven Trendthemen der Angebotskommunikation Digitalisierung, Inflation und Kanalveränderungen bleiben uns auch 2024 erhalten. Daher werden wir auch 2024 mit dem ChannelUP-Index den Werbemarkt und die Rezeptionsgewohnheiten von Angebotskommunikation bei Konsumentinnen und Konsumenten beobachten und einordnen,“ so Andreas Riekötter, Geschäftsführer IFH MEDIA ANALYTICS. IFH MEDIA ANALYTICS

Insolvenz: Aus für SPIELE MAX

| 13.11.2023 | Nach 41 Jahren ist es nun vorbei mit der berlin-brandenburgischen Handelskette. Zum Ende des Jahres schließen alle Filialen. Was einmal als die deutsche Antwort auf TRU gedacht war, hat es nun auf traurige Art und Weise seinem Vorbild gleichgetan. Die Lichter gehen aus. Schon im Jahr 2020 war ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, ein so genanntes Schutzschirmverfahren, beantragt worden. Im Mai 2023 wurde das Verfahren beim Amtsgericht Charlottenburg eröffnet.

 

Insolvenzverwalter Martini bestätigt Gespräche mit einzelnen Vermietern und hofft einzelne Filialen nach dem Verfahren wieder eröffnen zu können.

 

All das kommt für Brancheninsider nicht überraschend. Die Schieflage von SPIELE MAX war schon allzu offensichtlich, lange bevor 2020 dann die Reißleine gezogen wurde. Wechselnde Investoren, nicht immer glücklich handelndes Führungspersonal, eine Sortimentspolitik, die eher den Mangel verwaltete und nicht zuletzt Filialen, die nur noch bedingt zum Einkauf einluden, all das wurde zu einem perfekten Sturm, der schließlich das Ende besiegelte. Auch wenn das Ende zum großen Teil hausgemacht erscheint, bedeutet es doch, dass ein weiterer deutscher Händler in signifikanter Größe von der Bildfläche verschwindet. Das kann niemanden glücklich machen. Ph

ROFU Filiale im Fachmarktgebiet in Reutlingen eröffnet

| 09.11.2023 | ROFU Kinderland, einer der führenden Spielwarenhändler Deutschlands, hat am heutigen Donnerstag, 9. November 2023, in der Schieferstraße in Reutlingen eine neue Filiale eröffnet. Dort wo einst Papierfabrik und Bauhaus ihren Platz hatten, entsteht derzeit ein Fachmarktgebiet für Händler wie ROFU. In der neuen Filiale gibt es ein umfassendes Sortiment an Spielwaren, Deko-, Baby- und Kleinkindartikeln. 

 

ROFU Filiale in der Großstadt 

Der attraktive Standort Reutlingen mit über 116.000 Einwohnern ergänzt das bereits bestehende Filialnetz in der Umgebung. Der Vorteil: Auch Kunden aus Stuttgart oder Ulm erhalten eine neue Anlaufstelle insbesondere für Spielwaren.

 

Die neue ROFU Filiale befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Möbel Rieger im Fachmarktgebiet, das künftig noch erweitert werden soll. Neben dem Edeka-Center und Lidl soll außerdem ein Sportmarkt von Decathlon entstehen. "Durch die gelungene Modernisierung der alten Papierfabrik unter Beibehaltung ihres ursprünglichen Loft-Charmes, hat Rofu einen hervorragenden Standort gefunden, um zusammen mit anderen Geschäften das Fachmarktgebiet von Reutlingen zu bereichern. Außerdem sind viele Parkmöglichkeiten vorhanden, die den Kundenbesuch noch bequemer gestalten", erklärt Geschäftsführer Frank Schröder. ROFU selbst stehen in den Räumlichkeiten der ehemaligen Papierfabrik insgesamt 1.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, davon 900 Quadratmeter zum Verkauf. 

 

Eröffnungswoche

Alle Besucher bekommen in der Eröffnungswoche bis einschließlich 11. November einen Rabatt von 20 Prozent auf einen Artikel ihrer Wahl. Am Eröffnungstag konnten Kunden an einer Tombola teilnehmen und wurden vom Maskottchen Rofulino persönlich begrüßt. Die Öffnungszeiten der 15 Mitarbeiter starken Filiale Reutlingen sind immer montags bis samstags von 9:30 – 19:00 Uhr. ROFU Kinderland

„OeNO“ zeigt kompletten CO2-Fußabdruck einer Online-Bestellung

| 08.11.2023 | Im Onlinehandel, der zugrundeliegenden Logistik und digitalen Infrastruktur liegen erhebliche ökologische Einsparpotenziale, wie die neue „Studie zur ökologischen Nachhaltigkeit des Onlinehandels in Deutschland“ („OeNO“) zeigt. Dort werden erstmals detailliert die gesamten klimatischen Umweltauswirkungen eines Online-Einkaufs von der Bestellung, digitalen Weiterbearbeitung, Verpackung, Logistik bis zur Zustellung (ggf. mit Retoure) anhand von Treibhausgas-Äquivalenten aufgeschlüsselt sowie Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit skizziert. Neben typischen Bestellszenarien wurden hierfür auch neuere E-Commerce-Modelle wie Re-Commerce, Instant Delivery und Retail-as-a-Service einbezogen. Die Studie wurde vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des bevh und mit freundlicher Unterstützung von Amazon Deutschland, Cairo, Rock’n Shop, Skatedeluxe sowie The British Shop durchgeführt.

 

„Unsere Studie zeigt nicht nur ein aktuelles Bild zur Lage der ökologischen Nachhaltigkeit im deutschen Onlinehandel, sondern nennt auch ganz konkrete Ansatzpunkte und real umsetzbare Hebel, wie der Onlinehandel zukünftig noch nachhaltiger werden kann“, fasst Prof. Dr. Matthias Gotsch, stellvertretend für das Autoren-Team vom Fraunhofer ISI, die wichtigsten Studienergebnisse zusammen.

 

„Was die Verantwortung für Umweltauswirkungen angeht, sollte man sich zuerst ‚an die eigene Nase fassen‘. Es hilft dem Klima nicht, mit weit hergeholten Vergleichen die Schuld auf vermeintlich größere Umweltsünder abzuschieben. Darum haben wir uns bewusst für eine sehr offene Bestandsaufnahme unserer eigenen Umweltauswirkungen entschieden, um daraus abzuleiten, wo unsere Branche E-Commerce noch besser werden kann“, erklärt Christoph Wenk-Fischer, bevh-Hauptgeschäftsführer, das Forschungsziel.

 

Mehr als die 9-fache Treibhausgasmenge zwischen Extrem-Szenarien

Eine typische „Standard“-Paketlieferung bis zur Haustür verursachte im Jahr 2021 durchschnittlich 1.421 g CO2-Äquivalente. Dies entspricht etwa dem neunfachen Ausstoß eines mit einem Verbrenner-Auto zurückgelegten Personenkilometers. Wie viel Treibhausgas-Äquivalente tatsächlich bei einer Bestellung anfallen, hängt allerdings sehr stark vom Einzelfall ab, wie eine Vergleichsrechnung zeigt:

 

In einem hypothetischen „Best Case“ würde eine Bestellung nach kurzer Produktsuche per Smartphone (im WLAN), bei optimal geplantem Versand (letzte Meile durch Elektro-Fahrzeug an eine Packstation) mit einer recycelten Mehrwegversandverpackung (hohe Anzahl von Umläufen), über energetisch optimierte Logistikzentren sowie ohne folgende Retoure 469 g CO2- Äquivalente verursachen. Dies entspricht in etwa dem dreifachen Ausstoß eines Personenkilometers mit einem Auto.

 

Beim hypothetischen „Worst Case“ würde der Bestellung eine lange Produktsuche mittels Desktop-Computer vorangehen, der Transport per Dieselfahrzeug (Zustellung erst im dritten Versuch an der Haustür) und mit einer materialintensiven Mehrwegversandverpackung (nicht faltbar für Rückversand, wenige Umläufe, kein recyceltes Material) erfolgen. Die Logistik- und Verteilzentren wären energetisch nicht optimiert. Käme dann noch eine Retoure hinzu, die anschließend eine Ersatzbestellung auslöst, entstünden 4.426 g CO2-Äquivalente. Dies wäre ungefähr das 30-fache eines mit einem Auto zurückgelegten Personenkilometers.

 

Wirkung von Nachhaltigkeits-Hebeln beachtlich 

In der Logistik könnten mit elektrischen Lieferfahrzeugen potenziell 24 Prozent aller Emissionen auf der letzten Meile eingespart werden. Weitere bis zu 25 Prozent fielen potenziell weg, wenn sich Logistiker bei der Belieferung ländlicher Regionen zusammenschlössen. Die gebündelte Zustellung an Paketshops und Packstationen, die für den Kunden fußläufig erreichbar sind, verursacht nur 51 Prozent der Emissionen einer Haustürzustellung. Zudem könnten durch den Transport in versandfähigen Produktverpackungen (und den Wegfall eines Versandkartons) bis zu 24 Prozent des Verpackungsmaterials wegfallen. Durch den Einsatz von Mehrwegversandtaschen (viele Umläufe, faltbar für Rücktransport, recyceltes Material) wären es 60 bis 98 Prozent der Treibhausgas-Äquivalente. Logistikzentren könnten mithilfe von Solaranlagen und einer energetischen Optimierung im Idealfall sogar klimapositiv sein (bis zu 105 Prozent CO2-Einsparung in nicht-automatisierten Lagern).

 

Nachhaltigkeit nur gesamtgesellschaftlich erreichbar

Im gesamten Lebenszyklus von Produkten macht der Handel dabei nur einen Teil von vielen am ökologischen Fußabdruck aus. Bei einer Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus fallen die meisten Emissionen bereits bei der Produktion an, auf den Handel selbst entfällt durchschnittlich nur ein einstelliger Prozentanteil der gesamten CO2-Äquivalente. Ein großes Stück der Verantwortung fällt auch auf die Verbraucher selbst, wenngleich der Handel durchaus bei nachhaltigeren Kaufentscheidungen unterstützen kann. Auch hierauf macht die OeNO-Studie aufmerksam und hebt die Möglichkeiten von Personalisierung & Gamification, Green Nudging, Re-Commerce und Eco-Labels als Stellhebel hervor.

 

„Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung und den weiteren Ausbau der Nachhaltigkeitsanstrengungen der Händlerinnen und Händler ist allerdings eine entsprechende Unterstützung der genannten Optionen durch die Politik. Dazu gehört ein entsprechendes Anreizsystem, der Abbau bürokratischer Hürden sowie realistische und zielführende Regelungen”, so Christoph Wenk-Fischer. bevh

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